#81

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 18:16
von Moskwitschka (gelöscht)
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Da hast Du bestimmt MDR geguckt

DDR-Flagge wird verboten

1959 erklärt die DDR die schwarz-rot-goldene Fahne mit den Symbolen Hammer, Zirkel und Ährenkranz zur Staatsflagge. Die Bundesrepublik reagierte sofort: Die sogenannte "Spalterflagge" wurde als verfassungsfeindlich eingestuft und verboten. Doch zu den Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom wollten beide deutschen Staaten ihre eigene Flagge hissen. Das IOC musste schlichten, man einigte sich auf ein gemeinsames Emblem: die olympischen Ringe auf Schwarz-Rot-Gold.


http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel93450.html

LG von der grenzgaengerin


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#82

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 18:22
von Alfred | 6.850 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #78
Zitat von Lutze im Beitrag #77
war die DDR-Fahne in der Bundesrepublik
nicht sogar verboten gewesen?
Lutze


Nein, Lutze. Das war sie ganz sicher nicht. Auch wenn die Bundesrepublik die DDR nicht als Staat anerkannte, gab es doch so etwas wie diplomatische Beziehung. Warum sollte die Bundesrepublik die offizielle Fahne der DDR denn verbieten?

Gruß Uwe




Uwe,

lies mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_...ischen_Republik


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#83

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 18:33
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #77
war die DDR-Fahne in der Bundesrepublik
nicht sogar verboten gewesen?
Lutze


Nein.
Sie wurde akzeptiert!!
Im Gegenteil,als DDR-Bürger wurde man mit dieser Flagge begrüsst....
seaman


zuletzt bearbeitet 14.09.2013 18:38 | nach oben springen

#84

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 18:39
von Alfred | 6.850 Beiträge

Zitat von seaman im Beitrag #83
Zitat von Lutze im Beitrag #77
war die DDR-Fahne in der Bundesrepublik
nicht sogar verboten gewesen?
Lutze


Nein.
Sie wurde akzeptiert!!
Im Gegenteil,als DDR-Bürger wurde man mit dieser Flagge begrüsst....
seaman



Aber nicht immer ! Da gab es auch andere Zeiten.


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#85

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 18:42
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #84
Zitat von seaman im Beitrag #83
Zitat von Lutze im Beitrag #77
war die DDR-Fahne in der Bundesrepublik
nicht sogar verboten gewesen?
Lutze


Nein.
Sie wurde akzeptiert!!
Im Gegenteil,als DDR-Bürger wurde man mit dieser Flagge begrüsst....
seaman



Aber nicht immer ! Da gab es auch andere Zeiten.



Mag sein,ich kenne es in der Bundesrepublik ab ca.1970 als fairen Umgang incl.Nationalhymne.
Habe oft genug im Ausland,incl. Bundesrepublik,die Flagge der DDR-mit Stolz-aufgezogen.

seaman


zuletzt bearbeitet 14.09.2013 18:55 | nach oben springen

#86

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 19:08
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von Kurt im Beitrag #79
Die Nägel des Sarges der DDR waren in erster Linie wirtschaftlicher Natur. Honeckerbesuch hin, Helsinkiakte her....
Wenn die Wirtschaftskraft eines Landes so groß ist, daß die Menschen sich mit ihrem Lebensstandard zufrieden geben und sich wohlfühlen,
dann muß kein Staat der Welt um sein Überleben fürchten - es sei denn er wird militärisch angegriffen.
Siehe Singapur, Schweiz, Australien und die skandinavischen Länder, denn diese haben auch keine große Bevölkerung, und es geht ihnen gut.

Viele Grüße,

Kurt


Kurt, so einfach isses denke ich mal auch nicht.
Die von Dir angeführten Staaten mit Ausnahme vielleicht Singapur sind eher liberal zu ihren Bürgern. Das war die DDR nicht, die hat weitestgehende Gefolgschaft oder Stillhalten von ihren Bürgern abverlangt, ansonsten gab es schnell Ärger.
Gab es nicht eine Wechselwirkung von Repression und wirtschaftlicher Miesere?Wo sollte die nötige Wirtschaftskraft herkommen?
Es gibt einige Reportagen über die Wirtschaft der DDR. In einer von denen äußerte sich mal ein Politbüromitglied das man sich damals fragte wie die Österreicher es bewerkstelligen , auch mit relativ wenig Menschen und eigenen Rohstoffquellen einen solide Wirtschaft zu haben und für ihre Bevölkerung einen ansehnlichen Wohlstand zu generieren.


