#1

Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 16:49
von Lutze | 8.039 Beiträge

gab es noch Streiks nach dem 17.Juni 1953 in der DDR?,
wurden Streiks von staatlicher Seite verboten?,
die Betriebs-Gewerkschafts-Leitungen (BGL) haben ganz
gewiss nicht für einen Streik zugestimmt,
gab es keine Differenzen der Werktätigen mit der SED in den Betrieben?
gruß Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 16:57
von Küchenbulle 79 | 533 Beiträge

gab es keine Differenzen der Werktätigen mit der SED in den Betrieben?@Lutze


Nein Lutze,nur mit dem Werkessen!


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#3

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 17:26
von Moskwitschka (gelöscht)
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Hallo Lutze,

mir ist heute nicht so nach Ernsthaftigkeit. Nur soviel aus dem Stand. Ich habe bis zur Wende in Lohnbuchhaltungen von einem Berliner Kombinat und einem Baubetrieb gearbeitet. Mir ist weder der Abwesenheitsgrund noch die Lohnart "Streik" und "Wilder Streik" untergekommen. Erst nach der Wende.

Streik - gewerkschaftlich organisiert

Wilder Streik - spontane gemeinschaftliche Arbeitsniederlegung

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 26.10.2013 17:26 | nach oben springen

#4

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 17:28
von Gelöschtes Mitglied
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Streiks würde ich es nicht nennen, aber zeitweilige Arbeitsniederlegungen bzw. - verweigerungen gab es schon.
Folgendes Beispiel von der Elbewerft in Boizenburg aus dem Jahr 1973.
Seitens der WAO, hier speziell durch die Arbeitsnormung gab es im Zusammenhang mit der neuen Sektionsfertigung in der Schiffbauhalle Arbeitszeitaufnahmen für die Schiffbauer und Schweißer, da ja auch neue Technik und Technologien zum Einsatz kamen. Die Betreffenden wußten davon, da ja die Arbeitszeitaufnahmen unmittelbar vor Ort getätigt wurden. D.h., die Arbeitsnormer standen mit der Stoppuhr neben den Sektionsbauern und den Schweißern. Diese Arbeitszeitaufnahmen wurden über einen längeren zeitlichen Rahmen getätigt und über alle Schichten. Nach Auswertung und Verdichtung der Zeitaufnahmen, wurden die neuen Arbeitsnormen erstellt und mit den betreffenden Schiffbauer- und Schweißerkollektiven besprochen. Dabei wurden auch die noch vorhandenen Leistungsreserven aufgezeigt. Seitens der betreffenden Kollektive gab es Zustimmung.
Nachdem aber diese neuen Normen von der Technologie in die Bauabläufe berücksichtigt wurden, gab es Ärger vor Ort in der Schiffbauhalle, verbunden mit Arbeitsverweigerungen und zeitweiligen Arbeitsniederlegungen. Von ursprünglichen Normerfüllungen von 110 - 120 Prozent kam man jetzt lediglich auf 102 - 105 Prozent, was sich natürlich monatlich in der Lohntüte bemerkbar machte, wenn man nicht anderweitige Vorleistungen tätigte.
Es hat dann stundenlange Aussprachen seitens der Werftleitung, BPO und BGL mit den betreffenden Schiffbauern und Schweißern gegeben.
Quintessenz des Ganzen - man kehrte vorübergehend wieder zu den alten Normen zurück und die Arbeitszeitaufnahmen wurden etwas moderater ausgelegt, die sich dann auch in den Normen abgeschwächter widerspiegelten.
Ich sah es schon damals als einen Selbstbetrug, denn wie sollte man die Produktivität und Effektivität in den Produktionsabläufen verbessern und erhöhen, wenn nicht mit dem Einsatz modernerer Technik und Technologien auch die Normen verändert werden mußten.

Vierkrug


Lutze, Feliks D. und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.10.2013 17:30 | nach oben springen

#5

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 18:48
von Annakin | 526 Beiträge

Hallo

Streiks wohl nicht, mir ist jedenfalls nicht in der Richtung bekannt, wenn denn nur Kundgebungen.

