#81

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 18:14
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von Alfred
Bürger,

da bit Du - nach meinen Informationen - bis heute der erste, der dies belegen kann. Dies hat bis heute keiner geschafft. Weder die BStU, noch das Militärarchiv in Freiburg , noch alle anderen Institutionen die sich damit beschäftigt haben.

Obwohl, belegt hast du es ja nicht.




Hallo Alfred,
Habe mir mal so einige Beiträge von Dir durchgelesen. Begeistert war ich davon überhaupt nicht! Na gut muss ich ja auch nicht lesen. Deine Einstellung dürfte in etwa die Gleiche von damals sein. Du zweifelst alles an. oder hast für alles eine Begründung und Entschuldigung parat. Eigentlich schadest Du Deinen ehemaligen Kollegen mehr als Du Ihnen beistehst. Da kann es leicht passieren das alle in einen Topf mit den Unbelehrbaren geworfen werden. Für mich wäre es schlimm wenn Du öffentlich vor Jugendlichen auftreten darfst, um Deine Sicht der Dinge darzulegen. Ich vermute einmal das Dir das MfS-Insiderkommitee nicht unbekannt ist. Es ist sonst nicht meine Art ein Forum Mitglied anzuprangern . Doch diesmal konnte ich nicht anders ,wissend das es nicht auf fruchtbaren Boden fällt. Darum geht es auch nicht .
Ich konnte nur nicht mehr zu Deinen Beiträgen schweigen! Ich werfe Dir nicht Deine Vergangenheit vor, sondern es ist die Art und Weise wie Du darüber schreibst und so vieles was im Negativen geschehen ist verharmlost. Meine Kritik bezieht sich nicht auf einen bestimmten Beitrag von Dir sondern auf Deine Beiträge im Allgemeinen in dem Du verharmlost, fadenscheinige Begründungen oder dergleichen bringst.
Siehst Du denn alles noch genau wie zu DDR Zeiten? Für mich unverständlich!
Sind Menschen wie ich der“ Sperrbrecher“ heute für Dich immer noch Verbrecher?
Ich möchte aber keinen Streit provozieren ,zum Nachdenken anregen ja!
Gruß Peter(turtle)


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#82

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 19:42
von manudave (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Seltsam,

ich wollte gerade auf den Beitrag von manudave antworten, wo er mitteilt, dass ein grenzer mitgeteilt hat, dass es keine Strafen von grenzer gab, doch nun ist der ganze Beitrag weg ?

Wie das ?



Ganz einfach - ich hab meinen Text selbst gelöscht. Hätte bestimmt unbeabsichtigt Ärger gegeben.

P.S.: Die Frage wäre ja auch nicht für dich gewesen.


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#83

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 19:52
von Affi976 (gelöscht)
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@all, speziell @Alfred,
ich habe gerade mit meinem Bruder telefoniert. Der hat wie in einem anderen Text vor langer Zeit hier im Forum schon beschrieben, für eineinhalb Jahre in Schwedt gesessen. Ich habe ihn gefragt, ob er Kontakt zu anderen inhaftierten hatte und was das für Leute waren.
Ja, er hatte Kontakte, sogar fast täglich. Unter anderem eben auch zu einem Soldaten der GT, der nicht geschossen hatte, der bekam mal eben 12 Monate.
Auch sollen Gefangene dort gewesen sein, die den Wehrdienst total verweigert hätten, die hätten aber mal 2 und 3 Jahre, je nach Untersuchungshaft und was weiß ich noch alles vorgefallen war, dort gesessen.
Ich war ja schon mal platt, überhaupt mal was von ihm raus zu bekommen. Hatte wohl gerade einen guten Tag erwischt.
VG Affi


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#84

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 20:00
von Augenzeuge (gelöscht)
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@Alfred
Spätestens nach Affi's Beitrag solltest du mal die Wahrheit anerkennen. Dann wärst du ein echter Kerl!!
AZ


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#85

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 20:05
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Affi, bring ihn doch mal, deinen Bruder ins Forum. Über diese Sache Schwedr liegt noch vieles hier im Dunkeln.
Aber es wäre natürlich seine Entscheidung, sich das Alles noch mal anzutun.

