#21

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 14:10
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #120
Die armen Reisekader?


Kann ich nichts zu sagen.

seaman


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#22

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 14:15
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Bitte nicht wieder anfangen aufeinander einzuhauen, ist zu interessant für einen DDR-Normalo einfach einmal Infos von den "Reisekadern" zu erhalten wie das damals war.


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zuletzt bearbeitet 27.10.2013 14:16 | nach oben springen

#23

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 14:16
von Krepp | 534 Beiträge

Hallo,

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #120
Die armen Reisekader?

und Du hast 0-Ahnung von der Materie und kannst wieder nur stänkern.

Natürlich war das Geld und die Möglichkeit mal in diese Länder zu
kommen ein entscheidender Grund auf die Frage, ob man denn wolle, mit Ja zu antworten.
Aber wenn Du glaubst das die Reisekader nur aus "weinroten Genossen" bestanden, da irrst Du gewaltig.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#24

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 14:17
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Dass Ihr Euch derartig von einer Frage provoziert fühlt, spricht ja schon Bände.


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#25

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 14:18
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #124
Dass Ihr Euch derartig von einer Frage provoziert fühlt, spricht ja schon Bände.



Wer ist Euch?


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#26

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 14:23
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von elster427 im Beitrag #108
@Vierkrug mal eine Frage , habt ihr das Geld bar bekommen?
mfg Jan


@elster427 - Jan bei meinen Aufenthalten in Mocambique bekamen wir das Geld in Bar, da sie nur zeitlich begrenzt auf einige Wochen waren. D.h., mit Dienstreiseauftrag erhieltest Du in der Reisestelle auch die entsprechenden Valuten zzgl. einer Reserve. Wenn der Dienstreiseauftrag mehrere Personen umfasste, dann wurde das auch entsprechend berücksichtigt. Ich hatte immer das Pech, dass ich die kompletten Mittel bekam und verwaltete. D.h., ich habe dann eine Quittungsliste geführt, auf der dann die Tagesgelder akribisch namentlich erfasst waren und die Empfänger gegenzeichnen mußten. Bei Rückkehr wurden mit Dienstreisebericht, Dienstreiseauftrag auch die restlichen Valuten - in der Regel die Reserve in der Reisestelle zurück gerechnet. Bei Zugriff auf die Reserve mußte diese mit entsprechenden Quittungsbelegen nachvollziehbar sein. Die Reisepässe wurden auch in der Reisestelle wieder hinterlegt. War manchmal viel Papierkram, der aber entsprechend der Reiseordnung erledigt werden mußte.

@Grenzwolf62 - auf Cuba konnte man mit den Dollars einiges anfangen. Ich habe einen Teil meines Geldes meinen cubanischen Freunden gegeben, damit sie sich auch diesen oder jenen Wunsch erfüllen konnten.

Ansonsten waren die Auslandseinsätze kein Zuckerschlecken, denn der Arbeitstag betrug oftmals 14 - 16 Stunden und da hatte man auch keinen Bock noch etwas zu unternehmen. Und die Preise in den Bars waren manchmal auch recht gepfeffert. Am Wochenende hat man dann die geringe Freizeit mal genutzt, um sich dieses und jenes anzusehen.

Vierkrug


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zuletzt bearbeitet 27.10.2013 14:30 | nach oben springen

#27

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 14:27
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #117
Was gezahlt wurde war unterschiedlich.

So bekam man z.B. Ende der 80 iger Jahre bei "Auslandseinsätzen " in Afrika pro Tag 17,50 US - Dollar.



Mein bundesdeutscher Arbeitgeber zahlte so um 1980 rum 37,50 DM Afrika-Tagesgeld..
Fast idententische Summe.

seaman


zuletzt bearbeitet 27.10.2013 14:29 | nach oben springen

#28

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 14:55
von Gelöschtes Mitglied
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Ergänzung zum Beitrag #126
Die Reisemittel, sprich Valuten mußten bei der übergeordneten Instanz beantragt und bewilligt werden. Nach entsprechender Genehmigung wurden sie dann vom Leiter der Reisestelle von der Staatsbank abgeholt und dann mit den Reiseunterlagen herausgegeben. NSW-Reisemittel wurden auch jährlich geplant. Wenn es dann mal knapp wurde, dann gab es auch schon mal einen Verzicht.
War manchmal schon recht eigenartig - mal hatte man richtig alte Lappen in der Hand und das andere Mal wiederum Scheine, die noch frisch rochen und fortlaufend nummeriert waren.
Ich hatte mal eine Mitarbeiterin in einem Duty free in Verlegenheit gebracht, nachdem ich ihr unbenutzte Dollarnoten mit fortlaufenden Nummern zur Bezahlung vorlegte. Sie beäugte mißtrauisch die Scheine - hielt sie immer wieder gegen das Licht und schüttelte dabei den Kopf. Eine andere Mitarbeiterin bestätigte aber die Echtheit der Scheine.

