#41

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 19:43
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #40
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #39
Was in der Nachschau doch alles für Verrenkungen gemacht wurden um läppische 17 Millionen Menschen mit Wohnraum zu versorgen, so viele wohnen im Großraum New York.
Und wie einfach das eigentlich zu bewerkstelligen war, anstatt Millionen in die Plattenwerke zu stecken einfach Sand, Zement, Fliesen, Fenster und Badewannen auf den "Markt" werfen, die Löhne leicht erhöhen und die Mieten im gleichem Umfang, dann noch Handwerksbetriebe in Größenordnung zulassen und die Kuh wäre vom Eis gewesen.



Und wo sollten die Arbeitskräfte herkommen, das Material, die Maschinen, Fahrzeuge? Wenn das alles ausreichend zur Verfügung gestanden hätte, dann hätte es auch mehr Wohnungen gegeben.


Wer hat die Betonkästen gebaut
Na klar hätte Material, Maschinen, Fahrzeuge da sein müssen, mein Gott das ist doch nun nicht so problematisch wie die Erbauung der Pyramiten.
Zumal z.B. 1975, ist ja nicht 1875.
Die unfähigen "Sozialisten" überdeckten ihre Unfähigkeit einfach mit konstruierten Problemen und hauten dann eine "geniale" Lösung wie das Wohnungsbauprogramm heraus.
Ist genau so wie die "Ernteschlachten", heutzutage ernten halt die Bauern einfach, oder die "Winterschlachten", heute ist halt einfach kalt im Winter und es geht trotzdem weiter.


zuletzt bearbeitet 06.11.2013 19:51 | nach oben springen

#42

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 19:47
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Ich hatte es schon einmal erwähnt, eine Altbausanierung war gemessen am gewonnenen Wohnraum und Wohnkomfort drei mal so teuer und dauerte auch dreimal länger als eine Vollkomfortplattenneubauwohnung, sollten die ohnehin schon unerträglichen Wartezeiten sich noch mehr verlängern? Wenn das Hemd zu kurz ist, dann kannst ziehen wo Du willst, mal ist der Hintern kalt, mal der ...


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


zuletzt bearbeitet 06.11.2013 19:49 | nach oben springen

#43

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:22
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Ähm......Entschuldigung, Heiko. Du redest da wieder was schön.

Klar dauerte die Sanierung länger als ein Neubau, aber das lag ja wohl daran das 20 Jahre nichts gemacht wurde und die Bude eigentlich Schrott war.

Ich habe das als Reparaturstau gelernt.


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#44

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:26
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Stimmt, Du hast recht, Mitte der 60-er Jahre begann das Wohnungs(neu)bauprogramm, ab da wurden Plattenbauten in großem Stil hochgezogen. Bis dahin hatte der Industriebau die absolute Priorität.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


zuletzt bearbeitet 06.11.2013 20:28 | nach oben springen

#45

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:33
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #42
Ich hatte es schon einmal erwähnt, eine Altbausanierung war gemessen am gewonnenen Wohnraum und Wohnkomfort drei mal so teuer und dauerte auch dreimal länger als eine Vollkomfortplattenneubauwohnung, sollten die ohnehin schon unerträglichen Wartezeiten sich noch mehr verlängern? Wenn das Hemd zu kurz ist, dann kannst ziehen wo Du willst, mal ist der Hintern kalt, mal der ...


Ich muss jetzt mal ganz tief kramen, aber ich weiß das ich noch Analysen habe ab wann, bezogen auf den Zustand des vorhandenen Baukörpers und ab welcher Wohnfläche Sanierung kostengünstiger ist als Neubau, ihr alten Bauings wie Harsberg und Weichmolch


zuletzt bearbeitet 06.11.2013 20:36 | nach oben springen

#46

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:38
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Wolle, wenn Du jetzt anfangen willst, den Bauplanern der DDR Fachkompetenz abzusprechen, dann wird jede weitere Diskussion überflüssig, dann ist die DDR nicht nur noch wegen politischer sondern auch noch wegen fachlicher Inkompetenz untergegangen, jetzt wird es lächerlich.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#47

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:42
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Ein weiteres Problem war auch, die Leute, wo Altbausanierung stattfinden sollte, übergangsweise unterzubringen, wo eh schon keine Wohnungen da waren.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#48

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:43
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #46
Wolle, wenn Du jetzt anfangen willst, den Bauplanern der DDR Fachkompetenz abzusprechen, dann wird jede weitere Diskussion überflüssig, dann ist die DDR nicht nur noch wegen politischer sondern auch noch wegen fachlicher Inkompetenz untergegangen, jetzt wird es lächerlich.


Abgesehen davon das der User "Wolle" ein ganz anderer ist als ich, dito, die DDR ist auch an Mangel an (nicht abgerufener) fachlicher Kompetenz untergegangen, vermutlich in Potenz mehrheitlicher als an politischer Inkompetenz.


zuletzt bearbeitet 06.11.2013 20:57 | nach oben springen

#49

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:44
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Danke fürs Gespräch, Grenzwolf62.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#50

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:47
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #49
Danke fürs Gespräch, Grenzwolf62.


Bitte schön, immer gern.


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#51

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:53
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Heiko, Du hast in ´nem anderen fred irgendwas verlauten lassen Du hast es satt das immer wieder die DDR und der Sozialismus als negativ hingestellt wird. Du kannst es nicht mehr hören, sinngemäß.

Ich habe entgegnet: Du machst nichts anderes.

Hier das gleiche, Du redest es schön, gibst mir Recht und im nächsten Beitrag gehst du wieder auf Gegenkurs, mit dem Argument: Wohin mit den Leuten bei einer Sanierung.

Ist doch totaler Quatsch. Wenn man gar nicht erst einen Reparaturstau entstehen lässt kann der normale Verschleiß auch im bewohnten Zustand statt finden.

Habe ich alles erlebt, neues Dach, neue Fenster, Fassade renoviert. Nur wenn alles schon in Schutt und Asche liegt, klar, dann müssen die Leute raus.


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#52

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:54
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #42
Ich hatte es schon einmal erwähnt, eine Altbausanierung war gemessen am gewonnenen Wohnraum und Wohnkomfort drei mal so teuer und dauerte auch dreimal länger als eine Vollkomfortplattenneubauwohnung, sollten die ohnehin schon unerträglichen Wartezeiten sich noch mehr verlängern? Wenn das Hemd zu kurz ist, dann kannst ziehen wo Du willst, mal ist der Hintern kalt, mal der ...


Hier steht nix von 3x teurer. Im Gegenteil. Ich kann mir das auch nicht vorstellen, das diese Art der Sanierung teurer war, als ein Neubau auf der grünen Wiese. Die Wohnungen wurden ja nur teilsaniert mit einem Mindeststandard, wie Kohlebadeofen und Innenklo. Nach der Wende bestand weiter Bedarf nach einer "richtigen Sanierung".

Ich zitiere:
2.1 Städtebauliche Leitvorstellungen
In der DDR haben, ähnlich wie in Westdeutschland, die herrschenden städtebaulichen Leitbilder im Laufe von 40 Jahren gewechselt. Ab den 1980er Jahren stufte ein großer Teil der Experten die Gründerzeitquartiere als „bewahrungswürdig“ ein (Werner 1981, S. 222). Spätestens seit einer Datenerhebung 1971 lagen für das gesamte Staatsgebiet Zahlen über das Ausmaß des Verfalls der Altstädte und Gründerzeitviertel vor (Werner 1981, S. 229). Studien rechneten große Einsparmöglichkeiten der Altbaurenovierung von 70–80 % bei knappen Baustoffen wie Stahl und Zement vor. Dagegen führten die neuerrichteten Wohngebiete an den Stadträndern zu erhöhten Folgekosten, die hauptsächlich aus der Neuerrichtung der Infrastruktur und den steigenden Importkosten für Öl zu Weltmarktpreisen aus der Sowjetunion bestanden, Folge der verstärkten Pkw-Nutzung, (Hoscislawski 1991, S. 295).
http://www.uni-kassel.de/fb6/ssu/pr/plan...apipbevzvuh.htm


zuletzt bearbeitet 06.11.2013 21:32 | nach oben springen

#53

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 20:57
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #47
Ein weiteres Problem war auch, die Leute, wo Altbausanierung stattfinden sollte, übergangsweise unterzubringen, wo eh schon keine Wohnungen da waren.


