#1

was war die Jungschar, die Junge Gemeinde und der IMAK

in DDR Zeiten 23.10.2013 16:46
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Bolleronkel hat mich danach gefragt ob ich nicht darüber was berichten kann und will.
Ich berichte eigentlich selten was über meine Vergangenheit, denke immer jeder weiß das oder kann besser über seinen Wiederstand berichten als ich.
Versuche aber immer die Fragen zu beantworten.
Ist alles schon sehr lange her. Ich kann nur über Eisenach und Thüringen berichten, denke aber solche Gruppen gab es in der gesamten DDR
Alle Namen von Personen sind bekannt, ist nichts geheimes dabei
Alle Kinder von christlichen Eltern wurden getauft, hatten in der Schulzeit in kirchlichen Räumen Christenlehre und wurden mit 14 konfirmiert (ev. Kirche)
Jungschar
Eine Jungschar war eine Gruppe Jungs in einer Stärke von 8-20 und im Alter von ca8-14. Die Schar hatte einmal in der Woche einen bunten Nachmittag der von einem Jugendwart oder von einem MA geleitet wurde. Es wurde aus der Mundorgel bei einer Gitarre gesungen und aus einer Zink-Bibel vorgelesen, danach wurde gespielt. Die damalige Zink-Bibel hatte moderne Texte und die Mundorgel hatte christliche und andere Texte, vielleicht ca 30 Lieder und hatte ein Format A6 Kennt ihr ,,Bergvagabunden, wir lagen vor Madagaskar, Bolle, die Affen rasen und vieles mehr.
Alle paar Wochen wurde Fußball oder Geländespiele mit anderen Gruppen gespielt
Fortsetzung folgt


Feliks D. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2

RE: was war die Jungschar, die Junge Gemeinde und der IMAK

in DDR Zeiten 24.10.2013 16:20
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

In ESA (Eisenach) gab es 4 Gruppen die in Jugendräumen ihre Veranstaltungen hatten, wie Mitte in der Ob. Predigergasse, West am Ehrensteig, Nord in der Graf-Keller-Str. und Ost im Lindenhof oder im Syltenhaus.
Ich wohnte ganz im Süden und war in der Gruppe ESA-Mitte, wir waren immer am Sonnabend 16.30-18.00 dort.
Geländespiele waren immer am Mädelstein und Fußball in der Waldbühne in der Nähe vom Neulandhaus Wir hatten verschiedene Jugendwarte in der Stadt, zuerst Johannes Kutschbach dann Harbein, Wichert und Dieter Dornheim. J. Kutschbach war der beste, leider wurde er ca 1962 Jugendwart in Berlin.
Wir waren ja fast alle Pioniere aber die Jungscharnachmittage waren viel schöner als die Pioniernachmittage.
Rüstzeiten kenne ich nicht.
Verfolgung von der Schule habe ich nicht gemerkt.
Uniformen, Abzeichen und Mitgliedsbeiträge gab es nicht.
Vor der Konfirmation wurden wir feierlich verabschiedet


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#3

RE: was war die Jungschar, die Junge Gemeinde und der IMAK

in DDR Zeiten 24.10.2013 19:49
von 94 | 10.792 Beiträge

An einer anderen Stelle erwähntest Du (#130) Lies bitte mal die Rede vom 1. April 1953 von Erich Honecker über die JG [durch]. Welche Passagen meinst Du da jetzt genau und vor allem, wie hast Du es damals wahrgenommen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#4

RE: was war die Jungschar, die Junge Gemeinde und der IMAK

in DDR Zeiten 24.10.2013 20:07
von icke46 | 2.593 Beiträge

Ich finde nur eine Rede von E.H. vom 27. Januar 1953, und davon auch nur Zitate. Hat vielleicht einer mal einen Link, wo man diese Rede vom 1. April 1953 nachlesen kann?

Gruss

icke



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#5

RE: was war die Jungschar, die Junge Gemeinde und der IMAK

in DDR Zeiten 27.10.2013 15:27
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Die Zeiten waren damals etwas anders als nach 1980
Bei jeder Veranstaltung wo ein Jugendwart sprach lief ein Tonband, jeder hat es gesehen, jeder wuste warum
Aufnäher mit einer Pflugschar, Ausreisewillige, Biermann usw. knnte man damals nicht


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#6

RE: was war die Jungschar, die Junge Gemeinde und der IMAK

in DDR Zeiten 27.10.2013 16:17
von thomas 48 | 3.580 Beiträge

Hatte gerade Pech gehabt, wollte die Zeilen später senden.
beantworte erst mal die Fragen
Die Junge Gemeinde war in den 50 Jahren anders als zu meiner Zeit.
Die Gruppen bestanden nur aus Arbeitern und aus Oberschülern, es waren keine Schüler und wahrscheinlich keine Studenten dabei. Mit den Stud. weiß ich es nicht genau.
Am1.4.1953 begann der Kampf gegen die JG, wir waren Söldner des amerikanischen Kapitalismus und wurden für Sabotage ausgebildet, wir waren eine Terror- und Spionageorganisation. E.H. sprach darüber und eifrige Bürger schrieben ehrliche und liebevolle Zeitungsartikel.
Am 17.4 wurde die Bewegung verboten, Jugendpfarrer und Studentenpfarrer kamen ins Gefängniss, Rüstzeitheime wurden geschlossen, 3000Oberschüler die nicht ausgetreten sind wurden von der Schule verwiesen
Am 25.4.1953 hielt der Ministerpräsident Otto Grotewohl seine große Rede im DDR-Rundfunk
Am 11.6.1953 wurde die Junge Gemeinde wieder erlaubt und die Oberschüler durften das Abitur nach machen
Das Schloß Mansfeld, ein Rüstzeitheim, wurde auch enteignet und der FDJ zur Erholung von Jugendfreunden überreicht, dann ging das ganze wieder zurück.
Wie hat das die FDj im Harz begründet? Was haben jetzt die Lehrer gesagt?
Auch nach der Wende habe ich nie etwas darüber gelesen, außer das was ich tippe.
Ich war damals ein kleines Kin


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#7

RE: was war die Jungschar, die Junge Gemeinde und der IMAK

in DDR Zeiten 27.10.2013 16:30
von Boelleronkel (gelöscht)
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Hallo Thoma,ueber die Zeit kann ich nicht viel sagen,,,war sozusagen noch "fluessig"und noch nicht einmal geboren.
Das grosse Problem in der "neuen Zeit,also Laendle DDR war...so meine ich,weil es zieht sich wie ein roter Fadenb durch die Geschichte dieses Landes.....Alles aber wirklich Alles was nicht auf der "Roten Linie"mit marschierte,dem Dogma oder Interessen der Oberen entsprach,war verdaechtig,abartig,nicht im Sinne der soz.Entwicklung etc......

Bei uns in der Region,kann ich mich noch gut daran erinnern,wollten ca 10 Jugendliche im Alter von 14/18 jahren einen eigenen Jugendklub gruenden.
Das Objekt war eine massive alte Baubaracke,die haben sie flott gemacht,farblich gestaltet und wirklich sehr charmant eingerichtet....
Toiletten waren da,kleinen Thresen gebaut,rund um gruen,im Garten eines grossen Grundstueckes,der Eigentuemer gabs den jungen Leuten und war selbst,locker drauf und dann kams.....
Die FDJ erschuettert,was ein Jugendklub ohne uns,der Stadtrat fuer Kultur,angestiftet vom Kreis....das muss man unterbinden...etc....
War nicht einfach...
Gruss BO


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