#441

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:17
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #431
@Gert
So können sich die Zeiten ändern.

Wie auch die Menschen, so wie ich z.B.

MfG Heiko



wie soll ich das werten? Warst du früher noch schlimmer?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
nach oben springen

#442

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:18
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Wenn ich mal zusammenfassen darf, dann wurden Reisekader zuallererst nach der fachlichen Komponente ausgesucht, bei Gleichwertigkeit sicher auch aus politischen Erwägungen, da mache ich mir nix vor.

Warum es keine allgemeine Reisefreiheit gab, ist ein anderes Thema.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


DoreHolm und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#443

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:20
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Ja genau , die so genannten Geheimnisträger. Durften nicht mal als Rentner in den Westen. Arme Säue diese Leute.
Zum Geheimnisträger wurde man ja ganz fix.
Waren die Friseusen in der Normannenstraße eigentlich auch schon Geheimnisträger?


nach oben springen

#444

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:20
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #439
Zitat von ratata im Beitrag #438
Eine Frage mal an alle ehemaligen Offiziere der NVA und Mfs -Leute ,IM`S wart ihr denn auch Reisekader der DDR . Durftet ihr damals auch ins NSW fahren . MfG ratata


Klare Antwort ; Nein

Auch in der BRD durfte nicht jeder in die DDR reisen...hatten wir schon mal irgendwo


Pitti53,

selbstverständlich gab es auch in der NVA entsprechende Reisekader.
So z.B. Angehörige der NVA die an den Abrüstungsverhandlungen in Wien teilnahmen oder die Attachés in den verschiedenen Ländern.


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#445

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:21
von Ex-Huf (gelöscht)
avatar

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #442
Wenn ich mal zusammenfassen darf, dann wurden Reisekader zuallererst nach der fachlichen Komponente ausgesucht, bei Gleichwertigkeit sicher auch aus politischen Erwägungen, da mache ich mir nix vor.

Warum es keine allgemeine Reisefreiheit gab, ist ein anderes Thema.


Und ich schreibe mal, dass es zwischen mir und dem User @seaman eine PN-mäßige Kontaktaufnahme gab...

VG Ex-Huf


Rainman2 und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 04.11.2013 20:27 | nach oben springen

#446

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:24
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Na also, mit dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen geht es doch, machen wir weiter so.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


Rainman2 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#447

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:30
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #440
Ich habe einen kennen gelernt, der war bei der Berufsfeuerwehr gewesen. Der durfte wegen des Berufes erst mit 70 ins NSW reisen, obschon er schon Rentner war. Das soll auch bei anderen Berufen im Sicherheitsbereich so gewesen sein.
Theo


Ich hab mal einen kennengelernt, der unbedingt zur Handelsmarine wollte. Dafür hat er sich extra auf 4 Jahre verpflichtet bei der Volksmarine. Danach haben sie ihm gesagt, er ist jetzt Geheimnisträger und darf die nächsten 5Jahre nicht ins NSW. Da hatte sich sein Traum von der christlichen Seefahrt erledigt.


nach oben springen

#448

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:33
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Gab es in der DDR eine christliche Seefahrt ? Wo konnte man sie zu ortnen. Handelsmarine ??? ratata


zuletzt bearbeitet 04.11.2013 20:34 | nach oben springen

#449

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 20:36
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #443
Ja genau , die so genannten Geheimnisträger. Durften nicht mal als Rentner in den Westen. Arme Säue diese Leute.
Zum Geheimnisträger wurde man ja ganz fix.
Waren die Friseusen in der Normannenstraße eigentlich auch schon Geheimnisträger?



Du wirst unsachlich. Brauchst Dich nicht zu wundern, wenn harsche Antworten zurückkommen.