R-M-R


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#86

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 20:21
von mannomann14 | 625 Beiträge

Hallo Affi
hier mal einen link,der vieleicht für deinen Bruder interessant ist

http://www.militärgefängnis-sc...&t=467&start=10

mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#87

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 20:26
von Alfred | 6.841 Beiträge

AZ,

warum ?

Alle Behörden sprechen gegen die Ergebnisse von alfi.


zuletzt bearbeitet 24.01.2010 20:28 | nach oben springen

#88

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 20:51
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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mannomann, guter link, aber ich sehe, die Jungs sind auch nicht anders wie wir hier im Forum...so, hat er nun, oder hat er nicht, den Schnaps mit in die Einheit gebracht.?
Das ist doch Scheibenegal, aber wahrscheinlich wichtiger, als die Zeit, die sie absitzen mussten.
Sich zu streiten über solchen Nonsens?
So tickt der Mensch, muss ich da mal sagen.

R-M-R


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#89

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 20:53
von Affi976 (gelöscht)
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@Manfred,
vielen Dank für den Link. Ich hatte ihn meinem Bruder schon vor einiger Zeit mal zukommen lassen.
Aber ich glaube, da gibts noch `ne Menge Blockaden. Deswegen war ich ja umso erstaunter, heute was von ihm in dieser Form zu hören. Über die Bedingungen dort hatte ich ja schon mal was von ihm erfahren, also Einzelhaft, Arbeitslager.....und auch hier geschrieben.
Vielleicht gibts ja eine Art Parallele - Blockade, warum Alfred es nicht warhaben will und mein Bruder wenig erzählt. Kenne ich übrigens auch von anderen pol. Gefangenen, die bis heute schwer daran zu knabbern haben.
Mein Bruder kam nach den 1 1/2 Jahren völlig ergraut wieder und dufte dann seine nichtgediente Zeit nachholen.
Somit hätte er auch gleich Totalverweigerer sein können, hätte die 3 Jahre abgesessen allerdings auch in Schwedt und Schluß.
VG Affi


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#90

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 21:16
von mannomann14 | 625 Beiträge

zwar jetzt OT aber ich hatte in meiner Dienstzeit bei uns in der Einheit vier Matrosen,die Zeiten von 4 Monate bis 6 Monate in Schwedt eingesessen haben, da war es auch so,keiner wollte über die Zeit dort reden.Erst bei gemeinsamen Diensten rückte einer dann langsam mit einigen Sachen raus.
mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#91

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 24.01.2010 21:28
von Affi976 (gelöscht)
avatar

Ja Manfred,
ob nun Schwedt, Zwangsadoption, Republikflucht oder was auch immer, man stößt immer wieder auf Sperren.
Nur bei Zwangsaussiedlungen ist es mir gelungen in Gesprächen mit Betroffenen einiges raus zu kriegen. Selbst "unbeteiligte" Bürger aus einem Dorf in der Rhön gaben mir Auskunft über diese Aktionen, einer erklärte mir sogar den Ablauf. Alle haben es mitbekommen. Nur in wenigen Dörfern gab`s Wiederstand, z.B. Streufdorf und da aber massiv!!!
Wenn es um das Thema Zwangsadoptionen geht, beisst man bei fast allen Beteiligten auf Granit, "komisch".
Spätestens jetzt hätten Mütter und Väter die Möglichkeit ihre geklauten Kinder wieder zu finden, oder Kinder ihre Eltern.
VG Affi


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#92

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 07:15
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Bürger
Hallo zusammen,

