#1

DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 07.07.2009 17:38
von FSK-Veteran (gelöscht)
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In dieser Rubrik möchte ich aktuelle TV-Tipps einstellen. Ich bitte um rege Mithilfe!

Heute, 7.7.09

-3xMDR

1)20:45 Wo der Osten Urlaub machte!

Ferienparadies Rügen
Ein Film von Lars Köhne



2)22:05 Wo der Osten Urlaub machte

Ostsee - Ferien nach Plan
Ein Film von Karin Ludwig

3)22:50 Polizeiruf 110: Holzwege
Kriminalfilm aus der DDR von 1978




Auch für die "Kundschafter des Friedens" gibt es heute einen kleinen Bonbon...

-RBB
22:40 Das unsichtbare Visier (1/9)
Spionagefilm DDR 1973 - Der römische Weg


zuletzt bearbeitet 07.07.2009 17:46 | nach oben springen

#2

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 07.07.2009 17:47
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

ich hab kein rbb...heuuul


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#3

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 07.07.2009 18:34
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Die Tränen haben mir keine Ruhe gelassen...

Also schiebe ich rasch noch das Programm für die kommende Woche nach!

Sa., 11.7.

MDR, 20.15: Damals war´s - Spezial
PHOE, 21.00: Dienen in der NVA
RBB, 0.00: Der Dritte Drama,DDR 1971

So.,12.7.

MDR,11.00: Anton der Zauberer (Komödie DDR 1977)
NDR,22.00: Unsere Geschichte (U.a. Udo Lindenberg in der DDR)
MDR,01.00: Solaris (Science Fiction UdSSR 1972)

Mo.,13.7.

BR alpha, 19.00: Vor 25 Jahren
RBB 20.15: Der (wirklich) allerletzte Streich der Olsenbande (DK 1998.) (Im Westen eher unbekannt, in der DDR Kult)
NDR,22.30: Kulturjounal unterwegs (Deutsch-deutsche Geschichten)

Di.,14.7.

MDR, 14.25: DDR - privat
" , 21.15: Barbarossa
" , 22.05: Ferien nach Plan - Im Ausland (Über DDR-Reisen ins Ausland)
" , 22.50: Polizeiruf 110 (DDR 1978)

RBB, 23.00: Das unsichtbare Visier (DDR 1973)

Mi.,15.7.

MDR, 14.30: DDR-privat
NDR,23.00: Polizeiruf 110 (DDR 1989)

Do.,16.7.

MDR, 15.55: Die goldene Gans (DDR-Märchenfilm 1964)
RBB,22.05: Der Balaton
MDR,23.10: 4 Folgen 60 Jahre Deutschland (beginnend 1977)

Fr., 17.7.

MDR,15.50: Das Zaubermännchen (Kinderfilm DDR 1960)
BR alpha immer 19.00: Tagesschau vor 25 Jahren

-Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben übernehme ich keine Gewähr-


zuletzt bearbeitet 07.07.2009 18:35 | nach oben springen

#4

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 07.07.2009 19:04
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

anton der zauberer.wirklich guter film


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#5

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 07.07.2009 19:21
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Nachtrag für Dienstag, den 14.7.:

20:45 Wo der Osten Urlaub machte!

Albena - Sonnenbrand im Bruderland
Ein Film von Till Lehmann


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#6

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 08.07.2009 15:59
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Heute, MDR- RADIO!

FIGARO trifft | MDR FIGARO | 08.07.2009 | 18:00 Uhr

Erinnerungen an sechs Tage Leipzig vor dem Mauerfall
Werner Schneyder war schon immer auf verschiedenen Gebieten aktiv, ob als Kabarettist, Autor, Theaterregisseur oder begeisterter Box-Kommentator. Mit der Stadt Leipzig verbinden ihn durch mehrere Auftritte in den 1980er-Jahren ganz besondere Erinnerungen. Im FIGARO-Studio ist er dazu im Gespräch mit Rachel Gehlhoff.


Werner SchneyderLeipziger Erinnerungen
1982 gastierte Werner Schneyder mit seinem Programm "Zwischentöne" vor handverlesenem DDR-Publikum in der "Leipziger Pfeffermühle". Drei erlebnisreiche Auftritte in der Messestadt folgten. 1985 gab es mit "Zugabe Leipzig" eine Renaissance des Duos Werner Schneyder/Dieter Hildebrandt. 1982 hatte sich das langjährige Kabarettisten-Duo getrennt, das seit Mitte der 70er-Jahre erfolgreich gemeinsam Kabarett machte. In Leipzig boten sie einen umjubelten Querschnitt durch die bisherigen gemeinsamen Programme. Überreiche Erinnerungen hat Werner Schneyder an diese sechs Tage in Leipzig, zu einer Zeit, in der niemand an den Fall der Mauer glaubte


zuletzt bearbeitet 08.07.2009 16:08 | nach oben springen

#7

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 08.07.2009 16:10
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Donnerstag, 9.7.

RBB,22:35: Autobahn Ost
Neubau, Transit und Überwachung (2/2)

MDR,23.40: 60x Deutschland (heute die Jahre ab 1973)


zuletzt bearbeitet 08.07.2009 16:11 | nach oben springen

#8

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 13.07.2009 11:41
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Mittels dieses kleinen "Tricks" (Verzeihung! ) möchte ich nochmals auf das Programm für die laufende Woche hinweisen, welches ich schon vor einigen Tagen erarbeitet habe.