4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#450

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 21:34
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Das ich den Sohn des berühmten Schriftstellers und den Bruder des begnadeten Regisseurs ins Spiel brachte, sorry, aber er war ja nun der "Reisekader" in persona.


zuletzt bearbeitet 05.11.2013 10:53 | nach oben springen

#451

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 21:45
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Und das passt jetzt zum Thema? Gute Nacht!


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


passport hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#452

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 04.11.2013 21:57
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #451
Und das passt jetzt zum Thema? Gute Nacht!


Denke schon auch wenn es nicht jedem passen wird oder kann.


zuletzt bearbeitet 04.11.2013 21:58 | nach oben springen

#453

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 03:07
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #442
Wenn ich mal zusammenfassen darf, dann wurden Reisekader zuallererst nach der fachlichen Komponente ausgesucht, bei Gleichwertigkeit sicher auch aus politischen Erwägungen, da mache ich mir nix vor.



Diese Aussage als Zusammenfassung kann von mir nicht akzeptiert werden und auch der bisherige Verlauf des Thread gibt das nicht her.

Am Anfang ging es noch wirklich um das Thema Reisekader, hierzu auch die Fragestellung: Wie wird man Reisekader.
Meine Kenntnis der Dinge, die hier auch weitgehend bestätigt wurde, kommt zu einer anderen Zusammenfassung, etwa so:

1) In einer Vorauswahl, Überprüfung nach allen Regeln des MfS, sind zuerst die fachlich in Frage kommenden Kandidaten aussortiert worden, zu denen Erkenntnisse "erarbeitet" wurden, welche Zweifel an der politischen oder persönlichen Zuverlässigkeit begründen konnten.

2) Erst in der zweiten Runde, wenn es nur noch unter Kandidaten mit einer hinreichenden Zuverlassigkeit auszuwählen galt, hatte derjenige mit der besten fachlichen Kompetenz eine Chance und vielleicht sogar Priorität.

Als weiteres Indiz für diese Einteilung kann auch die Entziehung der Bestätigung als Reisekader gelten, zu der es kam/kommen konnte, wenn zu der Reise Unregelmäßigkeiten zu vermelden waren, die der Reisekader selbst vergessen hat zu berichten, die aber über andere Kanäle bekannt wurden. Die fachliche Kompetenz wird der Reisekader ja nicht über Nacht verloren haben.

Wolfgang



nach oben springen

#454

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 08:55
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

Dann sag ich auch noch was dazu.
Die DDR war wie sie war. Der Eine blickte von oben der Andere seitlich und der Rest von unten.
Das hier einige nicht interessiert wie der Blick von unten bzw. in den Tiefen der DDR Gesellschaft aussah kann ich nach monatelanger Lektüre hier im Forum verstehen.
Das hat meiner Meinung nach nichts mit der Verteidigung des Kampfes für eine gerechtere Welt zu tun, sondern mit schlichtem Egoismus.
Die DDR war eine umklammerte Gesellschaft. In der es ein Privileg darstellte reisen zu dürfen.Die allermeisten durften das nicht.
Neutrale Informationen waren Mangelware.
Die Reisekader und ich meine in erster Linie nicht die Hochseefischer,Matrosen, Bauarbeiter,Monteure und Schweinezüchter,Kundschafter oder Objektschützer.
So ein Verhandler aus der DDR hatte direkt mit Menschen im Westen zu tun, die eine ähnliche Qualifikation hatten wie er selbst.Es gab sicher auch mal private Kontakte, bei denen unser Reisekader in Gewissensnöte geriet.Oder hat unser Reisekader gleich zu seinen westlichen Gegenüber gesagt , nein ich darf mit Ihnen kein Bier trinken gehen und mich privat mit Ihnen unterhalten, das hat mir ein MA der Stasi vor meiner Abreise verklickert?
Unser Reisekader hat sich doch sicher auch verglichen mit seinem Verhandlungspartner? Mich hätte interessiert wie ein solcher Reisekader seine erste Hand Informationen aus dem Westen verarbeitet und ob er sein nahes Umfeld zu Hause in der DDR daran teilhaben lässt und wie die Reaktionen dort waren.
Mich beschleicht der Eindruck, das diejenigen die mit dem Privileg NSW Reisekader ausgestattet waren zu den stärksten Verteidigern des Mauerstaates DDR gehören. Seltsam und irgendwie pervers, finde ich.