Gruß Annakin


_____________________________________________________________________________________________________________
Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, mache ihn zum Verbündeten.
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#6

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 18:54
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

-siehe eins weiter-


zuletzt bearbeitet 26.10.2013 19:00 | nach oben springen

#7

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 18:58
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

In der Wendezeit gab es Streiks in der DDR
http://www.chronikderwende.de/tag_foto_j...ag2.1.1990.html
Müsste in Beelitz gewesen sein.
http://1989.dra.de/themendossiers/politi...ng-der-nva.html

In Bautzen hatten davor schon die Häftlinge gestreikt.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13496192.html


zuletzt bearbeitet 26.10.2013 19:00 | nach oben springen

#8

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 19:08
von damals wars | 12.194 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #1
gab es noch Streiks nach dem 17.Juni 1953 in der DDR?,
wurden Streiks von staatlicher Seite verboten?,
die Betriebs-Gewerkschafts-Leitungen (BGL) haben ganz
gewiss nicht für einen Streik zugestimmt,
gab es keine Differenzen der Werktätigen mit der SED in den Betrieben?
gruß Lutze

Streiks waren eher ungewöhlich. -wollte der Arbeiter erreichen, so war der Gang zum Parteisekretär heute würde man sagen"betriebliche Übung". da die Partei überall das letzte Wort hatte sicher zu Recht. bei den Urlaubsplätzen war die BGL der richtige Ansprechpartner.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#9

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 19:40
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

. bei den Urlaubsplätzen war die BGL der richtige Ansprechpartner.@damals wars

Stimmt,aber wenn Du im letzten Jahr schon einen hattest konnteste Dir den Weg auch Sparen


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#10

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 20:55
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ich habe mal einen 1-Mann Streik angedroht. Damit habe ich eine kleine Konterrevolution ausgelöst. Da saß ich Montags auf meinem Stellwerk und hatte Dienst von 6-14Uhr. Um 10.Uhr der Anruf vom Dispatcher. Herr... sie bleiben heute bis 18Uhr, da ein Kollege erkrankt ist. Die Bezahlung als Stellwerksmeister war grottenschlecht und dazu kam dieses idiotische Steuersystem, das man mit der Steuerklasse 1 bei einer bestimmten Anzahl Überstunden in eine höhere Steuerprogression fiel und es passierte, daß man mit Überstunden weniger netto hatte, als ohne. Da war ich sauer. Ich rief meinen Chef an und erklärte ihm , das ich eine steuerfreie Prämie verlange, damit ich nicht noch für meine Überstunden bestraft werde. Als er nicht darauf einging, teilte ich ihm mit , das wenn es keine Prämie gibt und eine Sonderverpflegung, ich das Stellwerk um 14Uhr abschliessen werde und mir dann egal ist, ob an jedem Signal von Eisenach bis nach Erfurt ein Zug steht. Die ganze Führung war in heller Aufregung, bis dann die Entscheidung kam. Es gab für die 4Zusatzstunden eine Prämie(50oder 100M) und die Chefsekretärin brachte mir auch noch Essen und Trinken vorbei. Das Geld wurde dann unter FDGB-Milchgeld verbucht. Obwohl Geheimhaltung vereinbart war, sprach sich meine Aktion wie ein Lauffeuer herum und es endete mit Forderungen auch anderer Angestellter nach Extrabezahlung für Überstunden.
Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Räder still.


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#11

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 21:10
von utkieker | 2.925 Beiträge

Im Studentensommer 1982 ist unsere Seminargruppe ins Lager für Arbeit und Erholung nach Berlin gefahren. Unsere Seminargruppe gehörte zum Technikum Neustrelitz, allerdings studierten wir an der Außenstelle in Greifswald. Angekommen im Lager wurde nun festgestellt, daß sie uns total vergessen haben und wir sollten doch gleich wieder abreisen. Daraufhin haben wir eine Sitzblockade vorm Eingang des Lagers veranstaltet. Die Aktion ging 20 Minuten, danach hat die Lagerleitung aufgegeben. Als Wortführer dieser Aktion wurde ich Brigadier unserer Seminargruppe und mußte schließlich auch die Stunden schreiben, hatte sich aber unterm Strich gelohnt. Nach dem Ende der Semesterferien wurde ich aber daraufhin als Parteisekretär der Außenstelle Greifswald abgesägt....

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#12

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 21:20
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Aua - wenn ich mich richtig erinnere habe ich auch zu DDR Zeiten schon mal NEIN gesagt, oder war es mehr wie einmal?

