#41

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 10:28
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #40
Zitat von Eisenacher im Beitrag #36
Zitat von Lutze im Beitrag #23
Zitat von Vogtländer im Beitrag #16
Und vergiss die Badelatschen für die Duschzelle nicht!

Badelatschen kannte ich im DDR-Strafvollzug nicht,
von einigen Mitgefangenen erfuhr ich,
das sie in Hohenschönhausen bessere Haftbedingungen
hatten,als manch andere Strafanstalten,
Waldheim hatte zum Beispiel einen sehr schlechten Ruf
Lutze


Das in HSH auf strenge Isolierung geachtet wurde und wenn die Lampe auf dem Flur eingeschaltet wurde, kein anderer U-Häftling da passieren durfte habe ich auch von Menschen gehört, die dort waren. Aber eben auch wie Lutze schon schrieb, die ansonsten besseren Haftbedingungen, bezüglich Verpflegung und Zustand der Verwahrräume und sanitären Bedingungen, als in anderen DDR-Haftanstalten. Jedenfalls in den 80er Jahren.
In der Stalinzeit war es sicher etwas ungemütlicher dort. Notlicht und nächtlicher Kontrollgang mit kurzzeitigem Licht einschalten, gibt es in allen Haftanstalten auch heute .



Ich denke das zählte auch zur Taktik, die Häftlinge durften z.B. auch tagsüber auf dem Bett liegen bleiben, was ja wohl in "normalen Haftanstalten" er unüblich war, dafür waren denn des öffteren bis spät in die Nacht die Vernehmungen. Die meisten Häftlinge wurden isoliert, den einzigen Ansprechpartner den sie hatten war der Vernehmer.



@Duck

Unsinn, die klassische Arbeitszeit im MfS war wie Überall üblich von 08.00 - bis 17.00 Uhr.
Ausnahmen waren, beziehe das mal auf meine Tätigkeit auf einer Güst, vorläufige Festnahmen mit sofortiger Venehmung egal welche Uhrzeit.

passport


zuletzt bearbeitet 07.11.2013 10:28 | nach oben springen

#42

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 11:11
von Schuddelkind | 3.512 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #41
Zitat von Duck im Beitrag #40
Zitat von Eisenacher im Beitrag #36
Zitat von Lutze im Beitrag #23
Zitat von Vogtländer im Beitrag #16
Und vergiss die Badelatschen für die Duschzelle nicht!

Badelatschen kannte ich im DDR-Strafvollzug nicht,
von einigen Mitgefangenen erfuhr ich,
das sie in Hohenschönhausen bessere Haftbedingungen
hatten,als manch andere Strafanstalten,
Waldheim hatte zum Beispiel einen sehr schlechten Ruf
Lutze


Das in HSH auf strenge Isolierung geachtet wurde und wenn die Lampe auf dem Flur eingeschaltet wurde, kein anderer U-Häftling da passieren durfte habe ich auch von Menschen gehört, die dort waren. Aber eben auch wie Lutze schon schrieb, die ansonsten besseren Haftbedingungen, bezüglich Verpflegung und Zustand der Verwahrräume und sanitären Bedingungen, als in anderen DDR-Haftanstalten. Jedenfalls in den 80er Jahren.
In der Stalinzeit war es sicher etwas ungemütlicher dort. Notlicht und nächtlicher Kontrollgang mit kurzzeitigem Licht einschalten, gibt es in allen Haftanstalten auch heute .



Ich denke das zählte auch zur Taktik, die Häftlinge durften z.B. auch tagsüber auf dem Bett liegen bleiben, was ja wohl in "normalen Haftanstalten" er unüblich war, dafür waren denn des öffteren bis spät in die Nacht die Vernehmungen. Die meisten Häftlinge wurden isoliert, den einzigen Ansprechpartner den sie hatten war der Vernehmer.



@Duck

Unsinn, die klassische Arbeitszeit im MfS war wie Überall üblich von 08.00 - bis 17.00 Uhr.
Ausnahmen waren, beziehe das mal auf meine Tätigkeit auf einer Güst, vorläufige Festnahmen mit sofortiger Venehmung egal welche Uhrzeit.

passport


Ich bin mir sicher, dass man immer den größten Wert drauf gelegt hat, dass die Häftlinge ausgeschlafen zur Vernehmung erschienen..............


Intellektuelle spielen Telecaster
zuletzt bearbeitet 07.11.2013 11:13 | nach oben springen

#43

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 11:17
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #41
Zitat von Duck im Beitrag #40
Zitat von Eisenacher im Beitrag #36
Zitat von Lutze im Beitrag #23
Zitat von Vogtländer im Beitrag #16
Und vergiss die Badelatschen für die Duschzelle nicht!

Badelatschen kannte ich im DDR-Strafvollzug nicht,
von einigen Mitgefangenen erfuhr ich,
das sie in Hohenschönhausen bessere Haftbedingungen
hatten,als manch andere Strafanstalten,
Waldheim hatte zum Beispiel einen sehr schlechten Ruf
Lutze


Das in HSH auf strenge Isolierung geachtet wurde und wenn die Lampe auf dem Flur eingeschaltet wurde, kein anderer U-Häftling da passieren durfte habe ich auch von Menschen gehört, die dort waren. Aber eben auch wie Lutze schon schrieb, die ansonsten besseren Haftbedingungen, bezüglich Verpflegung und Zustand der Verwahrräume und sanitären Bedingungen, als in anderen DDR-Haftanstalten. Jedenfalls in den 80er Jahren.
In der Stalinzeit war es sicher etwas ungemütlicher dort. Notlicht und nächtlicher Kontrollgang mit kurzzeitigem Licht einschalten, gibt es in allen Haftanstalten auch heute .



Ich denke das zählte auch zur Taktik, die Häftlinge durften z.B. auch tagsüber auf dem Bett liegen bleiben, was ja wohl in "normalen Haftanstalten" er unüblich war, dafür waren denn des öffteren bis spät in die Nacht die Vernehmungen. Die meisten Häftlinge wurden isoliert, den einzigen Ansprechpartner den sie hatten war der Vernehmer.



@Duck

Unsinn, die klassische Arbeitszeit im MfS war wie Überall üblich von 08.00 - bis 17.00 Uhr.
Ausnahmen waren, beziehe das mal auf meine Tätigkeit auf einer Güst, vorläufige Festnahmen mit sofortiger Venehmung egal welche Uhrzeit.

passport


Passport ich kann nur das wiedergeben, was uns unser Zeitzeuge ( wie gesagt selbst Betroffener erzählt hatte) für mich klang das plausibel. Das es in einer U-Haftanstalt die es ja eigentlich für Otto Normalverbraucher garnicht gab, von der Dienstzeit nicht so geregelt abläuft wie auf einer Güst, ist für mich eigentlich auch einleuchtend. Warum also Unsinn? Hast Du dort gearbeit in Hohenschönhausen? Wenn nicht woher willst Du wissen wie es dort gelaufen ist?


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


nach oben springen

#44

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 11:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #41
Unsinn, die klassische Arbeitszeit im MfS war wie Überall üblich von 08.00 - bis 17.00 Uhr.
Na mit Unsinn wäre ich mal bissel vorsichtig, für mich klingt es unsinnig wenn mir ein VI die Arbeitsweise eines IX erklären möchte.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, das in der Kernarbeitszeit Besprechungen und Sitzungen stattfanden, sei es um weitere Vernehmungsstrategien abzusprechen oder Ermittlungsergebnisse beim Staatsanwalt abzuliefern, sprich eine Anklage zusammenzubasteln. Dazu brauchte es dann andere, wie nannten die sich eigentlich untereinander ... Kollegen, Genossen? Und da kann ich mir vorstellen das die notwendigen Termine nicht gerade vor acht oder nach fünf gelegt wurden?
Zum Vernehmen dagegen braucht's neben dem Vernommenen den Vernehmer und noch einen Läufer von der XIV und die waren ja sowieso 365/24/7 da. Also ob des öfteren wage ich mal zu bezweifeln, aber vorgekommen sein wird's schon. Außerdem erwähnte mal ein bekennender Neun(er) (seeehr passiv hier inzwischen, warum?!) reichlich Überstunden, welche er besonders in der Endzeit der Verflossenen ablieferte.

