#1

Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.10.2013 21:33
von passport | 2.640 Beiträge

So, wieder mal eine neue Geschichte von der Güst. Die Abhandlungen über die RP hat wieder Erinnerungen geweckt.
Für die Abfertigung von Diplomaten gab es eine Extra-Abfertigungsspur Einreise PKW. Der Ablauf für die Kontrolle und Abfertigung war in der PKO genau festgehalten. Fuhr nun ein Diplomat mit seinen Kfz. diese externe Spur wurde die Abfertigung auf der gegenüberliegenen Spur eingestellt. Schließlich ist der Diplomat eine bevorrechtigte Person und ist zügig abzufertigen. Die Abfertigung hat nur durch einen befähigten Offizier zu erfolgen. Der Diplomat wird mit der Hand an der Mütze begrüsst und auch so verabschiedet, höflich und korrekt. Soweit die Theorie. Wie sah es aber in der Praxis aus. In der Regel wurden diese Anweisungen ja strikt eingehalten, aber nicht immer.
Ende der 70ziger Jahre fuhr ein alter Skoda-Octavia mit DDR-Kennz. auf die Diplomatenspur.

artgleicher Typ



Unser Identitätskontrolleur, ein junger Uffz., ging auf die Diplomatenspur und erklärte den Fahrer in einen belehrenden Ton das er auf der verkehrten Spur stehe und wollte ihn zurückweisen. Der Fahrer sagte nichts und reichte unseren Kontrolleur seinen roten DDR-Diplomatenpass. Der Diplomat war der 2.Sekretär der StäV der DDR in der Bundesrepublik. Der junge Passkontrolleur nahm den Diplo-Pass wortlos an und übergab diesen an die Kontrollkräfte im inneren des Abfertigungstraktes. Danach setzte er seine IK fort und fertigte die auf seiner Spur stehende Fahrzeuge ab. Nach einer längeren Wartezeit übergab man den IK den Diplo-Pass. Bei der Übergabe fragte der Diplomat warum die Abfertigung so lange gedauert hat. Na, unser Mann erklärte dann im Bewußtsein seiner Dienstellung dem Diplomaten gegenüber das man ihn erst habe überprüfen müssen ! Danach machte der Passkontrolleur die Spur frei und der Diplomat reiste ein. Was aber keiner zu dieser Zeit ahnte das dieser Diplomat ein eigener Mann war. Diplomaten beschweren sich niemals am Ereignisort sondern nur über ihre diplomatischen Kanäle. Bei diesen Diplomaten war es ein kurzer Weg, es blieb ja innerhalb der "Firma". Es vergingen nur 2 Tage und die Dienstzüge mussten zum Dienstbeginn zur Auswertung dieses Vorfalles in den Schulungsraum einrücken. Es wurden nochmals alle entsprechenden DA vorgelesen und die Handlungsweisen zur Diplomatenabfertigung erläutert. Die betroffenden MA kamen alle mit einen "blauen Auge" davon.
Ca. 2 Wochen später kam dieser Diplomat wieder auf die Diplomatenspur gefahren. Es kam wie es kommen musste. Die Abfertigung erfogte wie ein Double der Vorangegangenen.
Jetzt war das Fass übergelaufen. Nach 2 Tagen wurden Um-und Absetzungen innerhalb der betreffenden Dienstgruppen vorgenommen und auch Dienststrafen ausgesprochen.

passport


EK87II, kassberg, seaman, Harzwanderer, Gert, GilbertWolzow und elster427 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.10.2013 21:57 | nach oben springen

#2

RE: Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.10.2013 22:14
von Alfred | 6.856 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #1
So, wieder mal eine neue Geschichte von der Güst. Die Abhandlungen über die RP hat wieder Erinnerungen geweckt.
Für die Abfertigung von Diplomaten gab es eine Extra-Abfertigungsspur Einreise PKW. Der Ablauf für die Kontrolle und Abfertigung war in der PKO genau festgehalten. Fuhr nun ein Diplomat mit seinen Kfz. diese externe Spur wurde die Abfertigung auf der gegenüberliegenen Spur eingestellt. Schließlich ist der Diplomat eine bevorrechtigte Person und ist zügig abzufertigen. Die Abfertigung hat nur durch einen befähigten Offizier zu erfolgen. Der Diplomat wird mit der Hand an der Mütze begrüsst und auch so verabschiedet, höflich und korrekt. Soweit die Theorie. Wie sah es aber in der Praxis aus. In der Regel wurden diese Anweisungen ja strikt eingehalten, aber nicht immer.
Ende der 70ziger Jahre fuhr ein alter Skoda-Octavia mit DDR-Kennz. auf die Diplomatenspur.

