#121

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 20:02
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #107
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #106
Woher rekrutierte sich eigentlich das Personal in den Shops....?

Gruss BO


Vermutlich die Frauen der Weltreisenden.



Meine Schwägerin, die im Intershop in Erfurt arbeitete, war die Frau eines Monteurs im Reifendienst. Beide parteilos, sie die Tochter eines selbständigen Handwerkers. Noch Fragen ?



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#122

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 20:02
von der glatte | 1.356 Beiträge

Na ja, gehört eventuell nicht unbedingt zum interessanten Thema, welches Dandelion hier eröffnet hat. Aber Intershop war das auch.

Die Angestellten vom Intershop hatten allerdings auch sehr viel Kontakt zu Falschgeld aus der westlichen Welt. Man versuchte offensichtlich auch die Leute dort auf das Glatteis zu führen. Das beweist ein extra Schulungsprogramm nebst ständig aktualisiertem speziellen "Schulbuch" über die "Blütenwelt". Ich werde es in einem extra Thema vorstellen.

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


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#123

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 20:15
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Nun hab ich doch noch mal nachgelesen: Die ersten Intershops wurden "unter dem Dach der Mitropa gegründet" . Zu finden in "Bahnhof der Tränen" von P.Springer mit einem Sack voll Quellen usw.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#124

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 20:31
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #118
Haben Forumschecks eventuell immer nach einen Wert?

Kommt glaube ich vor allem neben dem Erhaltungsgrad auf die Serienummer drauf an, fängt diese mit Z an, na dann können 50 Westpfennig damals heute schon einen Verkaufswert von 25 Euro abbilden, vorausgesetzt es findet sich ein Käufer ...
http://www.tieste.de/index.php?site=papi...elsgesellschaft

Hmm, hättest mal lieber nicht den sächselnden Bundesbürger raushängenlassen, wärste heut vielleicht ein gemachter Mann?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#125

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 20:31
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #119
Hallo in die Runde,
nach meinem Wissen war das Personal im Intershop von der HO (Handelsorganisation der DDR). Oder gehörten sie zum Konum? War das da eine spezielle Abteilung?

Gab es nicht noch Intershop-Geschäfte, wo der normale DDR-Bürger nicht hinkam? Zum Beispiel im Überseehafen Rostock, oder auf den Fähren nach Gedser (Dänemark) oder Trelleborg (Schweden)?

Gruß vom Glatten


Das waren zollfreie Basare für Seeleute und zur Schiffsausrüstung.

seaman


zuletzt bearbeitet 27.10.2013 20:32 | nach oben springen

#126

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 20:42
von der glatte | 1.356 Beiträge

War das dann also eine extra Abteilung oder auch Mitropa?

Gruß vom Glatten


ACRITER ET FIDELITER


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#127

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 20:51
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi
Es war Mitropa-----Du hast das Buch -Kuck mal auf den "Ausweis" der als Betretungsausweis für den Westteil "verkauft "wurde.
73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#128

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:20
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


Logisch gab es alles zu kaufen, die Frage war nur wann, wo und für wieviel (West)mark !



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#129

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:30
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #126
War das dann also eine extra Abteilung oder auch Mitropa?

Gruß vom Glatten


Es gab in diesem internationalen Seemannsbasar in den DDR-Häfen ausschliesslich Artikel, die z.t. preisgünstiger als im Intershop waren,die man mit konvertierbarer Währung(Devisen) bzw.Wertgutscheinen(Basarscheine etc.) erwerben konnte.Darunter befanden sich auch DDR-Produkte(z.b. First Class Kaffee,Zigarretten).
Mit diesen Artikeln rüstete u.a. die Schiffsversorgung in-und ausländische Schiffe aus.
Diese Waren nannte sich Duty Free bzw.Basarwaren und wurden an Bord der Handelsschiffe aller Nationen in harter Währung an die Besatzungen vertrieben.Da konnte dann auch auf einer Schachtel Club auf der Banderole Duty Free(preisbegünstigt) stehen.DDR-Schiffe haben sich natürlich nicht für Devisen DDR-Marken Zigarretten an Bord eingekauft.
Nicht zu verwechseln mit Transitwaren....

seaman


zuletzt bearbeitet 27.10.2013 21:31 | nach oben springen

#130

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:34
von Moskwitschka (gelöscht)
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Die Intershops hatten ja nicht nur Verkäuferinnen. Und beliefert wurden sie bestimmt nicht aus den Lagern der WtB (Waren des täglichen Bedarfs).

Hat jemand einmal solche Warenlieferungen beobachtet? Oder waren das aus Sicherheitsgründen ganz geheime Nacht- und Nebelaktionen?

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 27.10.2013 22:04 | nach oben springen

#131

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:37
von West_Tourist (gelöscht)
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Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #128
Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


Logisch gab es alles zu kaufen, die Frage war nur wann, wo und für wieviel (West)mark !




Ja sicherlich . Aber nicht alle waren Geil auf Westmark oder Intershops. Aber schon viele. Die DDR war aber damals kein Armenhaus, wie zur gleichen Zeit Polen, Ungarn, Rumaenien , Bulgarien oder Jugoslawien .


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#132

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:40
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #129
Zitat von der glatte im Beitrag #126
War das dann also eine extra Abteilung oder auch Mitropa?

Gruß vom Glatten


Es gab in diesem internationalen Seemannsbasar in den DDR-Häfen ausschliesslich Artikel, die z.t. preisgünstiger als im Intershop waren,die man mit konvertierbarer Währung(Devisen) bzw.Wertgutscheinen(Basarscheine etc.) erwerben konnte.Darunter befanden sich auch DDR-Produkte(z.b. First Class Kaffee,Zigarretten).
Mit diesen Artikeln rüstete u.a. die Schiffsversorgung in-und ausländische Schiffe aus.
Diese Waren nannte sich Duty Free bzw.Basarwaren und wurden an Bord der Handelsschiffe aller Nationen in harter Währung an die Besatzungen vertrieben.Da konnte dann auch auf einer Schachtel Club auf der Banderole Duty Free(preisbegünstigt) stehen.DDR-Schiffe haben sich natürlich nicht für Devisen DDR-Marken Zigarretten an Bord eingekauft.
Nicht zu verwechseln mit Transitwaren....

seaman





@seaman, die Schachtel Transit-Club 1 Mark, die Schachtel Transit-Cabinet 80 Pfennige der DDR, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe. Durfte man doch aber erst nach Verlassen der 3-Meilen-Zone erwerben, oder wie war das gleich nochmal.



seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#133

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:43
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Zitat von West_Tourist im Beitrag #131
Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #128
Zitat von West_Tourist im Beitrag #81
Auf Intetshops und Westkontakte waren die meisten DDR Buerger damals nicht angewiesen. In der DDR gabs alles notwendige zu kaufen. Auch ohne DM. Westkontakte waren fuer manche die Kontakte dieser Art nicht hatten , sicherlich intetessant. Aus verschiedenen Gruenden.


Logisch gab es alles zu kaufen, die Frage war nur wann, wo und für wieviel (West)mark !




Ja sicherlich . Aber nicht alle waren Geil auf Westmark oder Intershops. Aber schon viele. Die DDR war aber damals kein Armenhaus, wie zur gleichen Zeit Polen, Ungarn, Rumaenien , Bulgarien oder Jugoslawien .


Da hast du Recht, aber manche Dinge gab es ja unstrittig wirklich nur über Beziehungen oder blaue Fliesen !



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#134

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:43
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Jugoslawien ein Amenhaus? Im Hinterland vielleicht schon, an der touristisch erschlossenen und intensiv genutzten Küste gewiss nicht. Ich habe 74 oder 75 erstmalig dort Urlaub gemacht und mich nicht nicht nur auf die Ferienanlage beschränkt, sondern auch ziemlich ausgedehnte Tagestouren ins Hinterland gemacht - und nirgendwo kam ich mir wie im Armenhaus vor.

Das mag in den 50er Jahren anders gewesen sein, aber Mitte der 70er war von echter Armut zumindest in den Bereichen nichts zu spüren.


Unner Gräzer, Harzwanderer und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#135

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:47
von Harzwanderer | 2.922 Beiträge

Und Ungarn passt auch nicht ganz in die Liste.


AlfredTetzlaff hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#136

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:49
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #132
Zitat von seaman im Beitrag #129
Zitat von der glatte im Beitrag #126
War das dann also eine extra Abteilung oder auch Mitropa?

Gruß vom Glatten


Es gab in diesem internationalen Seemannsbasar in den DDR-Häfen ausschliesslich Artikel, die z.t. preisgünstiger als im Intershop waren,die man mit konvertierbarer Währung(Devisen) bzw.Wertgutscheinen(Basarscheine etc.) erwerben konnte.Darunter befanden sich auch DDR-Produkte(z.b. First Class Kaffee,Zigarretten).
Mit diesen Artikeln rüstete u.a. die Schiffsversorgung in-und ausländische Schiffe aus.
Diese Waren nannte sich Duty Free bzw.Basarwaren und wurden an Bord der Handelsschiffe aller Nationen in harter Währung an die Besatzungen vertrieben.Da konnte dann auch auf einer Schachtel Club auf der Banderole Duty Free(preisbegünstigt) stehen.DDR-Schiffe haben sich natürlich nicht für Devisen DDR-Marken Zigarretten an Bord eingekauft.
Nicht zu verwechseln mit Transitwaren....

seaman





@seaman, die Schachtel Transit-Club 1 Mark, die Schachtel Transit-Cabinet 80 Pfennige der DDR, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe. Durfte man doch aber erst nach Verlassen der 3-Meilen-Zone erwerben, oder wie war das gleich nochmal.



Ja,ausserhalb der Hoheitsgewässer...die Transitwaren.
Preise müsste ich nachschauen.Könnte aber in etwa hinkommen.


seaman


Unner Gräzer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 27.10.2013 21:52 | nach oben springen

#137

RE: Intershop

in Leben in der DDR 27.10.2013 21:53
von West_Tourist (gelöscht)
avatar

Jawoll Chef ! Ich meinte eher mitte der 80er anfang der 90er Jahre.


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#138

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 09:09
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #121
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #107
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #106
Woher rekrutierte sich eigentlich das Personal in den Shops....?

Gruss BO


Vermutlich die Frauen der Weltreisenden.



Meine Schwägerin, die im Intershop in Erfurt arbeitete, war die Frau eines Monteurs im Reifendienst. Beide parteilos, sie die Tochter eines selbständigen Handwerkers. Noch Fragen ?



Hatte ja so einen kleiner Zwinker-Mann rangehängt
Aber im Ernst, es gab in der DDR schon Planstellen die unter die Oberbezeichnung "Erbpfründe" fielen und wo ganz gewiss nicht das berühmte Wir-stellen-ein-Schild draußen hing, kann mir durchaus vorstellen das dies bei einer Arbeit wo am Monatsende auch paar harte Märker in der Lohntüte steckten auch so war.
Viele Beiträge suggerieren oft eine ungeahnte Normalität für gewisse Dinge im DDR-way of life, im Einzelfall kann das ja auch durchaus zutreffen, aber flächendeckend brauchen wir uns doch diesbezüglich nichts vorzumachen und hier kommt er wieder zum Einsatz der


zuletzt bearbeitet 28.10.2013 09:10 | nach oben springen

#139

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 09:15
von DoreHolm | 7.681 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #138
Zitat von DoreHolm im Beitrag #121
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #107
Zitat von Boelleronkel im Beitrag #106
Woher rekrutierte sich eigentlich das Personal in den Shops....?

Gruss BO


Vermutlich die Frauen der Weltreisenden.



Meine Schwägerin, die im Intershop in Erfurt arbeitete, war die Frau eines Monteurs im Reifendienst. Beide parteilos, sie die Tochter eines selbständigen Handwerkers. Noch Fragen ?



Hatte ja so einen kleiner Zwinker-Mann rangehängt
Aber im Ernst, es gab in der DDR schon Planstellen die unter die Oberbezeichnung "Erbpfründe" fielen und wo ganz gewiss nicht das berühmte Wir-stellen-ein-Schild draußen hing, kann mir durchaus vorstellen das dies bei einer Arbeit wo am Monatsende auch paar harte Märker in der Lohntüte steckten auch so war.
Viele Beiträge suggerieren oft eine ungeahnte Normalität für gewisse Dinge im DDR-way of life, im Einzelfall kann das ja auch durchaus zutreffen, aber flächendeckend brauchen wir uns doch diesbezüglich nichts vorzumachen und hier kommt er wieder zum Einsatz der



Rot: Noch eine Ergänzung. Meine Schwägerin hatte sogar noch zu DDR-Zeiten im Intershop gekündigt. Ihr Mann als Vulkaniseur/Reifendienst hat genug verdient, damals. Kann sich jeder vorstellen, der damals einen Satz Winterreifen brauchte. Erst zur Wende war sie wieder auf eine bezahlte Arbeit aus und hat auch eine gefunden.



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#140

RE: Intershop

in Leben in der DDR 28.10.2013 09:31
von Lutze | 8.029 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #122
Na ja, gehört eventuell nicht unbedingt zum interessanten Thema, welches Dandelion hier eröffnet hat. Aber Intershop war das auch.

Die Angestellten vom Intershop hatten allerdings auch sehr viel Kontakt zu Falschgeld aus der westlichen Welt. Man versuchte offensichtlich auch die Leute dort auf das Glatteis zu führen. Das beweist ein extra Schulungsprogramm nebst ständig aktualisiertem speziellen "Schulbuch" über die "Blütenwelt". Ich werde es in einem extra Thema vorstellen.

Gruß vom Glatten

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