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#87

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 19:12
von Alfred | 6.850 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #86
Zitat von Kurt im Beitrag #79
Die Nägel des Sarges der DDR waren in erster Linie wirtschaftlicher Natur. Honeckerbesuch hin, Helsinkiakte her....
Wenn die Wirtschaftskraft eines Landes so groß ist, daß die Menschen sich mit ihrem Lebensstandard zufrieden geben und sich wohlfühlen,
dann muß kein Staat der Welt um sein Überleben fürchten - es sei denn er wird militärisch angegriffen.
Siehe Singapur, Schweiz, Australien und die skandinavischen Länder, denn diese haben auch keine große Bevölkerung, und es geht ihnen gut.

Viele Grüße,

Kurt


Kurt, so einfach isses denke ich mal auch nicht.
Die von Dir angeführten Staaten mit Ausnahme vielleicht Singapur sind eher liberal zu ihren Bürgern. Das war die DDR nicht, die hat weitestgehende Gefolgschaft oder Stillhalten von ihren Bürgern abverlangt, ansonsten gab es schnell Ärger.
Gab es nicht eine Wechselwirkung von Repression und wirtschaftlicher Miesere?Wo sollte die nötige Wirtschaftskraft herkommen?
Es gibt einige Reportagen über die Wirtschaft der DDR. In einer von denen äußerte sich mal ein Politbüromitglied das man sich damals fragte wie die Österreicher es bewerkstelligen , auch mit relativ wenig Menschen und eigenen Rohstoffquellen einen solide Wirtschaft zu haben und für ihre Bevölkerung einen ansehnlichen Wohlstand zu generieren.





Richtig, dass Politbüromitglied war der MfS, E. Mielke.

Hier gleich am Anfang zu finden: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13681238.html


zuletzt bearbeitet 14.09.2013 19:17 | nach oben springen

#88

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 19:14
von Kurt | 933 Beiträge

Hallo @schnatterinchen ,

Wie Du schon die Zeile markiert hast, habe ich geschrieben "...in erster Linie...". Diese Aussage schließt ein, daß es auch andere Gründe gab.
Aber Menschen sind nuneinmal hauptsächlich auf ihr eigenes Wohl und das ihrer Familie bedacht, was nur natürlich ist.

Viele Grüße,

Kurt


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#89

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 19:19
von 94 | 10.792 Beiträge

Das Beispiel mit Österreicht ist gut! Schließlich genauso Verlierer der Weltkriege und in Besatzungszonen zerteilt, zeigt die kleine Alpenrepublik ab 1955 anschaulich, wie ein bündnissfreies und vereinigtes Deutschland auch hätte aussehen können. Ach hätte man doch nur die Stalin-Noten ernst genommen. Und eine Wehrpflicht hat's sogar heut noch!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#90

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 19:53
von Gert | 12.356 Beiträge

Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #76
Ich komme mir hier vor wie Staatsbürgerkunde-Unterricht vor 40 Jahren: Man muss das alles im Gesamtzusammenhang sehen - war eine beliebte Phrase, wenn man ein Thema abwürgen wollte oder ein bestimmtes Thema nicht vertiefen wollte. Und der beste Stabü-Lehrer ist Gert.

Haben alle keine Erinnerung an den Honecker - Besuch?

Oder Gert, bereitet es Dir heute noch Bauschmerzen, dass in Bonn die schwarz-rot-goldenen Fahnen mit dem Hammer, Zirkel und Ährenkranz im Spätsommerwind flatterten, dass Du ständig ausweichst?


http://www.n-tv.de/politik/Als-Bonn-die-...cle7150336.html

Vor Zorn hätte ich damals in die Tischkante beißen können. Du doch wahrscheinlich vor Wut auch, oder? Und damit Du mich nicht mißvestehst - "In die Tischkante beißen" wird meist benutzt in Verbindung mit "vor Wut - in die Tischkante beißen" und ist die Steigerung von "entnervt mit dem Kopf schütteln", wenn man eine Zeitspanne lang oder wiederholt von jemandem - ob mit Vorsatz oder ungewollt - mit ein und der selben Unzulänglichkeit gequält oder geärgert wurde/wird.

Und um bildlich weiter zu schreiben - Beide Fahnen wirken heute auf mich wie Leichentücher, die über die Probleme der Menschen in der DDR gelegt wurden. Und das war nicht nur die in diesem Zusammenhang immer wieder zitierte Reisefreiheit.

LG von der grenzgaengerin

EDIT Tippfehler


@grenzgaengerin rot mark, wie kommst du denn auf diese Nummer ? Natürlich ist meine Erfahrung mit der DDR hauptsächlich 50 er Jahre und 1.Hälfte 60 er Jahre, das liegt nun mal an meinem Geburtstermin. Und wenn ich aus dieser Zeit berichte, können die Jungspunde damit nichts anfangen, das liegt in der Natur derZeitabläufe.Ich kann dafür mit vielen Dingen aus den 70 er und 80ern manchmal nichts anfangen kann auch wenn ich in dieser Zeit alle Nachrichten in Zeitungen und TV interessiert verfolgt habe, so wie Besuche in Thüringen machte, soweit es meine Zeit erlaubte, keine umfassendes Bild haben so wie einer der dort lebte. Ich war jedenfalls nach jedem Besuch froh, wenn ich Herleshausen erreicht hatte weil mich diese Besuche immer bedrückten. Ich persönlich hatte für mich das deutsche Problem gelöst, aber meine Verwandten musste ich zurücklassen.
Nun zu deiner Frage: Wieso sollte mich der Besuch Honeckers aufregen ? Er machte erst mal einen ziemlich linkischen Eindruck auf mich, er fühlte sich offenbar nicht wohl in seiner Haut. Das konnte man sehr gut an der Körpersprache ablesen. Ich erhoffte mir, dass er vor allem Reiseerleichterungen als Geschenk mitbringen würde, dass die wirtschaftlichen Beziehung intensiviert werden zum beiderseitigen Vorteil.
Darüber hinaus rechnete ich mit seiner baldigen Ablösung durch jüngere Leute. Na, ja, abgelöst wurde er ja, aber das wie konnte ich mir 1987 nicht so vorstellen. Mit deinem Bild Fahnen als Leichentuch kann ich gar nichts anfangen.


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
zuletzt bearbeitet 14.09.2013 19:54 | nach oben springen

#91

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 19:58
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Er machte erst mal einen ziemlich linkischen Eindruck auf mich, er fühlte sich offenbar nicht wohl in seiner Haut. Das konnnte man sehr gut an der Körpersprache ablesen.@Gert

Gert, der war zum Betteln dort,da fühlt man sich nicht wohl.Wo der Deal unter Dach und Fach war hatte bestimmt einen Feixtanz veranstaltet.


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#92

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 20:26
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von ABV im Beitrag #75
Der größte Sargnadel war die Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte von Helsinki, im Jahre 1975, durch die DDR. Um auf der internationalen Bühne mitmischen zu können, ging die DDR Verpflichtungen ein, die sie nie und nimmer einhalten konnte. Was zur Folge hatte, dass sich die DDR immer wieder gefallen lassen musste, an Helsinki gemessen zu werden. Man könnte jetzt darüber spekulieren, ob es die DDR bei einer konsequenten Umsetzung der Beschlüsse von Helsinki noch geben würde? Oder ob sie vielleicht schon Ende der siebziger Jahre im geschichtlichen "Nirwana" versunken wäre.

Gruß an alle
Uwe


das kann man mit einem klaren und deutlichen, Ja beantworten.Als ich meine ständige Ausreise aus der DDR beantragte, war es mit einer der Punkte die ich angesprochen habe. Der Affe der mir damals gegenübersaß, beim "Rat des Kreises",(beim ersten Gespräch) konnte am Ende nicht mehr gegenargumentieren. Ich war froh, dass er nicht in meinen Kopf rein schauen konnte.


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#93

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 20:32
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #92
[
Ich war froh, dass er nicht in meinen Kopf rein schauen konnte.


Habe solche Leute erlebt.Da war nichts....


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#94

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 20:46
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Bei aller Zankerei,'tschuldigung unterschiedlichen Meinungsäußerungen, sollte sich eventuell der eine oder andere mal die Muse machen die von @eisenringtheo in einem anderen Thread verlinkte Webseite eines Fotografen aufzurufen.

Wer dort ein wenig stöbert, in dessen Archiv geht und die Bilder aus der Zeit zwischen 1980 und 1980 aus Berlin und anderen Orten der DDR auf sich wirken lässt ........
Na gut, schwarz/weiß Bilder entsprechend bearbeitet und dann auch noch Winter ....., da sieht alles Grau und Trist aus.
Es gibt aber auch im Archiv eine ziemliche Menge Farbbilder ................

Es sind auch nicht die schlimmsten Ecken der DDR; ich würde sagen Schnappschüsse aus ganz gewöhnlichen Gegenden.
Ziemlich viele Gegenden habe ich erkannt, kannte sie, auch damals, aus eigener Anschauung ......

'Ach du heilige Scheiße' war bei manchen Aufnahmen das mindeste was ich gedacht habe.
So sah es 40 Jahre nach dem Krieg im Lande aus und es sah teilweise so aus als sei er gerade zu Ende gegangen.
Friedrichstrasse in den 80gern ....... einfach entsetzlich.
Sind wir, bin ich, damals völlig blind durch die Gegend gelaufen dass man das nicht mehr wahrgenommen hat?
Es auch dadurch im Laufe der vergangenen Jahre vergessen haben, weil man es bereits damals verdrängt hat, den offensichtlichen Verfall ......

Viele "Sargnägel" gab es, ob Honnis Besuch in der BRD einer davon war? Ich bin nicht so vermessen das zu behaupten.
Für ihn als Politiker mag es eine Bestätigung gewesen sein auf dem Wege der internationalen Akzeptanz und Anerkennung.
Nur was hat es dem Volke genutzt das ein Politikerego befriedigt wurde.

Wenn Ungarn die bunteste und lustigste Baracke im RGW war dann war die DDR eine graue, triste Hütte kurz vor dem Zusammenbruch .......

Einfach ab und an mal Bilder aus der Zeit ansehen um sich in seiner verschwommenen Wahrnehmung wieder zu erden .....

Dunkel kann ich mich noch an eine Vielzahl von Argumenten erinnern aber sie wirken noch nachträglich wie Hohn wenn man sieht wie das Land systematisch verrotte ........
Nichts gegen die Leistungen und Anstrengungen einer Vielzahl von Menschen aber war ihre Aufopferung für die Sache nicht ein Kampf den sie nicht gewinnen konnten?

Manchmal habe ich den Eindruck das die "Oberen" damals dachten da auch sie endlich waren, nach uns die Sintflut ......

Der KSZE Geschichte wird im Nachhinein eine größer Bedeutung zugesprochen wie ihr gebührt.
Sie, die Schlußakte, war weder ein Vertrag noch völkerrechtlich bindend. Es war eine Vereinbarung mit dem Ziel zu einem geregeltem Miteinander und für die Unterzeichnerstaaten eine selbstverpflichtende Angelegenheit die angesprochenen Punkte in Sinne der eigenen staatlichen Souveränität umzusetzen ....

Gruß
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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#95

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 21:03
von damals wars | 12.186 Beiträge

Die lustigsten Barracken haben alle einen neuen Anstrich bekommen und ein Namensschild, -Agentur für Arbeit- . Viel schöner,wahrlich.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#96

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 21:38
von Graywolf1958 | 34 Beiträge

Zitat von Alfred im Beitrag #66
Zitat von Graywolf1958 im Beitrag #61
Zitat von Schuddelkind im Beitrag #59
Zitat von Graywolf1958 im Beitrag #57
Zitat von DoreHolm im Beitrag #53
[quote=Gert|p288415][quote=DoreHolm|p288316][quote=schnatterinchen|p288310][quote=DoreHolm|p288246]


[quote]Graywolf:
Also ich glaube so einfach kann man die ganze Sache nicht abtun. Ich war betsimmt kein strammer Parteibonze. War aber bis kurz vor der Wende von der Richtigkeit der Grundidee überzeugt. Ohne Wenn und aber. Zum anderen das kam hier auch schon zum Ausdruck war ich Militär. Als Offizier habe ich einen Fahneneid und mit meiner Ernennung zum Leutnant ein Gelöbnis geschworen! Für mich waren das nicht nur irgendein gefasel... (Ich Erinnere mich an den Ausspruchs eines Feldmarschals der da sagte: "Offiziere Meutern nicht....") Ja und wie es nun Ausserhalb unserer Kasernen aussah erfuhr ich bis 1987 aus der Aktuellen Kamera. Erst mit mein Fernstudium an der TU Dresden bin ich mit Widersprüchen unserer Aergumentationen und der Wirklichkeit konfrontiert worden. Meine Reaktion darauf innerhalb unserer Parteiorganisation brachte mir eine "Strenge Rüge" ein. Die war das letzte Mittel vor den Ausschluß und der würde das Ende meiner Militärkarriere bedeuten. Ich war aber Offizier mit Leib und seele und konnte mir zum damaligen Zeitpunkt kein anderes Leben vorstellen! So habe ich einen Kübel Asche über mein Haupt ausgeschüttet und meine Meinung für mich behalten bzw. im engsten Freundeskreis dikutiert. Die Option zum Verlassen der DDR (und dazu hatte ich oft die Möglichkeit gehabt!) kam für mich nicht in Frage! Und ja Heute weis ich dass diese Haltung falsch und inkonsequennt war. Zu den Argument des Hemd- bzw. Schlipswechsler ... ich weiß nicht ob das immer so Einfach ist? Ich war 1990 so konsequent und habe unter anderen aus diesen Grund mein Dienst Quittiert. Ja und jetzt kann ich aus Gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten und muß von Harz IV leben. Wäre ich aber 1990 (als Gewerkschaftler könnte ich es) beim BGS geblieben wäre ich Heute Pensionär!!!!!!! Ich Denke jeder EURO hatt zwei Seiten.
Gruß Gray Wolf



Danke für deinen Beitrag! Obwohl ich die Nummer mit dem Fahneneid wohl nie verstehen werde. Spätestens wenn die Sache aus dem wie auch immer gearteten Ruder läuft, würde ich auf den Fahneneid pfeifen und ihn als nicht mehr existent ansehen. Ist aber nur meine Meinung.



. Der Einsatz der Einheiten wurde nicht von Egon Krenz beendet wie er immer erzählt. Er ist abgebrochen worden weil Die Führung sich ihrer Offiziere bis hin in den Divisionsebenen nicht mehr sicher waren (Aussage vom Chef des Hauptstabes Genraloberst Strelitz) Es herrschte dort die Auffassung dass die NVA nicht zur Lösung innerer probleme zuständig sei. das führte dann letztendlich dazu das die Truppenteile wieder abgezogen wurden. Vieleicht hätten einige wie später in Moskau die Seiten gewechselt und dass Risoko wollte man im Stab nicht eingehen.



Ein solche Äußerung von Streletz ist mir nicht bekannt. Da würde mich mal die Quelle interessieren.

Hier mal was zum nicht Einsatz der NVA . http://www.youtube.com/watch?v=eKXRxj9jnv4



Graywolf: Das ist das Gespräch welches ich meine , leider aber nicht vollständig im weiteren verlauf äußerte er sich dann zum abbruch des Einsatzes. Nicht dass ich hier jetzt mißverstanden werde leipzig war zu den Zeitpunkt so gut wie abgeriegelt. der Befehl kam natürlich vom Chef des Hauptstabes ! Das habe ich auch nicht in Frage gestellt. Nur der Einsatzbefehl wurde nicht gegeben.. Denn es sind keine Panzer in Leipzig gerollt oder? Chef hatte ja auch hier seine Bedenken zwecks einer Machtdemonstratiion geäußert..Im weiteren kam er dann auch auf die Stimmung in den Einheiten in Ihren Ausgangsstellungen zu sprechen.... Ich habe dieses Gespräch glaube ich auf ZDF info oder 3sat im ganzen gesehen.. Bei dem Ausschnitt haben wir die Situation das nur ein Fragment genommen wird (wie zu Zeiten des Schwarzen Kanals - Man nehme nur das was man braucht um das Böse zu beweisen... auch wenn es aus den Zusammenhang ist.) Wenn ich nur diesen teil des Gespräches nehme dann steht nur der Einsatzbefehl und als Chef des Hauptstabes muß er den nun mal Erarbeiten. Es wird aber nichts gesgt warum die Einheiten nicht zum Einsatz gekommen sind.
Graywolf



damals wars hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#97

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 21:57
von Graywolf1958 | 34 Beiträge

Zitat von Kurt im Beitrag #79
Die Nägel des Sarges der DDR waren in erster Linie wirtschaftlicher Natur. Honeckerbesuch hin, Helsinkiakte her....
Wenn die Wirtschaftskraft eines Landes so groß ist, daß die Menschen sich mit ihrem Lebensstandard zufrieden geben und sich wohlfühlen,
dann muß kein Staat der Welt um sein Überleben fürchten - es sei denn er wird militärisch angegriffen.
Siehe Singapur, Schweiz, Australien und die skandinavischen Länder, denn diese haben auch keine große Bevölkerung, und es geht ihnen gut.

Viele Grüße,

Kurt


Zitat
Deine Beispiele hinken aber da ein bischen denn die Staaten sind keine Volksrepubliken! Also das mit der Wirtsachft ist schon richtig und warscheinlich auch der bedeutenste Sargnagel! Aber einen lassen wir dabei immer aus: Dieser wurde 1945 mit den Besatzungszonen und dann 1949 mit der Gründung der beiden Republiken gelegt. Das schlimmste was einen Volk passieren kann ist eine zwangsweise Spaltung durch dann noch unterschiedliche politische und wirtschaftliche Systeme das geht über die Zeit nicht gut. Staatliche Kontrolle der Wirtschaft ja aber staatliche Planung das geht nicht.. Ich kenne Betriebe die haben aus der Zeitung erfahren das sie den Plan erfüllt haben so nach dem System aus ein Ei werden 100... Allerdings soweit ich mich noch erinnern kann ging es unsere Wirtschaft in den 70iger Jahren garnicht so schlecht (Ulbrichts "NÖP - Neue ökonische politik" Dieser Versuch nahm aber 1973 mit der Machtübernahme Honneckers ein abruptes Ende. - Abschaffung der noch bestehenden Privatbetrieben usw..
Graywolf



zuletzt bearbeitet 14.09.2013 21:59 | nach oben springen

#98

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 14.09.2013 22:18
von damals wars | 12.186 Beiträge

Ja, die großen Brüder in Ost und West waren die Sargnägel der DDR. Plündern und Erpressen, dafür war die DDR gut und auch reich genug.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#99

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 15.09.2013 05:42
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Die lustigsten Barracken haben alle einen neuen Anstrich bekommen und ein Namensschild, -Agentur für Arbeit- . Viel schöner,wahrlich.@damals wars

Eine Barracke sieht wahrlich anders aus. Alle Agenturen für Arbeit welche ich bis jetzt gesehen habe sind Neubauten,Hell,Freundlich,viel Glas.


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#100

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 15.09.2013 05:48
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Ja, die großen Brüder in Ost und West waren die Sargnägel der DDR. Plündern und Erpressen, dafür war die DDR gut und auch reich genug.@damals wars

Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus,was gabs denn bei uns zu Plündern,hä ? Einen Reichen kann man Erpressen,da haste Recht,aber das die DDR Reich war ist mir als ehemaliger DDR Bürger absolut neu.


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