#61

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 19.11.2013 12:53
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von ddr-bürger im Beitrag #60
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #52
Zwar nur Sekunden, aber immer hin:



LG von der grenzgaengerin


Diese Sendung ist mir aus der Schulzeit im Gedächtnis geblieben, als alter "Autofan"....

Ich habe Englisch dann aber auf gegeben. Sprachlich bin ich eine Niete und wollte vor der Berufswahl kein schlechte Note auf dem zeugnis, darum Abbruch.
Auch war ich faul und der Englischuntericht war meist am Nachmittag (zur Sendezeit) und die anderen haben dann schon am Mopet geschraubt...
Der Hauptgrund für den Unterricht waren bei mir, ich wollte die Song`s verstehen, nur das reicht als Motivation über jahre nicht aus.



Dann konntest du also die Textpassage der Stones das die Zeit reif ist für Kampf und Revolution gar nicht verstehen?


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.11.2013 12:53 | nach oben springen

#62

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 19.11.2013 12:55
von ddr-bürger (gelöscht)
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Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #61
Zitat von ddr-bürger im Beitrag #60
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #52
Zwar nur Sekunden, aber immer hin:



LG von der grenzgaengerin


Diese Sendung ist mir aus der Schulzeit im Gedächtnis geblieben, als alter "Autofan"....

Ich habe Englisch dann aber auf gegeben. Sprachlich bin ich eine Niete und wollte vor der Berufswahl kein schlechte Note auf dem zeugnis, darum Abbruch.
Auch war ich faul und der Englischuntericht war meist am Nachmittag (zur Sendezeit) und die anderen haben dann schon am Mopet geschraubt...
Der Hauptgrund für den Unterricht waren bei mir, ich wollte die Song`s verstehen, nur das reicht als Motivation über jahre nicht aus.



Dann konntest du also die Textpassage der Stones das die Zeit reif ist für Kampf und Revolution gar nicht verstehen?



leider weiß ich immer noch nicht für was der "Street fighting man" kämpfte. Zu gunsten der alten Barden nehme ich mal an, es war unsere gerechte soz. Sache.
So nun halte ich mich etwas zurück, will das Thema nicht "zumüllen"


Jobnomade und bendix haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#63

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 19.11.2013 14:10
von GKUS64 | 1.609 Beiträge

Hallo erstmal,
ja Sprachen sind für mich ein Problemthema. 1950 kam ich zur Schule und ab 5.Schuljahr wurde Russisch unterrichtet, weniger sprechen, mehr lesen und Vokabeln lernen. Niemand hat das bei uns mit Ehrgeiz (außer ein paar Mädchen!) betrieben. Im 7. Schuljahr wurde fakultativ Englisch angeboten, habe ich mitgemacht, ging leider nur ca. 3 Monate, Lehrer krank und kein Ersatz.
Dann bis zum Mittelschulabschluss nur noch Russisch, in der Lehrzeit (2 ½ Jahre Werkzeugmacher) wieder Russisch. Beim Studium (5 Jahre Abendstudium, 5 Jahre Fernstudium) wieder nur Russisch,
den Abend-und Fernstudenten wurde die 2. Fremdsprache erlassen. Über diese Regelung waren wir natürlich sehr froh, wir wussten ja noch nicht, dass auch für uns der Horizont mal weiter wird!
Heute denke ich, nach so vielen Jahren Russischunterricht müsste man es doch beherrschen, leider ist es nicht so (bei mir!). Es ist fast nichts hängen geblieben!
In den 70er 80er und 90er Jahren habe ich dann mehrere Volkshochschulkurse in Englisch besucht.
Leider habe ich nur meist den Grundkurs geschafft oder bin auf der halben Strecke ausgestiegen,
für mein Gewissen hatte ich dann immer mehrere Ausreden: keine Zeit wegen dringender anderweitiger Aufgaben wie Dienst, Kind, Garten usw. , aus heutiger Sicht war es fehlende Energie bzw. Faulheit. Heute wieder die Ausrede: in meinem Alter fällt das Vokabel-Lernen schwer.
Zu meiner eigenen Beruhigung habe ich aber von den Sprachen der Reiseländer England, Frankreich, Italien und Spanien mehrere Wörterbücher und Sprachtrainer in Form von CD´s. Vor jeder Reise versuche ich mir dann auch ein paar Worte und Höflichkeitsfloskeln einzuprägen.
Das wird dann wirklich im Ausland stark mit Freundlichkeit honoriert, man sollte sich also nicht von „Sprachunkenntnissen“ von den bestehenden Reisemöglichkeiten abhalten lassen. Ich war schon sehr oft in Frankreich und gerade mit Reisen dorthin haben viele wegen der Sprache oft Vorbehalte. Mit meiner Minimalmethode bin ich immer auf freundliche Menschen getroffen!

