#821

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 16:05
von passport | 2.629 Beiträge

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #820
Zitat von passport im Beitrag #819

Das - und - kannste streichen. Das Thema hatten wir hier schon geklärt !
passport



Dann ändere ich nicht das und sondern MfS in DDR. Dann hat die liebe Seele Ruh. Denn egal ob MfS oder MdI, es fanden sich scheinbar überall ein Platz für politsche Häftlinge.

UND was ist mit dem ganzen Rest meines Beitrages mit den Westpaketen für Bundesbürger von der Ständigen Vertretung in DDR - Knäste?

LG von der Moskwitschka



Dieses Detail beschreibt Oberst P. Pfütze in diesen Buch.




Ergänzung lt. Buch : Der Wert eines Weihnachtspaketes stieg im Laufe der Jahre von 25,-DM auf 125,-DM


passport


zuletzt bearbeitet 09.03.2014 16:09 | nach oben springen

#822

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 16:11
von RudiEK89 | 1.951 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #818
eine solche Besichtigung sollte ohne eine Führung statt finden,
kann man diese auch so machen?,
ohne einen Schnelldurchflug und eventuelle Falschdarstellungen,,
wenn dieses möglich ist,zu Pfingsten bin ich in Berlin,
dann schaue ich mir das auch mal an,obwohl ich Angst davor habe
Lutze

Warum hast denn du Angst? Du warst in Zwickau und nicht in HSH. Lrtzte. Letzte Woche habe ich auch wieder jemanden nach Zwickau
gebracht (Ot.).
Nimm an der Führung in HSH teil und stelle deine Fragen. Bist ja Zeitzeuge der "politisch Verfolgten". Dann bin ich mal auf deinen
Beitrag gespannt, wie der "Führer" auf deine Fragen reagiert hat.
Ich habe in Leipzig keine Fragen gestellt, weil ich es aus Erfahrung besser wusste, als der "Führer".


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#823

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 16:15
von damals wars | 12.143 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #812
warum finden einige dieses Thema lustig?,
auf eimal ist man eingesperrt,man weiß nicht wie lange,
denkt auch darüber mal nach
Lutze


zitiere mich selbst:

"Lustlig zu hören, das er sich jetzt ne Gummizelle einbauen lässt!"
Wenn H.-K. seine Phantasien auf Staatskosten verwirklichen kann, erst ne Wasserfolterzelle,
jetzt Gummizelle,nehme ich mir heraus,das lustig zu finden.
Was in einem Rechtsstaat so möglich ist.

Mir selbst haben die Besuche im Roten Ochsen (U- Haft) und in Volksstedt schon gereicht.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#824

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 16:25
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von RudiEK89 im Beitrag #822
Zitat von Lutze im Beitrag #818
eine solche Besichtigung sollte ohne eine Führung statt finden,
kann man diese auch so machen?,
ohne einen Schnelldurchflug und eventuelle Falschdarstellungen,,
wenn dieses möglich ist,zu Pfingsten bin ich in Berlin,
dann schaue ich mir das auch mal an,obwohl ich Angst davor habe
Lutze

Warum hast denn du Angst? Du warst in Zwickau und nicht in HSH. Lrtzte. Letzte Woche habe ich auch wieder jemanden nach Zwickau
gebracht (Ot.).
Nimm an der Führung in HSH teil und stelle deine Fragen. Bist ja Zeitzeuge der "politisch Verfolgten". Dann bin ich mal auf deinen
Beitrag gespannt, wie der "Führer" auf deine Fragen reagiert hat.
Ich habe in Leipzig keine Fragen gestellt, weil ich es aus Erfahrung besser wusste, als der "Führer".

alte Erinnerungen werden wach,
in einer Zelle wird man eingesperrt,
wie lange,man weiß es nicht,
ob HSH oder sonstwo,
sowas noch mal zu sehen,das macht mir Angst
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#825

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 16:57
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von passport im Beitrag #821

Dieses Detail beschreibt Oberst P. Pfütze in diesen Buch.




