#21

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 17.09.2013 21:30
von js1 | 41 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #15
....Aber nach der Aussage von js1 könnte man denken dort herrschte ein reger Grenzverkehr ..

Das nun nicht gerade, aber während ich da war gab es wohl so 4 oder 5 solche Aktionen. Vermutlich eben deshalb weil dieser Grenzabschnitt so abgelegen und nicht so extrem gesichert war.

Zitat von SET800 im Beitrag #20
Austausch, das konnte doch offiziell sogar in Helmstedt-Marienborn abgewickelt werden, oder weniger auffällig an der B4/F4.bei Eisfeld...

An der GÜST in Eisfeld? Und vielleicht gleich neben dem Linienbus nach Coburg?
Scherzkeks :)


zuletzt bearbeitet 17.09.2013 21:34 | nach oben springen

#22

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 17.09.2013 21:30
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von SET800 im Beitrag #20
Zitat von passport im Beitrag #15
Aus dem Grund wurden da vielleicht auch oft Agenten ausgetauscht.
passport


Austausch, das konnte doch offiziell sogar in Helmstedt-Marienborn abgewickelt werden, oder weniger auffällig an der B4/F4.bei Eisfeld...

Anders Schleusung, davon sollten ja Bundeskräfte oder Allierte nichts mitbekommen....


nee, wie hieß doch der Film?" Es geschah am hellerlichten Tag"


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#23

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 08:28
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von SET800 im Beitrag #17
Hallo,
was war darüber in der allgemeinen DDR-Bevölkerung bekannt? Es war ja durchaus im Sinne des Staates daß die Bürger wußten daß nicht westlich von Schierke oder Elend gleich der Kurpark von Braunlage läge..., eine Paddeltour von Wittenberge elbawärts nachts auch nicht eine gute Idee ist.

Totale Geheimhaltung so etwa "es gibt nur eine Sperrrzone" für die man Ausweise und Bewillungen braucht wäre ja nicht vorfallvermindernd.

Gruß


Gute Frage, nach meiner Erinnerung wurde in den DDR-Medien nicht detailliert über den Schutzstreifen und gleich gar nicht über die 501 berichtet.
Der gemeine DDR-Bürger kam wohl an diese Informationen eher über Gerhardt Löwenthal.
Bei mir gab es beim Anblick dieser, ich schreibe mal "Dinger", schon einen gewissen Aha-Effekt und ein Nachdenken, weil, wer es nötig hat so etwas gegen Zivilisten einzusetzen der hat mit Menschlichkeit wohl ein etwas tiefgründigeres Problem.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.09.2013 08:31 | nach oben springen

#24

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 08:35
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #13
...Habe mich an dem Wort "ausgetauscht" gestossen.
Schon mal daran gedacht,was auf der anderen Seite der Grenze DDR bei solchen Aktionen ablief?

seaman



Ja, Vorfeldsicherung und Abschirmung können als bekannt vorausgesetzt werden. Genauso lange Pausen bei Waldarbeitern und Urlauber, die sich stundenlang in begrenzten Bereichen aufhielten... Das und vergleichbares hatten beide Seiten drauf.
Ebenso, dass in etwa zwei Drittel der Aktionen dann gar nichts ablief weil es immer zwei Ausweichpunkte gab für den Fall, dass irgendwelche Auffälligkeiten (siehe Waldarbeiter oder standhafte Urlauber) auf der Gegenseite festgestellt wurden.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#25

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 08:41
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von S51 im Beitrag #24
Zitat von seaman im Beitrag #13
...Habe mich an dem Wort "ausgetauscht" gestossen.
Schon mal daran gedacht,was auf der anderen Seite der Grenze DDR bei solchen Aktionen ablief?

seaman



Ja, Vorfeldsicherung und Abschirmung können als bekannt vorausgesetzt werden. Genauso lange Pausen bei Waldarbeitern und Urlauber, die sich stundenlang in begrenzten Bereichen aufhielten... Das und vergleichbares hatten beide Seiten drauf.
Ebenso, dass in etwa zwei Drittel der Aktionen dann gar nichts ablief weil es immer zwei Ausweichpunkte gab für den Fall, dass irgendwelche Auffälligkeiten (siehe Waldarbeiter oder standhafte Urlauber) auf der Gegenseite festgestellt wurden.


Ach so war das,dachte weiter.
Was passierte mit einem/er Geschleusten von Ost nach West.Wer nahm diese in Empfang,was lief dann?

seaman


zuletzt bearbeitet 18.09.2013 08:42 | nach oben springen

#26

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 08:50
von Hansteiner | 1.413 Beiträge

Warum sollte auch darüber berichtet werden ? Informationen gab es mitunter nur übers Westfernsehen, was ja bekanntlich nicht jedem zugänglich war. Selbst auf der US wurde das Thema Minensperren gar nicht behandelt ( ich kann mich nicht erinnern )
Und die 501 war zu meiner Zeit noch als VS eigestuft ! Nach meiner Eiweisung an der 501 und deren Zentalen, mußten wir sogar glaube ich in einen Dienstbuch unterschreiben worauf GVS stand.
Ich persönlich hatte jedenfalls einen großen Respekt vor den an sich harmlos aussehenden Dingern am Zaun !
Deshalb jeder der vor der 501 festgenommen wurde, hatte irgendwie "Glück im Unglück", finde ich !

H.



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#27

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 08:56
von andyman | 1.875 Beiträge

Hallo Forum.Hat das jetzt noch mit dem Thema zu tun oder wird hier aus Langeweile einfach weiter gepostet was das Zeug hält? Mal ne einfache Frage an @js1.Hat ein ehemaliger Grenzer wirklich noch nichts von Selbstschussanlagen gehört oder war das ein Jux? LG andyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#28

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 09:01
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #22
(...)
nee, wie hieß doch der Film?" Es geschah am hellerlichten Tag"

Hat mit Schleusung nichts zu tun, sondern handelt von einem Kinderschänder

Theo


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#29

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 09:03
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber zu meiner Zeit (ab 1978) wurde das Thema nicht mehr unterrichtet, ich kann mich nicht daran erinnern. Minenstreifen gab es wohl noch, aber die Selbstschussanlagen waren da wohl schon abgebaut.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#30

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 09:25
von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 | 1.039 Beiträge

Ich muss mich revidieren, bei uns hieß das nie Selbstschussanlage sondern Mine, und das war es ja letztendlich auch, daher die Verwirrung bei mir. Da ich aber für die Ausbildung von SPW- Fahrern ausgebildet wurde, ist das an uns wohl vorbeigegangen.


Der Helm, den ich trage, hat viele Beulen. Einige davon stammen auch von meinen Feinden. Jürgen Kuczynski "Dialog mit meinem Urenkel"


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#31

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 09:42
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von 4.Zug 4.Kompanie GAR-40 im Beitrag #29
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber zu meiner Zeit (ab 1978) wurde das Thema nicht mehr unterrichtet, ich kann mich nicht daran erinnern. Minenstreifen gab es wohl noch, aber die Selbstschussanlagen waren da wohl schon abgebaut.

Ist ziemlich egal wie du es nennst. Damit hatten die Berliner nichts zu schaffen. Die wurden bei euch auch nie abgebaut, weil nie aufgebaut. Und an der Grenze West wurde dieSM 70 erst ab 1984 demontiert.


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 09:49
von js1 | 41 Beiträge

Zitat von andyman im Beitrag #27
...Mal ne einfache Frage an @js1.Hat ein ehemaliger Grenzer wirklich noch nichts von Selbstschussanlagen gehört oder war das ein Jux? LG andyman

Da wo ich an der Grenze war gabs keine solche Selbstschußanlagen am Sperrzaun, so wie es hier von Einigen berichtet wird. Es gab bei uns Bodenminien im Minenstreifen zwischen den beiden Sperrzäunen. Die waren aber, wie der Name schon sagt, im Erdboden vergraben. Wenn es stark geregnet hatte konnte man manchmal welche davon sehen. Und an manchen Stellen war nicht mal das.
Mehr gabs bei uns nicht.


hardi24a und Greso haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.09.2013 09:50 | nach oben springen

#33

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 09:53
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von js1 im Beitrag #32
Zitat von andyman im Beitrag #27
...Mal ne einfache Frage an @js1.Hat ein ehemaliger Grenzer wirklich noch nichts von Selbstschussanlagen gehört oder war das ein Jux? LG andyman

Da wo ich an der Grenze war gabs keine solche Selbstschußanlagen am Sperrzaun, so wie es hier von Einigen berichtet wird. Es gab bei uns Bodenminien im Minenstreifen zwischen den beiden Sperrzäunen. Die waren aber, wie der Name schon sagt, im Erdboden vergraben. Wenn es stark geregnet hatte konnte man manchmal welche davon sehen. Und an manchen Stellen war nicht mal das.
Mehr gabs bei uns nicht.



rot mark.
das ist aber eine sehr lockere Beschreibung eines Zustandes, der einem der darüber läuft, den Ar... auf Grundeis gehen lässt. Selbst erlebt.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 18.09.2013 09:53 | nach oben springen

#34

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 10:04
von DoreHolm | 7.695 Beiträge

Zitat von Gert im Beitrag #33
Zitat von js1 im Beitrag #32
Zitat von andyman im Beitrag #27
...Mal ne einfache Frage an @js1.Hat ein ehemaliger Grenzer wirklich noch nichts von Selbstschussanlagen gehört oder war das ein Jux? LG andyman

Da wo ich an der Grenze war gabs keine solche Selbstschußanlagen am Sperrzaun, so wie es hier von Einigen berichtet wird. Es gab bei uns Bodenminien im Minenstreifen zwischen den beiden Sperrzäunen. Die waren aber, wie der Name schon sagt, im Erdboden vergraben. Wenn es stark geregnet hatte konnte man manchmal welche davon sehen. Und an manchen Stellen war nicht mal das.
Mehr gabs bei uns nicht.



rot mark.
das ist aber eine sehr lockere Beschreibung eines Zustandes, der einem der darüber läuft, den Ar... auf Grundeis gehen lässt. Selbst erlebt.




Bei uns gabs noch weniger als Nichts. Grenze nördlich Berlin, Feld, Wald und Wiese, also bestens eigentlich für Minen und dergleichen geeignet. Nichts von alledem. Begründet wurde uns das damals (Ende der 60er), daß wegen der relativen dichten Bebauung um Berlin-West keine Minensperren aufgestellt werden. Von sog. "Selbstschussanlagen" hörte ich erst lange Zeit nach meiner Dienstzeit und konnte mir außer den schon bekannten Bodenminen nichts Konkretes vorstellen. Das, was bei uns als sog. Selbstschussanlagen existierten, waren lediglich Signalanlagen, die, bei sachgerechter Anbringung, keinen Schaden anrichten konnten, wenn man vom Schreck absieht, wenn jemand sowas auslöst. Es waren entweder Knallsignale, die in Fußhöhe z.B. an einem Baum angebracht waren oder Pfeifer, die in mind. 2 m Höhe installiert waren. Ausgelöst durch einen dünnen Draht. Wimre, wurde darüber schon mal hier geschrieben, merke aber, daß es trotzdem immer wieder, da ständig Neue hier dazukommnen, mal wieder erwähnt werden muß.



hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.09.2013 10:05 | nach oben springen

#35

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 10:12
von Hansteiner | 1.413 Beiträge

Man muss doch bedenken,dass es bei der Länge der Grenze ördliche Unterschiede gab.
Nicht zu vergessen die vielen Jahre ihrer Exisstenz.
Die vielen Änderungen im laufe der Jahre kommen doch im Forum gut rüber, oder?

H.



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#36

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 13:09
von EK82I | 869 Beiträge

Hallo js1,wenn Du Dich mal informiert hast in diesem Forum,dann wirst Du sicher die Unterschiede dieser verteufelten Technik erfahren. Ich war mit einigen Kameraden vor kurzer Zeit im Bereich der Jeetze.Das liegt im damaligen Bereich des 2.GB des GR24.
Hier gab es wohl das erste Opfer der sogenannten SM 70.
Es handelt sich um Hans Frank.Er löste bei seiner Flucht diese Anlage aus.Trotz schwerer Verletzungen ereichte er den Westen.Leider fanden eingesetzte Kräfte von der Westseite her diesen Menschen nicht mehr rechtzeitig.Er verblutete.
In diesen Bereich wurden auch wir ab und zu mal "Deligiert",das war im Jahre 81.Bei Anfahrt in den Abschnit sahen wir jenseits der Jeetze immer dieses Kreuz.Damals hat man uns nichts über dieses Mahnmal erzählt. Heute befindet sich an dieser Stelle diese kleine Gedenkstätte.
Man frage mich aber nicht nach den Örtlichkeiten,so genau haben wir das damals nicht mitbekommen.
Dieses traurige Ereignis fand schon zum Beginn des Einsatzes der SM 70 statt,Anfang der 70 er.
Auch bei uns in hingen diese Teile am Zaun.Bei Auslösungen war meistenteils auf beiden Seiten des Zaunes Panik angesagt.Auch bei Gewitter war man vor Auslösungen nicht sicher,es gab auch Massenauslösungen.
Ich selber hab diese Dinger immer noch vor Augen,war irgendwie gespenstisch bei K6 Kontrolle die Dinger neben sich.SM70 oder 501,das gleiche Wort für eine schreckliche Erfindung.
Ich hab diesen Text schon eine Weile gespeichert,weil das mit den Bildern laden nicht funzte. Heute neuer Versuch. Noch mal zu SM 70 oder 501oder wie auch immer. Hat man uns damit in der Ausbildung konfontiert,mit erste Hilfe wenn man mit Opfern dieser Waffe konfontiert geworden wäre? Zu meiner Zeit nicht.Aber noch mal zu den Bildern.
Das funktioniert immer noch nicht,reich ich noch nach.


js1, utkieker und MHL-er haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.09.2013 13:12 | nach oben springen

#37

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 13:16
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Zitat von EK82I im Beitrag #36
Hallo js1,wenn Du Dich mal informiert hast in diesem Forum,dann wirst Du sicher die Unterschiede dieser verteufelten Technik erfahren. Ich war mit einigen Kameraden vor kurzer Zeit im Bereich der Jeetze.Das liegt im damaligen Bereich des 2.GB des GR24.
Hier gab es wohl das erste Opfer der sogenannten SM 70.
Es handelt sich um Hans Frank.Er löste bei seiner Flucht diese Anlage aus.Trotz schwerer Verletzungen ereichte er den Westen.Leider fanden eingesetzte Kräfte von der Westseite her diesen Menschen nicht mehr rechtzeitig.Er verblutete.
In diesen Bereich wurden auch wir ab und zu mal "Deligiert",das war im Jahre 81.Bei Anfahrt in den Abschnit sahen wir jenseits der Jeetze immer dieses Kreuz.Damals hat man uns nichts über dieses Mahnmal erzählt. Heute befindet sich an dieser Stelle diese kleine Gedenkstätte.
Man frage mich aber nicht nach den Örtlichkeiten,so genau haben wir das damals nicht mitbekommen.
Dieses traurige Ereignis fand schon zum Beginn des Einsatzes der SM 70 statt,Anfang der 70 er.
Auch bei uns in hingen diese Teile am Zaun.Bei Auslösungen war meistenteils auf beiden Seiten des Zaunes Panik angesagt.Auch bei Gewitter war man vor Auslösungen nicht sicher,es gab auch Massenauslösungen.
Ich selber hab diese Dinger immer noch vor Augen,war irgendwie gespenstisch bei K6 Kontrolle die Dinger neben sich.SM70 oder 501,das gleiche Wort für eine schreckliche Erfindung.
Ich hab diesen Text schon eine Weile gespeichert,weil das mit den Bildern laden nicht funzte. Heute neuer Versuch. Noch mal zu SM 70 oder 501oder wie auch immer. Hat man uns damit in der Ausbildung konfontiert,mit erste Hilfe wenn man mit Opfern dieser Waffe konfontiert geworden wäre? Zu meiner Zeit nicht.Aber noch mal zu den Bildern.
Das funktioniert immer noch nicht,reich ich noch nach.

OT : Schau mal hier t10233f63-Eine-oder-mehrere-Frage-n-an-ALLE-User-Betreffs-Einstellen-von-Fotoshtml. nach. Wegen dem einstellen von Bildern, meine ich.


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#38

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 14:03
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Zitat von EK82I im Beitrag #36
... Ich selber hab diese Dinger immer noch vor Augen,war irgendwie gespenstisch bei K6 Kontrolle die Dinger neben sich.SM70 oder 501,das gleiche Wort für eine schreckliche Erfindung. ...

Hallo EK82I,

SM-70 war die Bezeichnung der Mine selbst. Anlage 501, oder auch deren Nachfolger Anlage 701, hieß der Minenkomplex, der über einen Schaltschrank auf der Führungsstelle gesteuert bzw. überwacht werden konnte. Ein solcher Komplex war knapp 5 Kilometer breit. Die Minen wurden in Abschnitten eingesetzt, die aufgrund der Beurteilung der Lage des Regimentskommandeurs in Abstimmung mit dem Grenzkommando als "Raum der Hauptanstrengung" (RdH) definiert waren. Die Grundlage dafür wiederum war die Analyse möglicher Annährungswege an die Grenze, die als sogenannte "Wahrscheinliche Richtung der Bewegung von Grenzverletzern" (WRG) bezeichnet wurden. Ab Kompaniechef aufwärts führte jeder Kommandeur die Beurteilung der Lage durch und bestimmte WRG und RdH. Diese wurden auch in die Karten eingezeichnet. Sie waren im Einsatz sowie in der Planung die Grundlage für die Durchsetzung des Prinzips: "Konzentration der Kräfte und Mittel in der entscheidenden Richtung zur entscheidenden Zeit". Die Installation der Minen und auch der anderen Unterstützungsmittel (B-Türme, Signalgeräte, Scheinwerfer, Hundelaufanlagen u.ä.m.) erfolgte stets unter Berücksichtigung dieses Prinzips.

Im Apparat der Militärmaschine und dem dazugehörigen Fachjargon ging leicht unter, gegen wen das eigentlich gerichtet war und was es letztlich bewirken sollte. In der Logik des Militärs steht die Aufgabe über dem einzelnen Menschen. Schlimm, wenn einem das zu spät bewusst wird. Ich weiß da, wovon ich rede.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


4.Zug 4.Kompanie GAR-40 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 15:03
von js1 | 41 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #34
Bei uns gabs noch weniger als Nichts......(Ende der 60er.

Ich war von 1973-1974 an der Grenze, ganz unten im Zipfel, südlich von Hildburghausen. Damals waren gerade erst die beiden Streckmetallzäune und dazwischen die Minensperre aufgebaut. An manchen Stellen gabs noch nicht mal den Streckmetallzaun und die Minensperre. Am Zaun hängende Minen gabs damals noch keine.
Unser alter Kompaniechef (war paar Monate vor der Rente) hat uns oftmals erzählt wie es noch früher da war an der Grenze. Als es überhaupt noch keinen Zaun gab, nur kleine Grenzmarkierungen. Er hat immer erzählt wie sie zusammen mit der Grenzpolizei vom Westen in der Kneipe saßen.
Das war noch gemütlich damals. An Batallionssicherung und sowas dachte da noch keiner. Da war noch absolute Ruhe im Kompaniegebäude, auch tagsüber. Da ja immer ein Zug Nachtruhe hatte. An irgendwelche militärische Übungen war auch nicht zu denken.

Zitat von Gert im Beitrag #33
....das ist aber eine sehr lockere Beschreibung eines Zustandes, der einem der darüber läuft, den Ar... auf Grundeis gehen lässt...


Warum, was ist daran für den Grenzer so beängstigend? Ganz im Gegensatz zu den Minen, die ein paar Meter am Zaun neben seinen Kopf baumeln.


hardi24a hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.09.2013 21:44 | nach oben springen

#40

RE: Selbstschußanlagen?

in Mythos DDR und Grenze 18.09.2013 17:03
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Gert ist des Nächtens über eine schneebedeckte Mienensperre nach der BRD ausgereist, so ganz ohne gültiges Visa.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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