Good bye, Arrivederci, Au revoir, Adios, До свидания

GKUS64


DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.11.2013 14:11 | nach oben springen

#64

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 19.11.2013 14:23
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von GKUS64 im Beitrag #63
Hallo erstmal,
ja Sprachen sind für mich ein Problemthema. 1950 kam ich zur Schule und ab 5.Schuljahr wurde Russisch unterrichtet, weniger sprechen, mehr lesen und Vokabeln lernen. Niemand hat das bei uns mit Ehrgeiz (außer ein paar Mädchen!) betrieben. Im 7. Schuljahr wurde fakultativ Englisch angeboten, habe ich mitgemacht, ging leider nur ca. 3 Monate, Lehrer krank und kein Ersatz.
Dann bis zum Mittelschulabschluss nur noch Russisch, in der Lehrzeit (2 ½ Jahre Werkzeugmacher) wieder Russisch. Beim Studium (5 Jahre Abendstudium, 5 Jahre Fernstudium) wieder nur Russisch,
den Abend-und Fernstudenten wurde die 2. Fremdsprache erlassen. Über diese Regelung waren wir natürlich sehr froh, wir wussten ja noch nicht, dass auch für uns der Horizont mal weiter wird!
Heute denke ich, nach so vielen Jahren Russischunterricht müsste man es doch beherrschen, leider ist es nicht so (bei mir!). Es ist fast nichts hängen geblieben!
In den 70er 80er und 90er Jahren habe ich dann mehrere Volkshochschulkurse in Englisch besucht.
Leider habe ich nur meist den Grundkurs geschafft oder bin auf der halben Strecke ausgestiegen,
für mein Gewissen hatte ich dann immer mehrere Ausreden: keine Zeit wegen dringender anderweitiger Aufgaben wie Dienst, Kind, Garten usw. , aus heutiger Sicht war es fehlende Energie bzw. Faulheit. Heute wieder die Ausrede: in meinem Alter fällt das Vokabel-Lernen schwer.
Zu meiner eigenen Beruhigung habe ich aber von den Sprachen der Reiseländer England, Frankreich, Italien und Spanien mehrere Wörterbücher und Sprachtrainer in Form von CD´s. Vor jeder Reise versuche ich mir dann auch ein paar Worte und Höflichkeitsfloskeln einzuprägen.
Das wird dann wirklich im Ausland stark mit Freundlichkeit honoriert, man sollte sich also nicht von „Sprachunkenntnissen“ von den bestehenden Reisemöglichkeiten abhalten lassen. Ich war schon sehr oft in Frankreich und gerade mit Reisen dorthin haben viele wegen der Sprache oft Vorbehalte. Mit meiner Minimalmethode bin ich immer auf freundliche Menschen getroffen!

Good bye, Arrivederci, Au revoir, Adios, До свидания

GKUS64




Grün: Ja, sollte man denken. Ist aber nicht so, wenn man es nur als ungeliebtes, die Freizeit beschneidendes Fach sieht. Als mich meine letzte Firma 1993 in Pirmasens aus strukturellen Gründen übernahm, dachten die auch, daß ich Russisch kann. Ebenso dachte ich, daß die Westdeutschen alle Englisch können. War ebenso nicht der Fall. In der Firma mit damals ca. 400 mitarbeitern, schätze ich mal so ca. 2 - 3 Dutzend, die einigeremaßen fließend Englisch konnten. Für viele westdeutsche Schüler war das demzufolge auch nicht unbedingt ein Fach, in das man sich richtig reinkniete. Die paar Fremdwörter aus dem Alltag oder der Jugendszene reichten vielen.
Richtig reingekniet hatte ich mich auch erst dann, als es mit meiner Auslandstätigkeit MitteEnde der 90er losging. Wenn man es intensiv genug betreibt (z.B. auf den langen Autobahnfahrten immer Kasseten abgehört), kann man es auch mit Anfang 50 noch lernen.



GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#65

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 11:17
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich habe mal einen garnicht so alten thread zum Fremdsprachenunterricht hochgeholt, um einen anderen thread zu entlasten. Zu Beginn gibt es einige interessante links, wie es damals mit dem Fremdsprachenunterricht in der DDR begonnen hat.

LG von der Moskwitschka

EDIT Tippfehler


Rainman2 und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.02.2014 13:25 | nach oben springen

#66

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 13:16
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #65
Ich habe mal einen garnicht so alten thread zum Fremdsprachenunterricht hochgeholt, um einen anderen thread zu entlasten. Zu Beginn gibt es einige interessante links, wie es damals war mit dem Fremdsprachenunterricht in der DDR begonnen hat.

LG von der Moskwitschka


Guten Tag,

Ich möchte sehr gern wissen, ob es Kollisionen zwischen dem English (For You) und dem normalen Tages-English z. B. in der U-Bahn oder in Geschäften in UK gab? Warst Du / Wart Ihr gut verstanden und habt Ihr gut verstanden ? Ich habe alle Bücher des English-Unterrichts in der DDR gelesen, so auch die Lehrpläne.

Natürlich habe ich bemerkt, dass die Texte und Dialoge teilweise sehr steril und tendenziös sind. Gewiss, dass assoziative Leben ist viel stärker entwickelt als auf dem Kontinent, wo sich viele Länder teure Subventionen für Assoziationen leisten. Die jungen Leute, welche sich in CND engagieren, gab es wirklich. Und auch die Unions spielten eine grosse Rolle ( besonders vor Maggy ). Doch ist das typisch für das Leben eines Landes ?

In der DDR wurde der « Morning Star » verkauft. Die Zeitung reflektierte nur wenig von der Gesellschaft.

Es werden auch Bücher besprochen, aber es ist nur Literatur, welche in das Schema des Sozialismus gehörte.

Interessant ist auch der Vergleich zwischen der Methode. Obwohl doch Leute wie Loeser* oder Plant** in der DDR waren, atmen die Bücher sehr viel von der alten Zeit.

Man sagte mir auch, dass es Diapositive in Farbe von London und anderen Städten gegeben habe. Leider kenne ich nur die Objekte - die Diapositive habe ich selbst noch nicht gesehen. Es muss, so meine ich, nicht lustig gewesen sein, das zu sehen und zu wissen, dass das so weit war wie die Sterne...

Thank you for any thought you can share with us.

Stringer49

* http://www.grahamstevenson.me.uk/index.p...12:l&Itemid=101
** http://ro.uow.edu.au/cgi/viewcontent.cgi...text=campusnews


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#67

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 13:35
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #66
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #65
Ich habe mal einen garnicht so alten thread zum Fremdsprachenunterricht hochgeholt, um einen anderen thread zu entlasten. Zu Beginn gibt es einige interessante links, wie es damals war mit dem Fremdsprachenunterricht in der DDR begonnen hat.

LG von der Moskwitschka


Guten Tag,

Ich möchte sehr gern wissen, ob es Kollisionen zwischen dem English (For You) und dem normalen Tages-English z. B. in der U-Bahn oder in Geschäften in UK gab? Warst Du / Wart Ihr gut verstanden und habt Ihr gut verstanden ? Ich habe alle Bücher des English-Unterrichts in der DDR gelesen, so auch die Lehrpläne.

Natürlich habe ich bemerkt, dass die Texte und Dialoge teilweise sehr steril und tendenziös sind. Gewiss, dass assoziative Leben ist viel stärker entwickelt als auf dem Kontinent, wo sich viele Länder teure Subventionen für Assoziationen leisten. Die jungen Leute, welche sich in CND engagieren, gab es wirklich. Und auch die Unions spielten eine grosse Rolle ( besonders vor Maggy ). Doch ist das typisch für das Leben eines Landes ?

In der DDR wurde der « Morning Star » verkauft. Die Zeitung reflektierte nur wenig von der Gesellschaft.

Es werden auch Bücher besprochen, aber es ist nur Literatur, welche in das Schema des Sozialismus gehörte.

