#61

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.10.2013 18:19
von utkieker | 2.914 Beiträge

Zitat von Rainman2 im Beitrag #46
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #41
Die gängige Schlafstaffelung 4 Stunden du, 4 Stunden ich, ist ja sicherlich bekannt, manchmal wurde aber daraus auch 2 Stunden beide.
Hat mal jemand die Ablösung verschlafen?
Ist mir mal passiert, war heikel und kurz vorm Grenzalarm weil wir uns nicht mehr vom Turm gemeldet hatten, zu unserem Glück war der richtige auf der FüSt und schickte einen Weckposten auf TS vorbei.

Hallo Grenzwolf,

ich hatte es hier schon einmal irgendwann oder irgendwo erzählt, aber hier passt es nochmal. Ich habe mal eine Ablösung verschlafen, aber nicht im Sinne, dass ich abgelöst werden sollte, sondern es war die Kontrolle einer Ablösung, bei der ich eingeschlafen war. Ich war "geheim" als Polit mit einem Leutnant, Zugführer, zu einem der Grenzsignalzauntore in unserem Abschnitt gegangen - Straße Ruppers-Völkershausen (Stedtlingen). Wir waren den relativ kurzen Weg zu Fuß raus und hatten uns freundwärts des Grenzsignalzauns in eine gedeckte Beobachtungsposition gelegt. Es war die Ablösung der Spätschicht zur Nachtschicht, es war Sommer, warm, das Gras war weich und ich war endlos müde. Ich erwachte irgendwann und stellte mit einem erschrockenen Blick zur Uhr fest, dass die Ablösung schon durch gewesen sein musste. Mich durchfuhr zunächst der Schreck. Wenn uns so jemand gesehen hätte, wäre ich komplett durch gewesen. Der Polit schläft im Grenzdienst! Selbst der Zugführer hätte mir irgendwann in einer Auseinandersetzung einen Strick draus drehen können. Der Zugführer! Wir hatten uns nebeneinander zur 360-Grad-Beobachtung hingelegt. Neben mir lagen seine Füße und sie lagen sehr ruhig da. Ich sah wieder etwas klarer. Ich trat mit der Stiefelspitze leicht aber fordernd gegen seinen Stiefel und stand auf. Er schreckte hoch und stand auf. Ich sah sein Gesicht und wusste, ich war in der Vorhand. Ich fragte ihn, was er von der Ablösung gehalten hätte. Er stotterte, dass alles in Ordnung gewesen sei. Ich bestätigte das. Wir wussten beide, dass wir eingeschlafen waren. Aber es wurde unausgesprochen aus unserem Gedächtnis gelöscht. Es hatte so nicht stattgefunden, denn keiner konnte sicher sagen, dass der andere wirklich geschlafen hatte.

ciao Rainman

Oh ja @Rainman2,

Die Müdigkeit kann man nur bedingt überlisten, man kann sich die Beine vertreten, etwas futtern, sich das Gesicht mit Schnee einreiben oder eine Karo rauchen. Aber alles sind nur untaugliche Mittel irgendwann ist man so down, daß man einschläft. Oft genug bin ich eingeduselt wurd auch mal erwischt aber Gott sei Dank ist nie etwas passiert. Schlafen im Grenzdienst war ja ein Dienstvergehen. Du bist der erste Grenzoffizier, der es ehrlich zugibt, daß er auch mal mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte. So ein Anflug von menschlicher Schwäche hätte unser StKC nie durchgehen lassen. Wir hätten heroisch dagegen ankämpfen müssen.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#62

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.10.2013 18:51
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #61
Zitat von Rainman2 im Beitrag #46
... sondern es war die Kontrolle einer Ablösung, bei der ich eingeschlafen war. Ich war "geheim" als Polit mit einem Leutnant, Zugführer, zu einem der Grenzsignalzauntore in unserem Abschnitt gegangen - Straße Ruppers-Völkershausen (Stedtlingen). Wir waren den relativ kurzen Weg zu Fuß raus und hatten uns freundwärts des Grenzsignalzauns in eine gedeckte Beobachtungsposition gelegt. Es war die Ablösung der Spätschicht zur Nachtschicht, es war Sommer, warm, das Gras war weich und ich war endlos müde. Ich erwachte irgendwann ...

Oh ja @ Rainman2,

Die Müdigkeit kann man nur bedingt überlisten, man kann sich die Beine vertreten, etwas futtern, sich das Gesicht mit Schnee einreiben oder eine Karo rauchen. Aber alles sind nur untaugliche Mittel irgendwann ist man so down, daß man einschläft. Oft genug bin ich eingeduselt wurd auch mal erwischt aber Gott sei Dank ist nie etwas passiert. Schlafen im Grenzdienst war ja ein Dienstvergehen. Du bist der erste Grenzoffizier, der es ehrlich zugibt, daß er auch mal mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte. So ein Anflug von menschlicher Schwäche hätte unser StKC nie durchgehen lassen. Wir hätten heroisch dagegen ankämpfen müssen.

Gruß Hartmut!