Habe ich da gestreikt - oder bin ich gar ein unbekannter (unerkannter) Widerstandskämpfer.

Ich bin ja so froh ein Forum gefunden zu haben mit so vielen Helden. Danke.


Gert, 94, Feliks D., Wahlhausener und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 21:24
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #4
Streiks würde ich es nicht nennen, aber zeitweilige Arbeitsniederlegungen bzw. - verweigerungen gab es schon.
Folgendes Beispiel von der Elbewerft in Boizenburg aus dem Jahr 1973.
Seitens der WAO, hier speziell durch die Arbeitsnormung gab es im Zusammenhang mit der neuen Sektionsfertigung in der Schiffbauhalle Arbeitszeitaufnahmen für die Schiffbauer und Schweißer, da ja auch neue Technik und Technologien zum Einsatz kamen. Die Betreffenden wußten davon, da ja die Arbeitszeitaufnahmen unmittelbar vor Ort getätigt wurden. D.h., die Arbeitsnormer standen mit der Stoppuhr neben den Sektionsbauern und den Schweißern. Diese Arbeitszeitaufnahmen wurden über einen längeren zeitlichen Rahmen getätigt und über alle Schichten. Nach Auswertung und Verdichtung der Zeitaufnahmen, wurden die neuen Arbeitsnormen erstellt und mit den betreffenden Schiffbauer- und Schweißerkollektiven besprochen. Dabei wurden auch die noch vorhandenen Leistungsreserven aufgezeigt. Seitens der betreffenden Kollektive gab es Zustimmung.
Nachdem aber diese neuen Normen von der Technologie in die Bauabläufe berücksichtigt wurden, gab es Ärger vor Ort in der Schiffbauhalle, verbunden mit Arbeitsverweigerungen und zeitweiligen Arbeitsniederlegungen. Von ursprünglichen Normerfüllungen von 110 - 120 Prozent kam man jetzt lediglich auf 102 - 105 Prozent, was sich natürlich monatlich in der Lohntüte bemerkbar machte, wenn man nicht anderweitige Vorleistungen tätigte.
Es hat dann stundenlange Aussprachen seitens der Werftleitung, BPO und BGL mit den betreffenden Schiffbauern und Schweißern gegeben.
Quintessenz des Ganzen - man kehrte vorübergehend wieder zu den alten Normen zurück und die Arbeitszeitaufnahmen wurden etwas moderater ausgelegt, die sich dann auch in den Normen abgeschwächter widerspiegelten.
Ich sah es schon damals als einen Selbstbetrug, denn wie sollte man die Produktivität und Effektivität in den Produktionsabläufen verbessern und erhöhen, wenn nicht mit dem Einsatz modernerer Technik und Technologien auch die Normen verändert werden mußten.


Vierkrug


Grün: Wie wahr. War selbst auch Arbeitsnormer und WAO-Verantwortlicher. Hatte vor einiger Zeit dazu in einem anderen Thema schon geschrieben. Die DDR-Regierung hatte höllische Angst davor, daß wegen ungünstiger Normen wieder umfangreiche Streiks stattfinden. Lieber wurde das Geld hinterhergeschmissen. Schrieb es schon mal: 1977 Einführung von Normen. Vorher Zeitlohn. Vorgabe: bisherige Leistung = 100 %. Tatsächliche NE ca. 120 - 130%. Technische Neuerungen schlugen sich nicht 1 : 1 in höherer Produktivität nieder, sondern die Pausen wurden etwas länger. Das alles bei ca. 5 - 5,5 h AZ-Auslastung. Und da behauptete ein Kollege mal, es wäre eine Ausbeutung schlimmer als beim Kapitalisten, obwohl der nie unter einem Kapitalisten gearbeitet hatte. Was für ein Aufwachen für diesen Kollegen nach 1989 ?



Küchenbulle 79 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.10.2013 21:26 | nach oben springen

#14

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 26.10.2013 21:43
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Um Streiks zu organisieren hätte es eine Organisation gebraucht. Die gab es nirgends. Die Gewerkschaftler wurden vom Betrieb bezahlt. Die konnten ja nicht den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Es gab in Firmen Arbeiter, die zusammen höhere Lohnforderungen durchsetzen konnten, aber bei einem Streik hätte man sicher die geballte Kraft des Staates in allen Ebenen aktiviert.


thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 27.10.2013 09:45
von Lutze | 8.039 Beiträge

man war nicht mit Allem zufrieden,
was in den Betrieben abgelaufen ist,
ich auch nicht,das Wort" Streik " hörte man
nach dem 17.Juni nicht mehr,
obwohl ich erst 1965 geboren wurde,
für eure Beiträge möchte ich mich bedanken,
es gab,wenn ich das so lese,doch Unzufriedenheit
in den DDR-Betrieben,
alle Achtung denjenigen,die ihre Meinung vertreten haben
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#16

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 28.10.2013 13:36
von damals wars | 12.194 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #9
. bei den Urlaubsplätzen war die BGL der richtige Ansprechpartner.@damals wars

Stimmt,aber wenn Du im letzten Jahr schon einen hattest konnteste Dir den Weg auch Sparen



Da mein Betrieb, die BUNA- Werke eigene Ferienplätze/heime hatte, war das nicht so problematisch!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 28.10.2013 13:36 | nach oben springen

#17

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 28.10.2013 13:39
von damals wars | 12.194 Beiträge

Die Subbotniks hätte man locker unter Streik verbuchen können!


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#18

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 29.10.2013 17:30
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von damals wars im Beitrag #17
Die Subbotniks hätte man locker unter Streik verbuchen können!


Ich denke mit jedem Jahr der DDR nahm die Motivation der Menschen ab, am Wochenende etwas für die Allgemeinheit zu tun.

Dabei sind beim Nationalen Aufbauwerk - nicht unerhebliche Werte geschaffen worden. Hier ein Artikel aus dem Jahr 1967, über den ich zufällig gestolpert bin

PLEISSA. Nahezu die Hälfte aller wahlberechtigten Bürger schuf in 42 297 Stunden Eigenleistungen im Werte von 233 798,31 MDN im Wettbewerb der Nationalen Front.
Damit wurde das bis zum 50. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution gesteckte Ziel mit über 33 000 MDN überboten.
Hauptanteil an diesen Leistungen haben die Bürger, die durch Um- und Ausbau sowie durch Erhaltungsarbeiten eine Aufwertung des örtlichen Wohnraumes herbeiführen. Besonders sind dabei die Leistungen der Hausgemeinschaften Hauptstraße 47 und 111 sowie der Hohnsteiner Straße 20 und Klausstraße 5 hervorzuheben.
Schwerpunkt des Volkswirtschaftsplanes der Gemeinde war 1967 der Straßenbau. Über 360 Einwohner halfen mit die Nebenarbeiten an der Dorfstraße sowie einiger Nebenstraßen durchzuführen. Dabei wurden für über 48 000 MDN Werte geschaffen.
Auch die Volkspolizeihelfer und die Kameraden derörtlichen Feuerwehr leisteten wertvolle Hilfe beim Brückenbau auf der Chemnitzer Straße, bei der Bachbettberohrung am Schützenteich sowie bei der modernen Straßenbeleuchtung.
Vom örtlichen Organ und dem Ortsausschuß der Nationalen Front wird das Ziel gestellt bis zum bis zum Jahrestag des Roten Oktober.....


http://ge-mo.com/hystory5.htm

Den Tierpark in Berlin würde es so auch nicht geben http://de.wikipedia.org/wiki/Nationales_Aufbauwerk

LG von der grenzgaengerin


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#19

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 29.10.2013 17:37
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Soweit ich mich erinnere musste man eine gewisse Anzahl NAW-Stunden haben, um die Aussicht zu bekommen, in 10Jahren eventuell eine Neubauwohnung zu erhalten. Da wurden da solche Marken in ein Heft eingeklebt, pro geleistete Stunde.
Das wurde dann als Genossenschaftsanteil bei der AWG berechnet.


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#20

RE: Streiks in der DDR

in Leben in der DDR 29.10.2013 17:38
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Doch, das ließ nicht nach ... es verlagerte sich aber zunehmend eher in wochenendliche Arbeitseinsätze in der zu schaffenden Kleingartensparte ...

Es gab sie aber schon, diese Arbeitsniederlegungen. Sie waren aber meist wegen gravierender Missstände in der Produktion und nicht politisch motiviert, meist lokal begrenzt und wieder schnell vorbei, wenn sich der Probleme angenommen wurde.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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