#101

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 14:58
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #93
Zitat von Lutze im Beitrag #87

man macht sich das einfach,wenn was hinterfragt wird,
hattest du mal was mit dem Strafvollzug der DDR
zu tun?,ich glaube nicht,dann würdest du hier anders
rumtexten
Lutze

nöö hatte ich nicht.muss ich das?es gibt ja eben die möglichkeit nachzufragen.zum beispiel bei personen die mit dem strafvollzug (mdi)zutun hatten.es gibt durchaus auch die möglichkeit sich mit personen auszutauschen die .z:B in der "DE XIV"ihren dienst versahen.
ich weiß aber worauf du hinaus willst.dadurch das ich selbst nicht persönlich "betroffen" war,habe ich auch keine ahnung und habe somit den mund zuhalten.das ist doch das was du mir damit sagen willst oder?




Das ist genau auch für mich der Punkt.
Die meisten hatten eben nicht solche Erfahrungen, wahrscheinlich weil sie arschkriecherisch ihre wahre Meinung hinter der Fassade
verschlossen gehalten haben...also verabscheuungswürdige Individuen bis heute, von grundauf verlogen und verdorben....
Oder einfach nur schlau genug um das für sich Beste aus der Situation, dem Leben in der Realität, zu machen?

Mal abgesehen davon, daß es mit Sicherheit damals auch einige wenige zu Recht im Strafvollzug befindliche Persönlichkeiten gegeben
haben muß......

Aber die sind hier sicher nicht im Forum zu finden....hier schreiben immer die Opfer.....
Nur , aufarbeiten wollen die auch nicht wirklich.....


Ich weiß nicht, habe damals schon ne große Klappe gehabt....bis heute....
Jedoch gab es damals keine ernsthaften Konsequenzen...heute jedoch....lieber Schnauze halten, egal an welchem Ort.
Sonst ist man gleich in irgendeiner Schublade gelandet und kommt da nicht wieder raus....und das kann die Existenz kosten.
Meine Meinung dazu......



DoreHolm und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#102

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:08
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von SEG15D im Beitrag #101
Zitat von WernerHolt im Beitrag #93
Zitat von Lutze im Beitrag #87

man macht sich das einfach,wenn was hinterfragt wird,
hattest du mal was mit dem Strafvollzug der DDR
zu tun?,ich glaube nicht,dann würdest du hier anders
rumtexten
Lutze

nöö hatte ich nicht.muss ich das?es gibt ja eben die möglichkeit nachzufragen.zum beispiel bei personen die mit dem strafvollzug (mdi)zutun hatten.es gibt durchaus auch die möglichkeit sich mit personen auszutauschen die .z:B in der "DE XIV"ihren dienst versahen.
ich weiß aber worauf du hinaus willst.dadurch das ich selbst nicht persönlich "betroffen" war,habe ich auch keine ahnung und habe somit den mund zuhalten.das ist doch das was du mir damit sagen willst oder?




Das ist genau auch für mich der Punkt.
Die meisten hatten eben nicht solche Erfahrungen, wahrscheinlich weil sie arschkriecherisch ihre wahre Meinung hinter der Fassade
verschlossen gehalten haben...also verabscheuungswürdige Individuen bis heute, von grundauf verlogen und verdorben....
Oder einfach nur schlau genug um das für sich Beste aus der Situation, dem Leben in der Realität, zu machen?

Mal abgesehen davon, daß es mit Sicherheit damals auch einige wenige zu Recht im Strafvollzug befindliche Persönlichkeiten gegeben
haben muß......

Aber die sind hier sicher nicht im Forum zu finden....hier schreiben immer die Opfer.....
Nur , aufarbeiten wollen die auch nicht wirklich.....