Naja utkieker,

Beine vertreten geht bei einer gedeckten Kontrolle schlecht. Etwas essen hätte bei mir auf jeden Fall geholfen, wir hatten aber für den kurzen Einsatz nichts mit. Schnee - geht genauso gut wie Regenwasser. Aber es war ein trockener Sommerabend. Karo - tja, war und bin Nichtraucher. Schlechte Karten für das Munterbleiben. Das größte Problem war allerdings, dass man es nicht eingestehen wollte, dass man müde war. Bei der richtigen Überzeugung schlief man auch im Grenzdienst nicht ein. Die Überraschung war groß, wenn es dann doch geschah. Ich erinnere mich immer noch gerne an den Begriff des "Figurenwerfens". Das bezog sich auf die Führungsstelle, wenn man dort Nachts auf dem Stuhl saß und im Einschlafen beinahe herunterrutschte, oder einfach nur zusammenzuckte, oder der Kopf sich nach vorn Richtung Tischplatte senkte und man mit einem Male hochschreckte. Das kannte jeder Offizier. Irgendwann hatte man seine Techniken, mit der Müdigkeit umzugehen. Aber jung und dumm ... da konnte es schon mal passieren.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#63

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 17.10.2013 18:59
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Raiman2,
wie war das eigendlich auf Bat./Reg.-Füst in der Nachtschicht zb. war da mehr Unterhaltung als in den Abschnitten ?

H.



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#64

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 12:05
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Grauer im Beitrag #59
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #19
Zitat von Hansteiner im Beitrag #18
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Zitat von Hansteiner im Beitrag #15
Grenzwolf62,
das wird ja immer besser ! Mensch, was haben wir nur alles verpasst !

VG H.


War ein anderes Sicherungssystem, kaum Posten im Abschnitt, bei Auslösung allerdings sehr schnell 4 Posten in der Abriegelung.
Die A-Gruppe aus der "Fischbüchse" nach ca. 5 Minuten und die Objekt-A-Gruppe kam später nach.



Moment, daß musst du mal erklären. Ihr habt 2 A-Gruppen gehabt ? Ward ihr denn mehr Leute ?

H.


Eine Kompanie sicherte 10 Kilometer, Grenzdienst zu unregelmäßigen Zeiten nach Dienstplan und nie geschlossen, immer nur Einzelposten.
In der Regel befanden sich im Abschnitt nur 4 Posten, durch Motorisierung und halt die 2 A-Gruppen waren wir flexibler als wenn ein ganzer Zug durch den Abschnitt wandert oder darin rumsitzt, war wohl der Sinn dieser Sicherung.
Achso, vorm Zaun wurde auch noch durch Freundwärtskräfte gesichert, die wurden mit W50 angekarrt und standen dichter, dafür wurden wohl auch welche genommen die man sonst nicht bei den GT gebrauchen konnte und die wurden, so habe ich es bei Gesprächen durch den Zaun erfahren, auch schon nach 3 Monaten Ausbildung an den Kanten geschickt.



Muss mal fragen: handelt es sich hierbei um die Erprobung des Sicherungsmodells Grenzwache?

Wann haben DeineSchilderungen stattgefunden ( und wo ?)

mfg U.


Hallo Grauer, ich glaube die Grenzwache war etwas anderes, bei uns nannte sich das Kompaniesicherung, Anfang der 80er soll ja verschiedentlich an den Sicherungssystemen herungedoktort wurden sein.
Der genannte Zeitraum bei mir war 1983.


zuletzt bearbeitet 18.10.2013 12:06 | nach oben springen

#65

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 12:16
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Hallo Grenzwolf62,
verstehe ich das richtig, eine Komp. ein Abschnitt ?

H.



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#66

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 13:04
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #63
Raiman2,
wie war das eigendlich auf Bat./Reg.-Füst in der Nachtschicht zb. war da mehr Unterhaltung als in den Abschnitten ?

H.

Hallo Hansteiner,

das kann ich Dir leider nicht sehr kompetent beantworten. Im Führungspunkt des Bataillons führte ein Operativoffizier oder einer der Stellvertreter des Bataillonskommandeurs. Da waren die Planungen der Kompanien und die Entschlussmeldungen für den Grenzdienst entgegenzunehmen. Dabei wurde die Einhaltung der Befehle geprüft. Dann waren da die laufenden Lagemeldungen aus den Kompanien zu überwachen und ggf. weiterzumelden. Alle Aufklärungsmeldungen sammelten sich im Führungspunkt des Bataillons. Am morgen kamen dann die Lagemeldungen und die Lagebesprechung mit dem Bataillonskommandeur. Vielleicht kann da @Pitti53 mehr dazu sagen.

Im Regiment führten die sogenannten OpD (Operative Diensthabende). Für diese Funktion waren fest benannte Offiziere eingesetzt. Das waren in der Regel erfahrene Majore. Diese führten im Schichtdienst. Auch hier liefen die Meldungen des gesamten Regiments, die Planungen und Entschlussmeldungen zusammen. Auch hier wurden die Lagemeldungen gebündelt und am Morgen als Meldung an den Regimentskommandeur gegeben. Da gab es sicher auch Langeweile, aber eigentlich war immer irgendetwas los.

Ich hatte mit diesen Führungspunkten nicht direkt zu tun.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#67

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 13:45
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hansteiner im Beitrag #65
Hallo Grenzwolf62,
verstehe ich das richtig, eine Komp. ein Abschnitt ?

H.