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#9

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 13.07.2009 11:46
von karl143 (gelöscht)
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Ist eine gute Dokumentation und zeigt wie unrealistisch die Parteioberen die Leistungsfähigkeit ihrer eigenen Wirtschaft überschätzten. Die Doku lief mind. 1 schon im MDR Fernsehen.


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#10

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 13.07.2009 13:23
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Besonders hinweisen möchte ich die Interessierten auf den morgigen Abend.
Im MDR gibt es einen regelrechten DDR-Abend. Da ich versehentlich einen Termin übersehen hatte, hier nochmals das ganze Dienstag-Programm im Zusammenhang:

Di.,14.7.

MDR, 14.25: DDR - privat

Die DDR, wie sie im Fernsehen nicht zu sehen, in der Zeitung nicht zu lesen, im Radio nicht zu hören war. Die andere, die inoffizielle, die private DDR. Mit weiteren drei Filmen begibt sich der MDR wieder auf die Spuren dieser unbekannten Seite eines Staates, in dem auf offizieller Seite so viel wie möglich dafür getan wurde, dass es so wenig wie möglich Privates gab.

Ob im Urlaub, beim Sport oder bei Festen: Wäre es einzig nach dem Willen der Mächtigen in der DDR gegangen, hätte es auch in der Freizeit so wenig Privates wie möglich gegeben. Alles sollte durchorganisiert und vor allem kontrolliert sein. Doch die privaten Momente gab es durchaus und viele DDR-Bürger haben sie mit ihren Super-8-Kameras festgehalten. Mit Hilfe der 8-mm-Filme wirft Autor Jens Wohlrab einen ganz persönlichen Blick auf das private Alltagsleben in der DDR.


MDR , 20:45 Wo der Osten Urlaub machte!
Albena - Sonnenbrand im Bruderland

Ostblock-Cote-Azur, Traumziel für DDR-Touristen, geheimer Verwandtentreffpunkt - die bulgarische Schwarzmeerküste war eines der beliebtesten Auslandsziele für ostdeutsche Urlauber. Dabei hatte man es damals wirklich nicht leicht. Fliegen war für die meisten zu teuer und die Dreitagefahrt mit Trabi, Wartburg und Co. wurde zur echten Herausforderung, bei der viel Improvisationsgeschick benötigt wurde. Goldstrand, Sonnenstrand, Albena - Badeorte wie auf einer Perlenschnur, riesige touristische Plattenbausiedlungen voller treppenförmiger Hotels. Wer Glück hatte und es sich leisten konnte, landete in einem der großen Häuser am Meer, wie dem "Laguna Mare", früher "Kervel", in Albena. Zwölf Quadratmeter mit Schwarzmeerblick. Die höchste Form des Urlaubstraumes.

Doch mit DDR-Mark konnte man keine bulgarischen Blumentöpfe gewinnen. Trinkgeld in Ost? Ach ja, wie nett. Um Verwechslungen vorzubeugen, wurden in vielen Hotels klar getrennte Essenzeiten für Ost- und Westdeutsche vereinbart. Und morgens mussten die Reiseleiter die Schäfchen ihrer DDR-Gruppen zählen, um zu schauen, ob noch alle da sind. Fünfzehn Jahre nach der Wende sieht alles anders aus. Die bulgarische Schwarzmeerküste ist in ostdeutscher Hand, die jetzt mit "Westgeld" bezahlen können. Das Laguna Mare in Albena ist ausgebucht von Mai bis Oktober - mit Gästen von Leipzig bis Rostock.





MDR , 21.15: Barbarossa

Geplante Themen:

Kosmonautenkult
Die Kinder in der DDR waren von einem Virus befallen. Das Krankheitsbild: Kosmonautenfieber. Auch mit dem Abstand der Jahre muss man die Aufnahmen von jungen Pionieren mit den selbst gebastelten Kosmonautenhelmen einfach anrührend finden. Der Kult um die kühnen Weltraumflieger wurde in der DDR von Partei und Staat gerne gesehen. Endlich einmal hatte die kleine deutsche Republik etwas vorzuweisen. Die bisherigen Erfolge wurden doch immer mehr in den offiziellen Papieren behauptet. Der Start der ersten Sputniks löste einen wahren Boom aus, und nach dem ersten bemannten Weltraumflug durch Juri Gagarin 1960 gab es kein Halten mehr. BARBAROSSA geht der Begeisterung jun-ger DDR-Bürger für den Weltraum auf den Grund, zeigt aber auch, dass die DDR die Erfolge der sowjetischen Raumfahrt in der Zeit des Kalten Krieges politisch nutzte.


"That's one small step for (a) man, one giant leap for mankind!"
Waren sie wirklich dort oder waren sie nicht dort?! Um die Landung des ameri-kanischen Raumschiffs Apollo 11 auf dem Mond und die ersten Schritte von Neil Armstrong auf dem Trabanten der Erde gab es immer wieder die obskursten Ge-rüchte und Theorien. BARBAROSSA geht noch einmal zurück zum 21. Juli 1969 als der erste Mensch den Mond betrat.



