#441

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 19:40
von berlin3321 | 2.514 Beiträge

Ich wollte mich hier ja eigentlich raushalten, aber mal ´ne (weitere) Frage an den

Zitat
Bin eingefleischter Autofahrer



Ab wann gab es Klimageräte in KFZ?

Aber ich mache es Dir einfacher: Wann hattest Du in Deinem Fzg das erste Klimagerät?

Denke mal zurück und überlege Dir mal, ob Deine Frage nach Klima im Zellenwagen der Bahn nicht Stuss war. Nach dem Motto: Unfrieden stiften.

Gert, Deine Beiträge auf den letzten 2 Seiten, dazu fällt mir nichts mehr ein. Die Zahl der Seiten ist willkürlich, ich könnte auch der letzten 5 Seiten sagen, es ändert nichts. Auch bei anderen Themen fällt mir einiges auf. Ohne Dich beleidigen zu wollen, würde ich Deine (Nicht-) Argumentation als (Alters-) Starrsinn interpretieren.

Übrigens lege ich auch kein Wert auf das Bedanken. Die Frage wirst Du ja genauso wenig wie die vorherigen beantworten weil Dir das nicht in den Kram passt. Und man damit die "Zone" auch nicht schlecht machen kann. *Kopfschüttel*

Du solltest Dich in Hohenschönhausen beim Knaben bewerben, ihr zwei würdet gut zusammen passen.

MfG Berlin


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seaman, Udo, Küchenbulle 79 und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#442

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 19:52
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #441
Ich wollte mich hier ja eigentlich raushalten, aber mal ´ne (weitere) Frage an den

Zitat
Bin eingefleischter Autofahrer


Ab wann gab es Klimageräte in KFZ?

Aber ich mache es Dir einfacher: Wann hattest Du in Deinem Fzg das erste Klimagerät?

Denke mal zurück und überlege Dir mal, ob Deine Frage nach Klima im Zellenwagen der Bahn nicht Stuss war. Nach dem Motto: Unfrieden stiften.

Gert, Deine Beiträge auf den letzten 2 Seiten, dazu fällt mir nichts mehr ein. Die Zahl der Seiten ist willkürlich, ich könnte auch der letzten 5 Seiten sagen, es ändert nichts. Auch bei anderen Themen fällt mir einiges auf. Ohne Dich beleidigen zu wollen, würde ich Deine (Nicht-) Argumentation als (Alters-) Starrsinn interpretieren.

Übrigens lege ich auch kein Wert auf das Bedanken. Die Frage wirst Du ja genauso wenig wie die vorherigen beantworten weil Dir das nicht in den Kram passt. Und man damit die "Zone" auch nicht schlecht machen kann. *Kopfschüttel*

Du solltest Dich in Hohenschönhausen beim Knaben bewerben, ihr zwei würdet gut zusammen passen.

MfG Berlin





sag mal, kannst du mal aufhören mich hier anzupöbeln ? Ich habe dich gar nicht angesprochen und habe es auch nicht vor, in der Zukunft zu tun.
Ich werde auch kein Quizz mit dir machen und Fragen beantworten, welcher Art sie auch sind. Du bist doch keine Zensurbehörde, die ich fragen muss, bevor ich einen Post ins Forum einstelle. Den Umgang mit solchen Typen habe ich schon lange hinter mir.


.
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Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#443

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 19:52
von andy | 1.198 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #429
...
Also Anwälte vor DDR Gericht waren wirklich nur Statisten oder ein Placebo kann man auch sagen. Ich wundere mich nur, dass sich Leute dafür hergegeben haben.


Habt ihr Bücher über DDR-Anwälte gelesen?

Zitat der Staatsanwältin Ursula Jung: "Er (Gysi d.V.) war schon damals einer der besten Anwälte ...Bei ihm musste man erstklassig im Stoff stehen, sonst konnte er einen ganz schön auseinander nehmen. Und ich habe selten jemanden erlebt,der Zeugen geschickter befragte als er..."
(Gregor Gysi - Eine Biographie, S. 151, Abs. 2, Rowolth Berlin, August 2005)

Das Zitat bezieht sich übrigens auf die 70'er Jahre.