artgleicher Typ



Unser Identitätskontrolleur, ein junger Uffz., ging auf die Diplomatenspur und erklärte den Fahrer in einen belehrenden Ton das er auf der verkehrten Spur stehe und wollte ihn zurückweisen. Der Fahrer sagte nichts und reichte unseren Kontrolleur seinen roten DDR-Diplomatenpass. Der Diplomat war der 2.Sekretär der StäV der DDR in der Bundesrepublik. Der junge Passkontrolleur nahm den Diplo-Pass wortlos an und übergab diesen an die Kontrollkräfte im inneren des Abfertigungstraktes. Danach setzte er seine IK fort und fertigte die auf seiner Spur stehende Fahrzeuge ab. Nach einer längeren Wartezeit übergab man den IK den Diplo-Pass. Bei der Übergabe fragte der Diplomat warum die Abfertigung so lange gedauert hat. Na, unser Mann erklärte dann im Bewußtsein seiner Dienstellung dem Diplomaten gegenüber das man ihn erst habe überprüfen müssen ! Danach machte der Passkontrolleur die Spur frei und der Diplomat reiste ein. Was aber keiner zu dieser Zeit ahnte das dieser Diplomat ein eigener Mann war. Diplomaten beschweren sich niemals am Ereignisort sondern nur über ihre diplomatischen Kanäle. Bei diesen Diplomaten war es ein kurzer Weg, es blieb ja innerhalb der "Firma". Es vergingen nur 2 Tage und die Dienstzüge mussten zum Dienstbeginn zur Auswertung dieses Vorfalles in den Schulungsraum einrücken. Es wurden nochmals alle entsprechenden DA vorgelesen und die Handlungsweisen zur Diplomatenabfertigung erläutert. Die betroffenden MA kamen alle mit einen "blauen Auge" davon.
Ca. 2 Wochen später kam dieser Diplomat wieder auf die Diplomatenspur gefahren. Es kam wie es kommen musste. Die Abfertigung erfogte wie ein Double der Vorangegangenen.
Jetzt war das Fass übergelaufen. Nach 2 Tagen wurden Um-und Absetzungen innerhalb der betreffenden Dienstgruppen vorgenommen und auch Dienststrafen ausgesprochen.

passport



Muss ja ein echter Liebhaber gewesen sein, wenn der Ende der 70 iger noch einen Octavia fuhr.


zuletzt bearbeitet 27.10.2013 22:15 | nach oben springen

#3

RE: Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.10.2013 22:31
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #1
So, wieder mal eine neue Geschichte von der Güst. Die Abhandlungen über die RP hat wieder Erinnerungen geweckt.
Für die Abfertigung von Diplomaten gab es eine Extra-Abfertigungsspur Einreise PKW. Der Ablauf für die Kontrolle und Abfertigung war in der PKO genau festgehalten. Fuhr nun ein Diplomat mit seinen Kfz. diese externe Spur wurde die Abfertigung auf der gegenüberliegenen Spur eingestellt. Schließlich ist der Diplomat eine bevorrechtigte Person und ist zügig abzufertigen. Die Abfertigung hat nur durch einen befähigten Offizier zu erfolgen. Der Diplomat wird mit der Hand an der Mütze begrüsst und auch so verabschiedet, höflich und korrekt. Soweit die Theorie. Wie sah es aber in der Praxis aus. In der Regel wurden diese Anweisungen ja strikt eingehalten, aber nicht immer.
Ende der 70ziger Jahre fuhr ein alter Skoda-Octavia mit DDR-Kennz. auf die Diplomatenspur.

artgleicher Typ



Unser Identitätskontrolleur, ein junger Uffz., ging auf die Diplomatenspur und erklärte den Fahrer in einen belehrenden Ton das er auf der verkehrten Spur stehe und wollte ihn zurückweisen. Der Fahrer sagte nichts und reichte unseren Kontrolleur seinen roten DDR-Diplomatenpass. Der Diplomat war der 2.Sekretär der StäV der DDR in der Bundesrepublik. Der junge Passkontrolleur nahm den Diplo-Pass wortlos an und übergab diesen an die Kontrollkräfte im inneren des Abfertigungstraktes. Danach setzte er seine IK fort und fertigte die auf seiner Spur stehende Fahrzeuge ab. Nach einer längeren Wartezeit übergab man den IK den Diplo-Pass. Bei der Übergabe fragte der Diplomat warum die Abfertigung so lange gedauert hat. Na, unser Mann erklärte dann im Bewußtsein seiner Dienstellung dem Diplomaten gegenüber das man ihn erst habe überprüfen müssen ! Danach machte der Passkontrolleur die Spur frei und der Diplomat reiste ein. Was aber keiner zu dieser Zeit ahnte das dieser Diplomat ein eigener Mann war. Diplomaten beschweren sich niemals am Ereignisort sondern nur über ihre diplomatischen Kanäle. Bei diesen Diplomaten war es ein kurzer Weg, es blieb ja innerhalb der "Firma". Es vergingen nur 2 Tage und die Dienstzüge mussten zum Dienstbeginn zur Auswertung dieses Vorfalles in den Schulungsraum einrücken. Es wurden nochmals alle entsprechenden DA vorgelesen und die Handlungsweisen zur Diplomatenabfertigung erläutert. Die betroffenden MA kamen alle mit einen "blauen Auge" davon.
Ca. 2 Wochen später kam dieser Diplomat wieder auf die Diplomatenspur gefahren. Es kam wie es kommen musste. Die Abfertigung erfogte wie ein Double der Vorangegangenen.
Jetzt war das Fass übergelaufen. Nach 2 Tagen wurden Um-und Absetzungen innerhalb der betreffenden Dienstgruppen vorgenommen und auch Dienststrafen ausgesprochen.