Also ich kann nur von mir reden und ich habe es so Erlebt.
Hatte Dienst am Zaun eins, mein Abschnitt war knapp 1km lang aber unübersichtlich. Jedenfalls Grenzdurchbruch. Eine Woche Später wurde alles mindestens 5x nachgestellt. Zeiten Gestoppt usw.usw. Ab ins Regiment nach Halberstadt zum Verhör .5 Stunden für mich und mein Posten. Am nächsten Tag wurde uns gesagt das wir ganz dicht an Schweht vor bei geschlittert sind. Da währen mal so 18 Monate drin gewesen wegen beihilfe.
Nur mal so, mein Nachbar ist es Passiert und er hat 1Jahr und zwei Monate bekommen wegen „Beihilfe zum Grenzdurchbruch“

Gruß Bürger



Wer in Schwedt war, durfte nicht darüber sprechen und hat das auch nicht getan. Vielleicht kann man es nicht so rationell begründen aber es wirkt immer noch nach.
Daher weiß auch ich von Bestrafungen nichts. Der wäre mit dem Klammeraffen gepudert, der mir gegenüber von so etwas gesprochen hätte.
Den Aufwand, der betrieben wurde, um Grenzdurchbrüche nachzustellen, den kann ich bestätigen. Beteiligt waren, vielleicht aus Gründen der Geheimhaltung, immer nur wenige. Doch da wurden Wege nachgegangen (auch mit Hunden), getestet, was ein Posten wann sehen konnte. Was hätte passieren können und am Schluß kam immer etwa sinngegäß die berühmte Formulierung "Sie haben über ... niemandem gegenüber zu sprechen oder schriftliche Notizen zu machen." Nicht mal in der eigenen GAK-Gruppe hat man sich über diese Dinge unterhalten, wenn die Kollegen bei solchen Einsätzen nicht dabei waren. Auch nicht gegenüber den Offizieren der eigenen Kompanie!
Irgendwie war es widersinnig, weil es ja nie offizielle Auswertungen gab - ich zumindest keine erlebt habe.
Heute mag dies ulkig erscheinen, damals habe ich mich sehr genau daran gehalten. Und selbst heutzutage gibt es Momente, wo man, so verrückt dies klingen mag, überlegt, was man wie schreiben oder sagen kann.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#93

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 10:38
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von turtle

Zitat von Alfred
Bürger,

da bit Du - nach meinen Informationen - bis heute der erste, der dies belegen kann. Dies hat bis heute keiner geschafft. Weder die BStU, noch das Militärarchiv in Freiburg , noch alle anderen Institutionen die sich damit beschäftigt haben.

Obwohl, belegt hast du es ja nicht.




Hallo Alfred,
Habe mir mal so einige Beiträge von Dir durchgelesen. Begeistert war ich davon überhaupt nicht! Na gut muss ich ja auch nicht lesen. Deine Einstellung dürfte in etwa die Gleiche von damals sein. Du zweifelst alles an. oder hast für alles eine Begründung und Entschuldigung parat. Eigentlich schadest Du Deinen ehemaligen Kollegen mehr als Du Ihnen beistehst. Da kann es leicht passieren das alle in einen Topf mit den Unbelehrbaren geworfen werden. Für mich wäre es schlimm wenn Du öffentlich vor Jugendlichen auftreten darfst, um Deine Sicht der Dinge darzulegen. Ich vermute einmal das Dir das MfS-Insiderkommitee nicht unbekannt ist. Es ist sonst nicht meine Art ein Forum Mitglied anzuprangern . Doch diesmal konnte ich nicht anders ,wissend das es nicht auf fruchtbaren Boden fällt. Darum geht es auch nicht .
Ich konnte nur nicht mehr zu Deinen Beiträgen schweigen! Ich werfe Dir nicht Deine Vergangenheit vor, sondern es ist die Art und Weise wie Du darüber schreibst und so vieles was im Negativen geschehen ist verharmlost. Meine Kritik bezieht sich nicht auf einen bestimmten Beitrag von Dir sondern auf Deine Beiträge im Allgemeinen in dem Du verharmlost, fadenscheinige Begründungen oder dergleichen bringst.
Siehst Du denn alles noch genau wie zu DDR Zeiten? Für mich unverständlich!
Sind Menschen wie ich der“ Sperrbrecher“ heute für Dich immer noch Verbrecher?
Ich möchte aber keinen Streit provozieren ,zum Nachdenken anregen ja!
Gruß Peter(turtle)