Natürlich gab es auch Pfeiffen unter den Anwälten, insb. wenn sie als Pflichtverteidiger bestellt wurden - das ist ja heute auch nicht anders.
Gysi hat auch nicht nur solche wie Bahro oder Havemann verteidigt, sein erster Fall war ein Vaterschaftsprozess, den er auch noch verloren hat und es folgten viele Mandate von Dieben, Mördern und Vergewaltigern.

Sich auf Grund einer Erzählung, mag sie auch stimmen, eine Meinung über einen ganzen, wenn auch übersichtlichen Berufszweig in der DDR zu bilden erscheint mir dann doch sehr oberflächlich.

Es gab eben auch andere Beispiele - die muss man aber finden wollen und sich nicht in seiner vorgefassten Meinung mit markigen Sprüchen nur selbst gefallen wollen.
Die jüngste Literatur gibt da ganz viel her.


andy


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#444

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 19:53
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von Grenzverletzerin im Beitrag #439
Zum Thema Anwalt fällt mir auch was ein. Ein ehemaliger Bekannter von mir wollte Jura studieren...die Firma hat ihm erklärt, dass bei einer "freiwilligen" Mitgliedschaft im Kreise der IMs, dem Studiengang sicher nichts im Wege stehen würde. Er hat sehr mit sich gekämpft, nun ja...siehe 1.Satz: -ehemaliger Bekannter-
Wie konnte ein MA des MfS denn einen Republikflüchtigen vernünftig vertreten? Die Antwort ergibt sich doch durch gesunden Menschenverstand!!
Damit möchte ich selbstredend nicht behaupten...alle Anwälte waren bei der Firma...denke aber der Prozentsatz war recht hoch!



Nabend GG....iss ja ooch ejal ob Anwalt oder Studi oder Leidender Kader.....in Diktaturen ists leichter mit den Woelfen zu heulen und vielleicht wurden die Leuts wie so Viele auch anders erzogen,geformt und sind eijentlich ooch Opfer....klingt ddtt logisch???Also,nur mal so einjeworfen?
GruessliBO


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#445

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 19:55
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #443
Zitat von Gert im Beitrag #429
...
Also Anwälte vor DDR Gericht waren wirklich nur Statisten oder ein Placebo kann man auch sagen. Ich wundere mich nur, dass sich Leute dafür hergegeben haben.


Habt ihr Bücher über DDR-Anwälte gelesen?

Zitat der Staatsanwältin Ursula Jung: "Er (Gysi d.V.) war schon damals einer der besten Anwälte ...Bei ihm musste man erstklassig im Stoff stehen, sonst konnte er einen ganz schön auseinander nehmen. Und ich habe selten jemanden erlebt,der Zeugen geschickter befragte als er..."
(Gregor Gysi - Eine Biographie, S. 151, Abs. 2, Rowolth Berlin, August 2005)

Das Zitat bezieht sich übrigens auf die 70'er Jahre.

Natürlich gab es auch Pfeiffen unter den Anwälten, insb. wenn sie als Pflichtverteidiger bestellt wurden - das ist ja heute auch nicht anders.
Gysi hat auch nicht nur solche wie Bahro oder Havemann verteidigt, sein erster Fall war ein Vaterschaftsprozess, den er auch noch verloren hat und es folgten viele Mandate von Dieben, Mördern und Vergewaltigern.

Sich auf Grund einer Erzählung, mag sie auch stimmen, eine Meinung über einen ganzen, wenn auch übersichtlichen Berufszweig in der DDR zu bilden erscheint mir dann doch sehr oberflächlich.

Es gab eben auch andere Beispiele - die muss man aber finden wollen und sich nicht in seiner vorgefassten Meinung mit markigen Sprüchen nur selbst gefallen wollen.
Die jüngste Literatur gibt da ganz viel her.


andy



rot mark.
@andy , im Prinzip richtig. Dann musst du dir aber auch sagen lassen, dass man das gleiche Wertungskriterium auf dein Beispiel anwenden kann.