Ergänzung lt. Buch : Der Wert eines Weihnachtspaketes stieg im Laufe der Jahre von 25,-DM auf 125,-DM


passport


Alles schön und gut @passport , aber so auf die schnelle nicht zu beschaffen. Aber auf der Suche nach dem von Dir empfohlenen Buch bin ich auf folgendes gestoßen:

http://www.mfs-insider.de/Fragen/Fragen_3.Aufl.pdf

Alles schön und gut: Was aber ist mit den Menschen,die unter der »Stasi« litten?

Ab Seite 265 werden folgende Fragen aus der Sicht der insider beantwortet:

Wie bekannt, bestand die Bevölkerung der DDR aus Opfern und aus Tätern. Warum reden Sie immer nur über die Täter, nie über die Opfer?

Viele Menschen sind nach einem Besuch in der als »Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen« eingerichteten ehemaligen Zentralen
Untersuchungshaftanstalt des MfS tief beeindruckt. Andere bezeichnen diese Gedenkstätte als »Gruselkabinett«.Ist das wirklich nur eine Frage der Betrachtung?

War das »Gelbe Elend« in Bautzen ein »Stasi-Knast«?

Hatten Untersuchungshäftlinge des MfS anwaltlichen Beistand?

Was ist mit dem Haftkrankenhaus des MfS?

Hat das MfS Häftlinge gefoltert?

Wurde psychischer Druck angewandt?

Ehemalige Häftlinge des MfS behaupten, ihre Geständnisse seien mit psychologischen Tricks erpresst worden?

Wie hoch war der Anteil politischer Gefangener in der DDR an der Gesamtzahl der Inhaftierten?

Hat das MfS Zwangsarbeitslager unterhalten?

Wie wurden Häftlinge transportiert?

...


LG von der Moskwitscha


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#826

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 17:14
von passport | 2.629 Beiträge




Ja, kenne das Buch. Steht bei mir im Bücherschrank und viele Andere auch. Hochinteressant und Aufschlussreich.

Leider ist "Besuchszeit" noch nicht als PDF-Datei zu erhalten.


passport


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#827

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 17:33
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #817
Zitat von Gert im Beitrag #810
Zitat von damals wars im Beitrag #808
Bei wiki verschwunden:
http://www.stiftung-hsh.de/curriculum/in...ch%C3%B6nhausen
aber das Internet vergisst nicht:
http://www.mfs-insider.de/Glossen/Folter.htm

Lustlig zu hören, das er sich jetzt ne Gummizelle einbauen lässt!



also erstens ein Mal lustig finde ich daran gar nichts, zweitens bei meiner Führung wurde das in dem sog. U.Boot ( Kellerräume) zwar erwähnt aber sofort mit dem Zusatz a) dass das, wenn es denn stattfand, unter der Verantwortung der Sowjets in den 40ern und nicht in den 50ern unter der Verantwortung de MfS stattfand. b) es ist nicht bewiesen/belegt dass es überhaupt so stattfand, hat mein Gedenkstättenführer so klar formuliert im Gegensatz zu dem von dir verlinkten Dokument


Wenn der Museumsführer eine reine Vermutung auch als solche deklariert, dann ist doch alles in Ordnung. Ich war zwar noch nicht in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, habe aber von anderen gehört, dass dort zuweilen Vermutungen als Tatsachen ausgegeben werden. Und auf berechtigtes Nachfragen teilweise unwirsch reagiert wird. Wahrscheinlich aus Unsicherheit, weil sich der Museumsführer ertappt fühlt. Das kann aber nicht Sinn und Zweck einer Gedenkstätte sein!
Richtig bedenklich wird es, wenn man Dinge nachträglich einbaut, die es dort zu DDR-Zeiten dort nicht oder wahrscheinlich nicht gab. Spätestens dann sinkt die Gedenkstätte auf das Niveau eines lediglich auf reißerische Effekte angelegten Gruselkabinetts. Das hat dann aber nichts mehr mit seriöser Aufarbeitung zu tun.

