#1

Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 11.10.2013 22:33
von Hans55 | 762 Beiträge

Hallo,Leute!
So,hat alles angefangen!http://www.youtube.com/watch?v=Msf_R1KaJdw
Bei mir am 5.05 1978! Ein wirklich langer Tag!


zuletzt bearbeitet 11.10.2013 22:35 | nach oben springen

#2

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 12.10.2013 00:13
von CASI | 78 Beiträge

Klasse Propagandastreifen!
Dudeliges Sozialistisches Gitarrengebimmel!
Die heroischen Kampfgruppen samt NVA hätten alles geregelt!

Mal drüber nachdenken:
Im Westen in den 80er Jahren gab es keinen "Klassenkampf" - uns war es irgendwie doch völlig schnurz was Ihr da macht!
Lass die mal machen. Blöd war die Fahrt nach WB mit den ganzen Repressalien! - Der Rest war schnurz!


Das ganze Erfahrungspotential kam erst ab 1990, wo die Grenze auf war. Das hat auch mich sehr überrascht!

Viele Grüße
Carsten



zuletzt bearbeitet 12.10.2013 00:45 | nach oben springen

#3

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 12.10.2013 09:48
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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So richtig aus dem realen Leben ist das Filmchen aber nicht, bei uns ging es schneller und vor allem sehr viel lauter zu


schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 12.10.2013 11:45
von Hansteiner | 1.410 Beiträge

Ich war noch keine 10 min im Objekt, da hatte ich schon die Schwarzkombi an und mußte vor unserem Objekt die Rosenrabbatten "bearbeiten".
Die anderen die später kamen brauchten das nicht. "Seht mal , der hat bestimmt Knast" solche Sprüche kamen da.
Irgendwie amüsant, als wir uns später auf der Bude wieder getroffen haben

VG H.



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#5

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 12.10.2013 18:44
von Diskus303 | 485 Beiträge

Zitat von CASI im Beitrag #2
Klasse Propagandastreifen!
Dudeliges Sozialistisches Gitarrengebimmel!
Die heroischen Kampfgruppen samt NVA hätten alles geregelt!

Mal drüber nachdenken:
Im Westen in den 80er Jahren gab es keinen "Klassenkampf" - uns war es irgendwie doch völlig schnurz was Ihr da macht!
Lass die mal machen. Blöd war die Fahrt nach WB mit den ganzen Repressalien! - Der Rest war schnurz!


Das ganze Erfahrungspotential kam erst ab 1990, wo die Grenze auf war. Das hat auch mich sehr überrascht!

Viele Grüße
Carsten

Stimmt @CASI , (erst) mal darüber nachdenken...
Als Stichwort sollte "Natodoppelbeschluß" erstmal ausreichen


Gruß Axel
zuletzt bearbeitet 12.10.2013 18:45 | nach oben springen

#6

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 12.10.2013 22:05
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von CASI im Beitrag #2
Klasse Propagandastreifen!
Dudeliges Sozialistisches Gitarrengebimmel!
Die heroischen Kampfgruppen samt NVA hätten alles geregelt!

Mal drüber nachdenken:
Im Westen in den 80er Jahren gab es keinen "Klassenkampf" - uns war es irgendwie doch völlig schnurz was Ihr da macht!
Lass die mal machen. Blöd war die Fahrt nach WB mit den ganzen Repressalien! - Der Rest war schnurz!


Das ganze Erfahrungspotential kam erst ab 1990, wo die Grenze auf war. Das hat auch mich sehr überrascht!

Viele Grüße
Carsten


@CASI


Na, beschreibe mal die Repressalien !
@KARNAK , @elster427 und mich würde das bestimmt interessieren.


