#101

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 20:28
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #99
Zitat von Rainman2 im Beitrag #97
Soviel zunächst mein persönliches e2-e4 in dieser Sache.

Erstensma biste garnicht dranne, Du als ehemalger Polit haste gefälligst mit SCHWARZ zu spielen und wenn jemand mit dem edlen und reinen Weiß eröffnet, dann doch wohl kannste ja wie der Huf gerade mal b2b4 machen. Ich verrate itzo ma nicht, wie diese Eröffnung unter Schachmatikern auch genannt wird *grins*


Orang -Utan Eröffnung.....prima.

seaman


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#102

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 20:51
von ABV | 4.202 Beiträge

Kommunismus ist ein Zustand, der bereits theoretisch nicht funktioniert. Und für den die Menschheit praktisch überhaupt nicht ausgelegt ist.
Vor 1989 hätte ich diese Frage, aus purer Überzeugung, völlig anders beantwortet. Aber heute habe ich arge Zweifel, ob das was sich die " Klassiker" ausgedacht haben, funktioniert. Eine Gesellschaft in der jeder die selben Bedürfnisse hegt, in der alle gleich sind und wirklich keiner gleicher ist, von dieser Vorstellung hatte sich selbst die SED bereits früh verabschiedet.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#103

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 21:04
von Ex-Huf (gelöscht)
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Die hier zur Diskussion stehende Gesellschaftsordnung würde nach meiner Erfahrung im Leben und hier nur funktionieren mit Menschen, die ich kenne, oder glaube, kennen zu würden.
Hier: Exgakl, Altmark, Allmi, ABV, Bendix, Gert,Rainman2, Lutze, Pit59, FeliksD. und so manche... und auch ein paar schicke Frauen ( Ungenannte User bitte nicht protestieren!)

Mit Sicherheit unabhängig ihres Besitzes an PM, was jene Lehre jedoch zuallererst fordert.
VG Ex-Huf


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#104

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 21:05
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Irgendwie habe ich den Eindruck, daß sich vorrangig an dem Begriff "Kommunismus" die Geister scheiden. Lassen wir mal diesen Begriff ganz weg und fragen uns selbst, wie wir uns die beste aller Gesellschaftsformen vorstellen. Der Mensch ist von Grund auf erst mal gut und friedfertig. Er weiß oder hat zumindest ein Gespühr dafür, was gerecht ist und was nicht. Er liebt Geselligkeit. Er möchte mit seinen Nachbarn gut auskommen und keinen Streit. Er sucht eine gewisse Sicherheit für sich und seine Angehörigen. Er möchte anerkannt sein, eine seiner Ansicht nach sinnvolle Tätigkeit ausüben und damit das Gefühl haben, daß er gebraucht wird und seine Arbeit einen Nutzen hat. Er möchte seine Nachkommen in einer sicheren Zukunft wissen. Er möchte auch mal sozus. "der King" sein und wissen, daß dieses auf eigener Leistung beruht, er braucht also auch Erfolgserlebnisse. Wie fühlt sich z.B. ein Sportler, dem bewust ist, den ersten Platz nicht seiner Leistung, sondern dem Pech seines ansonsten ihm Überlegenen zu verdanken ? Kann der den - unverdienten - Sieg nach innen für sich richtig genießen ?
Ich glaube, wenn wir diese Vorstellungen, die wohl die allermeisten von uns haben (außer wenigen, die den eigenen Wohlstand durch Handlungen erreicht haben, die sie selbst im umgekehrten Fall als Ausbeutung betrachten würden), als wünschenwerte Gesellschaft betrachten, sind wir schon sehr nah dran an dem, was so als Kommunismus bezeichnet wird. Aber wie sagt Brecht in der Dreigroschenoper : "Wir wären gut, anstatt so roh. Aber die Verhältnisse, sie sind nicht so ".



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#105

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 21:08
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #91
Zitat von Eisenacher im Beitrag #90
Die Bürger der sowjetischen Besatzungszone hatten da wohl wenig Wahlmöglichkeiten, welches Gesellschaftsmodell sie bevorzugen. Da hat Sie keiner gefragt.



