#61

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 13.10.2013 23:41
von StabsfeldKoenig | 2.644 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #43
Hallo,
für unvermittelbare Langzeitarbeitslose gibt es Alternativen zur Tafel usw. Z.B. in Städtchen wie Stavenhagen, Neustrelitz usw. mit leerstehender "Platte" wohnen und dort reichlich vorhandenens zum Nutzgarten geeignetes Gelände bewirtschaften, für den Eigenbedarf. In der Provinz, auch in Niedersachsen, Oberpfalz, Eifel, in "badisch-sibirischen" Dörfern um Lauda usw. gibt es genügend billigen Wohnraum und urbarmachbares Gartengelände.

Städte wie München, Stuttgart und Berlin sollten das fördern, ggf. auch dort die Sozialhilfe ezahlen.

Vorteile wären für die Großstädte weniger Mietzahlungen UND freier Wohnraum für hochqualifizierte Zuzügler.

Arbeitslos kann man überall sein, als Physiker aber z.B. braucht man Arbeit in Karlsruhe-Forschungszentrum und Wohnung nahe dabei.



Arbeitslose haben soziale Bindungen. Deswegen kann man nicht einfach "überall arbeitslos sein", denn gerade wenn man keine Arbeit hat, sollte man Kontakte zu Familie, Freunden, innerhalb von Vereinen (z.B. für ein Ehrenamt) weiter pflegen. Wer dies nicht hat, könnte aber mit einer Prämie (z.B. 50% der Einsparung bei den Mietausgaben werden dauerhaft dem Regelsatz aufgeschlagen) zu einem Umzug in billigere Städte geworben werden. Dabei sollte allerdings bei Umzügen während H.IV-Bezug die Wegzug-Gemeinde dauerhaft die Miete zahlen, weil nur dann die Wirtschaftskraft von Städten, in die Langzeitarbeitslose wegziehen, gestärkt würde und dort zumindestens Arbeitsplätze in Handel und Dienstleitungen entstehen.



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#62

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 25.02.2014 16:00
von Moskwitschka (gelöscht)
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Nur zur Information

06.02.2014 http://www.t-online.de/nachrichten/ausla...-zehn-tote.html

Bei einem Massenansturm afrikanischer Flüchtlinge auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta sind etwa zehn Menschen ums Leben gekommen. Wie aus spanischen Polizeikreisen verlautete, waren am Grenzübergang zwischen Marokko und der Stadt Ceuta mehrere Afrikaner ins Meer gesprungen und ertrunken.

24.02.2014 http://www.blick.ch/news/ausland/mehr-al...-id2698372.html

Die Afrikaner seien ungewöhnlich gewaltsam vorgegangen. Sie hätten Polizisten mit Steinen beworfen und mit Knüppeln angegriffen. Spanische Grenzbeamte hätten die marokkanische Gendarmerie unterstützt, um den Ansturm aufzuhalten.

Dies war der zweite Massenansturm dieser Art innerhalb von sieben Tagen. Am Montag vergangener Woche waren 150 Flüchtlinge nach Melilla gelangt. Bei der westlich gelegenen Nordafrika-Exklave Ceuta waren am 6. Februar mindestens 15 Afrikaner bei dem Versuch, schwimmend auf spanisches Gebiet zu gelangen, im Meer ertrunken.


Bleibt nur die Frage, wer wird mit seinen Problemen alleine gelassen. Die Afrikaner in ihren Heimatländern oder die "Grenzer" im Süden Europas. Denn in die Schlagzeilen schaffen es solche Meldungen nicht. Warum?

LG von der Mokwitschka


Damals87, eisenringtheo und GZB1 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.02.2014 16:03 | nach oben springen

#63

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 28.02.2014 20:57
von Moskwitschka (gelöscht)
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28.02.2014

Mehr als 200 Afrikaner sind beim größten Massenansturm von Flüchtlingen auf die spanische Nordafrika-Exklave Melilla seit fast zehn Jahren auf EU-Gebiet gelangt.

Es handelt sich bereits um den dritten Massenansturm auf Melilla innerhalb von elf Tagen sowie um den fünften seit dem Jahreswechsel. Erst am Montag hatten rund hundert Flüchtlinge das Hoheitsgebiet der EU erreicht, vergangene Woche hatten 150 Menschen die Grenzabsperrungen überwunden. Bei der weiter westlich gelegenen Exklave Ceuta waren am 6. Februar mindestens 15 Afrikaner im Meer ertrunken, als sie auf spanisches Gebiet gelangen wollten.

Der neue Massenansturm stellt die spanischen Behörden vor große Probleme. In dem für 480 Menschen konzipierten Aufnahmelager würden jetzt mehr als 1300 Flüchtlinge betreut, klagte Lagerchef Carlos Montero. Man werde das Militär und das Rote Kreuz um Hilfe bitten. Benötigt würden vor allem Lebensmittel und Zelte, sagte er der Onlineausgabe der Zeitung «El País».


http://www.lkz.de/weltweit/politik/polit...rid,203043.html

LG von dr Moskwitschka


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#64

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 31.03.2014 12:53
von Moskwitschka (gelöscht)
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Ich will mal wieder daran erinnern: Flüchtlinge an Europas Grenzen.

18.03.2014

Massenansturm auf Melilla: 500 Flüchtlinge gelangen in Exklave

Fast täglich versuchen Afrikaner, die Grenzanlagen der spanischen Stadt Melilla an der Nordafrika-Küste zu überwinden. Die Exklave erlebt nun den größten Ansturm von Flüchtlingen. Die spanische Regierung ist in Sorge und verlangt ein größeres Engagement der EU.

Beim größten Massenansturm auf Melilla sind etwa 500 afrikanische Flüchtlinge in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt. Etwa 1000 Afrikaner hatten nach Schätzungen der Behörden heute versucht, von Marokko aus auf spanisches Gebiet zu gelangen. Die Flüchtlinge nutzten den dichten Nebel, der über der Stadt an der nordafrikanischen Mittelmeerküste lag und den Polizeibeamten auf beiden Seiten der Grenze die Sicht nahm.


http://www.sueddeutsche.de/news/politik/...140318-99-05557

vor 3 Tagen

https://de.nachrichten.yahoo.com/video/w...-123713780.html

LG von der Moskwitschka


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#65

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 31.03.2014 17:37
von Wolle76 (gelöscht)
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Ja und ? Das bedeutet nur das wir die Südgrenzen Europas noch effektiver bewachen müssen. Jedes Flüchtlingsboot was aufgebracht wird muß versenkt werden und die Personen selber sind sofort wieder ans Afrikanische Land zu setzen.
Nur so erzielt man Abschreckung.


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#66

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 02.04.2014 01:49
von Mike59 | 7.963 Beiträge

Zitat von Wolle76 im Beitrag #65
Ja und ? Das bedeutet nur das wir die Südgrenzen Europas noch effektiver bewachen müssen. Jedes Flüchtlingsboot was aufgebracht wird muß versenkt werden und die Personen selber sind sofort wieder ans Afrikanische Land zu setzen.
Nur so erzielt man Abschreckung.


Die These ist gut. Was denkst du wann diese (deine bevorzugte Info) im Senegal o.w.a.i. ankommt? Und wie diese Nachricht vor Ort aufgenommen wird hast du noch gar nicht bedacht.

Bedenke mal unser Gezerre um die Nachrichten welche mit der Krim in Verbindung gebracht werden!

Der wirkliche Druck in diesen Ländern ist doch für uns gar nicht vorstellbar, und der Druck welcher auf den "Flüchtlingen" lastet, weil oft die Hoffnung einer Großfamilie oder gar einer Dorfgemeinschaft an Ihm, dem "Illegalen Einwanderer" lastet!
Er soll schließlich der Schlüssel zu Ihrem besseren Leben sein.

Heute habe ich wieder zwei auf den Weg zurück gebracht. Alles super gesetzlich geregelt.


werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.04.2014 01:53 | nach oben springen

#67

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 02.04.2014 08:18
von werner | 1.591 Beiträge

Solange nicht die Ursachen für die Wanderung der Menschen, nämlich das Wohlstandsgefälle, bekämpft werden, werden weiter die Böötchen über´s Mittelmeer geschippert kommen.
Billige Schnittblumen aus Senegal, Kenia und Nigeria, Diamanten aus dem Kongo . . . . Kolonien - nicht mehr der "Mutterländer" in Europa, sondern der Unternehmen, die sich hier eine goldene Nase machen.
Statt das Gefälle abzubauen, werden die Probleme wie @Mike59 so schön sagt, "super gesetzlich geregelt" weiter auf dem Rücken der Menschen ausgetragen, aber nicht gelöst.
Das würde hier den Verzicht auf etwas Wohlstand bedeuten oder vielleicht der Liebesentzug an die notleidenden Banken. Und das will ja keiner wirklich. Da ist doch Frontex geradezu preiswert, und wen interessieren denn frustrierte Polizisten.


Und irgendwo saßen die ganz anonym die leitenden Hirne, die den ganzen Betrieb koordinierten und die politischen Richtlinien festlegten, nach denen dieses Bruchstück der Vergangenheit aufbewahrt, jenes gefälscht, und ein anderes aus der Welt geschafft wurde.
George Orwell, 1984
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#68

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 02.04.2014 17:04
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von werner im Beitrag #67
Solange nicht die Ursachen für die Wanderung der Menschen, nämlich das Wohlstandsgefälle, bekämpft werden, werden weiter die Böötchen über´s Mittelmeer geschippert kommen.
Billige Schnittblumen aus Senegal, Kenia und Nigeria, Diamanten aus dem Kongo . . . . Kolonien - nicht mehr der "Mutterländer" in Europa, sondern der Unternehmen, die sich hier eine goldene Nase machen.
Statt das Gefälle abzubauen, werden die Probleme wie @Mike59 so schön sagt, "super gesetzlich geregelt" weiter auf dem Rücken der Menschen ausgetragen, aber nicht gelöst.
Das würde hier den Verzicht auf etwas Wohlstand bedeuten oder vielleicht der Liebesentzug an die notleidenden Banken. Und das will ja keiner wirklich. Da ist doch Frontex geradezu preiswert, und wen interessieren denn frustrierte Polizisten.




Ich bin im Prinzip deiner Meinung, jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass es nicht alleine das Wohlstandsgefälle ist, was Menschen z.B. aus Afrika nach Europa treibt. Da ist man wieder schnell bei dem Begriff "Wirtschaftsflüchtling", der überhaupt nicht das Problem trifft:

Autonome lokale politische Strukturen wurden durch die Kolonisation vollkommen zerstört und durch das Aufpropfen des euro-zentrierten Weltbildes ersetzt. Es ist in wenigen Ländern zum Beispiel im sog "Chief-System" aber i.d.R. nur folkloristisch - erhalten*.
Nach der Unabhängigkeitswelle in den 60er Jahren haben sich die allseits bekannten Diktaturen die nicht unerklecklichen Entwicklungsgelder zum gerade gewonnenen Machterhalt eingesteckt, und schufen Systeme, in denen gefoltert, gemordet und ausgebeutet wurde, in traulicher Gemeinsamkeit mit dern neokolonialen internationalen Großkonzernen. Auch Afrikaner haben immer mit profitiert - allerdings im Verhältnis nur wenige.
Die Tatsache, dass die afrikanischern Länder zum Spielball im Kalten Krieg wurden und ich behaupte, keiner Seite, auch nicht der sozialistischen, war im Grunde am wirklichen Fortkommen und echter Eigenständigkeit der jeweiligen Länder gelegen, hat das ihre dazu beigetragen, dass sich in den afrikanischen Ländern so gut wie keine eigenständigen politischen autonomen Strukturen entwickeln konnte, die von der Bevölkerung getragen wurden wurde, in die sie wirklich einbezogen wurden.
Die Folgen davon waren/sind bis heute Menschenrechtsverletzungen, Rechtsunsicherheit, Armut, Perspektivlosigkeit.
Das sind die wahren Gründe für die zahllosen armen Menschen, die Zäune einrennen, Menschhändlern zum Opfer fallen, bei uns Einlass zu fordern.
Frontex ist der blanke Zynismus, humanistische Barbarei und vor allem: es wird nichts bringen. Sie werden kommen.
Und wir - Europa - sind verantwortlich.


* Ein Sudanese erzählte mir einmal:
Barbara, bei euch ist es ja jetzt so modern, in Konflikten erstmal Mediatoren einzusetzen, statt direkt zum Gericht zu laufen.
In unserer Kultur ist das seit Jahrhunderten Tradition - den Mediator nannten wir den "Leoparden-Mann".


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#69

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 02.04.2014 17:19
von Wolle76 (gelöscht)
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Zitat von Mike59 im Beitrag #66
Zitat von Wolle76 im Beitrag #65
Ja und ? Das bedeutet nur das wir die Südgrenzen Europas noch effektiver bewachen müssen. Jedes Flüchtlingsboot was aufgebracht wird muß versenkt werden und die Personen selber sind sofort wieder ans Afrikanische Land zu setzen.
Nur so erzielt man Abschreckung.


Die These ist gut. Was denkst du wann diese (deine bevorzugte Info) im Senegal o.w.a.i. ankommt? Und wie diese Nachricht vor Ort aufgenommen wird hast du noch gar nicht bedacht.

Bedenke mal unser Gezerre um die Nachrichten welche mit der Krim in Verbindung gebracht werden!

Der wirkliche Druck in diesen Ländern ist doch für uns gar nicht vorstellbar, und der Druck welcher auf den "Flüchtlingen" lastet, weil oft die Hoffnung einer Großfamilie oder gar einer Dorfgemeinschaft an Ihm, dem "Illegalen Einwanderer" lastet!
Er soll schließlich der Schlüssel zu Ihrem besseren Leben sein.

Heute habe ich wieder zwei auf den Weg zurück gebracht. Alles super gesetzlich geregelt.


Ach, da habe ich Keine Angst. Das dfürfte sich relativ schnell rumsprechen. Jetzt wissen doch alle wenn man auf so einem Seelenverkäufer aufgeschnappt wird kommt nach Lampedusa oder direkt aufs Festland in Flüchtlingslager und hat es damit schon mal geschafft.
Den Rest erledigen die Italienischen Behörden mit Reisevisa und ab ins Gelobte Deutsche Land.

Anschliesend braucht man nur in Berlin ein paar Plätze zu besetzen, dann kommen Politiker (hauptsächlich eines tiefgrünen Bezirkes) vlassen sich erpressen und schwups ist man zu 90% am Ziel.


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#70

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 02.04.2014 17:53
von andyman | 1.875 Beiträge

[quote=Barbara|p344117]
Und wir - Europa - sind verantwortlich.

Hallo.Aus Platzgründen habe ich dein Zitat gekürzt,inhaltlich stimme ich damit überein.
Frage:Was können wir tun?
Wer kann die Maßnahmen festlegen,die langfristig zum Erfolg führen(als Erfolg werte ich das Auslaufen der Flüchtlingsbewegung)
Welche Garantien gibt es für einen Erfolg?
Wer kontrolliert wofür Finanzhilfen verwendet werden?
Wann muß ich mit dem Eintreffen der Untermieter rechnen?
usw.

Letzteres war sarkastisch gemeint,aber das Lachen bleibt mir im Halse stecken ,ich bin es leid verantwortlich gemacht zu werden für das Elend das durch Politik,Wirtschaft,Raffgier,Unfähigkeit und sicher noch andere Ursachen verursacht wird.@Barbara nimm es nicht persönlich aber welche Verantwortung soll ein kleiner stino Mitteleuropäer übernehmen,deiner Meinung nach?Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#71

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 02.04.2014 22:32
von Gelöschtes Mitglied
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@Barbara mit den Ursachen hast Du recht, nur ist die "Einwanderung" keine Lösung. Die Lösung bedeutet hier den durch Dich angesprochenen Konzernen druck zu machen. Das trauen sich unsere scheinheiligen Lobbyisten / Politiker nicht. Lieber hängen sie sich das Mäntelchen der Menschlichkeit um und lassen den "Strom ihren Weg finden".


Damals87 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#72

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 14:16
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von andyman im Beitrag #70
[quote=Barbara|p344117]
Und wir - Europa - sind verantwortlich.

Hallo.Aus Platzgründen habe ich dein Zitat gekürzt,inhaltlich stimme ich damit überein.
Frage:Was können wir tun?
Wer kann die Maßnahmen festlegen,die langfristig zum Erfolg führen(als Erfolg werte ich das Auslaufen der Flüchtlingsbewegung)
Welche Garantien gibt es für einen Erfolg?
Wer kontrolliert wofür Finanzhilfen verwendet werden?
Wann muß ich mit dem Eintreffen der Untermieter rechnen?
usw.

Letzteres war sarkastisch gemeint,aber das Lachen bleibt mir im Halse stecken ,ich bin es leid verantwortlich gemacht zu werden für das Elend das durch Politik,Wirtschaft,Raffgier,Unfähigkeit und sicher noch andere Ursachen verursacht wird.@Barbara nimm es nicht persönlich aber welche Verantwortung soll ein kleiner stino Mitteleuropäer übernehmen,deiner Meinung nach?Lgandyman




Ich bin auch ein stino, ich habe auch keine Patentrezepte. Aber ich glaube, dass es sehr wichtig ist, auf die echten Ursachen für Migration hinzuweisen und darüber zu reden.
Was wir stinos tun können, ist, unseren Blick auf Migranten, Flüchtlinge zu verändern, sie als komplexe Menschen mit Biografien und Gründen für ihr Handeln zu verstehen und nicht immer nur und aussschließlich als Bedrohung für unsere Sozialsysteme, für unsere kulturelle Identität und als potenziell Kriminelle anzusehen.
Letzteres passiert doch sehr oft, ohne dass man selbst irgendeinen persönlichen Nachteil durch Flüchtlinge erfährt, stimmt's?
Es werden aus meiner Sicht Kausalitäten hergestellt, die unzulässig sind: Arbeitslosigkeit z.B. bei uns wird nicht durch Flüchtlinge verschlimmert, die Ursachen dafür sind viel komplexer.
Dem Griff in die Sozialkassen stehen jede Menge Migranten gegenüber, die fleißig in die Sozialkassen einzahlen, und ich rede nicht nur vom türkischen Teil der Bevölkerung - davon profitieren auch Deutsche.

Nochmal zu Frontex: ich glaube je mehr Zäune man baut, je mehr Ressourcen man einsetzt illegale Einwanderung zu verhindern, umso größer wird der Druck darauf. Menschen lassen sich durch Zäune nicht aufhalten, dass sie bereit sind, ihr Leben zu riskieren um nach Europa zu kommen, spricht doch eine deutliche Sprache. Hier tragen wir auch eine moralische Verantwortung.

Zu meinem Post von oben nochmal:
ich habe bewusst deutlich machen wollen: der Reichtum Europas basiert nicht zuletzt auf der Ausplünderung z.B. Afrikas während der Kolonialzeit (und danach). Und es wurde ihnen alles genommen, nicht nur die Bodenschätze. Ihnen wurden gelehrt, dass Europa das Maß aller Dinge ist. Dass wir alles am besten können, wir das Wissen haben und die Weisheit!
Wo würdest du hingehen, wenn dein eigenes Leben nicht (mehr) gesichert wäre?

Es gibt natürlich längst auch in manchen afrikanischen Staaten andere Entwicklungen, auch Afrikaner haben Universitäten, Leute die sich abmühen, in ihren Ländern etwas zu verändern. Es gibt sehr viel gute Projekte, die einheimische Strukturen wiederzubeleben, hier haben sich z.B. Österreicher (nicht nur in Afrika) als sinnvolle Unterstützer aus meiner Sicht einen guten Namen gemacht. Darüber wird aber so gut wie nie gesprochen. Wir sind geradezu süchtig nach Negativ-Botschaften, nach Hysterie, nach Weltuntergangsstimmung - auch in diesem Themenfeld.
.
Und: auch Afrikaner sind es satt, immer nur über das "Hungerleider"-Bild definiert zu werden.
Das folgende Video zeigt einen sehr witzigen Beitrag, wo junge Afrikaner mal den Spieß umdrehen:
Afrikaner helft Norwegen- sammelt für Heizstrahler für Norwegen - total klasse gemacht :-)


.


werner hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#73

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 14:22
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #71
@Barbara mit den Ursachen hast Du recht, nur ist die "Einwanderung" keine Lösung. Die Lösung bedeutet hier den durch Dich angesprochenen Konzernen druck zu machen. Das trauen sich unsere scheinheiligen Lobbyisten / Politiker nicht. Lieber hängen sie sich das Mäntelchen der Menschlichkeit um und lassen den "Strom ihren Weg finden".



Das ist so furchtbar abstrakt.....
Davon abgesehen glaube ich einfach nicht daran, dass alle Konzernchefs mafiös sind und alle Politiker scheinheilig sind.
Meinst du, wenn Konzernstrukturen rigoros zerschlagen würden, es armen Leuten besser geht?
Hunderprozentig gibt es Politker auf Kommunal-/Land und Bundesebene nach besten Gewissen versuchen einen guten Job zu machen.
Es bringt nichts, alle in einen Sack zu stecken. Damit erzeugt man nur Ohnmachtsgefühle. Und Ohnmachtsgefühle sind die wahren Hinderungsgründe für Veränderungen.
.


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#74

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 08.04.2014 14:30
von damals wars | 12.150 Beiträge

Das Asybewerber die Nachfrage der Deutschen nutzen, um an Geld zu kommen,
kann man ihnen schlecht vorwerfen,müssen sie doch in ihrer Heimat ganze Dörfer ernähren,
legal zu arbeiten wird ihnen aber verwehrt. Warum bestimmte Drogen legal sind, und andere nicht,
ist eh nicht nachvollziehbar. Wenn die Steuer auf Kokain für den Bundeshaushalt benötigt wird,
wird es ruckzuck legal.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#75

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 11.04.2014 20:29
von Wolle76 (gelöscht)
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Mal eine Frage an die Kollegen vom BGS bzw Bundespolizei oder auch generell Polizei. Ein in Bayern abgelehnter Asylant oder neudeutsch Refugee unterliegt doch eigentlich auch in allen anderen Bundesländern der Abschiebung ?


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#76

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 11.04.2014 22:08
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Barbara im Beitrag #73
Zitat von Bürger der DDR im Beitrag #71
@Barbara mit den Ursachen hast Du recht, nur ist die "Einwanderung" keine Lösung. Die Lösung bedeutet hier den durch Dich angesprochenen Konzernen druck zu machen. Das trauen sich unsere scheinheiligen Lobbyisten / Politiker nicht. Lieber hängen sie sich das Mäntelchen der Menschlichkeit um und lassen den "Strom ihren Weg finden".



Das ist so furchtbar abstrakt.....
Davon abgesehen glaube ich einfach nicht daran, dass alle Konzernchefs mafiös sind und alle Politiker scheinheilig sind.
Meinst du, wenn Konzernstrukturen rigoros zerschlagen würden, es armen Leuten besser geht?
Hunderprozentig gibt es Politker auf Kommunal-/Land und Bundesebene nach besten Gewissen versuchen einen guten Job zu machen.
Es bringt nichts, alle in einen Sack zu stecken. Damit erzeugt man nur Ohnmachtsgefühle. Und Ohnmachtsgefühle sind die wahren Hinderungsgründe für Veränderungen.
.



Nicht nur Ohnmachtsgefühle, auch den Willen zur Veränderung....


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#77

RE: Frontex

in DDR Staat und Regime 12.04.2014 11:54
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Wolle76 im Beitrag #75
Mal eine Frage an die Kollegen vom BGS bzw Bundespolizei oder auch generell Polizei. Ein in Bayern abgelehnter Asylant oder neudeutsch Refugee unterliegt doch eigentlich auch in allen anderen Bundesländern der Abschiebung ?

Ja, allerdings erfolgt einfach ein Rücktransport nach Bayern, weil Bayern zuständig ist.
http://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__40.html
Theo


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