#141

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 11:10
von WernerHolt (gelöscht)
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da es hier auch um das MfS geht,hier mal wieder eine einschätzung der ZAIG vom11.9.1989 mit der nummer 0/223.

Ministerium für Staatssicherheit

MfS, ZAIG, 0/223
ZAIG an Mielke, Carlsohn

Berlin, 11.9.1989

Nur zur persönlichen Kenntnisnahme

Hinweise auf beachtenswerte Reaktionen von Mitgliedern und Funktionären der SED zu einigen aktuellen Aspekten der Lage in der DDR und zum innerparteilichen Leben

Im Rahmen des Gesamtaufkommens an Informationen der Diensteinheiten des MfS Berlin und der Bezirksverwaltungen zur Reaktion der Bevölkerung auf wesentliche Aspekte der innenpolitischen Lage in der DDR, insbesondere im Zusammenhang mit der Problematik der ständigen Ausreise von Bürgern der DDR und dem ungesetzlichen Verlassen der DDR, sind in wachsendem Maße auch Hinweise über beachtenswerte Meinungsäußerungen und Haltungen von Mitgliedern und Funktionären der SED zur Politik der Partei und zum innerparteilichen Leben enthalten.

Vorliegenden Informationen zufolge sind zahlreiche, vor allem langjährige Parteimitglieder, von tiefer Sorge erfüllt über die gegenwärtige allgemeine Stimmungslage unter großen Teilen der Werktätigen, besonders in den Betrieben, teilweise verbunden mit ernsten Befürchtungen hinsichtlich der weiteren Erhaltung der politischen Stabilität der DDR.

Sie begründen diese Haltung insbesondere mit solchen persönlich getroffenen Feststellungen im Arbeits-, Wohn- und Freizeitbereich wie

- der erheblichen Zunahme von durch Unwillen und Unzufriedenheit gekennzeichneten, in immer aggressiverem Ton geführten Diskussionen im Zusammenhang mit der Versorgungslage und der Lage im Dienstleistungsbereich, der Lohn Preis Politik, der materiell technischen Sicherstellung der Produktion,

- zunehmenden Erscheinungen von Passivität und Gleichgültigkeit unter Werktätigen gegenüber dem politischen und gesellschaftlichen Leben in der DDR insgesamt und im Territorium,

- dem weiteren Rückgang von Arbeitsdisziplin und Leistungsbereitschaft,

- der erheblichen Zunahme von Erscheinungen des Spekulantentums und der Korruption

Die Praxis zeige, dass auch zahlreiche Parteimitglieder mit derartigen Auffassungen und Verhaltensweisen in Erscheinung treten und sich damit kaum noch von Parteilosen unterscheiden.

In diesem Zusammenhang wiesen Mitglieder und Funktionäre der SED wiederholt darauf hin, dass Diskussionsinhalte von Werktätigen zu den vorgenannten Problemen in wachsendem Maße die Tendenz erkennen lassen, die Partei und Staatsführung für die entstandene Lage verantwortlich zu machen, ihr, vor allem unter Hinweis auf die altersmäßige Zusammensetzung, die Fähigkeit abzusprechen, die vielfältigen Probleme zu lösen.

Unter Bezugnahme auf Feststellungen über die Stimmungslage unter den Werktätigen, auf den drastischen Anstieg der Ausreisebestrebungen bzw. die "Massenfluchten" von DDR Bürgern in die BRD und nach Westberlin, aber auch unter Hinweis auf die sich häufenden Austritte bzw. angekündigten Austrittserklärungen aus der SED, schlussfolgern SED Mitglieder und andere progressive Kräfte, es zeichne sich ein wachsender Vertrauensschwund zwischen Volk und Partei ab.

Als Hauptgründe für Austritte aus der Partei (Hinweise über eine erhebliche Zunahme von Parteiaustritten, besonders aus dem Bereich der materiellen Produktion, liegen aus allen Bezirken der DDR und der Hauptstadt der DDR, Berlin, vor) würden insbesondere angeben:

- Nichteinverständnis mit der Um- und Durchsetzung der ökonomischen Politik der Partei (Hauptargument: Trotz vieler Beschlüsse ändere sich nichts an der komplizierten Lage in der Volkswirtschaft und auf dem Gebiet der Versorgung. Man habe keine überzeugenden Argumente gegenüber Parteilosen und könne deshalb die Parteilinie nicht mehr vertreten);

- mangelndes Vertrauen in die Parteiführung (Hauptargument: Die Parteiführung wolle die Probleme nicht wahrhaben; sie habe sich von der Basis gelöst);

- Ablehnung der Informationspolitik der Partei (Hauptargument: Die Partei überlasse es dem Gegner, sich mit unseren inneren Problemen zu befassen; die DDR Massenmedien hielten an der Linie einer "Erfolgsberichterstattung" fest; die Einheit von Wort und Tat sei nicht mehr gewährleistet).