Hallo Peter, dem kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen, mir geht es genauso wenn ich die Beiträge von Alfred lese, darum Danke für deine Stellungnahme, nur zu einem Beitrag von Alfred möchte ich noch was sagen.


[quote="Alfred"]RE: Gedenken an getötete Grenzer ?
ABV, nun sind mir die Grenztruppen nicht fremd. Du solltest überlegen, was Du wie schreibst. Göring hatte bestimmt keine „Freude“ am töten oder schießen. Was er sicher hatte, dass war ein Feindbild und wenn Du schreibst, dass Du selbst bei den GT und der VP warst, dann wurde dir auch ein Feindbild vermittelt. Was waren denn die Grenzverletzer für dich während deiner Dienstzeit als Angehöriger der Grenztruppen oder der VP ? Wenn dies für dich keine Grenzverletzer waren, hast Du es aber gut geschafft dies verheimlichen. Was aber ebenfalls eine Tatsache ist, dass man die Angehörigen der GT immer darauf hingewiesen hat, sich entsprechend der Vorschriften zu verhalten. Und da stand nie die Anwendung der Waffe an erster Stelle. Du kannst schreiben was Du möchtest, die Grenzer waren nicht schießwütig, wie dies heute dargestellt wird. Und hätte alles so gewirkt wie von Dir hier dargestellt, würde man heute über ganz andere „Opferzahlen“ schreiben. Aber wie gering der Prozentsatz der Anwendung der Waffe war ist Dir sicher bekannt. Wenn es von 1979 bis 1990 von den GT rund 3.000 Festnahmen gab und bei diesen insgesamt 148 x die Schusswaffe eingesetzt wurde (inkl. 107 Warnschüsse ) kann man wohl einige Deiner Formulierungen ausschließen. Sicher, es gab auch 24 Verletzte und leider auch 17 Tote. Oder wie sah dies zu deiner Zeit bei den GT aus ? Wie sahen denn bei dir die Prozentzahlen bei versuchten Grenzdurchbrüchen aus ? Man sollte sich vielleicht nicht nur auf den „Spiegel“ berufen. Du schreibst, Du warst mal bei den GT und der VP. Da müsste Dir doch bekannt sein, dass man alle Seiten hören sollte. Sprich, es wäre von großen Vorteil, wenn man alle Akten lesen könnte ! Dann mag man sich eventuell ein Urteil bilden. Und wenn Du schreibst „Und wer das verinnerlicht hatte, schoss dann auch ohne Skrupel auf Vierzehnjährige Grenzverletzer“ hat dies schon was. Woher ist dir bekannt, dass z.B. Göring klar war, dass der Grenzverletzer erst 14 Jahre war ? RM hatte es schon geschrieben. Bei der Anwendung der Waffe gab es immer Begleitumstände. Uhrzeit, es war vielleicht dunkel, Sichtverhältnisse, Fahndung nach Fahnenflüchtigen und vieles mehr. Das haben selbst die Gerichte der BRD nach 1989 so eingeschätzt. Und jeder der eine Waffe getragen hat, wird dies bestätigen, oder ? Sich heute hinzustellen und bestimmte Kommentare abzugeben, zumal wenn man selbst Angehöriger der GT / VP war hat was. Aber vielleicht unterliegt der eine oder andere auch dem Zeitgeist oder einen anderen „Zwang“.

