#261

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 11.11.2013 02:37
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von turtle im Beitrag #259
Zitat von Major Tom im Beitrag #258
Zitat von damals wars im Beitrag #250
Es ist doch allgemein bekannt ,das auch nomale Straftäter (Kriminelle) freigekauft wurden.


Wenn das angeblich so allgemein bekannt ist dann ist es wohl bis zu mir noch nicht durchgedrungen. Hast Du denn auch einen Beleg fuer diese Behauptung? Ich habe damals seltsamerweise nicht einen einzigen Kriminellen kennengelernt welcher freigekauft wurde, das waren ausnahmslos Haeftlinge welche wegen Paragraf 213 oder aehnlichem verurteilt wurden.



http://17juni1953.wordpress.com/2012/09/...i-spitzel-frei/


@turtle Vieles ist möglich. Diese 3,5 Mrd. die die Bundesrepublik investiert hat, bleiben anrüchig - egal ob politischer Häftling, Krimineller oder Spitzel. Diesbezüglich bin ich der Meinung, dass weder Verkäufer noch Käufer uns ehrlich gegenüber teten werden.

Und doch gibt es bei der BStU, der man skeptisch gegenüber steht, folgenden Beitrag:

Was ist ein Mensch wert?

Historiker Jan Philipp Wölbern schildert in Magdeburg seine Erkenntnisse zum Freikauf politischer Häftlinge in der DDR

Mehr als 25 Jahre lang betrieben Ost und West in Deutschland einen schwunghaften Menschenhandel. Zwischen 1963 und 1989 entließ die DDR gegen Geldzahlung oder Warenlieferungen aus der Bundesrepublik politische Häftlinge aus ihren Gefängnissen. Mehr als 30.000 Menschen kamen so in Freiheit. Der Deal erschien den Führungen beider Staaten sinnvoll: Der Westen holte Menschen aus dem Gefängnis, deren einziges Verbrechen mangelnde Treue zum SED-Regime war. Die DDR konnte mit den so erwirtschafteten Devisen ihre angeschlagene Wirtschaft stützen. In einem Vortrag in Magdeburg erklärte der Historiker Jan Philipp Wölbern den Freikauf politischer Häftlinge in der DDR und die Ergebnisse seiner langjährigen Forschung zu dem Thema.

Doch was war ein Mensch in diesem deutsch-deutschen Geschäft wert? Für die SED-Führung war das eine einfache volkswirtschaftliche Rechnung. Anfangs 40.000, zum Schluss 96.000 DM sollte die Freilassung eines politischen Häftlings kosten. Eine Entschädigung sei das, hieß es halb offiziell, zum Beispiel für den Aufwand der in der DDR genossenen kostenlosen Ausbildung. Für diese Summen war man bereit, kurzen Prozess zu machen. Nicht alle der über den Freikauf ausgebügerten Menschen wollten die DDR wirklich verlassen. In jedem Fall blieb für die Betroffenen selten Zeit, sich von Freunden und Familie zu verabschieden.

Mehrfach schilderten einstige Häftlinge während des Vortrages ihre persönlichen Erfahrungen mit dem System des Freikaufs. Sie erzählten, wie sie nach Ankunft in der Bundesrepublik die Namen von Mitgefangenen weitergaben. Manch einer gelangte erst so namentlich auf die Listen der Freizukaufenden. Das Erinnern daran, den bevorstehenden Freikauf unvorbereitet erfahren zu haben, fiel den Betreffenden auch nach so vielen Jahren nicht leicht. Sobald das Geld geflossen war, ging es ab in den Westen. Noch heute sei er empört, sagte ein damals Freigekaufter, dass er Teil eines "Schacherns um Geld" gewesen sei.

Das MfS beteiligte sich an diesem Schachern im Auftrag der SED-Führung maßgeblich, obwohl dabei so mancher Hauptamtliche einen der wichtigsten Aufträge der Stasi in Gefahr sah. Das belegte Historiker Wölbern anhand eindrücklicher Tondokumente. Nach Meinung hochrangiger Stasi-Mitarbeiter verlor durch die Häftlingsverkäufe eine Verhaftung mitunter ihren abschreckenden Charakter. Denn obwohl beide Staatsführungen die Sache nicht an die große Glocke hängten, war den Menschen in Ost und West die Praxis des Häftlingsverkaufs damals durchaus bekannt. Mancher, der die DDR verlassen wollte, ging das Risiko einer Haftstrafe bewusst ein, gelangte er doch so mitunter kurze Zeit später in die Bundesrepublik.