Interessant ist auch der Vergleich zwischen der Methode. Obwohl doch Leute wie Loeser* oder Plant** in der DDR waren, atmen die Bücher sehr viel von der alten Zeit.

Man sagte mir auch, dass es Diapositive in Farbe von London und anderen Städten gegeben habe. Leider kenne ich nur die Objekte - die Diapositive habe ich selbst noch nicht gesehen. Es muss, so meine ich, nicht lustig gewesen sein, das zu sehen und zu wissen, dass das so weit war wie die Sterne...

Thank you for any thought you can share with us.

Stringer49

* http://www.grahamstevenson.me.uk/index.p...12:l&Itemid=101
** http://ro.uow.edu.au/cgi/viewcontent.cgi...text=campusnews


Grün: Ja, sicher, im Nachhinein betrachtet. Ich muß aber mich betreffend eingestehen, daß ich mir darüber damals in dem Alter keine großen Gedanken gemacht hatte, auch wenn ich mit 17 mal davon träumte, nach Down Under auszuwandern. Die Motivation, später auf der VHS Englisch zu lernen (habe aber auch nur bis etwa drittes Semester durchgehalten), hatte ich, weil ich der Meinung war, es gehört zum Allgemeinwissen, etwas Englisch zu können und außerdem hatten wir bei uns in der F/E-Abteilung, der ich mehr oder weniger intensiv längere Zeit angehörte, englischsprachige Fachzeitschriften. Da wollte ich schon hinter unseren Chemikern diesbezüglich nicht zu sehr nachstehen. Wie ich weiter oben schon schrieb, mit der zunehmenden Auslandtätigkeit Mitte/Ende der 90er habe ich mich dann richtig reingekniet und meine Faulheit von damals verflucht. Nicht nur was Englisch betraf, sondern auch Russisch. Auch von dort kamen unsere Kunden und es war vorgesehen, daß ich so etwa ab 1999/2000 für ein großes Schuhzentrum etwa 100 km östlich von Moskau zuständig wäre. Ist gescheitert an der damals noch stärkeren Korruption, da hat der Zuliefererverbund, dem wir angehörten, die Hände gehoben.



zuletzt bearbeitet 04.02.2014 13:37 | nach oben springen

#68

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 13:41
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Die beste Methode eine Sprache zu lernen, ist und bleibt der Aufenthalt in einem anderen Land. Wenn man ins kalte Wasser geworfen wird und auf eine Sprache angewiesen ist, geht es am effektivsten. In allen Sprachschulen lernt man nur die Grundlagen, die aber mit der lebendigen Sprache selten kongruent gehen. 4Wochen im Ausland ersetzen 1Jahr Sprachunterricht, das sind jedenfalls meine Erfahrungen.


seaman und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 13:43
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #68
Die beste Methode eine Sprache zu lernen, ist und bleibt der Aufenthalt in einem anderen Land. .



Stimmt,
oder auf den Kopfkissen der Töchter des Landes......

seaman


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#70

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 13:45
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #65
Ich habe mal einen garnicht so alten thread zum Fremdsprachenunterricht hochgeholt, um einen anderen thread zu entlasten. Zu Beginn gibt es einige interessante links, wie es damals war mit dem Fremdsprachenunterricht in der DDR begonnen hat.
Soo, und damit das mal Hand und Fuß bekommt und es wurde ja in #303 in dem betroffen Thread drum gebeten ...

Hiermit stelle ich einen formlosen Antrag an die Führungs-Gremien dieser platten Form, ähm Plattform, folgende Beiträge welche sich rein mit dem Thema Fremdsprachenunterricht in der DDR befassen, in diesen Thread zu verschieben:
Zweifelnde Polit-Offiziere #272 von @studfri
Zweifelnde Polit-Offiziere #273 von @Fritze
Zweifelnde Polit-Offiziere #274 von @Lutze
Zweifelnde Polit-Offiziere #277 von @HA01
Zweifelnde Polit-Offiziere #288 von @Diskus303
Zweifelnde Polit-Offiziere #289 von @DoreHolm
Zweifelnde Polit-Offiziere #291 von @studfri
Zweifelnde Polit-Offiziere #293 von @schnatterinchen
Zweifelnde Polit-Offiziere #294 von @ABV
Zweifelnde Polit-Offiziere #295 von @linamax
Zweifelnde Polit-Offiziere #296 von @seaman
Zweifelnde Polit-Offiziere #297 von @ABV
Zweifelnde Polit-Offiziere #298 von @seaman
Zweifelnde Polit-Offiziere #300 von @schnatterinchen
Zweifelnde Polit-Offiziere #301 von @utkieker
Zweifelnde Polit-Offiziere #302 von @ratata
Zweifelnde Polit-Offiziere #304 von @Rostocker

Der Dank der zahllosen Leserschaft, möge dem Admin, welcher sich dieser Drecksarbeit annehme, hinterhereilen.

Und damit ich nicht ganz oT bin, möchte ich mit einer Schultüre mich zum Thema einbringen. Achwas sage ich Türe ... eine Pforte war das, geradezu himmlisch. Und es gab zumindest zu DDR-Zeiten einen Seitenblick, wenn sogar von der Himmelspforte sprochen wurde.Vielleicht erkennt ja der Eine oder die Andere die Örtlichkeit?



In dem Internet-Auftritt des Heinrich-Mann-Gymnasiums Erfurt (dem auch obiges Bild entstammt) findet sich dann auch der angehängte Artikel aus 'Stadt und Geschichte. Zeitschrift für Erfurt' Nr. 48/11, S.30f ... mit dem Titel „Estudiamos español“ – 40 Jahre Spanischunterricht
http://www.hmg-erfurt.de/new/schulgeschi...respanisch.html


Dateianlage:

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.02.2014 13:46 | nach oben springen

#71

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 13:48
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #68
Die beste Methode eine Sprache zu lernen, ist und bleibt der Aufenthalt in einem anderen Land. Wenn man ins kalte Wasser geworfen wird und auf eine Sprache angewiesen ist, geht es am effektivsten. In allen Sprachschulen lernt man nur die Grundlagen, die aber mit der lebendigen Sprache selten kongruent gehen. 4Wochen im Ausland ersetzen 1Jahr Sprachunterricht, das sind jedenfalls meine Erfahrungen.




Ging ja schlecht in fast allen Sprachen dieser Welt, damals in der DDR.


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#72

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 13:48
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #68
Die beste Methode eine Sprache zu lernen, ist und bleibt der Aufenthalt in einem anderen Land. Wenn man ins kalte Wasser geworfen wird und auf eine Sprache angewiesen ist, geht es am effektivsten. In allen Sprachschulen lernt man nur die Grundlagen, die aber mit der lebendigen Sprache selten kongruent gehen. 4Wochen im Ausland ersetzen 1Jahr Sprachunterricht, das sind jedenfalls meine Erfahrungen.



Sehe ich auch so. Als ich Ende der 90er hin und wieder mal zwei oder auch drei Wochen in der Umgebung von Hongkong zu tun hatte, waren die einzigen deutschsprachigen Partner die gelegentlichen Telefonate mit Firma und Frau zu Hause und die ein oder zwei deutschsprachigen Touristen, die man am Wochenende in Shenzhen zufällig traf. Irgendwann merkt man dann, wenn man über was nachdenkt, daß man schon in englischer Sprache denkt.



zuletzt bearbeitet 04.02.2014 13:49 | nach oben springen

#73

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 13:50
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Eisenacher im Beitrag #68
Die beste Methode eine Sprache zu lernen, ist und bleibt der Aufenthalt in einem anderen Land. Wenn man ins kalte Wasser geworfen wird und auf eine Sprache angewiesen ist, geht es am effektivsten. In allen Sprachschulen lernt man nur die Grundlagen, die aber mit der lebendigen Sprache selten kongruent gehen. 4Wochen im Ausland ersetzen 1Jahr Sprachunterricht, das sind jedenfalls meine Erfahrungen.




Was spricht man in Afghanistan?

Aber nach "Sender jerevan" hast Du natürlich recht.....


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#74

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 14:07
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

In Afghanistan sollte man die Sprache "Kalaschnikow" gut beherrschen, das ersetzt alle 49Sprachen und 200Dialekte.


zuletzt bearbeitet 04.02.2014 15:47 | nach oben springen

#75

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 14:09
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #72
Zitat von Eisenacher im Beitrag #68
Die beste Methode eine Sprache zu lernen, ist und bleibt der Aufenthalt in einem anderen Land. Wenn man ins kalte Wasser geworfen wird und auf eine Sprache angewiesen ist, geht es am effektivsten. In allen Sprachschulen lernt man nur die Grundlagen, die aber mit der lebendigen Sprache selten kongruent gehen. 4Wochen im Ausland ersetzen 1Jahr Sprachunterricht, das sind jedenfalls meine Erfahrungen.



Sehe ich auch so. Als ich Ende der 90er hin und wieder mal zwei oder auch drei Wochen in der Umgebung von Hongkong zu tun hatte, waren die einzigen deutschsprachigen Partner die gelegentlichen Telefonate mit Firma und Frau zu Hause und die ein oder zwei deutschsprachigen Touristen, die man am Wochenende in Shenzhen zufällig traf. Irgendwann merkt man dann, wenn man über was nachdenkt, daß man schon in englischer Sprache denkt.



Wenn man es nicht mehr mitbekommt, in welcher Sprache man spricht, ist es ein gutes Zeichen. Dann beherrscht man eine Sprache schon recht gut.


zuletzt bearbeitet 04.02.2014 14:09 | nach oben springen

#76

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 14:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Laut CIA-Factbook: 50% Dari, 35% Paschtu und 11% Türkisch. Die restlichen 4 Prozente verteilen sich auf 30 weitere Sprachen, explizit erwähnt wird Belutschi und Pashai. Verkehrsprache ist Dari ...

Languages: Afghan Persian or Dari (official) 50%, Pashto (official) 35%, Turkic languages (primarily Uzbek and Turkmen) 11%, 30 minor languages (primarily Balochi and Pashai) 4%, much bilingualism, but Dari functions as the lingua franca
note: the Turkic languages Uzbek and Turkmen, as well as Balochi, Pashai, Nuristani, and Pamiri are the third official languages in areas where the majority speaks them

cia.gov

Ansonsten suche mal zu dem Begriff 'AllgSprPrfgBw'.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#77

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 14:12
von Moskwitschka (gelöscht)
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Meine ganz persönliche Erfahrung - Wenn man in der Sprache träumt und den Traum auch noch versteht - es gibt nichts schöneres.

LG von der Moskwitschka


zuletzt bearbeitet 04.02.2014 14:13 | nach oben springen

#78

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 14:12
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #68
Die beste Methode eine Sprache zu lernen, ist und bleibt der Aufenthalt in einem anderen Land. Wenn man ins kalte Wasser geworfen wird und auf eine Sprache angewiesen ist, geht es am effektivsten. In allen Sprachschulen lernt man nur die Grundlagen, die aber mit der lebendigen Sprache selten kongruent gehen. 4Wochen im Ausland ersetzen 1Jahr Sprachunterricht, das sind jedenfalls meine Erfahrungen.



Jede Sprache hat viele Dialekte, so dass sich die Leute untereinander manchmal nicht verstehen. Deshalb gibt es meist eine "Hochsprache", die man an der Schule lernt, die an Radio, TV, Film gesprochen wird. Sie ist etwas künstlich, soll aber die Verständigung ermöglichen, und ohne sie kommt man nicht sehr weit. Solche "Hochsprachen" gibt es bei allen Weltsprachen, diese lehrt man als Fremdsprachen. Richtige Übung erlangt man aber nur, wenn man die Sprache auch im Sprachgebiet benutzen kann. Bis man die Gespräche der Einheimischen untereinander versteht, dauert es aber etwas, vor allem wenn sie ausgeprägte Dialekte benutzen.
Besucht man eine Sprachschule im Ausland, tut man gut daran, dorthin zu gehen, wo der lokale Dialekt ziemlich ähnlich ist wie die Hochsprache. Für Englisch empfiehlt sich der südliche Teil von England, weil dort die lokale Sprache der hochsprachlichen "Received Pronunciation" sehr ähnlich ist. Für Französische würde ich die Gegend von Tours oder aber auch Neuchatel bis Genf empfehlen. Für Deutsch Hannover/Göttingen am ehesten zu empfehlen. Für Spanisch geht man nach Madrid. Und für Italienisch nach Florenz.
Theo


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#79

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 15:15
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #78
Zitat von Eisenacher im Beitrag #68
Die beste Methode eine Sprache zu lernen, ist und bleibt der Aufenthalt in einem anderen Land. Wenn man ins kalte Wasser geworfen wird und auf eine Sprache angewiesen ist, geht es am effektivsten. In allen Sprachschulen lernt man nur die Grundlagen, die aber mit der lebendigen Sprache selten kongruent gehen. 4Wochen im Ausland ersetzen 1Jahr Sprachunterricht, das sind jedenfalls meine Erfahrungen.



