#61

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 15:22
von andy | 1.199 Beiträge

Ja, bei mir war es auch so, der Parteibeitrag wurde "unbar" bezahlt und meinen Parteiausweis bekam ich das erste Mal im Dezember 1983 zu sehen.

@94 Sollte das ein HIM gewesen sein, war die Parteimitgliedschaft wohl Teil der Legende, das Detail der GO-Nr. kam dann wohl einer Dekonspiration ggü. dem Parteisekretär gleich. Vielleicht war dieser ja ebenfalls IM und in die Maßnahme (beschränkt) eingeweiht.



andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#62

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 15:27
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #61
Ja, bei mir war es auch so, der Parteibeitrag wurde "unbar" bezahlt und meinen Parteiausweis bekam ich das erste Mal im Dezember 1983 zu sehen.

@94 Sollte das ein HIM gewesen sein, war die Parteimitgliedschaft wohl Teil der Legende, das Detail der GO-Nr. kam dann wohl einer Dekonspiration ggü. dem Parteisekretär gleich. Vielleicht war dieser ja ebenfalls IM und in die Maßnahme (beschränkt) eingeweiht.



andy



@94 ... hättest beinahe eine Legende verbrannt, schäm Dich!

Heiko


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#63

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 15:39
von 94 | 10.792 Beiträge

Dieser kleinen Unterschied HIM und HIME hatten wir doch schonemal als ihr Mephise einen wissenden Nutzer erfolgreich aus dem Forum vergrämtet.
Nun, der PS war tatsächlich auch dem andern Postfach hörig, aber der konnte nichmal fehlerfrei den Pfand vom Bierkasten zusammenrechnen und delegierte die lästige Kassierung gern. War ja nicht so ganz statutenkonform? Also sozusagend ein gewollter Nebeneffekt? Könnte was dran sein, irgendwann (und das war so zu der Zeit) übernahm der Polit die Beitragskassierung. Na wie auch immer, ziemlicher Spekulatius mal wieder.

So @Alfred , jetzt kannste mal zeigen was 'de so uffer Kirsche hast oder besser gesagt, wie gut sortiert Dein Fundus nun wirklich ist. Du ahnst es schon ?
Ahja, die Liste mit den 7stelligen GO-Nummer wäre jetzt genau recht. Dann könnte man bei dieser Gelegenheit gleichmal klären, wieso der Kurraz nur eine 6stellige Nummer gestempelt bekam ...
http://www.welt.de/politik/article379456...it-verriet.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#64

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 15:52
von Alfred | 6.841 Beiträge

94,


Mann / Frau kann nicht alles sammeln...


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#65

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 19:20
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von andy im Beitrag #49



Es gab innerhalb der HA I eine HIM-Gruppe, die sich u.a. aus Absolventen der "Stintenburg" zusammengesetzt hat. Da gab es sowohl UaZ als auch BU. Diese wurden beim Verdacht auf schwere Straftaten (z.B. Vorbereitung Fahnenflucht) auch in den Linieneinheiten der GT eingesetzt. Das erfolgte mittels einer legendierten Zuversetzung in die entsprechende Einheit mit der Aufgabe, die "Zielperson" X aufzuklären und Hinweise auf eine z.B. vorbereitete FF zu erarbeiten. Ich selbst war zwar nie zu einem solchen Einsatz direkt an der Grenze, weiss es aber von einem meiner Kumpels aus der HIM-Gruppe. Der war für 6 Monate in einer Grenzkompanie an der grünen Grenze und wurde nach seiner Rückkehr mit diversen Auszeichnungen bedacht, war also offensichtlich nicht erfolglos.
Für einen solchen Einsatz muss es aber wirklich auch stichhaltige Verdachtsmomente gegeben haben, rein "vorsorglich" erfolgten solche Einsätze nicht. Dazu war diese Gruppe zahlenmäßig auch viel zu klein.

Übrigens: Die vordringlichste Aufgabe der Abwehr bei den Grenztruppen war die vorsorgliche Verhinderungen von Fahnenfluchten, dem wurde alles andere untergeordnet. Insofern hat @grenzwolf62 schon recht: wurde eine FF im Vorfeld erkannt und verhindert hat das auch dazu beigetragen, dass der Posten oder PF wieder gesund nach Hause kam.


andy



Andy, du wirst dich eventuell nicht so weit aus dem Fenster lehnen wollen, aber was hat den nun diese HA1 oder Abwehr Grenztruppen so konkret gemacht, ich meine als Tagesaufgabe?
Zur Verwaltung 2000 habt ihr ja nicht gehört wie ich herausgelesen habe.
Ist da was dran das eure Truppe z.B. das Gartenschläger-Problem gelöst hat?


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#66

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 19:32
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #65
Zitat von andy im Beitrag #49



Es gab innerhalb der HA I eine HIM-Gruppe, die sich u.a. aus Absolventen der "Stintenburg" zusammengesetzt hat. Da gab es sowohl UaZ als auch BU. Diese wurden beim Verdacht auf schwere Straftaten (z.B. Vorbereitung Fahnenflucht) auch in den Linieneinheiten der GT eingesetzt. Das erfolgte mittels einer legendierten Zuversetzung in die entsprechende Einheit mit der Aufgabe, die "Zielperson" X aufzuklären und Hinweise auf eine z.B. vorbereitete FF zu erarbeiten. Ich selbst war zwar nie zu einem solchen Einsatz direkt an der Grenze, weiss es aber von einem meiner Kumpels aus der HIM-Gruppe. Der war für 6 Monate in einer Grenzkompanie an der grünen Grenze und wurde nach seiner Rückkehr mit diversen Auszeichnungen bedacht, war also offensichtlich nicht erfolglos.
Für einen solchen Einsatz muss es aber wirklich auch stichhaltige Verdachtsmomente gegeben haben, rein "vorsorglich" erfolgten solche Einsätze nicht. Dazu war diese Gruppe zahlenmäßig auch viel zu klein.

Übrigens: Die vordringlichste Aufgabe der Abwehr bei den Grenztruppen war die vorsorgliche Verhinderungen von Fahnenfluchten, dem wurde alles andere untergeordnet. Insofern hat @grenzwolf62 schon recht: wurde eine FF im Vorfeld erkannt und verhindert hat das auch dazu beigetragen, dass der Posten oder PF wieder gesund nach Hause kam.


andy



Andy, du wirst dich eventuell nicht so weit aus dem Fenster lehnen wollen, aber was hat den nun diese HA1 oder Abwehr Grenztruppen so konkret gemacht, ich meine als Tagesaufgabe?
Zur Verwaltung 2000 habt ihr ja nicht gehört wie ich herausgelesen habe.
Ist da was dran das eure Truppe z.B. das Gartenschläger-Problem gelöst hat?




Die HA I war mit der Verwaltung 2000 / V Null (O) identisch.
Es waren nur verschiedene Bezeichnungen der NVA / des MfS.


zuletzt bearbeitet 05.11.2013 06:04 | nach oben springen

#67

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 20:35
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Siehste qGrenzwolf62 ist doch wieder ein aufschlussreiches Thema geworden und du wolltest ein Schloss dranhängen.
Ich finde die Beiträge sehr interessant und aufschlussreich.
Die V- Nuller, wie sie bei uns genannt worden, gab es natürlich auch bei der Polizei.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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#68

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 20:48
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Ist da was dran das eure Truppe z.B. das Gartenschläger-Problem gelöst hat?

Leute, was nach 23 Jahren Heerscharen von Ermittlern nicht klären konnten, das wollt ihr jetzt von einem Hänschen aus der vierten Reihe (verzeih den Ausdruck) erfahren wollen.
Das wäre so, als wolle man heute von mir wissen wollen, was in Sekretariatssitzungen besprochen wurde, wie witzig.

Ich denke, Andy hat schon ziemlich viel Wissenswertes erzählt hier.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


RudiEK89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2013 20:49 | nach oben springen

#69

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 21:10
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #65

Andy, du wirst dich eventuell nicht so weit aus dem Fenster lehnen wollen, aber was hat den nun diese HA1 oder Abwehr Grenztruppen so konkret gemacht, ich meine als Tagesaufgabe?
Zur Verwaltung 2000 habt ihr ja nicht gehört wie ich herausgelesen habe.
Ist da was dran das eure Truppe z.B. das Gartenschläger-Problem gelöst hat?



Das was ich genau zur Aufgabe der Militärabwehr der HA I weiss, will ich hier gerne mitteilen - insofern gucke ich schon ein schönes Stück weit aus dem Fenster, ohne damit ein Problem zu haben.

Mein Wissen habe ich aus Lehrgängen innerhalb der HA I, an denen sowohl MA der Abwehr als auch der Aufklärung teilnahmen sowie aus persönlichen Gesprächen mit Abwehr-Offizieren.

Vielleicht erst mal zum Begriff "Verwaltung 2000" oder V 0er.
Der Begriff "Verwaltung 2000" geht auf einen Befehl des MfNV zurück in dem festgelegt wurde, dass die Abwehrdiensteinheiten der HA I des MfS materiell durch die NVA/GT auszustatten waren. Das betraf sowohl die Büroräume, deren materielle Ausstattung (Möbel, Panzerschränke, Technik) als auch die Dienstwagen incl. Benzinkontingent sowie Ausrüstung, Bewaffnung und auch Wohnungen.
Der Einfachheit wegen ist dann wohl im Laufe der Zeit aus "Verwaltung 2000" der V 0'er, als der für eine milit. Einheit zuständige Abwehr-Offizier geworden.
Die Verwaltung 2000 ist also die Gesamtheit aller Abwehrdiensteinheiten in den Streitkräften der DDR, der V 0'er ist die Bezeichnung für den einzelnen, für ein Truppenteil zuständigen Abwehr-Offizier.

Die Aufgabe der Abwehr innerhalb der GT der DDR war insbesondere die Verhinderung von Fahnenfluchten aus dem Bestand der Angehörigen der GT, die Sicherstellung des Geheimnisschutzes in den Einheiten und die Durchdringung des Personalbestandes hinsichtlich der politischen Zuverlässigkeit

Hintergrund des Befehls 2000 ist zum einen die Tatsache, dass die Abwehr-Offiziere vor Ort in den Truppenteilen sassen und sich die Ausrüstung durch die Streitkräfte geradezu anbot, zum anderen war aber auch festgelegt, dass die Verwaltung 2000 im Kriegsfall dem MfNV unterstellt worden wäre.

Durch die Spezifik der Aufgaben der Grenzsicherung entstand dann unter dem langjährigen Leiter der HA I, GM Kleinjung der Bereich Aufklärung innerhalb des Stellvertreterbereiches der Leitung der HA I beim KGT in Pätz. Der Legende nach wird Kleinjungs Faible für die Aufklärung seiner Partisanen-Vergangenheit zugeordnet.

Die Aufgabe des Abt. Aufklärung des GKM, in dem ich tätig war, war die operative Bearbeitung der in Grenznähe tätigen Dienststellen von Polizei und Zoll sowie die vorbeugende Verhinderungen von Anschlägen auf die Staatsgrenze Berlin/Bez. Potsdam zu Westberlin.
Zielstellung war also, unter den Beamten von Polizei und Zoll sowie der in Grenznähe wohnenden Bevölkerung inoffizielle MA zu gewinnen.
Allerdings wurde das zu meiner Zeit nicht mehr so eng gesehen, man nahm, was man bekam ...

Zur Zeit meiner Ausbildung in Stintenburg exestierte m.W.n. in Waltersdorf bei Berlin noch eine Sicherungskompanie der HA I, die der Abt. Äussere Abwehr unterstellt war und die bei prekären Grenzlagen republikweit eingesetzt wurde. Die Angehörigen dieser SiK waren wohl zum großen Teil Absolventen der Stintenburg und dieser wird auch der Einsatz im Fall Gartenschläger zugeschrieben. Ich war nicht dabei, lege demzufolge auch nicht meine Hand dafür in's Feuer.

1985 wurde Stintenburg ja aufgelöst und von da an wurden die SiK wohl im Bestand der einzelnen GKdo's geführt.

Soweit erst mal.



andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
LO-Wahnsinn, RudiEK89, Hans, seaman, Eisenacher, exgakl, Jobnomade und GZB1 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2013 21:28 | nach oben springen

#70

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 21:18
von Vogtländer (gelöscht)
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Zitat von Alfred im Beitrag #64
94,


Mann / Frau kann nicht alles sammeln...



Also jetzt enttäuschst Du mich aber!


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#71

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 21:50
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von andy im Beitrag #69
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #65

Andy, du wirst dich eventuell nicht so weit aus dem Fenster lehnen wollen, aber was hat den nun diese HA1 oder Abwehr Grenztruppen so konkret gemacht, ich meine als Tagesaufgabe?
Zur Verwaltung 2000 habt ihr ja nicht gehört wie ich herausgelesen habe.
Ist da was dran das eure Truppe z.B. das Gartenschläger-Problem gelöst hat?



Das was ich genau zur Aufgabe der Militärabwehr der HA I weiss, will ich hier gerne mitteilen - insofern gucke ich schon ein schönes Stück weit aus dem Fenster, ohne damit ein Problem zu haben.

Mein Wissen habe ich aus Lehrgängen innerhalb der HA I, an denen sowohl MA der Abwehr als auch der Aufklärung teilnahmen sowie aus persönlichen Gesprächen mit Abwehr-Offizieren.

Vielleicht erst mal zum Begriff "Verwaltung 2000" oder V 0er.
Der Begriff "Verwaltung 2000" geht auf einen Befehl des MfNV zurück in dem festgelegt wurde, dass die Abwehrdiensteinheiten der HA I des MfS materiell durch die NVA/GT auszustatten waren. Das betraf sowohl die Büroräume, deren materielle Ausstattung (Möbel, Panzerschränke, Technik) als auch die Dienstwagen incl. Benzinkontingent sowie Ausrüstung, Bewaffnung und auch Wohnungen.
Der Einfachheit wegen ist dann wohl im Laufe der Zeit aus "Verwaltung 2000" der V 0'er, als der für eine milit. Einheit zuständige Abwehr-Offizier geworden.
Die Verwaltung 2000 ist also die Gesamtheit aller Abwehrdiensteinheiten in den Streitkräften der DDR, der V 0'er ist die Bezeichnung für den einzelnen, für ein Truppenteil zuständigen Abwehr-Offizier.

Die Aufgabe der Abwehr innerhalb der GT der DDR war insbesondere die Verhinderung von Fahnenfluchten aus dem Bestand der Angehörigen der GT, die Sicherstellung des Geheimnisschutzes in den Einheiten und die Durchdringung des Personalbestandes hinsichtlich der politischen Zuverlässigkeit

Hintergrund des Befehls 2000 ist zum einen die Tatsache, dass die Abwehr-Offiziere vor Ort in den Truppenteilen sassen und sich die Ausrüstung durch die Streitkräfte geradezu anbot, zum anderen war aber auch festgelegt, dass die Verwaltung 2000 im Kriegsfall dem MfNV unterstellt worden wäre.

Durch die Spezifik der Aufgaben der Grenzsicherung entstand dann unter dem langjährigen Leiter der HA I, GM Kleinjung der Bereich Aufklärung innerhalb des Stellvertreterbereiches der Leitung der HA I beim KGT in Pätz. Der Legende nach wird Kleinjungs Faible für die Aufklärung seiner Partisanen-Vergangenheit zugeordnet.

Die Aufgabe des Abt. Aufklärung des GKM, in dem ich tätig war, war die operative Bearbeitung der in Grenznähe tätigen Dienststellen von Polizei und Zoll sowie die vorbeugende Verhinderungen von Anschlägen auf die Staatsgrenze Berlin/Bez. Potsdam zu Westberlin.
Zielstellung war also, unter den Beamten von Polizei und Zoll sowie der in Grenznähe wohnenden Bevölkerung inoffizielle MA zu gewinnen.
Allerdings wurde das zu meiner Zeit nicht mehr so eng gesehen, man nahm, was man bekam ...

Zur Zeit meiner Ausbildung in Stintenburg exestierte m.W.n. in Waltersdorf bei Berlin noch eine Sicherungskompanie der HA I, die der Abt. Äussere Abwehr unterstellt war und die bei prekären Grenzlagen republikweit eingesetzt wurde. Die Angehörigen dieser SiK waren wohl zum großen Teil Absolventen der Stintenburg und dieser wird auch der Einsatz im Fall Gartenschläger zugeschrieben. Ich war nicht dabei, lege demzufolge auch nicht meine Hand dafür in's Feuer.

1985 wurde Stintenburg ja aufgelöst und von da an wurden die SiK wohl im Bestand der einzelnen GKdo's geführt.

Soweit erst mal.



andy


Nur mal so am Rande, Andy, du bist ein Zeitzeuge der sich nicht hinter irgendeiner Deckung verschanzt, gewährst uns gute Einblicke, Danke mal dafür, bist ein taffer Mann


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2013 21:52 | nach oben springen

#72

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 22:03
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Wenn der Link funzt findest du hier jede Menge Informationen

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publik...publicationFile

Da es nicht mein Metier war, kann ich allerdings nichts zum Wahrheitsgehalt sagen.


zuletzt bearbeitet 04.11.2013 22:08 | nach oben springen

#73

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 22:11
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

Telefonnetzbezogen sind nach kurzen Überfliegen richtige Angaben gemacht worden.Werd mir den Text mal in Ruhe durchlesen.


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#74

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 04.11.2013 22:19
von passport | 2.628 Beiträge

Hier auch ein interessanter Link :


[[File:Militaerabwehr.pdf]]


Dateianlage:
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#75

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 05.11.2013 01:35
von andy | 1.199 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #74
Hier auch ein interessanter Link :


[[File:Militaerabwehr.pdf]]



Ja, auch dieser Link mag interessant erscheinen, nur stammt er augenscheinlich aus der Feder ehemaliger MfS-Leute.

Ich neige da eher zur Nutzung der Forschungsergebnisse der BStU.

Lt. Handbuch der BStU verfügte die für die operative Sicherung der Streitkräfte der DDR zuständige HA I im Jahr 1989 uber 1025 IM-führende MA, die für rund 155.000 ArmeeAngehörige plus die Zivilbeschäftigten zuständig war. Die genaue Gesamtzahl kenne ich nicht.
Ziehe ich von den 1025 IM-führenden MA'n die IM-führenden MA der Äusseren Abwehr und der Aufklärung ganz grob ab, verändert sich das Verhältnis auf vielleicht 800 IM-führenden MA'n zu immer noch 155.000 Soldaten plus den Zivilbeschäftigten.

Mag, angesichts dieser Zahlen noch irgendwer von einer flächendeckenden Überwachung der DDR-Streitkräfte sprechen? Wie sollte das gehen?



andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
zuletzt bearbeitet 05.11.2013 01:50 | nach oben springen

#76

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 05.11.2013 01:57
von andy | 1.199 Beiträge

[quote=Grenzwolf62|

Nur mal so am Rande, Andy, du bist ein Zeitzeuge der sich nicht hinter irgendeiner Deckung verschanzt, gewährst uns gute Einblicke, Danke mal dafür, bist ein taffer Mann
[/quote]

Namensvetter, Danke für die Blumen, aber das ist nicht nötig und bestenfalls schön, worauf ich aber nicht so viel Wert lege. Lasse uns lieber bei der nächsten Gelegenheit ein Bier trinken gehen. andy


Komm, wir essen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#77

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 05.11.2013 09:39
von Vogtländer (gelöscht)
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Zu Mike seinem Link:

-Sondernetze würde ich sie nicht nennen,denn jede Firma/jedes Kombinat hatte ihr eigenes untergeordnetes Netz mit Einspeisung in "Restnetz"
-gewisse Anschlüsse auf den Leisten in den Vmst waren farblichgekennzeichnet
-man brauchte sich noch nocht einmal unbedingt in den Vmst (Vermittlungsstellellen) aufklinken,denn ein Hak(Hausanschlusskasten,auch als EVK bekannt) reichte schon aus,um nicht in Wohnungen zu gehen bei der Telefonabhörung.Und da braucht man nicht "Weißensee" (da war es auch zu sehen,wenn auch "etwas überspitz" dargestellt) als Bildungsfaktor.Grundlage war nur das Wissen um die entsprechenden Klemmpunkte,wo paralel draufgeklemmt wurde.
Ansonsten,von den Grundlagen der Netze her,nicht falsch!

Wer glaubt,das das Mobilfunknetz nicht Kabelgebunden ist,darf gerne weiterträumen!


zuletzt bearbeitet 05.11.2013 12:38 | nach oben springen

#78

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 05.11.2013 12:56
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von andy im Beitrag #75
Ja, auch dieser Link mag interessant erscheinen, nur stammt er augenscheinlich aus der Feder ehemaliger MfS-Leute.
Ich neige da eher zur Nutzung der Forschungsergebnisse der BStU.
[...]
verändert sich das Verhältnis auf vielleicht 800 IM-führenden MA'n zu immer noch 155.000 Soldaten plus den Zivilbeschäftigten.

Mag, angesichts dieser Zahlen noch irgendwer von einer flächendeckenden Überwachung der DDR-Streitkräfte sprechen? Wie sollte das gehen?

Die Quellen der BStU sind schon besser als ihr Ruf in gewissen Kreisen. Na und um den Begriff 'flächendeckend' soll's jetzt mal nicht gehen, aber diese Zahlen sprechen für sich. Macht also knapp 200 zu überwachende Hanseln auf einen Führungsoffizier? Das wären pro V0er so ungefähr zwei bis drei Grenzkompanien. Dürfte hinkommen, im Bataillon war'ns zu dritt.
Doch die Frage lautet doch: wie viele IM 'betreute' den nun so ein IM-führender MA?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#79

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 05.11.2013 13:10
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #78
Zitat von andy im Beitrag #75
Ja, auch dieser Link mag interessant erscheinen, nur stammt er augenscheinlich aus der Feder ehemaliger MfS-Leute.
Ich neige da eher zur Nutzung der Forschungsergebnisse der BStU.
[...]
verändert sich das Verhältnis auf vielleicht 800 IM-führenden MA'n zu immer noch 155.000 Soldaten plus den Zivilbeschäftigten.

Mag, angesichts dieser Zahlen noch irgendwer von einer flächendeckenden Überwachung der DDR-Streitkräfte sprechen? Wie sollte das gehen?

Die Quellen der BStU sind schon besser als ihr Ruf in gewissen Kreisen. Na und um den Begriff 'flächendeckend' soll's jetzt mal nicht gehen, aber diese Zahlen sprechen für sich. Macht also knapp 200 zu überwachende Hanseln auf einen Führungsoffizier? Das wären pro V0er so ungefähr zwei bis drei Grenzkompanien. Dürfte hinkommen, im Bataillon war'ns zu dritt.
Doch die Frage lautet doch: wie viele IM 'betreute' den nun so ein IM-führender MA?



94,

1987 waren für die HA I 12.585 IM der verschiedensten Kategorien registriert, sprich, jeder IM führende Mitarbeiter hatte ca. 12 IM.


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#80

RE: "Gummiohren"

in Grenztruppen der DDR 05.11.2013 13:19
von 94 | 10.792 Beiträge

Ich frag Dich mal jetzt nicht nach dem Quell Deines Wissens, sondern übernehme die Zahl mal ungeprüft, wird schon 'ne schöne Grütze werden, na egal. Also 12 IM per Führungsoffizier im Schnitt heißt auf die GT bezogen jeder 16. ein Spitzel. Na das gäbe dann fünf 'Gummiohren' je Grenzkompanie (bei 80 Soldaten/Zivilangestellten). Also gerade mal einer pro Zug ...


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 05.11.2013 13:20 | nach oben springen


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