Ja, eine Kompanie sicherte einen kompletten Grenzabschnitt.
Abmarsch oder Abfahrt selbstständig als Einzelposten nach Dienstplan im Flur, Zeiten meist 08/16, 16/24, 24/08.
Ständig besetzt waren 2 Türme ca. 4 und 8 Km von der Kompanie entfernt, der Anmarsch war meist zu Fuß von der Kompanie und damit warst du auch teilweise Fußstreife, dazu immer zwei motorisierte Posten für linken und rechten Abschnitt und die Abschnitts-A-Gruppe.
Wenn besondere Lagen waren wie abhandengekommene Freunde oder Gardenschläger-Jahrestag waren auch mal mehr Posten im Abschnitt.
Durch Ab- u. Anmarsch und diverse Auslösungen waren meist 9 bis 10 Stunden Dienst die Regel und durch die Kilometer schrubben hast du straffe Beinmuskeln bekommen
Vorteil, absolute Ruhe auf der Kompanie, Grenzdienst und ansonsten kein weiterer Fasching


zuletzt bearbeitet 18.10.2013 13:55 | nach oben springen

#68

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 16:26
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #67
Zitat von Hansteiner im Beitrag #65
Hallo Grenzwolf62,
verstehe ich das richtig, eine Komp. ein Abschnitt ?

H.


Ja, eine Kompanie sicherte einen kompletten Grenzabschnitt.
Abmarsch oder Abfahrt selbstständig als Einzelposten nach Dienstplan im Flur, Zeiten meist 08/16, 16/24, 24/08.
Ständig besetzt waren 2 Türme ca. 4 und 8 Km von der Kompanie entfernt, der Anmarsch war meist zu Fuß von der Kompanie und damit warst du auch teilweise Fußstreife, dazu immer zwei motorisierte Posten für linken und rechten Abschnitt und die Abschnitts-A-Gruppe.
Wenn besondere Lagen waren wie abhandengekommene Freunde oder Gardenschläger-Jahrestag waren auch mal mehr Posten im Abschnitt.
Durch Ab- u. Anmarsch und diverse Auslösungen waren meist 9 bis 10 Stunden Dienst die Regel und durch die Kilometer schrubben hast du straffe Beinmuskeln bekommen
Vorteil, absolute Ruhe auf der Kompanie, Grenzdienst und ansonsten kein weiterer Fasching



Danke für die Erklärung
Wir machten am Anfang Zugsicherung, immer ein Zug im GD.Nannte sich auch Kompaniesicherung, war auch nicht schlecht.
Kam deine Variante schon nach der Bat.- Sicherung ?

VG H.



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#69

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 16:32
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hansteiner im Beitrag #68
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #67
Zitat von Hansteiner im Beitrag #65
Hallo Grenzwolf62,
verstehe ich das richtig, eine Komp. ein Abschnitt ?

H.


Ja, eine Kompanie sicherte einen kompletten Grenzabschnitt.
Abmarsch oder Abfahrt selbstständig als Einzelposten nach Dienstplan im Flur, Zeiten meist 08/16, 16/24, 24/08.
Ständig besetzt waren 2 Türme ca. 4 und 8 Km von der Kompanie entfernt, der Anmarsch war meist zu Fuß von der Kompanie und damit warst du auch teilweise Fußstreife, dazu immer zwei motorisierte Posten für linken und rechten Abschnitt und die Abschnitts-A-Gruppe.
Wenn besondere Lagen waren wie abhandengekommene Freunde oder Gardenschläger-Jahrestag waren auch mal mehr Posten im Abschnitt.
Durch Ab- u. Anmarsch und diverse Auslösungen waren meist 9 bis 10 Stunden Dienst die Regel und durch die Kilometer schrubben hast du straffe Beinmuskeln bekommen
Vorteil, absolute Ruhe auf der Kompanie, Grenzdienst und ansonsten kein weiterer Fasching



Danke für die Erklärung
Wir machten am Anfang Zugsicherung, immer ein Zug im GD.Nannte sich auch Kompaniesicherung, war auch nicht schlecht.
Kam deine Variante schon nach der Bat.- Sicherung ?

VG H.


Was vorher und nachher war, keine Ahnung.


Hansteiner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#70

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 19:58
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #68
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #67
Zitat von Hansteiner im Beitrag #65
Hallo Grenzwolf62,
verstehe ich das richtig, eine Komp. ein Abschnitt ?

H.


Ja, eine Kompanie sicherte einen kompletten Grenzabschnitt.
Abmarsch oder Abfahrt selbstständig als Einzelposten nach Dienstplan im Flur, Zeiten meist 08/16, 16/24, 24/08.
Ständig besetzt waren 2 Türme ca. 4 und 8 Km von der Kompanie entfernt, der Anmarsch war meist zu Fuß von der Kompanie und damit warst du auch teilweise Fußstreife, dazu immer zwei motorisierte Posten für linken und rechten Abschnitt und die Abschnitts-A-Gruppe.
Wenn besondere Lagen waren wie abhandengekommene Freunde oder Gardenschläger-Jahrestag waren auch mal mehr Posten im Abschnitt.
Durch Ab- u. Anmarsch und diverse Auslösungen waren meist 9 bis 10 Stunden Dienst die Regel und durch die Kilometer schrubben hast du straffe Beinmuskeln bekommen
Vorteil, absolute Ruhe auf der Kompanie, Grenzdienst und ansonsten kein weiterer Fasching



Danke für die Erklärung
Wir machten am Anfang Zugsicherung, immer ein Zug im GD.Nannte sich auch Kompaniesicherung, war auch nicht schlecht.
Kam deine Variante schon nach der Bat.- Sicherung ?