.
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#446

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 20:00
von Lutze | 8.029 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #421
Zitat von Vogtländer im Beitrag #416
Seit wann gabs bei der DR Klimaanlagen?@Gert und @damals wars
Experten!



keine Ahnung, man darf doch wohl mal fragen ?

es gab keine Klima-Anlagen,
zum trinken gab es Sirup-Wasser
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#447

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 20:01
von berlin3321 | 2.514 Beiträge

Zitat
mich hier anzupöbeln



Pöbeln ist zwar was anderes, aber bitte. War auch definitiv nicht als Beleidigung gemeint.

Zitat
Du bist doch keine Zensurbehörde, die ich fragen muss, bevor ich einen Post ins Forum einstelle.



Verlangt auch niemand.

Ich verabschiede mich hier jetzt definitiv aus dieser sinnlosen Diskussion.

MfG Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#448

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 20:12
von andy | 1.198 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #445

@andy , im Prinzip richtig. Dann musst du dir aber auch sagen lassen, dass man das gleiche Wertungskriterium auf dein Beispiel anwenden kann.




Gert, das lasse ich mir gerne sagen und gern kannst Du die Wertungskriterien auf mich anwenden.
Wenn es aus Deiner Sicht Äusserungen meinerseits gibt die erkennen lassen, dass ich dazu nicht bereit wäre bin ich gern bereit, selbstkritisch dazu Stellung zu nehmen.
Dazu sollten dann aber auch konkrete Beispiel vorliegen.

Also her damit.



andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#449

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 20:14
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von berlin3321 im Beitrag #447
Ich verabschiede mich hier jetzt definitiv aus dieser sinnlosen Diskussion.


Ich finde die Diskussion nicht sinnlos. Aufreibend oder schwierig schon eher. Aber es ist auch ein schwieriges Thema. Ob es aber zielführend ist, persönliche Differenzen in diesem thread auszutragen, das bezweifle ich widerum.

LG von der grenzgaengerin


Grenzverletzerin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.12.2013 20:31 | nach oben springen

#450

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 20:24
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #448
Zitat von Gert im Beitrag #445

@andy , im Prinzip richtig. Dann musst du dir aber auch sagen lassen, dass man das gleiche Wertungskriterium auf dein Beispiel anwenden kann.




Gert, das lasse ich mir gerne sagen und gern kannst Du die Wertungskriterien auf mich anwenden.
Wenn es aus Deiner Sicht Äusserungen meinerseits gibt die erkennen lassen, dass ich dazu nicht bereit wäre bin ich gern bereit, selbstkritisch dazu Stellung zu nehmen.
Dazu sollten dann aber auch konkrete Beispiel vorliegen.

Also her damit.



andy



na ja das ist doch einfach zu erkennen. Du machst deinen Beitrag an Gysi fest, auch ein einzelner Anwalt. Steht also nicht repräsentativ für die DDR Anwaltschaft oder doch ?
Im Übrigen haben mehrere Forenteilnehmer von den mangelnden Fähigkeiten oder mangelndem Willen berichtet, Angeklagte in der DDR mit allen Mitteln zu verteidigen. Es gibt ja auch viele Berichte darüber, dass Verteidiger von der Stasi entsprechend gebrieft wurden, den Prozess im Sinne des Staates zu beeinflussen. Das ist ja dann schon nicht mehr nur mangelnde Fähigkeit, sondern so etwas nennt man Mandantenverrat und das ist hier strafbar.


.
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#451

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 20:26
von Lutze | 8.029 Beiträge

Zitat von Ameisenferdinand im Beitrag #363
Das wird sowieso nichts, auf dem Gebiet der Geschichtsaufarbeitung Leiden viel zu viel am Pippi Langstrumpf - Syndrom. jeder glaubt im Besitz der allumfassenden Wahrheit zu sein. Es ist schon erstaunlich wieviel Leute mir sagen wollen wie sehr ich doch im DDR- Knast gelitten habe und wieviel mir erklären es wäre doch gar nicht so schlimm gewesen. Aber spätestens wenn ich frage in welchem DDR- Knast sie selber waren verstummen sie.
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Es war schon schlimm genug das man nicht noch extra Horrorgeschichten dazu erfinden muss, und es war kein Erholungsheim. Die meiste Zustimmung meiner Knasterlebnisse auf meinem Blog bekomme ich immer von ehemaligen Häftlingen. Und ich glaube schon das die Wissen wovon sie reden.

wird es eine Fortsetzung von deinen Erlebnissen geben?,
ich würde mich freuen
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#452

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 20:33
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Ja, ich bin gerade dabei die Erlebnisse auf dem Transport und das Eintreffen in der StVE aufzuschreiben. In der nächsten Zeit lade ich es dann hoch.