Mitglieder und Funktionäre der SED, besonders aus APO und GO in Bereichen der Volkswirtschaft sowie an Universitäten und Hochschulen, üben zum Teil scharfe Kritik an der Arbeit übergeordneter Parteileitungen sowie am Inhalt und Verlauf von Mitgliederversammlungen. Diese würden häufig nur noch den Charakter von Pflichtveranstaltungen tragen.

Es werde an den Problemen vorbeigeredet. Auf konkrete Fragen gebe es keine Antwort bzw. kritische Diskussionen würden mit dem Hinweis auf die Parteidisziplin "abgewürgt". Wer auf Parteiversammlungen die vorhandenen Probleme anspreche und klare Antworten verlange, werde sehr schnell als Nörgler abgestempelt. Hauptamtliche Parteifunktionäre wirken in ihrer Argumentation "hilflos"; teilweise weichen sie unbequemen Fragen aus. Auf den Parteiveranstaltungen werde das Vermitteln von überzeugenden Argumenten und Hintergrundinformationen vermisst. Es gebe erhebliche Informationsdefizite in der Partei.

Dies sei der Grund dafür, dass viele Parteimitglieder resignierten, da sie sich mit ihren Problemen allein gelassen fühlten.

Hochschullehrer (SED Mitglieder) erklärten, mit wachsendem Unbehagen in Vorlesungen und Seminare zu gehen, da Studenten immer häufiger politisch sensible Themenbereiche ansprechen und dazu Fragen stellen, auf die sie keine überzeugenden Antworten geben könnten, ohne Grundpositionen der Partei in Frage zu stellen.

Zunehmend offener äußern Mitglieder und Funktionäre der SED Unwillen und Enttäuschung über die Informationspolitik. Ihre zu dieser Thematik geäußerten Standpunkte unterscheiden sich dabei jedoch wesentlich von Meinungsäußerungen zahlreicher Parteiloser, die die gegenwärtig betriebene Informationspolitik grundsätzlich in Frage stellen, sie der Lächerlichkeit preisgeben.

Sie sind von der Sorge getragen, dass die derzeitige Informationspolitik, speziell die Medienpolitik, nicht mehr den neuen Anforderungen an die politisch ideologische Arbeit entspricht und nur noch geringe Wirkung erzielt.

Vorliegenden Informationen zufolge zeigen sich viele Parteimitglieder u. a. progressive Kräfte verbittert darüber, dass die Medien der DDR gegenüber dem Klassengegner eine defensive Haltung einnehmen, auf Vorgänge und Vorkommnisse nicht aktuell und offensiv reagieren. Daraus resultiere so z.B. im Falle der "Botschaftsbesetzungen" und der organisierten "Massenflucht" von DDR Bürgern aus der UVR nach Österreich wie überhaupt bei der Problematik Antragsteller auf ständige Ausreise -, dass sich die überwiegende Mehrheit der DDR Bevölkerung nahezu ausschließlich an entsprechenden Sendungen westlicher Medien orientiere. Die politische Meinungsbildung der DDR Bürger werde damit in erheblichem Maße von westlichen elektronischen Medien bestimmt.

Darüber hinaus mangele es den DDR Massenmedien an Objektivität bei der Darstellung innenpolitischer Probleme. Es werde das Bild einer "heilen Welt" des Sozialismus in der DDR vermittelt, das teilweise in krassem Widerspruch zur Wirklichkeit stehe.

hier kann man zuende lesen---->http://www.ddr89.de/ddr89/mfs/mfs3.html

MkG
HG


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und ABV haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#142

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 11:15
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Aber wahrscheinlich findet sich hier keiner mehr, der im Dezember 1989 noch Mitglied in der SED war bevor sie sich den Doppelnamen PDS/SED zulegte.

