#161

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.10.2013 18:40
von elster427 | 789 Beiträge

Meinst du PKE oder Zoll?


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#162

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.10.2013 18:42
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #161
Meinst du PKE oder Zoll?


Den Zoll!
Die hatten doch wohl auch im Inland genug Aufgabengebiete.

seaman


zuletzt bearbeitet 15.10.2013 18:43 | nach oben springen

#163

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 15.10.2013 18:43
von elster427 | 789 Beiträge

Durch die Binnenzollämter waren die Leute in der DDR verteilt .Viele Zollabfertigungen wurden schon im Hinterland erledigt.
mfg Jan


1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#164

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.10.2013 09:41
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Zkom IV im Beitrag #136
Eine Frage ist mir gerade noch eingefallen.
Etwa so im März/April 1990 wurden alle PKE Mitarbeiter degradiert. Der Leutnant war nur noch Fähnrich, der Hauptmann wurde Stabsoberfähnrich. Analog dazu die beiden anderen Dienstgrade.
Warum wurde diese Abstufung vorgenommen und bedeutete dass auch gleichzeitig weniger Geld ?
Ich weiß nicht warum, aber dieses Thema wurde damals an den Übergängen irgendwie nie angesprochen.


Zitat von KARNAK im Beitrag #137

Es war einfach so,dass irgendjemand beim Mfs wert darauf legte von Offizieren umgeben zu sein.Fakt war aber,um Offizier zu sein brauchte man auch nach DDR-Recht eine Hochschulausbildung,kaum einer verfügte über diese Qualifikation.


sorry @karnak, dass ist entweder gequirlter mist oder nur oberflächlickeit bei dir
in der nva, beim mdi, mfs, zoll, der gst u.a. gab es jeweils unterschiedliche beförderungsrichtlinien und auch zugangsvoraussetzungen. im mfs war bis 1985 die voraussetzung für eine offizierslaufbahn, die planstelle der jeweiligen tätigkeit und voraussetzung für offiziere die mindestqualifizierung mit kps/ bps. dies änderte sich im mfs 1985 mit der "qualifizierungsoffensive des ministers". dem ging voraus, dass man festgestellt hatte, dass der qualifizierungsstand im mfs mit fach- und hochschulkadern zu niedrig sei. daraufhin wurden auch die jeweiligen planstellen verändert. man konnte ab diesem zeitpunkt im mfs nur noch offizier mit fachschul- oder hochschulstudium werden. 1988 wurde die beförderungsrichtlinie des mfs dem mdi angeglichen, wobei man nach dem fachschulstudium zum ltn ernannt wurde, aber nur noch die planstelle hptm belegen konnte.


als im frühjahr die pke des mfs an die grenztruppen der nva übergeben wurden, galten ab diesem moment die richtlinien der nva und die schrieben nun mal ein hochschulstudium für eine offizierslaufbahn vor. auf grund dessen gab es dann im märz 1990 an allen güsten das große pickelschiessen... (analog war es bei übernahmen zum zoll bzw. mdi. einstellung nur nach jeweiliger qualifizierung)


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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zuletzt bearbeitet 16.10.2013 09:42 | nach oben springen

#165

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.10.2013 10:27
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #164
Zitat von Zkom IV im Beitrag #136
Eine Frage ist mir gerade noch eingefallen.
Etwa so im März/April 1990 wurden alle PKE Mitarbeiter degradiert. Der Leutnant war nur noch Fähnrich, der Hauptmann wurde Stabsoberfähnrich. Analog dazu die beiden anderen Dienstgrade.
Warum wurde diese Abstufung vorgenommen und bedeutete dass auch gleichzeitig weniger Geld ?
Ich weiß nicht warum, aber dieses Thema wurde damals an den Übergängen irgendwie nie angesprochen.


Zitat von KARNAK im Beitrag #137

Es war einfach so,dass irgendjemand beim Mfs wert darauf legte von Offizieren umgeben zu sein.Fakt war aber,um Offizier zu sein brauchte man auch nach DDR-Recht eine Hochschulausbildung,kaum einer verfügte über diese Qualifikation.


sorry @karnak, dass ist entweder gequirlter mist oder nur oberflächlickeit bei dir
in der nva, beim mdi, mfs, zoll, der gst u.a. gab es jeweils unterschiedliche beförderungsrichtlinien und auch zugangsvoraussetzungen. im mfs war bis 1985 die voraussetzung für eine offizierslaufbahn, die planstelle der jeweiligen tätigkeit und voraussetzung für offiziere die mindestqualifizierung mit kps/ bps. dies änderte sich im mfs 1985 mit der "qualifizierungsoffensive des ministers". dem ging voraus, dass man festgestellt hatte, dass der qualifizierungsstand im mfs mit fach- und hochschulkadern zu niedrig sei. daraufhin wurden auch die jeweiligen planstellen verändert. man konnte ab diesem zeitpunkt im mfs nur noch offizier mit fachschul- oder hochschulstudium werden. 1988 wurde die beförderungsrichtlinie des mfs dem mdi angeglichen, wobei man nach dem fachschulstudium zum ltn ernannt wurde, aber nur noch die planstelle hptm belegen konnte.


als im frühjahr die pke des mfs an die grenztruppen der nva übergeben wurden, galten ab diesem moment die richtlinien der nva und die schrieben nun mal ein hochschulstudium für eine offizierslaufbahn vor. auf grund dessen gab es dann im märz 1990 an allen güsten das große pickelschiessen... (analog war es bei übernahmen zum zoll bzw. mdi. einstellung nur nach jeweiliger qualifizierung)

O.k.ich wusste nicht,dass es beim Mfs andere Festlegungen gab um Offizier zu werden.Dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegnenteil.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#166

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.10.2013 10:53
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #165
O.k.ich wusste nicht,dass es beim Mfs andere Festlegungen gab um Offizier zu werden.Dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegnenteil.



auch diese eingrenzung deinerseits ist falsch, es gab bei allen anderen milit. organen (mdi, zoll, gst u.a.) analoge richtlinien wie im mfs. nur, dass das mfs immer erst nachzog. so auch 1988 als man die beförderungsrichtlinien des mdi übernahm.


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#167

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.10.2013 10:59
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

sorry, ich bin jetzt mehrfach per pm gebeten worden die abkürzungen zu erklären...

Zitat von GilbertWolzow im Beitrag #164
in der nva, beim mdi, mfs, zoll, der gst u.a. gab es jeweils unterschiedliche beförderungsrichtlinien und auch zugangsvoraussetzungen. im mfs war bis 1985 die voraussetzung für eine offizierslaufbahn, die planstelle der jeweiligen tätigkeit und voraussetzung für offiziere die mindestqualifizierung mit kps/ bps. dies änderte sich im mfs 1985 mit der "qualifizierungsoffensive des ministers". dem ging voraus, dass man festgestellt hatte, dass der qualifizierungsstand im mfs mit fach- und hochschulkadern zu niedrig sei. daraufhin wurden auch die jeweiligen planstellen verändert. man konnte ab diesem zeitpunkt im mfs nur noch offizier mit fachschul- oder hochschulstudium werden. 1988 wurde die beförderungsrichtlinie des mfs dem mdi angeglichen, wobei man nach dem fachschulstudium zum ltn ernannt wurde, aber nur noch die planstelle hptm belegen konnte.

als im frühjahr die pke des mfs an die grenztruppen der nva übergeben wurden, galten ab diesem moment die richtlinien der nva und die schrieben nun mal ein hochschulstudium für eine offizierslaufbahn vor. auf grund dessen gab es dann im märz 1990 an allen güsten das große pickelschiessen... (analog war es bei übernahmen zum zoll bzw. mdi. einstellung nur nach jeweiliger qualifizierung)


mdi = ministerium des Innern
gst = gesellschaft für sport und technik
kps = kreisparteischule
bps = bezirksparteischule
ltn = leutnant
hptm = hauptmann
pke = passkontrolleinheit
güst = grenzübergangsstelle
pickelschiessen = umgangssprachlich für degradierungen da sterne auf den schulterstücken entfernt wurden


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#168

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.10.2013 17:45
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von elster427 im Beitrag #140
Also irgendwie habe ich den Eindruck ,es gab zwei mal Drewitz!
Als die Grenztruppen die PKE Mitarbeiter ,welche alle einen juristischen Fachschulabschlus besassen oder auch Hochschule, übernahmen, wurden diese vor die Wahl gestellt entweder Umwandlung des Dienstgrades in Fähnrich oder Entlassung. Es war eine reine Erpressung.
Kaum einer wusste was ihn ausserhalb erwarten würde ,so hat man sich auf diese Dekradierung eingelassen. Somit hat man freigestellten Offizieren der GT Planstellen besorgt.
mfg Jan


Durchaus möglich.Ich habe überhaupt keine Erinnerung an irgendein Personalgespräch.So weit ich das weiß wurde mir im Prinzip so nebenbei am Donnerstag mitgeteilt,ab Montag bist Du Gruppenführer Einreise und so war es dann.Meinen Dienstgrad behielt ich,obwohl ich ihn ja eigentlich nicht hätte behalten dürfen,bei den GT hatte ich ja die Voraussetzungen nicht dafür.Meine einzige Erklärung,man hatte keinen Offizier der GT,der sich mit dem Geschäft auskannte und den Posten hätte übernehmen können.
Aber ich habe zu dieser Zeit auch noch ein paar unschöne Erinnerungen.In tiefen DDR-Zeiten hatte an der Güst das Mfs das sagen,die anderen Organe haben aber immer konstruktiv zusammengearbeitet.In der Wendezeit hat sich das schnell geändert,man uns spüren lassen,dass jetzt andere das sagen haben,wir jetzt die Ä.. der Nation sind,war schon entäuschend.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
zuletzt bearbeitet 16.10.2013 17:49 | nach oben springen

#169

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.10.2013 18:06
von Alfred | 6.864 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #168
Zitat von elster427 im Beitrag #140
Also irgendwie habe ich den Eindruck ,es gab zwei mal Drewitz!
Als die Grenztruppen die PKE Mitarbeiter ,welche alle einen juristischen Fachschulabschlus besassen oder auch Hochschule, übernahmen, wurden diese vor die Wahl gestellt entweder Umwandlung des Dienstgrades in Fähnrich oder Entlassung. Es war eine reine Erpressung.
Kaum einer wusste was ihn ausserhalb erwarten würde ,so hat man sich auf diese Dekradierung eingelassen. Somit hat man freigestellten Offizieren der GT Planstellen besorgt.
mfg Jan


Durchaus möglich.Ich habe überhaupt keine Erinnerung an irgendein Personalgespräch.So weit ich das weiß wurde mir im Prinzip so nebenbei am Donnerstag mitgeteilt,ab Montag bist Du Gruppenführer Einreise und so war es dann.Meinen Dienstgrad behielt ich,obwohl ich ihn ja eigentlich nicht hätte behalten dürfen,bei den GT hatte ich ja die Voraussetzungen nicht dafür.Meine einzige Erklärung,man hatte keinen Offizier der GT,der sich mit dem Geschäft auskannte und den Posten hätte übernehmen können.
Aber ich habe zu dieser Zeit auch noch ein paar unschöne Erinnerungen.In tiefen DDR-Zeiten hatte an der Güst das Mfs das sagen,die anderen Organe haben aber immer konstruktiv zusammengearbeitet.In der Wendezeit hat sich das schnell geändert,man uns spüren lassen,dass jetzt andere das sagen haben,wir jetzt die Ä.. der Nation sind,war schon entäuschend.



Zu einem gewissen Zeitpunkt musst Du ja wenigstens mal den Dienstausweis des MfS etc. abgegeben haben, sprich Du wurdest ja mal aus dem MfS entlassen.


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#170

RE: "Lustige" Begebenheiten an der Güst - Teil II

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 16.10.2013 18:26
von KARNAK | 1.697 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #169



Zu einem gewissen Zeitpunkt musst Du ja wenigstens mal den Dienstausweis des MfS etc. abgegeben haben, sprich Du wurdest ja mal aus dem MfS entlassen.

Auch das lief nicht sonderlich spektakulär ab,war kein offizieller Akt.Im Rahmen des Waffenempfanges wurden die Dienstausweise einfach eingesammelt und die Wehrdienstausweise ausgegeben.Vor der angetretenen Mannschaft wurde wohl mal mitgeteilt wo wir jetzt dazugehören.Zumindest habe ich es so in Erinnerung.Aber ich habe dann sowieso alsbald die Fliege gemacht,hatte keine Lust mehr mich jeden Tag zum Eimer zu machen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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