Der Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke, setzte die Vorgaben der SED-Parteispitze jedoch gegen diese Bedenken in seinem Apparat durch. Er dachte in diesem Falle vor allem "ökonomisch", wie es in einer seiner Reden hieß. Letztlich verbesserten die insgesamt über drei Milliarden gezahlten D-Mark wesentlich die Zahlungsbilanz der DDR gegenüber ihren westlichen Gläubigern. Um an das "Westgeld" zu kommen, schreckte die Stasi schließlich auch vor Willkür und Fälschungen nicht zurück. Gerne kassierte die DDR für Häftlinge, die es nicht gab, oder sie ließ eigentlich freigekaufte Menschen einfach nicht aus dem Gefängnis.
Freigekaufte Häftlinge bleiben weiter im Gefängnis

Besonders einfach gelang das bei Häftlingen, die nicht ausgebürgert werden sollten. Tatsächlich ließ sich die Bundesrepublik auch auf Freikäufe von Häftlingen ein, bei denen die DDR eine Freilassung ohne Übersiedlung in den Westen versprach. Im Anschluss an den Vortrag erzählte ein früherer Häftling, dass er erst nach dem Ende der DDR von seinem Freikauf erfuhr. In seiner Stasi-Akte konnte er lesen, dass die Bundesrepublik laut einer Liste für seine Freiheit bezahlt hatte. Vorzeitig aus dem Gefängnis kam er jedoch nicht. Und seine politische Haftstrafe in der DDR saß er in voller Länge ab.


http://www.bstu.bund.de/DE/InDerRegion/M...haeftlinge.html

Was den Freikauf von politischen Häftlinhgen betrifft, ist West gefordert - als Geldgeber.

LG von der grenzgaengerin


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zuletzt bearbeitet 11.11.2013 02:46 | nach oben springen

#262

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 11.11.2013 10:31
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen Gemeinde…….
Da hat das Schuddelkind ja eine schöne, lange und recht genaue Definition vom Zeitzeugen gebracht. Aber auch diese Definition hat eben so ihre Tücken.
„#257 von Schuddel: Aber auch die Rolle des Zeitzeugen hat sich mittlerweile gewandelt, es geht nicht mehr generell um die Sicht der "kleinen Leute". Im Zusammenhang mit dem Holocaust und nun auch mit der DDR-Diktatur sind überwiegend Erzählungen von Opfern gefragt. Andere, die für sich in Anspruch nehmen, Zeugen der Zeit zu sein, müssen - so der Historiker Martin Sabrow - zumindest die Fähigkeit zur kritischen Reflexion mitbringen.

Wenn in einer Bezirksverordnetenversammlung zu gegebenem Anlass, als es um die Ausstellungs- und Dokumentationsstelle in Hohenschönhausen geht, das ehemalige MfS-Untersuchungsgefängnis, und dort ehemalige Stasileute aufstehen und dort skandierend oder kommentierend ihre Sicht bringen, dann werden sie gar nicht als Zeitzeugen angesehen."
Ich gehe mal davon aus, die Veranstaltung ist die, von der ich schon –aus eigenem Erleben-geschrieben habe.—Es gab allerdings mehrere--. Wogegen ich mich wende, ist die pauschalisierende
Gleichsetzung von jedem, der in dieser Versammlung in irgendeiner Form „gegen“ –argumentiert hat, mit dem MfS. Genau das ist aber geschehen. Mein Bäckermeister was sauer, weil er, als „schwer schuftender Handwerker, der seine Brötchen nicht nur herstellen, sondern schließlich auch verkaufen muss“ sowas (eine Mahntafel) „an den Laden genagelt bekommen sollte“, ohne das er nur informiert oder gefragt wurde. Er—Als „Unterdrückter Handwerker“ alles fast wörtlich von ihm selbst. Und er war keineswegs allein! Übrigens: Zu den umstrittenen Tafeln- man fand einen Kompromiss-die Tafeln, die jetzt rund um die Gedenkstätte stehen und einen Bezug zu dieser haben. Leider- ich musste zur Arbeit und die Versammlung auf der Hälfte verlassen, hab ich das mit dem „skandieren“ nicht miterlebt, hätte mich aber echt interessiert. Persönlicher Eindruck: Vielen Teilnehmern im Publikum ging es nicht um die Gedenkstätte, sondern um den Umgang eben der Gedenkstätten „oberen“ mit den Hohenschönhausenern. Allerdings- das kam weder in Presseberichten noch in sonstigen Darstellungen irgendwie zum Ausdruck. Toll-Bezirksverordnetenversammlung gleich politische Vertretung DER BÜRGER des …… Irgendwo klemmt es da bei mir.
Und, um wieder aufs Thema ganz konkret zu Kommen—erster Teil des Zitats: warum muss eigentlich nur ein Teil der Zeitzeugen „die Fähigkeit zur Kritischen Reflektion“ mitbringen? Aber eigentlich hat Turtel diese rhetorische Frage schon beantwortet.
So: Das war der Aufschrei eines Hohenschöngrünkohlers—sozusagen als Hintergrund zu den Sachen rund um die Gedenkstätte.
73 und nun wieder zum Inneren der Gedenkstätte.
Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#263

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 11.11.2013 11:38
von Vogtländer (gelöscht)
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Hans,eine kritiche Reflektion erwarte ich nicht nur von mir (als erstes greif ich mir immer bei von mir vorgebrachter Kritik annen eignen Zipfel im Gesicht),sondern von Allen,auch wenn es etwas viel verlangt ist von meinen Mitmenschen.


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#264

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 12.11.2013 18:41
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #262
Morgen Gemeinde…….
Da hat das Schuddelkind ja eine schöne, lange und recht genaue Definition vom Zeitzeugen gebracht. Aber auch diese Definition hat eben so ihre Tücken.
„#257 von Schuddel: Aber auch die Rolle des Zeitzeugen hat sich mittlerweile gewandelt, es geht nicht mehr generell um die Sicht der "kleinen Leute". Im Zusammenhang mit dem Holocaust und nun auch mit der DDR-Diktatur sind überwiegend Erzählungen von Opfern gefragt. Andere, die für sich in Anspruch nehmen, Zeugen der Zeit zu sein, müssen - so der Historiker Martin Sabrow - zumindest die Fähigkeit zur kritischen Reflexion mitbringen.

Wenn in einer Bezirksverordnetenversammlung zu gegebenem Anlass, als es um die Ausstellungs- und Dokumentationsstelle in Hohenschönhausen geht, das ehemalige MfS-Untersuchungsgefängnis, und dort ehemalige Stasileute aufstehen und dort skandierend oder kommentierend ihre Sicht bringen, dann werden sie gar nicht als Zeitzeugen angesehen."
Ich gehe mal davon aus, die Veranstaltung ist die, von der ich schon –aus eigenem Erleben-geschrieben habe.—Es gab allerdings mehrere--. Wogegen ich mich wende, ist die pauschalisierende
Gleichsetzung von jedem, der in dieser Versammlung in irgendeiner Form „gegen“ –argumentiert hat, mit dem MfS. Genau das ist aber geschehen. Mein Bäckermeister was sauer, weil er, als „schwer schuftender Handwerker, der seine Brötchen nicht nur herstellen, sondern schließlich auch verkaufen muss“ sowas (eine Mahntafel) „an den Laden genagelt bekommen sollte“, ohne das er nur informiert oder gefragt wurde. Er—Als „Unterdrückter Handwerker“ alles fast wörtlich von ihm selbst. Und er war keineswegs allein! Übrigens: Zu den umstrittenen Tafeln- man fand einen Kompromiss-die Tafeln, die jetzt rund um die Gedenkstätte stehen und einen Bezug zu dieser haben. Leider- ich musste zur Arbeit und die Versammlung auf der Hälfte verlassen, hab ich das mit dem „skandieren“ nicht miterlebt, hätte mich aber echt interessiert. Persönlicher Eindruck: Vielen Teilnehmern im Publikum ging es nicht um die Gedenkstätte, sondern um den Umgang eben der Gedenkstätten „oberen“ mit den Hohenschönhausenern. Allerdings- das kam weder in Presseberichten noch in sonstigen Darstellungen irgendwie zum Ausdruck. Toll-Bezirksverordnetenversammlung gleich politische Vertretung DER BÜRGER des …… Irgendwo klemmt es da bei mir.
Und, um wieder aufs Thema ganz konkret zu Kommen—erster Teil des Zitats: warum muss eigentlich nur ein Teil der Zeitzeugen „die Fähigkeit zur Kritischen Reflektion“ mitbringen? Aber eigentlich hat Turtel diese rhetorische Frage schon beantwortet.
So: Das war der Aufschrei eines Hohenschöngrünkohlers—sozusagen als Hintergrund zu den Sachen rund um die Gedenkstätte.
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Hans