passport


@passport verstehe ich das richtig, dass ein Angehöriger der PKE als Diplomat getarnt eine Testfahrt zwecks Überprüfung des Abfertigungsprocedere machte ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
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Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#4

RE: Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.10.2013 22:41
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #3
[quote=passport|p299647]So, wieder mal eine neue Geschichte von der Güst. Die Abhandlungen über die RP hat wieder Erinnerungen geweckt.
Für die Abfertigung von Diplomaten gab es eine Extra-Abfertigungsspur Einreise PKW. Der Ablauf für die Kontrolle und Abfertigung war in der PKO genau festgehalten. Fuhr nun ein Diplomat mit seinen Kfz. diese externe Spur wurde die Abfertigung auf der gegenüberliegenen Spur eingestellt. Schließlich ist der Diplomat eine bevorrechtigte Person und ist zügig abzufertigen. Die Abfertigung hat nur durch einen befähigten Offizier zu erfolgen. Der Diplomat wird mit der Hand an der Mütze begrüsst und auch so verabschiedet, höflich und korrekt. Soweit die Theorie. Wie sah es aber in der Praxis aus. In der Regel wurden diese Anweisungen ja strikt eingehalten, aber nicht immer.
Ende der 70ziger Jahre fuhr ein alter Skoda-Octavia mit DDR-Kennz. auf die Diplomatenspur.

artgleicher Typ



Unser Identitätskontrolleur, ein junger Uffz., ging auf die Diplomatenspur und erklärte den Fahrer in einen belehrenden Ton das er auf der verkehrten Spur stehe und wollte ihn zurückweisen. Der Fahrer sagte nichts und reichte unseren Kontrolleur seinen roten DDR-Diplomatenpass. Der Diplomat war der 2.Sekretär der StäV der DDR in der Bundesrepublik. Der junge Passkontrolleur nahm den Diplo-Pass wortlos an und übergab diesen an die Kontrollkräfte im inneren des Abfertigungstraktes. Danach setzte er seine IK fort und fertigte die auf seiner Spur stehende Fahrzeuge ab. Nach einer längeren Wartezeit übergab man den IK den Diplo-Pass. Bei der Übergabe fragte der Diplomat warum die Abfertigung so lange gedauert hat. Na, unser Mann erklärte dann im Bewußtsein seiner Dienstellung dem Diplomaten gegenüber das man ihn erst habe überprüfen müssen ! Danach machte der Passkontrolleur die Spur frei und der Diplomat reiste ein. Was aber keiner zu dieser Zeit ahnte das dieser Diplomat ein eigener Mann war. Diplomaten beschweren sich niemals am Ereignisort sondern nur über ihre diplomatischen Kanäle. Bei diesen Diplomaten war es ein kurzer Weg, es blieb ja innerhalb der "Firma". Es vergingen nur 2 Tage und die Dienstzüge mussten zum Dienstbeginn zur Auswertung dieses Vorfalles in den Schulungsraum einrücken. Es wurden nochmals alle entsprechenden DA vorgelesen und die Handlungsweisen zur Diplomatenabfertigung erläutert. Die betroffenden MA kamen alle mit einen "blauen Auge" davon.
Ca. 2 Wochen später kam dieser Diplomat wieder auf die Diplomatenspur gefahren. Es kam wie es kommen musste. Die Abfertigung erfogte wie ein Double der Vorangegangenen.
Jetzt war das Fass übergelaufen. Nach 2 Tagen wurden Um-und Absetzungen innerhalb der betreffenden Dienstgruppen vorgenommen und auch Dienststrafen ausgesprochen.

passport


@passport verstehe ich das richtig, dass ein Angehöriger der PKE als Diplomat getarnt eine Testfahrt zwecks Überprüfung des Abfertigungsprocedere machte ?
[w


@Gert

NEIN. Habe es nochmal rot markiert.


passport


Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 27.10.2013 23:55
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Hm, 2. Sekretär der StäV mit Oktavia? Entweder Privatwagen oder Überführungsfahrt? Fuhr der auch bei der 2. Kontrolle mit Oktavia vor?


zuletzt bearbeitet 27.10.2013 23:56 | nach oben springen

#6

RE: Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.10.2013 15:58
von Vogtländer (gelöscht)
avatar

Ich denk mal,das die Versetzungen etc. ganz gut angebracht waren aufgrund gewisser Resistenzen.