Bausoldaten
Wer den Musterungsbefehl bekam, musste nicht unbedingt Soldat der NVA mit Dienst an der Waffe werden. Seit 1964 gab es für Christen und Pazifisten offiziell die Möglichkeit als Bausoldaten zu dienen. Öffentlich wurde darüber kein Wort verloren… Im Sommer 1985 kommt es zu einer unerhörten Begebenheit. Der oberste Dienstherr der NVA, Armeegeneral Heinz Hoffmann besucht die Verweigerer und bittet zwei von Ihnen um ein Gespräch über ihre Situation. BARBAROSSA erinnert an eine der unbekanntesten Nischen im bürokratischen System der DDR.


MG: Wladimir Gall
Vor knapp 30 Jahren hatte der Spielfilm "Ich war 19" Premiere in den Kinos der DDR. Regisseur Konrad Wolf verarbeitete darin seine Erlebnisse als neunzehnjäh-riger Soldat der Roten Armee in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Dazu gehörte auch das "Wunder von Spandau". Bewirkt hatte es Wolfs Kampfge-fährte und Freund Wladimir Gall. Heute erzählt er BARBAROSSA seine Ge-schichte.



MDR , 22.05: Ferien nach Plan - Im Ausland
Der DDR-Bürger liebte das Reisen. Zwischen Anfang Juli und Ende August war er auf großer Tour. Wer Glück hatte, erwischte eine Reise ins Ausland - ans Schwarze Meer, nach Mittelasien oder sogar eine Schiffsreise nach Kuba. Die wenigen Plätze im Ausland waren heiß begehrt und wurden über Organisationen und Betriebe vergeben. Auch das 1957 gegründete staatliche Reisebüro der DDR verkaufte Auslandsreisen - vor allem in befreundete sozialistische Länder, manchmal jedoch auch in so exotische Länder wie die Mongolei oder Vietnam. Wer auf diese Weise zu einem Urlaubsplatz kommen wollte, musste früh aufstehen. Vor den Reisebüros, die es in jeder größeren Stadt gab, bildeten sich häufig schon nachts lange Schlangen. Die Reisewilligen warteten auf Klappstühlen, um am Morgen einen der wenigen Fernreiseplätze zu ergattern. Am besten standen die Chancen im "Haus des Reisens" am Berliner Alexanderplatz. Sogar so mancher Dresdner reiste in die Hauptstadt, um eine Urlaubsreise nach Sotschi, an den bulgarischen Sonnenstrand oder in die Mongolei zu erwischen.

Dann ging es mit einer ausgesuchten Reisegruppe ans ferne Ziel. Organisierte Besuche von Heldendenkmalen oder Betrieben taten der Urlaubsfreude keinen Abbruch und wurden in Kauf genommen für die Erfüllung eines Traums. Da Angebot und Nachfrage in keinem günstigen Verhältnis standen, wurde für die wenigen Reiseangebote gar nicht erst geworben. Die DDR-Führung bemühte sich bei jedem Staatsbesuch um die Erschließung neuer Urlaubsziele, die natürlich auch den Sicherheitsbedürfnissen des Staates entsprechen mussten. Schließlich durfte eine Reise keine Fluchtmöglichkeiten bieten. Kuba oder Jugoslawien galten schon als Ziele mit erhöhtem Risiko. Die Preise für organisierte Flugreisen ins Ausland waren nicht für jeden DDR-Bürger erschwinglich. Mancher verkaufte sogar sein Auto, um die Traumreise zu bezahlen. Viele erinnern sich heute noch mit großer Begeisterung an ihre Auslandsreisen, aber auch an die damit verbundenen Schwierigkeiten. Die Dokumentation erzählt Anekdoten und Geschichten von Reisenden, berichtet aber auch von der ewigen Gratwanderung der Funktionäre zwischen dem Gestatten von Reisen und dem Verhindern von Fluchten.



MDR , 22.50: Polizeiruf 110 (DDR 1978)

Der Fensterputzer Bonny singt in einer Amateurjazzband, die sich auf einen wichtigen Auftritt vorbereitet. Seine Freundin Annemarie sieht Bonnys besessene Liebe zur Musik mit Beunruhigung. Ihr wäre es lieber, wenn Bonny sich für ein geordnetes, ruhiges Familienleben mit ihr und ihrem zehnjährigen Sohn entscheiden könnte. Bonny aber will beides. Doch Annemarie stellt die Entscheidungsfrage: "Entweder die Musik oder ich" und verliert Bonny, der sich durch diese absolute Forderung eingeengt fühlt. Verständnis und Liebe findet Bonny bei der Musiklehrerin Christa. Bonny singt und hat Erfolg, wird geliebt, doch glücklich ist er nicht. Immer wieder greift er zum Alkohol und nimmt Tabletten. Und am Tag des wichtigsten Auftritts erscheint Bonny nicht. Er liegt tot in einem Hotelzimmer. Unfall, Selbstmord oder Mord? Auf diese Frage sucht Oberleutnant Hübner eine Antwort.

Musik: Hermann Anders und Band, Gesang: Uschi Brüning
Kamera: Bernd Sperberg
Buch: C. U. Wiesner und Eberhard Görner
Regie: Peter Vogel




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#11

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 13.07.2009 16:48
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Gibts einen Orden " Held der Medien" ?,der wär dann für dich.



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#12

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 14.07.2009 07:58
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Angenommen!

Nur bin ich etwas traurig, daß mir dieser Orden nicht mehr vom anderen "Held der Medien" überreicht werden kann...

siehe hier:
http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...t%3D20%26um%3D1


zuletzt bearbeitet 14.07.2009 08:05 | nach oben springen

#13

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 14.07.2009 11:54
von dein1945 (gelöscht)
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[quote="FSK-Veteran"]Donnerstag, 9.7.

RBB,22:35: Autobahn Ost
Neubau, Transit und Überwachung (2/2)

Hallo FSK,
besonders der zweite Teil war sehr aufschlußreich, Überwachung der Grenzübergänge mit Gammastrahlen, oder wie die Verkehrspolizei "Transit" in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Soll auch bei uns schon vorgekommen sein !
Keiner ist unfehlbar, hier wie dort.
Gruß aus Berlin


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#14

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 14.07.2009 12:12
von karl143 (gelöscht)
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Dazu gab es von mir schon mal ein Posting: http://www.forum-ddr-grenze.de/t412f8-Di...as.html#msg8909


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#15

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 14.07.2009 12:37
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von dein1945
[quote="FSK-Veteran"]Donnerstag, 9.7.

RBB,22:35: Autobahn Ost
Neubau, Transit und Überwachung (2/2)

Hallo FSK,
besonders der zweite Teil war sehr aufschlußreich, Überwachung der Grenzübergänge mit Gammastrahlen, oder wie die Verkehrspolizei "Transit" in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Soll auch bei uns schon vorgekommen sein !
Keiner ist unfehlbar, hier wie dort.
Gruß aus Berlin


Habe ich auch gesehen, den 2.Teil.
Aber mal ehrlich: das die Vopos sich in so einem großen Rahmen die Kohle selbst in die Tasche stecken, hätte ich nie gedacht. Das war für mich neu!


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#16

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 14.07.2009 13:01
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Liebe Freunde des Fernsehens der DDR!

Hier meine Programmvorschau für die kommende Woche:

Sa,18.7.

MDR,20.15: Adlershofer Telehits (Wer waren die Fernsehlieblinge der Ostdeutschen?)
RBB,20.15: Karel Gott (1983 im Palast der Republik anläßlich der Tage der Freundschaft und Kultur der CSSR)

ACHTUNG! DER FILM ZUM THEMA WOLFGANG WELSCH:
ARTE,0.50:Der Stich des Skorpion

Inhalt:
Wegen versuchter "Republikflucht" aus der DDR wurde Wolfgang Stein 1964 zu zehn Jahren Haft verurteilt. 1971 kaufte die Bundesregierung ihn frei. Einige Zeit später begann er, sich als Fluchthelfer zu betätigen und baute ein effizientes Netzwerk auf, mit dem er 200 DDR-Bürger in den Westen schleuste. Deshalb ordnete die Stasi unter dem Codenamen "Skorpion" seine Ermordung an.

Filmkritik:
Für den Politthriller "Der Stich des Skorpion" griff der Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt auf die 2001 veröffentlichte Autobiografie von Wolfgang Welsch zurück: "Ich war Staatsfeind Nr. 1. Als Fluchthelfer auf der Todesliste der Stasi". Die Figur des Fluchthelfers Wolfgang Stein trägt also authentische Züge von Wolfgang Welsch. Welche Szenen auf Tatsachen beruhen, und welche fiktiv sind, lässt sich nicht erkennen. Holger Karsten Schmidt (Drehbuch) und Stephan Wagner (Regie) strebten auch keinen Dokumentarfilm an, sondern sie schufen ein spannendes Drama und veranschaulichten damit die Machenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Trotz des sachlichen Tons fesselt der spannende Film die Aufmerksamkeit des Zuschauers. Es handelt sich ja auch um eine brisante Mischung – Folter, Geheimdienste, Mordanschläge, Fluchthilfe, Verrat – vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des Kalten Krieges und der Wende in Deutschland.

Erfunden ist zwar auch der Name "Michael Kleinschmidt", aber das erwähnte Ereignis ist authentisch: Am 30. April 1976 wurde der zweiundzwanzig Jahre alte Michael Gartenschläger an der Grenze zwischen Schleswig-Holstein und der DDR erschossen. Er hatte zum wiederholten Mal versucht, Selbstschussanlagen abzubauen, um auf die Unmenschlichkeit des DDR-Regimes aufmerksam zu


So,19.7.

HR,20.15: Die Preußen kommen (Schauspiel DDR 1970)

Mo,20.7.

MDR,14.30: Die vertausche Königin (Märchen DDR 1983)
MDR,15.40: Das blaue Licht (Märchenfilm DDR 1976)
RBB,22.50: Polizeiruf 110 (DDR 1981)

Di,21.7.

MDR, 20.45: Die Müritz - Ferien am See

...und für unsere lieben (ehem.)Kundschafter an der unsichtbaren Front und deren Freunde...
RBB, 23.00: Das unsichtbare Visier (DDR 1973)

MI,22.7.

MDR,20.15: Außenseiter - Spitzenreiter "spezial"
ARTE 21.00: Operation Skorpion (Die einstige BND-Sekretärin Heidrun wird unwissend Opfer eines KGB-Agenten)

Do,23.7.

MDR,14.30: Die verzauberte Marie (Märchen UdSSR 1960)
MDR,15.40: Die schöne Warwara (UdSSR 1969)
MDR,23.10: 60x Deutschland (4 Folgen hintereinander)
HR,23.05: Die Geschichte der deutschen Eisenbahn (1/3)

Fr,23.7.

MDR,14.30: Der Prinz hinter den 7 Meeren (DDR 1982)
MDR,15.50: Rotkäppchen (DDR 1962) (Hinweis:...hier handelt es sich nicht um einen Film
über die DDR-Grenztruppen. Sondern nur um einen Märchenfilm...)

Viel Spaß!


zuletzt bearbeitet 14.07.2009 13:31 | nach oben springen

#17

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 22.07.2009 15:37
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Liebe Freunde des gepflegten Films der Deutschen Demokratischen Republik!

Nicht ohne den kleinen Hinweis zu geben, einen Blick in das aktuelle Wochenprogramm zu werfen, präsentiere ich meine Programmtipps für die kommende Woche:

Sa, 25.7.

Themenabend RBB
20.15: Wege übers Land (DDR 1968)
22.05: Wege übers Land "
23.05: Wege übers Land "

Wege übers Land beschreibt das bewegte Schicksal der jungen Magd Gertrud Habersaat während der Kriegswirren in Deutschland. Gezeigt werden die letzten drei Teile.
Gertrud Habersaat (Ursula Karusseit), Willi Heyer (Manfred Krug), die alte Habersaat (Christa Lehmann), die alte Leßtorff (Erika Pelikowsky), Jürgen Leßtorff (Armin Mueller-Stahl), Emil Kalluweit (Erik S. Klein), Martha Heyer (Renate Rennhack) u. a.

Kamera: Hans-Jürgen Heimlich
Buch: Martin Eckermann, Helmut Sakowski
Regie: Martin Eckermann






PHOE,21.00: Mutig gegen Marx und Mielke

Als Schülerin hat Ruth Misselwitz sich geweigert, eine Strophe aus Heinrich Heines "Die schlesischen Weber" aufzusagen: "Ein Fluch dem Gott, zu dem wir gebetet ...". Der Lehrer gab ihr eine Fünf, der Vater belohnte sie dafür mit fünf Mark. Ihr Vater war Pfarrer. Zwanzig Jahre später: Ruth Misselwitz ist selbst Pfarrerin und leitet in Berlin-Pankow einen Friedenskreis, da plant die Stasi einen Anschlag auf das Leben der streitbaren Pastorin. Christen standen mit an der Spitze der DDR-Opposition. In vier Lebensgeschichten erzählt der Film, was es bedeutet hat, als religiöser Mensch im totalitären SED-Staat zu leben.

Martin und Antje Böttger, beide aus einem evangelischen Elternhaus, verstehen ihren Glauben so, dass sie Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen müssen. Sie werden in der Menschenrechtsbewegung der DDR aktiv. Christian und Erna Grade sind katholisch. Ihre Kirche rät ihnen, sich nicht in die Politik einzumischen. Christlicher Glaube könne auch im Privaten gelebt werden. Heino Falcke, Propst in Erfurt und Mitglied der evangelischen Kirchenleitung, fordert die Christen in der DDR auf, aus der Nische herauszutreten. Falcke entwickelt für seine Kirche das theologische Fundament für gesellschaftspolitisches Engagement. Er wird zum Vordenker der friedlichen Revolution.

Die Kirche war der einzige staatsfreie Raum in der Diktatur. Kein Wunder, dass sich die kritischen Geister unter ihrem Dach versammelten, auch wenn sie nicht gläubig waren. Weil der Staat wissen wollte, was in den oppositionellen Gruppen passierte, hat er die evangelische wie die katholische Kirche mit Spitzeln durchsetzt. Jede ihrer Regungen wurde bis ins Kleinste beobachtet. Jedoch verhindern konnte er nicht, dass im geschützten Raum der Widerstand stetig wuchs - bei den Evangelen mehr als bei den Katholiken.

Dass die DDR in ihrem vierzigsten Jahr zusammenbrach, lag nicht nur an den Christen. Doch dass die Revolution so frei von aufständischer Gewalt blieb, ist vor allem der kirchlichen Friedensarbeit zu verdanken. Dass bei der Wende kein Blut vergossen wurde, ist der Verdienst von Menschen wie Ruth Misselwitz und Heino Falcke, wie Christian und Erna Grade oder Martin und Antje Böttger. Sie haben ihren Kindern, ihren Nachbarn und Arbeitskollegen gezeigt, dass es ein Leben ohne Duckmäusertum gibt und Widerstand gewaltlos bleiben kann - gegen die Gewehre der Staatsmacht. Antje Böttger wurde von der Schule geworfen, weil sie nicht aus der Kirche austreten wollte. Heute sagt sie, es war wichtig zu zeigen, dass sich nicht alle angepasst haben, egal ob Christen oder nicht. Aber Christen waren vielleicht mutiger.



So, 26.7.

RBB, 13.55: Pan Tau tritt auf (CSSR, 1970)
MDR, 01.25: Iwans Kindheit (UdSSR 1962)

Mo, 27.7.

RBB, 22.05: Polizeiruf 110 (DDR 1990)
ARTE,23.15: Die Frauen von Rjasan (UdSSR 1927)

Di, 28.7.

MDR, 20.45: Gebunkerte Geheimnisse

Im sächsischen Wermsdorf suchen die Journalistin Gabi Liebegall und der Denkmalpfleger Manfred John seit Jahren nach geraubter Nazikunst. Anders als manch dubiose Schatzjäger betreiben sie ihre Forschung ohne Geheimniskrämerei. Die wichtigsten Ergebnisse ihrer Recherchen haben sie in einem Buch veröffentlicht. Entscheidende Spuren führen in die Zeit kurz vor Ende des II. Weltkriegs. Liebegall und John stießen auf bisher unbekannte Fakten, fanden in Döbeln einen Sammler und Kunstsachverständigen, der ganz wesentlich den Kunstraub der Nazis mit organisierte und nach dem II. Weltkrieg bis zu seinem Tod im Jahr 1992 unerkannt lebte.

Sie rekonstruierten Aktivitäten der Stasi über deren vergebliche Suche nach dem Bernsteinzimmer in den Katakomben von Schloss Hubertusburg und sie fanden neue Spuren, die wieder zu diesem Schloss in Wermsdorf und in einen nahe gelegenen Steinbruch führen. Im vorigen Jahr gelang es ihnen, mit schwerem Gerät und unterstützt von zahlreichen Helfern, einen geheimnisvollen Stollen im Steinbruch zu öffnen und im Schloss bisher unbekannte Hohlräume auszumachen. Schätze fanden sie dabei allerdings noch nicht.


MDR, 21.15: Barbarossa

"Barbarossa" geht auf lebendige Spurensuche in der Vergangenheit Mitteldeutschlands. Das Geschichtsmagazin ist spannend, unterhaltsam, emotional. So wie die Geschichte selbst. Im Mittelpunkt stehen schillernde historische Persönlichkeiten und regionale Alltagskultur, große dramatische Ereignisse und ergreifende Geschichten von Zeitzeugen. In packenden Beiträgen wird von dem wechselhaften Leben Prominenter berichtet, von Gräfin Cosel bis Kati Witt, von Hugo Junckers bis Siegmund Jähn. Geschichten von hochfahrenden Plänen und schmerzlichen Enttäuschungen, von heiklen Verstrickungen und bösem Verrat.

Auch außergewöhnliche Ereignisse wie historische Katastrophen, berühmte Kriminalfälle oder politische Skandale werden anschaulich und kurzweilig nacherzählt. Zugleich geht es um die lebhafte Erinnerung an die Alltagskultur im Sendegebiet. Trümmerfelder, Ernteschlachten, Ferienlager, Beatmusik, FDJ und NVA - vieles davon haben die MDR-Zuschauer noch selbst erlebt und werden bei " Barbarossa" mit Zeitzeugeninterviews und Hintergrundinformationen versorgt.


MDR, 22.05: Malimo aus Wolkenburg

Erzgebirge. Dem Betrachter bietet sich ein trostloses und typisches Bild: kleine Ortschaften, an deren Ausgängen Industrieruinen mit geborstenen Scheiben. Unkrautüberwuchertes Gelände, tote Schornsteine, die vom Aufstreben und Untergang eines Industriezweiges zeugen. Mittendrin die Malimo-Fabrik in Wolkenburg. Sie ist eine dieser Fabriken, erbaut an der Schwelle zum 20. Jahrhundert, für Generationen ein wichtiger Arbeitgeber, heute nutzlos, aber zu teuer für den Abriss. Im sächsischen Wolkenburg an der Mulde produzierte man den begehrten Malimo-Stoff, der sich in fast allen DDR-Haushalten fand. Auch mäßig gut trocknende Handtücher, Kindersachen oder Gardinen wurden daraus genäht.

Die Textilindustrie war nach dem Ende der Silberfunde im 18. Jahrhundert für das Erzgebirge zum neuen Standbein geworden. Mit der Industrialisierung entstanden überall Textilfabriken, deren Produkte nicht nur fürs Inland produziert wurden, sondern auch in den Export gingen. Die Strümpfe des Kombinats ESDA trug man, natürlich unter anderem Namen, auch in der Bundesrepublik. Malimo-Stoffe gingen vor allem in den "Bruderländern" über die Ladentische.

Eine Modenschau in der DDR der 1950er-Jahre: Kleider, Morgenmäntel, ja sogar Badeanzüge aus Malimo, einem zumeist bunt bedruckten Stoff, der Innovation der DDR-Textilindustrie. Heinrich Mauersberger aus dem erzgebirgischen Crimmitschau hatte das Patent für das neuartige Nähwirkverfahren 1949 angemeldet und damit ein Stück ostdeutscher Erfolgsgeschichte eingeleitet. Malimo-Maschinen standen bald in Skandinavien, Westeuropa, sogar in Fernost.

Der letzte Betriebsdirektor oder Weberinnen, die bis 1991 im Werk Wolkenburg beschäftigt waren, das zum Kombinat "Malitext" gehörte, können noch vom Leben, Arbeiten und der Bedeutung des Malimo im Alltag erzählen. Historische Fotos und Dokumentaraufnahmen, Ausschnitte aus dem DDR-Fernsehen oder aus Gitta Nickels Dokumentarfilm "Sie" über das Leben von Textilarbeiterinnen in der DDR machen den Film lebendig, anschaulich und nicht zuletzt vergnüglich und nachdenklich.


MDR, 22.50: Polizeiruf 110 (DDR 1978)

RBB, 23.00: Das unsichtbare Visier (DDR 1975)

ARD, 22.45: Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend (Dok-Film 2009)

Der Film schildert die Geschichte des Jugendverbandes von seinen Anfängen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bis zum Niedergang der DDR.
Kaum eine andere Institution hat die Bürger der ehemaligen DDR so miteinander verbunden wie die FDJ. Der Mitgliedschaft konnte man sich kaum entziehen - und wenn doch, dann in der Regel nur mit negativen Konsequenzen für Biografie und Karriere. In ihrem Dokumentarfilm "Freundschaft! Die Freie Deutsche Jugend" beleuchten Grimme-Preisträger Lutz Hachmeister und Co-Regisseur Mathias von der Heide zum ersten Mal die Gesamtgeschichte dieser merkwürdigen Institution, deren Insignien das blaue Hemd und die aufgehende Sonne waren. In der FDJ lernte der gesamte Führungsnachwuchs der DDR "Kaderpolitik", auch die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel hielt es für ratsam, sich dort aktiv zu engagieren. So manches FDJ-Kollektiv bot Spaß, Anklänge von Popkultur und Auslandsreisen. Auf der anderen Seite wurde auch paramilitärisch gedrillt, zu öden Aufmärschen und Fahnenappellen aufgerufen und mit "Gesinnungsfreunden" im Westen kooperiert - so mit der damaligen "konkret"-Redakteurin Ulrike Meinhof. In einem besonderen Kapitel des Films beschäftigen sich Hachmeister und von der Heide auch mit der eher unbekannten Geschichte der West-FDJ, die in der Adenauer-Zeit schon 1951 verboten wurde. Der Film schildert die Geschichte des Jugendverbandes von seinen Anfängen in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bis zum Niedergang der DDR. Ehemalige prominente und weniger prominente Blauhemden aller FDJ-Generationen erzählen ihre zumeist zwiespältigen Erlebnisse, die sich in der Kombination mit Archivmaterial und DEFA-Filmen zu einer Gesamtschau darüber verdichten, wie die DDR-Führung Schritt um Schritt ihre Jugend verlor.

Hans Modrow und Wolfgang Seiffert gerieten gegen Kriegsende in russische Gefangenschaft, wo sie zu sozialistischen Kadern herangebildet wurden.
1949 kamen sie zurück nach Deutschland, Modrow begann in Ost-Berlin seine politische Karriere bei der FDJ. Seiffert ging in die Bundesrepublik, wo er mit Genossen wie Manfred Kapluck die West-FDJ aufbaute. Die inneren Auswirkungen des Kalten Krieges in der DDR beschreiben die Schriftstellerin Irene Böhme und der studentische Dissident Horst Herlemann, der 1965 wegen "staatsgefährdender Hetze" zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt wurde.
Der ehemalige bundesdeutsche Regierungssprecher Klaus Bölling schildert seinen kurzen Flirt mit KPD und FDJ nach 1945. Für die mittlere DDR-Generation steht Lothar Bisky, der 1959 nach dem Abitur auf eigene Faust in die DDR übersiedelte.
Die heutige Bundestagsabgeordnete Dagmar Enkelmann arbeitete als Geschichtslehrerin in der FDJ-Jugendhochschule "Wilhelm Pieck", die auf dem Gelände der ehemaligen Goebbels-Villa am Bogensee etabliert wurde. Hier studierte auch der aus dem Westen stammende Jungkommunist und heutige "stern"-Korrespondent Adrian Geiges.
Über Jugendkultur, Musik und Film sprechen der ehemalige ELF 99 Redakteur Jan Carpentier, der mit seinen Reportagen über die Waldsiedlung Wandlitz in der Wendezeit berühmt wurde und Funktionärstochter Marion Brasch vom DDR-Jugendradio DT64. Die Ostpunks Kai-Uwe Kohlschmidt und Chris Hinze von der Band "Sandow" und Christian "Flake" Lorenz von "Feeling B", der heute bei "Rammstein" spielt, erklären, wie man als DDR-Jugendlicher rebellieren und abseits der staatlich vorgegebenen Normen leben konnte. Das alltägliche - im Nachhinein amüsante - Abducken und Durchmogeln beschreiben die Schauspielerinnen Anja Kling und Vivian Hanjohr.
Letztere war die Hauptdarstellerin in dem seinerzeit unter kritischen DDR-Bürgern viel beachteten Spielfilm "Erscheinen Pflicht".
Dieser Film wurde wegen seiner "Staatsverdrossenheit" nach der Premiere "totgeschwiegen", wie sich der Regisseur Andreas Dresen, seinerzeit Student an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf", erinnert. Dresen selbst bekam wegen seines FDJ-Auftragsfilmes "Jenseits von Klein Wanzleben" Probleme mit der Verbandsführung.



Mi, 29.7.

MDR, 20.15: Aussenseiter - Spitzenreiter!

MDR, 23.35: KGB in Deutschland (1/2)

Die TV-Dokumentation führt ihre Zuseher an die Frontlinie eines geheimen "Heißen Krieges", von 1945 bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Deutschland ist ein Land mit zwei Staaten und zwei Ideologien, durchschnitten von einer Mauer. Hier war das ideale Schlachtfeld für Geheimdienste wie den KGB. Beide Seiten glaubten an die "Domino-Theorie": Wenn nur ein Stein fällt, kippt die ganze Reihe. Wenn Deutschland fällt, und vor allem Berlin, dann wird das ganze System zusammenbrechen. Fast 50 Jahre lang waren auf beiden Seiten der Mauer ganze Heerscharen von Spionen damit beschäftigt, gegeneinander Krieg zu führen.