Ich weiß nicht, habe damals schon ne große Klappe gehabt....bis heute....
Jedoch gab es damals keine ernsthaften Konsequenzen...heute jedoch....lieber Schnauze halten, egal an welchem Ort.
Sonst ist man gleich in irgendeiner Schublade gelandet und kommt da nicht wieder raus....und das kann die Existenz kosten.
Meine Meinung dazu......


ist es nicht wichtiger,das man
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in den Spiegel schauen kann
Lutze


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#103

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:12
von WernerHolt (gelöscht)
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da es hier um informationen geht ,hier mal ein bericht der ZAIG des MfS mit der nummer 207 / 84

MINISTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT

Streng geheim!
Um Rückgabe wird gebeten!

Berlin, den 17. Mai 1984
9 Blatt
13.Exemplar

Nr. 207 / 84
INFORMATION
über
beachtenswerte Erscheinungen unter negativ-dekadenten Jugendlichen in der DDR



Seit den Jahr 1982 sind von negativ-dekadenten Jugendlichen der DDR verstärkte Bestrebungen erkennbar, im Sinne der in westlichen kapitalistischen Staaten existierenden "Punk"-Bewegung in der Öffentlichkeit aufzutreten. (Angehörige der "Punk"-Bewegung in den kapitalistischen Staaten bezeichnen sich als so genannte Aussteiger aus der Gesellschaft und versuchen, durch ihr äußeres Erscheinungsbild und asoziale Lebensweise öffentlich ihre Oppositionshaltung gegenüber dem Gesellschaftssystem zum Ausdruck zu bringen.)

Zu ihrer Nachahmung werden Jugendliche in der DDR insbesondere inspiriert durch die intensive Propagierung so genannter alternativer und dekadenter Lebensformen und auffassungen seitens der elektronischen Medien der BRD und Westberlins und teilweise durch direkte gezielte Beeinflussung von Personen aus nichtsozialistischen Staaten im Rahmen ihrer Kontakttätigkeit.

Es liegen Erkenntnisse darüber vor, dass in der BRD bzw. in Westberlin ansässige "Punks" zunehmend bestrebt sind, persönliche Kontakte zu Gleichgesinnten in der DDR herzustellen und auszubauen. Derartige Zusammenkünfte, die nach außen hin häufig den Anschein von Zufallsbekanntschaften haben, finden insbesondere in solchen Treffpunkten wie gastronomischen Einrichtungen, Parks, Privat- und Abrissgrundstücken statt. Dabei werden Adressen und Telefonnummern ausgetauscht sowie aus der BRD stammendes Bildmaterial und so genannte Punkerutensilien übergeben.

Internen Hinweisen zufolge wurden durch BRD bzw. Westberliner Journalisten Personen in die DDR entsandt, um Kontakte zu "Punks" herzustellen. Durch seitens dieser Personen vorgetäuschtes Interesse für die "Punk"-Szene in der DDR wurde die Absicht verfolgt, Tonbandinterviews von und Bilddokumentationen über "Punks" in der DDR zu erhalten. Derartiges Material wurde für Veröffentlichungen in westlichen Publikationsorganen, darunter in den BRD Zeitschriften "Der Spiegel", "konkret" und "Tip" genutzt sowie in Sendungen westlicher elektronischer Medien ausgewertet. Grundtenor der darin enthaltenen Aussagen war der Versuch, den "Nachweis" über die Existenz oppositioneller Jugendlicher in der DDR zu erbringen und eine angebliche Konfliktsituation zwischen dem Staat und der Jugend in der DDR zu konstruieren. Ein derartiges Vorgehen ordnet sich ein in die seit geraumer Zeit zunehmende tendenziöse Berichterstattung westlicher Massenmedien über die Jugend der DDR und ihre Haltung zur sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung.

Des weiteren liegen Hinweise vor, dass einzelne "Punks" Kontakt zu einigen in der DDR akkreditierten westlichen diplomatischen Vertretungen unterhalten, darunter zur Ständigen Vertretung der BRD und zur Botschaft der USA und in Einzelfällen auch an Veranstaltungen dieser diplomatischen Einrichtungen teilnehmen.