Ich war APO- Sekretär unserer Studiengruppe, allesamt SED- Mitglieder. Unter Modrow erwachsen geworden und unter seiner Führung für Veränderungen gewirkt.

Es war ein Schock für uns, als wir die Bilder von den ersten Kundgebungen sahen und zumindest mir war sofort klar, dass es keine bessere DDR geben wird, es war das Ende der DDR, alles nur noch eine Frage der Zeit. Am Schockierendsden waren aber die Enthüllungen, die deutlich machten, wie groß die Kluft war zwischen oben und unten hinsichtlich propagieren und eigenem Handeln.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#143

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 11:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Freue mich, Dich wieder zu lesen, Heiko.

Wie habt ihr das damals wahrgenommen was 94 in seinen Beiträgen bzw. Quellen #127 und #134 über den "Sündenbock" MfS berichtet? Ich kann mir da kein Urteil erlauben. Zwar kann ich mich an viele Begleiterscheinunen erinnern, aber die Stratgie das MfS als "Sündenbock" zu liefern, um die Partei zu retten, ist mir neu.

Ich gebe zu, mich haben die innerparteilichen Kämpfe in der SED spätestens seit dem 18. Oktober 1989 auch nicht mehr interessiert.

LG von der grenzgaengerin.


Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#144

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 11:38
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #142
Aber wahrscheinlich findet sich hier keiner mehr, der im Dezember 1989 noch Mitglied in der SED war bevor sie sich den Doppelnamen PDS/SED zulegte.

Ich war APO- Sekretär unserer Studiengruppe, allesamt SED- Mitglieder. Unter Modrow erwachsen geworden und unter seiner Führung für Veränderungen gewirkt.

Es war ein Schock für uns, als wir die Bilder von den ersten Kundgebungen sahen und zumindest mir war sofort klar, dass es keine bessere DDR geben wird, es war das Ende der DDR, alles nur noch eine Frage der Zeit. Am Schockierendsden waren aber die Enthüllungen, die deutlich machten, wie groß die Kluft war zwischen oben und unten hinsichtlich propagieren und eigenem Handeln.


Einspruch - ich war noch Delegierter und Teilnehmer des Umbenennungsparteitages.


zuletzt bearbeitet 08.10.2013 11:45 | nach oben springen

#145

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 11:46
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Mitte bis Ende der 80-er Jahre (ich arbeitete damals in der SED- KL), als die Unzufriedenheit der Bürger und auch die der Genossen immer größer wurde, kamen nicht wenige MfS- Angehörige zu uns und fragten besorgt nach, wie es weiter gehen sollte, wir wussten es auch nicht. Unsere große Hoffnung war Hans Modrow, den wir uns gern als ZK- Vorsitzenden gewünscht hätten, denn der hat die Probleme erkannt und beim Namen genannt.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


zuletzt bearbeitet 08.10.2013 11:48 | nach oben springen

#146

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 11:54
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #142
Aber wahrscheinlich findet sich hier keiner mehr, der im Dezember 1989 noch Mitglied in der SED war bevor sie sich den Doppelnamen PDS/SED zulegte.

Ich war APO- Sekretär unserer Studiengruppe, allesamt SED- Mitglieder. Unter Modrow erwachsen geworden und unter seiner Führung für Veränderungen gewirkt.

Es war ein Schock für uns, als wir die Bilder von den ersten Kundgebungen sahen und zumindest mir war sofort klar, dass es keine bessere DDR geben wird, es war das Ende der DDR, alles nur noch eine Frage der Zeit. Am Schockierendsden waren aber die Enthüllungen, die deutlich machten, wie groß die Kluft war zwischen oben und unten hinsichtlich propagieren und eigenem Handeln.

Was ist denn ein APO Sekretär ? Hat sicher nichts mit der westdeutschen APO =außerparlamentarische Opposition zu tun ?


.
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John F.Kennedy 1963 in Berlin
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#147

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 11:57
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #146
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #142
Aber wahrscheinlich findet sich hier keiner mehr, der im Dezember 1989 noch Mitglied in der SED war bevor sie sich den Doppelnamen PDS/SED zulegte.

Ich war APO- Sekretär unserer Studiengruppe, allesamt SED- Mitglieder. Unter Modrow erwachsen geworden und unter seiner Führung für Veränderungen gewirkt.

Es war ein Schock für uns, als wir die Bilder von den ersten Kundgebungen sahen und zumindest mir war sofort klar, dass es keine bessere DDR geben wird, es war das Ende der DDR, alles nur noch eine Frage der Zeit. Am Schockierendsden waren aber die Enthüllungen, die deutlich machten, wie groß die Kluft war zwischen oben und unten hinsichtlich propagieren und eigenem Handeln.

Was ist denn ein APO Sekretär ? Hat sicher nichts mit der westdeutschen APO =außerparlamentarische Opposition zu tun ?



Das hatten wir hier nun schon öfter.

APO im Zusammenhang mit der SED wird in wikipedia wie folgt definiert:

Abteilungsparteiorganisation, Zusammenfassung mehrerer Parteigruppen der SED

Gruss

icke



Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#148

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 12:04
von linamax | 2.019 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #142
Aber wahrscheinlich findet sich hier keiner mehr, der im Dezember 1989 noch Mitglied in der SED war bevor sie sich den Doppelnamen PDS/SED zulegte.

Ich war APO- Sekretär unserer Studiengruppe, allesamt SED- Mitglieder. Unter Modrow erwachsen geworden und unter seiner Führung für Veränderungen gewirkt.

Es war ein Schock für uns, als wir die Bilder von den ersten Kundgebungen sahen und zumindest mir war sofort klar, dass es keine bessere DDR geben wird, es war das Ende der DDR, alles nur noch eine Frage der Zeit. Am Schockierendsden waren aber die Enthüllungen, die deutlich machten, wie groß die Kluft war zwischen oben und unten hinsichtlich propagieren und eigenem Handeln.

Hallo
War nicht Modrow der den Befehl gab in Dresden zu prügeln .


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#149

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 12:06
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von linamax im Beitrag #148
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #142
Aber wahrscheinlich findet sich hier keiner mehr, der im Dezember 1989 noch Mitglied in der SED war bevor sie sich den Doppelnamen PDS/SED zulegte.

Ich war APO- Sekretär unserer Studiengruppe, allesamt SED- Mitglieder. Unter Modrow erwachsen geworden und unter seiner Führung für Veränderungen gewirkt.

Es war ein Schock für uns, als wir die Bilder von den ersten Kundgebungen sahen und zumindest mir war sofort klar, dass es keine bessere DDR geben wird, es war das Ende der DDR, alles nur noch eine Frage der Zeit. Am Schockierendsden waren aber die Enthüllungen, die deutlich machten, wie groß die Kluft war zwischen oben und unten hinsichtlich propagieren und eigenem Handeln.

Hallo
War nicht Modrow der den Befehl gab in Dresden zu prügeln .

Das sagt man zumindest.Man sagt auch Modrow lag im Klinch mit Erich,deswegen blieb er in der Provinz.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
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#150

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 14:03
von Gelöschtes Mitglied
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Modrow ein Hoffnungsträger ??? Da komme ich aber mehr, als nur ins und .
Welche Hoffnung sollte Modrow der DDR und ihrer Bevölkerung geben ??? Ein Revisionist an der Spitze des Partei ??? Da kann man doch gleich den Bock zum Gärtner machen.
Seine "Führungs- und Leitungsqualitäten" hat er doch mit der Berichterstattung vor dem Sekretariat des ZK unter Beweis gestellt !!!
@4.Zug 4.Kompanie GAR-40, wenn Du in der KL der SED tätig gewesen bist, dann dürften Dir der Beschluß "Bischofswerda", wie auch die Schlußfolgerungen aus dieser Berichterstattung mehr als bekannt sein.

Vierkrug

Nachtrag: Meine Position zu Hans Modrow hat sich auch beim Umbenennungsparteitag nicht verändert und sie steht auch noch heute so.


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2013 14:05 | nach oben springen

#151

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 14:52
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von Vierkrug im Beitrag #150


der Beschluß "Bischofswerda", wie auch die Schlußfolgerungen aus dieser Berichterstattung mehr als bekannt sein.




Mir nicht Kannst Du bitte meine Wissbegierde besänftigen?

LG von der grenzgaengerin


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#152

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 16:01
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #151
Zitat von Vierkrug im Beitrag #150


der Beschluß "Bischofswerda", wie auch die Schlußfolgerungen aus dieser Berichterstattung mehr als bekannt sein.