Andreas


http://kaube-blog.de/


Lutze, 94 und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#453

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 21:04
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #450
so etwas nennt man Mandantenverrat



Mandantenverrat ist ein schwerer Vorwurf. So pauschal ausgesprochen trifft er jeden Anwalt, der in der DDR tätig war. Und weil wir uns im jetzt und heute befinden, kann das ganz schnell als Verleumdung gewertet werden.

Wenn es Mandantenverrat gab, dann ist er nach 1990 bestimmt strafrechtlich verfolgt worden. Dann wird es bestimmt konkrete Beispiele geben.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 04.12.2013 21:05 | nach oben springen

#454

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 21:18
von 94 | 10.792 Beiträge

Der §356 heißt zwar Parteiverrat, aber ich will nicht schon wieder Sultanienen k*cken. Im Falle des Gysi waren die Vorwürfe aber mehr politische heiße Luft (oder eher schlamiger Dreck) wie strafrelevante Substanz. Hier mal ein paar Hintergründe (schon einige Jährchen alt) und n24 kann man ja nun nicht gerade eine besondere DDR-Affinität anrechnen ...
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/509098/-.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#455

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 21:33
von andy | 1.198 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #450


na ja das ist doch einfach zu erkennen. Du machst deinen Beitrag an Gysi fest, auch ein einzelner Anwalt. Steht also nicht repräsentativ für die DDR Anwaltschaft oder doch ?
Im Übrigen haben mehrere Forenteilnehmer von den mangelnden Fähigkeiten oder mangelndem Willen berichtet, Angeklagte in der DDR mit allen Mitteln zu verteidigen. Es gibt ja auch viele Berichte darüber, dass Verteidiger von der Stasi entsprechend gebrieft wurden, den Prozess im Sinne des Staates zu beeinflussen. Das ist ja dann schon nicht mehr nur mangelnde Fähigkeit, sondern so etwas nennt man Mandantenverrat und das ist hier strafbar.





Nein, ich mache meinen Beitrag nicht nur an Gysi fest und habe in # 424 z.B. auch auf Lothar de Maizière verwiesen, auch wenn zwei Anwälte auch nicht die unbedingte Wucht sind. Mir fallen da auch noch solche Namen wie Kaul, Vogel oder Wolf ein, die sicher die Bekanntesten waren aber zumindest beweisen, dass ein RA in der DDR eben nicht nur ein "Placebo" war, wie Du es bezeichnet hast.

In den 16 RA-Kollegien der DDR (15 Bezirke+Berlin) waren rund 600 Anwälte vereinigt - im Vergleich zur heutigen Bundesrepublik sicher eine lächerliche Zahl. Allerdings wurde in der DDR auch nicht jeder Ast, der über den Gartenzaun hing, vor Gericht verhandelt und das relativiert die Anzahl der Anwälte dann auch wieder.

Gerade das Beispiel Gysi zeigt doch aber dass es möglich war, Recht auch in der DDR durchzusetzen.

Lothar de Maizière hat z.B. Anfang der 80'er Jahre zusammen mit Gysi die Verteidigung eines vermeintlichen Mörders an einem Homosexuellen übernommen, der nach langen Verhören den Mord zunächst gestanden, dann aber widerrufen hatte. Die beiden Anwälte haben die Unschuld ihres Mandanten bewiesen und der Mann kam frei. Später wurde der wahre Mörder ermittelt und ihm konnten mehrere Tötungsverbrechen nachgewiesen werden.

Auch das gab es in der DDR und das solltest auch Du zur Kenntnis nehmen.
Leider ist das Thema "Anwalt in der DDR" auch 23 Jahre nach der Wende so gut wie nicht aufgearbeitet - woran mag das wohl liegen?

