#41

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 15:17
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #38
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #35
@Gert
Ich weiß nicht, wer hier im Forum die Cocom- Liste kennt, ohne vorher gegoogelt zu haben.


Hallo, die sehe ich als geringeres Problem.... <... cut ...>
Guter Beitrag finde ich! cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#42

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 15:26
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #36


Habe das wohl schon irgendwo hier mal niedergeschrieben.......
Deshalb nur nochmal Kurzform/Stichpunkte zu DDR-Bürgern "Andersdenkmensch":

Habe diese "Andersdenkmenschen" erlebt in HH als die Mauer fiel.

-Als Menschen,die sich wie Affen mit Bananen füttern liessen....

-Trabbis,mit heruntergekurbelten Fenstern zielgerichtet vor den Supermärkten parkend,in die man wie in Briefkästen,Schokolade und andere"Spenden" einwarf....

-Trabbis,die mit entsprechenden Plakaten und einsitzenden "DDR-Widerstandskämpfern" als Selbstanbieter vor den Geheimdiensten postierten...

- DDR-Bürger die mit Kind und Kegel sich mit betrügerischer Absicht Begrüssungsgeld erschleichen wollten....

-DDR-Bürger die anrückten und alles aus ihrer Familientraditon für ein Appel und Ei verscherbelten,Briefmarken,Silberbesteck,WKII-Alben von Familienangehörigen,Ess-und Kaffeservices,historische Bücher bis Meissener Porzellan....

-Aus den Parkbuchten der Freudenmeilen (St.Pauli,St.Georg) stöhnte es aus den Wartburgkombis in den Dialekten der befreiten Regionen,von sächsisch bis thüringisch.Knackige FDJ-lerinnen,die am 7.Oktober 89 noch irgendwo defilierend an irgendwelchen Ehrentribünen am 7.Oktober ihre unverbrüchliche Treue.....

-Na ja,dann noch der Kompaniechef mit seinem Polit,die den Aktenkoffer mit GVS u.ä.Unterlagen an den Mann bringen wollten und mussten....

-Die erste Welle von gescheiterten Existenzen aus der DDR,vorbestraft,arbeitsscheu und versoffen,die erstmal das Bild des Lebens von DDR-Bürgern,speziell und im allgemeinen,den überwiegend(DDR betreffend) unwissenden Bundesbürgern verklickerten.....

Ich lass es einfach mehr aufzulisten.

Hoffe,die "Andersdenkmenschen" unterstellen mir jetzt nicht ich wäre ein Ewiggestriger.
Habe lediglich zu einer bestimmten Klientel ehemaliger DDR-Bürger eine spezielle Sicht.
Menschen in anderen historischen Situationen hatten mehr Ehre im Leib.
Für die Leute,die den Staat DDR ehrlich reformieren wollten,waren dies Typen kontraproduktiv.

seaman



Und wie trennst Du die einen von den anderen?

Lieber erstmal die pauschale Keule schwingen und alle wegsäbeln, Du Gutmensch, und dann die Scherben selektiv wieder aufsammeln.

Mit mir nicht, lieber seaman.

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 20.09.2013 15:26 | nach oben springen

#43

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 15:27
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

falscher Post


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


silberfuchs60 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.09.2013 15:28 | nach oben springen

#44

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 15:30
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

@Grenzgaengerin

Entschuldigung, wenn ich etwas kritisiere, dann bin ich gegen etwas, wo ist das Problem? Und um gegen etwas zu sein zu wollen, kann ich u.a. daran Kritik üben. Kritik üben, ist EINE Ausdrucksform von vielen möglichen, gegen etwas zu sein.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#45

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 15:33
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #42
Zitat von seaman im Beitrag #36


Habe das wohl schon irgendwo hier mal niedergeschrieben.......
Deshalb nur nochmal Kurzform/Stichpunkte zu DDR-Bürgern "Andersdenkmensch":

Habe diese "Andersdenkmenschen" erlebt in HH als die Mauer fiel.

-Als Menschen,die sich wie Affen mit Bananen füttern liessen....

-Trabbis,mit heruntergekurbelten Fenstern zielgerichtet vor den Supermärkten parkend,in die man wie in Briefkästen,Schokolade und andere"Spenden" einwarf....

-Trabbis,die mit entsprechenden Plakaten und einsitzenden "DDR-Widerstandskämpfern" als Selbstanbieter vor den Geheimdiensten postierten...

- DDR-Bürger die mit Kind und Kegel sich mit betrügerischer Absicht Begrüssungsgeld erschleichen wollten....