VG H.


Grün: Das Thema hatten wir schon mehrmals, wimre. Es gibt hier anscheinend immer wieder Unklarheiten über die Begriffe Kompaniesicherung, Zugsicherung, Bataillonssicherung. Bei uns wurde es bis Ende 67 "Zugsicherung" genannt. Eine Kompanie war für ihren Kompanieabschnitt zuständig. Dieser wurde zugweise durchgeführt. Jeder Zug hatte eine andere Schicht. Das war herrlich. Kein Rumgebrülle auf dem Flur, zum Essen ist man fast so gegangen, wenn man Lust hatte. Küche rund um die Uhr geöffnet. Auf unserem Zimmer mit den Kraftfahrern schlief immer einer. Zum Dienst ist man wie zu Hause von Mutti geweckt worden, leichtes Rütteln und "He, Soldat XY, aufstehen. Dein Dienst beginnt".
Im Herbst wurde dann zur sog. Kompaniesicherung übergegangen. Die gesamte kompanie hatte die gleiche Schicht und sicherte in dieser Schicht die Abschnitte der anderen Kompanien des Regimentes. Ging aber trotzdem noch relativ human zu mit dem Innendienst.



Hansteiner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.10.2013 19:59 | nach oben springen

#71

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 21:44
von coff | 700 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #70


Grün: Das Thema hatten wir schon mehrmals, wimre. Es gibt hier anscheinend immer wieder Unklarheiten über die Begriffe Kompaniesicherung, Zugsicherung, Bataillonssicherung. Bei uns wurde es bis Ende 67 "Zugsicherung" genannt. Eine Kompanie war für ihren Kompanieabschnitt zuständig. Dieser wurde zugweise durchgeführt. Jeder Zug hatte eine andere Schicht. Das war herrlich. Kein Rumgebrülle auf dem Flur, zum Essen ist man fast so gegangen, wenn man Lust hatte. Küche rund um die Uhr geöffnet. Auf unserem Zimmer mit den Kraftfahrern schlief immer einer. Zum Dienst ist man wie zu Hause von Mutti geweckt worden, leichtes Rütteln und "He, Soldat XY, aufstehen. Dein Dienst beginnt".
Im Herbst wurde dann zur sog. Kompaniesicherung übergegangen. Die gesamte kompanie hatte die gleiche Schicht und sicherte in dieser Schicht die Abschnitte der anderen Kompanien des Regimentes. Ging aber trotzdem noch relativ human zu mit dem Innendienst.



Wirklich des Regimentes ? Wieviele Kompanien hatte denn das Regiment ? Bei uns sicherte eine Kompanie die Abschnitte der anderen Kompanien des Bataillons. Das ganze nannte sich Bataillonssicherung, GR23, 3 Bataillone, 12 GK, also eine Kompanie sicherte vier Abschnitte in einer Schicht.


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#72

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 22:02
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von coff im Beitrag #71
Zitat von DoreHolm im Beitrag #70


Grün: Das Thema hatten wir schon mehrmals, wimre. Es gibt hier anscheinend immer wieder Unklarheiten über die Begriffe Kompaniesicherung, Zugsicherung, Bataillonssicherung. Bei uns wurde es bis Ende 67 "Zugsicherung" genannt. Eine Kompanie war für ihren Kompanieabschnitt zuständig. Dieser wurde zugweise durchgeführt. Jeder Zug hatte eine andere Schicht. Das war herrlich. Kein Rumgebrülle auf dem Flur, zum Essen ist man fast so gegangen, wenn man Lust hatte. Küche rund um die Uhr geöffnet. Auf unserem Zimmer mit den Kraftfahrern schlief immer einer. Zum Dienst ist man wie zu Hause von Mutti geweckt worden, leichtes Rütteln und "He, Soldat XY, aufstehen. Dein Dienst beginnt".
Im Herbst wurde dann zur sog. Kompaniesicherung übergegangen. Die gesamte kompanie hatte die gleiche Schicht und sicherte in dieser Schicht die Abschnitte der anderen Kompanien des Regimentes. Ging aber trotzdem noch relativ human zu mit dem Innendienst.



Wirklich des Regimentes ? Wieviele Kompanien hatte denn das Regiment ? Bei uns sicherte eine Kompanie die Abschnitte der anderen Kompanien des Bataillons. Das ganze nannte sich Bataillonssicherung, GR23, 3 Bataillone, 12 GK, also eine Kompanie sicherte vier Abschnitte in einer Schicht.



Wir in Hennigsdorf waren das GR 38, also ein Regiment. Von Bataillon war hier nie die Rede. Meines Wissens waren das 4 GKs.
Lt. Wiki besteht ein Regiment aus 2 - 4 Bataillonen. Außer den GKs waren noch die Versorgungseinheit(Staabskompanie) und die Ausbildungskompanie (schwere Kompanie) beinhaltet, die aber nur in Lage- Zeiten zur Hinterlandverstärkung herangezogen wurde. Das war recht selten.