Mglw. hat keiner Lust darauf, sich von einem noch heute tätigen Juristen auf Schadenersatz verklagen zu lassen.

Mglw. ist man an entscheidender Stelle aber auch gar nicht scharf darauf, der DDR ein durchaus durchsetzbares Recht Angeklagter zu attestieren, das würde dann ja an dem Nimbus des Unrechtsstaates DDR kratzen.

Ich habe zu DDR-Zeiten auch Jura studiert und meine Lehrer haben mich stets das Prinzip der Be- aber eben auch Entlastung gelehrt.

Dass ich kein Anwalt wurde, steht dann auf einem anderen Blatt.



andy


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passport, DoreHolm, ehem. Hu, Küchenbulle 79, Damals87 und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.12.2013 21:36 | nach oben springen

#456

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 23:08
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #455
Zitat von Gert im Beitrag #450


na ja das ist doch einfach zu erkennen. Du machst deinen Beitrag an Gysi fest, auch ein einzelner Anwalt. Steht also nicht repräsentativ für die DDR Anwaltschaft oder doch ?
Im Übrigen haben mehrere Forenteilnehmer von den mangelnden Fähigkeiten oder mangelndem Willen berichtet, Angeklagte in der DDR mit allen Mitteln zu verteidigen. Es gibt ja auch viele Berichte darüber, dass Verteidiger von der Stasi entsprechend gebrieft wurden, den Prozess im Sinne des Staates zu beeinflussen. Das ist ja dann schon nicht mehr nur mangelnde Fähigkeit, sondern so etwas nennt man Mandantenverrat und das ist hier strafbar.





Nein, ich mache meinen Beitrag nicht nur an Gysi fest und habe in # 424 z.B. auch auf Lothar de Maizière verwiesen, auch wenn zwei Anwälte auch nicht die unbedingte Wucht sind. Mir fallen da auch noch solche Namen wie Kaul, Vogel oder Wolf ein, die sicher die Bekanntesten waren aber zumindest beweisen, dass ein RA in der DDR eben nicht nur ein "Placebo" war, wie Du es bezeichnet hast.

In den 16 RA-Kollegien der DDR (15 Bezirke+Berlin) waren rund 600 Anwälte vereinigt - im Vergleich zur heutigen Bundesrepublik sicher eine lächerliche Zahl. Allerdings wurde in der DDR auch nicht jeder Ast, der über den Gartenzaun hing, vor Gericht verhandelt und das relativiert die Anzahl der Anwälte dann auch wieder.

Gerade das Beispiel Gysi zeigt doch aber dass es möglich war, Recht auch in der DDR durchzusetzen.

Lothar de Maizière hat z.B. Anfang der 80'er Jahre zusammen mit Gysi die Verteidigung eines vermeintlichen Mörders an einem Homosexuellen übernommen, der nach langen Verhören den Mord zunächst gestanden, dann aber widerrufen hatte. Die beiden Anwälte haben die Unschuld ihres Mandanten bewiesen und der Mann kam frei. Später wurde der wahre Mörder ermittelt und ihm konnten mehrere Tötungsverbrechen nachgewiesen werden.

Auch das gab es in der DDR und das solltest auch Du zur Kenntnis nehmen.
Leider ist das Thema "Anwalt in der DDR" auch 23 Jahre nach der Wende so gut wie nicht aufgearbeitet - woran mag das wohl liegen?

Mglw. hat keiner Lust darauf, sich von einem noch heute tätigen Juristen auf Schadenersatz verklagen zu lassen.

Mglw. ist man an entscheidender Stelle aber auch gar nicht scharf darauf, der DDR ein durchaus durchsetzbares Recht Angeklagter zu attestieren, das würde dann ja an dem Nimbus des Unrechtsstaates DDR kratzen.

Ich habe zu DDR-Zeiten auch Jura studiert und meine Lehrer haben mich stets das Prinzip der Be- aber eben auch Entlastung gelehrt.

Dass ich kein Anwalt wurde, steht dann auf einem anderen Blatt.



andy




nun, ich kann natürlich nicht beruteilen wie alle Anwälte der DDR arbeiteten. Ich habe ein Beispiel aus meinem familiären Umfeld genannt und das war eine Katastrophe, weil er untätig, uninteressiert und praktisch wie ein Statist bei dem Gericht sass. Ich war, als ich das hörte, entsetzt, weil ich unter der Arbeit eines Anwaltes oder Strafverteidigers mir etwas anderes vorstellte.
Vielleicht noch ein Wort zu der Anzahl der Anwälte. 600 Anwälte in 16 Kollegien ? Wenn ich mal für Ostberlin als Regierungssitz einene erhöhtne Bedarf von ca 70 - 100 Anwälte rechne, so bleiben für die 15 DDR Bezirke im Schnitt 33 - 35 Anwälte je Bezirk übrig. Mein "Heimatbezirk" , aus dem ich komme, ist Erfurt. Der hatte eine Ausdehnung westlich von Eisenach bis östlich Jena ca. 120 km , und in der Nord Süd Ausdehnung vom in etwa. Rennsteig bis Raum Nordhausen, Mühlhausen, da sind schätzungsweise auch 120 km..Auf diesem nicht kleinen Gebiet waren also ganze 33 - 35 Anwälte zugelassen.
Da frage ich mich wirklich, wie sie ihre Arbeit schaffen wollten mit dieser geringen Anzahl ? Obendrein sassen alle Koryphäen in Berlin? Da bin ich aber froh, dass mein erster Versuch, meine DDR Staatsbürgerschaft abzugeben, gelang. Ich wäre ziemlich einsam gewesen vor der geballten Staatsmacht der DDR am Bezirksgericht in EF, wenn das mißlungen wäre.
Diese geringe Zahl an Anwälten untermauert auch meine Einschätzung, dass der Strafverteidiger im DDR Strafrecht eine geringe Achtung genoss, im politisch motivierten Strafrecht ging das wahrscheinlich dann gegen null auf der Scala von 0 - 100 . So habe ich es auch in HSH gehört. Dort sollen die Angeklagten keinerlei Anwaltsbeistand gehabt haben. Damit ist die Balance der Justiz ausgehebelt, nämlich die Chancengleicheit zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung, für mich das Markenzeichen einer gut funktionierenden Justiz.
So sehe ich das @andy


.
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zuletzt bearbeitet 04.12.2013 23:10 | nach oben springen

#457

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 04.12.2013 23:13
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #454
Der §356 heißt zwar Parteiverrat, aber ich will nicht schon wieder Sultanienen k*cken. Im Falle des Gysi waren die Vorwürfe aber mehr politische heiße Luft (oder eher schlamiger Dreck) wie strafrelevante Substanz. Hier mal ein paar Hintergründe (schon einige Jährchen alt) und n24 kann man ja nun nicht gerade eine besondere DDR-Affinität anrechnen ...
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/509098/-.html


so mein lieber 94zscher. Wenn wir schon beim Sultaninenknacken sind dann will ich auch einmal.

es muss heissen ...mehr politische ..... als strafrelevante Substanz


.
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#458

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 05.12.2013 06:03
von Schuddelkind | 3.507 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #455
Zitat von Gert im Beitrag #450


na ja das ist doch einfach zu erkennen. Du machst deinen Beitrag an Gysi fest, auch ein einzelner Anwalt. Steht also nicht repräsentativ für die DDR Anwaltschaft oder doch ?
Im Übrigen haben mehrere Forenteilnehmer von den mangelnden Fähigkeiten oder mangelndem Willen berichtet, Angeklagte in der DDR mit allen Mitteln zu verteidigen. Es gibt ja auch viele Berichte darüber, dass Verteidiger von der Stasi entsprechend gebrieft wurden, den Prozess im Sinne des Staates zu beeinflussen. Das ist ja dann schon nicht mehr nur mangelnde Fähigkeit, sondern so etwas nennt man Mandantenverrat und das ist hier strafbar.





Nein, ich mache meinen Beitrag nicht nur an Gysi fest und habe in # 424 z.B. auch auf Lothar de Maizière verwiesen, auch wenn zwei Anwälte auch nicht die unbedingte Wucht sind. Mir fallen da auch noch solche Namen wie Kaul, Vogel oder Wolf ein, die sicher die Bekanntesten waren aber zumindest beweisen, dass ein RA in der DDR eben nicht nur ein "Placebo" war, wie Du es bezeichnet hast.

In den 16 RA-Kollegien der DDR (15 Bezirke+Berlin) waren rund 600 Anwälte vereinigt - im Vergleich zur heutigen Bundesrepublik sicher eine lächerliche Zahl. Allerdings wurde in der DDR auch nicht jeder Ast, der über den Gartenzaun hing, vor Gericht verhandelt und das relativiert die Anzahl der Anwälte dann auch wieder.

Gerade das Beispiel Gysi zeigt doch aber dass es möglich war, Recht auch in der DDR durchzusetzen.

Lothar de Maizière hat z.B. Anfang der 80'er Jahre zusammen mit Gysi die Verteidigung eines vermeintlichen Mörders an einem Homosexuellen übernommen, der nach langen Verhören den Mord zunächst gestanden, dann aber widerrufen hatte. Die beiden Anwälte haben die Unschuld ihres Mandanten bewiesen und der Mann kam frei. Später wurde der wahre Mörder ermittelt und ihm konnten mehrere Tötungsverbrechen nachgewiesen werden.

Auch das gab es in der DDR und das solltest auch Du zur Kenntnis nehmen.
Leider ist das Thema "Anwalt in der DDR" auch 23 Jahre nach der Wende so gut wie nicht aufgearbeitet - woran mag das wohl liegen?

Mglw. hat keiner Lust darauf, sich von einem noch heute tätigen Juristen auf Schadenersatz verklagen zu lassen.

Mglw. ist man an entscheidender Stelle aber auch gar nicht scharf darauf, der DDR ein durchaus durchsetzbares Recht Angeklagter zu attestieren, das würde dann ja an dem Nimbus des Unrechtsstaates DDR kratzen.

Ich habe zu DDR-Zeiten auch Jura studiert und meine Lehrer haben mich stets das Prinzip der Be- aber eben auch Entlastung gelehrt.

Dass ich kein Anwalt wurde, steht dann auf einem anderen Blatt.



andy



Tja, die Rolle der Anwälte sollte wirklich mal aufgearbeitet werden.

"Walter Ulbricht hatte bisweilen eine entwaffnende Ehrlichkeit an sich: "Unsere Juristen müssen begreifen, dass der Staat und das von ihm geschaffene Recht dazu dienen, die Politik von Partei und Regierung durchzusetzen." Dieses Credo hielt sich auch unter Erich Honecker. So steckte jeder Anwalt in der DDR in einem Dilemma: Entweder er befolgte den Auftrag, die Macht der herrschenden Partei durchzusetzen – dann verriet er häufig die Interessen seines Mandanten. Oder er wehrte sich gegen den Anspruch der SED – dann konnte er seinen Beruf nicht ausüben.

Gregor Gysi allerdings, seit 1988 mit Einverständnis des Politbüros gewählter Chef des Rates aller Rechtsanwaltskollegien in der DDR und damit oberster Anwalt in Ostdeutschland, redete noch wenige Monate vor dem Ausbruch der friedlichen Revolution sophistisch dieses Dilemma klein.



Der "Spiegel" stellte ihm im Frühjahr 1989 die Frage: "Wie bewältigen Sie als Verteidiger den Spagat, einerseits die Rechte des beschuldigten Bürgers zu schützen, andererseits 'zum Schutz und der Entwicklung der DDR und ihrer Staats- und Gesellschaftsordnung' beizutragen?" Gysi antwortete, "die konsequente Verteidigung" diene "immer sowohl der Gewährleistung von Gerechtigkeit" als auch "der Entwicklung der DDR und ihrer Staats- und Gesellschaftsordnung".



Robert Havemann, von Gysis Mandanten sicher der bekannteste, brachte sein Unbehagen an der "Rechtspflege" im SED-Staat auf die Formel: Einem DDR-Anwalt, der sein Vertrauen verdiene, sei sein Mandat nicht zuzumuten, und einem Anwalt, dem das zuzumuten sei, dem könne er nicht vertrauen.



Die Geschichte der Rechtsanwälte in der DDR ist bis heute nicht wirklich aufgearbeitet. Das ist nachvollziehbar, handelt es sich doch um gefährliches Terrain: Wer Juristen mit deren eigener Vergangenheit konfrontiert, muss mit einer teuren Klageflut rechnen. "
http://www.welt.de/politik/article204791...in-der-DDR.html

Zumindest, wenn es um politische Straftaten ging, hab ich so meine Zweifel, dass ein Anwalt seinen Mandanten wirklich effektiv verteidigen konnte und wollte.


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zuletzt bearbeitet 05.12.2013 06:06 | nach oben springen

#459

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 05.12.2013 08:12
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Bei politisch motivierten Strafverfahren und dazu wurden die Verfahren wegen ungesetzlichen Grenzübertritts generell gemacht gab es für DDR Bürger keinen wirksamen Rechtsbeistand.
Der Häftling hätte leichter jemanden krankenhausreif gedroschen, hätte geklaut oder wären lieber besoffen Auto gefahren.Dann gab es vielleicht eine Chance auf einen Anwalt der etwas bewirken konnte.
Wäre alles noch gegangen. Aber an den Grundfesten des Staates zu rütteln indem er das Land durch illegale "Ausreise" verlassen wollte war das schändlichste was ein gemeiner DDR Bürger gegen den Staat DDR tun konnte.
Nach meinem Erleben wurde der Anwalt etwa 3 Monate nach Inhaftierung hinzugezogen.
Wichtig war in diesen ersten Monaten nach der Inhaftierung für die Stasi , sämtliche Mitwisser und Helfer dieses Verbrechens zu erfahren und derer habhaft zu werden. Da störte ein Anwalt nur.
Aber auch nachdem dieser Anwalt in Erscheinung trat wurde nichts besser. Er wirkte wie ein Vertreter des Staates DDR der Kreide gefressen hatte.
Er war Wirkungslos.
Er ermahnte uns mit niemanden über die Geschichte zu sprechen und immer kooperativ mit den Organen zusammen zu arbeiten.
So sah Rechtsbeistand für den DDR Plebs aus.
Auf der anderen Seite stand eine junge Richterin die ihre ganze Empörung und Verachtung gegen den Angeklagten schleuderte.
Da wurde ein 18 jähriger zum schändlichen Verräter hochstilisiert der verantwortungslos einen Weltkrieg in Kauf genommen hat.
Da wird es ganz still um einen.
Heute ist diese Dame erfolgreiche Rechtsanwältin in der ehemaligen Bezirksstadt und partizipiert prächtig vom bundesdeutschen Rechtssystem.


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#460

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 05.12.2013 09:01
von SET800 | 3.094 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #458
] "Unsere Juristen müssen begreifen, dass der Staat und das von ihm geschaffene Recht dazu dienen, die Politik von Partei und Regierung durchzusetzen." [/rot]Dieses Credo hielt sich auch unter Erich Honecker. So steckte jeder Anwalt in der DDR in einem Dilemma: Entweder er befolgte den Auftrag, die Macht der herrschenden Partei durchzusetzen – dann verriet er häufig die Interessen seines Mandanten. Oder er wehrte sich gegen den Anspruch der SED – dann konnte er seinen Beruf nicht ausüben.




Hallo,
stimmt die Schlußfolgerung? Es gab ein gmeinsames Interesse von Staat-Partei UND dem Beschuldigten,
a) nämlich den Tatvorwurf aufzuklären, ob überhaupt der Beschuldigte der Täter war.
b) ich nenne es "Qualitätskontrolle", mit zu überwachen und ggf. Einspruch zum Abbehelf einlegen wenn der "Apparat" seine Arbeit inkorrekt,
willkürlich, nicht zielführend oder jenseits der beschlossenen (Rechts)vorgaben erledigte.


Eine andere Frage ist ob ein Rechtssystem Tataufklärung an formalen Grenzen scheitern lässt und/oder Sachbeweise unter Verwertungsverbot stellt weil die Beschaffung der Beweise nicht Formvorschriften entsprach.

Mit diesen "Spielregeln" und Fesseln für Justiz und Steuerfahndung werden nämlich erst viele Wirtschaftsverbrechen in der BRD möglich!



Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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