#361

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 18:10
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #359
Zitat von Hackel39 im Beitrag #354
Zitat von Gert im Beitrag #352
[quote=Hackel39|p301932][quote=Gert|p301825]
Die SED war nicht nur "schmutzig ", damit könnte ich leben. Sie war am Ende aber eine Gang, eine kriminelle Vereinigung , die alles unternahm um Geld ins Ausland zu verschieben und zu verstecken mit Hilfe der Genossen aus der Partei. Das haben doch einige Prozesse bewiesen.



Ich hatte genau darauf hingewiesen, allen voran ASG, dieser glückseelige Goldhamster vom Tegernsee war ein echter Ganove, der eigentlich nicht in die DDR- Kultur paßte.
Schalck- Golodkowski war die Sorte, die ich hier auch schon in anderen Zusammenhängen angeprangert habe, er hat das gemacht was in dieser Betrügerökonomie längst salonfähig ist, nämlich einen Großteil seiner Arbeitszeit dafür aufzuwenden, seinen Marktwert für die Folgebiografie ohne Rücksicht auf Ethik und Vertrauen zu steigern und an einer goldenen Ausstiegsstrategie zu basteln.
Nach sozialistischen Prämissen einfach nur Pack, nach dem Prämissen der heute vorherrschenden Arbeitswelt der Führungskräfte dagegen Normalität mit nahezu flächendeckender Akzeptanz der untergeordneten Markteilnehmer (...man selbst würde es genauso machen...).
ASG war schon vor der Wende ein Wessi, bring mir mehr davon und ich werde zum Hamstergräber.


Nein , ASG hat in der Nachwendezeit keine Rolle mehr gespielt. Das waren Leute , die heute noch in der Partei die Linke eine aktive Rolle spielen zusammen mit einer Reihe in der Öffentlichkeit nicht so bekannten Genossen, die das gemacht haben. Ein Verbrechersyndikat vom feinsten.




Einen Teil seines Wissens gibt der Goldhamster ja preis http://www.youtube.com/watch?v=AMV3TpGBqJc und auch, daß er wohl Angst um sein Leben hatte, es war aber keine Panik, immerhin führte er ja die Attentatsfälle von Schäuble und Lafontaine ins Feld ("seinem Schicksal kann man sowieso nicht entkommen") aber er hat sich mit seinem Insiderwissen nicht nur das Leben gerettet sondern lebenslänglichen Wohlstand erkauft.
Ob er überhaupt wirklich reich ist, können wir hier nicht klären und wenn doch, dann ist es nur interessant wenn es verschobene SED- Millionen wären.
Zum Zwecke der Aufklärung hat er sehr wohl nach der Wende noch eine Rolle gespielt, mir kommt es aber so vor als ob er westdeutsche Partner von damals auch noch zu schützen hat.
Seine Einlassungen zu Strauß lassen sogar auf einen gewissen Respekt vor dem Gegner schließen also möge er mit seinem Judaslohn glücklich werden und wer weiß, wem überhaupt die Wahrheit um all diese Vorgänge der Zeit des Milliardenkredits nützen würde.
Wir sind aber immer noch nicht weiter mit Deinem Verbrechersyndikat, wer sind Roß und Reiter ?
Ich selbst tendiere ja auch mit meiner Mutmaßung über die Milliardärsfamilien, die in unsere Politik die Strippen ziehen zu gewagten Theorien aber dann hab ich auch immer die Namen beigefügt, da es immer auch offizielle Quellen, sei es aus Börsenzeitschriften, Newsletters und Tagesnachrichten gab.
Es gab mal einen Fall, der Deiner These etwas entgegen kommt.
In der Endzeit der Reichsbahndirektion Halle hatten sich ein paar alte SED- Kader zusammengetan, um eine Gleisbaufirma mit Hilfe der ihnen bestens vertrauten Infrastruktur zu gründen, wobei man Genossen und potentielle Mitstreiter für dieses Vorhaben, die einem solchen Ansinnen skeptisch entgegentraten ("Wir können so etwas nicht mit dem Volkseigentum machen und müssen abwarten, was die neuen Herrscher sagen"...so etwa der Tenor) erbarmungslos weggebissen und letzten Endes hat fallen lassen...die hatten dann gar nichts, nicht mal die Chance auf einen Neuanfang mit dem Rückenwind der vormaligen Parteikarriere.
Möglich, daß es solche Fälle gab, aber man kann ohne weiteres auch wieder mal in die andere Richtung argumentieren.
Haben die nicht schnell und unbürokratisch die Jobs im Lande gehalten und werden sie deshalb angefeindet, weil sie den kapitalkräftigen Westfirmen ausnahmsweise mal einen Schritt voraus waren ?
Sind wir gar so weit, daß wir den neu zu verteilenden Reichtum eher den fremden Brüdern und Schwestern aus dem Westen gönnen, als ehemaligen Mitstreitern, die es im Gegensatz zu uns selbst zu etwas gebracht hatten ?



DoreHolm hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#362

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 18:45
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #361
Zitat von Gert im Beitrag #359
Zitat von Hackel39 im Beitrag #354
Zitat von Gert im Beitrag #352
[quote=Hackel39|p301932][quote=Gert|p301825]
Die SED war nicht nur "schmutzig ", damit könnte ich leben. Sie war am Ende aber eine Gang, eine kriminelle Vereinigung , die alles unternahm um Geld ins Ausland zu verschieben und zu verstecken mit Hilfe der Genossen aus der Partei. Das haben doch einige Prozesse bewiesen.



Ich hatte genau darauf hingewiesen, allen voran ASG, dieser glückseelige Goldhamster vom Tegernsee war ein echter Ganove, der eigentlich nicht in die DDR- Kultur paßte.
Schalck- Golodkowski war die Sorte, die ich hier auch schon in anderen Zusammenhängen angeprangert habe, er hat das gemacht was in dieser Betrügerökonomie längst salonfähig ist, nämlich einen Großteil seiner Arbeitszeit dafür aufzuwenden, seinen Marktwert für die Folgebiografie ohne Rücksicht auf Ethik und Vertrauen zu steigern und an einer goldenen Ausstiegsstrategie zu basteln.
Nach sozialistischen Prämissen einfach nur Pack, nach dem Prämissen der heute vorherrschenden Arbeitswelt der Führungskräfte dagegen Normalität mit nahezu flächendeckender Akzeptanz der untergeordneten Markteilnehmer (...man selbst würde es genauso machen...).
ASG war schon vor der Wende ein Wessi, bring mir mehr davon und ich werde zum Hamstergräber.


Nein , ASG hat in der Nachwendezeit keine Rolle mehr gespielt. Das waren Leute , die heute noch in der Partei die Linke eine aktive Rolle spielen zusammen mit einer Reihe in der Öffentlichkeit nicht so bekannten Genossen, die das gemacht haben. Ein Verbrechersyndikat vom feinsten.




Einen Teil seines Wissens gibt der Goldhamster ja preis http://www.youtube.com/watch?v=AMV3TpGBqJc und auch, daß er wohl Angst um sein Leben hatte, es war aber keine Panik, immerhin führte er ja die Attentatsfälle von Schäuble und Lafontaine ins Feld ("seinem Schicksal kann man sowieso nicht entkommen") aber er hat sich mit seinem Insiderwissen nicht nur das Leben gerettet sondern lebenslänglichen Wohlstand erkauft.
Ob er überhaupt wirklich reich ist, können wir hier nicht klären und wenn doch, dann ist es nur interessant wenn es verschobene SED- Millionen wären.
Zum Zwecke der Aufklärung hat er sehr wohl nach der Wende noch eine Rolle gespielt, mir kommt es aber so vor als ob er westdeutsche Partner von damals auch noch zu schützen hat.
Seine Einlassungen zu Strauß lassen sogar auf einen gewissen Respekt vor dem Gegner schließen also möge er mit seinem Judaslohn glücklich werden und wer weiß, wem überhaupt die Wahrheit um all diese Vorgänge der Zeit des Milliardenkredits nützen würde.
Wir sind aber immer noch nicht weiter mit Deinem Verbrechersyndikat, wer sind Roß und Reiter ?
Ich selbst tendiere ja auch mit meiner Mutmaßung über die Milliardärsfamilien, die in unsere Politik die Strippen ziehen zu gewagten Theorien aber dann hab ich auch immer die Namen beigefügt, da es immer auch offizielle Quellen, sei es aus Börsenzeitschriften, Newsletters und Tagesnachrichten gab.
Es gab mal einen Fall, der Deiner These etwas entgegen kommt.
In der Endzeit der Reichsbahndirektion Halle hatten sich ein paar alte SED- Kader zusammengetan, um eine Gleisbaufirma mit Hilfe der ihnen bestens vertrauten Infrastruktur zu gründen, wobei man Genossen und potentielle Mitstreiter für dieses Vorhaben, die einem solchen Ansinnen skeptisch entgegentraten ("Wir können so etwas nicht mit dem Volkseigentum machen und müssen abwarten, was die neuen Herrscher sagen"...so etwa der Tenor) erbarmungslos weggebissen und letzten Endes hat fallen lassen...die hatten dann gar nichts, nicht mal die Chance auf einen Neuanfang mit dem Rückenwind der vormaligen Parteikarriere.
Möglich, daß es solche Fälle gab, aber man kann ohne weiteres auch wieder mal in die andere Richtung argumentieren.
Haben die nicht schnell und unbürokratisch die Jobs im Lande gehalten und werden sie deshalb angefeindet, weil sie den kapitalkräftigen Westfirmen ausnahmsweise mal einen Schritt voraus waren ?
Sind wir gar so weit, daß wir den neu zu verteilenden Reichtum eher den fremden Brüdern und Schwestern aus dem Westen gönnen, als ehemaligen Mitstreitern, die es im Gegensatz zu uns selbst zu etwas gebracht hatten ?


Verteidiger des Mannes, für die zwangsläufig alles gut sein musste in der ehemaligen DDR, führen aber ins Feld das seine Aktivitäten die DDR vor dem noch eheren Kollaps bewahrt hätten, also auch er dem ehemals real existierendem Sozialismus auf deutschem Boden halt auf seine eigene Art gedient hat.
Das ehemalige Partei-Genossen ihn im Nachhinein so attakieren halte ich für nicht ganz ehrlich, da hätten sie sich besser damals mit den Auswüchsen des "Sozialismus" auseinandersetzen sollen.
Auch dieser bestürzte Wendespruch von Parteibuchinhabern "Wie wurden wir Mißbraucht", war eher peinlich als glaubhaft.


zuletzt bearbeitet 03.11.2013 18:52 | nach oben springen

#363

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 19:51
von Hackel39 | 3.123 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #362
[quote=Hackel39|p302028][quote=Gert|p302019][quote=Hackel39|p301957][quote=Gert|p301954][quote=Hackel39|p301932][quote=Gert|p301825]


Verteidiger des Mannes, für die zwangsläufig alles gut sein musste in der ehemaligen DDR, führen aber ins Feld das seine Aktivitäten die DDR vor dem noch eheren Kollaps bewahrt hätten, also auch er dem ehemals real existierendem Sozialismus auf deutschem Boden halt auf seine eigene Art gedient hat.
Das ehemalige Partei-Genossen ihn im Nachhinein so attakieren halte ich für nicht ganz ehrlich, da hätten sie sich besser damals mit den Auswüchsen des "Sozialismus" auseinandersetzen sollen.
Auch dieser bestürzte Wendespruch von Parteibuchinhabern "Wie wurden wir Mißbraucht", war eher peinlich als glaubhaft.



Etwas ähnliches hatte ich auch bei meinem Beitrag #350 im Hinterkopf bezüglich meiner Verhältnisrechnung (Parteibeitrag- Reichtum der Bonzen) und zwar dahingehend, daß die Genossen das Geld, mit dem sich laut @ Gert die Parteiführung bereichert haben sollen, ja freiwillig bezahlt haben und es tatsächlich am vorläufigen Ende des Sozialismus in Deutschland von den Bonzen zurückfordern wollten.
Für die war das kein Spaß und für mich einer von vielen Tiefpunkten bei der Aufarbeitung der SED- Herrschaft in der DDR.



Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#364

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 20:45
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Nach dem Schatz der Templer wird bis heute noch gesucht, dann wird es schlecht mit der Aufarbeitung und der deutschen Einheit, wenn die Suche nach dem SED-Vermögen auch so lange dauert.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#365

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 20:49
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #364
Nach dem Schatz der Templer wird bis heute noch gesucht, dann wird es schlecht mit der Aufarbeitung und der deutschen Einheit, wenn die Suche nach dem SED-Vermögen auch so lange dauert.


Das ändert sich Schlagartig wenn Nicolas Cage in die Spur geschickt wird um es zu suchen......

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Feliks D., 4.Zug 4.Kompanie GAR-40, Hans und passport haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#366

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:03
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Da hier Fakten zählen, will ich mal etwas beisteuern.

In meiner Abteilung waren 1 Sekretär, 1 Sekretärin, 1 Ableilungsleiter, 1 Stellvertreter und 5 Mitarbeiter. Weitere 3 Abteilungen gab es noch in ähnlicher Struktur plus diverses Fußvolk und 1. und 2. Sekretär. Ich schätze, es waren zw. 50 und 60 Beschäftigte. Mein Monatsverdienst waren knapp 1.000 Mark, bei Höhergestellten sicher mehr, macht ca. 60.000 Mark im Monat. Wieviel KL es in der DDR gab, weiß ich nicht. Dazu noch die BL, ZK und was weiß ich noch. Was jeder an Parteibeiträgen gezahlt hat, weiß ich nicht mehr., mögen es 50 Mark im Monat gewesen sein, ich denke eher weniger.

Nun mal ran ans Rechnen.

Von den SED Beiträgen konnte die SED sicher allein nicht unterhalten werden


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#367

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:09
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von ddr-bürger im Beitrag #353
Zitat von studfri im Beitrag #310
Die "Wahrheit", wie immer die aussieht, ist hier ohnehin nicht gefragt. Wer sie sucht, ist gut beraten, die Akten zu Rate zu zitieren. Deren Wahrheit -und das amysiert mich beim Mitlesen hier immerzu- wird hier regelmässig negiert oder es wird versucht, sonst wie zu verwässern. Eine typische Reaktion.

Beispiel: Vorsprache eines Journalisten bei einem Täter von damals "Wir möchten mit Ihnen über das und das sprechen (konkrete Benennung des Sachverhaltes). Antwort: "Den Fall / den oder die Namen kenne ich nicht". Es folgen konkretere Informationen des Journalisten. Antwort: "Sie haben wohl eine Meise". Antwortgeber war OTL beim MfS in der Linie IX und ausweislich der Akten der federführende Ermittler damals.

Dann wird hier vom Bedauern des nicht erfolgenden "Zusammenwachsens" gesprochen. "Brave new world" würde ich da aus dem English Leistungskurs sagen.







blau - gab es ein rechtskräftiges Urteil gegen den Mann? Wenn nein, mit welchem recht wird hier "Täter" geschrieben?

Alles so richtig ohne Vorurteile.....






Als was würdest Du sie bezeichnen?



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#368

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:12
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Ich mische mich mal kurz ein, so lange auch kein Ermittlungsverfahren unterwegs ist, nicht mal "Verdächtiger".


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#369

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:14
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #351
Zitat von studfri im Beitrag #340
..mit der Telecaster? Da warst Du doch sofort ein subversiebles Element, dass die alten Spiesser in Wandsbeck nicht mal ansatzweise verstanden haben.


Studi, ein Fremdwort am Tag ist erlaubt, aber nur, wenn man es auch richtig schreiben kann!

http://www.duden.de/rechtschreibung/subversiv




Fazit: Das Herausstellen und/oder das Kritisieren von Rechtschreibung und/oder Orthographie geht der Argumentation in der Sache voraus? Kurzum: Mängel in Rechtschreibung oder Orthographie indizieren die Qualität des Beitrages in der Sache und/oder die Qualität bzw. die Qualifikation des Verfassers?



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#370

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:16
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #366
Da hier Fakten zählen, will ich mal etwas beisteuern.

In meiner Abteilung waren 1 Sekretär, 1 Sekretärin, 1 Ableilungsleiter, 1 Stellvertreter und 5 Mitarbeiter. Weitere 3 Abteilungen gab es noch in ähnlicher Struktur plus diverses Fußvolk und 1. und 2. Sekretär. Ich schätze, es waren zw. 50 und 60 Beschäftigte. Mein Monatsverdienst waren knapp 1.000 Mark, bei Höhergestellten sicher mehr, macht ca. 60.000 Mark im Monat. Wieviel KL es in der DDR gab, weiß ich nicht. Dazu noch die BL, ZK und was weiß ich noch. Was jeder an Parteibeiträgen gezahlt hat, weiß ich nicht mehr., mögen es 50 Mark im Monat gewesen sein, ich denke eher weniger.

Nun mal ran ans Rechnen.

Von den SED Beiträgen konnte die SED sicher allein nicht unterhalten werden


Da könntest Du recht haben...

Ohne der Hauptstadt gab es 191 Landkreise und 27 Stadtkreise - es gab aber 262 Kreisleitungen Und bei den BL und beim ZK musste noch einiges an Personal und Gehalt raufpacken.

Ich würde das Quälen von excel lassen und mal in die Tiefen des www abtauchen. Findet sich bestimmt etwas. Irgendwelche Schlaumeier haben in den letzten 24 Jahren bestimmt schon mal ne Rechnung aufgemacht.

LG von der grenzgaengerin


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#371

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:20
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

@Studi, das war ein Joke, sorry.

@Grenzgängerin, Kombinate, Bildungseinrichtungen ect. hatten ihre eigene KL, das kommt noch dazu

LG Heiko


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#372

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:20
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #368
Ich mische mich mal kurz ein, so lange auch kein Ermittlungsverfahren unterwegs ist, nicht mal "Verdächtiger".


Also "weiße Weste" in jeder Hinsicht. Ein Zeitgenosse, der sich nicht das allergeringste vorzuwerfen hat?



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#373

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:22
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von studfri im Beitrag #372
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #368
Ich mische mich mal kurz ein, so lange auch kein Ermittlungsverfahren unterwegs ist, nicht mal "Verdächtiger".


Also "weiße Weste" in jeder Hinsicht. Ein Zeitgenosse, der sich nicht das allergeringste vorzuwerfen hat?


Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#374

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:23
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi Leute......Hi Benjamin..
Der Begriff Unschultsvermutung ist doch sicher nicht neu, oder?
Und wenn das mancher auch nicht so recht glauben möchte--er gilt für alle !


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#375

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:25
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #371

@Grenzgängerin, Kombinate, Bildungseinrichtungen ect. hatten ihre eigene KL, das kommt noch dazu



So verstehe ich auch die 262 Kreisleitungen der SED. Also wenn Du rechnen willst - bei wiki kannst Du schon mal ein paar Infos einsammeln, wie z.B. die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen im ZK. http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistis...ei_Deutschlands

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 03.11.2013 21:25 | nach oben springen

#376

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:28
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #373
Zitat von studfri im Beitrag #372
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #368
Ich mische mich mal kurz ein, so lange auch kein Ermittlungsverfahren unterwegs ist, nicht mal "Verdächtiger".


Also "weiße Weste" in jeder Hinsicht. Ein Zeitgenosse, der sich nicht das allergeringste vorzuwerfen hat?


Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung.



Gut. Dann wundert mich allerdings, dass es Abgleiche und Überprüfungen mit den Unterlagen der Stasi-Unterlagenbehörde gibt, die insbesondere die Tätigkeit in der ehemaligen DDR betrifft und die insbesondere dann vorgenommen wird, wenn jemand in den öffentlichen Dienst eingestellt wird. Je nach Tätigkeit des betreffenden Probanden kann sogar eine "nichtanlassbezogene" Überprüfung bestimmter Personenkreise durch den Arbeitgeber (Dienstherren) jederzeit veranlasst werden.

Bei "weißer Weste", wie Du das meinst, ja nicht mal ein Verdachtsfall, warum macht man das dann?



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#377

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:28
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #375
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #371

@Grenzgängerin, Kombinate, Bildungseinrichtungen ect. hatten ihre eigene KL, das kommt noch dazu



So verstehe ich auch die 262 Kreisleitungen der SED. Also wenn Du rechnen willst - bei wiki kannst Du schon mal ein paar Infos einsammeln, wie z.B. die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen im ZK. http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistis...ei_Deutschlands

LG von der grenzgaengerin



Na dann kam da schon mal im Jahr, so um die eine Milliarde in die Kaffeekasse. Nicht schlecht,sprach der Specht.


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#378

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:31
von damals wars | 12.125 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #370
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #366
Da hier Fakten zählen, will ich mal etwas beisteuern.

In meiner Abteilung waren 1 Sekretär, 1 Sekretärin, 1 Ableilungsleiter, 1 Stellvertreter und 5 Mitarbeiter. Weitere 3 Abteilungen gab es noch in ähnlicher Struktur plus diverses Fußvolk und 1. und 2. Sekretär. Ich schätze, es waren zw. 50 und 60 Beschäftigte. Mein Monatsverdienst waren knapp 1.000 Mark, bei Höhergestellten sicher mehr, macht ca. 60.000 Mark im Monat. Wieviel KL es in der DDR gab, weiß ich nicht. Dazu noch die BL, ZK und was weiß ich noch. Was jeder an Parteibeiträgen gezahlt hat, weiß ich nicht mehr., mögen es 50 Mark im Monat gewesen sein, ich denke eher weniger.

Nun mal ran ans Rechnen.

Von den SED Beiträgen konnte die SED sicher allein nicht unterhalten werden


Da könntest Du recht haben...

Ohne der Hauptstadt gab es 191 Landkreise und 27 Stadtkreise - es gab aber 262 Kreisleitungen Und bei den BL und beim ZK musste noch einiges an Personal und Gehalt raufpacken.

Ich würde das Quälen von excel lassen und mal in die Tiefen des www abtauchen. Findet sich bestimmt etwas. Irgendwelche Schlaumeier haben in den letzten 24 Jahren bestimmt schon mal ne Rechnung aufgemacht.

LG von der grenzgaengerin


Wenn Milchmädchen rechnen.Das Geld reichte auch noch,die Blockparteien mittels Barzahlungen am Leben zu halten. Die Verlage waren recht profitabel.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#379

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:33
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

bei 50 Mark Parteibeitrag und 2,2 Mio. Mitgliedern 5,5 Mrd. Mark monatlich. 50 Mark sind als Durchschnitt von mir willkürlich angesetzt, vermutlich war es wesentlich weniger.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#380

RE: Die Deutsche Einheit - eine Illusion

in Das Ende der DDR 03.11.2013 21:33
von studfri | 762 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #374
Hi Leute......Hi Benjamin..
Der Begriff Unschultsvermutung ist doch sicher nicht neu, oder?
Und wenn das mancher auch nicht so recht glauben möchte--er gilt für alle !



Natürlich gilt das für alle, die dem betreffenden Rechtssystem unterworfen sind und damit zumindest für alle in Deutschland lebenden Menschen.
Daß neben einer "Schuld" im strafrechtlichen Sinne auch eine solche im moralischen Sinne existiert hast Du aber noch nie gehört? Und daß beides absolut nichts miteinander zu hat?



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