Das auf Öffentlichkeitswirksamkeit abzielende Äußere der "Punks" ist vor allem gekennzeichnet durch Züge der Entartung und der Asozialität. Besonderheiten zeigen sich in der Frisur (so genannter Irokesen- und Bürstenschnitt) und in der Haarfärbung (grelle Farben mehrfarbig) sowie im Tragen von verschlissener sowie ungepflegter Kleidung. Ferner werden von "Punks" unterschiedlichste Gegenstände wie Sicherheitsnadeln, Rasierklingen, Metallringe, Hundehalsbänder, Ketten, an der Kleidung befestigt getragen. Darüber hinaus wurde das Tragen von unterschiedlichsten Symbolen und Erkennungszeichen, teilweise westlicher Herkunft sowie in Einzelfällen von Ehrenzeichen und Medaillen der faschistischen Wehrmacht festgestellt. Dabei ist zu beachten, dass ein Teil der "Punks" in ihren Arbeits- oder Ausbildungsstätten ein normales Äußeres zeigen, um in diesen Bereichen nicht aufzufallen und nicht in Auseinandersetzungen verwickelt zu werden. Diese "Punks" verändern für den Freizeitbereich ihr Äußeres und ihre Verhaltensweise entsprechend den zuvor beschriebenen Merkmalen.

Nach dem MfS vorliegenden Hinweisen wurden bisher ca. 900 vorwiegend jugendliche Personen in der DDR als Anhänger der westlichen "Punk" Bewegung festgestellt.

Den territorialen Schwerpunkt bildet die Hauptstadt der DDR, Berlin, mit ca. 400 derartigen Personen...................

hier kann man weiterlesen------>http://www.ddr89.de/ddr89/mfs/mfs28.html


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#104

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:29
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #100
gab es nicht sogar Verhaftungen,
wegen solche Stammtischgespräche?,
Steinbach in Thüringen fällt mir dazu ein
Lutze


Lutze, was war genau war denn in oder mit "Steinbach in Thüringen"? In den achtziger Jahren wurde unter Garantie niemand mehr wegen "Stammtischgesprächen" festgenommen. Es sei denn, dass an dem besagten Stammtisch öffentlich dazu aufgerufen wurde, Honecker zu lynchen. Möglich ist, dass bestimmte Stammtischgespräche und deren Teilnehmer, durchaus das Interesse des MfS erweckt haben könnten. Falls diese Gespräche " ins falsche Ohr" gerieten. So etwas lief aber in aller Regel, schon im Interesse des "Quellenschutzes", reichlich diskret ab. Oftmals erfuhren die Betroffenen erst Jahre später, nach Einsicht in die Akten davon, dass seitens des MfS gegen ihre Person ermittelt wurde.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#105

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:31
von Lutze | 8.033 Beiträge

im Plänterwald und am Alex habe ich mich
mit ihnen unterhalten,1982 war das,
zumindest konnte ich mich mit ihnen
über alles unterhalten,ohne Scheu
Lutze


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#106

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:31
von Alfred | 6.841 Beiträge

Hallo,

es gab ja nun Informationen der verschiedensten Art.

Viele Informationen betrafen z.B. militärische Fragen.


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#107

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:32
von SEG15D | 1.119 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #102
Zitat von SEG15D im Beitrag #101
Zitat von WernerHolt im Beitrag #93
Zitat von Lutze im Beitrag #87

man macht sich das einfach,wenn was hinterfragt wird,
hattest du mal was mit dem Strafvollzug der DDR
zu tun?,ich glaube nicht,dann würdest du hier anders
rumtexten
Lutze

nöö hatte ich nicht.muss ich das?es gibt ja eben die möglichkeit nachzufragen.zum beispiel bei personen die mit dem strafvollzug (mdi)zutun hatten.es gibt durchaus auch die möglichkeit sich mit personen auszutauschen die .z:B in der "DE XIV"ihren dienst versahen.
ich weiß aber worauf du hinaus willst.dadurch das ich selbst nicht persönlich "betroffen" war,habe ich auch keine ahnung und habe somit den mund zuhalten.das ist doch das was du mir damit sagen willst oder?