Ein KGB-General, jahrzehntelang Leiter der Länderabteilung "Deutschland", schätzt, dass auf dem Höhepunkt der Spannungen "jeder fünfte Deutsche" in West- und Ostberlin wissentlich oder unwissentlich Kontakt mit einem Geheimdienst gehabt hat. Der Preis war hoch. Die Toten dieses Krieges hat niemand je gezählt. Es gab viele von ihnen, Sekretärinnen in Bonner Ministerien, die mit Vorspiegelung von Liebe zum Geheimnisverrat bewegt wurden, und am Ende Selbstmord begingen, Computerhacker in russischen Diensten, Exilpolitiker aus den Staaten der Sowjetunion, Agenten, die einen Kontakt zu viel aufbauten.

Zum ersten Mal berichten hochrangige KGB-Insider über ihre Fälle und Methoden. Und zum ersten Mal berichten geworbene Spione und Opfer des KGB über ihre Erlebnisse: Vom erfolgreichen "Raketenklau", erzählt von einem der Diebe in Diensten des KGB, bis zum Fall eines Bundeswehrüberläufers. Berichtet wird vom angenehmen Leben als KGB-Offizier im Nachkriegsdeutschland und vom Preis der Urangewinnung im Erzgebirge durch den KGB-Vorgänger NKWD. Gezeigt werden dabei Ausschnitte aus Lehrfilmen der KGB-Auslandsaufklärung und es wird die rätselhafte Tätigkeit des Wladimir Putin und seiner wirklichen Vorgesetzten in Dresden beleuchtet.

Die vielen Facetten der KGB-Operationen in Deutschland werden anhand einzelner, dramatisch erzählter Fälle in bisher ungezeigtem Archivmaterial, seltenen Archivalien und lebendiger Inszenierung sichtbar. Autor und Regisseur Matthias Unterburg hat zusammen mit seiner Crew ungezählte Kilometer Film gesichtet, tausende Seiten Akten eingesehen - und viele Gespräche mit Zeitzeugen geführt, in Moskau und anderswo. Gefunden hat er dabei Amateurfilme von KGB-Agenten und andere ungehobene Schätze aus den Archiven.





Do, 30.7.

MDR, 23.10: 60x Deutschland (Jahre 1985 - 1989)


Fr, 31.7.

MDR, 14.30: Wer reißt denn gleich vorm Teufel aus? (...hier geht es nicht um Erich Mielke...) Märchenfilm DDR 1977

ARD, 23.25: Einfach raus

TV-Politfilm
Der 18Jährige Andreas lebt in der DDR und macht Urlaub in Ungarn. Als die Grenzen nach Österreich geöffnet werden, will er sofort ausreisen. Auf seiner Flucht lernt er die 22jährige Michelle kennen. Sie schließen sich zusammen. Aber so einfach, wie sie sich den Weg in den Westen vorgestellt haben, ist es nicht....
(TV-Progr.:"Eindringlich erzählte Wendezeit-Geschichte, die überraschend authentisch und unkonventionell ist")

Alle Angaben wie immer: ohne Gewähr

Viel Spaß!


zuletzt bearbeitet 22.07.2009 15:52 | nach oben springen

#18

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2009 09:01
von FSK-Veteran (gelöscht)
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EILT !

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte nachträglich noch dringend auf den TV-Sender PHOENIX am heutigen Abend hinweisen. Neben einem Bericht über das Hotel "Erfurter Hof" (DDR-Besuch Willy Brandt 1970) gibt es von 18.30 Uhr bis 21.45 Uhr alle 4 Teile eines Berichts über die Wendetage 1989. Ich habe gestern bereits die Teile 1+2 sehen können. Die Dokumentation berührt viele Themen, die wir hier täglich besprechen (Situation in der DDR/wie hat sich der normale Bürger gefühlt und verhalten?/Anweisungen an die bewaffneten Organe usw).
Sehr zu empfehlen, ANGUCKEN!

PHOENIX HEUTE:

18.00
Hotel Erfurter Hof
Die Geschichte eines Luxushotels
Film von Jan Schönfelder und Rainer Erices

18.30
Aufbruch ins Ungewisse (1/4)
Mai 1989

19.15
Aufbruch ins Ungewisse (2/4)
Oktober 1989

.....

20.15
Aufbruch ins Ungewisse (3/4)
November 1989

21.00
Aufbruch ins Ungewisse (4/4)
Dezember 1989


zuletzt bearbeitet 23.07.2009 09:02 | nach oben springen

#19

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2009 09:39
von CaptnDelta (gelöscht)
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Hi FSK-Veteran,
wollte nur mal Danke! fuer Deine Programmhinweise sagen.
Da weiss ich zumindest was ich so verpasse...
-Th


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#20

RE: DeutscheTeilung/DDR im TV: Programmhinweise

in Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze 23.07.2009 17:07
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hallo FSK Veteran

ist der Orden " Held der Medien " mittlerweile bei dir eingetroffen?,bist sehr fleissig.



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