Richtig. Im Westen auch nicht.
Dann sind wir aber beim Thema "Großmächteinteressen" und weg vom Thread-Thema.
rot markiert: Nicht? Es gab doch regelmäßig (echte) Wahlen, da hätte man ja (im Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung) seine Stimme für die entsprechende Parteien abgeben können, oder?
Oder geht's schon drum, dass man kein demokratisches System und/oder kein freiheitliches System wollte und die Besatzungsmächte bzw. das Grundgesetz das vorschrieben?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#106

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 21:20
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #96
Olle Marx zählt zu den bedeutendsten aller Philosophen der Menschheitsgeschichte. Ob seine Theorien nun jemand passen oder nicht, behandelt wird er an allen Lehreinrichtungen, die sich irgendwie mit Gesellschaft befassen. Da macht selbst die Kirche mit ihren theologischen Unis keine Ausnahme.
In der DDR wurde ja auch die Ökonomie des Kapitalismus behandelt einschl. der Klassiker.

rot markiert: Ja, natürlich war er einer der bekannteren Philosophen. Was nichts dran ändert, dass nicht alles, was er von sich gegeben hat, heute noch aktuell ist. Aristoteles war auch ein großer Philosoph, trotzdem hat sich die Welt weiter gedreht.
Oder auch anders herum: Adam Smith war auch ein großer Wirtschaftstheoretiker der sehr entscheidende "Entdeckungen" gemacht hat. Trotzdem weiß man heute einiges davon besser.

Aber natürlich muss man auch die Philosophen längst vergangener Zeiten im Unterricht behandeln.

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

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#107

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 21:29
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #106
Zitat von DoreHolm im Beitrag #96
Olle Marx zählt zu den bedeutendsten aller Philosophen der Menschheitsgeschichte. Ob seine Theorien nun jemand passen oder nicht, behandelt wird er an allen Lehreinrichtungen, die sich irgendwie mit Gesellschaft befassen. Da macht selbst die Kirche mit ihren theologischen Unis keine Ausnahme.
In der DDR wurde ja auch die Ökonomie des Kapitalismus behandelt einschl. der Klassiker.

rot markiert: Ja, natürlich war er einer der bekannteren Philosophen. Was nichts dran ändert, dass nicht alles, was er von sich gegeben hat, heute noch aktuell ist. Aristoteles war auch ein großer Philosoph, trotzdem hat sich die Welt weiter gedreht.
Oder auch anders herum: Adam Smith war auch ein großer Wirtschaftstheoretiker der sehr entscheidende "Entdeckungen" gemacht hat. Trotzdem weiß man heute einiges davon besser.

Aber natürlich muss man auch die Philosophen längst vergangener Zeiten im Unterricht behandeln.

cheers matloh


Wobei ökonomische Gesetze damals wie heute gleichermaßen gelten. Die galten im Grunde genommen immer, so lange es Arbeitsteilung und einen aus der Arbeit erwachsenen Mehrwert gibt. Und was Marx zum Verhalten des Kapitals (ich sage statt Kapital mal "Mensch") bei entsprechender Gewinnerwartung sagte, gilt ebenfalls nach wie vor und da sich die genetisch geprägten charakterlichen Verhaltensweisen auch in tausend Jahren noch nicht geändert haben werden, wird diese Aussage von Marx auch dann noch seine Gültigkeit haben, egal wie die Besitz- und Produktionsverhältnisse aussehen.



zuletzt bearbeitet 04.10.2013 21:29 | nach oben springen

#108

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 23:04
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Barbara im Beitrag #89
Zitat von Harra318 im Beitrag #61
Zitat von Barbara im Beitrag #50


Er wurde ja nicht an der DDR ausprobiert sondern ist ihre Gründungsphilosophie.




Wenn ich als Außenstehender die DDR nur aus Literatur kenne, kann ich mir nur das Gute raus lesen. Wenn ich aber dort viele Jahre leben musste, habe ich auch den real existierenden Sozialismus mitmachen müssen.Daher ist auch ein verständlich machen an Dritte, sehr schwierig. Denn in dieser Gemeinschaft des Zusammenlebens im Sozialismus gab es auch unterschiedliche Schichten. Die Nutznießer und das kleine Arbeitervolk.



Ich glaube, du hast mich vielleicht missverstanden. Meine Bemerkung oben war keine Wertung der DDR bzgl. "gut oder schlecht", das würde mir in der Tat nicht zustehen.
Hapedi hatte geschrieben, der Kommunismus wurde an der DDR "ausprobiert". Das hört sich so an, als habe es eine DDR "davor" gegeben, oder sogar eine Alternative. Nein, das sozialistische System bzw. die kommunistische Vision waren das gesellschaftliche Staats-Gründungsmodell und -Motiv 1949 der DDR. (natürlich vor dem Hintergrund der handfesten Macht-Interessen der UDSSR)

Und um das hinzuzufügen: ich glaube, dass die Gründergeneration der DDR das wirklich gewollt hat. Darüber kann man sicher streiten,
ich denke aber, dass 1949 keiner dastand und sagte: wir experimentieren jetzt mal ein bisschen, sondern dass tatsächliche Überzeugungen dahinter standen, von Leuten, die z.T. vorher einiges in Kauf genommen hatten, s. NS-Zeit.