Das ist genau auch für mich der Punkt.
Die meisten hatten eben nicht solche Erfahrungen, wahrscheinlich weil sie arschkriecherisch ihre wahre Meinung hinter der Fassade
verschlossen gehalten haben...also verabscheuungswürdige Individuen bis heute, von grundauf verlogen und verdorben....
Oder einfach nur schlau genug um das für sich Beste aus der Situation, dem Leben in der Realität, zu machen?

Mal abgesehen davon, daß es mit Sicherheit damals auch einige wenige zu Recht im Strafvollzug befindliche Persönlichkeiten gegeben
haben muß......

Aber die sind hier sicher nicht im Forum zu finden....hier schreiben immer die Opfer.....
Nur , aufarbeiten wollen die auch nicht wirklich.....


Ich weiß nicht, habe damals schon ne große Klappe gehabt....bis heute....
Jedoch gab es damals keine ernsthaften Konsequenzen...heute jedoch....lieber Schnauze halten, egal an welchem Ort.
Sonst ist man gleich in irgendeiner Schublade gelandet und kommt da nicht wieder raus....und das kann die Existenz kosten.
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Lutze


Hast Du meinen Beitrag nicht gelesen oder nicht verstanden? Ich helf gern bei Fragen....



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#108

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:37
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von WernerHolt im Beitrag #103
da es hier um informationen geht ,hier mal ein bericht der ZAIG des MfS mit der nummer 207 / 84

MINISTERIUM FÜR STAATSSICHERHEIT

Streng geheim!
Um Rückgabe wird gebeten!

Berlin, den 17. Mai 1984
9 Blatt
13.Exemplar

Nr. 207 / 84
INFORMATION
über
beachtenswerte Erscheinungen unter negativ-dekadenten Jugendlichen in der DDR



Seit den Jahr 1982 sind von negativ-dekadenten Jugendlichen der DDR verstärkte Bestrebungen erkennbar, im Sinne der in westlichen kapitalistischen Staaten existierenden "Punk"-Bewegung in der Öffentlichkeit aufzutreten. (Angehörige der "Punk"-Bewegung in den kapitalistischen Staaten bezeichnen sich als so genannte Aussteiger aus der Gesellschaft und versuchen, durch ihr äußeres Erscheinungsbild und asoziale Lebensweise öffentlich ihre Oppositionshaltung gegenüber dem Gesellschaftssystem zum Ausdruck zu bringen.)

Zu ihrer Nachahmung werden Jugendliche in der DDR insbesondere inspiriert durch die intensive Propagierung so genannter alternativer und dekadenter Lebensformen und auffassungen seitens der elektronischen Medien der BRD und Westberlins und teilweise durch direkte gezielte Beeinflussung von Personen aus nichtsozialistischen Staaten im Rahmen ihrer Kontakttätigkeit.

Es liegen Erkenntnisse darüber vor, dass in der BRD bzw. in Westberlin ansässige "Punks" zunehmend bestrebt sind, persönliche Kontakte zu Gleichgesinnten in der DDR herzustellen und auszubauen. Derartige Zusammenkünfte, die nach außen hin häufig den Anschein von Zufallsbekanntschaften haben, finden insbesondere in solchen Treffpunkten wie gastronomischen Einrichtungen, Parks, Privat- und Abrissgrundstücken statt. Dabei werden Adressen und Telefonnummern ausgetauscht sowie aus der BRD stammendes Bildmaterial und so genannte Punkerutensilien übergeben.

