#21

RE: Marcel Reich Ranizki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 07:58
von Harsberg | 3.242 Beiträge

Moin,

er war ein streitbarer und umstrittener Mensch.

Vor allem sollte mal ein ADMIN seinen Namen in der Themenüberschrift berichtigen!

Marcel Reich-Ranicki


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Feliks D. und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#22

RE: Marcel Reich Ranizki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 08:01
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Schade ich mochte ihn, ein ehrlicher streitbarer Mensch der sich nicht verbiegen lies und für seine Überzeugungen einstand. Sowas imponierte mir stets und so mochte ich ihn am liebsten.




Wenn sich jetzt selbst hier Teilnehmer finden die sich offen revanchistisches Gedankengut, wie das der Macher des Schmähfilms "Der Eichmann von Kattowitz", zu eigen machen, ja dann kann ich mich nur angewidert abwenden. Man weiß woher es kommt!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
Heckenhaus und frank haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.09.2013 08:15 | nach oben springen

#23

RE: Marcel Reich Ranizki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 08:34
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Zitat
Wenn sich jetzt selbst hier Teilnehmer finden die sich offen revanchistisches Gedankengut, wie das der Macher des Schmähfilms "Der Eichmann von Kattowitz", zu eigen machen, ja dann kann ich mich nur angewidert abwenden. Man weiß woher es kommt!



Wer macht sich hier "was" zu eigen und woher kommt "es" denn? Was sollen denn solche Attacken? Dass er nicht unumstritten ist, dürfte Dir ja nicht entgangen sein. Seine geschönte Biographie ist aktenkundig.

http://www.zeit.de/1994/29/die-akte-ranicki


zuletzt bearbeitet 19.09.2013 09:05 | nach oben springen

#24

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 09:44
von Rainman2 | 5.752 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #16
Das war auch gut

http://www.youtube.com/watch?v=Tk5kBe_bh...t=TLiPCIWb_wljo

Hallo Grenzwolf,

das ist eine Sequenz, die in ihrem Konzentrat fast schon die Qualität einer guten Grabinschrift hat. Ein intelligenter Mensch setzt sich offen mit seinem widerstreitenden Gefühl auseinander und tut das mit einem abgrundtiefen Humor, vor allem aber mit scharfer Selbstironie. In seinem verbitterten Streit und seinem harschen Urteil war Marcel Reich-Ranicki nicht sehr bequem und er konnte sich auch nicht in meine Seele kuscheln. Aber der Ausschnitt, den Du hier zitierst, erinnert mich an etwas aus meinem eigenen Leben. So wie Marcel Reich-Ranicki hier "Die Räuber" von Schiller aus seinem Erleben schildert, ging es mir mit "Die Elenden" von Victor Hugo. Als Jugendlicher lag ich tränenversprühend auf meinem Bett und verschlang die Abenteuer des Jean Valjean und das Schicksal der Revolutionäre. Und, so wie in Deinem Videozitat so wunderbar erzählt, es erschien mir viele Jahre später beim Lesen vieles kitschig, unrealistisch und hatte den Anstrich einer sehr brachialen Katharsis. Aber die Tränen blieben und die Hoffnung, es möge nützen. Nun zeigst Du mir diesen Ausschnitt mit Marcel Reich-Ranicki. Und wie immer, wenn man mit einem Klügeren als man selbst ist konfrontiert wird, fragt man sich, warum einem selbst nicht die Worte eingefallen sind, war doch das Gefühl schon lange da ...

@Grenzwolf62 , ich danke Dir, dass Du mir diesen Abschied erleichtert und zugleich auch wieder erschwert hast.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#25

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 10:05
von Duck | 1.741 Beiträge

Ein sehr streibarer und unbequemer Mensch, seine Dauerfehde mit Günther Grass war auch legendär.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 11:45
von Gelöschtes Mitglied
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Nun ist er also tot. So what? Ich habe da mal einen sehr wahren Spruch gelesen: "Die Friedhöfe sind voll mit unersetzlichen Menschen".

Besonder leiden konnte ich ihn nie: Ich habe ganz gewiss nichts gegen Menschen, die eine eigene Meinung haben. Und ich habe erst rechts nichts gegen Menschen, die diese Meinung auch kämpferisch vertreten. Allerdings ist der Grat zum Dogmatismus schmal und bei RR hatte ich oft den Eindruck, dass er sich im Besitz der alleinseeligmachenden Wahrheit wähnte.

