#21

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 17:58
von furry | 3.576 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #19

Und da stellt sich mir die Frage: Gab es Latein und Altgrichisch im großen zentralen Lehrplan des Volksbildungsministeriums? Oder wurden diese Sprachen erst ab dem Hochschulstudium angeboten?

LG von der grenzgaengerin



Mit Beginn der erweiterten Oberschule 1966 hatte ich in der naturwissenschaftlichen Klasse bis 1970 Latein als zweite Fremdsprache neben Russisch.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#22

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 17:59
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #19
Im Grunde sind wir uns doch einig - ein Verbot des Englischunterrichts gab nicht in der DDR, sondern bedingt durch Mangel an Lehrern nach der Reeducation und der politischen Wertigkeit führten Fremdsprachen außer Russisch ein Schattendasein. Anderes war eben wichtiger. Und mit jeder Schulreform wurde dem Fremdsprachenunterricht mehr Raum eingeräumt.

Und wenn ich ehrlich bin, ich hatte keinen Bock auf eine 2. Fremdsprache ab der 7.Klasse. Pubertät und Orientierung haben viel Zeit gekostet - mit Freunden rumhängen war wichtiger als Vokabeln pauken. Da kam dann die Einsicht in die Notwendigkeit, wenn man Abitur machen wollte.

Die Diskussion um den Fremdsprachenunterricht hat mich aber neugierig gemacht. wie war es in anderen Bundesländern - im Westen. Für die Schwaben z.B. ist Hochdeutsch noch heute eine Fremdspache - Wir können alles außer hochdeutsch. Diesbezüglich habe ich auf die schnelle nichts gefunden.

Also Bayern - ein ähnliches Problem Und da wurde ich fündig über die entwicklung des fremdspachenunterrichtes nach 1945:

Das »Hamburger Abkommen«der KMK von 1964 gleicht die verschiedenengymnasialen Mittelstufen einander an. Neben das klassische
altsprachliche Gymnasium mit Latein ab Kl. 5, Englisch ab Kl. 7 und Griechisch/Französisch ab Kl. 9 tritt das (nicht-altsprachliche) Gymnasium mit
Englisch ab Kl. 5 und Latein/Französisch ab Kl.7, das sich erst in der Oberstufe in einen neusprachlichen und mathematisch-naturwissens
chaftlichen Zweig gabelt. In den Klassenstufen 12 und 13sind Hauptfächer und damit schriftliche Abiturprüfungsfächer Deutsch, Englisch, Mathematik sowie im neusprachlichen Zweig Latein/Französisch bzw. im math.-naturwissenschaftlichen Zweig Physik.Damit verlangt das neusprachliche Gymnasiumnur noch zwei Pflichtfremdsprachen. Historisch betrachtet hat sich also das »Realgymnasium« (3
Pflichtfremdsprachen, erste: Latein) über das»Reformrealgymnasium« (3Pflichtfremdsprachen, erste: Französisch) an die (lateinlose) »Oberrealschule«(2Pflichtfremdsprachen) angeglichen.


http://www.hainberg-gymnasium.de/fileadm...DEUTSCHLAND.pdf

Und da stellt sich mir die Frage: Gab es Latein und Altgrichisch im großen zentralen Lehrplan des Volksbildungsministeriums? Oder wurden diese Sprachen erst ab dem Hochschulstudium angeboten?

LG von der grenzgaengerin




Grün: Siehe mein Beitrag #16.



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#23

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:05
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Diskus303 im Beitrag #20
Hey @grenzgaengerin,
man muß aber auch sagen, daß es für Fremdsprachen (in der DDR) keinen "Verwendungszweck" gab....
Außer man wollte Liedtexte verstehen.
Im allgemeinen inländischen Berufsumfeld waren Fremdsprachenkentnisse nicht wirklich nötig.
Allein deshalb gab es wenig Antrieb, diese zu lernen..


Grün: Das stimmt so nicht. Jeder, der irgendwie mit internationaler Fachliteratur in Berührung kam, benötigte Englischkenntnisse und seien es nur Begeleitpapiere zu angeforderten Mustern ausländischer Firmen. Wir waren zwar nur "eine kleine Klitsche", aber mit hohem Anteil an chemischen Importrohstoffen. Da hatten wir durchaus englischsprachige Fachliteratur/Zeitschriften. Natürlich war das in F/E-Abteilungen, der ich zugehörte, etwas anders als in der laufenden Produktion mit diesen Rohstoffen. Das hatte mich auch dazu bewogen, zur verbesserung meiner Allgemeinbildung auf der VHS einige Semester Englisch zu machen, um wenigstens den Sinn eines Textes verstehen zu können. Das man diese kenntnisse auch rein privat gebrauchen konnte, war ein guter Nebengrund.
Einmal war ich sogar zusammen mit meinem Prod.-Direktor bei einem Kunden, der ein britisches Verfahren hatte. Dort gerieten wir unplanmäßig in die Lage, uns auch mit den Engländern am Tisch fachlich verständigen zu müssen. Es hat geklappt.



zuletzt bearbeitet 18.11.2013 18:07 | nach oben springen

#24

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:06
von Mike59 | 7.970 Beiträge

Ich habe mein Zeugnissheft zwar nicht gefunden @furry - aber eine Zeugnisabschrift. Ohne die Hose weiter runter zu lassen, da steht sogar was von 4 Jahren Engl. Unterricht .

Angefügte Bilder:
Zeet2.jpg

der glatte und furry haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:07
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #23
Zitat von Diskus303 im Beitrag #20
Hey @grenzgaengerin,
man muß aber auch sagen, daß es für Fremdsprachen (in der DDR) keinen "Verwendungszweck" gab....
Außer man wollte Liedtexte verstehen.
Im allgemeinen inländischen Berufsumfeld waren Fremdsprachenkentnisse nicht wirklich nötig.
Allein deshalb gab es wenig Antrieb, diese zu lernen..


Grün: Das stimmt so nicht. Jeder, der irgendwie mit internationaler Fachliteratur in Berührung kam, benötigte Englischkenntnisse und seien es nur Begeleitpapiere zu angeforderten Mustern ausländischer Firmen. Wir waren zwar nur "eine kleine Klitsche", aber mit hohem Anteil an chemischen Importrohstoffen. Da hatten wir durchaus englischsprachige Fachliteratur/Zeitschriften. Natürlich war das in F/E-Abteilungen, der ich zugehörte, etwas anders als in der laufenden Produktion mit diesen Rohstoffen. Das hatte mich auch dazu bewogen, zur verbesserung meiner Allgemeinbildung auf der VHS einige Semester Englisch zu machen, um wenigstens den Sinn eines Textes verstehen zu können. Das man diese kenntnisse auch rein privat gebrauchen konnte, war ein guter Nebengrund.
Einmal war ich sogar zusammen mit meinem Prod.-Direktor bei einem Kunden, der ein britisches Verfahren hatte. Dort gerieten wir unplanmäßig in die Lage, uns auch mit den Engländern am Tisch fachlich verständigen zu müssen. Es hat geklappt.


Wer war jeder?

LG von der grenzgaengerin

EDIT Fast jeder war darauf vorbereitet. Gebraucht haben es die wenigsten aus beruflichen Gründen.


zuletzt bearbeitet 18.11.2013 18:15 | nach oben springen

#26

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:28
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #15
Zitat von Mike59 im Beitrag #13
Ich war auf keiner EOS, unsere POS hatte Englisch als zweite Pflichtfremdsprache ab der 7. oder 8. Klasse. Später konnte wohl gewählt werden, entweder Englisch oder Französisch als zweite Fremdsprache.


@Mike59, bist Du Dir sicher, dass an der POS eine zweite Fremdsprache neben Russisch Pflicht war?
Ich denke ab der 7. Klasse konnte man fakultativ eine zweite Fremdsprache erlernen. An der EOS, ab 9. Klasse, war dann die zweite Fremdsprache Pflicht.


War bei uns auch so, Englisch oder Französisch als zweite Fremdsprache neben Russisch war Pflicht! POS Meißen hat das auch so gemacht.
Im Zeugnis stand allerdings immer neben dem Fach Englisch oder Französische das kleine Wörtchen in Kursiv "Fakultativ".

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#27

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:32
von damals wars | 12.179 Beiträge

Merseburg hatte eine französische Partnerstadt,also mussten wir freiwillig (wer besser war als 3er Durchschnitt]) französisch lernen.
Meine Lehrerin bekam während meiner Schulzeit 2 Kinder, der Ersatz war grottenschlecht. Daher sind die Kenntnisse nahe Null.
Bei der Mutter der Lehrerin besuchte ich nach der Wende einen Englischkurs, der hat mir bei meinem USA- Besuch sehr geholfen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#28

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:33
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #24
Ich habe mein Zeugnissheft zwar nicht gefunden @furry - aber eine Zeugnisabschrift. Ohne die Hose weiter runter zu lassen, da steht sogar was von 4 Jahren Engl. Unterricht .


Ach schade, Du hast ja Deine Zensuren zensiert!

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#29

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:37
von Wolle76 (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #19
Im Grunde sind wir uns doch einig - ein Verbot des Englischunterrichts gab nicht in der DDR, sondern bedingt durch Mangel an Lehrern nach der Reeducation und der politischen Wertigkeit führten Fremdsprachen außer Russisch ein Schattendasein. Anderes war eben wichtiger. Und mit jeder Schulreform wurde dem Fremdsprachenunterricht mehr Raum eingeräumt.

