#121

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 19.10.2013 20:09
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Dass grosse Handelsunternehmen durch diese ganze Geiz-ist-geil-Grütze auch zum Einsparen ihrer Fuhrparks gezwungen werden, ist wahrscheinlich noch nicht jedem klar. Jeder der über Einsparungen schimpft, sollt erstmal sein Kaufverhalten überdenken. Das Allerbeste nur vom Feinsten für ganz wenig Geld, na das muss ja in die Hose gehen. Wer ewig feilscht und nur Supersonderangeboten nachläuft, vergeudet jede Menge Zeit, Nerven und sägt am Ast, auf dem er sitzt ! Irgendwann wird es keine Billiganbieter mehr geben !
Mein Vorschreiber hat es ausführlich beschrieben !



zuletzt bearbeitet 19.10.2013 20:14 | nach oben springen

#122

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 19.10.2013 20:51
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von frank im Beitrag #119


das mit rot mark nehmen wir uns beide wohl wenig !!!
aber hier bin ich wohl näher an der basis wie du !! oder hast du beziehungen zu 'aldi' ?
bin zwar nicht bei 'aldi' beschäftigt aber kenne das millieu von anderen handelsketten die zur großen sparposaune greifen und schon lange keine eigene flotte mehr besitzen obwohl das LOGO auf dem LKW steht !!!
an diesen sparmaßnahmen kommt auch 'aldi' nicht vorbei , früher oder später wird es dann ihren eigenen fuhrpark treffen , dort wird man das 'größte geld' einsparen können !! alles nur eine frage der zeit !!!
über die firmenpolitik und zwielichtige gelder haben andere 'user' schon einiges eingestellt , mach dich schlau !!!
wenn es für dich nicht zu : ätschi bätschi , ist !!!


@frank , dann vertrittst du wohl auch die Auffassung, dass ein geleaster Fuhrpark kein "Eigener" ist
Die Kette was du meinst, fahren mit "S"herum!


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#123

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 20.10.2013 01:20
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #122
Zitat von frank im Beitrag #119


das mit rot mark nehmen wir uns beide wohl wenig !!!
aber hier bin ich wohl näher an der basis wie du !! oder hast du beziehungen zu 'aldi' ?
bin zwar nicht bei 'aldi' beschäftigt aber kenne das millieu von anderen handelsketten die zur großen sparposaune greifen und schon lange keine eigene flotte mehr besitzen obwohl das LOGO auf dem LKW steht !!!
an diesen sparmaßnahmen kommt auch 'aldi' nicht vorbei , früher oder später wird es dann ihren eigenen fuhrpark treffen , dort wird man das 'größte geld' einsparen können !! alles nur eine frage der zeit !!!
über die firmenpolitik und zwielichtige gelder haben andere 'user' schon einiges eingestellt , mach dich schlau !!!
wenn es für dich nicht zu : ätschi bätschi , ist !!!


@frank , dann vertrittst du wohl auch die Auffassung, dass ein geleaster Fuhrpark kein "Eigener" ist
Die Kette was du meinst, fahren mit "S"herum!



mit leasing hat das nichts zu tun , bei der handelskette für die ich fahre haben wir zwischen fünf bis acht , je nach auftragslage , eigenständige speditionen , die den nachschub der ware an die einzelnen filialen gewährleisten !!
der 'markt' hält sich also völlig aus dem fuhrbetrieb raus und überlässt alles in sachen KFz den speditionen !!
ihre mitarbeiter dürfen zum beispiel und machen es auch , nicht einmal den LKW betreten , selbst wenn er an der rampe ihres hauses steht !!
gleiches gilt natürlich auch für mitarbeiter in den einzelnen filialen !

vorgegeben werden laut rollkarte ( Tour ) die märkte , wenn ein auto unterwegs ausfällt aus irgend einem grund muß der spediteur sorge tragen das die ware , möglichst nicht verdorben und pünktlich an's ziel kommt !!
alternativ wäre dann : schadensersatz !!
diese machenschaften sind schon gang und gebe bei großen handelsketten und auch ein 'aldi' wird früher oder später nachziehen müssen ,
haben wir doch den kapitalismus !!
mit rot mark kann ich nicht's anfangen , rede mal deutsch !!!



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#124

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 20.10.2013 19:26
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Mir fällt hier immer wieder auf, dass hier immer wieder "die Kapitalisten" oder "der Kapitalismus" für sämtliche Unbillen des Lebens verantwortlich gemacht wird. Die jenigen Schreiber sollten sich mal überlegen was wäre, wenn es keine Kapitalisten geben würde, egal ob Gross- oder Kleinunternehme (oder Gross- oder Kleinkapitalisten), die jeden Tag ihre Geschäfte am Laufen halten, von Keinem Krank oder Urlaub bezahlt bekommen und ganz nebenher jeden Tag ihr Dach über dem Kopf riskieren. Ganz nebenbei stellen sie natürlich noch Arbeitsplätze für die Meckerer, die, sobald es dem "Kapitalist" etwas besser geht, gleich nach Strafsteuersätzen oder gleich gar nach Enteignung schreien. Liebe User, wollt ihr wirklich, dass es wieder VEB`s gibt ?



linamax, Gert und Pit 59 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#125

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 20.10.2013 21:13
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #124
Mir fällt hier immer wieder auf, dass hier immer wieder "die Kapitalisten" oder "der Kapitalismus" für sämtliche Unbillen des Lebens verantwortlich gemacht wird. Die jenigen Schreiber sollten sich mal überlegen was wäre, wenn es keine Kapitalisten geben würde, egal ob Gross- oder Kleinunternehme (oder Gross- oder Kleinkapitalisten), die jeden Tag ihre Geschäfte am Laufen halten, von Keinem Krank oder Urlaub bezahlt bekommen und ganz nebenher jeden Tag ihr Dach über dem Kopf riskieren. Ganz nebenbei stellen sie natürlich noch Arbeitsplätze für die Meckerer, die, sobald es dem "Kapitalist" etwas besser geht, gleich nach Strafsteuersätzen oder gleich gar nach Enteignung schreien. Liebe User, wollt ihr wirklich, dass es wieder VEB`s gibt ?


So undifferenziert wie Du es beschreibst geht die Mehrheit der Antikapitalismusschreiber hier nicht an die Sache heran.
Die Akzeptanz des seriösen Unternehmers klingt trotz aller Kritiken immer wieder mit, problematisch ist allein diese Zombieökonomie nach der die Zahlen und Bilanzen ein Eigenleben entwickeln, das durch keine Geschäftstätigkeit mehr erklärbar ist.
Zwar fühle ich mich auch nicht angesprochen aber irgendwann Ende der 1990er Jahre mit dem Platzen der New Economy- Blase mußte ich konstatieren, daß die Trendkurve der Überlegenheit der inzwischen aktuellen Gesellschaftsordnung von jener des sozialistischen Geschäftsmodells geschnitten wurde, oder deutlicher formuliert glaube ich seit dieser Zeit nicht mehr an die Überlegenheit dieser Betrügerökonomie.
Du beschreibst eindeutig den realwirtschaftlichen Kapitalismus des selbständigen Handwerkermeisters aber würdest Du diese Akzeptanz auch tatsächlich für den Berufsspekulanten, der in einer kriminellen verantwortungslosen Art und Weise mit geerbten Milliarden spekuliert einfordern ?
Dieses System hat allerschwerste Webfehler, warum beispielsweise darf ein externer Unternehmer der Warenhausbranche Optionsgeschäfte auf Basis der Getreidepreise im Millionenumfang tätigen, die eigentlich für den Bauern gedacht sind,der sich gegen Verluste durch eine Mißernte bzw. Überproduktion abzusichern hat ?
Das sind Störer und Zerstörer, Kurzfristökonomen die für ihre Anleger bzw. zum Wohle des eigenem Depots ein Strohfeuer nach dem anderen abfackeln und langfristig das gesamte System von Angebot und Nachfrage, mithin das Funktionsprinzip des Kapitalismus gefährden während die Politik auf Autopilot eingestellt ist und vor dem Eisberg nur noch die Augen zumachen kann.
Diese Finanzkraken bewegen auf Grund ihrer unvorstellbaren Kapitalkraft an den Märkten die Kurse aus der Anonymität heraus und machen aus Millionen Milliarden, was daran ist Deiner Meinung nach noch regulär oder marktwirtschaftlich nachvollziehbar, wenn sich immer mehr Preis- und Gebietskartelle herausbilden, die keine gesunde Kultur der urkapitalistischen Konkurrenz im Sinne des Fortschritts mehr zulassen ?
Es geht schon lange nicht mehr Auge um Auge - Zahn um Zahn es geht fast ausschließlich nur noch um David gegen Goliath, meine Argumente bezüglich des abgehängten Ostens (z. B. daß von den 500 größten Unternehmen Deutschlands nur acht aus der ostdeutschen Fläche kommen) sprechen eindeutig dafür, daß Marktgesetze schlicht und einfach nicht mehr lehrbuchmäßig funktionieren.
Dieser Casinokapitalismus ist nun mal leider kein Randthema mehr, er durchzieht unsere Ökonomie wie ein Krebsgeschwür und ich fürchte, daß uns irgendwann nur noch eine Chemotherapie vor den Kombinaten retten wird.
Jeder dritte in Ostdeutschland ausgegeben Euro stammt aus Transferzahlungen, wirtschaftlich betrachtet ist der Osten ein Kind, das mit 23 Jahren noch nicht laufen kann, die Gründe dafür habe ich aufgezählt, wenngleich es ein wenig vom Thema abweicht aber der abgehängte Osten ist nun mal ein Indikator für die Webfehler unserer Wirtschaftsordnung.