Gruß Uwe


Hallo Uwe da stimme ich dir zu. Ich habe bei meiner Führung so etwas ( nachträgliche Einbauten) nicht gesehen. Nun sind solche nicht immer sofort zu erkennen, aber alle angeführten Fakten erschienen mir zumindest plausibel, da kamen keine Zweifel auf. Was andere Führungen ergeben haben kann ich nicht beurteilen, kann nur von meiner sprechen. Vielleicht werde ich 2 Tage dranhängen, wenn ich zu dem Treffen im Juni zu dir komme und werde Berlin und HSH noch mal besuchen. Dann werde ich mich aber gut vorbereiten und auch hier im Forum die Zweifler noch mal fragen an welcher Stelle sie Zweifel hatten. Dann kann man das auch mal aufgreifen und nachfragen. Bin nicht auf den Mund gefallen bzw habe keine Scheu aus einer Gruppe heraus solche Fragen zu stellen.


.
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ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#828

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 17:47
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #818
eine solche Besichtigung sollte ohne eine Führung statt finden,
kann man diese auch so machen?,
ohne einen Schnelldurchflug und eventuelle Falschdarstellungen,,
wenn dieses möglich ist,zu Pfingsten bin ich in Berlin,
dann schaue ich mir das auch mal an,obwohl ich Angst davor habe
Lutze


Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich...auf eigen Faust geht es nicht.



zuletzt bearbeitet 09.03.2014 17:47 | nach oben springen

#829

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 18:19
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde....
Kleine Korektur:
Neuerdings kann man sich einen Teil der Gedenkstätte, die zeitweiligen Ausstellungen, das Außengelände und ein Dokumentationszentrum oder wie das heißt, ohne Führung ansehen. Wurde im Spätherbst eingeführt.
Allerdings - das ist sozusagen der "uninteresantere" Teil. Aber wem das ausreicht.....
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#830

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 18:32
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Hallo,
warum keine Führung mit machen ?
Habe sie auch schon mitgemacht.
Ich fand es sehr interessant.
Was man glaubt und was nicht............jedem seine Sache.
Meist glaubt man doch dem anderen so wieso nicht alles, oder ?
Anhören - eigenes Bild machen - fertig !

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 09.03.2014 18:33 | nach oben springen

#831

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 20:50
von Schuddelkind | 3.511 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #819
Zitat von Moskwitschka im Beitrag #813
Auf Phönix lief gerade eine Dokumentation über die Ständige Vertretung der Bundesrepublik bei der DDR. Eine Aufgabe war unter anderem die Betreuung von Bundesbürgern, die sich in Untersuchungs - und Haftanstalten des MfS befanden.

Ein Zeitzege, der in HSH wegen staatsfeinlicher Hetze in Untersuchungshaft befand, erhielt das erste Mal nach Wochen Besuch eines Mitarbeiters der Rechtsabteilung der Ständigen Vertetung der Bundesrepublik. Über den Fall durfte nicht gesprochen werden, aber Hilfe bei Regelung persönlichen Angelegenheiten geleistet werden, Kontakte zu Familienangehörigen und Anwälten hergestellt werden.

Worüber der Zeitzeuge sich im Rückblick sehr gerne erinnerte, war, dass die regelmäßige Gaus - Kommode ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit war. Die Gauss Kommode war ein Päckchen mit Zigaretten, Kaffee, Schokolade, Körperpflegemitteln und ein wenig Bargeld. Ein ganz klein wenig "Alltag", neben den üblichen Abläufen in den Haftanstalten, die von Verhören und Warten bestimmt waren.

Meine Frage - sind diese Gaus - Kommoden in den Gedenkstätten irgendwo dokumentiert? Wie wurde mit diesen Gaus - Kommoden in den Haftanstalten umgegangen? Kaffeekochen, und wenn es nur löslicher war, in den Zellen, kann ich mir zum Beispiel garnicht vorstellen nach meinem Besuch in Hohenschönhausen.

Die Doku, heißt übrigens "Diplomatie im Mauerschatten" http://programm.ard.de/Homepage?sendung=282055972606307

LG von der Moskwitschka





Das - und - kannste streichen. Das Thema hatten wir hier schon geklärt !


passport




Eben nicht!