Habe eben noch mal gegoogelt. Es waren tatsächlich nur 4 G-Kompanien. Die 4. war die Bootskompanie. Also wurde von einer GK die Abschnitte aller drei Landgrenzen-GKs gesichert. Bootskompanie blieb unter sich. Wäre hier wohl auch nicht gegangen. So glaube ich das die Seemollys weiterhin dieses Schichtsystem innerhalb einer Kompanie beinbehielten.
Mal eine Frage: In welche GRs waren denn die anderen Bootskompanien integriert ?



zuletzt bearbeitet 18.10.2013 22:10 | nach oben springen

#73

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 22:19
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #72
Zitat von coff im Beitrag #71
Zitat von DoreHolm im Beitrag #70


Grün: Das Thema hatten wir schon mehrmals, wimre. Es gibt hier anscheinend immer wieder Unklarheiten über die Begriffe Kompaniesicherung, Zugsicherung, Bataillonssicherung. Bei uns wurde es bis Ende 67 "Zugsicherung" genannt. Eine Kompanie war für ihren Kompanieabschnitt zuständig. Dieser wurde zugweise durchgeführt. Jeder Zug hatte eine andere Schicht. Das war herrlich. Kein Rumgebrülle auf dem Flur, zum Essen ist man fast so gegangen, wenn man Lust hatte. Küche rund um die Uhr geöffnet. Auf unserem Zimmer mit den Kraftfahrern schlief immer einer. Zum Dienst ist man wie zu Hause von Mutti geweckt worden, leichtes Rütteln und "He, Soldat XY, aufstehen. Dein Dienst beginnt".
Im Herbst wurde dann zur sog. Kompaniesicherung übergegangen. Die gesamte kompanie hatte die gleiche Schicht und sicherte in dieser Schicht die Abschnitte der anderen Kompanien des Regimentes. Ging aber trotzdem noch relativ human zu mit dem Innendienst.



Wirklich des Regimentes ? Wieviele Kompanien hatte denn das Regiment ? Bei uns sicherte eine Kompanie die Abschnitte der anderen Kompanien des Bataillons. Das ganze nannte sich Bataillonssicherung, GR23, 3 Bataillone, 12 GK, also eine Kompanie sicherte vier Abschnitte in einer Schicht.



Wir in Hennigsdorf waren das GR 38, also ein Regiment. Von Bataillon war hier nie die Rede. Meines Wissens waren das 4 GKs.
Lt. Wiki besteht ein Regiment aus 2 - 4 Bataillonen. Außer den GKs waren noch die Versorgungseinheit(Staabskompanie) und die Ausbildungskompanie (schwere Kompanie) beinhaltet, die aber nur in Lage- Zeiten zur Hinterlandverstärkung herangezogen wurde. Das war recht selten.


Hallo @DoreHolm,
jetzt wirds aber verwirrend. Schau Dir doch mal Deinen Eigenen Eintrag #70 an... Da sprichst Du selbst noch von Batallionssicherung. Und das ist dann genau die, welche Du als Regimentssicherung beschreibst...
1 Batallion = 4 Kompanien. Eine Kompanie sichert während Ihres Dienstes den kompletten Battallionsabschnitt. Schichtwechsel im selben Rhytmus wie bei der Zugsicherung/ Kompaniesicherung: Frühschicht: 06:00-14:00, Spätschicht 14:00-22:00, Nachtschicht 22:00-06:00 ...
Nachtrag: zu einer Zeit gab es genau diese Batallionssicherung 1978/79; Rotheul


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 18.10.2013 22:22 | nach oben springen

#74

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 22:23
von Gelöschtes Mitglied
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Während meiner Dienstzeit bei der Grenzsicherung gab es keine Schicht weder im Grenzdienst noch als UVD in der Kompanie , wo jemand in der Nachtschicht schlief .
Draußen an der Grenze mußten wir uns alle halbe Stunde im Führungspunkt melden , dann bekamen wir meistens einen anderen Postenpunkt zu gewiesen , Der einzige der im Grenzdienst mal schlief ,war ein Hund vom Hundeführer .
Trotzdem der kurze Wechsel der Schichten damals sehr hart war .
Ist hier jemand im Forum , dem das Schlafen im Grenzdienst zum Verhängnis wurde . ratata


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#75

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 22:26
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Diskus303 im Beitrag #73
Zitat von DoreHolm im Beitrag #72
Zitat von coff im Beitrag #71
Zitat von DoreHolm im Beitrag #70


Grün: Das Thema hatten wir schon mehrmals, wimre. Es gibt hier anscheinend immer wieder Unklarheiten über die Begriffe Kompaniesicherung, Zugsicherung, Bataillonssicherung. Bei uns wurde es bis Ende 67 "Zugsicherung" genannt. Eine Kompanie war für ihren Kompanieabschnitt zuständig. Dieser wurde zugweise durchgeführt. Jeder Zug hatte eine andere Schicht. Das war herrlich. Kein Rumgebrülle auf dem Flur, zum Essen ist man fast so gegangen, wenn man Lust hatte. Küche rund um die Uhr geöffnet. Auf unserem Zimmer mit den Kraftfahrern schlief immer einer. Zum Dienst ist man wie zu Hause von Mutti geweckt worden, leichtes Rütteln und "He, Soldat XY, aufstehen. Dein Dienst beginnt".
Im Herbst wurde dann zur sog. Kompaniesicherung übergegangen. Die gesamte kompanie hatte die gleiche Schicht und sicherte in dieser Schicht die Abschnitte der anderen Kompanien des Regimentes. Ging aber trotzdem noch relativ human zu mit dem Innendienst.



