#341

RE: Intershop

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:28
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Gast im Beitrag #97
Zitat von furry im Beitrag #83
Bei meiner letzten Reise nach Vietnam 1988 bekamen wir unser Tagegeld in Dollar ausgezahlt. Die Jahre zuvor war es die Landeswährung Dong.
Da nebenbei noch ein paar Tauschgeschäfte getätigt wurden, hatte ich am Ende der Reise 325 Dollar. Diese sollten zwar bei der Botschaft eingezahlt werden, um dann auf einem Genex-Konto zu landen. Diesen Wunsch konnte ich nicht erfüllen, das Geld trat mit mir die Heimreise an, wurde zum Kurs 1 : 1,82 in Forumschecks getauscht. Verplempern im Intershop wollte ich diese Summe aber nicht. Es wurde nochmal getauscht, diesmal 1 : 6. Aus dieser Summe wurde dann eine große Kühltruhe der Marke Foron, die bis 2012 treu ihren Dienst tat.


Meine ersten westlichen Valuten waren französische Franc (noch die alten) die ich als Tagesgelder bei einem Studieaufenthalt in Nantes und St. Nazaire erhielt und die nicht angerissen wurden, da die französischen Gastgeber alle Unkosten bestritten, wie auch so manchen kleinen persönlichen Wunsch. Der Tagessatz betrug, wimre umgerechnet 7,00 D-Mark.
Später kamen dann noch US-Dollar und kanadische Dollars hinzu, wie auch portugiesische Escudos. Man zahlte trotzdem ein Teil des nicht verbrauchten Geldes auf ein Genex-Konto ein - denn das fiel nicht weiter auf.
Ich habe meistens in den Duty-free´s entsprechende Waren erworben. Nicht nur in Luanda und in Maputo.

Ich habe während meiner Aufenthalte in der SU einige Exemplare des sogenannten Gold-Rubel erworben (mit Bildnis Lenin), mit denen man aber auch nicht im Berjoska einkaufen konnte.

Vierkrug



Glückwunsch nachträglich, Ihr habt ja besser gelebt, wie viele heute. Wenn man als Reisekader (richtige Bezeichnung?) im Ausland, möglichst noch im westlichen war, konnte man doch eigentlich Honecker und sein ganzes Klimbim einen guten Mann sein lassen. Das hätte mir auch gefallen können, wäre aber aufgrund meiner Einstellung und meines Herzens, was oftmals auf der Zunge lag, nie möglich gewesen.


zuletzt bearbeitet 18.11.2014 11:29 | nach oben springen

#342

RE: Intershop

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:45
von furry | 3.581 Beiträge

@Reinhardinho , da Du einen Bericht von mir oben verlinkt hast, eine Klarstellung. Ich war viermal in Vietnam, jeweils 4 Wochen. Die Auszahlung von Dollar als Tagesgeld erfolgte nur bei der letzten Reise, ansonsten in vietnamesischer Währung. In der Zeit zwischen den Reisen bin ich meinem ganz normalen Job nachgegangen, als Agraringenieur in einem Schweinezuchtbetrieb. Also so ein großer Segen waren die paar Dollar dann auch nicht.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#343

RE: Intershop

in Leben in der DDR 18.11.2014 11:48
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von furry im Beitrag #342
@Reinhardinho , da Du einen Bericht von mir oben verlinkt hast, eine Klarstellung. Ich war viermal in Vietnam, jeweils 4 Wochen. Die Auszahlung von Dollar als Tagesgeld erfolgte nur bei der letzten Reise, ansonsten in vietnamesischer Währung. In der Zeit zwischen den Reisen bin ich meinem ganz normalen Job nachgegangen, als Agraringenieur in einem Schweinezuchtbetrieb. Also so ein großer Segen waren die paar Dollar dann auch nicht.
< Schade! Danke dennoch für die Klarstellung.

Dann galt das doch eher für den Forumskollegen @Vierkrug ?


zuletzt bearbeitet 18.11.2014 11:49 | nach oben springen

#344

RE: Intershop

in Leben in der DDR 03.03.2015 18:35
von AlfredTetzlaff | 112 Beiträge

Zitat von turtle im Beitrag #23
Ich war oft in den Intershops bei meinen DDR Besuchen. Das Angebot war auch nicht überall gleich. In Leipzig gab es mehrere dieser Shops. Die DDR Bürger wussten aber wo es was gibt. .Für Bekleidung war der Intershop am Messegelände angesagt. Durch mein sächsisch hatte ich aber manchmal das Problem das man mir Forum Schecks zurückgeben wollte. wenn ich protestierte hörte ich nur für Bürger der BRD gibt es DM zurück. Oder sind sie Bürger der BRD? Da zeigte ich genussvoll meinen Pass. Habe aber auch die Erfahrung gemacht das man statt Rückgabe von Pfennigbeträgen lieber einige Bonbons dazu packte. (Man hatte leider gerade kein Kleingeld)
Habe auch zur Messe erlebt das Mongolen dachten sie dürfen mit ihrem Geld da kaufen.


Hahaha. Mir ging es in einem Intershop-Kaufhaus in Erfurt einst genau andersherum. Der "reiche" Onkel aus dem Westen hatte mir bei seinem Besuch 20 DM zugesteckt. Da mein alter Pelikan-Füller mal wieder zerbrochen war - diese Dinger brachen immer an der selben Stelle - holte ich mir einen neuen in diesem Kaufhaus. Zunächst wollte mir die Verkäuferin das Restgeld in DM auszahlen; ich sprach schon damals feinstes Hochdeutsch und meine Kleidung stammte ausnahmslos vom Klassenfeind. Doch in dem Moment stach meine Mutter um die Ecke und fragte in breitem Thüringerisch was ich mir denn da kaufen würde. Die Verkäuferin fragte dann natürlich nach unserer Herkunft und ich bekam dieses Spielgeld zurück.


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