passport


zuletzt bearbeitet 12.10.2013 22:17 | nach oben springen

#7

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 13.10.2013 09:58
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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In Leipzig auf dem Bahnhof hatten ja alle Leute ihren "Spaß" mit dem NVA-Frischfleisch, da war ein Bereich abgesperrt wo der Nachwuchs zusammengetrieben und auf neue Züge aufgeteilt wurde, schön mit Gebrüll und Laufschritt.
Wir kamen mit dem Sonderzug aus Karl-Marx-Stadt und in dem, in den wir "umgestiegen" waren, wurden wir dann durch die halbe DDR gekarrt, den Zielbahnhof kannte ja keiner.
Als die Jungs mit ihren Taschen so entspannt durch den KDP schlenderten hätte ich mich bald am Kaffee verschluckt, glaub im Knastjargon nennt sich das wohl "Selbststeller"


zuletzt bearbeitet 13.10.2013 11:56 | nach oben springen

#8

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 13.10.2013 10:26
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.492 Beiträge

Ja, so oder so ähnlich war es wohl...
als wir in HBS ankamen wurden wir regelrecht durch den Bahnhof getrieben, in einer Seitenstrasse vor dem Bahnhof konnten wir dann auch gleich `Platz´ auf einem W50 nehmen, das alles mit viel Geschrei und Lärm...

Was mich stutzig macht, ist: Im Abspann des Films werden die Namen der `Beteiligten` genannt, mit Namen und Beruf, da ist einer `Sold. Peter Gerloff, 33, Melker`
Meine Frage ist : ab wann wurde das Wehrdienstgesetz dahingehend geändert, daß man nur bis zum 27. Lebensjahr gezogen werden konnte. Dieser Film ist von Anfang der 80-er.

Gruß h.


zuletzt bearbeitet 13.10.2013 10:26 | nach oben springen

#9

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 13.10.2013 10:47
von Hansteiner | 1.410 Beiträge

Als ich den morgen in NDH auf den Bhf. ankam waren wir nur 3 Mann. Eine Streife des KD stand in der Halle. Ach ihr seit ja von hier, sagte der eine nach der Überprüfung des EbB. Wo die Kaserne ist wisst ihr ja, dann geht mal los ! Bis zur Darre hinter ist ein ganz schönes Ende ! Nichts mit W50. Als später mehr ankamen fuhren die W50. Wir die ersten mußten laufen

Vg H.



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#10

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 13.10.2013 12:15
von Fritze (gelöscht)
avatar

Zitat von hundemuchtel 88 0,5 im Beitrag #8
Ja, so oder so ähnlich war es wohl...
als wir in HBS ankamen wurden wir regelrecht durch den Bahnhof getrieben, in einer Seitenstrasse vor dem Bahnhof konnten wir dann auch gleich `Platz´ auf einem W50 nehmen, das alles mit viel Geschrei und Lärm...

Was mich stutzig macht, ist: Im Abspann des Films werden die Namen der `Beteiligten` genannt, mit Namen und Beruf, da ist einer `Sold. Peter Gerloff, 33, Melker`
Meine Frage ist : ab wann wurde das Wehrdienstgesetz dahingehend geändert, daß man nur bis zum 27. Lebensjahr gezogen werden konnte. Dieser Film ist von Anfang der 80-er.

Gruß h.


Mein Onkel wurde auch mit Mitte Dreißig zum ersten Mal gezogen .Aber nur für ein halbes Jahr . Waren auch wohl alles so spätverhinderte Kollegen . Einige waren vergessen worden und andere hatten in ihrer relevanten Zeit einen Aufenthalt im soz. Strafvollzug .


hundemuchtel 88 0,5 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 13.10.2013 12:54
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

So Anfang der 80er Jahre wurden wegen Personalmangels auch Ungediente bis zu einem Alter von 35 oder 36 Jahren zu einem halben Jahr Wehrdienst eingezogen. Da waren die lustigsten Exemplare bei. Manche waren schon scheintot. Für die Disziplin der Truppe war es eine absolute Bereicherung. Meinen Taxifahrer aus Dresden werde ich nie vergessen, als er beim Politunterricht 1980 zum Thema Polen Stellung nahm:
Polen haben sie ja nun schon dicht gemacht, wenn sie die Tschechen auch noch dicht machen, sitzen wir hier fest in dem Roten Viereck mit dem Russenstern oben drauf.
Der ganze Saal brüllte und vom Polit kam nur ein Zögerliches: Ganz so können sie das doch nicht sehen, Genosse.
Ein Anderer war fast blind, der mußte vom LKW gehoben wurden und saß das halbe Jahr im Med.Punkt ab. Hauptsache der Plan hat gestimmt und die Mannschaftsstärke.
Beim Handgranatenwerfen zog einer dieser Resis (so wurden die intern bezeichnet ob wohl nie gedient) die Sicherung aus der Handgranate, drehte sich zum KC und fragte ihn. Na,wie sieht es denn nun aus mit meinem Kurzurlaub??
Die Sechsmonatsresis haben viel Sonnenschein in das trübe Kasernenleben gebracht.