Mir nicht Kannst Du bitte meine Wissbegierde besänftigen?

LG von der grenzgaengerin



Da mußt Du Dich bis zum Krabbenbrötchen gedulden ! Hier im Forum keinesfalls.

LG nach Berlin


seaman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#153

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 16:05
von Gelöschtes Mitglied
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gelöscht ................


zuletzt bearbeitet 08.10.2013 16:26 | nach oben springen

#154

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 16:38
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #152
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #151
Zitat von Vierkrug im Beitrag #150


der Beschluß "Bischofswerda", wie auch die Schlußfolgerungen aus dieser Berichterstattung mehr als bekannt sein.




Mir nicht Kannst Du bitte meine Wissbegierde besänftigen?

LG von der grenzgaengerin



Da mußt Du Dich bis zum Krabbenbrötchen gedulden ! Hier im Forum keinesfalls.

LG nach Berlin


Wahrscheinlich solange, bis die Krabben ausgepult aus Marokko zurück sind.----Achtung-Ironie


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#155

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 16:56
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von KARNAK im Beitrag #138
Natürlich war das Sicherheitskonzept der DDR aus heutiger Sicht eine Katastrophe,Erich Mileke hätte EIGENTLICH das Bundesverdienstkreuz am Bande verdient,es haben nur wenige so viel dazu beigetragen,dass die DDR von der Bildfläche verschwindet und es zu Deutschland einig Vaterland kommt.


Manchmal frage ich mich bei deinen Aussagen immer ob wir beide tatsächlich Offiziere in demselben Organ waren!

Was war denn bitte schön das Katastrophale am Sicherheitskonzept der DDR? Sicher wurden da einige bearbeitet die im Grunde genommen gar keine Feinde waren sondern lediglich laute Kritiker, aber deshalb kann man doch ein Sicherheitskonzept, das bis zur Selbstaufgabe 1989 trotzt aller Umstände und Widrigkeiten 35 Jahre lang eine hohe Sicherheit und Ordnung gewährleistete, nicht insgesamt als katastrophal bezeichnen! Den Nachweis führst Du mir mal bitte erst.

Auf deinen Käse mit Mielke einzugehen lohnt schon fast gar nicht, denn wenn man die Berichte die wir geliefert haben, womit wir wieder beim Thema wären, beachtet und entsprechende Beschlüsse gefasst hätte, ja dann gäbe es die DDR wohl noch heute. Die entsprechende Aussage von ihm setze ich mal als bekannt voraus. Wie lange hätte die DDR den ohne das MfS bestanden, wohl wesentlich kürzer als mit Erich Mielke! Von daher ist deine gesamte Aussage Käse, es sei denn Du meinst mit Mileke jemand gänzlich anderes.

Edit:/ Eigene Rechtschreibung...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
Alfred, passport, elster427, Pitti53 und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2013 17:08 | nach oben springen

#156

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 17:02
von Moskwitschka (gelöscht)
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Wer ist denn nun schon wieder Mileke

Feliks, sag jetzt nicht ich muss bis zum nächsten Oktoberfest warten

LG von der grenzgaengerin


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#157

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 17:04
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Frag ich mich ja auch, musste mal @KARNAK fragen. Ich hab nur zitiert, Quelle steht oben.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#158

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 17:43
von KARNAK | 1.694 Beiträge

Zitat von Feliks D. im Beitrag #155
Zitat von KARNAK im Beitrag #138
Natürlich war das Sicherheitskonzept der DDR aus heutiger Sicht eine Katastrophe,Erich Mileke hätte EIGENTLICH das Bundesverdienstkreuz am Bande verdient,es haben nur wenige so viel dazu beigetragen,dass die DDR von der Bildfläche verschwindet und es zu Deutschland einig Vaterland kommt.


Manchmal frage ich mich bei deinen Aussagen immer ob wir beide tatsächlich Offiziere in demselben Organ waren!

Was war denn bitte schön das Katastrophale am Sicherheitskonzept der DDR? Sicher wurden da einige bearbeitet die im Grunde genommen gar keine Feinde waren sondern lediglich laute Kritiker, aber deshalb kann man doch ein Sicherheitskonzept, das bis zur Selbstaufgabe 1989 trotzt aller Umstände und Widrigkeiten 35 Jahre lang eine hohe Sicherheit und Ordnung gewährleistete, nicht insgesamt als katastrophal bezeichnen! Den Nachweis führst Du mir mal bitte erst.

Auf deinen Käse mit Mielke einzugehen lohnt schon fast gar nicht, denn wenn man die Berichte die wir geliefert haben, womit wir wieder beim Thema wären, beachtet und entsprechende Beschlüsse gefasst hätte, ja dann gäbe es die DDR wohl noch heute. Die entsprechende Aussage von ihm setze ich mal als bekannt voraus. Wie lange hätte die DDR den ohne das MfS bestanden, wohl wesentlich kürzer als mit Erich Mielke! Von daher ist deine gesamte Aussage Käse, es sei denn Du meinst mit Mileke jemand gänzlich anderes.

Edit:/ Eigene Rechtschreibung...

Gut gemacht Felix,dass Du meinen Buchstabendreher nutzt und natürlich mein kleines Späßchen zum Bundesverdienstkreuz,dass eigentlich eher die ANDEREN treffen müsste und sollte als Dich.Und was das Katastrophale an dem Sicherheitskonzept der DDR war,das Ergebnis mein Lieber und nur das zählt.Und wir haben uns nicht selbst aufgegeben,AUCH in der DDR stimmt die"Dolchstoßlegende"nicht.Wir wurden fortgejagt und zwar nicht von irgendwelchen im"Untergrund Wühlenden"oder "Bonner Ultras"sondern von nicht unerheblichen Teilen unseres eigenen Volkes.Und um zu "Ermitteln"warum das so war,sollten wir vielleicht ein Mittel einsetzen,was wir so gerne benutzt haben um uns selbst zu"disziplinieren"SELBSTKRITIK.
Damit keine Missverständnisse aufkommen,ich bedauere,dass es so gekommen ist,NUR über die Gründe und Ursachen und die Verantwortlichen dazu sollte man sich Gedanken und sich ehrlich machen.


"Das Unglück ist,dass jeder denkt, der Andere ist wie er,und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt."
Gert hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 08.10.2013 19:23 | nach oben springen

#159

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 18:02
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #150
Modrow ein Hoffnungsträger ??? Da komme ich aber mehr, als nur ins und .
Welche Hoffnung sollte Modrow der DDR und ihrer Bevölkerung geben ??? Ein Revisionist an der Spitze des Partei ??? Da kann man doch gleich den Bock zum Gärtner machen.
Seine "Führungs- und Leitungsqualitäten" hat er doch mit der Berichterstattung vor dem Sekretariat des ZK unter Beweis gestellt !!!
@4.Zug 4.Kompanie GAR-40, wenn Du in der KL der SED tätig gewesen bist, dann dürften Dir der Beschluß "Bischofswerda", wie auch die Schlußfolgerungen aus dieser Berichterstattung mehr als bekannt sein.

Vierkrug

Nachtrag: Meine Position zu Hans Modrow hat sich auch beim Umbenennungsparteitag nicht verändert und sie steht auch noch heute so.


Hans Modrow wurde noch im Sommer 1989 in den Medien der Bundesrepublik offiziell als Reformer und SED-Hoffnungsträger gehandelt. Auf mich wirkte Hans Modrow damals, rein von der Ausstrahlung her, tatsächlich wie jemand, der dem Land positive Veränderungen bringen könnte.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#160

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 08.10.2013 18:43
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #159
[quote=Vierkrug|p294276]

Hans Modrow wurde noch im Sommer 1989 in den Medien der Bundesrepublik offiziell als Reformer und SED-Hoffnungsträger gehandelt. Auf mich wirkte Hans Modrow damals, rein von der Ausstrahlung her, tatsächlich wie jemand, der dem Land positive Veränderungen bringen könnte.

Gruß Uwe



Dann muss er doch wirklich gut gewesen sein...
Wenn sogar die Medien der damaligen Bundesrepublik ihn als Hoffnungsträger und Reformer handelten.
Für mich und meine Mitstreiter handelte er kontraproduktiv und unverantwortlich.
Habe ihn dazu mal persönlich befragt,Antwort Wischiwaschi wie die Aussagen der damaligen PDS....

seaman


zuletzt bearbeitet 08.10.2013 18:44 | nach oben springen



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