#21

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 16:46
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Habe ja kaum Berührungspunkte zu SU Standorten gehabt,obwohl in Seebad Ahlbeck ein kleiner Trupp Stationiert war,pendelte zwischen Swinemuende und Ahlbeck ,diese beiden Standorte gehörten zusammen.
In Ahlbeck selbst gibt es ein Sow. Ehrenmahl für die gefallenen Soldaten im 2. WK.
Es ist bestimmt 28 Jahre her,da gab es eine Feierliche Gedenkveranstaltung,als diese vorbei war ,kleine Parade,Unteroffz.und Offz.
Bei der Parade Tanzte ein Soldat aus der Reihe,der Offz.dachte er wird nicht beobachtet,oder vermutete ausser Sichtweite zu sein.
Verprügelte den Soldaten derartig,dass er von zwei anderen getragen werden musste.
Dies war allerdings am nächsten Tag Stadtgespräch.
Ob es für diesen Offz.konzequenzen hatte weiss ich natürlich nicht ,aber das hat viele Empört.


zuletzt bearbeitet 22.08.2013 16:58 | nach oben springen

#22

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 17:49
von Duck | 1.741 Beiträge

Was waren die Russen für die meisten Ostdeutschen? Freunde? Ich denke er nicht, sicherlich gab es Aussnahmen aber ich denke das war bestimmt ein kleiner verschwindener Teil, für die meisten Ostdeutschen waren es halt Besatzer und das blieben sie auch bis zu ihrem Weggang. Ich glaube auch das es von beiden Seiten nicht unbedingt gewollt war, dass groß Freundschaften entstehen sollten. Das viel mir besonders immer bei den von der FDJ organisierten Treffen auf. Die Stimmung war völlig steif, die haben uns nicht verstanden und wir sie nicht. Meistens haben die sich die Hucke vollgesoffen mit Wodka und dann war auch das Treffen schon wieder vorbei.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#23

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 18:07
von Marienborn89 | 862 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #22
Was waren die Russen für die meisten Ostdeutschen? Freunde? Ich denke er nicht, sicherlich gab es Aussnahmen aber ich denke das war bestimmt ein kleiner verschwindener Teil, für die meisten Ostdeutschen waren es halt Besatzer und das blieben sie auch bis zu ihrem Weggang. Ich glaube auch das es von beiden Seiten nicht unbedingt gewollt war, dass groß Freundschaften entstehen sollten. Das viel mir besonders immer bei den von der FDJ organisierten Treffen auf. Die Stimmung war völlig steif, die haben uns nicht verstanden und wir sie nicht. Meistens haben die sich die Hucke vollgesoffen mit Wodka und dann war auch das Treffen schon wieder vorbei.



Man muss wohl zwischen der Besatzungsmacht als solche und der Einzelperson differenzieren. Mein Vater, der bis 1957 in der DDR gelebt hat, sagte immer, dass die "Russen" (in der Sowjetarmee waren ja viele Völkerschaften) generell sehr unbeliebt waren, aber die Soldaten oft sehr kinderlieb sein konnten.
Russische Offiziere jagten in der Feldmark der Magdeburger Börde wohl oft Hasen, die die Dorfbevölkerung Anfang der 50er Jahre lieber im eigenen Kochtopf gesehen hätte. Einmal hatte ein betrunkener Soldat versucht, eine junge Frau zu vergewaltigen. Die Militärpolizei kam aber rechtzeitig und verprügelte den Soldaten nach Strich und Faden vor versammelter Dorfmannschaft. Offenbar wollten die Russen schon zeigen, dass sie die Bevölkerung auch beschützen.


zuletzt bearbeitet 22.08.2013 18:11 | nach oben springen

#24

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 19:32
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Danke nochmal öffentlich für die Links Grenzgeangerin. Wie wir schon per PN uns ausgetauscht hatten eine kleine Geschichte zur Kaserne Schönau in Leipzig-Grünau, wo in den 80er Jahren aus was für Gründen auch immer der Ernstfall passierte, soll heißen, Munition durch einen Brand bis ins Neubaugebiet flog.

Über meinen Baubetrieb "Staatsnah, Landesverteidigung und bissel besser bezahlend" waren wir öfters in dem Objekt. Dort lernte ich im Heizhaus einen jungen Soldaten kennen, wir schwatzten viel über dies und jenes denn er war Student an irgendeiner Uni in der UdSSR mit sehr guten Deutschkenntnissen, (wir wurden richtig Freunde) also der wollte unbedingt mal mit auf die Kleinmesse(alljährliche) mitkommen und stellte sich das folgendermaßen vor.

"Verborgen hinter den Sitzen meines SAS 968 mit nach draußen durch die Wache, dann in Zivil(meinen Klamotten privat) mit auf die Kleinmesse am Cottaweg, anschließend übernachten bei mir Zuhause und früh retour ins Objekt wieder ins Heizhaus." Man muss dazu bemerken, ich kam ohne Probleme mit PKW ins Objekt (sowas brachte immer billigen Benzin..und der war Spitze, die Wache muss das gewusst haben) und die Besetzung der Heizhäuser war so ne Art Wochenschicht, soll heißen, es waren immer dieselben Leutchen, sie schliefen auch darin.

Ich sags mal so, Gottseidank zogen wir das Ding dann nicht durch. Denn wäre es schiefgegangen wäre der Soldat wohl wie der Rainer irgendwo hinterm Ural gelandet. Und meine junge Frau hätte bestimmt ne simple Info vom MfS bekommen, das ihr Mann...keine Ahnung...eventuell Urlaub in der UdSSR macht...für ne ganze Weile...bissel unfreiwillig.

Mein Gott waren wir jung...und leichtsinnig, voller Ideen, voller Träume...und wir hatten wohl Glück, die Eingebung ließ uns das Ding nicht durchziehen.

Lebensläufer


grenzgänger81, CASI und schulzi haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 19:45
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Zitat von Lebensläufer im Beitrag #24
Danke nochmal öffentlich für die Links Grenzgeangerin. Wie wir schon per PN uns ausgetauscht hatten eine kleine Geschichte zur Kaserne Schönau in Leipzig-Grünau, wo in den 80er Jahren aus was für Gründen auch immer der Ernstfall passierte, soll heißen, Munition durch einen Brand bis ins Neubaugebiet flog.

Über meinen Baubetrieb "Staatsnah, Landesverteidigung und bissel besser bezahlend" waren wir öfters in dem Objekt. Dort lernte ich im Heizhaus einen jungen Soldaten kennen, wir schwatzten viel über dies und jenes denn er war Student an irgendeiner Uni in der UdSSR mit sehr guten Deutschkenntnissen, (wir wurden richtig Freunde) also der wollte unbedingt mal mit auf die Kleinmesse(alljährliche) mitkommen und stellte sich das folgendermaßen vor.

"Verborgen hinter den Sitzen meines SAS 968 mit nach draußen durch die Wache, dann in Zivil(meinen Klamotten privat) mit auf die Kleinmesse am Cottaweg, anschließend übernachten bei mir Zuhause und früh retour ins Objekt wieder ins Heizhaus." Man muss dazu bemerken, ich kam ohne Probleme mit PKW ins Objekt (sowas brachte immer billigen Benzin..und der war Spitze, die Wache muss das gewusst haben) und die Besetzung der Heizhäuser war so ne Art Wochenschicht, soll heißen, es waren immer dieselben Leutchen, sie schliefen auch darin.

Ich sags mal so, Gottseidank zogen wir das Ding dann nicht durch. Denn wäre es schiefgegangen wäre der Soldat wohl wie der Rainer irgendwo hinterm Ural gelandet. Und meine junge Frau hätte bestimmt ne simple Info vom MfS bekommen, das ihr Mann...keine Ahnung...eventuell Urlaub in der UdSSR macht...für ne ganze Weile...bissel unfreiwillig.

Mein Gott waren wir jung...und leichtsinnig, voller Ideen, voller Träume...und wir hatten wohl Glück, die Eingebung ließ uns das Ding nicht durchziehen.

Lebensläufer


@Rainer
Meine Mutter hatte damals etwa 600 m gegenüber diesem Objekt gewohnt,das muss ja wirklich ganz schoen geknallt haben .


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#26

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 20:36
von Lebensläufer | 1.235 Beiträge

Irgendeiner wird den Link dazu finden Grenzgänger, über die damaligen Umstände des Brandes. Ich denke bei mir, ich weiß warum und wie es passierte sein könnte, wollte es aber in einer späteren Geschichte verarbeiten. Überhaupt war die Zeit in den Kasernen sehr interessant, würde ein Buch füllen. Aber momentan verschiebe ich es auf...viel später.

Da war viel Glück im Spiel daß das Neubaugebiet Grünau relativ glimpflich davon kam, es keine Verletzten, gar Tote gab.Soweit mir bekannt durch den VEB-Buschfunk schoben Panzer eine Lücke in den Brandherd der Garagen an der Straßenseite so das damit die Kettenreaktion der voll aufmunitionierten Fahrzeuge unterbrochen wurde.

Lebensläufer

Lebensläufer


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#27

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 21:12
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von Duck im Beitrag #22
Was waren die Russen für die meisten Ostdeutschen? Freunde? Ich denke er nicht, sicherlich gab es Aussnahmen aber ich denke das war bestimmt ein kleiner verschwindener Teil, für die meisten Ostdeutschen waren es halt Besatzer und das blieben sie auch bis zu ihrem Weggang. Ich glaube auch das es von beiden Seiten nicht unbedingt gewollt war, dass groß Freundschaften entstehen sollten. Das viel mir besonders immer bei den von der FDJ organisierten Treffen auf. Die Stimmung war völlig steif, die haben uns nicht verstanden und wir sie nicht. Meistens haben die sich die Hucke vollgesoffen mit Wodka und dann war auch das Treffen schon wieder vorbei.




ja von meiner Sicht verständlich die abneigung gegenüber den Russen . Man fühlte sich ja als letzter Kasper wenn man eine Verbesserung in der Produktion vorgeschlagen hatte ( Verbesserungs vorschlag ) der ja im Brigadeprogamm sehr , sehr guten Anspruch fand einreichte . Er wurde auch für sehr gut befunden aber er mußte dann halt auch einen dementsprechenden Namen ( Sacharow , Molotow , oder Iwanow ) tragen . Sonst taugte er nichts . Im klartext hat man es so verstanden daß man als Deutscher BLÖT war . Und das gleiche hat doch auch in der Landwirtschaft zugetroffen . alles nach Sowjetischem Vorbild . Schweine und Rinder wurden im Wald eingezäunt und sind reihenweise bei dieserHaltung verreckt.

lg Peter



zuletzt bearbeitet 22.08.2013 21:24 | nach oben springen

#28

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 21:25
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hapedi im Beitrag #27
Zitat von Duck im Beitrag #22
Was waren die Russen für die meisten Ostdeutschen? Freunde? Ich denke er nicht, sicherlich gab es Aussnahmen aber ich denke das war bestimmt ein kleiner verschwindener Teil, für die meisten Ostdeutschen waren es halt Besatzer und das blieben sie auch bis zu ihrem Weggang. Ich glaube auch das es von beiden Seiten nicht unbedingt gewollt war, dass groß Freundschaften entstehen sollten. Das viel mir besonders immer bei den von der FDJ organisierten Treffen auf. Die Stimmung war völlig steif, die haben uns nicht verstanden und wir sie nicht. Meistens haben die sich die Hucke vollgesoffen mit Wodka und dann war auch das Treffen schon wieder vorbei.




ja von meiner Sicht verständlich die abneigung gegenüber den Russen . Man fühlte sich ja als letzter Kasper wenn man eine Verbesserung in der Produktion vorgeschlagen hatte ( Verbesserungs vorschlag ) der ja im Brigadeprogamm sehr , sehr guten Anspruch fand einreichte . Er wurde auch für sehr gut befunden aber er mußte dann halt auch einen dementsprechenden Namen ( Sacharow , Molotow , oder Iwanow ) tragen . Sonst taugte er nichts . Im klartext hat man es so verstanden daß man als Deutscher BLÖT war . Und das gleiche hat doch auch in der Landwirtschaft zugetroffen . alles nach Sowjetischem Vorbild . Schweine und Rinder wurden im Wald eingezäunt und sind reihenweise bei dieserHaltung verreckt.

lg Peter


Hast die Bassov-Methode vergessen, einer arbeitet und drei passen uff


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#29

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 21:31
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #28
Zitat von Hapedi im Beitrag #27
Zitat von Duck im Beitrag #22
Was waren die Russen für die meisten Ostdeutschen? Freunde? Ich denke er nicht, sicherlich gab es Aussnahmen aber ich denke das war bestimmt ein kleiner verschwindener Teil, für die meisten Ostdeutschen waren es halt Besatzer und das blieben sie auch bis zu ihrem Weggang. Ich glaube auch das es von beiden Seiten nicht unbedingt gewollt war, dass groß Freundschaften entstehen sollten. Das viel mir besonders immer bei den von der FDJ organisierten Treffen auf. Die Stimmung war völlig steif, die haben uns nicht verstanden und wir sie nicht. Meistens haben die sich die Hucke vollgesoffen mit Wodka und dann war auch das Treffen schon wieder vorbei.




ja von meiner Sicht verständlich die abneigung gegenüber den Russen . Man fühlte sich ja als letzter Kasper wenn man eine Verbesserung in der Produktion vorgeschlagen hatte ( Verbesserungs vorschlag ) der ja im Brigadeprogamm sehr , sehr guten Anspruch fand einreichte . Er wurde auch für sehr gut befunden aber er mußte dann halt auch einen dementsprechenden Namen ( Sacharow , Molotow , oder Iwanow ) tragen . Sonst taugte er nichts . Im klartext hat man es so verstanden daß man als Deutscher BLÖT war . Und das gleiche hat doch auch in der Landwirtschaft zugetroffen . alles nach Sowjetischem Vorbild . Schweine und Rinder wurden im Wald eingezäunt und sind reihenweise bei dieserHaltung verreckt.

lg Peter


Hast die Bassov-Methode vergessen, einer arbeitet und drei passen uff




also wieder nicht genemigt es muß natürlich Basov - Methode sein. Haupsache Russisch .



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#30

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 21:37
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Hapedi im Beitrag #29
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #28
Zitat von Hapedi im Beitrag #27
Zitat von Duck im Beitrag #22
Was waren die Russen für die meisten Ostdeutschen? Freunde? Ich denke er nicht, sicherlich gab es Aussnahmen aber ich denke das war bestimmt ein kleiner verschwindener Teil, für die meisten Ostdeutschen waren es halt Besatzer und das blieben sie auch bis zu ihrem Weggang. Ich glaube auch das es von beiden Seiten nicht unbedingt gewollt war, dass groß Freundschaften entstehen sollten. Das viel mir besonders immer bei den von der FDJ organisierten Treffen auf. Die Stimmung war völlig steif, die haben uns nicht verstanden und wir sie nicht. Meistens haben die sich die Hucke vollgesoffen mit Wodka und dann war auch das Treffen schon wieder vorbei.




ja von meiner Sicht verständlich die abneigung gegenüber den Russen . Man fühlte sich ja als letzter Kasper wenn man eine Verbesserung in der Produktion vorgeschlagen hatte ( Verbesserungs vorschlag ) der ja im Brigadeprogamm sehr , sehr guten Anspruch fand einreichte . Er wurde auch für sehr gut befunden aber er mußte dann halt auch einen dementsprechenden Namen ( Sacharow , Molotow , oder Iwanow ) tragen . Sonst taugte er nichts . Im klartext hat man es so verstanden daß man als Deutscher BLÖT war . Und das gleiche hat doch auch in der Landwirtschaft zugetroffen . alles nach Sowjetischem Vorbild . Schweine und Rinder wurden im Wald eingezäunt und sind reihenweise bei dieserHaltung verreckt.

lg Peter


Hast die Bassov-Methode vergessen, einer arbeitet und drei passen uff




also wieder nicht genemigt es muß natürlich Basov - Methode sein. Haupsache Russisch .

War die 3-Stufen-Kontrolle vor Arbeitsbeginn, soviel weiß ich noch
Ohne diese sowjetischen Geistesblitze zwischen dem sechzehnten und neunzehnten Schluck hätten wir ja gar nicht mehr vernünftig arbeiten können.


schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.08.2013 21:46 | nach oben springen

#31

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 21:40
von grenzgänger81 | 968 Beiträge

Ich will es mal anders ausdrücken ,die jenigen,welche Private Kontakte zu Russen hatten,konnten sich über Gastfreundschaft und zuvorkommenheit ,
Nicht beklagen,da konnte sich unser Eins wohl eine Scheibe abschneiden .
Was ihr Eher meint,war die verordnete,Freundschaft,die eigentlich keine war.


Pit 59 und Duck haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#32

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 21:44
von Marienborn89 | 862 Beiträge

Um nochmal auf die Armee zu kommen: Wie stark präsent - von Berlin mal abgesehen - waren eigentlich die sowjetischen Truppen im Alltag der 80er Jahre in der DDR? Gabs viele Manöver außerhalb der Truppenübungsplätze - etwa in Ortschaften? Konnte man in den Städten auf der Straße den Soldaten begegnen?


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#33

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 21:46
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #30
Zitat von Hapedi im Beitrag #29
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #28
Zitat von Hapedi im Beitrag #27
Zitat von Duck im Beitrag #22
Was waren die Russen für die meisten Ostdeutschen? Freunde? Ich denke er nicht, sicherlich gab es Aussnahmen aber ich denke das war bestimmt ein kleiner verschwindener Teil, für die meisten Ostdeutschen waren es halt Besatzer und das blieben sie auch bis zu ihrem Weggang. Ich glaube auch das es von beiden Seiten nicht unbedingt gewollt war, dass groß Freundschaften entstehen sollten. Das viel mir besonders immer bei den von der FDJ organisierten Treffen auf. Die Stimmung war völlig steif, die haben uns nicht verstanden und wir sie nicht. Meistens haben die sich die Hucke vollgesoffen mit Wodka und dann war auch das Treffen schon wieder vorbei.




ja von meiner Sicht verständlich die abneigung gegenüber den Russen . Man fühlte sich ja als letzter Kasper wenn man eine Verbesserung in der Produktion vorgeschlagen hatte ( Verbesserungs vorschlag ) der ja im Brigadeprogamm sehr , sehr guten Anspruch fand einreichte . Er wurde auch für sehr gut befunden aber er mußte dann halt auch einen dementsprechenden Namen ( Sacharow , Molotow , oder Iwanow ) tragen . Sonst taugte er nichts . Im klartext hat man es so verstanden daß man als Deutscher BLÖT war . Und das gleiche hat doch auch in der Landwirtschaft zugetroffen . alles nach Sowjetischem Vorbild . Schweine und Rinder wurden im Wald eingezäunt und sind reihenweise bei dieserHaltung verreckt.

lg Peter


Hast die Bassov-Methode vergessen, einer arbeitet und drei passen uff




also wieder nicht genemigt es muß natürlich Basov - Methode sein. Haupsache Russisch .

War die 3-Stufen-Kontrolle vor Arbeitsbeginn, soviel weiß ich noch
Ohne diese sowjetischen Geistesblitze hätten wir ja gar nicht mehr arbeiten können.



Andreas , ich möchte mich auf diesem Niveau nicht mehr unterhalten . Du stehst mit deiner Feder über mir .



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#34

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 22:00
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Ach komm, weiter unterhalten, die Federn sind egal


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#35

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 22:41
von Harzwanderer | 2.921 Beiträge

Ich war bei der russischen Abschiedsparade in Karlshorst. Die jungen Soldaten haben teilweise geweint, weil sie kampflos das aufgaben, was ihre Opas unter riesigen Opfern erobert hatten. Das ging einem schon nahe. Kein Triumphgefühl aber wirklich ein historischer Moment.
Obwohl ich von alten Berlinerinnen weiß, wie brutal der sowjetische Einmarsch 45 lief. ALLE Frauen wurden vergewaltigt.


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#36

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 22.08.2013 22:45
von Hapedi | 1.870 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #34
Ach komm, weiter unterhalten, die Federn sind egal


jetzt nicht ich gehen jetzt gassi



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#37

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 07:04
von Duck | 1.741 Beiträge

Zitat von Marienborn89 im Beitrag #32
Um nochmal auf die Armee zu kommen: Wie stark präsent - von Berlin mal abgesehen - waren eigentlich die sowjetischen Truppen im Alltag der 80er Jahre in der DDR? Gabs viele Manöver außerhalb der Truppenübungsplätze - etwa in Ortschaften? Konnte man in den Städten auf der Straße den Soldaten begegnen?


Den einfachen russischen Soldaten bist Du kaum begegnet, wenn die überhaupt mal raus durften dann nur geschlossen in Gruppe und natürlich in Uniform. Bei den Offizieren war das natürlich ganz anders, da gab es Städtchens, also ich kann jetzt nur für Brandenburg sprechen, da hatte man den Eindruck du bist schon in einem Vorort von Moskau, wie z.B. Fürstenwalde, Beelitz-Heilstätten und natürlich Wünsdorf.


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#38

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 07:16
von Pit 59 | 10.125 Beiträge

Auch das thüringische Nohra war für DDR-Bürger Sperrzone. "Nohra Nord" diente als Luftwaffenbasis für sowjetische Kampfhubschrauber. Hier, nur wenige Flugminuten von der Grenze zur Bundesrepublik entfernt, war die größte sowjetische Hubschrauberstaffel der DDR stationiert. Im Ernstfall hätte sie in vorderster Front eingesetzt werden können, Nohra lag nur rund 20 Flugminuten vom hessischen Fulda entfernt. Zitat :damals im Osten MDR.


Rund 2.500 Quadratkilometer der DDR waren als "sowjetisches Militärgebiet" deklariert. Das entspricht etwa der Größe des Saarlandes. Die Gebiete lagen abgeriegelt hinter Mauern und Zaunanlagen. Die sowjetischen Soldaten, die dahinter lebten, blieben für die Einheimischen mit wenigen Ausnahmen Fremde. Zitat :damals im Osten MDR.


Marienborn89 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#39

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 08:14
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #35

Obwohl ich von alten Berlinerinnen weiß, wie brutal der sowjetische Einmarsch 45 lief. ALLE Frauen wurden vergewaltigt.


Viele ja aber ALLE ist doch stark übertrieben.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

Diskus303 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Auflösung und Abzug der Sowjetarmee

in Reste des Kalten Krieges in Deutschland 23.08.2013 08:42
von Nostalgiker | 2.554 Beiträge

Zitat von Pit 59 im Beitrag #38
Auch das thüringische Nohra war für DDR-Bürger Sperrzone. "Nohra Nord" diente als Luftwaffenbasis für sowjetische Kampfhubschrauber. Hier, nur wenige Flugminuten von der Grenze zur Bundesrepublik entfernt, war die größte sowjetische Hubschrauberstaffel der DDR stationiert. Im Ernstfall hätte sie in vorderster Front eingesetzt werden können, Nohra lag nur rund 20 Flugminuten vom hessischen Fulda entfernt. Zitat :damals im Osten MDR.


Rund 2.500 Quadratkilometer der DDR waren als "sowjetisches Militärgebiet" deklariert. Das entspricht etwa der Größe des Saarlandes. Die Gebiete lagen abgeriegelt hinter Mauern und Zaunanlagen. Die sowjetischen Soldaten, die dahinter lebten, blieben für die Einheimischen mit wenigen Ausnahmen Fremde. Zitat :damals im Osten MDR.


Im damaligen Bezirk Leipzig existierte in der Nähe vom Brandis - Polenz ebenfalls ein Flughafen der sowjetischen Streitkräfte, ebenfalls Hubschrauber.
Das Gelände war wie jedes Militärgebiet gesichert, in diesem Fall mit einem Zaun; Stacheldraht?.
Als Kinder und Jungendlich fuhren wir oft zu diesem Flughafen raus und "guckten" Hubschrauber ......
Man konnte bis unmittelbar an den Zaun heran.

Woher hast Du die Aussage bezüglich der Fläche des "sowjetischen Militärgebietes" in der DDR?

Gru?
Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

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