P.S. Also ich meine das Mephis hat vieles Unmöglich gemacht, aber Überstunden bei 8/17 mit Viertelstund zweites Frühstück und drei Viertelstund Mittag, wie soll'n das gehen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 07.11.2013 11:28 | nach oben springen

#45

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 11:28
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #42
Zitat von passport im Beitrag #41
Zitat von Duck im Beitrag #40
Zitat von Eisenacher im Beitrag #36
Zitat von Lutze im Beitrag #23
Zitat von Vogtländer im Beitrag #16
Und vergiss die Badelatschen für die Duschzelle nicht!

Badelatschen kannte ich im DDR-Strafvollzug nicht,
von einigen Mitgefangenen erfuhr ich,
das sie in Hohenschönhausen bessere Haftbedingungen
hatten,als manch andere Strafanstalten,
Waldheim hatte zum Beispiel einen sehr schlechten Ruf
Lutze


Das in HSH auf strenge Isolierung geachtet wurde und wenn die Lampe auf dem Flur eingeschaltet wurde, kein anderer U-Häftling da passieren durfte habe ich auch von Menschen gehört, die dort waren. Aber eben auch wie Lutze schon schrieb, die ansonsten besseren Haftbedingungen, bezüglich Verpflegung und Zustand der Verwahrräume und sanitären Bedingungen, als in anderen DDR-Haftanstalten. Jedenfalls in den 80er Jahren.
In der Stalinzeit war es sicher etwas ungemütlicher dort. Notlicht und nächtlicher Kontrollgang mit kurzzeitigem Licht einschalten, gibt es in allen Haftanstalten auch heute .



Ich denke das zählte auch zur Taktik, die Häftlinge durften z.B. auch tagsüber auf dem Bett liegen bleiben, was ja wohl in "normalen Haftanstalten" er unüblich war, dafür waren denn des öffteren bis spät in die Nacht die Vernehmungen. Die meisten Häftlinge wurden isoliert, den einzigen Ansprechpartner den sie hatten war der Vernehmer.



@Duck

Unsinn, die klassische Arbeitszeit im MfS war wie Überall üblich von 08.00 - bis 17.00 Uhr.
Ausnahmen waren, beziehe das mal auf meine Tätigkeit auf einer Güst, vorläufige Festnahmen mit sofortiger Venehmung egal welche Uhrzeit.

passport


Ich bin mir sicher, dass man immer den größten Wert drauf gelegt hat, dass die Häftlinge ausgeschlafen zur Vernehmung erschienen..............


Mit Sicherheit Schuddel, die Herren waren doch keine Unmenschen


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


nach oben springen

#46

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:14
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Schuddelkind im Beitrag #42
Zitat von passport im Beitrag #41
Zitat von Duck im Beitrag #40
Zitat von Eisenacher im Beitrag #36
Zitat von Lutze im Beitrag #23
Zitat von Vogtländer im Beitrag #16
Und vergiss die Badelatschen für die Duschzelle nicht!

Badelatschen kannte ich im DDR-Strafvollzug nicht,
von einigen Mitgefangenen erfuhr ich,
das sie in Hohenschönhausen bessere Haftbedingungen
hatten,als manch andere Strafanstalten,
Waldheim hatte zum Beispiel einen sehr schlechten Ruf
Lutze


Das in HSH auf strenge Isolierung geachtet wurde und wenn die Lampe auf dem Flur eingeschaltet wurde, kein anderer U-Häftling da passieren durfte habe ich auch von Menschen gehört, die dort waren. Aber eben auch wie Lutze schon schrieb, die ansonsten besseren Haftbedingungen, bezüglich Verpflegung und Zustand der Verwahrräume und sanitären Bedingungen, als in anderen DDR-Haftanstalten. Jedenfalls in den 80er Jahren.
In der Stalinzeit war es sicher etwas ungemütlicher dort. Notlicht und nächtlicher Kontrollgang mit kurzzeitigem Licht einschalten, gibt es in allen Haftanstalten auch heute .



