#81

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 10:34
von utkieker | 2.925 Beiträge

So nu wedder up Hochdütsch! Jeder Posten hatte ein Verbandpäckchen bei sich. In den Führungsstellen und in den Fahrzeugen waren Verbandkästen. Aber erste Hilfe bedeutet nicht nur jede Menge Verbandmaterial sondern auch stabile Seitenlage, Reanimation durch Mund zu Mund Beatmung oder Herzdruckmassage!

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#82

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 10:38
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von frank im Beitrag #74
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #8
Zitat von studfri im Beitrag #7
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #6
Zitat von Kurt im Beitrag #5
Ja, Hans, das war eine Schule für's Leben. Man konnte sich auf seine Kameraden verlassen. Die U-Schule war zwar stressig, aber ich habe Freundschaften geschlossen, die zum Teil heute noch bestehen. Der Dienst beim GR 34 war dann deutlich entspannter als die Zeit im AZ 6...


Das stimmt allerdings, die lustigen 501 z.B. konnten einem schon was für's weitere Leben mitgeben.


Na Du siehst ja Deine Zeit bei den GT eher kritisch. Hast du damals auch so gedacht wie heute?


Nein, ich war erst 22 Jahre jung und hatte die "Formung" durchlaufen.
Erging mir in abgeschwächter Form wie meinem Vater der "Sieg Heil" rufend in seinen persönlichen Canossagang marschierte.
Diktaturen setzen immer Propaganda sehr geschickt für ihre Zwecke ein.



nicht nur diktaturen sondern auch so genannte 'demokratien' glänzen nicht gerade mit erfolg in sachen bildung des volkes !!
da wird die wahl doch eng !
lieber propaganda als dummer untertan !!!


Jetzt muss ja auch nicht mehr das Volk gebildet werden, dem Volk steht es nunmehr frei sich selbst zu bilden, wenn es mag jedenfalls.


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#83

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 10:38
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat von berlin3321 im Beitrag #80
Haarn nich eenige Kompanien oock zway Verbandpächen bi sick? Ich meen, dat dat mool irgenwo in´n Fred stün.


also mi dücht, ich har een päckchen bi mi, de posten denn ook noch een und dat wirt för dat ierste denn ok. bit de annern denn dor wiern, dat kunn unner ümstänn denn durn... un denn verbinn du mol einen, de poor löcker inn wanst hett.... so einfach kann ik mi dat nich vörstelln.. un wennt ganz dömlich kümmt, denn is keen duur dor, wo de Sankra rinnkömmt... egal wie, Schiet wiert, wenn dor denn einer kommen wier..
und nun denn genug der Plattstunde


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#84

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 10:51
von Rüganer (gelöscht)
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Also ich war nicht dabei, aber jemand von meiner Stube und der hat schlimme Dinge darüber erzählt. Grenzdurchbruch am 24.12.70, genaueres steht in der Chronik der Mauer. Da war eben nur sehr wenig erste Hilfe zu leisten und die 2 Posten, die dicht dran waren, sind mit der Situation völlig überfordert gewesen. Da reichen dann die ersten 2 Verbandspäckchen nicht mehr aus und Hartmut, ob da Herzdruckmassage und Mund zu Mund Beatmung was gebracht hätten.... die hat man mal bei dem Führerscheinlehrgang gezeigt bekommen, aber doch wohl nicht verinnerlicht.
Und in diesem Fall war das Tor nur einen Turm entfernt, trotzdem endete dieser versuchte Grenzdurchbruch eben tragisch. Adrenalin, diese damalige psychische Beeinflussung der jungen Soldaten, dass alles trug dazu bei, dass da diese Lage so endete. Man hätte den Mann auch an der Stelle mit der Hand fangen können, wenn, ja wenn dieser plötzliche Adrenalineinschuss nicht gewesen wäre, das Überraschungsmoment - huch, da ist einer - und dann diese Reflexhandlungen...
Deswegen, ich möchte diese Zeit zwar vergessen, werde aber um Weihnachten herum immer wieder an diesen beschrieben Fall erinnert, ich stand 3 Türme weiter... da waren die Schüsse noch zu hören...


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#85

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:13
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #77
Zitat von studfri im Beitrag #73
[....]"Vernichten" hört sich ziemlich brutal an, heißt aber nichts anderes den Grenzverletzer außer Gefecht zu setzen.[....]

Wenn man jemanden vernichtet, dann löscht man ihn aus, man tötet ihn. Das sagst schon das Wort Insektenvernichtungsmittel.

In der Tat @studfri,

und beim Insektizid geht man im wahrsten Sinne des Wortes vom Tod der Insekten aus, das wird mit Endung 'izid' ausgedrückt! Aber mal ehrlich, wenn ein Land- oder Forstwirt ein Insektenvernichtungsmittel einsetzt, will er damit die Insektenwelt ausrotten? Oder liegt das Ziel darin Insekten von Kultur-/ Nutzpflanzenbestand und/ oder Vieh-/ Wildbestand fernzuhalten?
Als Soldat kann ich keine Tötungsgarantie abgeben, für solche Zwecke sollte man ein Killerkommando engagieren. Im Übrigen, auch wenn beim Einsatz der Schußwaffe der Tod eines Grenzverletzers billigend in Kauf genommen wurde, wurden wir selbst zur ersten Hilfe aufgefordert.

Gruß Hartmut!


Ja Hartmut, das ist schon klar, dass die Angehörigen der GT da nicht gleichwie ein Killerkommando mit Präzisionsgewehr und Zielfernrohr tätig wurden, d.h. dass der Tod der Flüchtenden "nur" als eventuell eintretendes "Nebenprodukt" (wie das alles klingt) "billigend in Kauf genommen" wurde, wie du selbst schreibst.

Ich will mal einen Interpretationsversuch wagen, wie man die Losung "vernichten" i.S.d. Vergatterung verstehen konnte: Grenzverletzer sind an ihrem Tun unter allen Umständen zu hindern; erreicht man sie physisch nicht mehr, weil sie zu weit entfernt und/oder das Fluchtvorhaben schon zu weit gediehen ist, dann auch unter Einsatz der Schußwaffe wobei notfalls solange mit Dauerfeuer draufzuhalten ist, bis der oder die Grenzverletzer entweder freundwärts liegen bleiben oder auf westdeutsches Gebiet gelangt sind, wobei der Verlust ihres Lebens unter diesen Umständen keine Rolle spielt.



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#86

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:17
von studfri | 762 Beiträge

Dann zur "ersten Hilfe": Es gibt jede Menge Aussagen von Angehörigen der GT nach der Wende die alle erklären, dass sie zwar zwei Verbandspäckchen am Mann gehabt hätten, sie aber gar nicht gewusst hätten, wie sie erste Hilfe leisten sollten oder was sie mit den Verbandspäckchen hätten tun sollen, da sie zu keiner Zeit irgend eine Ausbildung oder auch nur Einweisung in die erste Hilde erhalten hätten.



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#87

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:18
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von studfri im Beitrag #85
Zitat von utkieker im Beitrag #77
Zitat von studfri im Beitrag #73
[....]"Vernichten" hört sich ziemlich brutal an, heißt aber nichts anderes den Grenzverletzer außer Gefecht zu setzen.[....]

Wenn man jemanden vernichtet, dann löscht man ihn aus, man tötet ihn. Das sagst schon das Wort Insektenvernichtungsmittel.

In der Tat @studfri,

und beim Insektizid geht man im wahrsten Sinne des Wortes vom Tod der Insekten aus, das wird mit Endung 'izid' ausgedrückt! Aber mal ehrlich, wenn ein Land- oder Forstwirt ein Insektenvernichtungsmittel einsetzt, will er damit die Insektenwelt ausrotten? Oder liegt das Ziel darin Insekten von Kultur-/ Nutzpflanzenbestand und/ oder Vieh-/ Wildbestand fernzuhalten?
Als Soldat kann ich keine Tötungsgarantie abgeben, für solche Zwecke sollte man ein Killerkommando engagieren. Im Übrigen, auch wenn beim Einsatz der Schußwaffe der Tod eines Grenzverletzers billigend in Kauf genommen wurde, wurden wir selbst zur ersten Hilfe aufgefordert.

Gruß Hartmut!


Ja Hartmut, das ist schon klar, dass die Angehörigen der GT da nicht gleichwie ein Killerkommando mit Präzisionsgewehr und Zielfernrohr tätig wurden, d.h. dass der Tod der Flüchtenden "nur" als eventuell eintretendes "Nebenprodukt" (wie das alles klingt) "billigend in Kauf genommen" wurde, wie du selbst schreibst.

Ich will mal einen Interpretationsversuch wagen, wie man die Losung "vernichten" i.S.d. Vergatterung verstehen konnte: Grenzverletzer sind an ihrem Tun unter allen Umständen zu hindern; erreicht man sie physisch nicht mehr, weil sie zu weit entfernt und/oder das Fluchtvorhaben schon zu weit gediehen ist, dann auch unter Einsatz der Schußwaffe wobei notfalls solange mit Dauerfeuer draufzuhalten ist, bis der oder die Grenzverletzer entweder freundwärts liegen bleiben oder auf westdeutsches Gebiet gelangt sind, wobei der Verlust ihres Lebens unter diesen Umständen keine Rolle spielt.







Dauerfeuer durfte eigentlich nicht geschossen werden und dazu auf jemanden "Draufzuhalten" sind wir auch nicht ermuntert worden, bei der AK ist aber die die Dauerfeuerraste über der für Einzelfeuer und wir hatten es schon angeführt, Aufregung, Panik u.s.w.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.11.2013 13:20 | nach oben springen

#88

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:24
von studfri | 762 Beiträge

Meines Wissens (was zum größten Teil aus Akten und Büchern stammt) gab es kaum einen Schusswaffengebrauch, bei dem weniger als 40 bis 50 Schuss verbraucht wurden. Meist waren es sogar viel mehr.



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#89

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:28
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von studfri im Beitrag #88
Meines Wissens (was zum größten Teil aus Akten und Büchern stammt) gab es kaum einen Schusswaffengebrauch, bei dem weniger als 40 bis 50 Schuss verbraucht wurden. Meist waren es sogar viel mehr.


Nochmal, die dort an diese Grenze geschickt wurden waren auf Infanterist gedrillte junge Wehrpflichtige und nur mäßig bis lausig vorbereitet auf so eine Extremsituation.


Jobnomade, schulzi und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#90

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:30
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Rüganer im Beitrag #84
Also ich war nicht dabei, aber jemand von meiner Stube und der hat schlimme Dinge darüber erzählt. Grenzdurchbruch am 24.12.70, genaueres steht in der Chronik der Mauer. Da war eben nur sehr wenig erste Hilfe zu leisten und die 2 Posten, die dicht dran waren, sind mit der Situation völlig überfordert gewesen. Da reichen dann die ersten 2 Verbandspäckchen nicht mehr aus und Hartmut, ob da Herzdruckmassage und Mund zu Mund Beatmung was gebracht hätten.... die hat man mal bei dem Führerscheinlehrgang gezeigt bekommen, aber doch wohl nicht verinnerlicht.
Und in diesem Fall war das Tor nur einen Turm entfernt, trotzdem endete dieser versuchte Grenzdurchbruch eben tragisch. Adrenalin, diese damalige psychische Beeinflussung der jungen Soldaten, dass alles trug dazu bei, dass da diese Lage so endete. Man hätte den Mann auch an der Stelle mit der Hand fangen können, wenn, ja wenn dieser plötzliche Adrenalineinschuss nicht gewesen wäre, das Überraschungsmoment - huch, da ist einer - und dann diese Reflexhandlungen...
Deswegen, ich möchte diese Zeit zwar vergessen, werde aber um Weihnachten herum immer wieder an diesen beschrieben Fall erinnert, ich stand 3 Türme weiter... da waren die Schüsse noch zu hören...


Ich habe den Fall gerade in der von Dir benannten Quelle nachgelesen. Auf ihn wurden 98 (!!!!) Schüsse abgegeben. Von "mehreren Schüssen) wurde er in den Körper und die Beine getroffen. Mit erster Hilfe war da sicher nichts mehr zu machen, selbst wenn sofort ein Arzt zur Stelle gewesen wäre, würde ich mal denken wollen.



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#91

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:36
von Lutze | 8.039 Beiträge

das Schießeisen konnte man doch auf Einzelfeuer umstellen,
mußte man wirklich das ganze Magazin verballern?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 09.11.2013 13:37 | nach oben springen

#92

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:37
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #89
Zitat von studfri im Beitrag #88
Meines Wissens (was zum größten Teil aus Akten und Büchern stammt) gab es kaum einen Schusswaffengebrauch, bei dem weniger als 40 bis 50 Schuss verbraucht wurden. Meist waren es sogar viel mehr.


Nochmal, die dort an diese Grenze geschickt wurden waren auf Infanterist gedrillte junge Wehrpflichtige und nur mäßig bis lausig vorbereitet auf so eine Extremsituation.



Ich würde mal sagen, man hat sie völlig alleine gelassen (und nicht nur das!), was eine Vorbereitung auf die Situation der Konfrontation mit dem GV angeht. Da stimme ich Dir völlig zu. Was mich nur immer interessiert: Wie hat man das alles verstandesmäßig "weggesteckt" wenn ich das mal so platt ausdrücken darf. Daher auch mein Beispiel mit den Apfelsinen auf dem Tisch, einige Seiten zuvor.



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#93

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:38
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Benjamin
"Ich will mal einen Interpretationsversuch wagen, wie man die Losung "vernichten" i.S.d. Vergatterung verstehen konnte: Grenzverletzer sind an ihrem Tun unter allen Umständen zu hindern; erreicht man sie physisch nicht mehr, weil sie zu weit entfernt und/oder das Fluchtvorhaben schon zu weit gediehen ist, dann auch unter Einsatz der Schußwaffe wobei notfalls solange mit Dauerfeuer draufzuhalten ist, bis der oder die Grenzverletzer entweder freundwärts liegen bleiben oder auf westdeutsches Gebiet gelangt sind, wobei der Verlust ihres Lebens unter diesen Umständen keine Rolle spielt" (Zit.Ende)

Ich würde mich ja Deinem Interpretationsversuch anschließen, wenn da nicht zwei "Kleine" Haken währen. Der erste : Solange mit Dauerfeuer draufhalten-Ich nehm mal an , Du bist "ungedient"- also ist der Irrtum nachvollziehbar- mit Dauerfeuer Trifft man wesentlich schlechter- das streut,bei jeder automatischen Waffe, daher als rein rethorische Verschärfung anzusehen. - (Die Du hier aber sicher nicht wolltest). Der Zweite : "unter diesen Umständen keine Rolle spielt " , beißt sich etwas mit dem notfalls oder genauer gesagt mit den (vielen erwähnten- 3?) Vergatterungstexten. Da steht nötigenfalls. Mit "in Kauf nehmen" als Alternative könnte ich leben, obwohl da sicher auch Wiederspruch kommt.Ansonsten-Grenzwolfs bemerkungen dazu sind da wohl am ehesten die Realität.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
Jobnomade und studfri haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#94

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:45
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von studfri im Beitrag #92
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #89
Zitat von studfri im Beitrag #88
Meines Wissens (was zum größten Teil aus Akten und Büchern stammt) gab es kaum einen Schusswaffengebrauch, bei dem weniger als 40 bis 50 Schuss verbraucht wurden. Meist waren es sogar viel mehr.


Nochmal, die dort an diese Grenze geschickt wurden waren auf Infanterist gedrillte junge Wehrpflichtige und nur mäßig bis lausig vorbereitet auf so eine Extremsituation.



Ich würde mal sagen, man hat sie völlig alleine gelassen (und nicht nur das!), was eine Vorbereitung auf die Situation der Konfrontation mit dem GV angeht. Da stimme ich Dir völlig zu. Was mich nur immer interessiert: Wie hat man das alles verstandesmäßig "weggesteckt" wenn ich das mal so platt ausdrücken darf. Daher auch mein Beispiel mit den Apfelsinen auf dem Tisch, einige Seiten zuvor.


Der Lieblingsspruch eines Feldwebels bei uns in der "Ausbildung" war z.B. "Überlassen sie mal das Denken den Pferden, die haben den größeren Kopf", soviel zur Verstandsherausbildung des einfachen Soldaten.
Und auch nicht ganz unwichtig, die wenigsten werden gewusst haben was eine unvereitelte Flucht für persönliche Konsequenzen hat, habe das auch nicht gewusst und auch hier liest man noch oft von ehemaligen Grenzern das die Vermutung bestand dafür nach Schwedt geschickt zu werden.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.11.2013 13:56 | nach oben springen

#95

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 13:49
von studfri | 762 Beiträge

Ich habe ja auch nur gesagt "ich wage mal einen Versuch" der Interpretation", das sollte nur eine Diskussionsvorlage sein. Aber ich sehe, da sind wir aber doch schon recht nahe bei einander.

Du hast natürlich recht, ich bin "ungedient". Mir ist allerdings bekannt (von Waffengutachten des BKA), dass die AK74 dazu neigt, bei Dauerfeuer auszuwandern und zwar nach rechts oben. Diese Tatsache und die Kenntnis davon wurde manchem ehemaligen Angehörigen der GT nach der Wende zum Vorwurf gemacht, dass sie angaben, sie wollten nur auf die Beine schießen, dann aber den Oberkörper getroffen haben. (eine Vielzahl der Todesfälle an der Grenze kam so zustande).

So meinte ich das aber nicht und verschärfen wollte ich die Interpretation der Losung auch nicht, das hast du recht. Ich habe da das Wort "Dauerfeuer" eingesetzt, weil in allen mir bekannten Fällen am Ende mit Dauerfeuer geschossen wurde.



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#96

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 14:02
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, na ,wir bekommen schon noch ne Interprettion zusammen, ob die dann rundrum stimmig ist und Beifall erzeugt oder nicht. Übrigens- Nicht nur die AK47 verzieht nach oben Links ! Jede Waffe zieht "gegen die Auswurfrichtung"- bei Dauerfeuer. Und- AK 47 --nicht AK 74 ! diese wurde bei den GT nie eingesetzt.--ist auch nicht komplett in der NVA eingesetzt worden. Ansonsten: Wenn Du mal Gelegenheit haben solltest-und Ambition- Schieß mal ne Heckler und Koch- bei Einzelfeuer prima , wer da nicht Trifft ist blind, aber Dauerfeuer------ kaum ein Loch in der Scheibe. Aber das ist jetzt Abschweifung.
73 Hans


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#97

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 14:12
von Lutze | 8.039 Beiträge

sind jetzt die Schießeisen dran schuld,
das es soviel Tote an der Grenze gab,
ich habe auf die Beine gezielt,und
die Knarre ballerte doch auf den Oberkörper?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#98

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 14:16
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi
Ne, Lutze- das bezieht sich auf studfris Interpretationsversuch des Vergatterungstextes, und da er das Thema nicht aus der Praxis kennen kann.... Hintergrundinfo sozusagend.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#99

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 14:44
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #96
Hi, na ,wir bekommen schon noch ne Interprettion zusammen, ob die dann rundrum stimmig ist und Beifall erzeugt oder nicht. Übrigens- Nicht nur die AK47 verzieht nach oben Links ! Jede Waffe zieht "gegen die Auswurfrichtung"- bei Dauerfeuer. Und- AK 47 --nicht AK 74 ! diese wurde bei den GT nie eingesetzt.--ist auch nicht komplett in der NVA eingesetzt worden. Ansonsten: Wenn Du mal Gelegenheit haben solltest-und Ambition- Schieß mal ne Heckler und Koch- bei Einzelfeuer prima , wer da nicht Trifft ist blind, aber Dauerfeuer------ kaum ein Loch in der Scheibe. Aber das ist jetzt Abschweifung.
73 Hans


Also beließ man den GT´s zeitlebens nur die AK47 und nicht die Weiterentwicklung (AK74)?



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#100

RE: Werde ich nie vergessen,diese Zeit!

in Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR 09.11.2013 14:49
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Das werden Dir sicher die Angehörigen der "Grünen Fraktion" hier bestätigen.
73 Hans
Edit.-gilt auch für VP----schau mal auf das Bild rechts. H.


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 09.11.2013 14:50 | nach oben springen



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