nach oben springen

#455

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 09:13
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #453
(...)
Am Anfang ging es noch wirklich um das Thema Reisekader, hierzu auch die Fragestellung: Wie wird man Reisekader.
Meine Kenntnis der Dinge, die hier auch weitgehend bestätigt wurde, kommt zu einer anderen Zusammenfassung, etwa so:

1) In einer Vorauswahl, Überprüfung nach allen Regeln des MfS, sind zuerst die fachlich in Frage kommenden Kandidaten aussortiert worden, zu denen Erkenntnisse "erarbeitet" wurden, welche Zweifel an der politischen oder persönlichen Zuverlässigkeit begründen konnten.

2) Erst in der zweiten Runde, wenn es nur noch unter Kandidaten mit einer hinreichenden Zuverlassigkeit auszuwählen galt, hatte derjenige mit der besten fachlichen Kompetenz eine Chance und vielleicht sogar Priorität.
(..)

Wolfgang


Das ist gut möglich: Ein ständiges Dilemma für die Betriebe und ihre Führungskader. Man wollte die fachlich Besten, um die Pläne möglichst gut zu erfüllen. Andererseits war man ein sozialistischer Betrieb und deshalb gab es auch die Erwartung, dass die Mitarbeiter eine sozialistische Gesinnung an den Tag legten und sich auch gesellschaftlich vorbildlich betätigten. Mitarbeiter, die man in wichtige Positionen befördern wollten oder ins Ausland reisen sollten, mussten quasi Vorzeigesozialisten sein und eine entsprechende Personalakte haben. Inwieweit die Firmen in der DDR die Mitarbeiter zu gesellschaftlichem Engagement gedrängt haben (Parteieintritt, Mitarbeit in gesellschaftlicher Organisation usw), um als sozialistischer Betrieb bei Partei und Staat "gut" dazustehen, wäre noch eine interessante Thema.
Theo


nach oben springen

#456

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 09:35
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #455
Zitat von diefenbaker im Beitrag #453
(...)
Am Anfang ging es noch wirklich um das Thema Reisekader, hierzu auch die Fragestellung: Wie wird man Reisekader.
Meine Kenntnis der Dinge, die hier auch weitgehend bestätigt wurde, kommt zu einer anderen Zusammenfassung, etwa so:

1) In einer Vorauswahl, Überprüfung nach allen Regeln des MfS, sind zuerst die fachlich in Frage kommenden Kandidaten aussortiert worden, zu denen Erkenntnisse "erarbeitet" wurden, welche Zweifel an der politischen oder persönlichen Zuverlässigkeit begründen konnten.

2) Erst in der zweiten Runde, wenn es nur noch unter Kandidaten mit einer hinreichenden Zuverlassigkeit auszuwählen galt, hatte derjenige mit der besten fachlichen Kompetenz eine Chance und vielleicht sogar Priorität.
(..)

Wolfgang


Das ist gut möglich: Ein ständiges Dilemma für die Betriebe und ihre Führungskader. Man wollte die fachlich Besten, um die Pläne möglichst gut zu erfüllen. Andererseits war man ein sozialistischer Betrieb und deshalb gab es auch die Erwartung, dass die Mitarbeiter eine sozialistische Gesinnung an den Tag legten und sich auch gesellschaftlich vorbildlich betätigten. Mitarbeiter, die man in wichtige Positionen befördern wollten oder ins Ausland reisen sollten, mussten quasi Vorzeigesozialisten sein und eine entsprechende Personalakte haben. Inwieweit die Firmen in der DDR die Mitarbeiter zu gesellschaftlichem Engagement gedrängt haben (Parteieintritt, Mitarbeit in gesellschaftlicher Organisation usw), um als sozialistischer Betrieb bei Partei und Staat "gut" dazustehen, wäre noch eine interessante Thema.
Theo



Danke Theo.

Zu dieser Problematik habe ich vor, demnächst ein Thema zu eröffnen, jetzt habe ich keine Zeit. Mir geht es darum, das Menschenbild zu beleuchten, welches der Sozialismus erforderte. Dann kommen wir dem vielleicht etwas näher, was Schnattel hier reklamiert und Theo anreisst.

Arbeitstitel:

Edel sei der Mensch, hifreich und gut - das Menschenbild des Sozialismus in der DDR - Anspruch und Wirklichkeit

Grüße, Heiko


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


nach oben springen

#457

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 09:49
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Liebes Schnattchen,

bei uns in der Familie gab es einige Reisekader - die waren aber weder Kundschafter, noch Objektschützer, sondern kamen aus der Wirtschaft , dem Handel und der Wissenschaft. Alle 3 haben in den 50-ern ganz unterschiedliche berufliche Entwicklung genommen. Der eine hatte Abitur gemacht, der andere erst einmal Elektriker gelernt und die andere sogar einen frauentypischen Beruf ergriffen - Verkäuferin. Alle 3 haben damals die Möglichkeiten genutzt, die ihnen geboten wurden - ob damals schon gezielt in ihre berufliche Entwicklung eingegriffen wurde, bezweifle ich. Ich denke, es war vordergründig ihre Leistung. Auch das ihre Schwester 1956 mit ihrer Familie in die Bundesrrepublik übergesiedelt ist, war kein Hinderungsgrund, dass sie in den 60-ern und 70-ern zu den Reisekadern gehörten.

Auch wenn es für sie im Vergleich zu anderen DDR - Bürgern ein Privileg war, so war es nicht selten auch Stress, wie bei allen Dienstreisen, wenn ein eingespielter familiärer Alltag durch Abwesenheit eines Familienmitgliedes durcheinander gewirbelt wurde. Da war schon mal die Ehefrau sauer, weil ein Urlaub verschoben wurde oder ein Ehemann, weil er die Einschulung eines der 4 Kinder alleine stemmen musste. Das führte auch mal zu grundsätzlichen Auseinandersetzungen zwischen den Ehepartnern. So etwas ist mir eher in Erinnerung geblieben.

Von ihren Reisen haben sie kaum was erzählt, zumindest wenn wir Kinder dabei waren. Nur einer hat hin und wieder etwas durchbblicken lassen. Er war Mathematikprofessor und Fußballfan, wie alle in der Familie. Und ausgerechnet er war mehrere Male im Geburtsland des Fußballs - in England/Großbritannien. Grund der Dienstreise waren Partnerbeziehungen seiner Uni zu einer britischen Hochschule. Doch er scheint jede freie Minute genutzt zu haben, um sich über den Fußball, dessen Geschichte und aktuelle Entwicklungen auf der Insel zu informieren.

Wenn es bei einer Familienfeier mal wieder hoch her ging - um Lok, Chemie und Oberliga, da holte er schon mal etwas weiter aus und alle hingen an seinen Lippen.

Das mal in kürze meine Erinnerungen. Und bevor Du mich in der Luft zerreisst, bitte zu bedenken, ich habe hier über die Generation meiner Eltern geschrieben. Das sich mit der Entwicklung der DDR sich auch diesbezüglich später einiges geändert hat, möchte ich nicht bestreiten.

