#21

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 13:30
von schnatterinchen (gelöscht)
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Was ist denn nun schon wieder nicht in Ordnung und eine pauschale Breitseite?
Das ist mittlerweile meine ehrliche Sicht auf diese Dinge. Ich muss das ja nicht gut finden aber ich sehe es so und beschuldige keinen mit irgendetwas.
Es geht um das blanke Überleben der DDR und da sehe ich das so.
Kannst ja gerne was konkretes erwidern. Bin total gespannt auf interessante Ansichten.


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#22

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 13:41
von Moskwitschka (gelöscht)
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Mir geht es nicht um das blanke Überleben der DDR, die es längst nicht mehr gibt.

Es geht mir um die Menschen, wie sie damals gedacht und gefühlt haben und zwar im September 1987. Und wie sie den Besuch von Honecker beurteilt haben. Und da geab es bestimmt sehr unterschiedliche Ansichten. Mich z.B. hat der Besuch Honeckers überhaupt nicht tangiert und ich habe damit auch nichts verbunden - weder Erwartungen noch Enttäuschungen.

LG von der grenzgaengerin


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#23

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 13:46
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #19

Und die Verbindungen in den Westen auf ein Minimum beschränken müssen.



Naja, für Privatleute war der Kontakt auf ein Minimum reduziert. Das einfache Volk hat also alles richtig gemacht. An denen lag es also nicht. Dann lag der Fehler sicher woanders. ^^


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#24

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 13:50
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von g.s.26 im Beitrag #23
Zitat von schnatterinchen im Beitrag #19

Und die Verbindungen in den Westen auf ein Minimum beschränken müssen.



Naja, für Privatleute war der Kontakt auf ein Minimum reduziert. Das einfache Volk hat also alles richtig gemacht. An denen lag es also nicht. Dann lag der Fehler sicher woanders. ^^




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#25

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 13:53
von schnatterinchen (gelöscht)
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Die Gefühle in der DDR als auch im Westen diesen Staatsbesuch betreffend waren wohl eher ambivalent.
Faktisch gebracht hat dieser Gipfel ja wohl nicht sehr viel konkretes.
Na und das Dich das Verschwinden des besseren deutschen Staates nicht tangiert nehme ich Dir mal nicht so ganz ab.
Die gelegentlichen Beweihräucherungszeremonien hier sprechen da eine andere Sprache. Nur meine bescheidene Meinung.


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#26

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 14:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #8
Als er mit militärischen Ehren empfangen wurde und die Hymne erklang hatte er bestimmt..., will es mir lieber nicht vorstellen.
Das Gesicht vom Kohl sprach ja auch Bände in dem Moment.




Meinste? Na so entspannt guckt uns Erich auch nicht aus'm Anzug. Vielleicht wußte er ja, das fast die Hälfte der Wachbatallionssoldaten mit dem Hakenkreuz präsentierten ... http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9221356.html


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.09.2013 14:13 | nach oben springen

#27

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 14:13
von Harsberg | 3.248 Beiträge

Mahlzeit,

ich sag mal so, der Sargnagel für die DDR war doch Erich selber!


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#28

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 14:16
von Kimble | 397 Beiträge

Zitat von schnatterinchen im Beitrag #9
Genau grenzgaengerin,
die Stimmungsermittler der Stasi hatten den politischen Verfall in der DDR genau auf dem Schirm.
Dieser bedingungslose Gehorsam der Genossen in diesem Zusammenhang bis zum Untergang erstaunt mich immer wieder aufs Neue.


Diese Feststellung ist wohl richtig.
Mir ist das so wie es da niedergeschrieben steht jedoch noch zu niedlich- verharmlosend.

Die Stasi war nicht nur der neutrale und unbeteiligte Beobachter der Stimmungslage in der DDR.
Sie war selbst Akteur im Zurückdrängen von Aufbegehren, den Wünschen nach mehr Meinungs- und Reisefreiheit.

Es heißt immer:
"wir (die Stasi) haben ja die Entwicklung an die Partei weiter gegeben, aber unsere Berichte wurde alle ignoriert"

Ja, die Stasi hatte sehr richtig bemerkt, daß der gesellschafltiche Topf der da brodelte, auf dem Weg zum Überkochen war.
Ich vermute mal, daß es der Stasi dabei aber nicht darum ging, den Menschen wirklich mehr Freiheit zu ermöglichen.

Man hat sich vielmehr von oben grünes Licht für noch mehr Repression erhofft. Vielleicht auch bessere Ausstattung.

Wenn man z.B. die Ausreise von Bürgerrechtlern empfohlen hatte, war das natürlich nicht, weil man die alle so lieb hatte.
Mann wollte Druck aus dem Kessel nehmen, um wieder etwas ungestörter zu sein, beim Gott spielen.

Es wird sehr geschmerzt haben, wie diese Berichte an die Partei nicht erhört wurden.
Um so mehr muß es die wenigen Stasi- Mitarbeiter verbittert haben, die wirklich was gutes im Sinn hatten.
Ich glaube an das Gute im Menschen. Sogar bei der Stasi wird es davon einige gegeben haben.
---


Kannten Sie die DDR ? "Ja, flüchtig"
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#29

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 14:58
von schnatterinchen (gelöscht)
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Zitat von grenzgaengerin im Beitrag #22
Mir geht es nicht um das blanke Überleben der DDR, die es längst nicht mehr gibt.

Es geht mir um die Menschen, wie sie damals gedacht und gefühlt haben und zwar im September 1987. Und wie sie den Besuch von Honecker beurteilt haben. Und da geab es bestimmt sehr unterschiedliche Ansichten. Mich z.B. hat der Besuch Honeckers überhaupt nicht tangiert und ich habe damit auch nichts verbunden - weder Erwartungen noch Enttäuschungen.

LG von der grenzgaengerin


Diese Gleichgültigkeit war mir damals völlig fremd.
Ich habe sehr interessiert beobachtet wie dieser Besuch ablief und wie sich Honecker im Westen bewegte und was er von sich gab.
Erhofft hatte ich mir aber ebenso wie Du eigentlich auch nichts, weil für mich dieses Land entgegengesetzt vieler Meinungen hier zu diesem Zeitpunkt völlig erstarrt war.
Interessant ist jedoch, wie die Maßnahmen der DDR, gedacht zur Entspannung der inneren Lage, ( Häftlingsfreikäufe, Ausreisewellen usw.)
doch eigentlich zu ihrer weiteren Destabilisierung beigetragen haben.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.09.2013 15:03 | nach oben springen

#30

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 16:11
von ABV | 4.202 Beiträge

Ich kann mich daran erinnern, dass einige Honeckers Besuch in der Bundesrepublik, dabei vor allem den Staatsempfang, als " Inoffizielle Anerkennung der DDR durch die BRD" (miss)deuteten.

Gruß Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#31

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 16:25
von 94 | 10.792 Beiträge

Na zumindest war die Woche und die 14 Tage davor der §27 'außerkraftgesetzt'. Jedenfalls ging der Vergatterungsspruch in meinen ersten Wochen als Zugführer etwas anders wie in Suhl gelernt.

Andere Frag, ist der Westen auch nur auf eine der Geraer Forderungen ansatzweise mal eingegangen?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 12.09.2013 16:26 | nach oben springen

#32

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 16:36
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Ich habe den Besuch zuerst im Westfernsehen gesehen, viele Bürger an der Straße haben H. laut beschimpft.
Danach die selben Bilder im DDR-Fernsehen und welch ein Wunder, ich habe nicht ein böses Wort verstanden


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#33

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 16:40
von Moskwitschka (gelöscht)
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Zitat von schnatterinchen im Beitrag #25

Na und das Dich das Verschwinden des besseren deutschen Staates nicht tangiert nehme ich Dir mal nicht so ganz ab.
Die gelegentlichen Beweihräucherungszeremonien hier sprechen da eine andere Sprache. Nur meine bescheidene Meinung.


Denk was Du willst Schnatterinchen.

Doch verwechsel bitte nicht Erinnerungen ohne Bewertung aus heutiger Sicht, mit Beweihräucherung.

Das Land DDR bestand nicht nur aus dem Staat und seinen Organen, sondern aus Menschen. Und die hatten alle eine unterschiedliche Biografie mit unterschiedlichen Erfahrungen. Ich habe mich damals nicht in eine Schablone pressen lassen. Ich habe in der DDR eine Entwicklung genommen, die für viele nicht nachvollziehbar war und heute immer noch nicht ist.

Aber nun zum Besuch Honeckers in der Bundesrepublik. Für mich war das ein rein mediales Ereignis zur Stärkung von der Position Honeckers, der ein paar Kaugummis aus dem Westen mitbringen wollte/sollte, wie z.B. Reiseerleichterungen o.ä.. Daran hatte ich kein Interesse. Für mich waren z.B. umweltpolitische Themen, schon auf Grund der Verantwortung für meine Kinder, drängender.

Und ob Du mir glaubst oder nicht, mir war Honecker gleichgültig, denn er hätte keine Veränderungen in der DDR angestoßen. Ich gebe zu, dass ich zu dem Zeitpunkt Hoffnung auf die zweite Reihe gesetzt habe. Aber spätesten im Sommer 1989 habe ich auch die begraben.

Und ja, der Zusammenbruch der DDR war auch für mich ein Verlust. Und jeder Verlust ist mit Trauer verbunden, die ich auch in der ersten Zeit verspürt habe. Nach der Trauer kam die Wut. Und heute ist einfach nur noch Interesse und Offenheit da, für das was ich in der DDR nicht oder anders erlebt habe und manchmal auch "Gott sei Dank" nicht erleben musste.

LG von der grenzgaengerin

EDIT


Arnstädter, DoreHolm und Küchenbulle 79 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.09.2013 16:46 | nach oben springen

#34

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 17:02
von Moskwitschka (gelöscht)
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Für Interessierte:

8. September 1987
Gemeinsames Kommuniqué über den offiziellen Besuch des Generalsekretärs des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands und Vorsitzenden des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, Erich Honecker, in der Bundesrepublik Deutschland vom 7. bis 11. September 1987


http://helmut-kohl.kas.de/index.php?msg=1944

Bereits am 8. September wurde ein gemeinsames Kommuniqué veröffentlicht, in dem beide Seiten ihre Absicht bekräftigten, „im Sinne des Grundlagenvertrages normale gutnachbarliche Beziehungen zueinander auf der Grundlage der Gleichberechtigung zu entwickeln und die Möglichkeiten des Vertrages weiter auszuschöpfen." (Anl. 3) Konkret ist etwa von Verbesserungen im Tourismus, im Eisenbahnverkehr oder in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit die Rede. Auch ein Gegenbesuch von Kohl in der DDR wurde vereinbart. Die Frage der deutschen Einheit wurde in dem Kommuniqué nicht angesprochen - sie stand auch während des Besuchs - unbeschadet von Kohls wiederholten Bekenntnissen, daran festhalten zu wollen, nicht wirklich zur Diskussion. Der Bundeskanzler hatte ja in seiner Tischrede selbst betont: „Die Deutsche Frage bleibt offen, doch ihre Lösung steht zur Zeit nicht auf der Tagesordnung der Weltgeschichte." (Anl. 1)

Weiterhin wurden im Rahmen des Besuchs von den jeweils zuständigen Fachministern drei Abkommen unterzeichnet, und zwar über die Zusammenarbeit auf den Gebieten der Wissenschaft und Technik, über die weitere Gestaltung der Beziehungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes und über Informations- und Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des Strahlenschutzes.


http://helmut-kohl.kas.de/honeckers_besuch_brd.html

Und ein Rückblick

In Westdeutschland bleibt »Honeckers Triumph« (FAZ) nicht ohne Eindruck. Selbst in der CDU überlegt man nun, auf das Gebot der Wiedervereinigung im Parteiprogramm zu verzichten. Ein entsprechender Antrag wird Ende 1987 für den Parteitag im folgenden Jahr vorbereitet. In seinem 2011 erschienenen Buch Polen und Deutsche kommt der ZEIT-Journalist Gunter Hofmann – nach vielen Gesprächen mit den damals Beteiligten – zu dem Schluss, dass auch Helmut Kohl, der spätere »Kanzler der Einheit«, zunächst nichts gegen eine solche »Modernisierung« hatte.

http://www.zeit.de/2012/36/Kohl-Honecker...ch-1987/seite-3

LG von der grenzgaengerin


zuletzt bearbeitet 12.09.2013 17:04 | nach oben springen

#35

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 17:11
von Mike59 | 7.969 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #8
Das war hauptsächlich sein kindisches Anerkennungsverlangen was E.H. zum Erzfeind trieb.
Als er mit militärischen Ehren empfangen wurde und die Hymne erklang hatte er bestimmt..., will es mir lieber nicht vorstellen.
Das Gesicht vom Kohl sprach ja auch Bände in dem Moment.

Meinst du dieses Gesicht ?

Angefügte Bilder:
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kohlhonecker.jpg

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#36

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 17:36
von Graywolf1958 | 34 Beiträge

Hallo Leute nach langer Zeit werde ich mal wieder einen kleinen Beitrag schreiben.

Erst einmal ist es äußerst schwierig über den Staatsbesuch von 1987 zu schreiben. Zum einen 1987 haben wir noch nicht mit den Untergang der DDR gerechnet! Also war alles als ein Erfolg und der Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaftsordnung betrachtet worde. Aber ich möchte hier nicht das Neue Deutschland oder die Aktuelle Kamera zitieren. Damals war ich als Major im Stab der Unteroffiziersschule VI (GT der DDR) als Planungsoffizier eingesetzt. Ich kann mich noch Erinnern, dass wir im engeren Offizierskreis uns so geäußert hatten: Wenn Erich von seinen Staatsbesuch zurück kommt sollte er:
1. Den Grenz- und Reiseverkehr neu regeln (öffnen für mehr Reisen)
2. Seinen Rückzuck aus der Politik erklären und an der nächsten Generation übergeben.

Diese Diskussion führten wir aber nicht offen in der Öffentlichkeit. Dafür war die Zeit nicht reif.....Jeder der so eine Meinung Vertreten hätte egal wo, wäre ohne wenn und aber aus der SED geflogen und damit wäre die Karriere gnadenlos beendet gewesen. Heute nach 26 Jahren hat man auf vieles eine andere Sicht. Ist ja auch vieles passiert. Ob diese Schritte die DDR gerettet hätten? Ich glaube nicht die Wirtschaft war zu diesem Zeitpunkt wie wir Heute wissen am Boden die DDR Pleite. Wir Parteimitglieder vom blinden Parteigehorsam geprägt trauten uns nicht die Führung zu kritsieren....



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#37

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 20:36
von DoreHolm | 7.698 Beiträge

Zitat von Graywolf1958 im Beitrag #36
Hallo Leute nach langer Zeit werde ich mal wieder einen kleinen Beitrag schreiben.

Erst einmal ist es äußerst schwierig über den Staatsbesuch von 1987 zu schreiben. Zum einen 1987 haben wir noch nicht mit den Untergang der DDR gerechnet! Also war alles als ein Erfolg und der Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaftsordnung betrachtet worde. Aber ich möchte hier nicht das Neue Deutschland oder die Aktuelle Kamera zitieren. Damals war ich als Major im Stab der Unteroffiziersschule VI (GT der DDR) als Planungsoffizier eingesetzt. Ich kann mich noch Erinnern, dass wir im engeren Offizierskreis uns so geäußert hatten: Wenn Erich von seinen Staatsbesuch zurück kommt sollte er:
1. Den Grenz- und Reiseverkehr neu regeln (öffnen für mehr Reisen)
2. Seinen Rückzuck aus der Politik erklären und an der nächsten Generation übergeben.

Diese Diskussion führten wir aber nicht offen in der Öffentlichkeit. Dafür war die Zeit nicht reif.....Jeder der so eine Meinung Vertreten hätte egal wo, wäre ohne wenn und aber aus der SED geflogen und damit wäre die Karriere gnadenlos beendet gewesen. Heute nach 26 Jahren hat man auf vieles eine andere Sicht. Ist ja auch vieles passiert. Ob diese Schritte die DDR gerettet hätten? Ich glaube nicht die Wirtschaft war zu diesem Zeitpunkt wie wir Heute wissen am Boden die DDR Pleite. Wir Parteimitglieder vom blinden Parteigehorsam geprägt trauten uns nicht die Führung zu kritsieren....


Rot: Nun, ich würde nicht so von "blindem Parteigehorsam" sprechen. Denken konnte jeder und jeder hatte auch seine ganz eigene Meinung von den Dingen. Was aber Tatsache war, daß man seine eigenen Ansichten zu oft zugunsten der "Sache" hintenan gestellt hat. "Das mußt Du politisch sehen", waren oft die Argumente der politischen Leiter, wenn sie keine vernünftigere Antwort auf unangenehme Fragen wußten.



Jobnomade hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 20:42
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von 94 im Beitrag #26
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #8
Als er mit militärischen Ehren empfangen wurde und die Hymne erklang hatte er bestimmt..., will es mir lieber nicht vorstellen.
Das Gesicht vom Kohl sprach ja auch Bände in dem Moment.




Meinste? Na so entspannt guckt uns Erich auch nicht aus'm Anzug. Vielleicht wußte er ja, das fast die Hälfte der Wachbatallionssoldaten mit dem Hakenkreuz präsentierten ... http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9221356.html


Aha, auf den Flinten waren Hakenkreuze, nu ja, hat ja keiner gesehen, also eher unwichtig.
Die Birne und unseren "Politiker" haben alle gesehen.


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#39

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 21:17
von Lutze | 8.035 Beiträge

hat Erich nicht noch eine Lederjacke geschenkt bekommen?
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#40

RE: Ein Sargnagel für die DDR

in DDR Staat und Regime 12.09.2013 21:24
von Rainman2 | 5.762 Beiträge

Zitat von Lutze im Beitrag #39
hat Erich nicht noch eine Lederjacke geschenkt bekommen?
Lutze

Naja, Lutze,

die hat er genauso oft getragen, wie der Typ, der ihm die Jacke geschenkt hatte, auf der Schalmei gespielt hat, die er von Erich als Gegengeschenk bekam. Heute würde man so etwas wohl Schrottwichteln nennen, oder?

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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