Mit Eintritt der Rechtskraft einer Verurteilung waren Untersuchungshäftlinge in die Strafvollzugsanstalten zu überstellen, die dem Ministerium des Innern unterstanden. Dennoch gab es in jeder Untersuchungshaftanstalt des MfS ein Strafgefangenenarbeitskommando (SGAK). In der Regel wurden die Strafgefangenen zu Arbeiten in der Küche, zur Reinigung der Haftanstalt, zu Renovierungs- und Reparaturarbeiten, mitunter auch zu Arbeiten in kleinen Gärtnereien, in der Bibliothek sowie als Kalfaktoren eingesetzt. Einem Einsatz als Kalfaktor standen jedoch oft die ausgeprägten konspirativen Bedürfnisse des MfS im Wege: »Es sollte stets der Grundsatz Beachtung finden, dass Strafgefangene zu so wenig Informationen wie möglich über den gesamten Komplex des Untersuchungshaftvollzuges des MfS kommen.«58
Am 3. Oktober 1986 wurde der Strafvollzug innerhalb des MfS erstmals per Ministerbefehl geregelt.59 Er hatte auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen zu erfol-gen,60 das heißt, dass das Strafvollzugsgesetz sowie die Ordnungen des Ministers des Innern und Chefs der Deutschen Volkspolizei über den Strafvollzug grundsätzlich auch im MfS gelten sollten. Widersprüchlich war daran allerdings, dass diese gesetzlichen Bestimmungen gerade keinen Strafvollzug im Rahmen des Ministeriums für Staatssicherheit vorsahen.61 Der Befehl Nr. 17/86 bezeichnete erstmals auch Kategorien von Strafgefangenen, die in die Arbeitskommandos beim MfS einzuweisen waren
»Freiheitsstrafen sind in den Abteilungen XIV zu vollziehen, wenn dies aus Gründen der Gewährleistung der Konspiration und Geheimhaltung, der Wahrung von Sicherheitserfordernissen, des Schutzes der Person oder aus anderen politisch-operativen Gründen notwendig ist. Insbesondere trifft dies auf Strafgefangene zu, die

dem MfS oder anderen Schutz- und Sicherheitsorganen angehörten,

in staatlichen Organen, Kombinaten, Betrieben und Einrichtungen sowie gesellschaftlichen Organisationen politisch-operativ zu beachtende Funktionen inne hatten,

bedeutsame Geheimnisträger sind,

Familienangehörige von Angehörigen des MfS sowie der anderen Schutz- und Sicherheitsorgane sind oder waren,

Familienangehörige von Personen in politisch-operativ zu beachtenden Funktionen in staatlichen Organen, Kombinaten, Betrieben und Einrichtungen sowie gesellschaftlichen Organisationen sind oder waren,

bedeutsame IM sind oder waren,
-aus anderen politisch-operativen Gründen nicht in Strafvollzugseinrichtungen des MdI einzuweisen sind.«62
Darüber hinaus konnten auch andere Strafgefangene zur Verbüßung von Freiheitsstrafen in die UHA des MfS eingewiesen werden, »wenn dies für den spezifischen Arbeitseinsatz in den Abteilungen XIV erforderlich« war.63
Damit hatte sich das MfS grundsätzlich die Möglichkeit des Zugriffs auf jeden Straf-gefangenen geschaffen und eine schon seit den Anfängen bestehende Praxis normiert. Die
58 Klein: Grundsätzliche Anforderungen (Anm. 53), Bl. 8.
59 Befehl Nr. 17/86 des Ministers v. 3.10.1986 über den Vollzug von Freiheitsstrafen an Strafgefangenen in den Abt. XIV des MfS (GVS MfS o008 22/86); BStU, MfS, BdL-Dok. 8298.
60 Ebenda, S. 1.
61 Zuständig war das MdI, »bei militärischer Notwendigkeit« auch die Organe des Ministeriums für Nationale Verteidigung; § 8 SVWG, § 58 StVG.
62 Befehl Nr. 17/