hundemuchtel 88 0,5, katerjohn und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.10.2013 13:08 | nach oben springen

#12

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 13.10.2013 15:00
von Schlutup | 4.102 Beiträge

moin moin!

bei vielen Sachen habe ich meine Grundausbildung bei der Bundeswehr wiedererkannt.
Am Ende steht ja 1983, ich kenne das so das ab 1981 keine Uniformen mit Ärmelplatten mehr gab.

schlutup



zuletzt bearbeitet 13.10.2013 15:01 | nach oben springen

#13

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 13.10.2013 22:29
von CASI | 78 Beiträge

Moin,

das ganze ist recht kurz und knapp gesagt:
Ich kenne seit meiner frühesten Kindheit Grenzen aus Westeuropa. BRD - Frankreich, Frankreich - Spanien, Schweiz, Holland, Belgien, etc.
Bei den Tommys, wenn man auf die Insel wollte, konnte es schon mal etwas ernster werden. Die fragten nicht nur nach, die haben uns auch mal gefilzt, was aber problemlos ablief, da weder Tier dabei, noch Lebensmittel. Die Tommys waren und sind da aufgrund der Insellage sehr eigen, was auch verständlich ist.
Ich habe mich mit Repressalien vielleicht falsch ausgedrückt, aber die DDR Grenze war da aber auch im Transit deutlich anders!
Das war keine Grenze, das war ein Bollwerk!
Stundenlanges Anstehen, weil die Abfertigung entweder keinen Bock hatte, oder zuviel Wessis nach Berlin wollten, oder was auch immer.
Das nervte. Dazu kam, das die ganze Grenze vor Waffen starrte! Mir waren Grenzer (ob das nun PKE oder sonstwas war weis ich nicht, (ist aber auch sowas von scheißegal), die auch ne Kaschi umhängen hatten fremd!... Na toll! - Dann dieses ganze Prozedere was da abging, Mit Pass, diesem komischen schlitten, etc. pp...
Das ging einen einfach nur auf den Kessel und man hat wirklich bammel gehabt, das man nichts falsch machte!
So habe nicht nur ich diese Grenze gesehen, sondern auch viele andere!
Die WB gingen damit anders um, kannten das, aber für einen aus der Provinz stammenden Wessi war diese DDR Grenze in aller Form mit das letze, was man sich freiwillig antut!
Zum Klassenkampf: Dieses Wort habe ich zum ersten mal wahrgenommen, als ich in der Lage war, DDR Fernsehen zu guggen!
Zwar mit Griesel und SW, aber ging auf Kanal 6 vom Brocken.

Zum Nato Doppelbeschluss: Das hat auch in der BRD nicht jeder begriffen und hat Helmut I den Kopf (das Amt) gekostet! - Den Doppelbeschluss wollte eigentlich keiner und hat zu heftigen Demos geführt! - Helmut II hat ihn dann durchgeführt...
Das genau dieser Doppelbeschluss dazu beitrug, das den Soviets die Luft ausging, kann man heute nur als "Glücksfall der Geschichte" ansehen!

Ich schreibe das bewusst hart, aber so war das damals in den 80ern in der BRD. Die DDR hat niemanden, der keinen Bezug (Verwandte) zu dieser hatte, interessiert! - und wenn man nach Berlin wollte, musste man halt durch die "Zone" und hat das Prozedere über sich ergehen lassen.

1990 habe ich selber dann die "Zone" kennengelernt und sage klar: Hinter diesem Bollwerk von Grenze lebten und leben Menschen wie Du und ich.
Ich habe etwas gebraucht, mich dort einzufädeln, aber das ging recht schnell und fühlte mich wohl.

Wo ich allerdings hochgehe, sind solche Videos wie im Eingangsposting gezeigt! - Weinerliches Gitarrengeklampfe (wir sind die Opfer) , heroisches Hin und Her, wie die doch so tolle NVA das alles meistert. Da krieg ich Pickel! - Vor allem das es auch heute noch Menschen gibt, die das auch noch gut finden!
Noch viel schlimmer ist es, das wir! - Wessis diesen völligen Wahnsinn auch noch gefördert haben. Ich sach nur leise "Miliardenkredit" und FJS...

In dem Sinne,
Gute Nacht!!



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#14

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 13.10.2013 22:40
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von CASI im Beitrag #13
Moin,

das ganze ist recht kurz und knapp gesagt:
Ich kenne seit meiner frühesten Kindheit Grenzen aus Westeuropa. BRD - Frankreich, Frankreich - Spanien, Schweiz, Holland, Belgien, etc.
Bei den Tommys, wenn man auf die Insel wollte, konnte es schon mal etwas ernster werden. Die fragten nicht nur nach, die haben uns auch mal gefilzt, was aber problemlos ablief, da weder Tier dabei, noch Lebensmittel. Die Tommys waren und sind da aufgrund der Insellage sehr eigen, was auch verständlich ist.
Ich habe mich mit Repressalien vielleicht falsch ausgedrückt, aber die DDR Grenze war da aber auch im Transit deutlich anders!
Das war keine Grenze, das war ein Bollwerk!
Stundenlanges Anstehen, weil die Abfertigung entweder keinen Bock hatte, oder zuviel Wessis nach Berlin wollten, oder was auch immer.
Das nervte. Dazu kam, das die ganze Grenze vor Waffen starrte! Mir waren Grenzer (ob das nun PKE oder sonstwas war weis ich nicht, (ist aber auch sowas von scheißegal), die auch ne Kaschi umhängen hatten fremd!... Na toll! - Dann dieses ganze Prozedere was da abging, Mit Pass, diesem komischen schlitten, etc. pp...
Das ging einen einfach nur auf den Kessel und man hat wirklich bammel gehabt, das man nichts falsch machte!
So habe nicht nur ich diese Grenze gesehen, sondern auch viele andere!
Die WB gingen damit anders um, kannten das, aber für einen aus der Provinz stammenden Wessi war diese DDR Grenze in aller Form mit das letze, was man sich freiwillig antut!
Zum Klassenkampf: Dieses Wort habe ich zum ersten mal wahrgenommen, als ich in der Lage war, DDR Fernsehen zu guggen!
Zwar mit Griesel und SW, aber ging auf Kanal 6 vom Brocken.

Zum Nato Doppelbeschluss: Das hat auch in der BRD nicht jeder begriffen und hat Helmut I den Kopf (das Amt) gekostet! - Den Doppelbeschluss wollte eigentlich keiner und hat zu heftigen Demos geführt! - Helmut II hat ihn dann durchgeführt...
Das genau dieser Doppelbeschluss dazu beitrug, das den Soviets die Luft ausging, kann man heute nur als "Glücksfall der Geschichte" ansehen!

Ich schreibe das bewusst hart, aber so war das damals in den 80ern in der BRD. Die DDR hat niemanden, der keinen Bezug (Verwandte) zu dieser hatte, interessiert! - und wenn man nach Berlin wollte, musste man halt durch die "Zone" und hat das Prozedere über sich ergehen lassen.

1990 habe ich selber dann die "Zone" kennengelernt und sage klar: Hinter diesem Bollwerk von Grenze lebten und leben Menschen wie Du und ich.
Ich habe etwas gebraucht, mich dort einzufädeln, aber das ging recht schnell und fühlte mich wohl.

Wo ich allerdings hochgehe, sind solche Videos wie im Eingangsposting gezeigt! - Weinerliches Gitarrengeklampfe (wir sind die Opfer) , heroisches Hin und Her, wie die doch so tolle NVA das alles meistert. Da krieg ich Pickel! - Vor allem das es auch heute noch Menschen gibt, die das auch noch gut finden!
Noch viel schlimmer ist es, das wir! - Wessis diesen völligen Wahnsinn auch noch gefördert haben. Ich sach nur leise "Miliardenkredit" und FJS...