Jede Sprache hat viele Dialekte, so dass sich die Leute untereinander manchmal nicht verstehen. Deshalb gibt es meist eine "Hochsprache", die man an der Schule lernt, die an Radio, TV, Film gesprochen wird. Sie ist etwas künstlich, soll aber die Verständigung ermöglichen, und ohne sie kommt man nicht sehr weit. Solche "Hochsprachen" gibt es bei allen Weltsprachen, diese lehrt man als Fremdsprachen. Richtige Übung erlangt man aber nur, wenn man die Sprache auch im Sprachgebiet benutzen kann. Bis man die Gespräche der Einheimischen untereinander versteht, dauert es aber etwas, vor allem wenn sie ausgeprägte Dialekte benutzen.
Besucht man eine Sprachschule im Ausland, tut man gut daran, dorthin zu gehen, wo der lokale Dialekt ziemlich ähnlich ist wie die Hochsprache. Für Englisch empfiehlt sich der südliche Teil von England, weil dort die lokale Sprache der hochsprachlichen "Received Pronunciation" sehr ähnlich ist. Für Französische würde ich die Gegend von Tours oder aber auch Neuchatel bis Genf empfehlen. Für Deutsch Hannover/Göttingen am ehesten zu empfehlen. Für Spanisch geht man nach Madrid. Und für Italienisch nach Florenz.
Theo


Oh, da sind die RÖMER aber ganz anderer Meinung.

Wie ist das denn bei Euch in der Schweiz? Wo erlernt man am Besten Rätoromanisch?

Hier in Deutschland ist das ja auch so eine Sache mit den Sprachen. ich denke da schon einmal an die beiden Versionen vom Sorbisch und dann noch die Dialekte.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#80

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 04.02.2014 15:21
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Sorry, Beitrag war in einem anderen Thema gelandet.


Vielleicht mal ein Versuch der Richtigstellung bezüglich des Ausschlusses von einer zweiten Fremdsprache.

An der POS, 1. bis 10. Klasse, war eine Fremdsprache Pflichtfach und das war, man staune: Russisch! In der Regel wurde ab 5. Klasse Russisch gelehrt.
Ab der 7. Klasse hatte man an der POS! die Möglichkeit eine zweite Fremdsprache zu erlernen, allerdings und das ist Entscheidend: Fakultativ, also 'freiwillig'! und beileibe kein Pflichtfach.

Ob es für den fakultativen Fremdsprachenunterricht an der POS zentrale Vorgaben existierten entzieht sich meiner Kenntnis.
Jedenfalls war es bei mir an der Schule so das interessierte Schüler der siebenten Jahrgangsstufe in Russisch mindestens eine 3 haben müßten um die Bewilligung zum erlernen einer weiteren Fremdsprache zu bekommen. Bei uns wurde das sogar noch auf ein; mindest eine 3 in Deutsch erweitert.
Im Rückblick macht das, mal allen ideologischen Parteikram außen vor lassend, durchaus Sinn.

Wenn ein 12/13 jähriger Schüler bereits mit dem erlernen EINER Fremdsprache erhebliche Schwierigkeiten hat, ebenso in Deutsch, was soll das mit der zweiten Fremdsprache dann werden?
Zumal damals das erlernen einer Fremdsprache vornehmlich im Vokabelpauken und einer fehlerfreien Grammatik bestand.

In der EOS und in der Berufsausbildung mit Abitur war die zweite Fremdsprache allerdings Pflicht. Wobei man als Schüler meisten nicht aussuchen konnte welche Sprache als Zweite genommen wird, sondern es mußte das Angebot der Schule wahrgenommen werden.

Gruß
Nostalgiker

PS.: bei mir trifft das mit der POS auf Anfang der sechziger Jahre zu ....


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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4 09.11.2008 05:34goto
von manudave • Zugriffe: 734

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