Das wurde in Berlin so gelöst. Ein Teil der Wohnungen wurde saniert und dann den Mietern sanierungsbedürftiger Wohnungen zur Verfügung gestellt. Dann kam der nächste Straßenzug an die Reihe. usw.


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#54

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:03
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #52
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #42
Ich hatte es schon einmal erwähnt, eine Altbausanierung war gemessen am gewonnenen Wohnraum und Wohnkomfort drei mal so teuer und dauerte auch dreimal länger als eine Vollkomfortplattenneubauwohnung, sollten die ohnehin schon unerträglichen Wartezeiten sich noch mehr verlängern? Wenn das Hemd zu kurz ist, dann kannst ziehen wo Du willst, mal ist der Hintern kalt, mal der ...


Hier steht nix von 3x teurer. Im Gegenteil. Ich kann mir das auch nicht vorstellen, das diese Art der Sanierung teuerer war, als ein Neubau auf der grünen Wiese. Die Wohnungen wurden ja nur teilsaniert mit einem Mindeststandard, wie Kohlebadeofen und Innenklo. Nach der Wende bestand weiter Bedarf nach einer "richtigen Sanierung".

Ich zitiere:
2.1 Städtebauliche Leitvorstellungen
In der DDR haben, ähnlich wie in Westdeutschland, die herrschenden städtebaulichen Leitbilder im Laufe von 40 Jahren gewechselt. Ab den 1980er Jahren stufte ein großer Teil der Experten die Gründerzeitquartiere als „bewahrungswürdig“ ein (Werner 1981, S. 222). Spätestens seit einer Datenerhebung 1971 lagen für das gesamte Staatsgebiet Zahlen über das Ausmaß des Verfalls der Altstädte und Gründerzeitviertel vor (Werner 1981, S. 229). Studien rechneten große Einsparmöglichkeiten der Altbaurenovierung von 70–80 % bei knappen Baustoffen wie Stahl und Zement vor. Dagegen führten die neuerrichteten Wohngebiete an den Stadträndern zu erhöhten Folgekosten, die hauptsächlich aus der Neuerrichtung der Infrastruktur und den steigenden Importkosten für Öl zu Weltmarktpreisen aus der Sowjetunion bestanden, Folge der verstärkten Pkw-Nutzung, (Hoscislawski 1991, S. 295).
http://www.uni-kassel.de/fb6/ssu/pr/plan...apipbevzvuh.htm



Warum hast den anschließenden Text weggelassen?

Der langsame Wechsel der städtebaulichen Leitvorstellungen führte 1979 zu einem weitgehenden Abrissschutz für Altbauten und 1984 zur Festlegung im Baulandgesetz, dass grundsätzlich innerörtlich zu bauen sei. In der städtebaulichen Praxis war der Richtungswechsel allerdings schwer zu erkennen, denn die Kapazitäten der riesigen Wohnungsbaukombinate waren auf industrielle Fertigung ausgelegt, und es fehlten inzwischen auch ganz einfach die zur Altbausanierung benötigten Berufe wie Dachdecker oder Verputzer. Umfangreiche Abrissmaßnahmen blieben daher überall dort auf der Tagesordnung, wo der Verfall der Bausubstanz weit fortgeschritten war. Das Bauwesen unterlag also inzwischen dem Sachzwang der technischen Möglichkeiten (Werner 1981, S. 230).
http://www.uni-kassel.de/fb6/ssu/pr/plan...apipbevzvuh.htm


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


zuletzt bearbeitet 06.11.2013 21:04 | nach oben springen

#55

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:06
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #46
Wolle, wenn Du jetzt anfangen willst, den Bauplanern der DDR Fachkompetenz abzusprechen, dann wird jede weitere Diskussion überflüssig, dann ist die DDR nicht nur noch wegen politischer sondern auch noch wegen fachlicher Inkompetenz untergegangen, jetzt wird es lächerlich.