LG von der grenzgaengerin

EDIT


zuletzt bearbeitet 05.11.2013 09:58 | nach oben springen

#458

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 10:05
von ddr-bürger (gelöscht)
avatar

Ich war kein Reisekader und das Thema lese ich hier Interesse halber.
Nur leider gleitet das ganz schön ab, irgendwie erinnert mich das an die "Muppet Show". ich schreibe das ohne Wertung, ohne nach "rechts" oder "links" aus zu teilen.
Ich finde das ist ein Thema über ein Stück Alltag in der DDR, in der es Reisekader gab, so wie es in jedem Land "Dienstreisende" gibt. das diese Leute besonderst "gefiltert" wurden ist mir klar und das es viel Neid gab wenn sich die Reisekader mal dies oder das mitbrachten.

Es endet wie meist im Forum, allg. Rundschlag und Schlammschlacht, schade....


prignitzer, Damals87, elster427, furry, Krepp, seaman und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#459

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 10:06
von schnatterinchen (gelöscht)
avatar

.....was denn für Schlamm, wenn ich mal fragen darf?


nach oben springen

#460

RE: Reisekader der DDR

in Leben in der DDR 05.11.2013 13:04
von passport | 2.631 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #453
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #442
Wenn ich mal zusammenfassen darf, dann wurden Reisekader zuallererst nach der fachlichen Komponente ausgesucht, bei Gleichwertigkeit sicher auch aus politischen Erwägungen, da mache ich mir nix vor.



Diese Aussage als Zusammenfassung kann von mir nicht akzeptiert werden und auch der bisherige Verlauf des Thread gibt das nicht her.

Am Anfang ging es noch wirklich um das Thema Reisekader, hierzu auch die Fragestellung: Wie wird man Reisekader.
Meine Kenntnis der Dinge, die hier auch weitgehend bestätigt wurde, kommt zu einer anderen Zusammenfassung, etwa so:

1) In einer Vorauswahl, Überprüfung nach allen Regeln des MfS, sind zuerst die fachlich in Frage kommenden Kandidaten aussortiert worden, zu denen Erkenntnisse "erarbeitet" wurden, welche Zweifel an der politischen oder persönlichen Zuverlässigkeit begründen konnten.
2) Erst in der zweiten Runde, wenn es nur noch unter Kandidaten mit einer hinreichenden Zuverlassigkeit auszuwählen galt, hatte derjenige mit der besten fachlichen Kompetenz eine Chance und vielleicht sogar Priorität.

Als weiteres Indiz für diese Einteilung kann auch die Entziehung der Bestätigung als Reisekader gelten, zu der es kam/kommen konnte, wenn zu der Reise Unregelmäßigkeiten zu vermelden waren, die der Reisekader selbst vergessen hat zu berichten, die aber über andere Kanäle bekannt wurden. Die fachliche Kompetenz wird der Reisekader ja nicht über Nacht verloren haben.

Wolfgang



@diefenbaker

Das MfS war für die Sicherheitsüberprüfung zuständig ! Mehr nicht.

Die Auswahl der Fachkräfte nahm der Betrieb, das Kombinat oder auch das zutreffende Ministerium vor !

passport


DoreHolm, 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.11.2013 13:10 | nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
IM im Auftrag von Markus Wolf, nach 1990? Behörden?
Erstellt im Forum Staatssicherheit der DDR (MfS) von SET800
91 17.02.2014 22:23goto
von Grenzwolf62 • Zugriffe: 3551
GÜST, schnelle Ersatzteilübergabe....
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze von SET800
8 06.04.2011 14:06goto
von Rabe • Zugriffe: 930
Ablehnung als Reisekader
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Skifahrer
11 26.04.2010 17:07goto
von Altermaulwurf • Zugriffe: 1672
Der Ausreiseantrag des Herrn Manfred Krug
Erstellt im Forum Die Grenze,Die Teilung,geteilte Familien von Augenzeuge
13 28.10.2016 07:22goto
von SET800 • Zugriffe: 4388

Besucher
5 Mitglieder und 35 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 649 Gäste und 41 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557718 Beiträge.

Heute waren 41 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen