#1

Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 00:33
von MK1987 | 50 Beiträge

Servus, ein Kollege war bis 1992 bei der Fremdenlegion. Er hat mir neulich erzählt, dass in der Wendezeit sehr viele Militärangehörige aus der DDR, v.a. Offiziere, in die Legion flüchteten und dort ganz unten anfangen mussten. Die meisten von denen müssen von den GT gekommen sein, tlw. haben die auch etwas erzählt (wo sie waren etc.), aber nicht, was sie wirklich gemacht haben, dass sie sich aus dem Staub machen mussten...
Sind evtl. (Ex-)Legionäre hier im Forum angemeldet oder haben ehemalige Grenzer etwas mitbekommen? Ich will keine Details und schon gar keine echten Namen wissen, sondern mich interessiert nur, in welcher Größenordnung Militärangehörige und v.a. Grenzer in die Legion geflüchtet sind. Auch von der Roten Armee (v.a. GSSD/WGT!) müssen einige zur Legion sein...



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#2

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 07:13
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

Ich kenne persönlich keinen der zur Legion ist,aber denken kann ich mir das schon,das einige aus Angst vor der Verantwortung diesen Schritt getan haben.

P.S. Sehr gute Soldaten sind das,ich möchte denen nicht gegenüber stehen


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#3

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 07:24
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Nach meinen Informationen gibt es aktuell ca. 100Deutsche in der Legion. Da ist also der prozentuale Anteil der Deutschen relativ gering zu früheren Zeiten. Nach dem WK2 waren über die Hälfte der Legionäre Deutsche. der grösste Teil der heutigen Legionäre kommt aus Osteuropa und Russland.
Hier gibt es das beste deutschsprachige Forum zum Thema: http://www.lalegion.ch/index.php


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#4

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 07:30
von Weichmolch (gelöscht)
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Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, wie viele andere Legenden. Ja, nach 1989 versuchten einige in die Legion einzutreten. Angenommen wurden damals nur eine Hand voll ehemaliger NVA-Angehöriger, bevorzugt mit Dienstzeiten in den Mot.-Schützen-Regimentern, ausnahmlos Soldaten und Unteroffiziere.

In Kürze wird ein Buch erscheinen, das sich sehr ausführlich damit beschäftigt.

Weichmolch


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#5

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 08:06
von utkieker | 2.925 Beiträge

Warum soll man auch ausgerechnet Grenzer für diesen Job nehmen? Die lächerliche Mot.- Schützen- Ausbildung, welche man im 1. DHJ "genießen" durfte kann man wahrlich nicht als Maßstab nehmen. Es gab Truppenteile, die für die Legion interessanter wären z. B. Fallschirmjäger.

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#6

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 09:14
von Kurt | 933 Beiträge

Mir ist ein umgekehrter Fall namentlich bekannt. @ABV weiß eventuell noch mehr über ihn, da er im Oderbruch, an der Grenze zu Polen, diente.
Helmut St.... ging Ende der 40er Jahre mit der Fremdenlegion zuerst nach Algerien und dann nach Indochina.
Dort lief er über und wurde (unter maßgeblichen Einsatz Erich Honeckers - wie viele andere junge Deutsche) mit der Bahn zurück in die DDR geholt.
In Kienitz war er Sportoffizier und einer der Vorgesetzten meines Vaters. Allerdings wurde er ab 1960 nicht weiter befördert, weil seine Vergangenheit manchem Vorgesetzten wohl nicht paßte.
Es gab im MDR mal einen Dokumentarfilm über Deutsche in der Fremdenlegion. Dort wird auch kurz sein Ausweis gezeigt.
Ob er vor seiner Grenzerzeit auch so hieß, weiß ich nicht. Denn im Dokumentarfilm wird erwähnt, daß die jungen Heimkehrer in der DDR eine neue Identität erhielten, um sie vor der Verfolgung durch die Franzosen zu schützen. Ein Fall sorgte nämlich für Schlagzeilen, als einer von ihnen in einem Westsektor Berlins verhaftet und wegen Fahnenflucht angeklagt wurde.

Gruß, Kurt


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#7

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 11:01
von turtle | 6.961 Beiträge

Fakt ist das nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten der Zulauf von Soldaten aus diesen Armeen zur Fremdenlegion stark zunahm.
Kann mir gut vorstellen das da auch Ex-Grenzer dabei waren. Da es in der Legion auch um eine neue Identität gehen kann ,dürften auch Ex Mitarbeiter vom MfS darunter gewesen sein. Für einen Neuanfang war und ist die Fremdenlegion immer eine Alternative. Nach drei Jahren kann man die französische Staatsangehörigkeit erwerben neue Identität kann dann behalten werden. Allerdings 5 Jahre muss gedient werden.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499552.html

Übrigens wer erinnert sich noch an den DEFA Film , "Flucht aus der Hölle".mit Armin Mueller-Stahl als Legionär , er konnte den Dienst für Frankreich nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren. Mit Hilfe der FLN flieht er in die DDR.


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zuletzt bearbeitet 04.09.2013 11:50 | nach oben springen

#8

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 13:05
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Kurt im Beitrag #6
Mir ist ein umgekehrter Fall namentlich bekannt. @ABV weiß eventuell noch mehr über ihn, da er im Oderbruch, an der Grenze zu Polen, diente.
Helmut St.... ging Ende der 40er Jahre mit der Fremdenlegion zuerst nach Algerien und dann nach Indochina.
Dort lief er über und wurde (unter maßgeblichen Einsatz Erich Honeckers - wie viele andere junge Deutsche) mit der Bahn zurück in die DDR geholt.
In Kienitz war er Sportoffizier und einer der Vorgesetzten meines Vaters. Allerdings wurde er ab 1960 nicht weiter befördert, weil seine Vergangenheit manchem Vorgesetzten wohl nicht paßte.
Es gab im MDR mal einen Dokumentarfilm über Deutsche in der Fremdenlegion. Dort wird auch kurz sein Ausweis gezeigt.
Ob er vor seiner Grenzerzeit auch so hieß, weiß ich nicht. Denn im Dokumentarfilm wird erwähnt, daß die jungen Heimkehrer in der DDR eine neue Identität erhielten, um sie vor der Verfolgung durch die Franzosen zu schützen. Ein Fall sorgte nämlich für Schlagzeilen, als einer von ihnen in einem Westsektor Berlins verhaftet und wegen Fahnenflucht angeklagt wurde.

Gruß, Kurt


Hallo Kurt!
Leider kann ich mit Infos über den Sportoffizier der Grenzkompanie Kienitz nicht weiterhelfen. Ich habe das Gebäude der GK erst 1972, als Schulhort, kennengelernt. Ich war ja auch nicht bei den Grenztruppen an der polnischen Grenze. Sondern lediglich als VP-Angehöriger im Herbst 1989 zur "Hinterlandssicherung", sofern man an der für jedermann zugänglichen Oder überhaupt von Hinterland reden kann, eingesetzt. Und ich bin natürlich an dieser Grenze aufgewachsen.

Viele Grüße aus dem Oderland
Uwe


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#9

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 13:38
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von Kurt im Beitrag #6
(...) Ein Fall sorgte nämlich für Schlagzeilen, als einer von ihnen in einem Westsektor Berlins verhaftet und wegen Fahnenflucht angeklagt wurde.

Gruß, Kurt


Jack Holsten?

http://www.dhm.de/datenbank/dhm.php?user...&fld_0=d2a20581
Die Franzosen als Siegermacht des Zweiten Weltkrieges und mit ihren Kolonien hatten grosse Personalprobleme beim Militär. Viele Deutsche empfanden es als stossend, dass in der französischen Besatzungszone und im französischen Sektor von Berlin Rekrutierungsbüros für die Fremdenlegion eröffnet wurden. Damals gab es viele junge Deutsche, die als Jugendliche in die Wehrmacht eingezogen wurden und bis fünf Jahre oder noch mehr dienten und nichts anderes konnten als das Kriegshandwerk. Im Frieden sahen sie für sich wohl nur eine düstere Perspektive, Wehrmacht oder SS waren keine gute Empfehlung bei der Stellensuche... ausser bei der Fremdenlegion.
Theo


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#10

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 13:47
von seaman | 3.487 Beiträge

Zitat von utkieker im Beitrag #5
Es gab Truppenteile, die für die Legion interessanter wären z. B. Fallschirmjäger.

Gruß Hartmut!


Persönlich habe ich nichts konkret darüber gehört,dass NVA-FJ zur Fremdenlegion wechselten.Ist aber trotzdem nicht ausgeschlossen.
Bekannt ist mir lediglich ein ehemaliger Volksmarine-Kampfschwimmer,der über Kampfschwimmer-Kompanie Eckernförde(Lehrgangsbester) lange Jahre von der damaligen Bundesmarine(heute Deutsche Marine) zu den Navy Seals nach Norfolk delegiert wurde....

seaman


zuletzt bearbeitet 04.09.2013 13:49 | nach oben springen

#11

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 15:09
von SCORN | 1.456 Beiträge

Anzumerken wäre dass bei Eintritt in die Legion die Dienstzeiten und der Dienstgrad in anderen Streitkräften ausdrücklich keine Berücksichtigung finden, d.h. jeder als Legionär anfängt! Vielmehr geben die Eignungstests, physisch wie psychisch den Ausschlag! Sollte ein ehemaliger DDR Fallschirmjäger sich bei der Legion beworben haben so hatte er allenfalls den Vorteil dass er physisch topfit war und von daher gute Chancen. Ich bezweifele schlichtweg daß Offiziere der NVA/GT oder des MfS als Legionäre sich bei der Legion verdingten! Bekannt ist mir (und dem ein oder anderen hier bestimmt auch)ein Unteroffizier aus einem mot. Schützenregiment welcher zur Legion ging.

Wenn es gefragte Spezialisten waren gab es andere Möglichkeiten das Wissen und können woanders einzubringen, was ja auch unzweifelhaft geschehen ist.

SCORN


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#12

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 15:39
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von SCORN im Beitrag #11
Anzumerken wäre dass bei Eintritt in die Legion die Dienstzeiten und der Dienstgrad in anderen Streitkräften ausdrücklich keine Berücksichtigung finden, d.h. jeder als Legionär anfängt! Vielmehr geben die Eignungstests, physisch wie psychisch den Ausschlag! Sollte ein ehemaliger DDR Fallschirmjäger sich bei der Legion beworben haben so hatte er allenfalls den Vorteil dass er physisch topfit war und von daher gute Chancen. Ich bezweifele schlichtweg daß Offiziere der NVA/GT oder des MfS als Legionäre sich bei der Legion verdingten! Bekannt ist mir (und dem ein oder anderen hier bestimmt auch)ein Unteroffizier aus einem mot. Schützenregiment welcher zur Legion ging.

Wenn es gefragte Spezialisten waren gab es andere Möglichkeiten das Wissen und können woanders einzubringen, was ja auch unzweifelhaft geschehen ist.

SCORN


Berliner Zeitung von heute :http://www.berliner-zeitung.de/archiv/be...90,8805696.html


zuletzt bearbeitet 04.09.2013 15:40 | nach oben springen

#13

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 16:19
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #9
Zitat von Kurt im Beitrag #6
(...) Ein Fall sorgte nämlich für Schlagzeilen, als einer von ihnen in einem Westsektor Berlins verhaftet und wegen Fahnenflucht angeklagt wurde.

Gruß, Kurt


Jack Holsten?

http://www.dhm.de/datenbank/dhm.php?user...&fld_0=d2a20581
Die Franzosen als Siegermacht des Zweiten Weltkrieges und mit ihren Kolonien hatten grosse Personalprobleme beim Militär. Viele Deutsche empfanden es als stossend, dass in der französischen Besatzungszone und im französischen Sektor von Berlin Rekrutierungsbüros für die Fremdenlegion eröffnet wurden. Damals gab es viele junge Deutsche, die als Jugendliche in die Wehrmacht eingezogen wurden und bis fünf Jahre oder noch mehr dienten und nichts anderes konnten als das Kriegshandwerk. Im Frieden sahen sie für sich wohl nur eine düstere Perspektive, Wehrmacht oder SS waren keine gute Empfehlung bei der Stellensuche... ausser bei der Fremdenlegion.
Theo


Ja, Theo, den meinte ich. Danke!


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#14

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 16:55
von VNRut | 1.486 Beiträge

Ich glaube schon das sich Angehörige der Grenztruppen spez. Abteilung V2000 zur Wendezeit bei der Legion absetzten. Aus politischen Gründen und wegen einer Strafverfolgung. Selbst ist mir keine Person bekannt.

Aber als Fremdenlegionär mit bekannten Sohn aus dem Indochina-krieg:

http://www.bild.de/sport/fussball/vater/...38142.bild.html

http://www.bild.de/sport/fussball/vater/...46860.bild.html

http://www.bild.de/sport/2007/sport/tote...42920.bild.html

http://www.express.de/promi-show/als-fre...186,601622.html

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
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#15

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 18:11
von passport | 2.639 Beiträge

[quote=VNRut|p286133]Ich glaube schon das sich Angehörige der Grenztruppen spez. Abteilung V2000 zur Wendezeit bei der Legion absetzten. Aus politischen Gründen und wegen einer Strafverfolgung. Selbst ist mir keine Person bekannt.

