#21

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 12:59
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Diese "Begründung" bekamen wir mal nach einer höchst offiziellen Anfrage bei der Bau Akademie.
War vielleicht verklausulierter Ausgedrückt, aber es kommt letztendlich auf das "Ergebnis" an. Ist allerdings schon über 30 Jahre her das wir da mal nachgefragt haben ....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

nach oben springen

#22

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 16:05
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Bei mir wa es etwas anders.
Meine Eltern sind gestorben und ich blieb weiter in der Wohnung wohnen.
Meine Frau lernte ich in Jena kennen, sie wohnte in einer kleinen Gasse in einem ganz kleinen Zimmer mit wenigen Möbeln, es war alles ziemlich schlimm.
Nach einigen Wochen wollte ich Sie zu mir nehmen. Es war etwas schwierig, da sie über 7Jahre im Zuchthaus saß,, hatte sie eine Arbeitsplatzbindung und eine Bewährungshelferin(??) Wir wurden zu einem Gespräch zu ihr in die Wohnung eingeladen und viele Fragen kamen, wo ich wohne usw. und dann als was ich arbeite.
Ich bin Pauser in einem Kombinat .Schweigen!. Was ist denn das? Ich kopiere Pläne und mache Filme davon. Wieder Schweigen ! Kann ich mal ihre Betriebsadresse haben.
Ok
Eine Woche später zog sie zu mir.
Alles andere habe ich schon geschrieben
Wir wohnten bis zur Wende ohne Mietvertrag.


nach oben springen

#23

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 16:20
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Thema Wohnung in der DDR gab es auch schon Wie lief das mit Wohnungen?


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#24

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 16:22
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #22
Bei mir wa es etwas anders.
Meine Eltern sind gestorben und ich blieb weiter in der Wohnung wohnen.
Meine Frau lernte ich in Jena kennen, sie wohnte in einer kleinen Gasse in einem ganz kleinen Zimmer mit wenigen Möbeln, es war alles ziemlich schlimm.
Nach einigen Wochen wollte ich Sie zu mir nehmen. Es war etwas schwierig, da sie über 7Jahre im Zuchthaus saß,, hatte sie eine Arbeitsplatzbindung und eine Bewährungshelferin(??) Wir wurden zu einem Gespräch zu ihr in die Wohnung eingeladen und viele Fragen kamen, wo ich wohne usw. und dann als was ich arbeite.
Ich bin Pauser in einem Kombinat .Schweigen!. Was ist denn das? Ich kopiere Pläne und mache Filme davon. Wieder Schweigen ! Kann ich mal ihre Betriebsadresse haben.
Ok
Eine Woche später zog sie zu mir.
Alles andere habe ich schon geschrieben
Wir wohnten bis zur Wende ohne Mietvertrag.



Du hattest einen Mietvertrag, da Du als Erbe in den Mietvertrag Deiner Eltern eingetreten bist. Wenn Erben in der Wohnung des Erblassers wohnten, traten sie in den Mietvertrag auch ohne schriftliche Änderung ein, Erben, die nicht in der Wohnung des Erblassers wohnten, mußten auch in der DDr den Mietvertrag kündigen. Insofern wäre auch nach der Wende kein neuer (schriftlicher) Mietvertrag notwendig gewesen, sondern evtl. sogar ein Nachteil (Entfall des Bestandsschutzes der ZGB-Mietvertragsregelungen).



thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#25

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 17:51
von RalphT | 878 Beiträge

Die Wohnungssuche DDR - BRD war ja völlig unterschiedlich. Diese Zicken kannte ich zu meiner Zeit hier nicht. Einfach Zeitung aufschlagen, Typen anrufen, Termin vereinbaren, Wohnung ansehen, bei Gefallen MIetvertrag unterschreiben. Dazu eine Frage: Wann hat sich das Ganze entspannt? Gleich nach 89 oder doch noch ein paar Jahre später? War da wirklich kein "nutzbarer" Wohnraum?


nach oben springen

#26

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 18:02
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Ralph, es entspannte sich dadurch, dass ein paar Millionen DDR Bürger gen Westen zogen ...


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


RalphT hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#27

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 22:44
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #23
Thema Wohnung in der DDR gab es auch schon Wie lief das mit Wohnungen?


Sorry, habe zwar nach solchen Themen gesucht, doch wurde mir dieser Fred nicht angezeigt.
Also, keine Fortsetzung meiner Geschichte. Haken dran.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


nach oben springen

#28

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 10:16
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von der glatte im Beitrag #27
Zitat von Harra318 im Beitrag #23
Thema Wohnung in der DDR gab es auch schon Wie lief das mit Wohnungen?


Sorry, habe zwar nach solchen Themen gesucht, doch wurde mir dieser Fred nicht angezeigt.
Also, keine Fortsetzung meiner Geschichte. Haken dran.