Hallo Hans,
klar hat die Definition auch Tücken.
Dennoch fand ich diese mal ganz spannend, weil 1. sie aufzeigt, dass der Zeitzeuge nicht der Feind des Historikers sein muss und 2. zeigt, dass ein Zeitzeuge nicht zwingend die tatsächlichen Gegebenheiten abbilden muss. Ich hab persönlich für mich mitgenommen, dass eine Zeitzeugenaussage nur dann Sinn macht, wenn sie von der wissenschaftlichen Forschung als erwiesen gilt. Will sagen, das kann sowohl auf ein Opfer als auch einen Täter zutreffen. Heißt im Fall von HSH, wenn die Forschung keinen Beleg für z.B. Wasserzellen hat, ist das Auftreten von Zeitzeugen, die dies bejahen, als kritisch zu bewerten. Von meiner Warte aus, könnte ich mir auch ein ehemaligen Mitarbeiter des MfS als Zeitzeugen vorstellen, vorausgesetzt er hat seine eigene Vergangenheit reflektiert und fühlt sich der Wahrheit verpflichtet.


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#265

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 12.11.2013 19:01
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi....
Völlig Klar, Schuddel--- Und die Definition ist ja auch nicht Schlecht! Zumal es kaum eine Allgemeingültige gibt.
Ach so, Bring bloß deine Vollausrüstung an Tarnmitteln und Bewaffnung mit, wenn Du Dich auf das "Stasiverseuchte Gebiet von Hohenschöngrünkohl" verirrst! -Witz aus.
Auch wenns dauert, so heimlich freu ich mich schon auf Deinen Bericht.
73 Hans


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zuletzt bearbeitet 12.11.2013 19:01 | nach oben springen

#266

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 12.11.2013 22:01
von Vogtländer (gelöscht)
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Hans,wenn er sich verirrt im Gebiet,dann greifen wir halt ein und holen ihn dort raus.Du von Deiner Seite aus kommend und ich aus Richtung Zechliner/Große-Leege!
Schuddel,pack die Peilsender ein!


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#267

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 12.11.2013 23:35
von Kimble | 397 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #262

Wenn in einer Bezirksverordnetenversammlung zu gegebenem Anlass, als es um die Ausstellungs- und Dokumentationsstelle in Hohenschönhausen geht, das ehemalige MfS-Untersuchungsgefängnis, und dort ehemalige Stasileute aufstehen und dort skandierend oder kommentierend ihre Sicht bringen, dann werden sie gar nicht als Zeitzeugen angesehen."
I



Selbst wenn die Einwürfe der ehemaligen Hausherren zu einigen Details berechtigt wären,
fände ich den Ort und Zeitpunkt für "Gegendarstellungen" dann doch sehr unpassend.
Was soll dabei rauskommen ? Einer ernsthafte Diskussion auf Augenhöhe ? Wohl kaum.

Ohne das ich je dabei war, jeder der dort, wie auch bei einer Führung in HSH, ungefragt seine Ansichten dazwischen wirft,
wird als Stänkerer wahrgenommen. Wenn man sich dann noch als Stasi outet ist man eh der Buhmann.

Da sind sich beide Seiten gar nicht so verschieden. Ich erinnere noch die tumulthafte Buchvorstellung vom Drachentöter.
Nur da ist es eben ein sehr voraussagbares Ritual und man rechnet damit oder kommt extra wegen dem Spektakel dort hin.
So sehr ich auch das Anliegen der Gruppe um Vera Lengsfeld schätze, da finde ich, ham'se Zeit und Energie verschwendet.

vy73


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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#268

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 05:52
von Schuddelkind | 3.516 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #266
Hans,wenn er sich verirrt im Gebiet,dann greifen wir halt ein und holen ihn dort raus.Du von Deiner Seite aus kommend und ich aus Richtung Zechliner/Große-Leege!
Schuddel,pack die Peilsender ein!


Mach ich ! Schon eine tolle Sache, so ein Task-Force-Forums-Rescure-Team .


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#269

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 10:01
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen , Gemeinde... Hi, Kimbel
Hast mit Deiner Argumentation nicht so unrecht.
Das "Hans -Zitat" ist aber Teil der von Schuddel eingestellten Definition. Es sei verziehen, ist tatsächlich schlecht zu sehen, muß wohl doch die Zitate einfärben.
Ob es jemals zu einer quasi "Opfer-Täter" -Führung kommt, kommen kann, wage ich auch zu bezweifeln.
Und -Letzter Einwurf- Nicht nur das "Ungefragte Meinung oder Kommentare abgeben" führt zur Verbannung in die "Rote Ecke" es reicht, mehr oder weniger" dumm "zu Fragen- ohne jede böse Absicht !
Na, wie ich den Schuddel so kenne........ Das kann der auch.
Und - m.M. nach wichtig : Ich hoffe mal, meine "Befindlichkeitserklärung " des "gemeinen Hohenschönhauseners" kam halbwegs rüber.
73 Hans


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#270

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 14:12
von 94 | 10.792 Beiträge

Vielleicht hilft es auch, einfach nur etwas Respekt den Referenten zu zollen, um nicht rauszufliegen. Wobei in gewissen Kreisen gehört ja so ein Hausverbot scheints zum guten Ton *nicht_grins*


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#271

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 17:25
von Vogtländer (gelöscht)
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Auch wenns etwas gewagt ist:
Wenn kritiche Fragen,im sachlich korrektem Ton,gestellt werden und auch sachlich auf Fehler hingewiesen wird,so darf das nicht zum Hausverbot bzw. "in die weinrote Ecke stellen" führen.Wir leben im Jahre 2013,wo es durchaus möglich ist, miteinander Geschichte aufzuarbeiten.
Das es auf beiden Seiten immer noch Hardlinerbetonköpfe gibt,das ist schon wahr und trotzdem mehr als traurig.Respekt sollte immer von beiden Seiten ausgehen.


zuletzt bearbeitet 13.11.2013 17:27 | nach oben springen

#272

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 17:45
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #271
Auch wenns etwas gewagt ist:
Wenn kritiche Fragen,im sachlich korrektem Ton,gestellt werden und auch sachlich auf Fehler hingewiesen wird,so darf das nicht zum Hausverbot bzw. "in die weinrote Ecke stellen" führen.Wir leben im Jahre 2013,wo es durchaus möglich ist, miteinander Geschichte aufzuarbeiten.
Das es auf beiden Seiten immer noch Hardlinerbetonköpfe gibt,das ist schon wahr und trotzdem mehr als traurig.Respekt sollte immer von beiden Seiten ausgehen.



@Vogtländer

Dein Wort in Gottes Ohr ! Aber H.K. und seine ewig gestrigen Betonköpfe wird es nicht interessieren. Sie sind an eine objektive Geschichtsaufarbeitung überhaupt nicht interessiert. Erlebe das auch bei meinen Besuchen auf meiner alten Arbeitsstelle.


passport


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.11.2013 17:46 | nach oben springen

#273

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 17:56
von Vogtländer (gelöscht)
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Ich weiß,das es etwas schwer ist.Die Hoffnung gebe ich zum Schluß auf.Und das ohne das umstritten Knäblein,welches nicht unbedingt zu meinen Gesprächspartnern gehört,da Betonkopf!Mit Betonköpfen kann ich mich schwer unterhalten.Und ehe es dann zu Verballboxereien kommt,da unterhalte ich mich lieber mit Realisten.


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#274

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 17:57
von passport | 2.642 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #273
Ich weiß,das es etwas schwer ist.Die Hoffnung gebe ich zum Schluß auf.Und das ohne das umstritten Knäblein,welches nicht unbedingt zu meinen Gesprächspartnern gehört,da Betonkopf!Mit Betonköpfen kann ich mich schwer unterhalten.Und ehe es dann zu Verballboxereien kommt,da unterhalte ich mich lieber mit Realisten.



Aber gerne

passport


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#275

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 13.11.2013 18:03
von Vogtländer (gelöscht)
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Werde übrigens am 18. früh (gegen 08h30) wohl nen Kurzstopp da an dDir bekannter Stelle machen auf meiner Anfahrt nach Hamm.
1 x Gamma bitte!Aber nur mit Kröhnung ausm Westen!


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#276

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 03.12.2013 16:16
von Moskwitschka (gelöscht)
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Fernsehtipp heute abend am 03.12.2013 um 22.05 Uhr MDR

Stasi-Knast und Sperrgebiet

http://dlvr.mdr.de/tv/programm/sendung332356.html

Eine Wiederholung, aber ich kann nichts weiter dazu sagen, weil ich die Doku noch nie gesehen habe.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 03.12.2013 16:16 | nach oben springen

#277

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 03.12.2013 16:40
von damals wars | 12.215 Beiträge

Na, da haben wir ja ab morgen auch noch eine Spezialistin für Stasiknäste. Und die Filzlatschen nicht vergessen!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#278

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 03.12.2013 16:50
von Gert | 12.362 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #273
Ich weiß,das es etwas schwer ist.Die Hoffnung gebe ich zum Schluß auf.Und das ohne das umstritten Knäblein,welches nicht unbedingt zu meinen Gesprächspartnern gehört,da Betonkopf!Mit Betonköpfen kann ich mich schwer unterhalten.Und ehe es dann zu Verballboxereien kommt,da unterhalte ich mich lieber mit Realisten.


Ich weiss nicht was hier für ein Spiel gespielt wird, aber das heisst wohl "Knabe ist ein Betonkopf", oder ? ( damit meine ich dich, Vogtländer, nicht allein, sondern alle Betonköpfe in diesem Forum die sich an der Gedenkstätte und ihrem Leiter reiben)
Also ich war dort in HSH, ich hatte eine sachliche, unaufgeregte Führung durch einen Ehemaligen. Es war ein sehr sympathischer Mann aus Berlin.
Das hier immer wieder hochstilisierte Thema Wasserzellen wurde am Anfang der Führung in dem Altbau erwähnt, es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass diese Zellen so genutzt wurden und wenn es in dieser Zeit tatsächlich so oder ähnlich abgelaufen sein sollte, so waren es die Russen und nicht die Stasi. Der Führer beantwortete jede Frage geduldig, es gab keinen Rausschmiss, es war insgesamt eine gute und sachliche Darstellung des Betriebes dieses Stasi Knasts. Es waren genug Artefakte dort, die die Erzählungen des Führers untermauerten, sodass ich keinen Anlass sah, an irgendetwas zu zweifeln. Immerhin konnte ich in der DDR genug Erfahrung sammeln um diese Führung zu bewerten auf ihren Wahrheitsgehalt. Da lasse ich mich auch nicht beirren durch die Verharmloser und Weichspüler hier im Forum. Ihr werdet schon eure Gründe haben, so zu agieren, wie ihr agiert. Insgesamt ist meiné Einschätzung, dass der H.Knabe dort gute Arbeit leistet gegen das Vergessen dieser Verbrechen, sind die Gelder die dort eingesetzt werden gut angelegt, damit die nachfolgenden Generation aus diesen Zuständen lernt, wie man Menschen zu behandeln hat, wie man ihre Menschenwürde und Unverletzlichkeit vor solchen Tätern schützt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#279

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 03.12.2013 17:02
von berlin3321 | 2.520 Beiträge

Frage, Gert: Hat die pers. politische Meinung des Referenten etwas mit Hohenschönhausen zu tun? Ich meine nein.Und schon gar nicht, wenn dort Dinge behauptet werden die weder bewiesen noch sonstiges sind.

Der Referent, auch ehemaliger Insasse, behauptete, Gysi hätte 5 Mio Mark, Euro (?) des SED Parteivermögens "um die Ecke" gebracht Frag´dazu mal Tante Google. Du wirst Dich wundern.

Wenn Du das gemacht hast beantworte mir die oben gestellte Frage. 2. Frage:Ist das seriös?

Ich bin dort unvoreingenommen hin gegangen. Leider an einen Referenten gekommen der.........nun, lassen wir das. Hätte ich "den Deinen" erwischt wäre ich möglicherweise Deiner Meinung. So bleibt mir ein schaler Nachgeschmack.

MfG Berlin .

Edit: Rechtschreibung


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.12.2013 17:02 | nach oben springen

#280

RE: Gedenkstätte Haftanstalt Hohenschönhausen

in DDR Staat und Regime 03.12.2013 17:04
von damals wars | 12.215 Beiträge

Du wirst doch nicht die von Herrn Knabe erfundenen Wasserzellen anzweifeln? Und die Filzpantoffel?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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