Internen Hinweisen zufolge wurden durch BRD bzw. Westberliner Journalisten Personen in die DDR entsandt, um Kontakte zu "Punks" herzustellen. Durch seitens dieser Personen vorgetäuschtes Interesse für die "Punk"-Szene in der DDR wurde die Absicht verfolgt, Tonbandinterviews von und Bilddokumentationen über "Punks" in der DDR zu erhalten. Derartiges Material wurde für Veröffentlichungen in westlichen Publikationsorganen, darunter in den BRD Zeitschriften "Der Spiegel", "konkret" und "Tip" genutzt sowie in Sendungen westlicher elektronischer Medien ausgewertet. Grundtenor der darin enthaltenen Aussagen war der Versuch, den "Nachweis" über die Existenz oppositioneller Jugendlicher in der DDR zu erbringen und eine angebliche Konfliktsituation zwischen dem Staat und der Jugend in der DDR zu konstruieren. Ein derartiges Vorgehen ordnet sich ein in die seit geraumer Zeit zunehmende tendenziöse Berichterstattung westlicher Massenmedien über die Jugend der DDR und ihre Haltung zur sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung.

Des weiteren liegen Hinweise vor, dass einzelne "Punks" Kontakt zu einigen in der DDR akkreditierten westlichen diplomatischen Vertretungen unterhalten, darunter zur Ständigen Vertretung der BRD und zur Botschaft der USA und in Einzelfällen auch an Veranstaltungen dieser diplomatischen Einrichtungen teilnehmen.

Das auf Öffentlichkeitswirksamkeit abzielende Äußere der "Punks" ist vor allem gekennzeichnet durch Züge der Entartung und der Asozialität. Besonderheiten zeigen sich in der Frisur (so genannter Irokesen- und Bürstenschnitt) und in der Haarfärbung (grelle Farben mehrfarbig) sowie im Tragen von verschlissener sowie ungepflegter Kleidung. Ferner werden von "Punks" unterschiedlichste Gegenstände wie Sicherheitsnadeln, Rasierklingen, Metallringe, Hundehalsbänder, Ketten, an der Kleidung befestigt getragen. Darüber hinaus wurde das Tragen von unterschiedlichsten Symbolen und Erkennungszeichen, teilweise westlicher Herkunft sowie in Einzelfällen von Ehrenzeichen und Medaillen der faschistischen Wehrmacht festgestellt. Dabei ist zu beachten, dass ein Teil der "Punks" in ihren Arbeits- oder Ausbildungsstätten ein normales Äußeres zeigen, um in diesen Bereichen nicht aufzufallen und nicht in Auseinandersetzungen verwickelt zu werden. Diese "Punks" verändern für den Freizeitbereich ihr Äußeres und ihre Verhaltensweise entsprechend den zuvor beschriebenen Merkmalen.

Nach dem MfS vorliegenden Hinweisen wurden bisher ca. 900 vorwiegend jugendliche Personen in der DDR als Anhänger der westlichen "Punk" Bewegung festgestellt.

Den territorialen Schwerpunkt bildet die Hauptstadt der DDR, Berlin, mit ca. 400 derartigen Personen...................

hier kann man weiterlesen------>http://www.ddr89.de/ddr89/mfs/mfs28.html


Bei der VP kursierten in den achtziger Jahren Broschüren über "dekadente Jugendgruppen" in der DDR. Darin wurde ausführlich beschrieben, an welchen äußeren Merkmalen man diese Gruppen erkennt und unterscheidet. Intern wurde schon damals bezweifelt, dass " immer der Westen dahintersteckt", wenn sich solche "Randgruppen" formierten. Ich kann mich auch noch an einen DDR-Dokumentarfilm über diese Jugendgruppen erinnern. Ich glaube der Film hieß " Unsere Kinder". In diesem Film wurde sich äußerst fair und verständnisvoll mit den Motiven dieser Jugendlichen auseinandergesetzt.

Gruß Uwe


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#109

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:43
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #104
Zitat von Lutze im Beitrag #100
gab es nicht sogar Verhaftungen,
wegen solche Stammtischgespräche?,
Steinbach in Thüringen fällt mir dazu ein
Lutze


Lutze, was war genau war denn in oder mit "Steinbach in Thüringen"? In den achtziger Jahren wurde unter Garantie niemand mehr wegen "Stammtischgesprächen" festgenommen. Es sei denn, dass an dem besagten Stammtisch öffentlich dazu aufgerufen wurde, Honecker zu lynchen. Möglich ist, dass bestimmte Stammtischgespräche und deren Teilnehmer, durchaus das Interesse des MfS erweckt haben könnten. Falls diese Gespräche " ins falsche Ohr" gerieten. So etwas lief aber in aller Regel, schon im Interesse des "Quellenschutzes", reichlich diskret ab. Oftmals erfuhren die Betroffenen erst Jahre später, nach Einsicht in die Akten davon, dass seitens des MfS gegen ihre Person ermittelt wurde.

Gruß Uwe

der Ulbricht hatte dort Urlaub gemacht,
da hatte man Stammtischgäste zu langjährigen
Haftstrafen verurteilt,google mal dazu
Lutze


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#110

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:54
von Alfred | 6.841 Beiträge

Lutze,

können wir mal beim Thema bleiben.

Ulbricht und Co hattest Du doch erst vor rund 6 Wochen eröffnet. Schreib doch dort zum Thema.

Ich gebe DIR den Link: Steinbach in Thüringen


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#111

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 15:56
von ABV | 4.202 Beiträge

Du meinst sicher diesen Fall hier: http://www.swr.de/swr2/programm/sendunge...815522/106p0hp/

Da wurde aber niemand wegen eines bloßen, SED-kritischen Stammtischgespräches festgenommen. In den Wäldern rund um Steinbach wurden Waffendepots aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Einige Bewohner hatten sich Zuhause mit Waffen aus diesen Depots eingedeckt.
Also alles andere als harmloses "Stammtischgequatsche". Sondern eine auch nach heutigen Maßstäben strafbare Handlung!
Trotzdem steht das weitere Vorgehen von Justiz und Sicherheitsorganen, in keinem Verhältnis dazu! Hier wurde ein politisches Exempel statuiert. So etwas nennt man heute Rechtsbeugung und Verfolgung Unschuldiger.

Gruß Uwe


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#112

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 16:18
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #111
Du meinst sicher diesen Fall hier: http://www.swr.de/swr2/programm/sendunge...815522/106p0hp/

Da wurde aber niemand wegen eines bloßen, SED-kritischen Stammtischgespräches festgenommen. In den Wäldern rund um Steinbach wurden Waffendepots aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Einige Bewohner hatten sich Zuhause mit Waffen aus diesen Depots eingedeckt.
Also alles andere als harmloses "Stammtischgequatsche". Sondern eine auch nach heutigen Maßstäben strafbare Handlung!
Trotzdem steht das weitere Vorgehen von Justiz und Sicherheitsorganen, in keinem Verhältnis dazu! Hier wurde ein politisches Exempel statuiert. So etwas nennt man heute Rechtsbeugung und Verfolgung Unschuldiger.

Gruß Uwe


eine TV-Doku gab es auch dazu,
find sie leider nicht,
sie war sehr interessant,
kam auf MDR oder RBB
Lutze


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#113

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 16:18
von Moskwitschka (gelöscht)
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@Lutze

Warst Du punk in der DDR?

@ABV

Wenn ich mich recht erinnere ist die Doku "Unsere Kinder" zwar über einen längeren Zeitraum entstanden (1985 - 1989), aber erst in der unmittelbaren Vorwendezeit endgültig von der DEFA ? realisiert realisiert worden, als der "Dampfkessel" schon am Pfeifen war.

Im übrigen gab es nicht wenige punks, die sich der Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen" angeschlossen haben. Ein nicht unwesentlicher Aspekt bei der Politisierung der punks und einem zusätzlichen Grund für die Beobachtung durch das MfS. Und das war weit vor 1985.

LG von der grenzgaengerin


ABV hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.10.2013 16:26 | nach oben springen

#114

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 16:21
von elster427 | 789 Beiträge

1981 - 1989 MfS BV Potsdam Abt, VI PKE Drewitz
1990 GT GR 44
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#115

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 16:33
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #113
@Lutze

Warst Du punk in der DDR?

@ABV

Wenn ich mich rechte erinnere ist die Doku "Unsere Kinder" zwar über einen längeren Zeitraum entstanden (1985 - 1989), aber erst in der unmittelbaren Vorwendezeit endgültig von der DEFA ? realisiert realisiert worden, als der "Dampfkessel" schon am Pfeifen war.

Im übrigen gab es nicht wenige punks, die sich der Friedensbewegung "Schwerter zu Pflugscharen" angeschlossen haben. Ein nicht unwesentlicher Aspekt bei der Politisierung der punks und einem zusätzlichen Grund für die Beobachtung durch das MfS. Und das war weit vor 1985.

LG von der grenzgaengerin

nein @Grenzgaengerin,ich war kein Punk,
ich wollte die Beweggründe dieser Menschen erfahren,
das war doch Neuland in der DDR,
da stellt man doch Fragen,was diese Punks wollten,
ihre Lederjacken mit keine Zukunft auf dem Rücken,
unterhalten konnte man sich mit den Punks sehr gut
Lutze


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#116

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 16:46
von ABV | 4.202 Beiträge

No Future = Keine Zukunft, diese Aussage allein kratzt ja schon am Ego der Oberen in der DDR. Wo doch jedem Jugendlichen angeblich eine "glückliche Zukunft" bevorstand!
Der Umgang mit den " dekadenten Jugendlichen" ist exemplarisch für den allgemeinen Umgang mit auftretenden Problemen in der DDR. Was oder wer nicht ins offizielle Leitbild passte, wurde verteufelt bzw kriminalisiert. Hinter jedem offenen Widerspruch, hinter jedem noch so kleinen Widerstand, stand immer der "Westen". Der die Betreffenden entsprechend "fernsteuert".
Ein Beispiel: als rechtsradikale Skinheads Ende der achtziger Jahre die ZIONS-Kirche in Berlin überfielen, wurde sofort offiziell verkündet, dass aus Westberlin angereiste Skinheads die geistigen Urheber des Überfalls waren. Außerdem hätten sich die Skins beim Anschauen des Films " Steiner das Eiserne Kreuz", auf SAT 1, die notwendige Inspiration geholt.

Gruß Uwe


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#117

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 17:00
von Gelöschtes Mitglied
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@ABV - da Du ja Angehöriger der ehemaligen Volkspolizei der DDR gewesen bist, dürften Dir ja die Skinheads-Informationen bekannt gewesen sein. Ich gehe hier nicht weiter auf das betreffende Informationsmaterial ein.

Hier eine andere Informationsquelle, die die Entwicklung der Skinhead-Szene in der ehemaligen DDR recht gut beschreibt.
http://www.bredel.homepage.t-online.de/B.../kapitel_3.html



Vierkrug


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zuletzt bearbeitet 06.10.2013 17:01 | nach oben springen

#118

RE: das MfS,und ihre Informationen

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 17:14
von ABV | 4.202 Beiträge

Bei uns auf dem flachen Land, gab es kein Skinheadproblem. Erst nach der Wiedervereinigung bildeten sich, vor allem im südlichen Oderbruch, einzelne Skinheadgruppen. Mit Erstaunen hatte ich jedoch Ende 1988 von einem von der Berufsfeuerwehr Frankfurt (Oder) ins VPKA Seelow versetzten Kollegen erfahren, dass es in der Bezirksstadt des Öfteren zu Auseinandersetzungen zwischen Skinheads und VP gekommen war. Da die Kräfte der VP regelmäßig nicht ausreichten, kamen dabei hin und wieder auch mit Schlagstöcken bewaffnete Berufsfeuerwehrleute zum Einsatz.
Uns Schutzpolizisten wurden Informationen zu Skins, Punkern etc, nur am Rande, in Auszügen mitgeteilt.

Gruß Uwe


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#119

Frage zum Berufsleben im MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 18:47
von StabsfeldKoenig | 2.638 Beiträge

Verbrachte ein Mitarbeiter sein Berufsleben überwiegend in der selben Abteilung, wurde er eher zwischen Abteilungen der eigenen HA/HV versetzt (z.B. einmal Abwehr, immer Abwehr) oder lernte er durch Versetzungen verschiedene Bereiche mit unterschiedlichen Abteilungen kennen?
Wie verlief im Regelfall das Berufsleben, welche Ausnahmen gab es? Zu welchen Abteilungen wurde man strafversetzt (bzw. empfand Versetzungen als Strafe)?



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#120

RE: Frage zum Berufsleben im MfS

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 06.10.2013 19:26
von Grenzverletzerin | 1.182 Beiträge

Nun sind wir eh schon vom eigentlichen Thema etwas weg aber vielleicht interessiert es ja den Ein oder Anderen, da ich in der Szene – der Negativ-Dekadenten – heimisch war.

Meine Jugend verbrachte ich in einer kleinen thüringischen Stadt mit einem Jugendclub (im Wohngebiet) und einer Disco - mit annehmbarer Musik. Ich schloss mich dann der Subkultur der „Rocker“ an. Äußeres Erscheinungsbild: Lederklamotten, Kutte mit Kritzeleien drauf – meist Bandnamen - und Nieten...Nieten...Nieten. Wir fuhren MZ, AWO oder Jawa. Was uns verband war die Musik, Motorrad fahren, nach der Disco Party machen und durch unser Outfit zu demonstrieren...Wir sind anders und gegen das bestehende System...nicht mehr und nicht weniger!!
Unser Ursprung war also eher pseudopolitisch, eine ganz normale Jugendkultur...denn jede Jugendkultur, ob in Ost oder West, ist die Abnabelung von den Eltern und deren Ideale. Von den staatlichen Organen wurden wir relativ zufrieden gelassen. Natürlich wurden wir – gerade wenn wir zu Mehreren auftraten – öfter darum gebeten mal den Ausweis zur Personenkontrolle zu zeigen...aber irgendwie alles noch im Rahmen. Das man uns in Ruhe ließ hatte sicher auch damit zu tun, dass keiner bislang kriminell in Erscheinung getreten war. Das änderte sich schlagartig als die einzigen drei Punks des Ortes unserem „Verein“ beitraten. Jeder für sich von den Jungs war ok aber chaotisch. In der Disco wurde dann gerne mal ein Streit vom Zaun gebrochen..man hatte ja Freunde im Hintergrund und so kam es nicht selten zu größeren Schlägereien. Auf dem Nachhauseweg wurden Müllkübel umgetreten und Ähnliches. Das fiel natürlich auf die gesamte Truppe zurück und führte zu nötigen Diskussionen – mit Rowdytum wollten einige von uns nichts zu tun haben.
Als dann an unserer NVA – Mauer morgens die Sprüche standen: „Wir wollen Frieden aber keinen Sozialismus“ und „Scheiße, dass Beton nicht brennt!, mussten die meisten von den Jungs bei der Firma zum Verhör antreten. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde der/die Schuldige/n nicht gefunden.

Als die Punkszene in der DDR boomte, zog es unsere Punks nach Suhl zu Gleichgesinnten. Dort gab es Konzerte unter dem Schutz der Kirche. So sah man sich nur noch ab und an im Stadtbild.

Auch wir sind erwachsen geworden, Vier von uns sind in die Bundesrepublik geflüchtet...unabhängig von einander und ohne jemanden vorher einzuweihen. Nicht wegen des fehlenden Vertrauens, sondern um niemanden zu belasten...und das war gut so!!

Wir sind immer davon ausgegangen, dass wir einen IM in unseren Reihen haben...was wurde da diskutiert und auch verdächtigt...nach der Wende wurde das bestätigt...aber der Typ war harmlos und seine Infos nicht weittragend, auch gehörte er nicht zum „Inner circle“ ...allerdings auf ihn ist keiner gekommen.


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.

Lutze und Feliks D. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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