-DDR-Bürger die anrückten und alles aus ihrer Familientraditon für ein Appel und Ei verscherbelten,Briefmarken,Silberbesteck,WKII-Alben von Familienangehörigen,Ess-und Kaffeservices,historische Bücher bis Meissener Porzellan....

-Aus den Parkbuchten der Freudenmeilen (St.Pauli,St.Georg) stöhnte es aus den Wartburgkombis in den Dialekten der befreiten Regionen,von sächsisch bis thüringisch.Knackige FDJ-lerinnen,die am 7.Oktober 89 noch irgendwo defilierend an irgendwelchen Ehrentribünen am 7.Oktober ihre unverbrüchliche Treue.....

-Na ja,dann noch der Kompaniechef mit seinem Polit,die den Aktenkoffer mit GVS u.ä.Unterlagen an den Mann bringen wollten und mussten....

-Die erste Welle von gescheiterten Existenzen aus der DDR,vorbestraft,arbeitsscheu und versoffen,die erstmal das Bild des Lebens von DDR-Bürgern,speziell und im allgemeinen,den überwiegend(DDR betreffend) unwissenden Bundesbürgern verklickerten.....

Ich lass es einfach mehr aufzulisten.

Hoffe,die "Andersdenkmenschen" unterstellen mir jetzt nicht ich wäre ein Ewiggestriger.
Habe lediglich zu einer bestimmten Klientel ehemaliger DDR-Bürger eine spezielle Sicht.
Menschen in anderen historischen Situationen hatten mehr Ehre im Leib.
Für die Leute,die den Staat DDR ehrlich reformieren wollten,waren dies Typen kontraproduktiv.

seaman



Und wie trennst Du die einen von den anderen?

Lieber erstmal die pauschale Keule schwingen und alle wegsäbeln, Du Gutmensch, und dann die Scherben selektiv wieder aufsammeln.

Mit mir nicht, lieber seaman.

LG von der grenzgaengerin


Denke darüber wie Du willst.
Habe hier meine Eindrücke beschrieben.Mehr nicht.
Du hattest doch nachgefragt.

seaman


zuletzt bearbeitet 20.09.2013 15:35 | nach oben springen

#46

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 15:34
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #44
@Grenzgaengerin

Entschuldigung, wenn ich etwas kritisiere, dann bin ich gegen etwas, wo ist das Problem? Und um gegen etwas zu sein zu wollen, kann ich u.a. daran Kritik üben. Kritik üben, ist EINE Ausdrucksform von vielen möglichen, gegen etwas zu sein.



Schon vergessen?

"kritische Stellungnahme zu Fehlern und Versäumnissen als Mittel zur politischen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung“

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 20.09.2013 15:35 | nach oben springen

#47

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 16:46
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #39

1. Der zweite Weltkrieg hat Osteuropa weitaus verheerender getroffen als die westliche Welt
2. Der Osten hat keine dritte Welt zur Ausbeutung zur Verfügung gehabt und wollte das auch nicht


Diese 2 Gründe sind tatsächlich sehr erheblich, Zustimmung!

3. Grund, mit 500 Mio Menschen sich genötigt sehen ( egal ob paranoid, berechtigte Angst oder "Traum von der Weltrevolution" ) eine ähnlich mächtige aufwendige Miltärmaschinerie zu unterhalten wie die 1,2 MRD der NATO-Japan-Welt plus der Billigsklaven der 3. Welt als wirtschaftsbasi.

Gruß



4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und Damals87 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#48

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 17:09
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #35
@Gert

Habe Deinen Beitrag mit großer Aufmerksamkeit gelesen. Bei uns war das Denken genau so und das wurde von der Leitung auch schamlos ausgenutzt, jede Kritik nützt dem Gegner war das Argument. Tatsache ist aber wirklich, und das kann keiner leugnen, der Westen hat alles unternommen, um jegliche Kritik aus den eigenen Reihen für sich zu benutzen, um diese "Randnotiz der Geschichte" endlich auszuradieren. Aber davon will heute niemand etwas mehr wissen. Natürlich haben wir uns mit unserem Handeln selbst abgeschafft. Aber was mich heute so entsetzlich stört ist, dass unser missglücktes Experiment mit dem Sozialismus immer wieder angeführt wird, um die Idee von einer besseren Welt ad absurdum zu führen. Und nicht vergessen werden darf, dass unser Tun und Handeln seit 1917 massiv vom Westen torpediert wurde, aber das will niemand wahr haben. Ich weiß nicht, wer hier im Forum die Cocom- Liste kennt, ohne vorher gegoogelt zu haben. Ich jedenfalls glaube immer noch an eine bessere Welt ohne Kriege, Ausbeutung, Krankheit und Hunger und Elend. Eines ist mir aber bewusst geworden, mit dem heutigen Menschen geht das noch nicht, die Evolution muss den Menschen erst noch hervorbringen, der aus freiem Willen seine eigenen Interessen unter die der Gesellschaft zu stellen bereit ist.



@4.Zug 4.Kompanie GAR-40

ich kann im Moment nicht so richtig erkennen, auf welchen Beitrag du dich beziehst.
Ich habe, wie du in meiner Vorstellung lesen kannst in beiden deutschen Staaten gelebt.Allerdings life in der DDR nur bis 1965, habe also den ganzen Aufbau dieses Staates und die damit verbundenen Probleme mitgemacht. Der Beginn der DDR war so, dass Ulbricht und Genossen den Sozialismus dem Teil des deutschen Volkes, der in ihrem Machtbereich war, mit der Brechstange aufzwingen wollten, und zwar wenn es geht gestern.
Kurz gesagt das Ergebnis daraus war, dass von 1949 bis 1961 Mauerbau nahezu 4 Millionen Menschen buchstäblich bei Nacht und Nebel dieses Land verlassen haben. Ein Beispiel aus den 50er Jahren, wenn jemand morgens in der Schule bei mir fehlte, wurde gerätselt ist er krank oder sind die nach dem Westen abgehauen. Selbst Lehrer haben sich westwärts davon gemacht. Was würdest du, wenn du dich mal gedanklich ausserhalb der DDR stellst von solch einem Staat denken, dem die Leute scharenweise davonlaufen? Du weisst, es ist nicht einfach, seine Heimat zu verlassen, da muss schon viel passieren. Die Leute haben das nicht gemacht um ein paar Bananen zu essen, wie es hier von manchen ExGenossen immer so süffisant dargestellt wird. Nein, solch dümmliche Ziele hatten die Menschen nicht. Sie hatten die Schnauze voll von der ständigen Bevormundung durch die SED, sie hatten die Schnauze voll, weil die SED ihr Eigentum widerrechtlch enteignete, sie hatten die Schnauze voll weil sie quasi mit dem Finger am Abzug zu LPGs gezwungen wurden, sie hatten Schnauze voll weil ihre Kinder nicht das Lernen durften, was sie nach ihren Möglichkeiten gern gemacht hätten, sie hatten die Schnauze voll, weil die Versorgung hinten und vorne nicht klappte ( bis 1958 gabe es rationierte Lebensmittel auf Karten. Wenn du die einmal verloren hast, sah es sehr schlecht mit der Familie in dem Monat aus. Ist mir als Kind mal beim Einkaufen passiert)und das 13 Jahre nach dem Krieg. Also ich sage mal, ohne Mauer wäre die DDR spätestens 1965 fertig gewesen.
Nun frage ich dich wo ist denn das eine bessere Welt ? Wo ist denn der Sozialismus attraktiv gewesen? Ich habe die andere Seite kennengelernt und die Erfahrung gemacht der Marxismus oder das was die Marxisten daraus gemacht haben, gehört einfach in die Tonne der Weltgeschichte gekloppt.
Den kalten Krieg hat der Westen, auch mit der Cocom Boykott Liste, die ich für richtig hielt, am Ende gewonnen. Der Osten ist wirtschaftlich an seinen immensen Rüstungausgaben kolabiert. Das habe ich schon 1981/82 so gesehen, als die Russen uns mit den SS 20 Raketen ins Visier nahmen und R.Reagan und in D Helmut Schidt entschieden, die Nachrüstung mit Pershing und Cruise Missile Raketen. Das war alles einfach nicht mehr bezahlbar und verrückt obendrein.Nur die Wirtschaftssysteme des Westens waren weitaus leistungsfähiger und das war letztlich entscheidend, dass der ganze Osten wie die Dominosteine innerhalb von Wochen fielen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Sperrbrecher hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.09.2013 17:18 | nach oben springen

#49

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 17:15
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #36
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #34
Zitat von seaman im Beitrag #33

Der Begriff gefällt mir!
Habe davon genug live erlebt.....

seaman



Erzähl mal

LG von der grenzgaengerin




Habe das wohl schon irgendwo hier mal niedergeschrieben.......
Deshalb nur nochmal Kurzform/Stichpunkte zu DDR-Bürgern "Andersdenkmensch":

Habe diese "Andersdenkmenschen" erlebt in HH als die Mauer fiel.

-Als Menschen,die sich wie Affen mit Bananen füttern liessen....

-Trabbis,mit heruntergekurbelten Fenstern zielgerichtet vor den Supermärkten parkend,in die man wie in Briefkästen,Schokolade und andere"Spenden" einwarf....

-Trabbis,die mit entsprechenden Plakaten und einsitzenden "DDR-Widerstandskämpfern" als Selbstanbieter vor den Geheimdiensten postierten...

- DDR-Bürger die mit Kind und Kegel sich mit betrügerischer Absicht Begrüssungsgeld erschleichen wollten....

-DDR-Bürger die anrückten und alles aus ihrer Familientraditon für ein Appel und Ei verscherbelten,Briefmarken,Silberbesteck,WKII-Alben von Familienangehörigen,Ess-und Kaffeservices,historische Bücher bis Meissener Porzellan....

-Aus den Parkbuchten der Freudenmeilen (St.Pauli,St.Georg) stöhnte es aus den Wartburgkombis in den Dialekten der befreiten Regionen,von sächsisch bis thüringisch.Knackige FDJ-lerinnen,die am 7.Oktober 89 noch irgendwo defilierend an irgendwelchen Ehrentribünen am 7.Oktober ihre unverbrüchliche Treue.....

-Na ja,dann noch der Kompaniechef mit seinem Polit,die den Aktenkoffer mit GVS u.ä.Unterlagen an den Mann bringen wollten und mussten....

-Die erste Welle von gescheiterten Existenzen aus der DDR,vorbestraft,arbeitsscheu und versoffen,die erstmal das Bild des Lebens von DDR-Bürgern,speziell und im allgemeinen,den überwiegend(DDR betreffend) unwissenden Bundesbürgern verklickerten.....

Ich lass es einfach mehr aufzulisten.

Hoffe,die "Andersdenkmenschen" unterstellen mir jetzt nicht ich wäre ein Ewiggestriger.
Habe lediglich zu einer bestimmten Klientel ehemaliger DDR-Bürger eine spezielle Sicht.
Menschen in anderen historischen Situationen hatten mehr Ehre im Leib.
Für die Leute,die den Staat DDR ehrlich reformieren wollten,waren dies Typen kontraproduktiv.

seaman



@seaman

also sei mir nicht böse, hier hast du aber dick aufgetragen, klingt fast wie aus einem billigen " Basteiroman" für 8 Groschen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
Harra318 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#50

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 17:33
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #48
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #35
@Gert

Habe Deinen Beitrag mit großer Aufmerksamkeit gelesen. Bei uns war das Denken genau so und das wurde von der Leitung auch schamlos ausgenutzt, jede Kritik nützt dem Gegner war das Argument. Tatsache ist aber wirklich, und das kann keiner leugnen, der Westen hat alles unternommen, um jegliche Kritik aus den eigenen Reihen für sich zu benutzen, um diese "Randnotiz der Geschichte" endlich auszuradieren. Aber davon will heute niemand etwas mehr wissen. Natürlich haben wir uns mit unserem Handeln selbst abgeschafft. Aber was mich heute so entsetzlich stört ist, dass unser missglücktes Experiment mit dem Sozialismus immer wieder angeführt wird, um die Idee von einer besseren Welt ad absurdum zu führen. Und nicht vergessen werden darf, dass unser Tun und Handeln seit 1917 massiv vom Westen torpediert wurde, aber das will niemand wahr haben. Ich weiß nicht, wer hier im Forum die Cocom- Liste kennt, ohne vorher gegoogelt zu haben. Ich jedenfalls glaube immer noch an eine bessere Welt ohne Kriege, Ausbeutung, Krankheit und Hunger und Elend. Eines ist mir aber bewusst geworden, mit dem heutigen Menschen geht das noch nicht, die Evolution muss den Menschen erst noch hervorbringen, der aus freiem Willen seine eigenen Interessen unter die der Gesellschaft zu stellen bereit ist.



@4.Zug 4.Kompanie GAR-40

ich kann im Moment nicht so richtig erkennen, auf welchen Beitrag du dich beziehst.
Ich habe, wie du in meiner Vorstellung lesen kannst in beiden deutschen Staaten gelebt.Allerdings life in der DDR nur bis 1965, habe also den ganzen Aufbau dieses Staates und die damit verbundenen Probleme mitgemacht. Der Beginn der DDR war so, dass Ulbricht und Genossen den Sozialismus dem Teil des deutschen Volkes, der in ihrem Machtbereich war, mit der Brechstange aufzwingen wollten, und zwar wenn es geht gestern.
Kurz gesagt das Ergebnis daraus war, dass von 1949 bis 1961 Mauerbau nahezu 4 Millionen Menschen buchstäblich bei Nacht und Nebel dieses Land verlassen haben. Ein Beispiel aus den 50er Jahren, wenn jemand morgens in der Schule bei mir fehlte, wurde gerätselt ist er krank oder sind die nach dem Westen abgehauen. Selbst Lehrer haben sich westwärts davon gemacht. Was würdest du, wenn du dich mal gedanklich ausserhalb der DDR stellst von solch einem Staat denken, dem die Leute scharenweise davonlaufen? Du weisst, es ist nicht einfach, seine Heimat zu verlassen, da muss schon viel passieren. Die Leute haben das nicht gemacht um ein paar Bananen zu essen, wie es hier von manchen ExGenossen immer so süffisant dargestellt wird. Nein, solch dümmliche Ziele hatten die Menschen nicht. Sie hatten die Schnauze voll von der ständigen Bevormundung durch die SED, sie hatten die Schnauze voll, weil die SED ihr Eigentum widerrechtlch enteignete, sie hatten die Schnauze voll weil sie quasi mit dem Finger am Abzug zu LPGs gezwungen wurden, sie hatten Schnauze voll weil ihre Kinder nicht das Lernen durften, was sie nach ihren Möglichkeiten gern gemacht hätten, sie hatten die Schnauze voll, weil die Versorgung hinten und vorne nicht klappte ( bis 1958 gabe es rationierte Lebensmittel auf Karten. Wenn du die einmal verloren hast, sah es sehr schlecht mit der Familie in dem Monat aus. Ist mir als Kind mal beim Einkaufen passiert)und das 13 Jahre nach dem Krieg. Also ich sage mal, ohne Mauer wäre die DDR spätestens 1965 fertig gewesen.
Nun frage ich dich wo ist denn das eine bessere Welt ? Wo ist denn der Sozialismus attraktiv gewesen? Ich habe die andere Seite kennengelernt und die Erfahrung gemacht der Marxismus oder das was die Marxisten daraus gemacht haben, gehört einfach in die Tonne der Weltgeschichte gekloppt.
Den kalten Krieg hat der Westen, auch mit der Cocom Boykott Liste, die ich für richtig hielt, am Ende gewonnen. Der Osten ist wirtschaftlich an seinen immensen Rüstungausgaben kolabiert. Das habe ich schon 1981/82 so gesehen, als die Russen uns mit den SS 20 Raketen ins Visier nahmen und R.Reagan und in D Helmut Schidt entschieden, die Nachrüstung mit Pershing und Cruise Missile Raketen. Das war alles einfach nicht mehr bezahlbar und verrückt obendrein.Nur die Wirtschaftssysteme des Westens waren weitaus leistungsfähiger und das war letztlich entscheidend, dass der ganze Osten wie die Dominosteine innerhalb von Wochen fielen.






Da fehlen Dir aber die letzten 24 Jahre und wie sagtest Du mal--bis 1989 ging dir die ehm, DDR am A.. vorbei.


zuletzt bearbeitet 20.09.2013 17:40 | nach oben springen

#51

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 17:58
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #48
[quote=4.Zug 4.Kompanie GAR-40|p290029]@Gert


@4.Zug 4.Kompanie GAR-40

ich kann im Moment nicht so richtig erkennen, auf welchen Beitrag du dich beziehst....




Dann hat sich jegliche weitere Diskussion für mich erübrigt, ich habe eine andere Vorstellung von der Zukunft unserer Welt und ich will hier niemanden damit belästigen. Jedenfalls schafft die Gesellschaftsordnung, in der wir heute leben, niemals wirklich die wichtigen Menscheitsprobleme zu lösen, so lange privatkapitalistisch wie bisher gewirtschaftet wird. In diesem Sinne, ciao!


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#52

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 18:27
von Grenzgänger (gelöscht)
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Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #51
....Jedenfalls schafft die Gesellschaftsordnung, in der wir heute leben, niemals wirklich die wichtigen Menscheitsprobleme zu lösen, so lange privatkapitalistisch wie bisher gewirtschaftet wird. ..


...das weiss eigentlich jeder hier, wird nur manchmal "differenziert" dargestellt.
Befasse dich mal etwas intensiver mit Gerts Beiträgen- dann wirst du feststellen, dass er eigentlich ein ganz lieber ist.
Er kann nur einfach nicht anders, er meint das nicht so.
(fast hätte ich vorhin den "Bedanken" Knopf gedrückt- unter genau dem Beitrag, den du hier meinst..- aber da ich mit Gert gerade in einer Bockigkeitsphase bin, habe ich es gelassen...)
Früher hiess das "fester Klassenstandpunkt"...du erinnerst dich ?
Und die Phasen kommen und gehen.. wie beim Mond und Ebbe und Flut...

Wir lesen uns noch ?

Siggi


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#53

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 18:31
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von Rostocker im Beitrag #50
Zitat von Gert im Beitrag #48
Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #35
@Gert

Habe Deinen Beitrag mit großer Aufmerksamkeit gelesen. Bei uns war das Denken genau so und das wurde von der Leitung auch schamlos ausgenutzt, jede Kritik nützt dem Gegner war das Argument. Tatsache ist aber wirklich, und das kann keiner leugnen, der Westen hat alles unternommen, um jegliche Kritik aus den eigenen Reihen für sich zu benutzen, um diese "Randnotiz der Geschichte" endlich auszuradieren. Aber davon will heute niemand etwas mehr wissen. Natürlich haben wir uns mit unserem Handeln selbst abgeschafft. Aber was mich heute so entsetzlich stört ist, dass unser missglücktes Experiment mit dem Sozialismus immer wieder angeführt wird, um die Idee von einer besseren Welt ad absurdum zu führen. Und nicht vergessen werden darf, dass unser Tun und Handeln seit 1917 massiv vom Westen torpediert wurde, aber das will niemand wahr haben. Ich weiß nicht, wer hier im Forum die Cocom- Liste kennt, ohne vorher gegoogelt zu haben. Ich jedenfalls glaube immer noch an eine bessere Welt ohne Kriege, Ausbeutung, Krankheit und Hunger und Elend. Eines ist mir aber bewusst geworden, mit dem heutigen Menschen geht das noch nicht, die Evolution muss den Menschen erst noch hervorbringen, der aus freiem Willen seine eigenen Interessen unter die der Gesellschaft zu stellen bereit ist.



@4.Zug 4.Kompanie GAR-40

ich kann im Moment nicht so richtig erkennen, auf welchen Beitrag du dich beziehst.
Ich habe, wie du in meiner Vorstellung lesen kannst in beiden deutschen Staaten gelebt.Allerdings life in der DDR nur bis 1965, habe also den ganzen Aufbau dieses Staates und die damit verbundenen Probleme mitgemacht. Der Beginn der DDR war so, dass Ulbricht und Genossen den Sozialismus dem Teil des deutschen Volkes, der in ihrem Machtbereich war, mit der Brechstange aufzwingen wollten, und zwar wenn es geht gestern.
Kurz gesagt das Ergebnis daraus war, dass von 1949 bis 1961 Mauerbau nahezu 4 Millionen Menschen buchstäblich bei Nacht und Nebel dieses Land verlassen haben. Ein Beispiel aus den 50er Jahren, wenn jemand morgens in der Schule bei mir fehlte, wurde gerätselt ist er krank oder sind die nach dem Westen abgehauen. Selbst Lehrer haben sich westwärts davon gemacht. Was würdest du, wenn du dich mal gedanklich ausserhalb der DDR stellst von solch einem Staat denken, dem die Leute scharenweise davonlaufen? Du weisst, es ist nicht einfach, seine Heimat zu verlassen, da muss schon viel passieren. Die Leute haben das nicht gemacht um ein paar Bananen zu essen, wie es hier von manchen ExGenossen immer so süffisant dargestellt wird. Nein, solch dümmliche Ziele hatten die Menschen nicht. Sie hatten die Schnauze voll von der ständigen Bevormundung durch die SED, sie hatten die Schnauze voll, weil die SED ihr Eigentum widerrechtlch enteignete, sie hatten die Schnauze voll weil sie quasi mit dem Finger am Abzug zu LPGs gezwungen wurden, sie hatten Schnauze voll weil ihre Kinder nicht das Lernen durften, was sie nach ihren Möglichkeiten gern gemacht hätten, sie hatten die Schnauze voll, weil die Versorgung hinten und vorne nicht klappte ( bis 1958 gabe es rationierte Lebensmittel auf Karten. Wenn du die einmal verloren hast, sah es sehr schlecht mit der Familie in dem Monat aus. Ist mir als Kind mal beim Einkaufen passiert)und das 13 Jahre nach dem Krieg. Also ich sage mal, ohne Mauer wäre die DDR spätestens 1965 fertig gewesen.
Nun frage ich dich wo ist denn das eine bessere Welt ? Wo ist denn der Sozialismus attraktiv gewesen? Ich habe die andere Seite kennengelernt und die Erfahrung gemacht der Marxismus oder das was die Marxisten daraus gemacht haben, gehört einfach in die Tonne der Weltgeschichte gekloppt.
Den kalten Krieg hat der Westen, auch mit der Cocom Boykott Liste, die ich für richtig hielt, am Ende gewonnen. Der Osten ist wirtschaftlich an seinen immensen Rüstungausgaben kolabiert. Das habe ich schon 1981/82 so gesehen, als die Russen uns mit den SS 20 Raketen ins Visier nahmen und R.Reagan und in D Helmut Schidt entschieden, die Nachrüstung mit Pershing und Cruise Missile Raketen. Das war alles einfach nicht mehr bezahlbar und verrückt obendrein.Nur die Wirtschaftssysteme des Westens waren weitaus leistungsfähiger und das war letztlich entscheidend, dass der ganze Osten wie die Dominosteine innerhalb von Wochen fielen.






Da fehlen Dir aber die letzten 24 Jahre und wie sagtest Du mal--bis 1989 ging dir die ehm, DDR am A.. vorbei.


Rostocker verstehend lesen. Ich habe von den aufbaujahren der DDR gesprochen und das waren zweifelsohne die 50er und die erste hälfte der 60er Jahre . Da war ich voll mit dabei,leider auch noch mit NVA Service . Der Rest war nicht mehr mein Ding


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#54

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 18:37
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #49
Zitat von seaman im Beitrag #36
Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #34
Zitat von seaman im Beitrag #33

Der Begriff gefällt mir!
Habe davon genug live erlebt.....

seaman



Erzähl mal

LG von der grenzgaengerin




Habe das wohl schon irgendwo hier mal niedergeschrieben.......
Deshalb nur nochmal Kurzform/Stichpunkte zu DDR-Bürgern "Andersdenkmensch":

Habe diese "Andersdenkmenschen" erlebt in HH als die Mauer fiel.

-Als Menschen,die sich wie Affen mit Bananen füttern liessen....

-Trabbis,mit heruntergekurbelten Fenstern zielgerichtet vor den Supermärkten parkend,in die man wie in Briefkästen,Schokolade und andere"Spenden" einwarf....

-Trabbis,die mit entsprechenden Plakaten und einsitzenden "DDR-Widerstandskämpfern" als Selbstanbieter vor den Geheimdiensten postierten...

- DDR-Bürger die mit Kind und Kegel sich mit betrügerischer Absicht Begrüssungsgeld erschleichen wollten....

-DDR-Bürger die anrückten und alles aus ihrer Familientraditon für ein Appel und Ei verscherbelten,Briefmarken,Silberbesteck,WKII-Alben von Familienangehörigen,Ess-und Kaffeservices,historische Bücher bis Meissener Porzellan....

-Aus den Parkbuchten der Freudenmeilen (St.Pauli,St.Georg) stöhnte es aus den Wartburgkombis in den Dialekten der befreiten Regionen,von sächsisch bis thüringisch.Knackige FDJ-lerinnen,die am 7.Oktober 89 noch irgendwo defilierend an irgendwelchen Ehrentribünen am 7.Oktober ihre unverbrüchliche Treue.....

-Na ja,dann noch der Kompaniechef mit seinem Polit,die den Aktenkoffer mit GVS u.ä.Unterlagen an den Mann bringen wollten und mussten....

-Die erste Welle von gescheiterten Existenzen aus der DDR,vorbestraft,arbeitsscheu und versoffen,die erstmal das Bild des Lebens von DDR-Bürgern,speziell und im allgemeinen,den überwiegend(DDR betreffend) unwissenden Bundesbürgern verklickerten.....

Ich lass es einfach mehr aufzulisten.

Hoffe,die "Andersdenkmenschen" unterstellen mir jetzt nicht ich wäre ein Ewiggestriger.
Habe lediglich zu einer bestimmten Klientel ehemaliger DDR-Bürger eine spezielle Sicht.
Menschen in anderen historischen Situationen hatten mehr Ehre im Leib.
Für die Leute,die den Staat DDR ehrlich reformieren wollten,waren dies Typen kontraproduktiv.

seaman



@seaman

also sei mir nicht böse, hier hast du aber dick aufgetragen, klingt fast wie aus einem billigen " Basteiroman" für 8 Groschen.





Gert,
es ist mir egal wie Du darüber denkst.

Gruss von einem Zeitzeugen!

seaman


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#55

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 18:43
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #51
Zitat von Gert im Beitrag #48
[quote=4.Zug 4.Kompanie GAR-40|p290029]@Gert


@4.Zug 4.Kompanie GAR-40

ich kann im Moment nicht so richtig erkennen, auf welchen Beitrag du dich beziehst....




Dann hat sich jegliche weitere Diskussion für mich erübrigt, ich habe eine andere Vorstellung von der Zukunft unserer Welt und ich will hier niemanden damit belästigen. Jedenfalls schafft die Gesellschaftsordnung, in der wir heute leben, niemals wirklich die wichtigen Menscheitsprobleme zu lösen, so lange privatkapitalistisch wie bisher gewirtschaftet wird. In diesem Sinne, ciao!

Du hast die Freiheit zu diskutieren oder auch nicht. Du kannst deine Meinung frei äußern. Das ist der Staat in dem ich leben möchte nicht in einem bevormundungsstaat wie.es die DDR war. Erkläre mir doch mal, mit welchem Recht schreibt mir so ein parteifuzzi vor, was ich zu denken, zu sagen
Und zu fühlen habe ? Ist in Ordnung , wir diskutieren das nicht weiter. Wenn du nur Zustimmung brauchst musst du andere im Forum anschreiben. Laufen genug davon herum


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#56

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 18:43
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Aber gerne doch, Siggi.
Schön, dass es hier drin Menschen gibt, mit denen sich wenigsten ein kleinster gemeinsamer Nenner findet. Mit Leuten, die dieses im Grunde menschenverachtende System (etwas überspitzt) lobhudelt, kann ich einfach nix anfangen. Bei allen Fortschritten, die der Kapitalismus in den Jahrzehnten nach dem Krieg auf Grund des Drängens fortschrittlich denkender Menschen gemacht hat, bleibt er im Grunde schlecht.
Die Politik tanzt nach der Pfeife des Kapitals und um den sozialen Frieden zu wahren bürdet sie dem kleinen Mann immer mehr Lasten auf, um ihren überblähten Staatshaushalt zu finanzieren. Was sich früher in Kriegen und Krisen entlud, entschärft der Sozialstaat mit Sozialausgaben, als Erfüllungsgehilfe des Kapitals. Er gestattet es dem Kapital, in riskanten Wetten auf Verluste im Börsengeschäft zu setzen um noch mehr Reichtum in Form von Geld zu scheffeln. Die Geldwirtschaft entkoppelt sich von der Warenwirtschaft in einem Umfang, der zwangsläufig in Katastrophen führt. Das geldwerte Vermögen dieser Welt entspricht in keinster Weise mehr dem realen Warengegenwert. Aber das hatte der alte Marx ja schon vorausgesehen. Und wenn dann die Wetten platzen muss der kleine Mann wieder mit seinem Geld einspringen in Form von Rettungsschirmen. Und die ganze Welt schiebt das einer verfehlten Politik in die Schuhe, was sicher stimmt, die wirklichen Verursacher aber übersieht.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#57

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 19:01
von Grenzgänger (gelöscht)
avatar

Danke dafür, Heiko..
ich habe mal deine HP besucht.. du machst aber trotz allem (auf dem Foto) nicht den Eindruck "eines am System zerbrechenden Menschen"- siehst irgendwie zufrieden aus (wahrscheinlich hat deine Frau auf den Auslöser gedrückt, oder ?)
Wie schaffst du den täglichen Spagat zwischen innerer Überzeugung und Außenwirkung ?
(passt übrigens 100% zum Thema, die Leute damals hatten auch dieses Problem..)
Wenn es zu persönlich wird.. schreib keine PN.. das kriegen wir dann auch damit nicht hin... dann antworte einfach gar nicht.

Siggi


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#58

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 19:05
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Man sollte wirklich eine Enklave in Deutschland schaffen, in der sich die fortschrittlichen und sozialistischen Menschen sammeln können und ihren Traum von einer gerechten Gesellschaft verwirklichen können. Damit wäre allen geholfen. Wenn es funktioniert, kann man das dann auf ganz Deutschland und auf Europa erweitern.
Meinen Segen hätte dieses Experiment DDR 2.0 (allerdings ohne Dauertropf von den Ausbeutern)


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#59

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 19:14
von Grenzgänger (gelöscht)
avatar

... ich sehe sie schon schippen auf dem, dann "ehemaligen Truppenübungsplatz Nochten"- denn "Max braucht Wasser"....

Siggi


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#60

RE: Die Andersdenkenden in der DDR

in Leben in der DDR 20.09.2013 19:19
von Micos | 48 Beiträge

Zitat von Vogtländer im Beitrag #4
Bei mir in der Schulklasse (1980-1990) war es ein bunt gemischtes Volk.Von Weinrot bis Dunkelschwarz,vom Kurzhaar bis zum langhaarigen Bombenleger war alles da.Kann aber sagen, das wir mit Respekt der andren Meinung gegenüber gut miteinander konnten.Fragen hatten wir immer und der Zusammenhalt war auch gut.
Bei den Erwachsenen war die Wahrnehmung schon da,nur wurde meines Eindruckes nach nicht so offen und öffentlich kundgetan.


Respekt vor einem Bombenleger ?? Ich glaube, da hast Du einen geistigen Wirrwar erschaffen !!


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