In dem Sinne,
Gute Nacht!!



Naja, das war halt höhere Politik oder auch: Der Ratschluss der Götter ist unergründlich. Aus Wohlwollen zur DDR wird er´s (FJS) sicher nicht gemacht haben. Wir haben uns damals, wenn die Staatsführung etwas beschlossen hatte, dessen Sinn uns schleierhaft war, immer gesagt: Die Genossen werden sich schon was dabei gedacht haben.



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#15

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 14.10.2013 16:46
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von CASI im Beitrag #13
Moin,

das ganze ist recht kurz und knapp gesagt:
Ich kenne seit meiner frühesten Kindheit Grenzen aus Westeuropa. BRD - Frankreich, Frankreich - Spanien, Schweiz, Holland, Belgien, etc.
Bei den Tommys, wenn man auf die Insel wollte, konnte es schon mal etwas ernster werden. Die fragten nicht nur nach, die haben uns auch mal gefilzt, was aber problemlos ablief, da weder Tier dabei, noch Lebensmittel. Die Tommys waren und sind da aufgrund der Insellage sehr eigen, was auch verständlich ist.
Ich habe mich mit Repressalien vielleicht falsch ausgedrückt, aber die DDR Grenze war da aber auch im Transit deutlich anders!
Das war keine Grenze, das war ein Bollwerk!
Stundenlanges Anstehen, weil die Abfertigung entweder keinen Bock hatte, oder zuviel Wessis nach Berlin wollten, oder was auch immer.
Das nervte
. Dazu kam, das die ganze Grenze vor Waffen starrte! Mir waren Grenzer (ob das nun PKE oder sonstwas war weis ich nicht, (ist aber auch sowas von scheißegal), die auch ne Kaschi umhängen hatten fremd!... Na toll! - Dann dieses ganze Prozedere was da abging, Mit Pass, diesem komischen schlitten, etc. pp...Das ging einen einfach nur auf den Kessel und man hat wirklich bammel gehabt, das man nichts falsch machte!
So habe nicht nur ich diese Grenze gesehen, sondern auch viele andere!
Die WB gingen damit anders um, kannten das, aber für einen aus der Provinz stammenden Wessi war diese DDR Grenze in aller Form mit das letze, was man sich freiwillig antut!
Zum Klassenkampf: Dieses Wort habe ich zum ersten mal wahrgenommen, als ich in der Lage war, DDR Fernsehen zu guggen!
Zwar mit Griesel und SW, aber ging auf Kanal 6 vom Brocken.

Zum Nato Doppelbeschluss: Das hat auch in der BRD nicht jeder begriffen und hat Helmut I den Kopf (das Amt) gekostet! - Den Doppelbeschluss wollte eigentlich keiner und hat zu heftigen Demos geführt! - Helmut II hat ihn dann durchgeführt...
Das genau dieser Doppelbeschluss dazu beitrug, das den Soviets die Luft ausging, kann man heute nur als "Glücksfall der Geschichte" ansehen!

Ich schreibe das bewusst hart, aber so war das damals in den 80ern in der BRD. Die DDR hat niemanden, der keinen Bezug (Verwandte) zu dieser hatte, interessiert! - und wenn man nach Berlin wollte, musste man halt durch die "Zone" und hat das Prozedere über sich ergehen lassen.

1990 habe ich selber dann die "Zone" kennengelernt und sage klar: Hinter diesem Bollwerk von Grenze lebten und leben Menschen wie Du und ich.
Ich habe etwas gebraucht, mich dort einzufädeln, aber das ging recht schnell und fühlte mich wohl.

Wo ich allerdings hochgehe, sind solche Videos wie im Eingangsposting gezeigt! - Weinerliches Gitarrengeklampfe (wir sind die Opfer) , heroisches Hin und Her, wie die doch so tolle NVA das alles meistert. Da krieg ich Pickel! - Vor allem das es auch heute noch Menschen gibt, die das auch noch gut finden!
Noch viel schlimmer ist es, das wir! - Wessis diesen völligen Wahnsinn auch noch gefördert haben. Ich sach nur leise "Miliardenkredit" und FJS...

In dem Sinne,
Gute Nacht!!






@CASI

Stundenlanges stehen im TW ? In was für ein Jahr und über welche Güst bist Du denn damals gefahren ?

Ich kenne nur die Grenzübergangsstellen Marienborn/A und Flgh. Leipzig. Aber auf dem Güstbereich lief keiner mit einer AK47 durch die Gegend (Ausnahme bei Alarmauslösung). Die Dienstwaffe PM9 wurde untergeschnallt getragen (Ausnahme Wintermantel /Lederkoppel braun).
Und was ist bei dir ein "komischer Schlitten" ?







passport


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#16

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 14.10.2013 17:50
von elster427 | 789 Beiträge

Mit dem Schlitten hat er wohl die KfZ Sperre gemeint. Da muß er ja zu den Auserwählten gehören, welche sie im geschlossenen Zustand gesehen hat. Bei uns in Drewitz wurde sie bei Alarmauslösung -sehr selten und zur Funktionskontrolle geschlossen, was meist nachts bei geringen Verkehrsaufkommen passierte. Da werden wohl einige Erinnerungen aus "guten" Spielfilmen mit eingeflossen sein.
Zur Frage des Wartens , kann man nur sagen - es gab eine bestimmte Kapazität der Güst ,in Drewitz 2000 - 2200 Kfz die Stunde, welche man abfertigen konnte. Da hatte es nichts mit Lust zu tun oder so, sondern es gab bauliche Grenzen dafür. Und eins war selbst uns bewußt - alles was stehenblieb pro Stunde mußte durch Überstunden abgearbeitet werden. Da geb ich Casi recht , hatten wir keinen Bock drauf!
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#17

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 14.10.2013 18:09
von passport | 2.628 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #16
Mit dem Schlitten hat er wohl die KfZ Sperre gemeint. Da muß er ja zu den Auserwählten gehören, welche sie im geschlossenen Zustand gesehen hat. Bei uns in Drewitz wurde sie bei Alarmauslösung -sehr selten und zur Funktionskontrolle geschlossen, was meist nachts bei geringen Verkehrsaufkommen passierte. Da werden wohl einige Erinnerungen aus "guten" Spielfilmen mit eingeflossen sein.
Zur Frage des Wartens , kann man nur sagen - es gab eine bestimmte Kapazität der Güst ,in Drewitz 2000 - 2200 Kfz die Stunde, welche man abfertigen konnte. Da hatte es nichts mit Lust zu tun oder so, sondern es gab bauliche Grenzen dafür. Und eins war selbst uns bewußt - alles was stehenblieb pro Stunde mußte durch Überstunden abgearbeitet werden. Da geb ich Casi recht , hatten wir keinen Bock drauf!mfg Jan



Wer hatte schon einen Bock auf Überstunden Aber die Fahrzeuge, besonders an Wochenende und Feiertage, waren nun einmal da. Also hieß es ranklotzen und die Güst freischaufeln.


passport


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#18

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 21.10.2013 15:35
von Schlutup | 4.102 Beiträge

Passt zum Thema:



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#19

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 21.10.2013 17:12
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Schlutup im Beitrag #18
Passt zum Thema:



Alle Achtung wenn eine solche Ingenieurleistung wirklich in voller Verantwortung und in Eigenregie des Militärstabs vollbracht wurde.
Zwar weiß man nie, ob nicht doch professionelle Bahnbautechnik und eine Bahnmeisterei im Hintergrund mithalf aber ein solchen Bauwerk improvisiert und offensichtlich funktionsfähig mit überwiegend branchenfremden Wehrdienstlern herzurichten ist schon Klasse.



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#20

RE: Ein langer Tag

in Grenztruppen der DDR 22.10.2013 00:49
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Schön anzusehen, aber ich glaube solche Filme sind alle gestellt, da sind Resis und die sind Spezialisten, so eine Bahnbrücke baut man nicht mit Bäckern und Fleischern.
In dem Film sieht man kaum Gefreite, bei gedienten Reservisten müssten die ja in der Überhand sein.


zuletzt bearbeitet 22.10.2013 00:53 | nach oben springen



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