Ist die kommunistische Idee durch den real existierenden Sozialismus vollkommen diskreditiert worden? Ich glaube, nein. Ich respektiere allerdings jede andere Meinung, vor allem derer, die ihn real erlebt haben. Aber auch diese haben sehr unterschiedliche Meinungen dazu z.B. hier im Forum...

Siehe rot markiert:
Da kommt von mir ein klares Ja!!!
Deinen Glauben kann und will ich dir aber nicht nehmen.....


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#109

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 23:16
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #108
Zitat von Barbara im Beitrag #89
Zitat von Harra318 im Beitrag #61
Zitat von Barbara im Beitrag #50


Er wurde ja nicht an der DDR ausprobiert sondern ist ihre Gründungsphilosophie.




Wenn ich als Außenstehender die DDR nur aus Literatur kenne, kann ich mir nur das Gute raus lesen. Wenn ich aber dort viele Jahre leben musste, habe ich auch den real existierenden Sozialismus mitmachen müssen.Daher ist auch ein verständlich machen an Dritte, sehr schwierig. Denn in dieser Gemeinschaft des Zusammenlebens im Sozialismus gab es auch unterschiedliche Schichten. Die Nutznießer und das kleine Arbeitervolk.



Ich glaube, du hast mich vielleicht missverstanden. Meine Bemerkung oben war keine Wertung der DDR bzgl. "gut oder schlecht", das würde mir in der Tat nicht zustehen.
Hapedi hatte geschrieben, der Kommunismus wurde an der DDR "ausprobiert". Das hört sich so an, als habe es eine DDR "davor" gegeben, oder sogar eine Alternative. Nein, das sozialistische System bzw. die kommunistische Vision waren das gesellschaftliche Staats-Gründungsmodell und -Motiv 1949 der DDR. (natürlich vor dem Hintergrund der handfesten Macht-Interessen der UDSSR)

Und um das hinzuzufügen: ich glaube, dass die Gründergeneration der DDR das wirklich gewollt hat. Darüber kann man sicher streiten,
ich denke aber, dass 1949 keiner dastand und sagte: wir experimentieren jetzt mal ein bisschen, sondern dass tatsächliche Überzeugungen dahinter standen, von Leuten, die z.T. vorher einiges in Kauf genommen hatten, s. NS-Zeit.

Ist die kommunistische Idee durch den real existierenden Sozialismus vollkommen diskreditiert worden? Ich glaube, nein. Ich respektiere allerdings jede andere Meinung, vor allem derer, die ihn real erlebt haben. Aber auch diese haben sehr unterschiedliche Meinungen dazu z.B. hier im Forum...

Siehe rot markiert:
Da kommt von mir ein klares Ja!!!
Deinen Glauben kann und will ich dir aber nicht nehmen.....




Siehst Du eben so persönlich. Wenn dem so wäre, gäbe es nicht weltweit linke Bewegungen, nicht nur von ein paar Utopisten. Dann würde die Linke hier nicht in bestimmten Regionen zweitstärkste oder lokal stärkste Partei sein, dann bräuchten die Konservativen und rechten Sozis nicht so eine Menge Aufwand mit der Verteufelung linker Bewegungen und Ideen betreiben. Die Idee, die Du als kommunistisch ansiehst, wird es immer geben, so lange die Schere zwischen Arm und Reich dermaßen auseinanderklafft wie derzeit, auch wenn sich bestimmte Kräfte noch so sehr bemühen, den Sinn und die Ziele dieser Idee anhand vergangenen Versagens zu diskreditieren.



Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#110

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 23:23
von Moskwitschka (gelöscht)
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Dore, ich will Dir ja nicht die Hoffnung nehmen. Aber die meisten treibt nicht der Kommunismus an, sondern der Humanismus - auf deutsch: Menschlichkeit. Und an der fehlt es auch manchen geläutertem Kommunisten.

Erspar mir bitte Beispiele aus diesem Forum zu bringen.

LG von der grenzgaengerin


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#111

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 04.10.2013 23:37
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Wenn eine Gesellschaftsform es nicht packt,die Masse des Volkes auf ihren Weg mitzunehmen. Dann muss sie abtreten,so geschehen bei den Kommunisten auf den Weg zum Sozialismus. Und wenn die Demokratie das nicht packt,weil die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander klappt. Dann werden wohl die Demokraten ebenfalls die Koffer packen müssen. Was dann kommt,steht nicht mal in den Sternen geschrieben,aber Veränderungen wird es immer geben.


Küchenbulle 79 und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#112

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 00:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #109
Zitat von ek40 im Beitrag #108
Zitat von Barbara im Beitrag #89
Zitat von Harra318 im Beitrag #61
Zitat von Barbara im Beitrag #50


Er wurde ja nicht an der DDR ausprobiert sondern ist ihre Gründungsphilosophie.




Wenn ich als Außenstehender die DDR nur aus Literatur kenne, kann ich mir nur das Gute raus lesen. Wenn ich aber dort viele Jahre leben musste, habe ich auch den real existierenden Sozialismus mitmachen müssen.Daher ist auch ein verständlich machen an Dritte, sehr schwierig. Denn in dieser Gemeinschaft des Zusammenlebens im Sozialismus gab es auch unterschiedliche Schichten. Die Nutznießer und das kleine Arbeitervolk.



Ich glaube, du hast mich vielleicht missverstanden. Meine Bemerkung oben war keine Wertung der DDR bzgl. "gut oder schlecht", das würde mir in der Tat nicht zustehen.
Hapedi hatte geschrieben, der Kommunismus wurde an der DDR "ausprobiert". Das hört sich so an, als habe es eine DDR "davor" gegeben, oder sogar eine Alternative. Nein, das sozialistische System bzw. die kommunistische Vision waren das gesellschaftliche Staats-Gründungsmodell und -Motiv 1949 der DDR. (natürlich vor dem Hintergrund der handfesten Macht-Interessen der UDSSR)

Und um das hinzuzufügen: ich glaube, dass die Gründergeneration der DDR das wirklich gewollt hat. Darüber kann man sicher streiten,
ich denke aber, dass 1949 keiner dastand und sagte: wir experimentieren jetzt mal ein bisschen, sondern dass tatsächliche Überzeugungen dahinter standen, von Leuten, die z.T. vorher einiges in Kauf genommen hatten, s. NS-Zeit.

Ist die kommunistische Idee durch den real existierenden Sozialismus vollkommen diskreditiert worden? Ich glaube, nein. Ich respektiere allerdings jede andere Meinung, vor allem derer, die ihn real erlebt haben. Aber auch diese haben sehr unterschiedliche Meinungen dazu z.B. hier im Forum...

Siehe rot markiert:
Da kommt von mir ein klares Ja!!!
Deinen Glauben kann und will ich dir aber nicht nehmen.....




Siehst Du eben so persönlich. Wenn dem so wäre, gäbe es nicht weltweit linke Bewegungen, nicht nur von ein paar Utopisten. Dann würde die Linke hier nicht in bestimmten Regionen zweitstärkste oder lokal stärkste Partei sein, dann bräuchten die Konservativen und rechten Sozis nicht so eine Menge Aufwand mit der Verteufelung linker Bewegungen und Ideen betreiben. Die Idee, die Du als kommunistisch ansiehst, wird es immer geben, so lange die Schere zwischen Arm und Reich dermaßen auseinanderklafft wie derzeit, auch wenn sich bestimmte Kräfte noch so sehr bemühen, den Sinn und die Ziele dieser Idee anhand vergangenen Versagens zu diskreditieren.
Selbstverständlich ist das meine persönliche Meinung.
Eine gut gemeinte Sache wurde von den Kommunisten gründlich versiebt......
Und das hat sich in den Köpfen der ehem. "Arbeiter&Bauern" festgesetzt,diese Generation und weitere, wird diesen Mist nicht so schnell vergessen,nicht nur in der ehem.DDR,sondern überall auf der Welt,wo Menschen diesem Moloch ausgesetzt waren,werden sie diese "Deformierungen" lange in Erinnerung behalten.
Ich habe in diesem "Experiment" immerhin 27 Jahre gelebt,leider viel zu lange.
Die weltweite linke Bewegung setzt(e) sich sicherlich auch aus Sympathiesanten und Mitgliedern zusammen,welche niemals in einer "Diktatur des Proletariats" lebten,oder leben mussten.
Die können Bambule machen............aber wehe in einem System,wie der Ex-DDR....
Sie genossen oder geniessen die Freiheit,ihre linken Ziele kundzutun und können das,ja warum wohl,weil sie in einer Demokratie leb(t)en.
Wenn ich da z.B. an die 68 Generation (und ehem.Prominente Aktivisten) in der damaligen Bundesrepublik denke....und was aus manchen geworden ist,na ja.........schon wieder eine andere Baustelle.