Gruß Reiner



@der glatte

Hallo Reiner, nimm bitte ganz schnell den Haken wieder weg und schreib weiter - Es ist Deine Geschichte, die so oder ähnlich viele erlebt haben.

LG von der grenzgaengerin


Svenni1980 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#29

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 10:24
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #26
Ralph, es entspannte sich dadurch, dass ein paar Millionen DDR Bürger gen Westen zogen ...


Es entspannte sich als marktwirtschaftliche Strukturen Einzug hielten.


Eisenacher und Hapedi haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#30

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 10:25
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von RalphT im Beitrag #25
Wann hat sich das Ganze entspannt? Gleich nach 89 oder doch noch ein paar Jahre später? War da wirklich kein "nutzbarer" Wohnraum?


Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #26
Ralph, es entspannte sich dadurch, dass ein paar Millionen DDR Bürger gen Westen zogen ...


Es soll Menschen geben, die solche Antworten ernst nehmen.

LG von der grenzgaengerin


Hapedi und Kurt haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#31

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 11:53
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von der glatte im Beitrag #27
Zitat von Harra318 im Beitrag #23
Thema Wohnung in der DDR gab es auch schon Wie lief das mit Wohnungen?


Sorry, habe zwar nach solchen Themen gesucht, doch wurde mir dieser Fred nicht angezeigt.
Also, keine Fortsetzung meiner Geschichte. Haken dran.

Gruß Reiner



Hallo Reiner

Das Forum hat 9813 Themen und 283609 Beiträge - aktuell kopiert. Ich bin mir zemlich sicher, dass mehr oder weniger jedes der aktuellen Themen schon mal in irgendeiner Art und Weise behandelt wurde - irgendwann in der Vergangenheit, irgendwo in den Tiefen des Forums verborgen. Und ich gehöre nicht zu denjenigen, die akribisch forschen, bevor sie einen Beitrag schreiben oder ein neues Thema eröffnen, zumal die Suchfunktion auch nicht immer die gewünschten Ergebnise bringt.

Mir hat Dein Eröffnungsbeitrag sehr gefallen, schildert er doch genau das, was mich wirklich interessiert: Situationsbeschreibungen aus dem Alltagsleben in der DDR. Denn dass ich trotz meiner zahlreichen Besuche ein bestenfalls oberflächliches Wissen habe, ist mir nicht zuletzt durch dieses Forum bewusst geworden.

.


nach oben springen

#32

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 12:28
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Bei uns war es so ähnlich wie hier beschrieben.

Vor der Einberufung geheiratet, ich mit zwei Geschwistern in einer 4 - Zimmerwohnung (immerhin Neubau) bei den Eltern, meine Angetraute das Gleiche. Ein Jahr später kam unsere Tochter, wir im Kinderzimmer bei den Schwiegereltern, ich zum (Un-) Glück bei der Armee.
Endlose Rennerei zum Wohnungsamt, dann endlich 1981 kurz vor der Entlassung eine Zweiraumwohnung mit Küche und Flur, ein Haus aus den Gründerjahren, verwahrlost, Trockentoilette auf halber Treppe, aber, man hatte erst mal was Eigenes.
Jämmerliches verfallenes Wohndrumherum außen, zerfallene Stützmauern, eingefallene Treppen, Unfallgefahren ohne Ende.

Da ich aber schon damals nicht zu denen gehörte, die die Vogelstraußmethode bevorzugten, begann ich die 9 Mietparteien zu mobilisieren.
Hausgemeinschaft gegründet, Kontakt zum Bauhof hergestellt, Reparaturplan aufgestellt und genehmigen lassen, Vergütung von Eigenleistung geklärt, Material besorgt, in Freizeitarbeit Zaunspfähle geschweisst, Lattenzäune im Forst besorgt und freiwillige Arbeitseinsätze der Hausgemeinschaft organisiert, gemauert, betoniert, montiert, gestrichen. Binnen eines Jahres haben wir so ein für die damaligen Verhältnisse ein nettes Wohnumfeld geschaffen und sind trotz antagonistischer politischer Anschauungen eine nette Hausgemeinschaft geworden.

1985 bekamen wir, nachdem wir dann auch vierköpfig waren, endlich eine Zweiraumneubauwohnung.

Grüße, Heiko


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


nach oben springen

#33

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 16:30
von der glatte | 1.356 Beiträge

Ja, ja, schon gut, ich schreibe weiter und der Zweite Teil ist ja fast fertig.

Nur sollte ein Thema nicht immer wieder durchgekaut werden, eventuell kann man ja beide zusammenlegen?