Und wenn ich ehrlich bin, ich hatte keinen Bock auf eine 2. Fremdsprache ab der 7.Klasse. Pubertät und Orientierung haben viel Zeit gekostet - mit Freunden rumhängen war wichtiger als Vokabeln pauken. Da kam dann die Einsicht in die Notwendigkeit, wenn man Abitur machen wollte.


LG von der grenzgaengerin



Kommt vielleicht auch auf den Zeitrahmen an, bei mir so zu Wendezeiten nervte unser " Computer" Lehrer z.b. immer mit Joint Venture. Damit konnten wir überhaupt nichts anfangen.

Ansonsten gab es ab Klasse 5 Russich (Pflicht) ab Klasse 7 Englisch (an unserer Schule). Englisch fiel mir wesentlich leichter wie Russich, da hatte ich meistens eine 4 oder 5.

In der Bundesrepublik wird für einen Mittel-/Realschulabschluß eine Fremdsprache verlangt.


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#30

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:38
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #25
Zitat von DoreHolm im Beitrag #23
Zitat von Diskus303 im Beitrag #20
Hey @grenzgaengerin,
man muß aber auch sagen, daß es für Fremdsprachen (in der DDR) keinen "Verwendungszweck" gab....
Außer man wollte Liedtexte verstehen.
Im allgemeinen inländischen Berufsumfeld waren Fremdsprachenkentnisse nicht wirklich nötig.
Allein deshalb gab es wenig Antrieb, diese zu lernen..


Grün: Das stimmt so nicht. Jeder, der irgendwie mit internationaler Fachliteratur in Berührung kam, benötigte Englischkenntnisse und seien es nur Begeleitpapiere zu angeforderten Mustern ausländischer Firmen. Wir waren zwar nur "eine kleine Klitsche", aber mit hohem Anteil an chemischen Importrohstoffen. Da hatten wir durchaus englischsprachige Fachliteratur/Zeitschriften. Natürlich war das in F/E-Abteilungen, der ich zugehörte, etwas anders als in der laufenden Produktion mit diesen Rohstoffen. Das hatte mich auch dazu bewogen, zur verbesserung meiner Allgemeinbildung auf der VHS einige Semester Englisch zu machen, um wenigstens den Sinn eines Textes verstehen zu können. Das man diese kenntnisse auch rein privat gebrauchen konnte, war ein guter Nebengrund.
Einmal war ich sogar zusammen mit meinem Prod.-Direktor bei einem Kunden, der ein britisches Verfahren hatte. Dort gerieten wir unplanmäßig in die Lage, uns auch mit den Engländern am Tisch fachlich verständigen zu müssen. Es hat geklappt.


Wer war jeder?

LG von der grenzgaengerin

EDIT Fast jeder war darauf vorbereitet. Gebraucht haben es die wenigsten aus beruflichen Gründen.




Rot: Na, wie ich schon schrieb, eben JEDER, der beruflich damit zu tun hatte. Wer nicht damit zu tun hatte, war eben nicht JEDER .
Ich mußte diese Fachliteratur zwar nicht lesen, da nicht direkt mit Entwicklungsaufgaben betraut, habe aber trotzdem hin und wieder mal einen Blick reingeworfen, da sie dort offen auslagen.



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#31

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:41
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


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#32

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:44
von Barbara (gelöscht)
avatar

Darf ich hier völlig OT eine Zwischenfrage stellen, weil ich das noch nirgendwo gefunden habe:
welche Möglichkeiten gab es, die doch offenbar profunden Russisch-Kenntnisse in der Praxis ein- bzw. umzusetzen:
z.B. berufliche Situationen
kulturelle Kontexte
gab es z.B. Konversationskreise oder ähnliches?
Wurde bei den Deutsch-Muttersprachlern zuhause z.B. auch mal Russisch gesprochen (ich habe z.B. mit meiner Tochter zuhause auch immer mal Englisch gesprochen, weil ich weiß, dass beim Erlernen einer Fremdsprache die Anwendung enorm wichtig ist.

Also wieviel praktische Anwendung hatte die russische Sprache bei euch?
.


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#33

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:45
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von Pit 59 im Beitrag #31
Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


Das glaubst aber auch nur Du. Mittlerweile ist Chinesisch ein absolutes Muss.

LG von der grenzgaengerin


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#34

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:48
von Pit 59 | 10.152 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #33
Zitat von Pit 59 im Beitrag #31
Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


Das glaubst aber auch nur Du. Mittlerweile ist Chinesisch ein absolutes Muss.

LG von der grenzgaengerin




Das Glaube ich nicht nur das weiss Ich


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#35

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:49
von Gelöschtes Mitglied
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Selbst direkt gefragt, weiß ich es auch nicht, aber aus meinem Leben:

Mein Bruder, Jg. 1951, hatte definitiv nie Englisch-Unterricht, was er später oft bedauerte.
Nach meiner Erinnerung gab sein Übergang zur EOS wahlweise Latein oder Englisch frei, er wählte Latein, warum, weiß ich nicht, ich glaube sogar, wegen des sehr beliebten Latein-Lehrers?

Ich selbst, Jg. 1959, war, warum auch immer, auserkoren, an einer POS mit erweitertem Russischunterricht ab der 3. Klasse zu lernen, was ab der 5. Klasse auch einen erweiterten Englisch-Unterricht bedeutete. Jedenfalls haben wir an der EOS nach der 10. Klasse das Abitur in Russisch, und mit der 12. Klasse der EOS die Sprachkundigenprüfung abgelegt, am Ende meines Studiums hatte ich in RU und ENG die Sprachkundigenprüfung für "einfache Dolmetscher" in der Tasche, was mir heute im Umgang mit Übersiedlern aus Osteuropa gelegentlich zu nutze kommt. Das schrieb ich hier schon öfter.

Sprachen lernen ist eine Bildungsquelle, in jedem Alter...

VG Klaus


DoreHolm, bendix und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:49
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Barbara im Beitrag #32
Darf ich hier völlig OT eine Zwischenfrage stellen, weil ich das noch nirgendwo gefunden habe:
welche Möglichkeiten gab es, die doch offenbar profunden Russisch-Kenntnisse in der Praxis ein- bzw. umzusetzen:
z.B. berufliche Situationen
kulturelle Kontexte
gab es z.B. Konversationskreise oder ähnliches?
Wurde bei den Deutsch-Muttersprachlern zuhause z.B. auch mal Russisch gesprochen (ich habe z.B. mit meiner Tochter zuhause auch immer mal Englisch gesprochen, weil ich weiß, dass beim Erlernen einer Fremdsprache die Anwendung enorm wichtig ist.

Also wieviel praktische Anwendung hatte die russische Sprache bei euch?
.




Na das hätte ich mal versuchen sollen. Die hätten mich der Wohnung verwiesen.
Damals konnte ich Russisch nirgends gebrauchen. Heute ist das anders.
Meine "profunden" Russischkenntnisse sind bei jeder Feier mit meinen Freunden aus Kasachstan der absolute Brüller.


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#37

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:53
von Moskwitschka (gelöscht)
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Schnatterinchen auf russisch schnattern hören - Ich glaube wir sollten uns mal treffen.

LG von der grenzgaengerin


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#38

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:55
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #31
Eines weiss ich ganz genau,mit Englisch kommste um die ganze Welt,mit Russisch keine hundert meter


Das würde ich nicht so pauschal sagen. Wenn Du in den Ländern Osteuropas unterwegs bist, findest du in den meisten schon rein von der Ausprache her schon oft was Bekanntes. Vieles klingt ähnlich (Rumänien und Ungarn machen da allerdings eine Ausnahme). Und wenn es sich um Länder wie Bulgarien oder Jugoslawien handelt und Du bist privat in der Stadt und kennst zwar die Vokabeln nicht, kannst aber die kyrillischen Buchstaben lesen, bringt Dich das schon ganz schön weiter. Die haben nämlich eine Menge Internationalismen drin, wo Du beim lesen sofort weißt, was sie heißen, ohne die Vokabel als Solche zu kennen. Auch wenn wir in Russisch ziemlich schlecht waren, aber die Buchstaben sitzen noch im Gehirn. Das bringt uns ungeahnte Vorteile gegenüber den Altbundis (siehe Foto)



andyman, Udo und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:57
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Der fakultative Englischunterricht war an unserer Schule lockerer als das Pauken der anderen Sprache, unser Lehrer ließ uns auch mal Szenen aus "English for you" mit Old Diana http://www.youtube.com/watch?v=drBAmq4F-kI nachspielen, war lustig und ich erinnere mich daran gern.


zuletzt bearbeitet 18.11.2013 19:00 | nach oben springen

#40

RE: Englischuntericht unter Ulbricht verboten?

in Leben in der DDR 18.11.2013 18:57
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Es gibt in den tiefsten Tiefen dieses Forums einen Thread, ich glaube, es ging um die freie Fahrt der Westalliierten durch die DDR, da war ein Unfall auf der A 2 bei Magdeburg, beteiligt alliierte französische Soldaten, die in der Medizinischen Akademie Magdeburg erstversorgt und stabilisiert worden sind...
Ick finde det nich mehr...

Und Huf als Student am Krankenbett...

VG Klaus


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