Fachkompetenz hin oder her. Ich war bei einer Mieterversammlung in Friedrichshain. Da wurden die Pläne vorgestellt, wie die Wohnungen aussehen sollten nach der Rekonstruktion. Aus 1Zimmer+ Küche, mit Klo die halbe Treppe tiefer, sollte eine "DDR-Luxuswohnung" werden. Also mit Badeofenbad und Innenklo. Da blieb lt. Plan ein Zimmer von ca.5x2m übrig. Kommentar eines Diskutanten: Das könnt ihr als Lagerplatz für Winkeleisen oder als Karnickelstall vermieten, doch aber nicht an Menschen.
Fachkompetenz??? Eher sollten die Planzahlen stimmen ,da nach Wohnungseinheiten abgerechnet wurde. 2+3Zimmer Wohnungen haben gefehlt und man baute Miniwohnungen.


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#56

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:10
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #55
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #46
Wolle, wenn Du jetzt anfangen willst, den Bauplanern der DDR Fachkompetenz abzusprechen, dann wird jede weitere Diskussion überflüssig, dann ist die DDR nicht nur noch wegen politischer sondern auch noch wegen fachlicher Inkompetenz untergegangen, jetzt wird es lächerlich.


Fachkompetenz hin oder her. Ich war bei einer Mieterversammlung in Friedrichshain. Da wurden die Pläne vorgestellt, wie die Wohnungen aussehen sollten nach der Rekonstruktion. Aus 1Zimmer+ Küche, mit Klo die halbe Treppe tiefer, sollte eine "DDR-Luxuswohnung" werden. Also mit Badeofenbad und Innenklo. Da blieb lt. Plan ein Zimmer von ca.5x2m übrig. Kommentar eines Diskutanten: Das könnt ihr als Lagerplatz für Winkeleisen oder als Karnickelstall vermieten, doch aber nicht an Menschen.
Fachkompetenz??? Eher sollten die Planzahlen stimmen ,da nach Wohnungseinheiten abgerechnet wurde. 2+3Zimmer Wohnungen haben gefehlt und man baute Miniwohnungen.



Ein Grund mehr, Neubaublocks zu bauen. Denn die wollten die meisten Leute und keinen sanierten Altbau, der Sinneswandel, zuruck zu den Wurzeln kam erst nach der Wende.

Mal ehrlich Hand aufs Herz , wer von euch wollte eine sanierte Altbauwohnung und wer lieber Neubau?


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#57

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:10
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #54
Zitat von Eisenacher im Beitrag #52
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #42
Ich hatte es schon einmal erwähnt, eine Altbausanierung war gemessen am gewonnenen Wohnraum und Wohnkomfort drei mal so teuer und dauerte auch dreimal länger als eine Vollkomfortplattenneubauwohnung, sollten die ohnehin schon unerträglichen Wartezeiten sich noch mehr verlängern? Wenn das Hemd zu kurz ist, dann kannst ziehen wo Du willst, mal ist der Hintern kalt, mal der ...


Hier steht nix von 3x teurer. Im Gegenteil. Ich kann mir das auch nicht vorstellen, das diese Art der Sanierung teuerer war, als ein Neubau auf der grünen Wiese. Die Wohnungen wurden ja nur teilsaniert mit einem Mindeststandard, wie Kohlebadeofen und Innenklo. Nach der Wende bestand weiter Bedarf nach einer "richtigen Sanierung".

Ich zitiere:
2.1 Städtebauliche Leitvorstellungen
In der DDR haben, ähnlich wie in Westdeutschland, die herrschenden städtebaulichen Leitbilder im Laufe von 40 Jahren gewechselt. Ab den 1980er Jahren stufte ein großer Teil der Experten die Gründerzeitquartiere als „bewahrungswürdig“ ein (Werner 1981, S. 222). Spätestens seit einer Datenerhebung 1971 lagen für das gesamte Staatsgebiet Zahlen über das Ausmaß des Verfalls der Altstädte und Gründerzeitviertel vor (Werner 1981, S. 229). Studien rechneten große Einsparmöglichkeiten der Altbaurenovierung von 70–80 % bei knappen Baustoffen wie Stahl und Zement vor. Dagegen führten die neuerrichteten Wohngebiete an den Stadträndern zu erhöhten Folgekosten, die hauptsächlich aus der Neuerrichtung der Infrastruktur und den steigenden Importkosten für Öl zu Weltmarktpreisen aus der Sowjetunion bestanden, Folge der verstärkten Pkw-Nutzung, (Hoscislawski 1991, S. 295).
http://www.uni-kassel.de/fb6/ssu/pr/plan...apipbevzvuh.htm



Warum hast den anschließenden Text weggelassen?