Die Leiter der Hauptabteilungen IX, VII (Sicherung des MdI-Bereichs einschließlich des Strafvollzuges) und Kader und Schulung konnten entsprechend ihrem Zuständigkeitsbereich »Vorschläge zum Vollzug der Freiheitsstrafe in den Abteilungen XIV an den Leiter der Abteilung XIV des MfS Berlin […] richten«.64 Gemäß Befehl Nr. 17/86 waren wohl die meisten Strafen von ehemaligen MfS-Mitarbeitern in den Strafgefangenenarbeitskommandos der Linie XIV zu vollstrecken. Aber auch andere operative Diensteinheiten des MfS konnten ihre Wünsche hinsichtlich der Unterbringung bestimmter Gefangener im Bereich der MfS-UHA beim Leiter der zentralen Abteilung XIV vorbringen. Dieser hatte dann über die Einweisung der jeweiligen Strafgefangenen in die Untersuchungshaftanstalt zu entscheiden. Bei Einweisungen in die Haftanstalt einer Bezirksverwaltung für Staatssicherheit bedurfte es der Abstimmung mit dem jeweiligen Chef der Bezirksverwaltung. Die Registrierung der Strafgefangenen erfolgte sowohl in der Abteilung XIV des MfS als auch bei der Verwaltung Strafvollzug des MdI.
Quelle:Btsu


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 09.03.2014 20:52 | nach oben springen

#832

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 09.03.2014 23:04
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
nicht nur zynisch gefragt, Psychologie mal ausgeklammert, lebten Untersuchungs- und Strafgefangende im Bereich des MfS betreff Gesundheit, Lebenerwartung, Verletzungsrisiko ( Bewacherbrutalität, Mitgefangende ), medizinischer Versorgung gefährdeter als übrige Gefangende oder gar DDR-Normalbevölkerung, denke auch an Teile der Chemieindustrie und Bergbau?



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#833

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 10.03.2014 06:53
von Schuddelkind | 3.511 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #832
Hallo,
nicht nur zynisch gefragt, Psychologie mal ausgeklammert, lebten Untersuchungs- und Strafgefangende im Bereich des MfS betreff Gesundheit, Lebenerwartung, Verletzungsrisiko ( Bewacherbrutalität, Mitgefangende ), medizinischer Versorgung gefährdeter als übrige Gefangende oder gar DDR-Normalbevölkerung, denke auch an Teile der Chemieindustrie und Bergbau?


Nicht nur zynisch gefragt.....?

Warum klammerst du die Psychologie expliziert aus?


Intellektuelle spielen Telecaster
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#834

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 10.03.2014 08:35
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
warum? Weil ohne körperliche Beschschädigung aufgrund der Haftumstände Psychoknacks sich die Betreffnden durch Sturheit, Uneinsichtigkeit, Illusionen, Wut, Traumtänzerei usw. selbst zu ziehen.



nach oben springen

#835

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 10.03.2014 08:41
von Moskwitschka (gelöscht)
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@SET800

Das ist jetzt eine eindeutige Verhöhnung ehemaliger Häftlinge in MfS Untersuchungshaftanstalten, von der ich mich als userin dieses Forums distanziere.


Schuddelkind und Zermatt haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.03.2014 08:46 | nach oben springen

#836

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 10.03.2014 09:01
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
das beziehe ich nichtmals nur auf Hohenschönhausen. Wer in gesicherter Umgebung ohne physische kurz- oder langfristige Existengefährdung lebt, denke auch an Arbeitslosigkeit, Unterhalt, Krankenversicherung, Wohnungsnot usw. lebt bekommt wenn nur selbstinduzierte Psychoprobleme.

Wenn ( frei nach B.Brecht ) das Fressen gesichert ist und körperliche Integrität nicht gefährdet erscheint gibt es keinen äusseren Grund zum Verzweiflen.

Willkürliche Erschiessungen, Knochenbrechen, sich Totarbeitenmüssen ( Stalinzeit, KZ ), brutale Häftlingstrukturen wie in südamerikanischen Drogenknasten werden ja den DDR-Ministerien nicht nachgesagt für ihren Veranwortungsbereich.



zuletzt bearbeitet 10.03.2014 09:10 | nach oben springen

#837

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 10.03.2014 09:44
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Hallo,

wir sind hier im thread Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

OT

Und da fällt mir bei Berthold Brecht spontan der 17. Juni 1953 ein:

Die Lösung

Nach dem Aufstand des 17. Juni

Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands

In der Stalinallee Flugblätter verteilen

Auf denen zu lesen war, daß das Volk

Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe

Und es nur durch verdoppelte Arbeit

zurückerobern könne. Wäre es da

Nicht doch einfacher, die Regierung

Löste das Volk auf und

Wählte ein anderes?


Der direkte Anlass für das Gedicht war ein Beitrag Wie ich mich schäme! von Kurt Barthel, 1. Sekretär des Schriftstellerverbandes der DDR (bis 1954, danach Mitglied des Präsidiums) und Kandidat des Zentralkomitees der SED im Neuen Deutschland vom 20. Juni 1953, in dem es, an die Bauarbeiter gerichtet, heißt:

"Da werdet ihr sehr viel und sehr gut mauern und künftig sehr klug handeln müssen, ehe euch diese Schmach vergessen wird. Zerstörte Häuser reparieren, das ist leicht. Zerstörtes Vertrauen wieder aufrichten ist sehr, sehr schwer".

Da ist es wieder das Mißtrauen, das dem DDR - Bürger entgegengebracht wurde und deswegen nicht wenige auch im Knast gelandet sind. Von Toten in der Zeit, will ich garnicht erst anfangen.

LG von der Moskwitschka


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.03.2014 09:50 | nach oben springen

#838

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 10.03.2014 17:18
von Barbara (gelöscht)
avatar

Zitat von Lutze im Beitrag #824
Zitat von RudiEK89 im Beitrag #822
Zitat von Lutze im Beitrag #818
eine solche Besichtigung sollte ohne eine Führung statt finden,
kann man diese auch so machen?,
ohne einen Schnelldurchflug und eventuelle Falschdarstellungen,,
wenn dieses möglich ist,zu Pfingsten bin ich in Berlin,
dann schaue ich mir das auch mal an,obwohl ich Angst davor habe
Lutze

Warum hast denn du Angst? Du warst in Zwickau und nicht in HSH. Lrtzte. Letzte Woche habe ich auch wieder jemanden nach Zwickau
gebracht (Ot.).
Nimm an der Führung in HSH teil und stelle deine Fragen. Bist ja Zeitzeuge der "politisch Verfolgten". Dann bin ich mal auf deinen
Beitrag gespannt, wie der "Führer" auf deine Fragen reagiert hat.
Ich habe in Leipzig keine Fragen gestellt, weil ich es aus Erfahrung besser wusste, als der "Führer".



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alte Erinnerungen werden wach,
in einer Zelle wird man eingesperrt,
wie lange,man weiß es nicht,
ob HSH oder sonstwo,
sowas noch mal zu sehen,das macht mir Angst
Lutze



Das verstehe ich gut.
Wenn du trotzdem gehen willst, geh nicht alleine, nimm jemand Vertrautes mit und wenn es zuviel wird, geh einfach wieder weg.
Du bist ein freier Mensch, Lutze, und keiner hat mehr eine solche Macht über dich.
.
.
.


Lutze und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#839

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 10.03.2014 19:54
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #826



Ja, kenne das Buch. Steht bei mir im Bücherschrank und viele Andere auch. Hochinteressant und Aufschlussreich.

Leider ist "Besuchszeit" noch nicht als PDF-Datei zu erhalten.


passport

Na ja...es gibt 200 Antworten auf selbst gestellte Fragen.Mal wehleidig beantwortet...mal verbittert.Man beachte die Autoren.
Das Mfs war ja eine ganz normale Behörde..so die Autoren.Was sollen sie auch sonst schreiben.



Schuddelkind und Oss`n haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#840

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 10.03.2014 20:08
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Zermatt im Beitrag #839
Zitat von passport im Beitrag #826



Ja, kenne das Buch. Steht bei mir im Bücherschrank und viele Andere auch. Hochinteressant und Aufschlussreich.

Leider ist "Besuchszeit" noch nicht als PDF-Datei zu erhalten.


passport

Na ja...es gibt 200 Antworten auf selbst gestellte Fragen.Mal wehleidig beantwortet...mal verbittert.Man beachte die Autoren.
Das Mfs war ja eine ganz normale Behörde..so die Autoren.Was sollen sie auch sonst schreiben.


Warum sollen denn ehemalige MA des MfS nicht entsprechende Fragen beantworten ?
Diese Fragen wurden doch auch schon in verschiedenen Foren gestellt. Da ist es doch ganz normal, dass man diese aufnimmt.


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
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