4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#126

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 20.10.2013 21:59
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #125
Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #124
Mir fällt hier immer wieder auf, dass hier immer wieder "die Kapitalisten" oder "der Kapitalismus" für sämtliche Unbillen des Lebens verantwortlich gemacht wird. Die jenigen Schreiber sollten sich mal überlegen was wäre, wenn es keine Kapitalisten geben würde, egal ob Gross- oder Kleinunternehme (oder Gross- oder Kleinkapitalisten), die jeden Tag ihre Geschäfte am Laufen halten, von Keinem Krank oder Urlaub bezahlt bekommen und ganz nebenher jeden Tag ihr Dach über dem Kopf riskieren. Ganz nebenbei stellen sie natürlich noch Arbeitsplätze für die Meckerer, die, sobald es dem "Kapitalist" etwas besser geht, gleich nach Strafsteuersätzen oder gleich gar nach Enteignung schreien. Liebe User, wollt ihr wirklich, dass es wieder VEB`s gibt ?


So undifferenziert wie Du es beschreibst geht die Mehrheit der Antikapitalismusschreiber hier nicht an die Sache heran.
Die Akzeptanz des seriösen Unternehmers klingt trotz aller Kritiken immer wieder mit, problematisch ist allein diese Zombieökonomie nach der die Zahlen und Bilanzen ein Eigenleben entwickeln, das durch keine Geschäftstätigkeit mehr erklärbar ist.
Zwar fühle ich mich auch nicht angesprochen aber irgendwann Ende der 1990er Jahre mit dem Platzen der New Economy- Blase mußte ich konstatieren, daß die Trendkurve der Überlegenheit der inzwischen aktuellen Gesellschaftsordnung von jener des sozialistischen Geschäftsmodells geschnitten wurde, oder deutlicher formuliert glaube ich seit dieser Zeit nicht mehr an die Überlegenheit dieser Betrügerökonomie.
Du beschreibst eindeutig den realwirtschaftlichen Kapitalismus des selbständigen Handwerkermeisters aber würdest Du diese Akzeptanz auch tatsächlich für den Berufsspekulanten, der in einer kriminellen verantwortungslosen Art und Weise mit geerbten Milliarden spekuliert einfordern ?
Dieses System hat allerschwerste Webfehler, warum beispielsweise darf ein externer Unternehmer der Warenhausbranche Optionsgeschäfte auf Basis der Getreidepreise im Millionenumfang tätigen, die eigentlich für den Bauern gedacht sind,der sich gegen Verluste durch eine Mißernte bzw. Überproduktion abzusichern hat ?
Das sind Störer und Zerstörer, Kurzfristökonomen die für ihre Anleger bzw. zum Wohle des eigenem Depots ein Strohfeuer nach dem anderen abfackeln und langfristig das gesamte System von Angebot und Nachfrage, mithin das Funktionsprinzip des Kapitalismus gefährden während die Politik auf Autopilot eingestellt ist und vor dem Eisberg nur noch die Augen zumachen kann.
Diese Finanzkraken bewegen auf Grund ihrer unvorstellbaren Kapitalkraft an den Märkten die Kurse aus der Anonymität heraus und machen aus Millionen Milliarden, was daran ist Deiner Meinung nach noch regulär oder marktwirtschaftlich nachvollziehbar, wenn sich immer mehr Preis- und Gebietskartelle herausbilden, die keine gesunde Kultur der urkapitalistischen Konkurrenz im Sinne des Fortschritts mehr zulassen ?
Es geht schon lange nicht mehr Auge um Auge - Zahn um Zahn es geht fast ausschließlich nur noch um David gegen Goliath, meine Argumente bezüglich des abgehängten Ostens (z. B. daß von den 500 größten Unternehmen Deutschlands nur acht aus der ostdeutschen Fläche kommen) sprechen eindeutig dafür, daß Marktgesetze schlicht und einfach nicht mehr lehrbuchmäßig funktionieren.
Dieser Casinokapitalismus ist nun mal leider kein Randthema mehr, er durchzieht unsere Ökonomie wie ein Krebsgeschwür und ich fürchte, daß uns irgendwann nur noch eine Chemotherapie vor den Kombinaten retten wird.
Jeder dritte in Ostdeutschland ausgegeben Euro stammt aus Transferzahlungen, wirtschaftlich betrachtet ist der Osten ein Kind, das mit 23 Jahren noch nicht laufen kann, die Gründe dafür habe ich aufgezählt, wenngleich es ein wenig vom Thema abweicht aber der abgehängte Osten ist nun mal ein Indikator für die Webfehler unserer Wirtschaftsordnung.





@Hackel39, die 500 Großunternehmen, die du hier zitierst, die verschwunden sind auf dem Territorium der DDR die sind nicht nach 89 , die sind schon zwischen 1949 und 1961 verschwunden. Ulbricht und seine Kontrolloffiziere aus Karlshorst haben in dieser Zeit alles getan um die Großindustrie zu verstaatlichen, den mittelständischen Betrieben das Leben so schwer zu machen, dass sie fluchtartig von selbst gingen. Die 3. Zerstörungswelle, die über die Unternehmen schwappte, kam 1972. Dort hat man dem Rest der " Kapitalisten" den Garaus gemacht. Nun möchte ich mal von dir wissen, wer die größeren Wirtschaftsverbrecher sind, die paar Börsenspekulanten, den man sicher in der nächsten Zeit Spielchen verderben wird mit entsprechenden Massnahmen oder die SED in der damaligen DDR ?


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#127

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 20.10.2013 22:33
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #126
Zitat von Hackel39 im Beitrag #125
Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #124
Mir fällt hier immer wieder auf, dass hier immer wieder "die Kapitalisten" oder "der Kapitalismus" für sämtliche Unbillen des Lebens verantwortlich gemacht wird. Die jenigen Schreiber sollten sich mal überlegen was wäre, wenn es keine Kapitalisten geben würde, egal ob Gross- oder Kleinunternehme (oder Gross- oder Kleinkapitalisten), die jeden Tag ihre Geschäfte am Laufen halten, von Keinem Krank oder Urlaub bezahlt bekommen und ganz nebenher jeden Tag ihr Dach über dem Kopf riskieren. Ganz nebenbei stellen sie natürlich noch Arbeitsplätze für die Meckerer, die, sobald es dem "Kapitalist" etwas besser geht, gleich nach Strafsteuersätzen oder gleich gar nach Enteignung schreien. Liebe User, wollt ihr wirklich, dass es wieder VEB`s gibt ?


So undifferenziert wie Du es beschreibst geht die Mehrheit der Antikapitalismusschreiber hier nicht an die Sache heran.
Die Akzeptanz des seriösen Unternehmers klingt trotz aller Kritiken immer wieder mit, problematisch ist allein diese Zombieökonomie nach der die Zahlen und Bilanzen ein Eigenleben entwickeln, das durch keine Geschäftstätigkeit mehr erklärbar ist.
Zwar fühle ich mich auch nicht angesprochen aber irgendwann Ende der 1990er Jahre mit dem Platzen der New Economy- Blase mußte ich konstatieren, daß die Trendkurve der Überlegenheit der inzwischen aktuellen Gesellschaftsordnung von jener des sozialistischen Geschäftsmodells geschnitten wurde, oder deutlicher formuliert glaube ich seit dieser Zeit nicht mehr an die Überlegenheit dieser Betrügerökonomie.
Du beschreibst eindeutig den realwirtschaftlichen Kapitalismus des selbständigen Handwerkermeisters aber würdest Du diese Akzeptanz auch tatsächlich für den Berufsspekulanten, der in einer kriminellen verantwortungslosen Art und Weise mit geerbten Milliarden spekuliert einfordern ?
Dieses System hat allerschwerste Webfehler, warum beispielsweise darf ein externer Unternehmer der Warenhausbranche Optionsgeschäfte auf Basis der Getreidepreise im Millionenumfang tätigen, die eigentlich für den Bauern gedacht sind,der sich gegen Verluste durch eine Mißernte bzw. Überproduktion abzusichern hat ?
Das sind Störer und Zerstörer, Kurzfristökonomen die für ihre Anleger bzw. zum Wohle des eigenem Depots ein Strohfeuer nach dem anderen abfackeln und langfristig das gesamte System von Angebot und Nachfrage, mithin das Funktionsprinzip des Kapitalismus gefährden während die Politik auf Autopilot eingestellt ist und vor dem Eisberg nur noch die Augen zumachen kann.
Diese Finanzkraken bewegen auf Grund ihrer unvorstellbaren Kapitalkraft an den Märkten die Kurse aus der Anonymität heraus und machen aus Millionen Milliarden, was daran ist Deiner Meinung nach noch regulär oder marktwirtschaftlich nachvollziehbar, wenn sich immer mehr Preis- und Gebietskartelle herausbilden, die keine gesunde Kultur der urkapitalistischen Konkurrenz im Sinne des Fortschritts mehr zulassen ?
Es geht schon lange nicht mehr Auge um Auge - Zahn um Zahn es geht fast ausschließlich nur noch um David gegen Goliath, meine Argumente bezüglich des abgehängten Ostens (z. B. daß von den 500 größten Unternehmen Deutschlands nur acht aus der ostdeutschen Fläche kommen) sprechen eindeutig dafür, daß Marktgesetze schlicht und einfach nicht mehr lehrbuchmäßig funktionieren.
Dieser Casinokapitalismus ist nun mal leider kein Randthema mehr, er durchzieht unsere Ökonomie wie ein Krebsgeschwür und ich fürchte, daß uns irgendwann nur noch eine Chemotherapie vor den Kombinaten retten wird.
Jeder dritte in Ostdeutschland ausgegeben Euro stammt aus Transferzahlungen, wirtschaftlich betrachtet ist der Osten ein Kind, das mit 23 Jahren noch nicht laufen kann, die Gründe dafür habe ich aufgezählt, wenngleich es ein wenig vom Thema abweicht aber der abgehängte Osten ist nun mal ein Indikator für die Webfehler unserer Wirtschaftsordnung.





@Hackel39, die 500 Großunternehmen, die du hier zitierst, die verschwunden sind auf dem Territorium der DDR die sind nicht nach 89 , die sind schon zwischen 1949 und 1961 verschwunden. Ulbricht und seine Kontrolloffiziere aus Karlshorst haben in dieser Zeit alles getan um die Großindustrie zu verstaatlichen, den mittelständischen Betrieben das Leben so schwer zu machen, dass sie fluchtartig von selbst gingen. Die 3. Zerstörungswelle, die über die Unternehmen schwappte, kam 1972. Dort hat man dem Rest der " Kapitalisten" den Garaus gemacht. Nun möchte ich mal von dir wissen, wer die größeren Wirtschaftsverbrecher sind, die paar Börsenspekulanten, den man sicher in der nächsten Zeit Spielchen verderben wird mit entsprechenden Massnahmen oder die SED in der damaligen DDR ?



Das eine wie das andere werden wir früher oder später als Fehler einbuchen müssen und im Moment geht es darum, ob die aktuellen Fehler auch so existenzgefährdend sein werden wie die Vernichtung der Privatwirtschaft in der DDR es größtenteils war.
Die "Verbrecher" der DDR- Kommandowirtschaft haben mir ein streßfreies Berufsleben ohne Existenzängste in meine Biografie eingebucht, die aktuellen Verbrecher bedrohen meine Existenz trotz aufopferungsvollem Einsatz fernab der Heimat, trotz der zehnfachen Kilometerleistung pro Schicht, trotz nahezu ununterbrochener Zugriffsmöglichkeit auf das humankapitalistische Fahrpersonal und trotz Einhaltung aller Pflichtvorsorgemaßnahmen.
Ich kann leider nur ahnen, was besonders die letzten Enteignungen für den Alltag in der DDR bedeuteten, immerhin habe ich die wenigen privaten Geschäftsleute in meinem Heimatort (z. B. Drogerie, Zeitungsladen und Fleischer) noch in sehr guter Erinnerung, die haben trotz der allgegenwärtigen Mangelwirtschaft den Kunden noch als Menschen behandelt.
In diesem Zusammenhang muß ich übrigens bezogen auf die Neuzeit immer häufiger feststellen, daß der Ärger beim Kauf von Konsumartikeln zu einem immer höheren Prozentsatz schon vorprogrammiert ist.
Während die ersten Boschgeräte, die ich mir nach der Wende zugelegt hatte, der Nokia- Fernseher und der japanische Videorekorder jahrzehntelang gehalten haben, sollte man heute die Verpackungen schon mal nicht allzu weit weglegen um sachgerecht reklamieren zu können, es kotzt einen einfach nur noch an.
Die Angelrute für 100 Euro, die nach dem ersten Hänger an der Schilfkante kaputt kracht, die 60- Euro- Schuhe, die nach weniger als sechs Monaten schon durchmatschen, weil die Sohlen einfach aufbrechen oder die immer gleiche kalte Lötstelle am Convert 2000- Wechselrichter der Solaranlage sind nur ein Teil der allgegenwärtigen Ärgernisse und ich sage Dir, ich stöbere absichtlich nicht nach dem allerbilligsten Modellen sondern versuche die Qualität so gut es geht im Laden zu testen, aber irgendwie sehne ich mich schon wieder nach Rileh- Rex- Angelrollen, der ewig haltbaren DDR- Unterhaltungselektronik (der Monorekoder KR 450 lief auch nach 30 Jahren noch, vielleicht ärgere ich mich irgendwann mal darüber, den überhaupt verschenkt zu haben...) oder Hausschuhen, die man zehn Jahre lang tragen kann zurück.
Aber Gert, hatten wir nicht den ultimativen Reset im Jahre 1990 und hast Du eine Antwort darauf, warum in den ersten 20 Jahren nach dem Krieg im freiheitlichem Westen viel mehr ging als 20 Jahre nach der Wende im freiheitlichen Osten ?
Die Bonzen sind doch weg, die Blockfreunde regieren, die jungen Leute studieren, die Gründer gründen und trotzdem dümpeln die Eliten des Ostens in der dritten Liga vor sich hin, sag Du mir doch, was daran gesund sein soll.



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#128

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 21.10.2013 07:50
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #126
Zitat von Hackel39 im Beitrag #125
Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #124
Mir fällt hier immer wieder auf, dass hier immer wieder "die Kapitalisten" oder "der Kapitalismus" für sämtliche Unbillen des Lebens verantwortlich gemacht wird. Die jenigen Schreiber sollten sich mal überlegen was wäre, wenn es keine Kapitalisten geben würde, egal ob Gross- oder Kleinunternehme (oder Gross- oder Kleinkapitalisten), die jeden Tag ihre Geschäfte am Laufen halten, von Keinem Krank oder Urlaub bezahlt bekommen und ganz nebenher jeden Tag ihr Dach über dem Kopf riskieren. Ganz nebenbei stellen sie natürlich noch Arbeitsplätze für die Meckerer, die, sobald es dem "Kapitalist" etwas besser geht, gleich nach Strafsteuersätzen oder gleich gar nach Enteignung schreien. Liebe User, wollt ihr wirklich, dass es wieder VEB`s gibt ?


So undifferenziert wie Du es beschreibst geht die Mehrheit der Antikapitalismusschreiber hier nicht an die Sache heran.
Die Akzeptanz des seriösen Unternehmers klingt trotz aller Kritiken immer wieder mit, problematisch ist allein diese Zombieökonomie nach der die Zahlen und Bilanzen ein Eigenleben entwickeln, das durch keine Geschäftstätigkeit mehr erklärbar ist.
Zwar fühle ich mich auch nicht angesprochen aber irgendwann Ende der 1990er Jahre mit dem Platzen der New Economy- Blase mußte ich konstatieren, daß die Trendkurve der Überlegenheit der inzwischen aktuellen Gesellschaftsordnung von jener des sozialistischen Geschäftsmodells geschnitten wurde, oder deutlicher formuliert glaube ich seit dieser Zeit nicht mehr an die Überlegenheit dieser Betrügerökonomie.
Du beschreibst eindeutig den realwirtschaftlichen Kapitalismus des selbständigen Handwerkermeisters aber würdest Du diese Akzeptanz auch tatsächlich für den Berufsspekulanten, der in einer kriminellen verantwortungslosen Art und Weise mit geerbten Milliarden spekuliert einfordern ?
Dieses System hat allerschwerste Webfehler, warum beispielsweise darf ein externer Unternehmer der Warenhausbranche Optionsgeschäfte auf Basis der Getreidepreise im Millionenumfang tätigen, die eigentlich für den Bauern gedacht sind,der sich gegen Verluste durch eine Mißernte bzw. Überproduktion abzusichern hat ?
Das sind Störer und Zerstörer, Kurzfristökonomen die für ihre Anleger bzw. zum Wohle des eigenem Depots ein Strohfeuer nach dem anderen abfackeln und langfristig das gesamte System von Angebot und Nachfrage, mithin das Funktionsprinzip des Kapitalismus gefährden während die Politik auf Autopilot eingestellt ist und vor dem Eisberg nur noch die Augen zumachen kann.
Diese Finanzkraken bewegen auf Grund ihrer unvorstellbaren Kapitalkraft an den Märkten die Kurse aus der Anonymität heraus und machen aus Millionen Milliarden, was daran ist Deiner Meinung nach noch regulär oder marktwirtschaftlich nachvollziehbar, wenn sich immer mehr Preis- und Gebietskartelle herausbilden, die keine gesunde Kultur der urkapitalistischen Konkurrenz im Sinne des Fortschritts mehr zulassen ?
Es geht schon lange nicht mehr Auge um Auge - Zahn um Zahn es geht fast ausschließlich nur noch um David gegen Goliath, meine Argumente bezüglich des abgehängten Ostens (z. B. daß von den 500 größten Unternehmen Deutschlands nur acht aus der ostdeutschen Fläche kommen) sprechen eindeutig dafür, daß Marktgesetze schlicht und einfach nicht mehr lehrbuchmäßig funktionieren.
Dieser Casinokapitalismus ist nun mal leider kein Randthema mehr, er durchzieht unsere Ökonomie wie ein Krebsgeschwür und ich fürchte, daß uns irgendwann nur noch eine Chemotherapie vor den Kombinaten retten wird.
Jeder dritte in Ostdeutschland ausgegeben Euro stammt aus Transferzahlungen, wirtschaftlich betrachtet ist der Osten ein Kind, das mit 23 Jahren noch nicht laufen kann, die Gründe dafür habe ich aufgezählt, wenngleich es ein wenig vom Thema abweicht aber der abgehängte Osten ist nun mal ein Indikator für die Webfehler unserer Wirtschaftsordnung.





@Hackel39, die 500 Großunternehmen, die du hier zitierst, die verschwunden sind auf dem Territorium der DDR die sind nicht nach 89 , die sind schon zwischen 1949 und 1961 verschwunden. Ulbricht und seine Kontrolloffiziere aus Karlshorst haben in dieser Zeit alles getan um die Großindustrie zu verstaatlichen, den mittelständischen Betrieben das Leben so schwer zu machen, dass sie fluchtartig von selbst gingen. Die 3. Zerstörungswelle, die über die Unternehmen schwappte, kam 1972. Dort hat man dem Rest der " Kapitalisten" den Garaus gemacht. Nun möchte ich mal von dir wissen, wer die größeren Wirtschaftsverbrecher sind, die paar Börsenspekulanten, den man sicher in der nächsten Zeit Spielchen verderben wird mit entsprechenden Massnahmen oder die SED in der damaligen DDR ?



Nur noch kurz zu den 500 Großunternehmen.
Gemeint sind hier die derzeit größten deutschen Firmen, davon sind acht in Ostdeutschland und zwei in Sachsen- Anhalt ansässig, die Mansfelder Kupfer- und Messinghütte Hettstedt (Platz 496) und Elf Aquitaine Leuna- Spergau (4**), beides ehemalige VEB denen gemeinsam ist, daß sie nicht auf westdeutsche Partner gesetzt hatten.



4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#129

RE: 17,8 Mrd.

in Themen vom Tage 21.10.2013 20:29
von Unner Gräzer | 399 Beiträge

Zitat von Hackel39 im Beitrag #125
Zitat von Unner Gräzer im Beitrag #124
Mir fällt hier immer wieder auf, dass hier immer wieder "die Kapitalisten" oder "der Kapitalismus" für sämtliche Unbillen des Lebens verantwortlich gemacht wird. Die jenigen Schreiber sollten sich mal überlegen was wäre, wenn es keine Kapitalisten geben würde, egal ob Gross- oder Kleinunternehme (oder Gross- oder Kleinkapitalisten), die jeden Tag ihre Geschäfte am Laufen halten, von Keinem Krank oder Urlaub bezahlt bekommen und ganz nebenher jeden Tag ihr Dach über dem Kopf riskieren. Ganz nebenbei stellen sie natürlich noch Arbeitsplätze für die Meckerer, die, sobald es dem "Kapitalist" etwas besser geht, gleich nach Strafsteuersätzen oder gleich gar nach Enteignung schreien. Liebe User, wollt ihr wirklich, dass es wieder VEB`s gibt ?


So undifferenziert wie Du es beschreibst geht die Mehrheit der Antikapitalismusschreiber hier nicht an die Sache heran.
Die Akzeptanz des seriösen Unternehmers klingt trotz aller Kritiken immer wieder mit, problematisch ist allein diese Zombieökonomie nach der die Zahlen und Bilanzen ein Eigenleben entwickeln, das durch keine Geschäftstätigkeit mehr erklärbar ist.
Zwar fühle ich mich auch nicht angesprochen aber irgendwann Ende der 1990er Jahre mit dem Platzen der New Economy- Blase mußte ich konstatieren, daß die Trendkurve der Überlegenheit der inzwischen aktuellen Gesellschaftsordnung von jener des sozialistischen Geschäftsmodells geschnitten wurde, oder deutlicher formuliert glaube ich seit dieser Zeit nicht mehr an die Überlegenheit dieser Betrügerökonomie.
Du beschreibst eindeutig den realwirtschaftlichen Kapitalismus des selbständigen Handwerkermeisters aber würdest Du diese Akzeptanz auch tatsächlich für den Berufsspekulanten, der in einer kriminellen verantwortungslosen Art und Weise mit geerbten Milliarden spekuliert einfordern ?
Dieses System hat allerschwerste Webfehler, warum beispielsweise darf ein externer Unternehmer der Warenhausbranche Optionsgeschäfte auf Basis der Getreidepreise im Millionenumfang tätigen, die eigentlich für den Bauern gedacht sind,der sich gegen Verluste durch eine Mißernte bzw. Überproduktion abzusichern hat ?
Das sind Störer und Zerstörer, Kurzfristökonomen die für ihre Anleger bzw. zum Wohle des eigenem Depots ein Strohfeuer nach dem anderen abfackeln und langfristig das gesamte System von Angebot und Nachfrage, mithin das Funktionsprinzip des Kapitalismus gefährden während die Politik auf Autopilot eingestellt ist und vor dem Eisberg nur noch die Augen zumachen kann.
Diese Finanzkraken bewegen auf Grund ihrer unvorstellbaren Kapitalkraft an den Märkten die Kurse aus der Anonymität heraus und machen aus Millionen Milliarden, was daran ist Deiner Meinung nach noch regulär oder marktwirtschaftlich nachvollziehbar, wenn sich immer mehr Preis- und Gebietskartelle herausbilden, die keine gesunde Kultur der urkapitalistischen Konkurrenz im Sinne des Fortschritts mehr zulassen ?
Es geht schon lange nicht mehr Auge um Auge - Zahn um Zahn es geht fast ausschließlich nur noch um David gegen Goliath, meine Argumente bezüglich des abgehängten Ostens (z. B. daß von den 500 größten Unternehmen Deutschlands nur acht aus der ostdeutschen Fläche kommen) sprechen eindeutig dafür, daß Marktgesetze schlicht und einfach nicht mehr lehrbuchmäßig funktionieren.
Dieser Casinokapitalismus ist nun mal leider kein Randthema mehr, er durchzieht unsere Ökonomie wie ein Krebsgeschwür und ich fürchte, daß uns irgendwann nur noch eine Chemotherapie vor den Kombinaten retten wird.
Jeder dritte in Ostdeutschland ausgegeben Euro stammt aus Transferzahlungen, wirtschaftlich betrachtet ist der Osten ein Kind, das mit 23 Jahren noch nicht laufen kann, die Gründe dafür habe ich aufgezählt, wenngleich es ein wenig vom Thema abweicht aber der abgehängte Osten ist nun mal ein Indikator für die Webfehler unserer Wirtschaftsordnung.





Ich meine auch den realwirtschaftlichen Kapitalismus (weil der nämlich funktioniert) und ich meine auch, dass das was momentan real existent ist, Imperialismus vom (un)Feinsten ist. Nur mein Problem ist, dass das mancher User nicht mehr unterscheiden kann bzw. will, frei nach dem Motto "kennste einen, kennste alle".



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