Aber als Fremdenlegionär mit bekannten Sohn aus dem Indochina-krieg:

http://www.bild.de/sport/fussball/vater/...38142.bild.html

http://www.bild.de/sport/fussball/vater/...46860.bild.html

http://www.bild.de/sport/2007/sport/tote...42920.bild.html

http://www.express.de/promi-show/als-fre...186,601622.html


@VNRut Was haben die MA der V 2000 angestellt das sie in die Legion eingetreten sein sollen. Vor allen, weil Du keinen kennst!


passport


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#16

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 04.09.2013 22:06
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Hier ist eine Doku auf französisch über die Deutschen in der Legion. (4 Teile insgesamt) Aber eher historisch.

http://www.youtube.com/watch?v=Pwvw_TmnGi4


zuletzt bearbeitet 04.09.2013 22:08 | nach oben springen

#17

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 05.09.2013 10:08
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

In einem anderen Forum ist ein ehemaliger Fremdenlegionär. Sogar die Zeit käme hin, der damals junge Mann ist in den 80er Jahren da eingetreten(nach Strafvollzug und Ausweisung aus der DDR) Ich werde Ihn einmal fragen, ob er hier beitragen möchte. "Aber Vorsicht, der Typ ist ein Sieger", auch heute noch. Zumal, ich schrieb Ihm einmal das es wohl in der Legion nicht gerade anfangs üblich war, die eigene wahre Lebensgeschichte im Kreise der Neuen zu erzählen(habe ich einmal in einem Buch gelesen...schrieb auch ein Ex-Legionär)

"Da waren Sie somit Alle Revolutzer, verkappte Millionäre, Glücksritter, finstere Schurken mit Hang zu schönen Frauen, Heiratsschwindler, aus dem Zirkus von der Trapeztruppe, Giftmischer, Zocker, Lebenskünstler und Zauberer"

Lebensläufer


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#18

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 06.09.2013 18:01
von VNRut | 1.486 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #15
Zitat von VNRut im Beitrag #14
Ich glaube schon das sich Angehörige der Grenztruppen spez. Abteilung V2000 zur Wendezeit bei der Legion absetzten. Aus politischen Gründen und wegen einer Strafverfolgung. Selbst ist mir keine Person bekannt.

Aber als Fremdenlegionär mit bekannten Sohn aus dem Indochina-krieg:

http://www.bild.de/sport/fussball/vater/...38142.bild.html

http://www.bild.de/sport/fussball/vater/...46860.bild.html

http://www.bild.de/sport/2007/sport/tote...42920.bild.html

http://www.express.de/promi-show/als-fre...186,601622.html


@VNRut Was haben die MA der V 2000 angestellt das sie in die Legion eingetreten sein sollen. Vor allen, weil Du keinen kennst!


passport


Nur ein Beispiel:

Zitat
Am 27.3.1962 wurde Heinz Jercha von Stasi-Mitarbeitern erschossen. Er hatte durch einen Tunnel in der Heidelberger Straße in Neukölln mit Harry Seidel zusammen schon ca. 50 Flüchtlinge in den Westen geholt. Der „rege Personenverkehr in Grenznähe“ war der Stasi aufgefallen. Deshalb überwachte sie das Haus im Osten, in dem der Tunnel endete. Als Heinz Jercha dort weitere Flüchtlinge abholen wollte, schossen die Stasi-Leute sofort auf ihn. Er erhielt einen Lungensteckschuss, konnte damit noch durch den Tunnel in den Westen robben, starb dort aber noch vor dem Transport ins Krankenhaus. Jercha hatte eine Pistole; damit umgehen konnte er aber genauso wenig wie Harry Seidel, der beim Todesschuss direkt hinter Jercha im Tunnel lag. Auch Seidel erreichte nach Jercha noch den Westen, bevor die Grenzer eine geballte Ladung von Handgranaten in den Tunnel warfen, die allein schon durch den Luftdruck jedem, der sich noch im Tunnel befunden hätte, die Lunge zerfetzt hätte. aus http://www.fluchthilfe.de/mauertote.html


[quote] Die Verwaltung 2000[1] war mit Gründung des MfS zunächst für den Bereich Bewaffnete Organe als abwehrender Nachrichtendienst tätig. Ab 1956 bis zur MfS-Auflösung 1990 war ihre Hauptaufgabe die Abschirmung, Absicherung und Überwachung aller Personen im Geschäftsbereich des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV) einschließlich der Grenztruppen der DDR und des militärischen Nachrichtendienstes der NVA. aus http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltung_2000



Die Mitarbeiter der V2000 werden bestimmt nicht nur im Bürosessel gesessen haben. Und andere Mitarbeiter waren bestimmt nicht im Grenzgebiet/Grenzabschnitt tätig.

VN_Rut


GKM - 05/05/1982 bis 28/10/1983 im GAR 40/1.Abk/2.Zug (Oranienburg 17556) & GR 34/1.Gk/2.Zug (Groß-Glienicke 85981)
Aufrichtigkeit ist wahrscheinlich die verwegenste Form der Tapferkeit. (William Somerset Maugham, britischer Schriftsteller 1874 - 1965)
Ohne die Kälte und Trostlosigkeit des Winters gäbe es die Wärme und die Pracht des Frühlings nicht. (Ho Chi Minh)

http://www.starsofvietnam.net/
https://www.youtube.com/watch?v=OAQShi-3MjA
Gruß Wolle
zuletzt bearbeitet 06.09.2013 18:02 | nach oben springen

#19

RE: Grenzer in der Fremdenlegion

in Grenztruppen der DDR 06.09.2013 18:17
von Mike59 | 7.978 Beiträge

Zitat von VNRut im Beitrag #18
Zitat von passport im Beitrag #15
Zitat von VNRut im Beitrag #14
Ich glaube schon das sich Angehörige der Grenztruppen spez. Abteilung V2000 zur Wendezeit bei der Legion absetzten. Aus politischen Gründen und wegen einer Strafverfolgung. Selbst ist mir keine Person bekannt.

Aber als Fremdenlegionär mit bekannten Sohn aus dem Indochina-krieg:

http://www.bild.de/sport/fussball/vater/...38142.bild.html

http://www.bild.de/sport/fussball/vater/...46860.bild.html

http://www.bild.de/sport/2007/sport/tote...42920.bild.html

http://www.express.de/promi-show/als-fre...186,601622.html


@VNRut Was haben die MA der V 2000 angestellt das sie in die Legion eingetreten sein sollen. Vor allen, weil Du keinen kennst!


passport


Nur ein Beispiel:

Zitat
Am 27.3.1962 wurde Heinz Jercha von Stasi-Mitarbeitern erschossen. Er hatte durch einen Tunnel in der Heidelberger Straße in Neukölln mit Harry Seidel zusammen schon ca. 50 Flüchtlinge in den Westen geholt. Der „rege Personenverkehr in Grenznähe“ war der Stasi aufgefallen. Deshalb überwachte sie das Haus im Osten, in dem der Tunnel endete. Als Heinz Jercha dort weitere Flüchtlinge abholen wollte, schossen die Stasi-Leute sofort auf ihn. Er erhielt einen Lungensteckschuss, konnte damit noch durch den Tunnel in den Westen robben, starb dort aber noch vor dem Transport ins Krankenhaus. Jercha hatte eine Pistole; damit umgehen konnte er aber genauso wenig wie Harry Seidel, der beim Todesschuss direkt hinter Jercha im Tunnel lag. Auch Seidel erreichte nach Jercha noch den Westen, bevor die Grenzer eine geballte Ladung von Handgranaten in den Tunnel warfen, die allein schon durch den Luftdruck jedem, der sich noch im Tunnel befunden hätte, die Lunge zerfetzt hätte. aus http://www.fluchthilfe.de/mauertote.html


[quote] Die Verwaltung 2000[1] war mit Gründung des MfS zunächst für den Bereich Bewaffnete Organe als abwehrender Nachrichtendienst tätig. Ab 1956 bis zur MfS-Auflösung 1990 war ihre Hauptaufgabe die Abschirmung, Absicherung und Überwachung aller Personen im Geschäftsbereich des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV) einschließlich der Grenztruppen der DDR und des militärischen Nachrichtendienstes der NVA. aus http://de.wikipedia.org/wiki/Verwaltung_2000


Die Mitarbeiter der V2000 werden bestimmt nicht nur im Bürosessel gesessen haben. Und andere Mitarbeiter waren bestimmt nicht im Grenzgebiet/Grenzabschnitt tätig.

VN_Rut



Verstehe deinen Beitrag nicht. V 2000 ist doch klar definiert und weswegen

Zitat
andere Mitarbeiter waren bestimmt nicht im Grenzgebiet/Grenzabschnitt tätig.

dies? Unseren V0er habe ich nur einmal ( in 10 Jahren) im Abschnitt erlebt. Wie kommst du zu dem Schluss das da keine "Anderen" tätig waren. Die 2000er hatten in den GB meist schon den Dgrd. Hptm. sicher wird es Ausnahmen gegeben haben, aber schon allein die körperliche Fitness dieser Dienstgradgruppe spricht nicht für einen Einstieg bei der LE, von den Leberwerten will ich mal gar nicht erst schreiben.
Ich halte das mit AGT bei der LE für eine Legende.


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