Alfred, Gestern 10:12

@Alfred,
148 mal Anwendung der Schusswaffe, davon 107 Warnschüsse, bleiben nach Adam Riese 31 Schüsse auf Grenzverletzer, dabei gab es 24 Verletzte und 17 Tote, tolle Trefferquote, deinen Zahlen kann ich nicht folgen, aber kann es sein, dass Du anders -RECHNEN- gelernt hast, ich kann Dir beim besten Willen nicht folgen. Für mich war jeder Tote, egal ob Grenzverletzer oder Grenzer einer zuviel, Du brauchst hier nicht für alles eine Entschuldigung oder Rechtfertigung zu finden, ich habe Dich längst durchschaut,
Gruß aus Berlin


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#94

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 11:12
von josy95 | 4.915 Beiträge

Auch ich hab mir die Mühe gemacht, in Alfreds Beiträgen zu recherchieren.

Bin ebenfalls zu dem selbigen persönlichem Eindruck gelangt, wie ihn Turtle, dein1945 und ABV hier schon niedergeschrieben haben. Ich kann Deiner Argumentatin genauso wenig folgen wie Deiner Rechnerei.

Und was z. Bsp. ABV mit seinem Dienst bei GT und VP anbelangt, es gab wohl immer solche und solche Menschen. Die Mehrheit, und darüber sind wir uns wohl auch einig, hat besonnen und entsprechend der Gesetze der damaligen Zeit verantwortungsvoll und gewissenhaft gehandelt. Sonst wäre eine Wende nicht so friedlich verlaufen! Gott sei Dank hatten hier die Vernüftigen, die Realisten die Oberhand!
Aber es gab sie eben auch, die Einpeitscher, die Hardliner, genau so wie es heute die Unverbesserlichen gibt. Und eben diese eigentliche Randgruppe, Minderheit breitet ein Klischee, ein Pauschalverurteilung über alle aus. Bestes Gregenbeispiel hierzu ist doch auch die Argumentationsweise der unverbesserlichen Gegenfraktion, bei denen alle ehem. DDR- Bürger schießwütige Büttel, Vasallen und Vollstrecker der SED und ihrer in größten Teilen krankhaften Ideologie waren. Oder???

Mit Einpeitscher und Hardliner meine ich ganz konkret diejenigen, die in unteren Hirarchien ihre Unterstellten regelrecht zu derartigen (Vorschrifts- und gesetzeswidrigen) Handlungen animiert, aufgefordert und in erhebliche Angst gepaart mit Gewissenskonflikten gebracht/ versetzt haben.

Da Du sehr auf Beweise ect. baust, empfehle ich Dir mal folgende Literatur:
"neue Wernigeröder Zeitung", Jüttners Buchhandlung 20. Jahrgang Nr. 21 vom 04. November 2009, nvz@juettners.de. Im besagten Heft sind derartige Hardliner der ehem. 7. GK Sorge gut beschrieben. Der von mir gemeinte Beitrag heißt: "Bei Anruf Magazínwechsel".

Das sagt ja wohl schon vieles...!

Ich hege auch nicht die geringsten Zweifel, das dieser Beitrag wie sonst immer und vermutlich auch von Dir schnell behauptet, nicht den Tatsachen entspricht. Mag sein, das das eine oder andere kleinere Detail auf Grund des Zeitvorlaufes von 30 Jahren nicht mehr ganz genau stimmt, aber das tut nicht zur Sache.