Es stimmt,mancherorts sind die Linken in Ostdeutschland stark.
Aber auch du solltest wissen,dass viele Leute aus "Protest" Links gewählt haben,weil sie aus irgendwelchen Gründen unzufrieden sind.
Schön das sie heutzutage (aus)wählen können.
Ich kenne Einige, die ihre Zweitstimme der Linken gaben,weil sie Gysi und Wagenknecht "gut finden",aber die Kommunisten wollen sie nicht......
Das tut weh und sagt alles.....


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#113

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 02:39
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Marx war noch relativ human in der angedachten Umsetzung der Diktatur des Proletariats, er hat es wenigstens galant verbrämt, die reale Umsetzung dieser bedingt immer ein Waten in Blut, Lenin lässt grüßen.
Ist eine Gesellschaftsordnung die dieses vor dem Erreichen des Guten voraussetzt akzeptabel?
Für mich klar nein.


zuletzt bearbeitet 05.10.2013 02:42 | nach oben springen

#114

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 09:54
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #110
Dore, ich will Dir ja nicht die Hoffnung nehmen. Aber die meisten treibt nicht der Kommunismus an, sondern der Humanismus - auf deutsch: Menschlichkeit. Und an der fehlt es auch manchen geläutertem Kommunisten.

Erspar mir bitte Beispiele aus diesem Forum zu bringen.

LG von der grenzgaengerin


Klar spare ich Dir hier, Beispiele aufzuzählen. Menschen, die sich als Kommunisten bezeichnen, sich aber absolut nicht so verhalten, gibt es zuhauf.
Bei dem ganzen Thema hier geht es aber, so habe ich es als Eingang verstanden, um den philosophischen Begriff des Kommunismus. Ich schrieb es schon mal weiter oben: Ersetze den Begriff Kommunismus mit der Bezeichnung irgendeiner der großen Weltregionen, und Du hättest die gleichen Argumente. Und was meine Ansicht betrifft, beinhaltet ein Kommunismus ebenso den Humanismus (kommt ja von "Mensch", dieser Begriff), sonst wäre es für mich alles Andere, aber kein Kommunismus. Aber wie schon mehrfach hier geschrieben. Das ist ein abstraktes philosophisches Thema, weil es diese Gesellschaft, wie darunter zu verstehen wäre, mit den Menschen und ihren Wesenszügen der letzten hunderttausend Jahre nicht geben wird. Da müßten schon etwas kleinere brötchen Gebacken werden, um eine solche Gesellschaft als realistisch für eine ferne Zukunft erschienen zu lassen und nicht diese unrealistischen Idealvorstellungen. Widersprüche wird es immer geben, nur sie sollten lösbar sein, wie heute auch.



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#115

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 10:08
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Rüganer im Beitrag #93
Zitat von Barbara im Beitrag #89


Ist die kommunistische Idee durch den real existierenden Sozialismus vollkommen diskreditiert worden? Ich glaube, nein. Ich respektiere allerdings jede andere Meinung, vor allem derer, die ihn real erlebt haben. Aber auch diese haben sehr unterschiedliche Meinungen dazu z.B. hier im Forum...
.





Wenn der Kommunismus die Gesellschaftsform ist, in der die Menschen zufrieden leben, in der sie Erfüllung finden, wo ihre Leistungen anerkannt werden und wo sie sich wohlfühlen – wenn dies alles so wäre, dann muss man die Menschen ändern.
Und der Mensch wird sich nicht ändern, er wird immer nach persönlichem Wohlstand streben – sozusagen der Motor seines Handelns.
Wenn jemand studiert, sich Spezialwissen aneignet und auch in die Gesellschaft dann wieder einbringt, dann wird er dies auch oder gerade wegen seines Vorteiles tun und nicht, wenn er mit dem, der die Kühe melkt, auf gleicher Stufe gestellt wird, ohne hier nun Melkern zu nahe treten zu wollen. Dies wird meines Erachtens nach auch so bleiben. Somit müsste sich die Menschheit wirklich ändern und die ist eine Utopie. Selbst der Teil der Menschheit, der unter dem Einfluss der Sowjetunion gestanden hat, hat sich nicht verändert, selbst in diesem Mutterland m ö g l i c h e r
Kommunisten waren alle Menschen gleich und viele gleicher. Wo sind sie heute, die russischen Kommunisten? Was hat die Zeit von 1917 – zum Zerfall der Sowjetunion in den Köpfen der Menschen hinsichtlich des Kommunismus bewirkt?
Ich glaube auch nicht daran, dass die Menschen nach 1945 nun versucht haben, eine Gesellschaftsordnung aufzubauen, die ihren Idealen entsprechen sollte. Vielmehr war in der Sowjetischen Einflusszone doch von vornherein klar, was da aufgebaut werden sollte und wer da was zu sagen hat. Und dass dies kein Kommunismus sein konnte, muss doch auch heute im Rückblick klar sein. Woran soll man sonst eine Gesellschaftsordnung messen, wenn nicht an dem, was sie real schafft? Und die in der DDR aufgebaute Ordnung hat es nicht geschafft, bei der Gesamtheit der Bevölkerung Begeisterung, Anerkennung und aktive Teilnahme zu bewirken. Nicht umsonst sind so viele abgehauen, solange die Grenzen offen waren. Überzeugte Bürger handeln anders....
Man kann sich hier philosophisch noch so beweihräuchern, kann Intelligenz vortäuschen und theoretische Abhandlungen noch und nöcher schreiben – letztendlich alles geistige Onanie. Es ging in die Hose, in der DDR, in der Sowjetunion und im gesamten sozialistischen Lager. Von den Machenschaften solcher Steinzeitkommunisten, wie den Roten Khmer sollen wir ja nichts schreiben, auch Mao und die Kulturrevolution – keine Fehlerdiskussion wurde vorgegeben...
Kennen wir doch irgendwoher, oder?
Nein, Sozialismus und Kommunismus taugen nicht für eine hochentwickelte Gesellschaft, taugen nicht, um Menschen zu Leistungen anzuspornen und eine Entwicklung voranzutreiben. Gleichmacherei – wir haben doch gesehen, wohin dies führt.
Es ist vorbei, glücklicherweise...





Was ist eine hochentwickelte Gesellschaft?

.


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#116

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 10:10
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zitat von ek40 im Beitrag #112
Zitat von DoreHolm im Beitrag #109
Zitat von ek40 im Beitrag #108
Zitat von Barbara im Beitrag #89
Zitat von Harra318 im Beitrag #61
Zitat von Barbara im Beitrag #50


Er wurde ja nicht an der DDR ausprobiert sondern ist ihre Gründungsphilosophie.




Wenn ich als Außenstehender die DDR nur aus Literatur kenne, kann ich mir nur das Gute raus lesen. Wenn ich aber dort viele Jahre leben musste, habe ich auch den real existierenden Sozialismus mitmachen müssen.Daher ist auch ein verständlich machen an Dritte, sehr schwierig. Denn in dieser Gemeinschaft des Zusammenlebens im Sozialismus gab es auch unterschiedliche Schichten. Die Nutznießer und das kleine Arbeitervolk.



Ich glaube, du hast mich vielleicht missverstanden. Meine Bemerkung oben war keine Wertung der DDR bzgl. "gut oder schlecht", das würde mir in der Tat nicht zustehen.
Hapedi hatte geschrieben, der Kommunismus wurde an der DDR "ausprobiert". Das hört sich so an, als habe es eine DDR "davor" gegeben, oder sogar eine Alternative. Nein, das sozialistische System bzw. die kommunistische Vision waren das gesellschaftliche Staats-Gründungsmodell und -Motiv 1949 der DDR. (natürlich vor dem Hintergrund der handfesten Macht-Interessen der UDSSR)

Und um das hinzuzufügen: ich glaube, dass die Gründergeneration der DDR das wirklich gewollt hat. Darüber kann man sicher streiten,
ich denke aber, dass 1949 keiner dastand und sagte: wir experimentieren jetzt mal ein bisschen, sondern dass tatsächliche Überzeugungen dahinter standen, von Leuten, die z.T. vorher einiges in Kauf genommen hatten, s. NS-Zeit.

Ist die kommunistische Idee durch den real existierenden Sozialismus vollkommen diskreditiert worden? Ich glaube, nein. Ich respektiere allerdings jede andere Meinung, vor allem derer, die ihn real erlebt haben. Aber auch diese haben sehr unterschiedliche Meinungen dazu z.B. hier im Forum...

Siehe rot markiert:
Da kommt von mir ein klares Ja!!!
Deinen Glauben kann und will ich dir aber nicht nehmen.....




Siehst Du eben so persönlich. Wenn dem so wäre, gäbe es nicht weltweit linke Bewegungen, nicht nur von ein paar Utopisten. Dann würde die Linke hier nicht in bestimmten Regionen zweitstärkste oder lokal stärkste Partei sein, dann bräuchten die Konservativen und rechten Sozis nicht so eine Menge Aufwand mit der Verteufelung linker Bewegungen und Ideen betreiben. Die Idee, die Du als kommunistisch ansiehst, wird es immer geben, so lange die Schere zwischen Arm und Reich dermaßen auseinanderklafft wie derzeit, auch wenn sich bestimmte Kräfte noch so sehr bemühen, den Sinn und die Ziele dieser Idee anhand vergangenen Versagens zu diskreditieren.
Selbstverständlich ist das meine persönliche Meinung.
Eine gut gemeinte Sache wurde von den Kommunisten gründlich versiebt......
Und das hat sich in den Köpfen der ehem. "Arbeiter&Bauern" festgesetzt,diese Generation und weitere, wird diesen Mist nicht so schnell vergessen,nicht nur in der ehem.DDR,sondern überall auf der Welt,wo Menschen diesem Moloch ausgesetzt waren,werden sie diese "Deformierungen" lange in Erinnerung behalten.
Ich habe in diesem "Experiment" immerhin 27 Jahre gelebt,leider viel zu lange.
Die weltweite linke Bewegung setzt(e) sich sicherlich auch aus Sympathiesanten und Mitgliedern zusammen,welche niemals in einer "Diktatur des Proletariats" lebten,oder leben mussten.
Die können Bambule machen............aber wehe in einem System,wie der Ex-DDR....
Sie genossen oder geniessen die Freiheit,ihre linken Ziele kundzutun und können das,ja warum wohl,weil sie in einer Demokratie leb(t)en.
Wenn ich da z.B. an die 68 Generation (und ehem.Prominente Aktivisten) in der damaligen Bundesrepublik denke....und was aus manchen geworden ist,na ja.........schon wieder eine andere Baustelle.

Es stimmt,mancherorts sind die Linken in Ostdeutschland stark.
Aber auch du solltest wissen,dass viele Leute aus "Protest" Links gewählt haben,weil sie aus irgendwelchen Gründen unzufrieden sind.

Schön das sie heutzutage (aus)wählen können.
Ich kenne Einige, die ihre Zweitstimme der Linken gaben,weil sie Gysi und Wagenknecht "gut finden",aber die Kommunisten wollen sie nicht......
Das tut weh und sagt alles.....



Rot: Proteststimmen her oder hin. Glaube kaum, daß die Mehrheit der Stimmen von Protestwählern kommt. Dann würden die Rechten, die Braunen, ebenfalls locker über die 5% kommen. Warum dann, wenn es nur Protest ist, ausgerechnet den Roten. Wähler, die doch hautnah all das Schlechte unter SED-Diktatur erlebt haben müsten, aber die NS-Zeit bis auf die ganz Alten nie erlebten ?
Aber ich muß Dir eines sagen und ich hatte es schonmal geschrieben. Ich möchte die Linke zwar auch in regionaler oder bundesweiter Regierungsverantwortung sehen, aber bei ihren für meine Begriffe z.Zt. wenig realistischen Politikzielen nicht als absolute Mehrheit mit Kanzler. Dazu haben m.E. die Realos, die um die Gründe des Niederganges der RGW-Staaten wissen, zu wenig die Entscheidungsmehrheit. Da spielen noch zu viele Sektierer mit ihren unrealistischen Vorstellungen eine Rolle.

Grün: Hier mein Widerspruch und es war schon mal Thema. Die Wahl hatten die DDR-Bürger auch, aber sie haben sie nicht genutzt, mit ihrem Stimmzettel, aus Bequemlichkeit oder weil es ihnen zu gut ging in ihren Nieschen. Nun komm mir aber nicht mit Manipulationen der Wahlergebnisse. Die wären bei einem Wahlverhalten wie im Frühjahr 1990 nicht mehr möglich gewesen.



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#117

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 10:12
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von Ex-Huf im Beitrag #98
Kommunismus ist ein Sammelbegriff für theoretische Idiotie bürgerlicher Verfasser, denen es selbst besser ging als der aufzuwiegelnden Masse zu jener Zeit, und dafür missbrauchte, bildungslose später ignorierende und somit dem Verbrechertum nahestehende Proletarier, die gern ob ihrer eigenen Vorteile zu Vasallen moralloser kleinbürgerlicher Feiglinge wurden.

Kommunisten sind moralisch gesehen Verbrecher am Volke!

Mit besten Grüßen!

Ex-Huf



Was wäre gewesen, hätte es Marx nicht gegeben, hätte die SPD den Durchmarsch gemacht?

.


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#118

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 10:19
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von matloh im Beitrag #105
Zitat von Barbara im Beitrag #91
Zitat von Eisenacher im Beitrag #90
Die Bürger der sowjetischen Besatzungszone hatten da wohl wenig Wahlmöglichkeiten, welches Gesellschaftsmodell sie bevorzugen. Da hat Sie keiner gefragt.



Richtig. Im Westen auch nicht.
Dann sind wir aber beim Thema "Großmächteinteressen" und weg vom Thread-Thema.
rot markiert: Nicht? Es gab doch regelmäßig (echte) Wahlen, da hätte man ja (im Rahmen der freiheitlich demokratischen Grundordnung) seine Stimme für die entsprechende Parteien abgeben können, oder?
Oder geht's schon drum, dass man kein demokratisches System und/oder kein freiheitliches System wollte und die Besatzungsmächte bzw. das Grundgesetz das vorschrieben?

cheers matloh


ganz wertneutral:
die westl. Bundeländer wurden unter Besatzungsrecht von den Alleierten festgelegt, das politische Personal wurde "bestimmt", aus diesem der parlamentarische Rat gewählt, der das Grundgesetz (als vorläufig) verfasste, dann Gründungsakt der BRD.
Bis zu dem Augenblick war kein einziger Bürger befragt worden, noch hatte eine Wahl stattgefunden. Nur darum ging es oben in meiner Reaktion auf Eisenacher.
.


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#119

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 10:19
von ddr-bürger (gelöscht)
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Der Begriff Kommunismus ist schwer zu erfassen. Den Sinn des Ganzen, das ist schon irgendwie verständlich. Leider würde diese Gesellschaftsordnung (frei von Ausbeutung, mit Verteilungsprinzipien ohne Leistungsdruck, mit der Bereitschaft für die Gesellschaft aber auch Leistung zu erbringen) einen Menschen erfordern den es nicht gibt und auch in absehbarer Zeit nicht geben wird.
Der Begriff wurde auch schon zu oft mißbraucht und wirkt dadurch verzerrt. Etwas spitz gesagt, Jesus ist schon gescheitert und was seine "christlichen Jünger" so heute treiben.....
Auch Che Guevara würde sich im Grabe herum drehen, wenn er wüßte wie sein Bildnis zur Gewinnerzielung auf T-Shirts verramscht wurde. Was hat das heutige China mit Kommunismus zu tun?

Für mich ist der "Idelazustand" eines wirklichen Kommunismus kein Thema, solche Diskussionen lenken von dem real machbaren hier und heute zu weit ab. Heute muß die Gesellschaft verändert werden mit "machbaren" ansetzen.

Der Sozialismus war ein Versuch in die Richtung zu gehen, leider hat sich hier schon gezeigt das die Menschen nicht reif für eine solche Gesellschaft waren und mit den falschen Mitteln wurde versucht das zu "kaschieren".
Das bedeutet für mich nicht das der gesamte Weg falsch war, ist halt wie im "richtigen Leben" jede "Neuentwicklung" bedeutet auch "Versuch und Irrtum".

Solche Polemik wie "durch Blut waten", hat wohl wenig mit dem Thema zu tun, durch Blut sind wir Dank Imperialismus schon genug gewatet, wer zählt die Toten der Inquisition und der Kreuzzüge um den christlichen Glauben "abzuwatschen"? Zum Thema Sozialismus und Kommunismus aber immer wieder gerne genommen.....


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#120

RE: Kommunismus, was ist das eigentlich?

in Leben in der DDR 05.10.2013 10:23
von Barbara (gelöscht)
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Zitat von matloh im Beitrag #106
Zitat von DoreHolm im Beitrag #96
Olle Marx zählt zu den bedeutendsten aller Philosophen der Menschheitsgeschichte. Ob seine Theorien nun jemand passen oder nicht, behandelt wird er an allen Lehreinrichtungen, die sich irgendwie mit Gesellschaft befassen. Da macht selbst die Kirche mit ihren theologischen Unis keine Ausnahme.
In der DDR wurde ja auch die Ökonomie des Kapitalismus behandelt einschl. der Klassiker.

rot markiert: Ja, natürlich war er einer der bekannteren Philosophen. Was nichts dran ändert, dass nicht alles, was er von sich gegeben hat, heute noch aktuell ist. Aristoteles war auch ein großer Philosoph, trotzdem hat sich die Welt weiter gedreht.
Oder auch anders herum: Adam Smith war auch ein großer Wirtschaftstheoretiker der sehr entscheidende "Entdeckungen" gemacht hat. Trotzdem weiß man heute einiges davon besser.

Aber natürlich muss man auch die Philosophen längst vergangener Zeiten im Unterricht behandeln.

cheers matloh



nein: deshalb hat sich die Welt weiter gedreht.

.


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