Wichtig ist, dass es ein großes Problem war und es sah sogar so aus, als hätte man damals bei der Wohnungsproblematik völlig die Übersicht verloren. Wurde auf diesem Sektor wirklich so geschlampt? Unsere Erfahrungen hier sprechen Bände!

Hatte man dann etwas erreicht, bekam eine neue Wohnung, hatte dazu beigetragen, dass sich etwas bewegte, hatte selbst mit angepackt und Verbesserungen im altem Haus durchgeboxt, dann war man natürlich auch stoz auf das Ergebnis. Ich habe in Marzahn Ende der 80er Jahre mit anderen "Neuen", Grünanlagen und Spielplätze geschaffen sowie gepflegt. Im Sommer Unkraut gezupft, im Herbst Laub geharkt und im Winter, im Kindergarten neue Tapeten an die Wände gebracht. Da hängt so manche Stunde dran, aber ich habe es gern gemacht.
Ganz klar, dass man auch etwas an solchen Dingen mit der Zeit hing. Es war ja zu sehen was geschaffen wurde um das Leben etwas schöner zu gestalten. Ich lebte gern im Kiez mit den Platten.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#34

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 16:45
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #30
Zitat von RalphT im Beitrag #25
Wann hat sich das Ganze entspannt? Gleich nach 89 oder doch noch ein paar Jahre später? War da wirklich kein "nutzbarer" Wohnraum?

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #26
Ralph, es entspannte sich dadurch, dass ein paar Millionen DDR Bürger gen Westen zogen ...

Es soll Menschen geben, die solche Antworten ernst nehmen.
LG von der grenzgaengerin



Rotmark,
wäre es so falsch??
Sind nicht sehr,sehr viele Menschen aus den ehemals "Neuen" Bundesländer in den westlichen Teil der Bundesrepublik abgewandert? Ob es tatsächlich Millionen waren (?), naja darüber gibt es sicherlich statistische Erhebungen...
Wie @Grenzwolf62 geschrieben hat: Marktwirtschaftliche Strukturen haben Einzug gehalten, begleitet von massiven Firmenschließungen, einhergehend mit massiven Stellenabbau, verbunden mit Arbeitslosigkeit.
Diese Arbeitslosigkeit führte dann zu Abwanderung in den "Westen".
Na und hier schließt sich der Kreis: (bezahlbare) Wohnungen in den "alten" Bundesländern wurden rar. Wohnungen in den "Neuen" Bundesländern gabs wie "Sand am Meer". Es gab so viel Leerstand, das in den ehemaligen "Neubausiedlungen" (Platte) ganze Strassen (Häuserzeilen) verschwanden oder aber obere Stockwerke sind abgetragen wurden...
Insofern ist das von @4.Zug 4.Kompanie GAR-40 Geschriebene schon richtig...


Gruß Axel
4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.11.2013 16:52 | nach oben springen

#35

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 16:51
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Es wurde mit den Marktwirtschaftlichen Strukturen das gemacht was hätte schon Jahre vorher gemacht werden müssen, die Altbauquartiere wurden saniert und den Leuten damit ein ordentliches Wohnumfeld geboten.


grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#36

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 17:36
von der glatte | 1.356 Beiträge

An der Meinung von Diskus303 ist für mich etwas dran.
Auf den Wohnungsämtern der KWV stapelten sich die Leute und hatten kaum eine Aussicht auf eine Wohnung. Eine Neubauwohnung mit, so sagte man damals "Vollkomfort", stand ja eh in den Sternen. Allerdings gab es auch genug freie Wohnungen in den Neubaubezirken, zum Beispiel in Marzahn. Auf einige hatte der Magistrat seine Hände drauf und andere wurden als "ökonomische Hebelchen" eingesetzt. Ich meine damit Wohnungen, welche man dann ganz schnell Leuten anbot, die einen Ausreiseantrag gestellt hatten. Um die Jahre 1984 muss es ja schon solch eine kleinere Ausreisewelle gegeben haben. Manche zogen dann den Ausreiseantrag zurück.

Einige Wohnungen waren auch für entlassene Leute aus dem Strafvollzug reserviert. Daher ging bei uns im Prenzlauer Berg die Parole um. "Muss ich erst ein Ding drehen und in den Knast wandern, damit ich eine Wohnung bekomme?" Ja, so war das damals.

War man bei der Wohnungssuche dann an einem Punkt angekommen, so schrieb man halt eine Eingabe. Die hatte zwar wenig Erfolg, doch war man auf einem richtigen Weg zur Wohnung. Gab es im gleichen Jahr auch noch die Volkskammerwahl und man drohte damit nicht zur Wahl zu gehen, wurden die Chancen noch besser. Meist bekam man dann auch bald einen Wohnraum zugewiesen und die Stellen waren plötzlich äußerst bemüht.