Solltest Du den Wunsch haben, diesen Artikel zu lesen und über die angegebene Adresse nicht mehr bekommen können, wär ich gern bereit, Dir eine Kopie zususenden. Porto trage selbstverständlich ich. Vielleicht kann ich es beim Finanzamt unter "Außergewöhnliche Ausgaben" von der Steuer absetzen, wenn nicht, ist auch nicht so schlimm!

josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 25.01.2010 11:13 | nach oben springen

#95

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 11:16
von S51 | 3.733 Beiträge

Das wurde damals etwas anders "gelesen" als heute:
Eine Anwendung der Schußwaffe war nicht unbedingt nur ein Schuß. Das konnte eine x-Anzahl von Schüssen sein, die aus einem Anlaß abgegeben wurden oder eben auch nur ein Schuß, wenn sich der Anlaß damit erledigt hatte. In den Fällen, von denen ich gehört habe, war es nie mit einem Schuß getan. Auch nicht bei den Warnschüssen.
Für den Schützen war ein Schuß problematischer als ein oder mehrere Feuerstöße.
Grund eins: Bei der Kalaschnikov ist Dauerfeuer ganz unten. Man braucht beim Entsichern also nicht nachzudenken. Vor Aufregung den Hebel ratsch nach unten - bedeutet immer Dauerfeuer.
Grund zwei: Die erste "Kugel" ist nachweisbar (weil die Spuren des Schusses davor fehlen). Das würde also bedeuten = er hat gezielt.
Grund drei: Bei Dauerfeuer können nur wenige wirklich mehr als zwei Schüsse gezielt abgeben. Der Rest trifft mehr zufällig oder auch nicht. Man kann dem Schützen weder nachweisen, dass er gezielt vorbeigehämmert noch gegebenenfalls getroffen hat.
Grund vier: In der Aufregung beruhigt das Ratatam irgendwie. Die meisten Schützen wissen später gar nicht, wieviel Schüsse sie abgegeben haben.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#96

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 11:38
von S51 | 3.733 Beiträge

Sorry - Fehler: Die erste Schaltstellung ist Dauerfeuer, die Zweite dann Einzelfeuer. Also kam nach dem Entsichern das Dauerfeuer.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#97

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 11:47
von S51 | 3.733 Beiträge

Und trotz allem, was wir hier so diskutierten.
Um auf den Titel zurückzukommen. Jeder, der dort umkam oder verletzt wurde, ist ein Opfer der Trennlinie zwischen diesen beiden deutschen Staaten. Jeder ist es wert, daran zu denken, wie schnell, gründlich und grausam es vorbei sein kann, wenn Ideologie über Menschlichkeit triumphiert. Und wie wenig ein solches Opfer davon hat, wenn sich die Sichtweise später mal ändert.
Die Einen in diesem Punkt für gedenkenswerter zu halten als die Anderen bedeutet meiner bescheidenen Meinung nach nur, der Ideologie doch etwas Vorrang zu geben. Am Anfang nur ein bischen - klar - doch nach und nach...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#98

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 11:56
von Alfred | 6.841 Beiträge

dein,

ja, ich rechne wirklich anders.

148 minus 107 macht bei mir 41 ! Bei Dir 31.


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#99

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 11:57
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von S51
Und trotz allem, was wir hier so diskutierten.
Um auf den Titel zurückzukommen. Jeder, der dort umkam oder verletzt wurde, ist ein Opfer der Trennlinie zwischen diesen beiden deutschen Staaten. Jeder ist es wert, daran zu denken, wie schnell, gründlich und grausam es vorbei sein kann, wenn Ideologie über Menschlichkeit triumphiert. Und wie wenig ein solches Opfer davon hat, wenn sich die Sichtweise später mal ändert.
Die Einen in diesem Punkt für gedenkenswerter zu halten als die Anderen bedeutet meiner bescheidenen Meinung nach nur, der Ideologie doch etwas Vorrang zu geben. Am Anfang nur ein bischen - klar - doch nach und nach...



Schön geschrieben Ja das nach und nach bereitet mir Kopfschmerzen!
Gruß Peter(turtle)


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#100

RE: Gedenken an getötete Grenzer ?

in Grenztruppen der DDR 25.01.2010 11:59
von exgakl (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
dein,

ja, ich rechne wirklich anders.

148 minus 107 macht bei mir 41 ! Bei Dir 31.




24 Verletzte + 17 Tote macht bei mir aber wieder 41


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