#901

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 11:40
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallö,
der Waggon in HSH ist der lächerliche Versuch eine überragende Museumsbedeutung zu schaffen. In Vad Yashem ist der G10 ( München Verbandsbauart ) wirklich ein Symbol für die Katastrophe.

Meine Zusammenfassung der Beiträge hier:

1. In HSH wurden Häftlinge physisch korrekt behandelt und unterlagen keiner Willkür.
2. Qualifizierte Vernehmer nutzen den kompletten "Psychowerkezugkasten" um Geständnisse zu erlangen und vor allem das Umfeld der Beschuldigten aufzuklären, besonders im Hinblick auf noch unentdeckte Mitwisser, wissentliche Helfer und Unterstützer.
3. Zusammen mit der persönlichen Haltung Republikflucht und/oder Herabwürdigung der DDR sei kein Verbrechen belastete die Haft etliche psychisch schwer, also die Nichtakzeptanz des DDR-Rechtes.

Betreff Geständnisse, die waren wohl garnicht so wichtig meiner Einschätzung nach, vieles konnte bewiesen werden, nicht aber war nachträglich festzustellen ohne Aussage wer half, wer unterstützte, wer davon wußte.

Das dürfte die Kernaufgabe von HSH und dem Psychofachpersonal gewesen sein.



zuletzt bearbeitet 13.03.2014 16:06 | nach oben springen

#902

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 15:57
von turtle | 6.961 Beiträge

Nun hört doch einmal auf wegen diesen Waggon zu streiten. Er war ein Transportmittel für Häftlinge und wurde auf den Weg nach HSH mit benutzt. Mal vereinfacht ,Ich kenne keine Haftanstalt in der DDR mit direkten Gleisanschluss. Also erfolgte der Transport mit dem Barkas zum Bahnhof. Weiter mit dem Grotewohl Express nach Berlin, wieder umsteigen in den Barkas bis HSH. Somit kann man einen Bezug des Grotewohl Express herstellen. Seid nicht so kleinlich, irgendwo sollte der Waggon schon stehen. Jedenfalls nicht auf einem Abstellgleis außerhalb eines Bahnhofes. Streiten über die Wasserzelle und Folter im HSH kann ich verstehen und ist berechtigt ,aber über den Waggon in HSH lohnt es sich wirklich nicht . Lest noch einmal meine Argumentation des Bezuges des Waggon auf dem Gelände der Gedenkstätte in Hohenschönhausen.
Mich würde mehr interessieren gibt es diesen Waggon als Nachbau für die Modelleisenbahn?


Gert und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#903

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 16:13
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #883
Ich weiß ja nicht,wo ihr gelebt habt,aber in der DDR gab es keine Züge mit Klimaanlagen bei der DR.Wer mir das Gegenteil beweißt,dem geb ich ein Bier aus.
@steffen52:Nur mal nebenbei,es geht hier nicht um die Existens der Gstw.Die ist absolut unbestritten.Und loben tut hier auch keiner!Also mal schon auf dem Boden bleiben bitte!Wenn Du aber ein Problem damit hast,das hinterfragt wird,nun,da kann ich Dir leider absulut nicht helfen.


Es gab einen Muster-Zug aus 3 Wagen 1. und 7 Wagen 2. Klasse (Komfortzug), der als Städteexpress Berlin-Rostock bzw. Interexpress Berlin-Praha verkehrte. Dieser als Muster für Exportaufträge gebaute Zug besaß als einziger Reisezug der DR Klimaanlagen.



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#904

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 16:38
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #903
Zitat von Vogtländer im Beitrag #883
Ich weiß ja nicht,wo ihr gelebt habt,aber in der DDR gab es keine Züge mit Klimaanlagen bei der DR.Wer mir das Gegenteil beweist,dem geb ich ein Bier aus.



Es gab einen Muster-Zug aus 3 Wagen 1. und 7 Wagen 2. Klasse (Komfortzug), der als Städteexpress Berlin-Rostock bzw. Interexpress Berlin-Praha verkehrte. Dieser als Muster für Exportaufträge gebaute Zug besaß als einziger Reisezug der DR Klimaanlagen.


Hallo,
Eisenbahnthema, also OT, trotzdem, ich finde das für die geographischen DDR-Verhältnisse auch völlig i.O. Die Entfernungen waren nicht sehr groß, auch bei einem weiteren geplanten Ausbau für Vmax 160km/h war unklimatisert für die wenigen sehr heißen Tage absolut zumutbar. Bei 140km/h oder 160km/h sind teilweise öffenbare Fenster sicheheitstechnisch kein Problem, dazu die höhere allgemeine Diziplin, z.B. keine Flaschen rauswerfen usw.

Für die wenigen gesundheitsgefährdeten Reisenden im Hochsommer, oft auch Rentner, gilt die haben die Option im Zweifelsfall am Tagesrand zu reisen, also nicht zwischen 13:00 und 18:00 Uhr eben.


Allgemein, ich kenne aus dem Westen auch Reisezüge für Vmax 160km/h mit Fenstern und Türen die jederzeit zu öffnen waren, von einem Massensterben rausgefallender Fahrgäste hörte ich nicht. ( Hispania-Express als "normaler" D-Zug auf Teilstrecke BRD BaselBadBhf<>Hamburg in den 60er und 70er-Jahren ).

Wieviel Tote und Verletzte gab es bei der S-Bahn-Berlin weil die früher ohne Türverriegelung fuhr?

Ein allgemeines Ansteigen der Volksdummheit ( oder lästige Gerichtsurteile, schuld ist nie der Dummbatz ) zwingt zu lästigen technischen Maßnahmen! Verspätung wegen "Türstörung" gab es früher nicht, der Zugführer nahm den Vierkant und sperrte ab, weiterfahren....



zuletzt bearbeitet 13.03.2014 16:40 | nach oben springen

#905

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.03.2014 21:07
von Vogtländer (gelöscht)
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Nun,Stabsfeld,Du hast Dir das Bier verdient,wenn Du mir Quelle Deiner Erkenntnis und das Jahr nennst.Muß nur noch morgen abwarten die Frühschicht,um Dir sagen zu können,ob Du es an diesem We bekommst oder erst nächstes!Aber bekommen tust Du es!Versprochen!


zuletzt bearbeitet 13.03.2014 21:10 | nach oben springen

#906

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.04.2014 12:33
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Gert!

DU und ich leben in einem Staat, der genau das macht!
Der Paragraph 130 StGB (Volksverhetzung) ist NUR für Deutsche gedacht worden und zwischenzeitlich sogar demokratisch "optimiert" worden.
Zitat:

" [2. Mai 1934 bis 20. September 1945]
§ 86. Wegen der in diesem Abschnitte mit Strafe bedrohten Handlungen kann erkannt werden
- neben den Strafen aus §§ 80 bis 84 auf Geldstrafe von unbegrenzter Höhe, gegenüber den Urhebern und Rädelsführern des Unternehmens auch auf
Einziehung des Vermögens;
- neben der Strafe aus § 85 auf Geldstrafe;
- neben der Gefängnisstrafe auf die Unfähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter auf die Dauer von einem bis zu fünf Jahren und auf den Verlust der
aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte;
- neben jeder Freiheitsstrafe auf die Zulässigkeit von Polizeiaufsicht."

"[20. März 1876 bis 30. Juli 1960/4. August 1960]
§ 130. Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander öffentlich anreizt, wird mit Geldstrafe bis zu sechshundert Mark oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. "

Oder ein anderer Paragraph Gert.

Der Paragraph 86 und 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) wurde nur für den "internen" Gebrauch in Deutschland entwickelt! Den gab es von 20. September 1945 bis August 1968 nicht. Davor hatte er u. a. vom 7. Oktober 1931 bis 20. September 1945 existiert!

Zitat:
" [2. Mai 1934-20. September 1945]
§ 86a.
(1) Gegenstände, die zur Begehung einer in diesem Abschnitt mit Strafe bedrohten Handlung gebraucht oder bestimmt sind, können eingezogen oder unbrauchbar gemacht werden, auch wenn sie weder dem Täter noch einem Teilnehmer gehören.
(2) Kann keine bestimmte Person verfolgt oder verurteilt werden, so kann auf die Einziehung oder Unbrauchbarmachung selbständig erkannt werden.
[2. Mai 1934 -7. Oktober 1931]
§ 86a
...(1) Gegenstände, die zur Begehung einer der in den §§ 81 bis 86 bezeichneten Verbrechen gebraucht oder bestimmt sind, können eingezogen oder unbrauchbar gemacht werden, auch wenn sie weder dem Täter noch einem Teilnehmer gehören.
(2) Kann keine bestimmte Person verfolgt oder verurteilt werden, so kann auf die Einziehung oder Unbrauchbarmachung selbständig erkannt werden.... "

usw. usf.

Wie schon öfter geschrieben, sind die Zeiten nicht so sehr unterschiedlich!

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitatenquelle: http://lexetius.com/leges/StGB/Inhalt;js...x9e7lf6xft2do?0


Zitat von Gert im Beitrag #677

wenn man Gesetze schafft, die Handlungsweisen von Menschen kriminalisieren, die in einem anderen zivilen Staat dieser Welt überhaupt nicht deliktfähig wären, dann stimmt deine Beschreibung.
Insofern ist nicht immer das MfS zu " prügeln", dennn sie waren nur die Ausführenden. Die eigentliche Verbrecherorganisation war die SED in meinen Augen , denn sie hat die eingangs beschriebenen Rechtsbeugungen mit ihren Gesetzen erst ermöglicht.


fehler beseitigt


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 07.04.2014 12:37 | nach oben springen

#907

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.04.2014 14:44
von Gert | 12.355 Beiträge

[/quote]

Zitat von Antaios im Beitrag #906
Hallo Gert!

Du schreibst hier eine Menge Text, der überhaupt keinen Bezug zu meinem Post hat. Mein Post war auf etwas völlig anderes abgestellt. Interessant ist, das du dafür noch Beifall bekommst

DU und ich leben in einem Staat, der genau das macht!
Der Paragraph 130 StGB (Volksverhetzung) ist NUR für Deutsche gedacht worden und zwischenzeitlich sogar demokratisch "optimiert" worden.
Zitat:

" [2. Mai 1934 bis 20. September 1945]
§ 86. Wegen der in diesem Abschnitte mit Strafe bedrohten Handlungen kann erkannt werden
- neben den Strafen aus §§ 80 bis 84 auf Geldstrafe von unbegrenzter Höhe, gegenüber den Urhebern und Rädelsführern des Unternehmens auch auf
Einziehung des Vermögens;
- neben der Strafe aus § 85 auf Geldstrafe;
- neben der Gefängnisstrafe auf die Unfähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter auf die Dauer von einem bis zu fünf Jahren und auf den Verlust der
aus öffentlichen Wahlen hervorgegangenen Rechte;
- neben jeder Freiheitsstrafe auf die Zulässigkeit von Polizeiaufsicht."

"[20. März 1876 bis 30. Juli 1960/4. August 1960]
§ 130. Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen einander öffentlich anreizt, wird mit Geldstrafe bis zu sechshundert Mark oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. "

Oder ein anderer Paragraph Gert.

Der Paragraph 86 und 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) wurde nur für den "internen" Gebrauch in Deutschland entwickelt! Den gab es von 20. September 1945 bis August 1968 nicht. Davor hatte er u. a. vom 7. Oktober 1931 bis 20. September 1945 existiert!

Zitat:
" [2. Mai 1934-20. September 1945]
§ 86a.
(1) Gegenstände, die zur Begehung einer in diesem Abschnitt mit Strafe bedrohten Handlung gebraucht oder bestimmt sind, können eingezogen oder unbrauchbar gemacht werden, auch wenn sie weder dem Täter noch einem Teilnehmer gehören.
(2) Kann keine bestimmte Person verfolgt oder verurteilt werden, so kann auf die Einziehung oder Unbrauchbarmachung selbständig erkannt werden.
[2. Mai 1934 -7. Oktober 1931]
§ 86a
...(1) Gegenstände, die zur Begehung einer der in den §§ 81 bis 86 bezeichneten Verbrechen gebraucht oder bestimmt sind, können eingezogen oder unbrauchbar gemacht werden, auch wenn sie weder dem Täter noch einem Teilnehmer gehören.
(2) Kann keine bestimmte Person verfolgt oder verurteilt werden, so kann auf die Einziehung oder Unbrauchbarmachung selbständig erkannt werden.... "

usw. usf.

Wie schon öfter geschrieben, sind die Zeiten nicht so sehr unterschiedlich!

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitatenquelle: http://lexetius.com/leges/StGB/Inhalt;js...x9e7lf6xft2do?0


Zitat von Gert im Beitrag #677

wenn man Gesetze schafft, die Handlungsweisen von Menschen kriminalisieren, die in einem anderen zivilen Staat dieser Welt überhaupt nicht deliktfähig wären, dann stimmt deine Beschreibung.
Insofern ist nicht immer das MfS zu " prügeln", dennn sie waren nur die Ausführenden. Die eigentliche Verbrecherorganisation war die SED in meinen Augen , denn sie hat die eingangs beschriebenen Rechtsbeugungen mit ihren Gesetzen erst ermöglicht.


fehler beseitigt



du schreibst hier 'ne MengeText, aus dem ich keinerlei Bezug zu meinem Post erkenne. Das Lustige daran ist ,d ass du dafür noch Beifall bekommst.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#908

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.04.2014 15:46
von 94 | 10.792 Beiträge

Also der Verstand ist schon gerecht verteilt, hä @Gret? Ein Jeder meint, er hätte genug. Oder wie sagte die Blondine als sie gefragt wurde, ob'ses verstanden hat: "Wie verstehen? Bis jetzt wollte mich ein Jeder nur begreifen!" (vollkommen oT, war/ist eine beliebte Sprechprobe im Panzerfunk)

Doch nochmal zur 'Kriminalisierung', ich bin sogar der Meinung das durch die Strafandrohung bestimmter Handlungen auch andere strafbare Handlungen in Tateinheit eher begangen werden. So wußten viele um die Strafbarkeit des §213 und einige nahmen dann andere Delikte (bis hin zum Mord an AGT) sozusagend mit aufs Kerbholz.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#909

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.04.2014 21:24
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Gert!

Zitat von Gert im Beitrag #907

-Du schreibst hier eine Menge Text, der überhaupt keinen Bezug zu meinem Post hat. Mein Post war auf etwas völlig anderes abgestellt. Interessant ist, das du dafür noch Beifall bekommst-

Der Text oben stammt (auch wenn im Zitat so aussehend) nicht von mir. Vielleicht kannst Du das ggf. in Deinem Beitrag ändern.

Gert wer nach der Wahrheit strebt, muß nicht nach immaginärem Beifall suchen. So wie ich das sehe, bekomme ich Deinen angekündigten Beifall ja nicht.
Ich wollte mit dem Vergleich nur aufzeigen, daß gerade in der BRD manches nicht sehr unterschiedlich im Vergleich zu Diktaturen ausgelegt wird.
Und wenn ich mir den einen oder anderen Paragraphen "leiste" den auch das dritte Reich führte, na dann .......

Wie Du lesen kannst moniere ich das nur, weil Du es auf die DDR als "Alleinstellungsmerkmal" ansetzt. Dem ist leider nicht so.
Schön wäre es allerdings im Rückblick und in der Ansicht der heutigen BRD.

Schöne Grüße,
Eckhard

----------------------------------------
DU und ich leben in einem Staat, der genau das macht!
.......
Wie schon öfter geschrieben, sind die Zeiten nicht so sehr unterschiedlich!
Schöne Grüße,
Eckhard
Zitatenquelle: http://lexetius.com/leges/StGB/Inhalt;js...x9e7lf6xft2do?0

Zitat von Gert im Beitrag #677

wenn man Gesetze schafft, die Handlungsweisen von Menschen kriminalisieren, die in einem anderen zivilen Staat dieser Welt überhaupt nicht deliktfähig wären,

-------------------------------
Zitat von Gert im Beitrag #907

du schreibst hier 'ne MengeText, aus dem ich keinerlei Bezug zu meinem Post erkenne. Das Lustige daran ist ,d ass du dafür noch Beifall bekommst.


zuletzt bearbeitet 07.04.2014 22:53 | nach oben springen

#910

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.04.2014 21:45
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo 94!

Es ist leider so, daß der Leidensdruck bei einigen Menschen so groß war (ob durch westliche Medien bedingt, durch persönliche Erlebnisse, oder durch den Druck der Staatsorgane), daß sie sich zu Dingen genötigt glaubten, die sie im Normalfall nicht ins Auge gefaßt hätten.
Wie ich schon schrieb (Einführung), hätte ich sicher nicht getroffen, wenn man mich nicht im Leben bedroht hätte.
Das hätte ich sicher rechtfertigen müssen bei meinen Schießleistungen, aber welches Recht hatte ich, mich zum Richter über Leben und Tod zu machen.
Aber nicht jeder "Republikflüchtling" konnte davon ausgehen, daß der Posten vor Ort es für sich persönlich so hätte handhaben können.

Aber einigen (wenigen) ging es auch einfach "zu gut".
Kinder von bessergestellten Staatsfunktionären (oder wie in einer Doku gezeigt, einem Sohn eines höheren MfS Angehörigen), Schauspieler, "Kulturschaffende" usw. usf. wollten sich scheinbar ein noch größeres Stück vom Kuchen holen.

Heute stellte sich der oben benannte Sohn in der Dokumentation als "Widerständler" hin, redet verächtlich über seine Eltern usw.. Naja, er will ja in die Medien und seinen Obolus vom neuen Zeitgeist erhaschen. Charakterlos ...

Schöne Grüße,
Eckhard

Zitat von 94 im Beitrag #908
....
Doch nochmal zur 'Kriminalisierung', ich bin sogar der Meinung das durch die Strafandrohung bestimmter Handlungen auch andere strafbare Handlungen in Tateinheit eher begangen werden. So wußten viele um die Strafbarkeit des §213 und einige nahmen dann andere Delikte (bis hin zum Mord an AGT) sozusagend mit aufs Kerbholz.


zuletzt bearbeitet 07.04.2014 22:50 | nach oben springen

#911

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.04.2014 21:57
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Zitat von Udo im Beitrag #53
Ich möchte mich mal hiermit bei Denjenigen bedanken, die hier nicht nur auf HSH auf's geratewohl eindreschen, sondern mit Fakten (Schriftstücken; am besten noch von der BSTU, der man wahrlich keine MFS-Freundlichkeit unterstellen kann) den Nachweis erbringen, dass die ach so tollen Führungen in HSH nur der Verwirrung/Verdummung der für 3 Euro Umhergeführten dient.
Einigen dieser Führenden unterstelle ich mal, dass sie wirklich zur Aufklärung beitragen wollen, aber das gesamte Konzept dieser "Gedenkstätte" lässt die wirkliche Aufarbeitung nicht zu.
Ich war da; ich habs erlebt.



.und ich war auch da und den ehemaligen Insassen die einen herumführen irgendwas zu unterstellen, zeugt na nur davon das hier einige Ehemalige sind, die auf der anderen Seite waren. So nach dem Motto , ist ja fast eine Jugendherberge gewesen. Was wollen die sich beschweren das sie da gelandet sind.
(z.B. wegen einem Botschaftsbesuch)


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#912

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.04.2014 22:57
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Hallo 94!

Hmmm ... kann man davon eigentlich genug haben?!
Wenn es nach mir geht, würde ich beim Typen da gaaaaanz oben den einen oder anderen Nachforderungsantrag einreichen.
Aber leider muß man mit dem leben, was der Lospott für einen bei der Geburt bereit hielt.

Schöne Grüße,
Eckhard


Zitat von 94 im Beitrag #908
Also der Verstand ist schon gerecht verteilt, hä @Gret? Ein Jeder meint, er hätte genug....


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#913

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 12:50
von Wolle76 (gelöscht)
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Zitat von Holtenauer im Beitrag #911
Zitat von Udo im Beitrag #53
Ich möchte mich mal hiermit bei Denjenigen bedanken, die hier nicht nur auf HSH auf's geratewohl eindreschen, sondern mit Fakten (Schriftstücken; am besten noch von der BSTU, der man wahrlich keine MFS-Freundlichkeit unterstellen kann) den Nachweis erbringen, dass die ach so tollen Führungen in HSH nur der Verwirrung/Verdummung der für 3 Euro Umhergeführten dient.
Einigen dieser Führenden unterstelle ich mal, dass sie wirklich zur Aufklärung beitragen wollen, aber das gesamte Konzept dieser "Gedenkstätte" lässt die wirkliche Aufarbeitung nicht zu.
Ich war da; ich habs erlebt.



.und ich war auch da und den ehemaligen Insassen die einen herumführen irgendwas zu unterstellen, zeugt na nur davon das hier einige Ehemalige sind, die auf der anderen Seite waren. So nach dem Motto , ist ja fast eine Jugendherberge gewesen. Was wollen die sich beschweren das sie da gelandet sind.
(z.B. wegen einem Botschaftsbesuch)


Nicht nur. Manchmal hilft auch Denken und sogar logisches Denken um zu merken das dort etwas nicht stimmt.


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#914

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 17:26
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
ganz "boshaft" allgemein gefragt, war HSH in Einrichtung, Personal, Methoden und Verfahren vielleicht doch vorbildlich und angemessen? Ja die
Frage klingt schlimm, deshalb die Erklärung:

Entweder sieht man die Staatsbürgerpflicht der DDR seine Arbeitskraft im Lande einzusetzen als extremes Unrecht und verwerflich oder sieht es
begründet in der Souveränität des Staates als legitim, nötig und angemessen an.

Im zweiten Fall kann man HSH als effektive, diziplinierte und korrekte Umsetzung von Gesetzesvollzug ansehen.

Die volkswirtschaftliche Frage der Belastbarkeit durch "Organe" ist extra zu beantworten und welche Optionen gab es den Aufwand
zu verringern.



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#915

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 17:58
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von SET800 im Beitrag #914
Hallo,
ganz "boshaft" allgemein gefragt, war HSH in Einrichtung, Personal, Methoden und Verfahren vielleicht doch vorbildlich und angemessen? Ja die
Frage klingt schlimm, deshalb die Erklärung:

Entweder sieht man die Staatsbürgerpflicht der DDR seine Arbeitskraft im Lande einzusetzen als extremes Unrecht und verwerflich oder sieht es
begründet in der Souveränität des Staates als legitim, nötig und angemessen an.

Im zweiten Fall kann man HSH als effektive, diziplinierte und korrekte Umsetzung von Gesetzesvollzug ansehen.

Die volkswirtschaftliche Frage der Belastbarkeit durch "Organe" ist extra zu beantworten und welche Optionen gab es den Aufwand
zu verringern.

Nur Zwei Bilder dazu:


Nasszelle im Keller von Hoheneck, weitere Worte erspar ich mir

Gummizelle in HSH, die sah aber 1990 noch ganz anders aus.


Holtenauer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#916

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 18:45
von exgakl | 7.237 Beiträge

die sogenannte Nasszelle (was ein herrlicher Ausdruck) wurde durch die Russen genutzt hat also nichts mit HSH als Untersuchungshaftanstalt des MfS zu tun...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#917

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 18:48
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Bahndamm 68 im Beitrag #915
..., die sah aber 1990 noch ganz anders aus.

Meinste auch da hat Dr. Knabe etwas 'herausarbeiten' (oder besser gesagt hineinarbeiten) lassen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


exgakl hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#918

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 19:04
von Gelöschtes Mitglied
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von exgakl • | 4.484 Beiträge | 25679 Punkte • messageNachricht senden | profileProfil ansehen |
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die sogenannte Nasszelle (was ein herrlicher Ausdruck) wurde durch die Russen genutzt hat also nichts mit HSH als Untersuchungshaftanstalt des MfS zu tun...


Zitat von 94 im Beitrag #917
Zitat von Bahndamm 68 im Beitrag #915
..., die sah aber 1990 noch ganz anders aus.

Meinste auch da hat Dr. Knabe etwas 'herausarbeiten' (oder besser gesagt hineinarbeiten) lassen?


Schaut Euch die Räumlichkeiten an, dann erspar ich mir die Schreiberei


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#919

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 19:08
von exgakl | 7.237 Beiträge

Ich habe mir die Räumlichkeiten angeschaut... es ist ja nun wohl hinlänglich erwiesen, das die Zellen im sogenannten U-Boot nicht mehr durch das MfS genutzt wurden....

Des weiteren möchte ich darum bitten die die Forenregeln zu beachten und diese Bunt und Fettschreiberei zu unterlassen....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#920

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 19:24
von Gert | 12.355 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #914
Hallo,
ganz "boshaft" allgemein gefragt, war HSH in Einrichtung, Personal, Methoden und Verfahren vielleicht doch vorbildlich und angemessen? Ja die
Frage klingt schlimm, deshalb die Erklärung:

Entweder sieht man die Staatsbürgerpflicht der DDR seine Arbeitskraft im Lande einzusetzen als extremes Unrecht und verwerflich oder sieht es
begründet in der Souveränität des Staates als legitim, nötig und angemessen an.


Im zweiten Fall kann man HSH als effektive, diziplinierte und korrekte Umsetzung von Gesetzesvollzug ansehen.

Die volkswirtschaftliche Frage der Belastbarkeit durch "Organe" ist extra zu beantworten und welche Optionen gab es den Aufwand
zu verringern.


ich sehe keine Pflicht eines Bürgers für sein Land zu arbeiten. Jeder Bürger hat das Recht auf Faulheit. Er ist aber auch für seine Lebensunterhalt selbst verantwortlich, also Faulheit auf Kosten der Allgemeinheit geht nicht. Es war ein Privilig des Nazideutschland und der kommunistischen Staaten, eine Lagerwelt aufzubauen und sie mit Arbeitssklaven zu füllen, siehe Gulag in der SU. Offiziell wurde als Grund für die Festsetzung in den Arbeitslagern eine Umerziehung vorgegeben. Tatsächlich war man nur an der billigen Ausbeutung der Arbeitskraft für den Sieg des Sozialismus interessiert.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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