#141

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 24.11.2013 20:49
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Möönsch, BO

weisst doch, jeder sollte nur annähernd das wissen, was er zur Erfüllung seiner Aufgabe brauchte, nennt sich auch militärische Geheimhaltung. Aber kennste ja.

Außerdem ist das mit der SM-70 schon über ein viertel Jahrhundert her, da kanns schon mal Erinnerungslücken geben.

Frag einfach mal bei Th nach, der hat die Dienstvorschriften und AO dazu mit Sicherheit in seinem "turnhallengroßen" Archiv.


Hansteiner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 24.11.2013 20:59 | nach oben springen

#142

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 04.12.2013 19:32
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von GZB1 im Beitrag #141
Möönsch, BO

weisst doch, jeder sollte nur annähernd das wissen, was er zur Erfüllung seiner Aufgabe brauchte, nennt sich auch militärische Geheimhaltung. Aber kennste ja.

Außerdem ist das mit der SM-70 schon über ein viertel Jahrhundert her, da kanns schon mal Erinnerungslücken geben.

Frag einfach mal bei Th nach, der hat die Dienstvorschriften und AO dazu mit Sicherheit in seinem "turnhallengroßen" Archiv.




Ooch noe.....GZB one...

die technische Seite zu "beleuchten"iss heute nich mehr sooo schwer!
Demnaechst in diesem "Theater" wir behalten das mal im "Auge".....

Gruessli BO


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#143

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 04.12.2013 22:50
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Meine Antwort wird Dich enttäuschen, aber ich will wenigstens meine Bereitschaft zeigen.

Trotz des Stempels im Wehrdienstausweis (noch an der OHS bekommen) kann ich mich beim besten Willen nicht an technische Dinge dieser Anlage erinnern. In Erinnerung ist mir, dass auf der FÜST ein Aggregat je Anlage stand. Das Teil war ja bald so groß wie ein kleiner Kühlschrank und hatte ein Einschubteil (nicht lachen - keine Ahnung wie so etwas heißt) mit rechts und links einem Griff. Für jede der zwei Zonen waren wohl 9 ? Segmente an diesen Einschub mit je einer roten und einer grünen Lampe. Ich kann mich besinnen, dass bei so manch technischer Schwierigkeit (meist natürlich vor der Ablösung) mit dem Ding der Einschub kurz rausgezogen werden konnte (natürlich nicht durfte), kurzes Stoßgebet nach oben und dann wieder rein damit. Entweder waren alle Lämpchen wieder grün oder die Ablösung verzögerte sich eben z. B. durch einen lauten Knall...So weit ich weiß, hatte ich Glück.

friedliche Grüße Andreas

edit RSF


jecki09 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 05.12.2013 07:44 | nach oben springen

#144

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 05.12.2013 20:54
von Boelleronkel (gelöscht)
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Zitat von ehem. Hu im Beitrag #143
Meine Antwort wird Dich enttäuschen, aber ich will wenigstens meine Bereitschaft zeigen.

Trotz des Stempels im Wehrdienstausweis (noch an der OHS bekommen) kann ich mich beim besten Willen nicht an technische Dinge dieser Anlage erinnern. In Erinnerung ist mir, dass auf der FÜST ein Aggregat je Anlage stand. Das Teil war ja bald so groß wie ein kleiner Kühlschrank und hatte ein Einschubteil (nicht lachen - keine Ahnung wie so etwas heißt) mit rechts und links einem Griff. Für jede der zwei Zonen waren wohl 9 ? Segmente an diesen Einschub mit je einer roten und einer grünen Lampe. Ich kann mich besinnen, dass bei so manch technischer Schwierigkeit (meist natürlich vor der Ablösung) mit dem Ding der Einschub kurz rausgezogen werden konnte (natürlich nicht durfte), kurzes Stoßgebet nach oben und dann wieder rein damit. Entweder waren alle Lämpchen wieder grün oder die Ablösung verzögerte sich eben z. B. durch einen lauten Knall...So weit ich weiß, hatte ich Glück.

friedliche Grüße Andreas

edit RSF


Nabend HU....
noe,ick lache ueberhaupt nich....verstehe was Du geschrieben hast.
Das gruene Laempchen stand demnach fuer "alles iO"....Strom ist da,keine Ausloesung,die Anlage ist in Bereitschaft....?

Wenns dann mal rot aufleuchtete,bedeutete das dann eine Ausloesung,oder Kabelunterbrechung,also eine Stoerung....

Es gab zwei Verkabelungen an den Minen,ein Relaiskontakt fuer die Zuendvorrichtung,ein Relaiskontakt fuer Signale....beide wurden mechanisch bedient.....loeste das Ding aus,dann schnellte ein Metall"Kegel"zwischen die Kontakte und somit schloss sich ein Stromkreis als Zuendung und der andere eben als Signal zur Fuest.
Das die "Steuer und Stromversorgungseinheit so gross war wie ein Kuehlschrank,duerfte an der Stromversorgung einer solchen Anlage gelegen haben.....
Trafos,Gleichrichter etc.erforderten in sozialistischer Bauweise etwas Platz....

Zu der "Technik rein und raus eines Einschubs/Recks..wie auch immer,zur "Beseitigung" einer vermeindlichen Stoerung,jo das war sehr gefaehrlich....

Demnaechst mehr...ick muss und danke fuer deine Ausfuehrungen...
Gruss BO


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#145

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 01:22
von West_Tourist (gelöscht)
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Zu diesem Thema der bekannte Fernsehfilm Todesautomatik. Über Michael Gartenschläger welcher an der Zonengrenze erschossen wurde. Bei Youtube, allerdings in 8 Teilen

www.youtube.com/watch?v=pIeEqkXzp-w


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#146

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 10:11
von 94 | 10.792 Beiträge

Na klar, ein Spielfilm mit seeeeehr viel künstlerischer Freiheit ist ja auch 'ne 1a-Quelle für dokumentierte Zeitgeschichte. Zum Beispiel wie deutlich aus dieser Szene (http://youtu.be/_Ar6_CIhonQ?t=511s) hervorgeht, dass das Feuer von MG eröffnet wurde, *woooow* (Und jetzt Ironie wieder aus.)

Ein wirklich gut recherchierten Film, welcher dann sogar zur Quelle taugt, ist 'Gegen die Grenze' von Dittner und Kampas ...
http://expressive.tv/documentaries/gegen_die_grenze

Auch im Rahmen einer Kombinierte Film- und Vortragsveranstaltung mit dem Titel 'Was geschah an der Grenzsäule 231?' wird diese Doku gezeigt, Prädikat 'ansehenswert' ...
http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?t=3655

P.S. Übrigens, auch in der DDR wurden die Drecksdinger hochoffiziell 'Selbstschußanlagen' genannt, erstmalig von Honecker gegenüber österreichischen Journalisten, hier der Artikel aus dem Zentralorgan vom 6.10.83 auf Seite 2 ...
http://www.nd-archiv.de/artikel/1549169..html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Lutze hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.12.2013 10:52 | nach oben springen

#147

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 13:03
von 80er | 572 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #146
Na klar, ein Spielfilm mit seeeeehr viel künstlerischer Freiheit ist ja auch 'ne 1a-Quelle für dokumentierte Zeitgeschichte. Zum Beispiel wie deutlich aus dieser Szene (http://youtu.be/_Ar6_CIhonQ?t=511s) hervorgeht, dass das Feuer von MG eröffnet wurde, *woooow* (Und jetzt Ironie wieder aus.)


Nu, @4und9zig, sei´ mal nich so streng! Die hatten eben keine Insider als Berater. Ausserdem, der 08/15 FS-Konsument merkt´s eh nich!
Edit
PS: Ausserdem steht im Vorspann: Frei nach ...


zuletzt bearbeitet 06.12.2013 13:10 | nach oben springen

#148

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 14:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #147
Die hatten eben keine Insider als Berater. Ausserdem, der 08/15 FS-Konsument merkt´s eh nich! [...]
Ausserdem steht im Vorspann: Frei nach ...
Na den Insider-Berater wird's wohl auch nicht gebraucht haben. Mach Dich mal zu Lothar Lienicke, einem der Autoren von Todesautomatik, schlau. Und wenn man dann weiß, was die Intention dieses Herren ist ...
Aber stimmt schon @80er, allzu ernst sollte man Spielfilme und besonders deren Empfehlung sowieso nicht nehmen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


80er hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.12.2013 14:11 | nach oben springen

#149

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 14:22
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Zitat von Boelleronkel im Beitrag #144

Zu der "Technik rein und raus eines Einschubs/Recks..wie auch immer,zur "Beseitigung" einer vermeindlichen Stoerung,jo das war sehr gefaehrlich....



ja, stimmt. Nur der "Mienentrupp" vom Bat. hat das auch nicht anders gemacht. Man ist ja lernfähig. Problematisch war ja nur, ob in der kurzen Zeit des out-Zustandes ein Vögelchen die Reißleine gezogen hat, oder?

friedliche Grüße Andreas


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#150

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 14:40
von SET800 | 3.104 Beiträge

Hallo,
grundsätzliche Frage, nach dem Schußwaffenreglement ( den "Spielregen" ) wäre ja im Prinzip kein Unwissender durch Schüsse zu Schaden gekommen, aufgrund von allgemein geforderten Anruf und Warnschuß, das daß nicht immer perfekt klappte, eine andere Sache, warum auch immer.

Wie war das prinzipiell bei den pioniertechnischen Sprengkörpern? Welche Hinweise und Warnungen oder welche mit Warnschildern versehenden niedrigen Zäune mußten vorsätzlich überklettert werden um in den Gefahrenbereich zu gelangen?

Oder hätte theoretisch der naive "Pilzsammler" bei totalen Schlafstunden der Posten dahin gelangen können?



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#151

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 14:59
von ehem. Hu | 466 Beiträge

Sofern der "naive" Pilzsammler zwischen Grenzsignalzaun und Zaun I seinem Hobby - dem Pilzefangen - nachgegangen wäre, ja.

friedliche Grüße Andreas


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#152

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 20:16
von 94 | 10.792 Beiträge

Zumindest an den Minensperren gab's doch diese Schilder?


Quelle: runde-ecke-leipzig.de


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#153

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 20:20
von Hansteiner | 1.422 Beiträge

Genau, die standen zwischen KW und 6m-KS. Abstand ca. 30m ?????
zu lange her.

H.



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#154

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 20:24
von Mike59 | 7.980 Beiträge

Zitat von Hansteiner im Beitrag #153
Genau, die standen zwischen KW und 6m-KS. Abstand ca. 30m ?????
zu lange her.

H.

Und zwischen Grenzzaun und Grenzlinie standen die auch !


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#155

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 20:35
von 94 | 10.792 Beiträge

Na eher direkt an der Grenzlinie?


Quelle: http://footage.framepool.com/mov/downloa...895-441-967.mov


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 06.12.2013 20:37 | nach oben springen

#156

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 20:43
von Lutze | 8.042 Beiträge

von welcher Seite konnte man diese Schilder lesen?,
von beiden Seiten der Grenze?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#157

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 20:49
von Hansteiner | 1.422 Beiträge

Lutze,

du konntest einmal so und einmal so lesen !
Für jeden was.

H.



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#158

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 20:49
von Fritze (gelöscht)
avatar

Na Lutze ,Du hättest sie wohl gern von der anderen Seite gelesen !


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#159

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 20:59
von Lutze | 8.042 Beiträge

Zitat von Fritze im Beitrag #158
Na Lutze ,Du hättest sie wohl gern von der anderen Seite gelesen !

solche Schilder kenne ich nicht,
verduften wollte ich,
wenn ich das bis ins Grenzgebiet geschafft hätte,
wäre ich áuf so ein Schild gestoßen?,
eine andere Frage, wann wurden diese Minenschilder
entfernt?,nach dem Abbau der Selbstschußanlagen?,
oder sollten sie noch zur Abschreckung stehen bleiben?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
zuletzt bearbeitet 06.12.2013 21:00 | nach oben springen

#160

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 06.12.2013 21:33
von Mike59 | 7.980 Beiträge

So @Boelleronkel ich versuche mal eine Antwort. Ich weiß das ist ein Wagnis - deine Ansprüche sind sehr hoch.
Ich habe mal versucht aus meiner Erinnerung das Steuer und Anzeigegerät nach zu gestalten - ich gebe zu ist nicht einfach. Stelle dir den Kasten eher quadratisch vor.
Ich gehe mal von Oben nach unten. Die Schreiber konnten nach vorne geklappt werden und dann konnte das mechanische Laufwerk aufgezogen werden. Ob jetzt gleich der Einschub mit den Zonen kam oder erst ein Einschub ohne Kontroll- und Bedienelemente kann ich heute nicht mehr sagen.

Im Einschub für die einzelnen Abschnitte (Anlage = 2 Zonen, Zone = 9 Abschnitte) waren je Abschnitt ein Einschub. Kontrollleuchten mit verschiedenen Farben gelb- grün- rot (Reihenfolge ??) sowie ein Taster zur Kontrolle und Fehlerbehebung.
Ganz unten befand sich der Einschub welcher bei uns "Konverterblock" genannt wurde. Kontrolleuchte Zündspannung (nach meiner Erinnerung) Farbe gelb - die Sicherung für die Zündspannung war wohl eine Feinsicherung mit Glaskörper- keine Ahnung für welche Spannung, kann ja nicht hoch gewesen sein. Konnte jedenfalls ganz einfach entnommen werden.

Bei Gewitter haben wir die Anlage ausgeschalten, deswegen muss auch irgendwo ein Ein/Ausschalter gewesen sein. Der Block mit der Zündspannungssicherung wurde bei Gewitter gezogen - bevor der wieder eingeschoben wurde haben wir die Sicherung für die Zündspannung entfernt. Nach dem Gewitter den Block mit entfernter Sicherung für die Zündspannung wieder eingeschoben. Hat dann beim Zuschalten ein Abschnitt eine Auslösung angezeigt haben wir erst versucht diese mit dem Taster für die Kontrolle und Fehlerbehebung zu beheben. Hat das nicht geholfen Meldung an KGSi im GB - A Gruppe - Marsch Marsch. Hat es geholfen - Sicherung für die Zündspannung einsetzen und lauschen. Wer noch andere Erinnerungen hat kann sich ja beteiligen - das ist das was noch so bei mir vorhanden ist.

Angefügte Bilder:
501.JPG

zuletzt bearbeitet 06.12.2013 22:05 | nach oben springen


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