Der langsame Wechsel der städtebaulichen Leitvorstellungen führte 1979 zu einem weitgehenden Abrissschutz für Altbauten und 1984 zur Festlegung im Baulandgesetz, dass grundsätzlich innerörtlich zu bauen sei. In der städtebaulichen Praxis war der Richtungswechsel allerdings schwer zu erkennen, denn die Kapazitäten der riesigen Wohnungsbaukombinate waren auf industrielle Fertigung ausgelegt, und es fehlten inzwischen auch ganz einfach die zur Altbausanierung benötigten Berufe wie Dachdecker oder Verputzer. Umfangreiche Abrissmaßnahmen blieben daher überall dort auf der Tagesordnung, wo der Verfall der Bausubstanz weit fortgeschritten war. Das Bauwesen unterlag also inzwischen dem Sachzwang der technischen Möglichkeiten (Werner 1981, S. 230).
http://www.uni-kassel.de/fb6/ssu/pr/plan...apipbevzvuh.htm



Ja das war ein Problem. Der Oberdachdecker saß ja an der falschen Stelle in Wandlitz. Der wäre auf den Dächern Berlins sicher besser eingesetzt gewesen. Das wäre zumindest unter die Rubrik Schadensminimierung gefallen.


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#58

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:13
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Du redest es noch immer schön. Statt mal Einsicht zu zeigen dass da viel Mist gemacht wurde und eben der Plan erfüllt werden musste, egal wie. Du bist und bleist SED- Staatsnah, auch wenn es Deinen Staat nicht mehr gibt.

Einsicht? Null bis 5 %, schade.


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#59

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:14
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Da gebe ich Dir recht, auch zu der Tatsache, dass zuletzt auch noch Kapazitäten des Kreisgeleiteten Bauwesens nach Berlin abgezogen wurden wegen dem Prestigeobjekt Hauptstadt.

Aber darum ging es im Kern nicht, es ging um die Frage, was effektiver war, Sanierung oder Neubau.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#60

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 21:15
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #56
Zitat von Eisenacher im Beitrag #55
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #46
Wolle, wenn Du jetzt anfangen willst, den Bauplanern der DDR Fachkompetenz abzusprechen, dann wird jede weitere Diskussion überflüssig, dann ist die DDR nicht nur noch wegen politischer sondern auch noch wegen fachlicher Inkompetenz untergegangen, jetzt wird es lächerlich.


Fachkompetenz hin oder her. Ich war bei einer Mieterversammlung in Friedrichshain. Da wurden die Pläne vorgestellt, wie die Wohnungen aussehen sollten nach der Rekonstruktion. Aus 1Zimmer+ Küche, mit Klo die halbe Treppe tiefer, sollte eine "DDR-Luxuswohnung" werden. Also mit Badeofenbad und Innenklo. Da blieb lt. Plan ein Zimmer von ca.5x2m übrig. Kommentar eines Diskutanten: Das könnt ihr als Lagerplatz für Winkeleisen oder als Karnickelstall vermieten, doch aber nicht an Menschen.
Fachkompetenz??? Eher sollten die Planzahlen stimmen ,da nach Wohnungseinheiten abgerechnet wurde. 2+3Zimmer Wohnungen haben gefehlt und man baute Miniwohnungen.



Ein Grund mehr, Neubaublocks zu bauen. Denn die wollten die meisten Leute und keinen sanierten Altbau, der Sinneswandel, zuruck zu den Wurzeln kam erst nach der Wende.

Mal ehrlich Hand aufs Herz , wer von euch wollte eine sanierte Altbauwohnung und wer lieber Neubau?


Nich hätten 1000 Pferde nicht in die Plattengettos nach Hohenschönhausen oder Marzahn bekommen. Von der Samariterstraße war ich in 10min. am Alex, 1min zur U-Bahn und hatte 15 Kneipen und 2 Nachtbars im Umkreis von 10min. Fußweg. Also ich habe den Altbau vorgezogen. Das war eine andere Lebensqualität.


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