#61

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:36
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Richtig gut bemerkt Harzwanderer siehe:

"Die Soldaten schliefen in riesigen preußischen Schlafsälen. Jeder eine Mini-Pritsche, ein Mini-Hocker und ein Stückchen von der Garderobenstange an der Wand. Das waren noch Vorführkasernen."

Worauf lag gleichnochmal die Betonung? Ja genau, der preußische deutsche Landser, besser der von der Wehrmacht (unsere Väter, Opas) schlief doch genau in denselben übergroßen Schlafsälen, dem Eisen-Bettchen von alten Krupp, schmal wie Sau, zum umdrehen fast zu schade.

Denn Harzwanderer, die Sowjets zogen in genau die Kasernen der Wehrmacht ein...als diese Hals über Kopf daraus geflüchtet waren.

Lebensläufer


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#62

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:39
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von Mike59 im Beitrag #54
Zitat von glasi im Beitrag #52
Zitat von Marienborn89 im Beitrag #1
Im August/September 1994 war der Abzug der ehemals sowjetischen Streitkräfte aus dem Gebiet der ehemaligen DDR vollzogen. Die Rechtsnachfolge der UdSSR übernahm die Russische Föderation.

Kann jemand Angaben über die Praxis der Auflösung der Sowjetarmee machen? Wie wurde die Armee aufgelöst? Zogen ehemalige, aus der SU ausgetretene Republiken ihre Soldaten/Staatsbürger sofort ab oder wurde die Armee nach und nach von einer GUS-Organisation abgewickelt?

Die Zeiten der Abwicklung müssen ja recht chaotisch gewesen sein - einmal in den GUS-Staaten selbst und einmal in der ehemaligen DDR, wo ich mich noch an riesige Flohmärkte(?) erinnern kann, wo massenhaft Militaria verkauft worden sind.

Der Respekt war weg. Wenn mann gesehen hat wie sie abgezogen sind merkte mann nicht wer denn Krieg gewonnen hatte. Sie haben alles mitgenommen was nicht Niet und Nagelfest war. Sogar die Fenster haben sie mitgenommen. Dafür haben sie was sie nicht brauchen konnten hiergelassen. Vorallem Munition. Die uns noch jahrelang um die Ohren flogen. Ich bin froh das sie weg sind.


Das die alles mitgenommen haben was nur halbwegs brauchbar war, kann ich ihnen nicht verdenken. In der Heimat gab es keine Kaserne in die sie hätten einziehen können. Da war erst einmal Steppenunterkunft angesagt - wenn man dann noch bedenkt, dass die Berufskader meist mit der Familie unterwegs waren.
Die großzügig von Deutschland finanziert und erstellten Wohnungen sind wohl in den wenigsten Fällen an Armeeangehörige gegangen.
Ich kann mich erinnern von einer Luftwaffeneinheit gelesen zu haben, welche an einen Flugplatz in Russland verlegt wurde der für den Ernstfall als Ausweichflugplatz geplant war. Eine Start- und Landebahn in der Pampa - mehr war nicht. Da kann man auch ein altes Fenster gut gebrauchen.

Das können sie ruhig. An Fenstern mangelt es bei uns nicht. Was schlimmer ist sind die Umweltverschmutzungen die sie hinterlassen haben.



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#63

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:41
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Zitat
Denn Harzwanderer, die Sowjets zogen in genau die Kasernen der Wehrmacht ein...als diese Hals über Kopf daraus geflüchtet waren.


Ja, das ist alles bekannt und überrascht mich jetzt nicht.
Es waren nur seitdem 100 Jahre vergangen und es gab keinen Kaiser mehr. Dagegen waren die Soldaten bei der NVA "im Westen". Die Art der demonstrativen Geringschätzung des Einzelnen bei CA hat mich sehr beeindruckt. Wie so Herdentiere.


zuletzt bearbeitet 23.08.2013 20:44 | nach oben springen

#64

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:50
von andyman | 1.875 Beiträge

.
Jeder Leprakranke wird würdevoller behandelt.


Oha,das heißt doch nicht das man Kranken Ihre Würde absprechen kann,oder wie hast du das gemeint?


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#65

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 20:53
von Gelöschtes Mitglied
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Wonach suchen hier einige, nach Bedauern über ihren Abzug ????.
Die haben uns doch noch bis 89 ausgenommen , wir auf den Dörfern haben sie doch kennengelernt , den Unterschied zwischen Offizier der Roten Armee und Moschkote , die Soldaten wurden doch behandelt wie der letzte Dreck . Die unreifen Äpfel ,Kirschen ,und alles für sie Fressbare haben die Jungs doch vor Hunger weggehauen . Einige Offiz. hatten Soldaten genutzt wie Sklaven , nachts gingen sie mit denen auf Raubzüge . In Gartenanlagen , haben sie eingebrochen . In Kaufhallen haben sie eingebrochen , sogar vor Schußwechseln mit der Polizei hatten sie keinen Bammel . Wenn ich so an die letzten Jahre vor der Wende zurückdenke . Was haben sie nicht alles damals vor dem Abzug mitgehen lassen .
Wer denkt noch an die vielen Berichte von 11 ) 99 - DDR .Fernsehen ,wo gezeigt wurde ,wie sie PKW´` s usw. in ihre Antonnow auf den russischen Flugplätzen verfrachteten. Was haben sie uns hinterlassen , runtergewirtschaftete Wohnobjekte . zugemauerte Keller und diese waren vollgeschis.... Die wieder zurückgekommen sind , hatten sie vielleicht etwas vergessen .
Es waren eben unsere Besatzer und den Krieg haben wir Ostdeutsche 2 mal verloren . ratata


glasi, Hapedi, Pit 59 und Svenni1980 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#66

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:01
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Wonach suchen hier einige, nach Bedauern über ihren Abzug ????....siehe uns ratata.

Siehst gut aus neben dem P3, ratata, irgendwie gut stehengeblieben...wohl auch Intellektuell.Ne, tut mir nicht leid.Besser mal in dich gehen, wer Deutschland vom Adolf und seinen Steigbügelhaltern befreite?

Lebensläufer


DoreHolm und Paramite haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#67

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:04
von Lutze | 8.033 Beiträge

ist OT,es ist schon lange her,als Kind angeln gewesen,
an der mecklenburgischen Seenplatte bei Neustrelitz,
ich mit mit meiner Angelrute auf dem Bootssteg,
es wollte einfach kein Fisch anbeißen,
ein UAZ der Sowjets hielt einige Zeit später dort an,
2 Offiziere stiegen auch mit ihren Angeln aus,
was die dort rausgefischt haben,Wahnsinn,
die haben mir die Tricks gezeigt,und ich hatte kurze Zeit
später auch einen Fisch am Haken,für mich ein schönes Erlebnis,
als sie nach der Wiedervereinigung abziehen mußten,
habe ich oft an diesem Angelerlebnis gedacht
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#68

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:08
von Gelöschtes Mitglied
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Danke Lebensläufer , die Wahrheit , nichts als die Wahrheit und denk auch daran , was sie an uns Deutschen nach dem Kriegsende an Greul taten verübt haben . Es war Frieden in der Welt und sie haben sie weiter getan . ratata

Ja zum Angeln haben sie mir auch einige Tricks beigebracht Lutze , leider konnte ich sie nicht , wie sie es taten vollführen .
Da sitze ich doch nachts 22 Uhr im Hochsommer am Fluß um auf Aal zu angeln , mit einem mal ein rascheln im Gebüsch und dann ein dumpfer Knall . Die Russen waren mit Sprengstoff auf Fischfang , da konnte ich meine Angelsachen einpacken ,


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.08.2013 21:13 | nach oben springen

#69

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:09
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von Vierkrug im Beitrag #16
Der Abzug der Sowjetarmee hinterließ auch in unserer Familie seine Spuren. Vordergründig traf es dabei die jüngste Schwester meiner Mutter. Sie war Angehörige der Sowjetarmee und versah ihren Dienst als Major in den rückwärtigen Einheiten der Roßlauer Garnison. Am 14. Dezember 1990 zogen die letzten sowjetischen Truppen der hier stationierten 7. Gardepanzerdivision ab. Tage zuvor wurde meine Tante nach über 30-jähriger Dienstzeit mit allen militärischen Ehren aus den Reihen der Sowjetarmee verabschiedet. Das bedeutete für sie zugleich der Gang in die Arbeitslosigkeit. Dolmetscher für Russisch, damals unvorstellbar. Hinzu kamen Beschimpfungen und Beleidigungen aus dem Umfeld der schlimmsten Art. Sie hat in der Folge psychisch diese Umstände nicht verarbeitet, ist stark depressiv geworden und nach einigen Jahren viel zu früh verstorben.

Vierkrug


Na mein lieber@ Vierkrug, nicht nur in deiner Familie auch in der Landschaft. Die Russen hatten in fast jeder Stadt ein großes Territorium für sich in Anspruch genommen. So wie es zum Beispiel bei uns war, man kann sagen, eine Kleinstadt. Natürlich gehört zu so einer Kleinstadt auch ein Heizwerk, dass zum damaligen Zeitpunkt mit Kohle beheizt wurde. Kohle hinterlässt nach dem verbrennen einen Rückstand, im Volksmund sagt man dazu Asche. Diese Asche, so schwefelhaltig wie sie ist, wurde mit ihren Sil-LKWs oder Ural im angrenzenden Wald untergebracht.
Es wurde lange gerätselt was mit diesen zwei Wohnblöcken gemacht wird, man sieht es auch an dem Wachstum der Bäume. Man hat sich wohl oder übel doch entschlossen diese Blöcke abzureisen. Sie waren nämlich nicht sanierbar.


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#70

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:28
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #69
Zitat von Vierkrug im Beitrag #16
Der Abzug der Sowjetarmee hinterließ auch in unserer Familie seine Spuren. Vordergründig traf es dabei die jüngste Schwester meiner Mutter. Sie war Angehörige der Sowjetarmee und versah ihren Dienst als Major in den rückwärtigen Einheiten der Roßlauer Garnison. Am 14. Dezember 1990 zogen die letzten sowjetischen Truppen der hier stationierten 7. Gardepanzerdivision ab. Tage zuvor wurde meine Tante nach über 30-jähriger Dienstzeit mit allen militärischen Ehren aus den Reihen der Sowjetarmee verabschiedet. Das bedeutete für sie zugleich der Gang in die Arbeitslosigkeit. Dolmetscher für Russisch, damals unvorstellbar. Hinzu kamen Beschimpfungen und Beleidigungen aus dem Umfeld der schlimmsten Art. Sie hat in der Folge psychisch diese Umstände nicht verarbeitet, ist stark depressiv geworden und nach einigen Jahren viel zu früh verstorben.

Vierkrug


Na mein lieber@ Vierkrug, nicht nur in deiner Familie auch in der Landschaft. Die Russen hatten in fast jeder Stadt ein großes Territorium für sich in Anspruch genommen. So wie es zum Beispiel bei uns war, man kann sagen, eine Kleinstadt. Natürlich gehört zu so einer Kleinstadt auch ein Heizwerk, dass zum damaligen Zeitpunkt mit Kohle beheizt wurde. Kohle hinterlässt nach dem verbrennen einen Rückstand, im Volksmund sagt man dazu Asche. Diese Asche, so schwefelhaltig wie sie ist, wurde mit ihren Sil-LKWs oder Ural im angrenzenden Wald untergebracht.
Es wurde lange gerätselt was mit diesen zwei Wohnblöcken gemacht wird, man sieht es auch an dem Wachstum der Bäume. Man hat sich wohl oder übel doch entschlossen diese Blöcke abzureisen. Sie waren nämlich nicht sanierbar.





Rot: Zwar etwas OT, aber so hartnäckig halten sich Gerüchte oder werden unkritisch übernommen: Asche enthält praktisch keinen Schwefel mehr. Der Schwefelgehalt in Kohle liegt nahezu ausschließlich in Form der Mineralien Pyrit und Markasit vor (FeS2). Sulfidische Erze, zu denen diese Mineralien auch gehören, werden durch Rösten aufbereitet. Das heißt, die Erze zersetzen sich und verwandeln sich unter Luftzufuhr in Oxide und SO2, also Schwefeldioxid. Das ist das Gas, was so stechend riecht und eben bei der Kohleverbrennung durch den Schornstein geht, wenn es nicht chemisch gebunden wird. Und eben das geschieht bei der Braunkohleverbrennung. Reste dieser Mineralien können allenfalls noch in Kohleresten enthalten sein, aber die waren eben auch schon vorher drin. Was meinst Du, woraus die Asche der Haushaltsfeuerungen und Braunkohlenheizanlagen in den Betrieben bestand und diese sind ebenfalls auf den abgekippt worden ?



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#71

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:33
von Harra318 | 2.514 Beiträge

@DoreHolm ,ohne lange hin und her zu schreiben, Tatsache ist doch bei dieser ganzen Angelegenheit das es Dreck ist oder nicht.. Oder gibt es bei dir auch sauberen Dreck


Pit 59 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#72

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:50
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #71
@DoreHolm ,ohne lange hin und her zu schreiben, Tatsache ist doch bei dieser ganzen Angelegenheit das es Dreck ist oder nicht.. Oder gibt es bei dir auch sauberen Dreck


Leg mir doch bitte nicht in den Mund, daß ich den Umweltfrevel der Roten Armee in irgendeiner Weise bagatelisieren könnte. Zur Vermeidung von Mißverständnissen in der Auslegung hätte ich das vielleicht noch mit dazuschreiben sollen. Mir ging es einzig um einen Irrtum bezüglich des Schadstoffgehaltes von Braunkohlenasche, nicht mehr. Wollte das nicht so stehen lassen.
Auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf hatte es zu damaligen Zeiten einen größeren Erdfall gegeben. Ein Freund von mir (Offz. bei der NVA und Hobbypartner von mir) hatte die Gelegenheit, kurz vor der Wende da mal hinzuschauen. Dort hatte die RA allerhand "entsorgt", Schrott, Altölfässer und was weiß ich noch. So die Info meines Bekannten.



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#73

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:54
von Harra318 | 2.514 Beiträge

Zitat von DoreHolm im Beitrag #72
Zitat von Harra318 im Beitrag #71
@DoreHolm ,ohne lange hin und her zu schreiben, Tatsache ist doch bei dieser ganzen Angelegenheit das es Dreck ist oder nicht.. Oder gibt es bei dir auch sauberen Dreck


Leg mir doch bitte nicht in den Mund, daß ich den Umweltfrevel der Roten Armee in irgendeiner Weise bagatelisieren könnte. Zur Vermeidung von Mißverständnissen in der Auslegung hätte ich das vielleicht noch mit dazuschreiben sollen. Mir ging es einzig um einen Irrtum bezüglich des Schadstoffgehaltes von Braunkohlenasche, nicht mehr. Wollte das nicht so stehen lassen.
Auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf hatte es zu damaligen Zeiten einen größeren Erdfall gegeben. Ein Freund von mir (Offz. bei der NVA und Hobbypartner von mir) hatte die Gelegenheit, kurz vor der Wende da mal hinzuschauen. Dort hatte die RA allerhand "entsorgt", Schrott, Altölfässer und was weiß ich noch. So die Info meines Bekannten.


naja@ Dore, ich will mich da auch nicht weiter rein steigern es ist wie alles im Leben eine Ansichtssache. Ich habe zu der Problematik meine Meinung geschrieben, du hast gewiss eine andere und wirst sie auch immer haben.


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#74

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 21:59
von Moskwitschka (gelöscht)
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Weil wir gerade bei Dreck sind.

Z.B.das Land Brandenburg kämpft da an meheren Fronten und wie ich finde mehr oder weniger erfolgreich.

Einmal bei der Kampfmittelberäumung der Hinterlassenschaften aus dem 2. Weltkrieg. Ein weites Feld, dass zu DDR-Zeiten auch stiefmütterlch behandelt wurde, insbesondere in Oranienburg. Nicht von den Russen, sondern von den eigenen Behörden und Dienststellen. Sonst würde jetzt nicht soviel Dreck in Oranienburg rumliegen.

http://www.mi.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.210987.de

Zum anderen mit der Zugänglichmachung von ehemaligen Truppenübungsplätzen. Auch da steckt man nicht den Kopf in den Sand und jammert, sondern sucht sich Partner wie z.B. die Heinz - Sielmann - Stiftung:

Döberitzer Heide http://www.sielmann-stiftung.de/de/proje...heide/index.php

„Bombodrom“ bald Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner-Heide http://www.sielmann-stiftung.de/de/proje...heide/index.php

Nur mal ein paar Beispiele, wo angepackt wird. Und nicht gejammert. Sondern sich den Problemen stellt. Auch wenn man sie selbst nicht verursacht hat. Denn ändern kann man es nicht.

Aber immer wieder im Dreck wühlen scheint wahrscheinlich einfacher zu sein.

LG von der grenzgaengerin

EDIT im Dreck wühlen


Kurt hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 23.08.2013 22:01 | nach oben springen

#75

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 22:59
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von Harra318 im Beitrag #69
Zitat von Vierkrug im Beitrag #16
Der Abzug der Sowjetarmee hinterließ auch in unserer Familie seine Spuren. Vordergründig traf es dabei die jüngste Schwester meiner Mutter. Sie war Angehörige der Sowjetarmee und versah ihren Dienst als Major in den rückwärtigen Einheiten der Roßlauer Garnison. Am 14. Dezember 1990 zogen die letzten sowjetischen Truppen der hier stationierten 7. Gardepanzerdivision ab. Tage zuvor wurde meine Tante nach über 30-jähriger Dienstzeit mit allen militärischen Ehren aus den Reihen der Sowjetarmee verabschiedet. Das bedeutete für sie zugleich der Gang in die Arbeitslosigkeit. Dolmetscher für Russisch, damals unvorstellbar. Hinzu kamen Beschimpfungen und Beleidigungen aus dem Umfeld der schlimmsten Art. Sie hat in der Folge psychisch diese Umstände nicht verarbeitet, ist stark depressiv geworden und nach einigen Jahren viel zu früh verstorben.

Vierkrug


Na mein lieber@ Vierkrug, nicht nur in deiner Familie auch in der Landschaft. Die Russen hatten in fast jeder Stadt ein großes Territorium für sich in Anspruch genommen. So wie es zum Beispiel bei uns war, man kann sagen, eine Kleinstadt. Natürlich gehört zu so einer Kleinstadt auch ein Heizwerk, dass zum damaligen Zeitpunkt mit Kohle beheizt wurde. Kohle hinterlässt nach dem verbrennen einen Rückstand, im Volksmund sagt man dazu Asche. Diese Asche, so schwefelhaltig wie sie ist, wurde mit ihren Sil-LKWs oder Ural im angrenzenden Wald untergebracht.
Es wurde lange gerätselt was mit diesen zwei Wohnblöcken gemacht wird, man sieht es auch an dem Wachstum der Bäume. Man hat sich wohl oder übel doch entschlossen diese Blöcke abzureisen. Sie waren nämlich nicht sanierbar.






Wohin sind denn die Wohnblöcke verzogen?


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#76

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 23:03
von Harra318 | 2.514 Beiträge

@Kurt , ich weiß heute sagt man im neudeutschen Rückbau


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#77

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 24.08.2013 02:13
von Moskwitschka (gelöscht)
avatar

Zitat von Thunderhorse im Beitrag #56

Hast Du eine Vorstellung/Ahnung wie hoch die Rate bei Suizid, Desertation, etc. innerhalb der GSSD/GSTD/WGT war???


Über solche Zahlen hat, zu der Zeit über die wir hier schreiben, kaum jemand Informationen gehabt.

Das sich diesbezüglich scheinbar, zumindest was die Information betrifft, in den letzten 20 Jahren auch in der mittlerweile Armee der Russischen Förderation etwas geändert hat, zeigt folgende Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums vom Juni 2009:

Tote auf Grund von Verbrechen und Vorfällen an/bei Wehrdienstleistenden einschließlich Selbstmorden:

April 2009 - 37 davon 20 Selbstmorde

Mai 2009 - 27 davon 14 Selbstmorde

Insgesamt seit Beginn des Jahres 2009 - 158 davon 85 Selbstmorde.

http://cprfspb.ru/2638.html
http://newsru.com/russia/16jun2009/army.html

Dies ist das Ergebnis einer spontanen Suche im Netz. Ich habe nicht weiter gesucht, weil es ja um die Zeit bis max. 1994 geht. Und es auch nicht Thema dieses thread ist.

LG von der grenzgaengerin

EDIT Korrektur der Quellenangabe


zuletzt bearbeitet 24.08.2013 02:54 | nach oben springen

#78

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 24.08.2013 07:43
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #59
Ihr Dummschwätzer entschuldigt, vor allem unser Grenzwolf. Wenn der Rainer nicht 15 Jahre in den Kasernen der GSSD gearbeitet hätte würde er sich zu solchen Aussagen gar nicht hinreißen lassen. Und Thunderhorse du wandelnter Aktenschrank, nu komm, willst du mich verscheißern mit deiner dummen Frage du "altkluges Menschenkind"

Wir Beide sind uns bestimmt nicht gerade grün aber warst du damals dabei als der Rainer durch den Dreck in den Kasernen kroch, sich mit X Vielvölkermenschenkindern der UdSSR jeden Tag außeinanderzusetzen hatte?
Lebensläufer



Und was hat diese Aussage mit dem Abzug/Auflösung der WGT????


Mich persönlich interessiert nicht die Bohne, durch welchen Dreck da einer gekrochen ist.

Eher fundierte Aussagen zum Abzug/Auflösung.
Das dabei Dreck und Müll übrig blieb ist übrigens Fakt.

P.S.: Wie sagt man so schön, es gibt keine dummen Fragen aber dumme Antworten.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#79

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 24.08.2013 08:04
von Hane66 (gelöscht)
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Mein Vater hat bei den Russen 40 Jahre gearbeitet waren als Kinder oft in der Kaserne die waren immer freundlich , habe mit denen viel Schach gespielt. Es gab nie Probleme.


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#80

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 24.08.2013 08:29
von Pit 59 | 10.134 Beiträge

Zitat von Hane66 im Beitrag #79
Mein Vater hat bei den Russen 40 Jahre gearbeitet waren als Kinder oft in der Kaserne die waren immer freundlich , habe mit denen viel Schach gespielt. Es gab nie Probleme.



Na da gings denen doch gar nicht so schlecht wie hier so geschrieben wurde,wenn die viel Schach Spielen konnten.

P.S. Ich kann kein Schach,aber dauert das Spiel nicht lange ?


zuletzt bearbeitet 24.08.2013 08:32 | nach oben springen



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