Und dann noch die vielen unbestätigten Randgeschichten.
Gerüchte gingen damals viele um, zum Beispiel das eine Angestellte der KWV entlassen wurde, weil diese einer schwangeren Frau gesagt haben soll, "Bringen Sie doch erst einmal ihr Kind zur Welt und wenn es lebt, dann können wir das bei ihren Antrag berücksichtigen!"
Nochmals, die Geschichte ist unbestätigt!!! Doch so wurde die Geschichte damals erzählt.

Wahrheit oder Legende? Fakt ist, dass es ein großes Problem war, was die Leute bewegte und das Problem betraf ja nicht nur wenige. Daher auch sicher der Entschluss mit den neuen Stadtbezirken mit Neubauwohnungen. In kurzer Zeit hat man hier koste es was es will, Wohnraum geschaffen und am Ende der 80er Jahre konnte man mit dem Wohnungsproblem langsam aufatmen.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


nach oben springen

#37

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 17:59
von Diskus303 | 485 Beiträge

@der glatte,
Kann es sein, dass Du in meinem Beitrag etwas falsch verstanden hast?
Meine Einlassungen bezogen sich definitiv auf die Zeit nach der "Wende" und dem teilweise wirtschaftlichen Zusamenbruch in den neu5-Ländern..
Der von Dir beschriebene Zustand war ja noch "zu DDR-Zeiten". Inwiefern da die Ausreisewellen den Wohnungsmarkt in der DDR positiv "beeinflußt haben??
Keine Ahnung, ob das Wohnungsbaupolitisch von Belang war


Gruß Axel
nach oben springen

#38

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 18:29
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Diskus303 im Beitrag #37
@der glatte,
Kann es sein, dass Du in meinem Beitrag etwas falsch verstanden hast?
Meine Einlassungen bezogen sich definitiv auf die Zeit nach der "Wende" und dem teilweise wirtschaftlichen Zusamenbruch in den neu5-Ländern..
Der von Dir beschriebene Zustand war ja noch "zu DDR-Zeiten". Inwiefern da die Ausreisewellen den Wohnungsmarkt in der DDR positiv "beeinflußt haben??
Keine Ahnung, ob das Wohnungsbaupolitisch von Belang war


Ja, da hast Du Recht, Du meintest nach der Wende!

Doch bin ich der Meinung, dass man von einer Entspannung auch schon vor der Wende sprechen kann. Die gebauten Wohnungen zeigten Wirkung am Wohnungsmarkt, vermutlich auch, weil da schon viele das Land verlassen hatten oder wollten.
Wenn man Ausreisewilligen eine Wohnung anbot und diese aber trotzdem ausreisen wollten, kümmerte man sich bestimmt nicht mehr darum, solche Leute mit Wohnraum zu versorgen. Im Gegenteil, da wurde bald eine Wohnung frei, egal wie die auch aussah.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


nach oben springen

#39

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 18:39
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Was in der Nachschau doch alles für Verrenkungen gemacht wurden um läppische 17 Millionen Menschen mit Wohnraum zu versorgen, so viele wohnen im Großraum New York.
Und wie einfach das eigentlich zu bewerkstelligen war, anstatt Millionen in die Plattenwerke zu stecken einfach Sand, Zement, Fliesen, Fenster und Badewannen auf den "Markt" werfen, die Löhne leicht erhöhen und die Mieten im gleichem Umfang, dann noch Handwerksbetriebe in Größenordnung zulassen und die Kuh wäre vom Eis gewesen.


Eisenacher hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.11.2013 18:48 | nach oben springen

#40

RE: Meine erste Wohnung - Wohnraumsuche in der DDR

in Leben in der DDR 06.11.2013 19:09
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #39
Was in der Nachschau doch alles für Verrenkungen gemacht wurden um läppische 17 Millionen Menschen mit Wohnraum zu versorgen, so viele wohnen im Großraum New York.
Und wie einfach das eigentlich zu bewerkstelligen war, anstatt Millionen in die Plattenwerke zu stecken einfach Sand, Zement, Fliesen, Fenster und Badewannen auf den "Markt" werfen, die Löhne leicht erhöhen und die Mieten im gleichem Umfang, dann noch Handwerksbetriebe in Größenordnung zulassen und die Kuh wäre vom Eis gewesen.



Und wo sollten die Arbeitskräfte herkommen, das Material, die Maschinen, Fahrzeuge? Wenn das alles ausreichend zur Verfügung gestanden hätte, dann hätte es auch mehr Wohnungen gegeben.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


nach oben springen



Besucher
19 Mitglieder und 63 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Andre Lambert
Besucherzähler
Heute waren 1218 Gäste und 88 Mitglieder, gestern 3660 Gäste und 197 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14371 Themen und 558216 Beiträge.

Heute waren 88 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen