#1

der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.09.2013 15:24
von Lutze | 8.027 Beiträge

wäre das möglich gewesen,das die Sowjetunion
den Erdölhahn zur DDR zugedreht hätte?,
Anfang der 80ziger stanken die Benzinabgase anders,
wieso,weshalb und warum ,ich weiß es nicht,
weiß jemand mehr darüber?
gruß Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#2

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.09.2013 15:32
von Kurt | 933 Beiträge

Hallo Lutze,

Ja, klar, warum nicht? Breschnew hat die Erdöllieferungen in die DDR sogar erheblich gedrosselt.
Die DDR kaufte dann in Venezuela noch Öl dazu.

Viele Grüße,

Kurt


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#3

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.09.2013 15:42
von Lutze | 8.027 Beiträge

aus Süd-Amerika hat die DDR Erdöl bekommen?,
das war mir nicht bekannt,
und wir bauten die Freundschaftstrasse
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#4

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.09.2013 15:43
von Alfred | 6.841 Beiträge

Kurt,

richtig, die UdSSR hielt sich nicht an ihre Verpflichtungen zur Lieferung einiger Rohstoffe, so auch Erdöl.
Aber die UdSSR war auch darüber verstimmt, dass die DDR das gelieferte aus der UdSSR an die BRD weiter verkaufte. Zu bestimmten Zeitpunkten konnten damit richtig Devisen erwirtschaftet werden.


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#5

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.09.2013 15:52
von damals wars | 12.113 Beiträge

Die DDR verkaufte die aus Erdöl hergestellten Produkte,sprich Benzin, ursprünglich war sogar mal die Umstellung auf Petrolchemie geplant.
aber da spielte der große Bruder nicht mehr mit. Walter hatte wohl Breschnew tüchtig zugesetzt, nach dem Motto: Von der DDR lernen heißt siegen lernen, und dann war es aus mit der unzerbrüchlichen Freundschaft.
Hähne zudrehen ist keine Erfindung von Putin.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
zuletzt bearbeitet 14.09.2013 15:52 | nach oben springen

#6

Ich weis mehr darüber, ich, ich, ich

in DDR Zeiten 14.09.2013 16:29
von Krepp | 532 Beiträge

Hallo,

Zitat von Lutze im Beitrag #1

.........Anfang der 80ziger stanken die Benzinabgase anders,
wieso,weshalb und warum ,ich weiß es nicht,
weiß jemand mehr darüber?
gruß Lutze


Du wirst es nicht glauben, aber es gibt nur noch sehr wenige Trabbis (2Takter)
und auch bei den 4Taktern hat sich die Technologie weiterentwickelt.



Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
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#7

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.09.2013 17:56
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #3
aus Süd-Amerika hat die DDR Erdöl bekommen?,
das war mir nicht bekannt,
und wir bauten die Freundschaftstrasse
Lutze


Ja, der Tanker Böhlen, welcher vor der Bretagne sank, war z.B. auf der Heimreise aus Venezuela.
Wie Alfred schon schrieb, Mitte der siebziger Jahre lieferten unsere Raffinerien in der Tat Benzin für Devisen nach Westeuropa.
Die Dampfloks der Baureihe 01 bekamen Öltender und die Verdieselung der Traktion bei der DR wurde verstärkt.
Als Breschnew dann das Öl der Sowjetunion lieber devisenbringend verkaufte, als es günstig in die Länder des RGW zu exportieren, tat das richtig weh.
Nicht nur Rohstoffe wurden (entgegen der Absprachen) gelegentlich nicht geliefert, auch Autos, was Dich @Lutze auch interessieren wird, weil Du doch im Kfz.-Bereich arbeitest.
Im Jahr 1977 sollte die Sowjetunion WAS 2106 (Lada 1600) liefern. Da die Ernte in der Ukraine schlecht ausfiel, kaufte die SU Weizen in Kanada hinzu und lieferte eben WAS 2106 im Gegenwert nach Kanada. Die DDR bekam diesen Ladatyp erst und ausschließlich1978/79.
Die Lücke wurde geschlossen, indem die DDR dafür 1000 Volvo 244 DLS in Schweden kaufte.
Aber ich möchte nicht abschweifen. Die Rohstofflieferungen aus der SU kamen nicht immer so konstant und zum vereinbarten Preis.
Auch das stellte unsere Volkswirtschaft ab Ende der siebziger Jahre vor große Probleme.


Lutze und seaman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 14.09.2013 17:58 | nach oben springen

#8

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.09.2013 18:25
von eisenringtheo | 9.156 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #4
Kurt,

richtig, die UdSSR hielt sich nicht an ihre Verpflichtungen zur Lieferung einiger Rohstoffe, so auch Erdöl.
Aber die UdSSR war auch darüber verstimmt, dass die DDR das gelieferte aus der UdSSR an die BRD weiter verkaufte. Zu bestimmten Zeitpunkten konnten damit richtig Devisen erwirtschaftet werden.

Wenn das hier auf Seite 26 steht, hat die UdSSR alle fünf Jahre den Ölpreis festgelegt, auf der Basis des Weltmarktpreises der letzten fünf Jahre.
http://epub.ub.uni-muenchen.de/2197/1/Kahlert_2197.pdf
Ab 1975 wurde der Preis jährlich aufgrund der letzten fünf Jahre festgelegt. Da die Preise in den siebziger Jahren stiegen und in den achtzigern sanken,

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:O...s_1861_2007.svg
konnte die DDR (und die anderen sozialistischen Bruderstaaten) das Öl bis etwa 1976 sehr günstig beziehen, nach 1980 war es viel teurer als auf dem Weltmarkt.
Theo


zuletzt bearbeitet 14.09.2013 18:25 | nach oben springen

#9

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 16.09.2013 17:38
von berlin3321 | 2.512 Beiträge

Was den Geruch der Abgase angeht:

Ich (und nicht nur ich) hatte den Eindruck, dass der Diesel mit DDR Sprit weicher läuft. Lag evtl. daran, dass die Cetanzahl des Diesels von dort höher war.

Die Transit- Berlinfahrer mit LKW waren der gleichen Meinung, sie tanken fast ausschließlich bei Intertank. Wenn sie im Westen tanken mussten lief er rauer, sagten sie, die meisten fuhren damals MAN mit 280 PS, selten 320 PS.

Dann kam um 1985- 86 der bleifreie Sprit auf bzw. der Bleigehalt wurde um 1980 drastisch verringert. Möglicherweise hatte das auch Auswirkungen auf den Geruch.

Mfg Berlin


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
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#10

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 16.09.2013 17:50
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von berlin3321 im Beitrag #9
Was den Geruch der Abgase angeht:

Ich (und nicht nur ich) hatte den Eindruck, dass der Diesel mit DDR Sprit weicher läuft. Lag evtl. daran, dass die Cetanzahl des Diesels von dort höher war.

Die Transit- Berlinfahrer mit LKW waren der gleichen Meinung, sie tanken fast ausschließlich bei Intertank. Wenn sie im Westen tanken mussten lief er rauer, sagten sie, die meisten fuhren damals MAN mit 280 PS, selten 320 PS.

Dann kam um 1985- 86 der bleifreie Sprit auf bzw. der Bleigehalt wurde um 1980 drastisch verringert. Möglicherweise hatte das auch Auswirkungen auf den Geruch.

Mfg Berlin




Hallo Berlin,

Den bleifreien Kraftstoff konnte man in der DDR nur gegen D-Mark kaufen. Das kam bestimmt nicht so häufig vor.
Mein Opa hat den Tank unseres VW Busses nur ein Mal mit Bleifrei Normal an der Raststätte Michendorf gefüllt.
Man gab die D-Mark lieber für andere Dinge aus.
VK-Extra (verbleit) war da eher angesagt, für 1,65 Mark pro Liter.

Viele Grüße,

Kurt


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#11

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 16.09.2013 19:39
von SET800 | 3.090 Beiträge

Hallo,
ein ( weiteres ) Versäumniss der Gesamtindustrieführung oder -planung, Plankommission ):

Gute moderne Fahrraddtechnik, von Fritz Heckert einige Werkzeugmaschinen und dann ein Äquivalent der Sachs-7-Gang-Nabe für Fahrräder, hätte bestimmt etliche Trabiwünsche und -fahrstrecken erübrigt. Für Harz, Thüringen, Sachsen-Süd und Feldberger Seenplatte noch "flutschende" 18-Gang-Kettenschaltungen....

Dazu in den Städten geschickte Fahrradtrassen, deutlich billiger als Straßenerneurung und Parkplatzbau.


1 000 000km Fahrradnutzung erfordern weniger Material, Maschinenstunden in der Fertigung und Energie als 1 Mio Personenkilometer im Trabbi oder gar Wartburg.

In dewr DDR waren die allgemeinen "nötigen" Wege ja auch deutlich kürzer als heute, Kaufhalle-HO/Konsum, Bäcker und Milchladen auch in Dörfern!

1l Altöl vom Fortschritt-Mädrescher abgelassen, für wieviele Kilometer Fahrradkettenschmier"baz" geht das noch zu verwenden?



zuletzt bearbeitet 16.09.2013 19:42 | nach oben springen

#12

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.01.2014 16:24
von furry | 3.562 Beiträge

Bevor der Erdölhahn zugedreht wird, bunkert noch schnell Heizöl.
Im Moment ist der Preis äußerst günstig.
http://www.tecson.de/pheizoel.html


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#13

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.01.2014 16:44
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Wenn das Erdöl aus Venezuela kam, handelte sich um eine mindere Qualität. Venezuelanisches Erdöl ist so dickflüssig mit einem hohen Bitumenanteil und hohem Schwefelanteil das es in einer Raffinerie nur schwer zu Benzin zu verarbeiten ist. Um einen Tanker mit diesem Produkt zu entladen muss erst einmal Benzin hinein gepumpt werden, um überhaupt zu entladen. Vielleicht lag daran die Verschlechterung der Benzinqualität


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#14

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 14.01.2014 17:00
von matloh | 1.203 Beiträge

Das verstehe ich nicht ganz. Die DDR ein DritteWelt-Land ausgebeutet um Erdöl zu bekommen?
Ich dachte, das kommt nur in der kapitalistischen Tyrranei vor?

Cheers matloh

ps: Wurden die Erdölkäufe eigentlich mit den Gewinnen aus den Waffenlieferungen an andere DritteWelt-Länder bezahlt oder gab es da Tauschgeschäfte?


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#15

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 15.01.2014 15:27
von matloh | 1.203 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #13
Wenn das Erdöl aus Venezuela kam, handelte sich um eine mindere Qualität. Venezuelanisches Erdöl ist so dickflüssig mit einem hohen Bitumenanteil und hohem Schwefelanteil das es in einer Raffinerie nur schwer zu Benzin zu verarbeiten ist. Um einen Tanker mit diesem Produkt zu entladen muss erst einmal Benzin hinein gepumpt werden, um überhaupt zu entladen. Vielleicht lag daran die Verschlechterung der Benzinqualität
Grün markiert: Ist das nicht bei dem, für Frachtschiffe verwendeten Schweröl ähnlich? Muss das nicht auch zuerst aufgeheizt werden bevor es überhaupt zu den Motoren gepumpt werden kann?

cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#16

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 15.01.2014 15:43
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #15
Grün markiert: Ist das nicht bei dem, für Frachtschiffe verwendeten Schweröl ähnlich? Muss das nicht auch zuerst aufgeheizt werden bevor es überhaupt zu den Motoren gepumpt werden kann?

cheers matloh



Das ist so.

seaman


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#17

RE: der Erdölhahn wird zugedreht

in DDR Zeiten 16.01.2014 20:49
von Boelleronkel (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman im Beitrag #16
Zitat von matloh im Beitrag #15
Grün markiert: Ist das nicht bei dem, für Frachtschiffe verwendeten Schweröl ähnlich? Muss das nicht auch zuerst aufgeheizt werden bevor es überhaupt zu den Motoren gepumpt werden kann?

cheers matloh



Das ist so.

seaman


Jo Seaman.....

nur mal als Info hinten dran....
auch damals in unsere kleene DDR haben wir dies "Drecksoel" verheizt,obs nun aus Suedamerika kam ...sei mal dahingestellt...
Ja es wird aufgeheizt...um die 80/90 Grad je nach Konsestenz,dann mit Wasser vermischt...und unter hohem Druck z.B. in die Schiffsdiesel verpresst....
die dann natuerlich nicht mehr mit Diesel fahren....
reine Preisfrage!
Ob Schiffe,Kraftwerke...etc...egal...natuerlich nicht mehr in Deutschland ..wir retten ja die Welt....
Zu DDR Zeiten gabs an den "Schweroelbrennern" in Mastanlagen der KIM(also dem Kombinat industrielle Mast)
(ungefaehr bis in die 80iger....dann stellte viele Betriebe wieder auf Rohbraunkohle um)...
die SU wollte nunmehr Weltmakrt Preise und die DDR hat heimlich Oel abgezwackt...klar vonne Druschba Trasse...
und in den boesen Westen fuer Valuta verkauft.....
...zum Start der Anlagen noch kurz Dieseleinfluss...(Macht man heute aenlich,also zum Start einer Anlage)der heizte dann auch das Schweroel auf(meisst mit Dampfkesseln als Waermeversorger) und dann beim Umschalten bloekerte der schwefelhaltige Dreck ohne Filter...erst einaml durchs Abgasrohr...

Wer sich in suedlichen Gefilden befindet...unter einem schoenen Schornstein...der wird die gelben Ablagerungen finden....
und wenns richtig regnet,dann traent es auch in den Augen,also lieber abhaun.....
Viele Abgassteueranlagen sind zwar montiert,aber nicht mal angeschlossen.....wie witzig...oder doch nicht....
Man kann den Leuten nicht den Strom abstellen,weil dann gibs wieder Krieg und so dreht sich das Theater schon Jahre um Jahre...eher Jahrzehnete!

Die Sauerei mit dem Oel muss mal ein Ende haben und in Skandinavien gibs Haefen,da darf so ein Schiff nicht mehr anlegen......
Ich weiss es nicht genau,aber... ob die Messtaionen im Hamburger Hafen noch stehen...hm...gute Frage?
Landanschluss geht nicht....na so ein Ding...anderswo gehts...

Natuerlich nur meine rein private Meinung!

Vorwaerts immer rueckwaerts nimmer....

Gruessli BO


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