Wirklich des Regimentes ? Wieviele Kompanien hatte denn das Regiment ? Bei uns sicherte eine Kompanie die Abschnitte der anderen Kompanien des Bataillons. Das ganze nannte sich Bataillonssicherung, GR23, 3 Bataillone, 12 GK, also eine Kompanie sicherte vier Abschnitte in einer Schicht.



Wir in Hennigsdorf waren das GR 38, also ein Regiment. Von Bataillon war hier nie die Rede. Meines Wissens waren das 4 GKs.
Lt. Wiki besteht ein Regiment aus 2 - 4 Bataillonen. Außer den GKs waren noch die Versorgungseinheit(Staabskompanie) und die Ausbildungskompanie (schwere Kompanie) beinhaltet, die aber nur in Lage- Zeiten zur Hinterlandverstärkung herangezogen wurde. Das war recht selten.


Hallo@DoreHolm,
jetzt wirds aber verwirrend. Schau Dir doch mal Deinen Eigenen Eintrag #70 an... Da sprichst Du selbst von Batallionssicherung. Und das ist dann genau die, welche Du als Regimentssicherung beschreibst...
1 Batallion = 4 Kompanien. Eine Kompanie sichert während Ihres Dienstes den kompletten Battallionsabschnitt. Schichtwechsel im selben Rhytmus wie bei der Zugsicherung/ Kompaniesicherung: Frühschicht: 06:00-14:00, Spätschicht 14:00-22:00, Nachtschicht 22:00-06:00 .
..


Grün: Nene, nicht verwirrend. Habe den Begriff Bataillonssicherung hier nur verwendet, weil immer davon geschrieben wird. Wenn wir also ein Bataillon gewesen sein sollen, was war dann das Regiment ? Wir waren das GR 38 und da müßten ja noch weitere Bataillone vorhanden gewesen sein. Google doch mal zum GR 38. Da findest Du die Aufzählung der GKs, ganze 4 Stück, wobei eine ihr eigenes Ding machte, nämlich die Bootskompanie. Und die Schwere Kompanie (AGK) und die Stabbskompanie würde ich hier nicht als Bataillon zählen. Auch mit den Schichten war es bei uns anders. Ablösungen waren immer zwei Stunden früher als bei Euch, also 4 Uhr früh zur Frühschicht, 12 Uhr zur Spätschicht und 20 Uhr zur Nachtschicht. Das war 67/68.



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#76

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 22:37
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Diskus303 im Beitrag #73




Hallo @DoreHolm,
jetzt wirds aber verwirrend. Schau Dir doch mal Deinen Eigenen Eintrag #70 an... Da sprichst Du selbst noch von Batallionssicherung. Und das ist dann genau die, welche Du als Regimentssicherung beschreibst...
1 Batallion = 4 Kompanien. Eine Kompanie sichert während Ihres Dienstes den kompletten Battallionsabschnitt. Schichtwechsel im selben Rhytmus wie bei der Zugsicherung/ Kompaniesicherung: Frühschicht: 06:00-14:00, Spätschicht 14:00-22:00, Nachtschicht 22:00-06:00 ...
Nachtrag: zu einer Zeit gab es genau diese Batallionssicherung 1978/79; Rotheul


Wie lang war denn dieser Battallionsabschnitt?
Vermutlich so 40 Km?
Hast du da die Grenze auf der ganzen Länge kennengelernt und kennt man sich da noch so richtig aus?
Wie seid ihr geführt worden, über mehrere Führungsstellen?


zuletzt bearbeitet 18.10.2013 22:39 | nach oben springen

#77

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 22:53
von Hapedi | 1.873 Beiträge

Zitat von ratata im Beitrag #74
Während meiner Dienstzeit bei der Grenzsicherung gab es keine Schicht weder im Grenzdienst noch als UVD in der Kompanie , wo jemand in der Nachtschicht schlief .
Draußen an der Grenze mußten wir uns alle halbe Stunde im Führungspunkt melden , dann bekamen wir meistens einen anderen Postenpunkt zu gewiesen , Der einzige der im Grenzdienst mal schlief ,war ein Hund vom Hundeführer .
Trotzdem der kurze Wechsel der Schichten damals sehr hart war .
Ist hier jemand im Forum , dem das Schlafen im Grenzdienst zum Verhängnis wurde . ratata


kann mich deinen ausführungen nur anschliesen allerdings kam es auch darauf an mit wem man draußen war , war er sehr wortkarg dann hat es einen auch schon mal die Augen zugezogen und nach dem wieder öffnen war man froh das der noch war

Hapedi



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#78

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.10.2013 23:04
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #75
Zitat von Diskus303 im Beitrag #73
Zitat von DoreHolm im Beitrag #72
Zitat von coff im Beitrag #71
Zitat von DoreHolm im Beitrag #70


Grün: Das Thema hatten wir schon mehrmals, wimre. Es gibt hier anscheinend immer wieder Unklarheiten über die Begriffe Kompaniesicherung, Zugsicherung, Bataillonssicherung. Bei uns wurde es bis Ende 67 "Zugsicherung" genannt. Eine Kompanie war für ihren Kompanieabschnitt zuständig. Dieser wurde zugweise durchgeführt. Jeder Zug hatte eine andere Schicht. Das war herrlich. Kein Rumgebrülle auf dem Flur, zum Essen ist man fast so gegangen, wenn man Lust hatte. Küche rund um die Uhr geöffnet. Auf unserem Zimmer mit den Kraftfahrern schlief immer einer. Zum Dienst ist man wie zu Hause von Mutti geweckt worden, leichtes Rütteln und "He, Soldat XY, aufstehen. Dein Dienst beginnt".
Im Herbst wurde dann zur sog. Kompaniesicherung übergegangen. Die gesamte kompanie hatte die gleiche Schicht und sicherte in dieser Schicht die Abschnitte der anderen Kompanien des Regimentes. Ging aber trotzdem noch relativ human zu mit dem Innendienst.



Wirklich des Regimentes ? Wieviele Kompanien hatte denn das Regiment ? Bei uns sicherte eine Kompanie die Abschnitte der anderen Kompanien des Bataillons. Das ganze nannte sich Bataillonssicherung, GR23, 3 Bataillone, 12 GK, also eine Kompanie sicherte vier Abschnitte in einer Schicht.



Wir in Hennigsdorf waren das GR 38, also ein Regiment. Von Bataillon war hier nie die Rede. Meines Wissens waren das 4 GKs.
Lt. Wiki besteht ein Regiment aus 2 - 4 Bataillonen. Außer den GKs waren noch die Versorgungseinheit(Staabskompanie) und die Ausbildungskompanie (schwere Kompanie) beinhaltet, die aber nur in Lage- Zeiten zur Hinterlandverstärkung herangezogen wurde. Das war recht selten.


Hallo@DoreHolm,
jetzt wirds aber verwirrend. Schau Dir doch mal Deinen Eigenen Eintrag #70 an... Da sprichst Du selbst von Batallionssicherung. Und das ist dann genau die, welche Du als Regimentssicherung beschreibst...
1 Batallion = 4 Kompanien. Eine Kompanie sichert während Ihres Dienstes den kompletten Battallionsabschnitt. Schichtwechsel im selben Rhytmus wie bei der Zugsicherung/ Kompaniesicherung: Frühschicht: 06:00-14:00, Spätschicht 14:00-22:00, Nachtschicht 22:00-06:00 .
..


Grün: Nene, nicht verwirrend. Habe den Begriff Bataillonssicherung hier nur verwendet, weil immer davon geschrieben wird. Wenn wir also ein Bataillon gewesen sein sollen, was war dann das Regiment ? Wir waren das GR 38 und da müßten ja noch weitere Bataillone vorhanden gewesen sein. Google doch mal zum GR 38. Da findest Du die Aufzählung der GKs, ganze 4 Stück, wobei eine ihr eigenes Ding machte, nämlich die Bootskompanie. Und die Schwere Kompanie (AGK) und die Stabbskompanie würde ich hier nicht als Bataillon zählen. Auch mit den Schichten war es bei uns anders. Ablösungen waren immer zwei Stunden früher als bei Euch, also 4 Uhr früh zur Frühschicht, 12 Uhr zur Spätschicht und 20 Uhr zur Nachtschicht. Das war 67/68.


Hallo @DoreHolm

schau mal hier...GR_15 Sonneberg
den #6
Ich war seinerzeit: Grenzkommando Süd, Grenzregiment 15 (Sonneberg), II. Grenzbatallion (Sonneberg), 6. Grenzkompanie (Rotheul)

@Grenzwolf62
das mit den 40 km kommt hin (ich glaube es waren sogar ein paar mehr , und ja ich denke schon, daß wir uns gut auskannten. Unser Sicherungsabsschnitt ging von der 5. GK (Oerlsdorf) bis zur 8.GK Heinersdorf...
Kleiner Nachtrag: Wir waren überall eingesetzt: einzige Ausnahme Füst (ich zumindest war da nie), es gab nur eine Führungsstelle, von der aus der ganze Abschnitt (alle 4 GK-Abschnitte) geführt wurden...


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 18.10.2013 23:11 | nach oben springen

#79

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.10.2013 10:08
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Zitat von Diskus303 im Beitrag #78
Zitat von DoreHolm im Beitrag #75
Zitat von Diskus303 im Beitrag #73
Zitat von DoreHolm im Beitrag #72
Zitat von coff im Beitrag #71
Zitat von DoreHolm im Beitrag #70


Grün: Das Thema hatten wir schon mehrmals, wimre. Es gibt hier anscheinend immer wieder Unklarheiten über die Begriffe Kompaniesicherung, Zugsicherung, Bataillonssicherung. Bei uns wurde es bis Ende 67 "Zugsicherung" genannt. Eine Kompanie war für ihren Kompanieabschnitt zuständig. Dieser wurde zugweise durchgeführt. Jeder Zug hatte eine andere Schicht. Das war herrlich. Kein Rumgebrülle auf dem Flur, zum Essen ist man fast so gegangen, wenn man Lust hatte. Küche rund um die Uhr geöffnet. Auf unserem Zimmer mit den Kraftfahrern schlief immer einer. Zum Dienst ist man wie zu Hause von Mutti geweckt worden, leichtes Rütteln und "He, Soldat XY, aufstehen. Dein Dienst beginnt".
Im Herbst wurde dann zur sog. Kompaniesicherung übergegangen. Die gesamte kompanie hatte die gleiche Schicht und sicherte in dieser Schicht die Abschnitte der anderen Kompanien des Regimentes. Ging aber trotzdem noch relativ human zu mit dem Innendienst.



Wirklich des Regimentes ? Wieviele Kompanien hatte denn das Regiment ? Bei uns sicherte eine Kompanie die Abschnitte der anderen Kompanien des Bataillons. Das ganze nannte sich Bataillonssicherung, GR23, 3 Bataillone, 12 GK, also eine Kompanie sicherte vier Abschnitte in einer Schicht.



Wir in Hennigsdorf waren das GR 38, also ein Regiment. Von Bataillon war hier nie die Rede. Meines Wissens waren das 4 GKs.
Lt. Wiki besteht ein Regiment aus 2 - 4 Bataillonen. Außer den GKs waren noch die Versorgungseinheit(Staabskompanie) und die Ausbildungskompanie (schwere Kompanie) beinhaltet, die aber nur in Lage- Zeiten zur Hinterlandverstärkung herangezogen wurde. Das war recht selten.


Hallo@DoreHolm,
jetzt wirds aber verwirrend. Schau Dir doch mal Deinen Eigenen Eintrag #70 an... Da sprichst Du selbst von Batallionssicherung. Und das ist dann genau die, welche Du als Regimentssicherung beschreibst...
1 Batallion = 4 Kompanien. Eine Kompanie sichert während Ihres Dienstes den kompletten Battallionsabschnitt. Schichtwechsel im selben Rhytmus wie bei der Zugsicherung/ Kompaniesicherung: Frühschicht: 06:00-14:00, Spätschicht 14:00-22:00, Nachtschicht 22:00-06:00 .
..


Grün: Nene, nicht verwirrend. Habe den Begriff Bataillonssicherung hier nur verwendet, weil immer davon geschrieben wird. Wenn wir also ein Bataillon gewesen sein sollen, was war dann das Regiment ? Wir waren das GR 38 und da müßten ja noch weitere Bataillone vorhanden gewesen sein. Google doch mal zum GR 38. Da findest Du die Aufzählung der GKs, ganze 4 Stück, wobei eine ihr eigenes Ding machte, nämlich die Bootskompanie. Und die Schwere Kompanie (AGK) und die Stabbskompanie würde ich hier nicht als Bataillon zählen. Auch mit den Schichten war es bei uns anders. Ablösungen waren immer zwei Stunden früher als bei Euch, also 4 Uhr früh zur Frühschicht, 12 Uhr zur Spätschicht und 20 Uhr zur Nachtschicht. Das war 67/68.


Hallo @DoreHolm

schau mal hier...GR_15 Sonneberg
den #6
Ich war seinerzeit: Grenzkommando Süd, Grenzregiment 15 (Sonneberg), II. Grenzbatallion (Sonneberg), 6. Grenzkompanie (Rotheul)

@Grenzwolf62
das mit den 40 km kommt hin (ich glaube es waren sogar ein paar mehr , und ja ich denke schon, daß wir uns gut auskannten. Unser Sicherungsabsschnitt ging von der 5. GK (Oerlsdorf) bis zur 8.GK Heinersdorf...
Kleiner Nachtrag: Wir waren überall eingesetzt: einzige Ausnahme Füst (ich zumindest war da nie), es gab nur eine Führungsstelle, von der aus der ganze Abschnitt (alle 4 GK-Abschnitte) geführt wurden...


Grün: Das mag ja alles an der Grünen Grenze so gewesen sein. Um Berlin war das alles etwas dichter gestaffelt, meine ich. Bin mal bei Google Earth die ehemalige Grenze abgefahren und bin auf etwa 20 km Gesamtlänge gekommen. Unser Regimentsabschnitt, also die genannten 4 GKs, begannen im Westen nördl. des Laszinssees bis zum Erlengrund (Havel). Das war unser Abschnitt, also 1.GK und hat eine Länge von 3,7 km. Dann kamen 5 km Havelgrenze in Niederneuendorf, die ausschließlich von der Bootskompanie gesichert wurde (4.GK) und dann weiter über Stolpe, Hohenneuendorf bis vor Glienicke, für die ursprünglich die 2. u. 3. GK zuständig waren. Uns gegenüber lag Berlin-Frohnau. Dieser Landabschnitt war noch mal wegen der Ausbuchtung um Fronau etwa 12 km lang. Mehr war nicht. Wir waren eben eine recht kleine Gesamteinheit. Es war der waldreichste Abschnitt der Grenze und unserer, der Wald zwischen Laszinssee und Erlengrund galt als der Wildreichste. Da kam manchmal der Generalmajor Poppe (Stdtkommandant) zum jagen.



zuletzt bearbeitet 19.10.2013 10:09 | nach oben springen

#80

RE: Ablösung im Abschnitt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.10.2013 10:12
von Hansteiner | 1.406 Beiträge

Hallo DoreHolm,
zu meiner Zeit war immer die Rede, daß die Berliner, also GK. Mitte, das mit Regimentssicherung machen (?)

VG H.



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