Das ist mein zugegeben subjektiver Eindruck. Der sich zudem auf relativ wenige Beobachtungen stützt: TV-Beiträge mit oder über Menschen, deren Art ich nicht mag, schaue ich mir naturgemäß nicht so oft an.


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#27

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 12:37
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Mit Sicherheit war er eine schillernde Persönlichkeit, der sich praktisch den Verhältnissen angepasst hat und ganz gut im Leben mit den jeweiligen Verhältnissen zurecht kam. Pole, Deutscher, Jude alles in Einem, da ist es sicher nicht so leicht da seine Identität zu solchen bewegten Zeiten, in denen er gelebt hat, zu finden.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/marcel...ltnis-1.1774908


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#28

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 13:00
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Dandelion im Beitrag #26
Nun ist er also tot. So what? Ich habe da mal einen sehr wahren Spruch gelesen: "Die Friedhöfe sind voll mit unersetzlichen Menschen".

Besonder leiden konnte ich ihn nie: Ich habe ganz gewiss nichts gegen Menschen, die eine eigene Meinung haben. Und ich habe erst rechts nichts gegen Menschen, die diese Meinung auch kämpferisch vertreten. Allerdings ist der Grat zum Dogmatismus schmal und bei RR hatte ich oft den Eindruck, dass er sich im Besitz der alleinseeligmachenden Wahrheit wähnte.

Das ist mein zugegeben subjektiver Eindruck. Der sich zudem auf relativ wenige Beobachtungen stützt: TV-Beiträge mit oder über Menschen, deren Art ich nicht mag, schaue ich mir naturgemäß nicht so oft an.



Er wird nicht als חסיד אומות העולם (Gerechter unter den Völkern) seinen Platz in Yad Vashem finden - aber in geeigneter Form wird man sicherlich sein Leben auch dort dokumentieren.



Noch einmal פֿריד צו דיר

Vierkrug


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#29

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 13:07
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Erinnert mich irgendwie an Markus Wolf. Beides stalinistische Geheimdienstler jüdischen Glaubens, die als Zweitkarriere auf Kulturmensch und "Literat" umschulten. Der eine hatte vorher mehr Erfolg, der andere nachher.


zuletzt bearbeitet 19.09.2013 13:10 | nach oben springen

#30

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 13:18
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Ranicki sagt von sich selbst, das er Atheist ist. Da stellt sich für mich auch die Frage, was ein Jude ohne Glaube ist. Das gibt es nur bei den Juden. Da haben die Zionisten ein seltsames Konstrukt geschaffen. Aus einer Religionszugehörigkeit wurde eine Nationalität künstlich geschaffen, nur um den Staat Israel zu gründen.


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#31

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 16:11
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #29
Erinnert mich irgendwie an Markus Wolf. Beides stalinistische Geheimdienstler jüdischen Glaubens, die als Zweitkarriere auf Kulturmensch und "Literat" umschulten. Der eine hatte vorher mehr Erfolg, der andere nachher.


Manche hatten ihn auch nicht so richtig lieb, wenn ich z.B. an Martin Walsers "Tod eines Kritikers" denke.
Nun ist er wirklich tot.
Er hat ja in der Sache lange eine Entschuldigung eingefordert, glaube bekommen hat er sie aber nicht.


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.09.2013 16:13 | nach oben springen

#32

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 16:58
von Grenzgänger (gelöscht)
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Wer braucht eigentlich "Literaturkritiker" ?

Ich kaufe mir ein Buch, weil ich daraufgestossen bin, weil ich hineingeblättert habe und Passagen spannend / interessant / lesenswert fand.
Manchmal lese ich in der Zeitung oder einem Magazin davon oder höre im Autoradio eine Ankündigung, eine ganz kurze Themenangabe oder ähnliches.

Wenn mich das reizt, kaufe ich vielleicht das Buch und lese es- beim lesen spüre ich, ob es mich berührt, mich nachdenken lässt, ob es etwas in mir bewegt.
Nach dem Lesen weiss ich (für mich, und nur für mich), ob es "gut" oder "Mist" war.
Schon meine Frau kann mit den meisten "meiner" Bücher nicht so viel anfangen. Zwar kann ich ihr sagen: "Das war toll, musst du lesen"- aber sie wird bestimmt nicht von denselben Bildern / Passagen / Formulierungen / Gedanken berührt wie ich... und sie ist nicht "Lieschen Müller"!
Das akzeptiere ich.

Einer Freundin habe ich mal "Die Asche meiner Mutter" von Frank McCourt ausgeliehen mit der Bemerkung, dass das mMn nur Jungs verstehen können. So war es dann auch- es hat sie nicht "berührt"...

Ich mag es nicht, wenn selbsternannte (oder von den Medien dazu gemachte!) Pächter der alleinigen Wahrheit über die Güte der Literatur ihre für mich unmaßgebliche Meinung unters Volk bringen.
RR hat sicher nicht die Möglichkeit gehabt, zu sagen, dass wir jetzt mal eine "Literaturkritik- Sendung" machen- das hat sich ergeben durch das Stimmen der Quote nach ersten Experimenten damit!
Weil Zerfleischungsszenen immer gern vom Publikum gesehen werden (war schon bei den Gladiatoren und wahrscheinlich noch früher so)..

In meiner Erinnerung wird wohl nur Selbstgerechtigkeit hängen bleiben,
er möge in Frieden ruhen

Siggi


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#33

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 18:20
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Ich mochte seine Form der Kritik, dieses Scharfrichterhafte und Selbstgerechte auch nicht. Der Erfolg im Fernsehen gab ihm allerdings im Sinne der Quote Recht. Es war halt aufregend schrill und nicht mehr diese althergebrachte Döskopp-Literaturkritik, nervös durch verkniffen schmale Lippen gepresst. Die Buchverkäufe sollen auch deutlich angezogen haben. Seine Sprache war natürlich auch unverwechselbar.

Wenn ich mir einen TV-Spezi aussuchen dürfte, hätte ich aber trotzdem den "Schwarzen Kanal" mit Sudel-Ede lieber wieder zurück.


zuletzt bearbeitet 19.09.2013 18:22 | nach oben springen

#34

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 19.09.2013 18:41
von Rainman2 | 5.752 Beiträge

Nun ja, Grenzgänger,

es geht eigentlich in diesem Thread weniger darum, ob irgendjemand irgendetwas braucht. Aber der alte Kulturwissenschaftsstudent in mir treibt mich doch, ein paar Sätze dazu zu schreiben. Vorab, das Recht auf eigenen Geschmack, auf die freie Interpretation von Kunst ist nicht der Gegenstand der folgenden Sätze. Mir geht es nur um die Frage, was ist für mich ein Kritiker?

Kunstrezeption, und Lesen stellt eine solche dar, bedeutet nicht zwingend nur, sich unterhalten zu lassen und seinen Geschmack zu prüfen. Jenseits trivialer Unterhaltung ist Kunst zugleich auch, mal mehr mal weniger, eine schöpferische Auseinandersetzung mit allen Facetten von Natur und Kultur. Sie ist eine Entwicklung von Ausdrucksformen und Kommunikationsmöglichkeiten. In der bildenden Kunst und in der Musik sind die großen Künstler ihrer Zeit in der Regel 50 bis 75 Jahre voraus. Ähnliches, vielleicht nicht ganz so ausgeprägt, kann man auch über die anderen Kunstformen behaupten. Es ist dabei interessant, wenn man in der Rückschau zum Beispiel auf das 18. und 19., teilweise bereits auch auf das 20. Jahrhundert sich mal damit beschäftigt, was die Bestseller in den Kunstformen waren, während gleichzeitig die große, die bleibende und uns heute somit bekannte Kunst entstand.

Für mich ist ein guter Kritiker das Bindeglied zwischen seiner Zeit und der Kunst die in dieser Zeit entsteht. Die Aneignung eines Kunstwerkes ist ein zutiefst individueller Prozess. Aber die Kunstkritik kann weitere Ebenen der Reflexion schaffen, kann den Horizont eigenen Beobachtens erweitern. Es ist wie ein gutes Gespräch, in dem ich von mein Gegenüber durch kluge Fragen zu neuen Ufern gelange. Dabei verlange ich vom Kritiker zunächst Solidität im Handwerk. Er muss die Kunst, in deren Umfeld er sich bewegt, handwerklich bewerten können. Er muss aber zugleich die Fähigkeit haben, die vom Künstler angebotene Auseinandersetzung aufzugreifen und den Dialog zu führen, oder meinetwegen auch im Monolog der These zu entsprechen, dass der Text mehr ist, als der Autor. Alle unsere einfachen Sinneswahrnehmungen können durch Lernprozesse trainiert, verfeinert werden. Um so mehr gilt das auch für den hochkomplexen Vorgang der Kunstrezeption. Ein guter Kritiker ist dabei kein Lehrer, er ist eher ein Referent, dessen Vorlesung über den Gegenstand von mir als Erweiterung meines Wissens angenommen werden kann.

In seinen medialen Auftritten hat Marcel Reich-Ranicki dieser Sache nicht in Gänze entsprechen können, was aber weniger an seiner Eignung zum Kritiker lag, sondern nach meiner Auffassung eher dem Medium Fernsehen zuzuschreiben ist. Nutze ich aber die Möglichkeit, in seine Texte tiefer einzudringen, finde ich das, was ich oben beschrieb. Seine medialen Kurzurteile sind mir dabei bisweilen ziemlich schnurz gewesen. Sein Lesekanon hat bei mir die Frage hervorgerufen: Spinnt der? Aber jenseits rein geschmäcklerischer Betrachtungen sind seine Analysen fundiert, von der Liebe zum Handwerk und von dem Wunsch nach intellektueller Auseinandersetzung durchdrungen. Chapeau!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Marcel Reich Ranizki ist Tot

in Themen vom Tage 20.09.2013 01:54
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von GeMi im Beitrag #19
Zitat von frank im Beitrag #18
wer und wie auch immer ein mensch dem naziterror der damaligen zeit entkommen konnte, hat für mich
heut zu tage jede freiheit , auch einen 'verblödungspreis' des deutschen fernsehens , zu verweigern !!
der mann wußte von dem was er sprach !!!
ruhe in frieden .



Guten Morgen Frank,

Du solltest Deine Texte noch mal durchlesen, bevor Du speicherst. Obiger ist schwer verständlich.

Marcel Reich-Ranicki war für viele ein unbequemer Zeitgenosse, der seine Meinung nicht hinter dem Berg hielt.
Im Laufe der Zeit hatte er sich eine gesellschaftliche Stellung erarbeitet, die es ihm erlaubte, auch mal ordentlich vom Leder zu ziehen. Schaden konnte ihm keiner mehr.
Zu Kunstkritikern aller Art habe ich aber ein gespaltenes Verhältniss. Manche halten sich für gottähnlich und nur ihre Meinung zählt. Vor allem die Musikkritiker sind oft sehr, sehr böse.
Nun, Marcel Reich-Ranicki wird der deutschen und internnationalen Literaturszene fehlen und ein so unterhaltsamer Nachfolger ist nicht in Sicht.

Mit der Trauer habe ich so ein Problem. Über Menschen, die im hohen Alter versterben, kann und mag ich nicht trauern.
Der Tod gehört zum Leben dazu.




guten morgen @GeMi ,

1. glaube ich dir

2.traurig !!!



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#36

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 06.10.2013 01:50
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Erste Bilder vom Literaturpapst nach seinem Ableben aufgetaucht.


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#37

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 06.10.2013 18:24
von Rainman2 | 5.752 Beiträge

Hallo Eisenacher,

ja, das ist es. Ein literarisches Quartett mit der heiligen Dreieinigkeit. Der Vater, der Sohn, der heilige Geist und MRR - ich fürchte, das hätte ihm gefallen. Danke.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#38

RE: Marcel Reich-Ranicki ist Tot

in Themen vom Tage 06.10.2013 19:28
von LO-Wahnsinn | 3.485 Beiträge

Was ich an MRR so faszinierend fand, er machte den Mund auf, ohne Blumen vor selbigen zu nehmen, gut, seine Position erlaubte ihm das.
Er kritisierte auch "die Seinigen" also wenn es um Juden VON Juden ging, auch hier bekundete er offen seine Meinung, während Nichtjuden -vorallem die Deutschen- meistens krochen statt aufrecht zu gehn.
Ich kenne MRR nur aufrecht, ein sehr wertvoller Mensch ist da von uns gegangen.


Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt,
verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.
Ernst Moritz Arndt (1769 - 1860)
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