@Grenzwolf62 - ich habe noch einmal wegen Cuba 1978 nachgesehen. Ein Teil der Valuten stellte damals der WBdJ bereit.

Vierkrug


Jobnomade und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:00
von elster427 | 789 Beiträge

Diese Probleme hatten wir als Objektschutzkräfte erst garnicht. Wir hatten unsere grünen Päße und mit guten Worten ,ohne Reisespesen, wurden wir auf die Reise geschickt.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#30

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:00
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #128

@Grenzwolf62 - ich habe noch einmal wegen Cuba 1978 nachgesehen. Ein Teil der Valuten stellte damals der WBdJ bereit.
Vierkrug


Das finde ich gut, dass es der WBdJ war. Stell Dir mal vor, es wäre der LMbÜ gewesen oder gar der CPrV gewesen - nicht auszudenken. Vom KRbG mal ganz zu schweigen.....


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#31

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:05
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Hallo Saemann,
meine frage hat nichts mit dem Thema zu tun, vielleicht kannst du das mal extra beantworten.
Was war ein Auslandsaufklärer und was war ein Kundschafter? War doch dasselbe?
Bring doch mal mehr von deinem Leben
T.L


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#32

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:05
von elster427 | 789 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #120
Die armen Reisekader?


Hallo @Harzwanderer ,
du siehst, es gab wirklich arme Reisekader!#129
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
zuletzt bearbeitet 27.10.2013 15:05 | nach oben springen

#33

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:12
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #129
Diese Probleme hatten wir als Objektschutzkräfte erst garnicht. Wir hatten unsere grünen Päße und mit guten Worten ,ohne Reisespesen, wurden wir auf die Reise geschickt.
mfg Jan



Womit habt ihr denn die anfallenden Rechnungen bezahlt ?


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#34

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:16
von elster427 | 789 Beiträge

Rechnungen ? Wir haben nichts bezahlen müßen. Wir wurden gebucht über Interflug bei LAM AIR Mocambique -Berlin - Koppenhagen - Paris - Maputo. Da waren keine Rechnungen zu begleichen.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#35

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:54
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Dandelion im Beitrag #130
Zitat von Vierkrug im Beitrag #128

@Grenzwolf62 - ich habe noch einmal wegen Cuba 1978 nachgesehen. Ein Teil der Valuten stellte damals der WBdJ bereit.
Vierkrug


Das finde ich gut, dass es der WBdJ war. Stell Dir mal vor, es wäre der LMbÜ gewesen oder gar der CPrV gewesen - nicht auszudenken. Vom KRbG mal ganz zu schweigen.....



War der Weltbund der Demokratischen Jugend, glaube ich jedenfalls ohne erst die Tante Goo zu bemühen


zuletzt bearbeitet 27.10.2013 15:55 | nach oben springen

#36

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:54
von Krepp | 534 Beiträge

gelöscht
GW62 war schneller



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
zuletzt bearbeitet 27.10.2013 15:55 | nach oben springen

#37

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 15:56
von elster427 | 789 Beiträge

Da fällt mir unsere Rückreise am 07.01.1990 von Maputo nach Paris wieder ein. Abflug 22.00 Uhr Maputo - Temperatur 30 Grad.
Das Flugzeug hatte mühe beim abheben , da -so dachten wir - total ausgebucht mit Vertragsarbeitern , Portugisen Dänen , Schweden und zwölf DDR Bürger - von denen auch noch alle MfS Mitarbeiter waren. Sechs Objektschutzkräfte und sechs mal HVA. Was uns OSK`s noch nicht klar war, wir hatten die gesamte Kurierpost des MfS und der Botschaft an Bord.
Der Flug war eine absolute Qual , da die Klimaanlage in der Maschine nicht richtig funktionierte.
In Paris angekommen, wurde uns mitgeteilt, daß die Turbinen überprüft werden müßen und sich der Weiterflug verzögern wird. Also ab in den Transitbereich und warten auf die Dinge die da kommen werden.12.00 Uhr kam die Mitteilung der LAM- Turbine kaputt - wird repariert und es geht 17.00 Uhr weiter.
Daraufhin buchten die Nordländer um und der Transitbereich leerte sich. Jetzt wurde es Zeit der DDR Botschaft eine Mitteilung zu machen, doch die hatten frei und nur ein AB war zu erreichen.
Es wurde 17.30 Uhr und nichts passierte. Also LAM nachfragen und siehe da , keiner mehr da. Unsere Info hieß dann - morgen früh um 08.00 Uhr geht es nach Berlin.
Wieder ran ans Telefon , Botschaft angerufen und sogar jemanden erwischt ! Antwort - Wir werden uns kümmern.
20.00 Uhr tauchte ein netter junger Genosse auf, welchem du ansahst , wie gerne er Sonntag abend auf dem Airport rumrennt.
Man hatte uns im IBIS Hotel am Charles de Gaule gebucht und geklärt , das alle Rechnungen an die DDR Botschaft gingen.
Also gut gegessen und getrunken auf ihre Rechnung und ab aufs Zimmer.
Morgens nach dem Frühstück in den Bus und ab zum Airport.
Jetzt sollte es um 12.00 Uhr weitergehen, also weiter warten.
Und dann geschah es - ein älterer Herr im Anzug mit Diplomatenkoffer und mehreren
deutschen Zeitungen unterm Arm setzte sich in unsere Runde und begann seine Zeitungen zu lesen.
Man kennt es ja aus dem Bus ,da liesst einer und fünf andere lesen mit. Er nahm die Zeitung runter und fragte ob wir auch eine Zeitung haben wollten, worauf alle beschämt zur Seite schauten. Ihr seid aus dem Osten ? kam dann als Frage.
Wir bejaten es und kamen mit ihm ins Gespräch. er lebte in Südafrika und sei geschäftlich in Paris. Ob den unsere botschaft nicht weiterhilft war seine Frage und naja für Übernachtung hatte sie gesorgt. Jetzt stand der Herr auf und verschwand um nach 20 minuten wieder zu erscheinen , mit Getränken ,Sandwiches und Baguettes.
Wünschte uns einen guten Appetit und verschwand wieder.
Die Uhr zeigte dann schon 12.30 Uhr und wir saßen immer noch im Transit, als der Herr wiederkam und uns freudestrahlend erzählte , das er die deutsche Botschaft gebeten hat uns zu unterstützen und sie würden vorbeikommen. Upps , jetzt gehts los dachten wir - Schlagzeile BRD Botschaft
hilft gestrandeten MfS Mitarbeitern in Paris - Doch da kam unsere Erlösung - Flug nach Berlin wurde aufgerufen und wir die ersten am Schalter
So hatten wir auch ohne Reisespesen in Paris überlebt.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
GilbertWolzow, seaman, Küchenbulle 79 und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 16:10
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #131
Hallo Saemann,
meine frage hat nichts mit dem Thema zu tun, vielleicht kannst du das mal extra beantworten.
Was war ein Auslandsaufklärer und was war ein Kundschafter? War doch dasselbe?
Bring doch mal mehr von deinem Leben
T.L[/quote]

Also seaman,nicht "Seamann" antwortet:

Für die Auslandsaufklärung der DDR war die HVA (Hauptverwaltung Aufklärung MfS) und die Militäraufklärung der DDR zuständig.
Ständig im Ausland operierende Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit oder des Ministeriums für Nationale Verteidigung nannte man in der DDR ugs.Kundschafter.
Vielleicht können das andere User besser erklären?

Über mein Leben schrieb ich kurz unter Seefahrt,Westberlin,andere Themen wie Chile,Yom-Kippur-Krieg,Afrika,Mittelamerika etc wurden leider hier geschreddert.Also keinerlei Veranlassung meinerseits hier mehr zu schreiben.
Hier sowieso OT.

seaman

Geschichten aus der Seefahrt (8)

Kindheit im geteilten Berlin


zuletzt bearbeitet 28.10.2013 19:31 | nach oben springen

#39

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 16:19
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von elster427 im Beitrag #129
Diese Probleme hatten wir als Objektschutzkräfte erst garnicht. Wir hatten unsere grünen Päße und mit guten Worten ,ohne Reisespesen, wurden wir auf die Reise geschickt.
mfg Jan


@elster427 - Jan der Dienstpass war grün.


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#40

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 16:22
von elster427 | 789 Beiträge

@Vierkrug
Das weiß ich, war ja schließlich Paßkontrolleur. Die OSK s sind mit Dienstpass gereist!! Keine roten Päße!
gruß jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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