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#7

RE: Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.10.2013 17:21
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von GZB1 im Beitrag #5
Hm, 2. Sekretär der StäV mit Oktavia? Entweder Privatwagen oder Überführungsfahrt? Fuhr der auch bei der 2. Kontrolle mit Oktavia vor?


@GZB1


Na selbstverständlich Skoda-Oktavia (Privatwagen) auch bei der 2. Einreise


passport


GZB1 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.10.2013 17:37 | nach oben springen

#8

RE: Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.10.2013 19:28
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Nun ja, jedem "Tierchen" sein Plaisierchen.


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#9

RE: Interessante Begebenheiten an der Güst - Teil VIII

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.10.2013 21:36
von passport | 2.640 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #2
[quote=passport|p299647]So, wieder mal eine neue Geschichte von der Güst. Die Abhandlungen über die RP hat wieder Erinnerungen geweckt.
Für die Abfertigung von Diplomaten gab es eine Extra-Abfertigungsspur Einreise PKW. Der Ablauf für die Kontrolle und Abfertigung war in der PKO genau festgehalten. Fuhr nun ein Diplomat mit seinen Kfz. diese externe Spur wurde die Abfertigung auf der gegenüberliegenen Spur eingestellt. Schließlich ist der Diplomat eine bevorrechtigte Person und ist zügig abzufertigen. Die Abfertigung hat nur durch einen befähigten Offizier zu erfolgen. Der Diplomat wird mit der Hand an der Mütze begrüsst und auch so verabschiedet, höflich und korrekt. Soweit die Theorie. Wie sah es aber in der Praxis aus. In der Regel wurden diese Anweisungen ja strikt eingehalten, aber nicht immer.
Ende der 70ziger Jahre fuhr ein alter Skoda-Octavia mit DDR-Kennz. auf die Diplomatenspur.

artgleicher Typ



Unser Identitätskontrolleur, ein junger Uffz., ging auf die Diplomatenspur und erklärte den Fahrer in einen belehrenden Ton das er auf der verkehrten Spur stehe und wollte ihn zurückweisen. Der Fahrer sagte nichts und reichte unseren Kontrolleur seinen roten DDR-Diplomatenpass. Der Diplomat war der 2.Sekretär der StäV der DDR in der Bundesrepublik. Der junge Passkontrolleur nahm den Diplo-Pass wortlos an und übergab diesen an die Kontrollkräfte im inneren des Abfertigungstraktes. Danach setzte er seine IK fort und fertigte die auf seiner Spur stehende Fahrzeuge ab. Nach einer längeren Wartezeit übergab man den IK den Diplo-Pass. Bei der Übergabe fragte der Diplomat warum die Abfertigung so lange gedauert hat. Na, unser Mann erklärte dann im Bewußtsein seiner Dienstellung dem Diplomaten gegenüber das man ihn erst habe überprüfen müssen ! Danach machte der Passkontrolleur die Spur frei und der Diplomat reiste ein. Was aber keiner zu dieser Zeit ahnte das dieser Diplomat ein eigener Mann war. Diplomaten beschweren sich niemals am Ereignisort sondern nur über ihre diplomatischen Kanäle. Bei diesen Diplomaten war es ein kurzer Weg, es blieb ja innerhalb der "Firma". Es vergingen nur 2 Tage und die Dienstzüge mussten zum Dienstbeginn zur Auswertung dieses Vorfalles in den Schulungsraum einrücken. Es wurden nochmals alle entsprechenden DA vorgelesen und die Handlungsweisen zur Diplomatenabfertigung erläutert. Die betroffenden MA kamen alle mit einen "blauen Auge" davon.
Ca. 2 Wochen später kam dieser Diplomat wieder auf die Diplomatenspur gefahren. Es kam wie es kommen musste. Die Abfertigung erfogte wie ein Double der Vorangegangenen.
Jetzt war das Fass übergelaufen. Nach 2 Tagen wurden Um-und Absetzungen innerhalb der betreffenden Dienstgruppen vorgenommen und auch Dienststrafen ausgesprochen.

passport



Muss ja ein echter Liebhaber gewesen sein, wenn der Ende der 70 iger noch einen Octavia


@Alfred

Und heute erst mal. Könnte man glatt ein -H- Kennzeichen beantragen


passport


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