Ich denke das zählte auch zur Taktik, die Häftlinge durften z.B. auch tagsüber auf dem Bett liegen bleiben, was ja wohl in "normalen Haftanstalten" er unüblich war, dafür waren denn des öffteren bis spät in die Nacht die Vernehmungen. Die meisten Häftlinge wurden isoliert, den einzigen Ansprechpartner den sie hatten war der Vernehmer.



@Duck

Unsinn, die klassische Arbeitszeit im MfS war wie Überall üblich von 08.00 - bis 17.00 Uhr.
Ausnahmen waren, beziehe das mal auf meine Tätigkeit auf einer Güst, vorläufige Festnahmen mit sofortiger Venehmung egal welche Uhrzeit.

passport


Ich bin mir sicher, dass man immer den größten Wert drauf gelegt hat, dass die Häftlinge ausgeschlafen zur Vernehmung erschienen..............



Und ich bin mir sicher das hier mehr als Unsinn geschrieben wird. Einerseits beziehe ich Quellen ein die darüber in Büchern geschrieben haben und ausserdem kenne ich einen MA der Abt. IX BVfS MD aus alten WE-Tagen.


passport


nach oben springen

#47

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:16
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Hmmm, wüsste Feliks da evtl. NäheresÜ

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
nach oben springen

#48

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:25
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo, ich finde die Frage interessanter, wieweit war denn die Aussicht für Untersuchungshäftltlinge nach umfassenden für die Vernhemr und Richter glaubhaften Geständniss und Absolvierung einer Strafe wieder regulär in seinen Beruf zurückzukehren?

Weniger gement für Offiziere und politisch-sicherheitstechnisch "kritische" Berufe sondern "Arbeiter"?

Egal ob Reparaturschweißer in der Braunkohle, Chemiewerker, Ingenieur im Hochbau, Krankenpfleger, Maschinist in der LPG, Monteur im Waschegerätewerk Schwarzenberg, Köchin in Kalibergbaukantine usw.?

Also wieweit ging das Bemühen den Menschen in die Gesellschaft zurückzuführen auch durch die Chance der Bewährung? Wieweit wirkte sich das auf deren Kinder aus wenn ein Elternteil "Schmutzflecken" in der Akte hatte.



nach oben springen

#49

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:27
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

Zitat von berlin3321 im Beitrag #47
Hmmm, wüsste Feliks da evtl. NäheresÜ

Mfg Berlin


mit großer sicherheit sogar und er hat es hier im forum sogar schon mehrmals niedergeschrieben


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#50

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:35
von Alfred | 6.841 Beiträge

Ab Seite 446 was zu den Zeiten der Vernehmungen.


Dateianlage:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen und (falls vorhanden) Vorschau-Grafiken der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
Untersuchung6.pdf Untersuchung6.pdf

nach oben springen

#51

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:36
von WernerHolt (gelöscht)
avatar

vllt wäre es ja sinnvoll ,die beiträge alle mal zusammenzulegen.wieviele hsh threads haben wir jetzt?gefühlte 100?
MkG
HG


nach oben springen

#52

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:38
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #46
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #42
Zitat von passport im Beitrag #41
Zitat von Duck im Beitrag #40
Zitat von Eisenacher im Beitrag #36
Zitat von Lutze im Beitrag #23
Zitat von Vogtländer im Beitrag #16
Und vergiss die Badelatschen für die Duschzelle nicht!

Badelatschen kannte ich im DDR-Strafvollzug nicht,
von einigen Mitgefangenen erfuhr ich,
das sie in Hohenschönhausen bessere Haftbedingungen
hatten,als manch andere Strafanstalten,
Waldheim hatte zum Beispiel einen sehr schlechten Ruf
Lutze


Das in HSH auf strenge Isolierung geachtet wurde und wenn die Lampe auf dem Flur eingeschaltet wurde, kein anderer U-Häftling da passieren durfte habe ich auch von Menschen gehört, die dort waren. Aber eben auch wie Lutze schon schrieb, die ansonsten besseren Haftbedingungen, bezüglich Verpflegung und Zustand der Verwahrräume und sanitären Bedingungen, als in anderen DDR-Haftanstalten. Jedenfalls in den 80er Jahren.
In der Stalinzeit war es sicher etwas ungemütlicher dort. Notlicht und nächtlicher Kontrollgang mit kurzzeitigem Licht einschalten, gibt es in allen Haftanstalten auch heute .



Ich denke das zählte auch zur Taktik, die Häftlinge durften z.B. auch tagsüber auf dem Bett liegen bleiben, was ja wohl in "normalen Haftanstalten" er unüblich war, dafür waren denn des öffteren bis spät in die Nacht die Vernehmungen. Die meisten Häftlinge wurden isoliert, den einzigen Ansprechpartner den sie hatten war der Vernehmer.



@Duck

Unsinn, die klassische Arbeitszeit im MfS war wie Überall üblich von 08.00 - bis 17.00 Uhr.
Ausnahmen waren, beziehe das mal auf meine Tätigkeit auf einer Güst, vorläufige Festnahmen mit sofortiger Venehmung egal welche Uhrzeit.

passport


Ich bin mir sicher, dass man immer den größten Wert drauf gelegt hat, dass die Häftlinge ausgeschlafen zur Vernehmung erschienen..............



Und ich bin mir sicher das hier mehr als Unsinn geschrieben wird. Einerseits beziehe ich Quellen ein die darüber in Büchern geschrieben haben und ausserdem kenne ich einen MA der Abt. IX BVfS MD aus alten WE-Tagen.


passport


Wer waren denn die Verfasser solcher Lektüre Passport, ehemalige Mitarbeiter der Haftanstalt oder Häftlinge? Man hat uns auch erzählt das die Schliesser oder Läufer wie sie dort genannt wurden, nur die Aufgabe hatten die Häftlinge zu den Vernehmerzimmern zu bringen, die Vernehmer haben völlig unabhängig von den anderen Personal gearbeitet und konnten dort auch unangemeldet zu jeder Tages- und Nachtzeit erscheinen. Zu den Häftlingen haben sie meistens gesagt, ich habe Zeit, dass klingt nicht so als ob er ständig auf die Uhr geschaut hat wann Feierabend oder Dienstschluß ist aber wahrscheinlich hat man uns ja nur Blödsinn erzählt.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#53

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:46
von Udo | 1.265 Beiträge

Ich möchte mich mal hiermit bei Denjenigen bedanken, die hier nicht nur auf HSH auf's geratewohl eindreschen, sondern mit Fakten (Schriftstücken; am besten noch von der BSTU, der man wahrlich keine MFS-Freundlichkeit unterstellen kann) den Nachweis erbringen, dass die ach so tollen Führungen in HSH nur der Verwirrung/Verdummung der für 3 Euro Umhergeführten dient.
Einigen dieser Führenden unterstelle ich mal, dass sie wirklich zur Aufklärung beitragen wollen, aber das gesamte Konzept dieser "Gedenkstätte" lässt die wirkliche Aufarbeitung nicht zu.
Ich war da; ich habs erlebt.


zuletzt bearbeitet 07.11.2013 13:47 | nach oben springen

#54

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:47
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #49
Zitat von berlin3321 im Beitrag #47
Hmmm, wüsste Feliks da evtl. NäheresÜ

Mfg Berlin


mit großer sicherheit sogar und er hat es hier im forum sogar schon mehrmals niedergeschrieben


Das ist die eine Seite der Medaille und wie sieht die andere aus? Wenn hier von bestimmter Seite alles angezweifelt wird was die andere Seite (die der ehemaligen Insassen) erzählt, wie glaubwürdig ist denn Felix Aussage dazu, da steht nun mal Aussage gegen Aussage. Wen soll man Glauben den ehemaligen Tätern oder den Opfern?


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


nach oben springen

#55

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:53
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #52
Zitat von passport im Beitrag #46
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #42
Zitat von passport im Beitrag #41
Zitat von Duck im Beitrag #40
Zitat von Eisenacher im Beitrag #36
Zitat von Lutze im Beitrag #23
Zitat von Vogtländer im Beitrag #16
Und vergiss die Badelatschen für die Duschzelle nicht!

Badelatschen kannte ich im DDR-Strafvollzug nicht,
von einigen Mitgefangenen erfuhr ich,
das sie in Hohenschönhausen bessere Haftbedingungen
hatten,als manch andere Strafanstalten,
Waldheim hatte zum Beispiel einen sehr schlechten Ruf
Lutze


Das in HSH auf strenge Isolierung geachtet wurde und wenn die Lampe auf dem Flur eingeschaltet wurde, kein anderer U-Häftling da passieren durfte habe ich auch von Menschen gehört, die dort waren. Aber eben auch wie Lutze schon schrieb, die ansonsten besseren Haftbedingungen, bezüglich Verpflegung und Zustand der Verwahrräume und sanitären Bedingungen, als in anderen DDR-Haftanstalten. Jedenfalls in den 80er Jahren.
In der Stalinzeit war es sicher etwas ungemütlicher dort. Notlicht und nächtlicher Kontrollgang mit kurzzeitigem Licht einschalten, gibt es in allen Haftanstalten auch heute .



Ich denke das zählte auch zur Taktik, die Häftlinge durften z.B. auch tagsüber auf dem Bett liegen bleiben, was ja wohl in "normalen Haftanstalten" er unüblich war, dafür waren denn des öffteren bis spät in die Nacht die Vernehmungen. Die meisten Häftlinge wurden isoliert, den einzigen Ansprechpartner den sie hatten war der Vernehmer.



@Duck

Unsinn, die klassische Arbeitszeit im MfS war wie Überall üblich von 08.00 - bis 17.00 Uhr.
Ausnahmen waren, beziehe das mal auf meine Tätigkeit auf einer Güst, vorläufige Festnahmen mit sofortiger Venehmung egal welche Uhrzeit.

passport


Ich bin mir sicher, dass man immer den größten Wert drauf gelegt hat, dass die Häftlinge ausgeschlafen zur Vernehmung erschienen..............



Und ich bin mir sicher das hier mehr als Unsinn geschrieben wird. Einerseits beziehe ich Quellen ein die darüber in Büchern geschrieben haben und ausserdem kenne ich einen MA der Abt. IX BVfS MD aus alten WE-Tagen.


passport


Wer waren denn die Verfasser solcher Lektüre Passport, ehemalige Mitarbeiter der Haftanstalt oder Häftlinge? Man hat uns auch erzählt das die Schliesser oder Läufer wie sie dort genannt wurden, nur die Aufgabe hatten die Häftlinge zu den Vernehmerzimmern zu bringen, die Vernehmer haben völlig unabhängig von den anderen Personal gearbeitet und konnten dort auch unangemeldet zu jeder Tages- und Nachtzeit erscheinen. Zu den Häftlingen haben sie meistens gesagt, ich habe Zeit, dass klingt nicht so als ob er ständig auf die Uhr geschaut hat wann Feierabend oder Dienstschluß ist aber wahrscheinlich hat man uns ja nur Blödsinn erzählt.




Soso, konnten zu jeder Tages und Nachtzeit erscheinen.
Ein U-Führer der IX musste eine Vernehmung schriftlich bei seinen Referatsleiter einreichen und bestätigen lassen. Der Auftrag ,Datum und Uhrzeit, wurde dann in schriftlicher Form an die Abt XIV weitergeleitet. Entsprechend des Auftrages wurde der U-Häftling durch einen Stationsposten der XIV zum U-Führerzimmer geleitet.
Das der Arbeitstag eines MA der Abt IX länger als 8 Stunden war, ist doch normal. Er musste ja nach der Vernehmung noch die Protokolle schreiben. Und der U-Führer hatte ja nicht nur eine Vernehmung.


passport


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#56

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:54
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Zitat
die ach so tollen Führungen in HSH nur der Verwirrung/Verdummung der für 3 Euro Umhergeführten dient.



Das Gefühl hatte ich zeitweise auch.

Zitat
Einigen dieser Führenden unterstelle ich mal, dass sie wirklich zur Aufklärung beitragen wollen, aber das gesamte Konzept dieser "Gedenkstätte" lässt die wirkliche Aufarbeitung nicht zu.



Rot: Sehe ich ganz genau so.

Zitat
Ich war da; ich habs erlebt.



Ich auch.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Udo hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#57

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:57
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

Zu der von Alfred eingestellten Lektüre habe ich mal ne Frage zu Seite 448,welche sich durchaus etwas blöd anhören/lesen tut.
Wie kam BND/CIA zu ihren Erkenntnissen über Vernehmungen des MfS?
Dabei gewesen sind sie ja wohl kaum und Aussagen von Mitarbeitern/Häftlingen sind ja nun nicht immer der Wahrheit entsprechend.So zumindest meine etwas misstrauichen Ansatzpunkte.
Eigentlich wäre es wirklich ganz gut,wenn Felix nochmal sich dazu äußern könnte.


nach oben springen

#58

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:58
von Duck | 1.741 Beiträge

So hat jeder seine Meinung ok...fakt ist HH war keine normale Haftanstalt wie z.B. Rummelsburg das werde ich mir auch nicht einreden lassen. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


nach oben springen

#59

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 13:59
von passport | 2.634 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #54
Zitat von WernerHolt im Beitrag #49
Zitat von berlin3321 im Beitrag #47
Hmmm, wüsste Feliks da evtl. NäheresÜ

Mfg Berlin


mit großer sicherheit sogar und er hat es hier im forum sogar schon mehrmals niedergeschrieben


Das ist die eine Seite der Medaille und wie sieht die andere aus? Wenn hier von bestimmter Seite alles angezweifelt wird was die andere Seite (die der ehemaligen Insassen) erzählt, wie glaubwürdig ist denn Felix Aussage dazu, da steht nun mal Aussage gegen Aussage. Wen soll man Glauben den ehemaligen Tätern oder den Opfern?



Wenn man Schwerverbrecher wie Brandstifter, Vergewaltigern, Mördern und anderen kriminellen Elementen mehr Glauben schenken will so ist das jeden seine Sache. Gut 95% dieses Personenkreises waren in HSH und anderen UHA des MfS zur Vernehmung untergebracht. Alles Opfer, oder ?
Nur 5% der Insassen von UHA,s des MfSwaren das, was man heute politisch Verfolgte nennt !

passport


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#60

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 07.11.2013 14:00
von berlin3321 | 2.519 Beiträge

Ähhmmm, @passport: Wird hier wieder was schön geredet?

Ich bin ehrlich, ich weiß es nicht, bei der Führung, die ich mit gemacht habe wurde das nicht besprochen.

Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass der Vernehmer tatsächlich zu jeder Tages- und Nachtzeit dort aufkreuzen konnte. Würde ja auch Sinn machen, den Häftling zu anderen Zeiten als 8- 17 Uhr zu vernehmen.

Ohne persönlich werden zu wollen, einige versuchen auf Teufel komm ´raus alles schön zu reden. Oder eben madig zu machen, dem MfS in die Schuhe zu schieben. Beides ist nicht in Ordnung.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
nach oben springen



Besucher
21 Mitglieder und 60 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: ralli62
Besucherzähler
Heute waren 3728 Gäste und 185 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14369 Themen und 557902 Beiträge.

Heute waren 185 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen