#1721

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 13:00
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Also der B-Posten war am westlichen Ende des Richtungsbahnsteiges nach Friedrichsfelde. Neben dem unbenutzten Außengleis war ein Geländer mit schmalem Laufsteg in den Tunnel. Nach ca. 10 m kam eine Tür, die zu einem Flur führte, von dem nach links und rechts Türen zu den Betriebsräumen abgingen. Es gab innen auch eine Treppe zu einem oberen Flur. Dort waren auch verschiedene Türen. Auf einer von Ihnen stand: "Zutritt, auch für BVB-Angehörige verboten!". Dahinter war Licht und es spielte aus einem Radio leise Musik. Das war nachts um halb eins. Ansnsten keiner weiter zu sehen. Ich bin dann wieder runter zu dem schmalen Laufsteg neben dem Gleis und ihn weiter in Richtung Kehranlage gelaufen. Dort war zu sehen, dass die Tunneldecke, die im Bereich der Bahnhofsausfahrt niedrig war in der Kehranlage wieder die gleiche Höhe, wie im Bahnhof hatte. An der Außenwand der Betriebsräume in Richtung Kehranlage gab es ein Fenster genau an der Stelle an der der "verbotene Raum" war. Aus ihm fiel ein Lichtschein in den Tunnel der Kehranlage. Da wurde mir klar, das das eine Art Beobachtungsposten sein muss.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 29.07.2014 13:07 | nach oben springen

#1722

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 13:10
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Schön beschrieben -der Weg. Jetzt weiß ich , wo Du warst.
Leider - die Übliche Falle, auf die schon so viele reingefallen sind. Nicht alle Räume, die niemand , auch kein BVBer betreten darf, sind für irgendwelche Grenzaufgaben gedacht. Du hast also soeben exaktamente das Stellwerk Al - den Weg dahin- beschrieben. Stellwerke sind eben nun mal die Heiligtümer aller Verkehrseinrichtungen, und daher "Zutritt, auch für BVB-Angehörige verboten!". Ist so. Schau mal auf die Übersichtskarte Alex -da ist es mit drauf.
Bm - möglich , das Du tatsächlich ganz durchgelaufen bist, aber - es gibt noch einen anderen, möglichen Weg. Wahrscheinlichkeit 50:50.
73 Hans
Ach so - die weißen Striche- im Gang zum Ausgang- vorgeschriebene Ablagefläche von Material für den "Hilfszug" - na , einen ganzen Hilfszug hatte die BVB da nicht , aber das benötigte "Notfallmaterial hat eben feste Plätze. In der BM waren auch noch solche "Abteile aufgemalt".
H.


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zuletzt bearbeitet 29.07.2014 13:15 | nach oben springen

#1723

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 14:43
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Na dann bin ich ja beruhigt, sie hätten mir den Arsch damals warscheinlich nur halb aufgerissen, wenn ich da drin erwischt worden wäre.

Zum Thema Nordbahnhof hier noch ein kleiner Nachtrag. Auf dem Pharusplanausschnitt in # 1710 kann man gut den so genannten Stettiner Tunnel erkennen, der unter den Bahnanlagen des Stettiner Bahnhofes hindurchführt und die Schwarzkopffstr. in Berlin-Mitte mit der Gartenstraße in Berlin-Wedding verband. Er ist heute noch vermauert und nicht passierbar. Man kann dort noch einzigartige Artefakte aus der Zeit Berlins als Viersektorenstadt bewundern:

Auf den Wänden des Tunnelausganges zur Gartenstraße finden sich noch Aufschriften, die die Sektorengrenze markierten.

Demokratischer
Sektor
Ende ????? (nicht mehr lesbar)
<--- ---->

Darüber geklebt sieht man noch die Überreste der Bekanntmachung des Beschlusses des Ministerrates vom 13.August 1961 über die Schließung der Sektorengrenze.

Hans, ist das vielleicht der Gepäcktunnel, den Du meintest?

Gruß Kalubke



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zuletzt bearbeitet 29.07.2014 14:48 | nach oben springen

#1724

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 15:25
von Hans | 2.166 Beiträge

Vornweg - nein jörg, den meinte ich nicht - das ist der Stettiner Tunnel- ein Fußgängertunnel unter den´m ex.Fernbahnhof. Irgendwo ist ne Beschreibung hier.
Abend, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte………
Mensch, der Theo stellt immer solche Fragen, die man nicht einfach, kurz und knackig beantworten kann. Diese ist so eine.
(Planmäßige nächtliche) Bau- und Unterhaltsarbeiten auf den Transitstrecken? Wie wurden die organisiert und vor allem wie gesichert? Zugang der Bauarbeiter, Zuführung der Maschinen, Ausweise, Kontrolle, Personalbedarf?
Dringende Reparaturen oder "Entstörung" (z.B. Gleisbruch, Vorfälle mit Bedarf für kriminaltechnische Untersuchungen)?
Ich kann mir nicht vorstellen, wie man in die Bahnhöfe bringt. Nord-Südtunnel von der Bahnmeisterei Nordbahnhof her, U8 via Alexanderplatz, aber U6? Mit vorgängiger Rundfahrt durch Westberlin? Oder Westberliner Bauarbeitern? Oder Polen?

Ein ganzes Konvolut Fragen in einer. Aber frag bloß weiter! Also : Auseinanderklamüsern :
S-Bahn – da war´s einfach. Die geplanten Bau- und Unterhaltungsmaßnamen machte der Bauzug 112 der DR. Das war der Westberliner Bauzug, Mannschaft war wohl „gemischt“. In der ersten Nacht haben die dann einfach die benötigten Materialien, Maschinen und so reingefahren – über NOU – und verteilt. Mal mit einem „Materialzug“ –sozusagen eine „Last-S-Bahn“, meist aber mit einer Bauzuglok und ein paar „Platten“ (Rungenwagen). Die Kontrolle oblag dann dem Bf. NOU – damit also nicht der Trapo – und das war kein Problem, NOU war ja eine „Gütergüst“ – hatten wir ja schon mal. Übrigens – Bei Maschinen jetzt bloß nicht an eine „Plasser & Theurer“ oder ähnliches denken, viel kleiner! Also Stopfmaschinen -2 Mann Betrieb, Schraubendreher, (so ne ähnliche Maschine, nur zum Schraubendrehen) ,Schweißgeräte, Schleifmaschine und so was. Die nächsten Nächte dann eben die anfallenden Arbeiten, letzte Nacht „aufräumen“. Ganz einfach also.
Bei der U-Bahn war`s nicht so einfach. Auf der D-Linie (U 8) wurde das Material usw. mit einer Akkulok reingefahren, durch den Waisentunnel. Das war dann schon mit Arbeit für Trapos verbunden, die Besatzung der Akkulok usw. wurde am Schütz zum Waisentunnel kontrolliert. Und dann brauchte man ja noch einen Stellwerker und einen Schützwärter und einen Rangierleiter der BVB. Die kamen dann über Jb rein. Kontrolle – Die jeweiligen BVBer hatten die üblichen BVB- Karten (Ausweise) und wurden zuvor von der DZU (Dispatcherzentrale U-Bahn) vorgemeldet. Also eine Liste über den Dienstweg. Da das immer mehr oder weniger dieselben Leute waren, gab`s da auch kaum Probleme. Wenn es sehr viele „Leute“ waren oder die Verfahrensweise war kompliziert, (Waisentunnelfahrt z.B.) kam dann auch Verstärkung, ein oder zwei Mann.
Was anderes beim Bauzug- den Leuten davon natürlich. Wenn es der BVB- Bauzug war – kein Problem - . Aber da gab’s eben auch Fremdfirmen – irgendeine Tiefbau- Was weiß ich-Firma. Die Anmeldung erfolgte dann auch über die DZU –Mittels Liste. Kontrolliert wurden dann die Personalausweise. Manche haben den öfters vergessen- na ja Pech- aber für den Rest der Truppe – die dann die Arbeit mit machen durften. Nach ein paar Nächten war das dann kein Problem mehr, wurde sozusagen „innerbetrieblich „ geregelt. Tiefbauer sind ja bekanntlich ein hartes, lustiges Völkchen.
Womit wir bei der absoluten Perle (aus Trapo-Sicht) des Gleisbaus währen. Der Bauzug aus Gdansk. Den gab es wirklich – aber nur einmal- Gott sei Dank. Ne – nicht was man der allgemeinen Volksmeinung nach so annehmen müsste – schindern konnten die. Aber es hat ewig gedauert, einigen von der Brüdern aus dem Nachbarland klarzumachen, dass sie jeden verscheissern dürfen, aber sich dabei nicht erwischen lassen sollten. Es war mühsam, Pan Spichalsky begreiflich zu machen, dass er nicht Pan Kubicky ist, der angemeldet war, aber nicht erschien. Dauerte eine Weile, bis man sich aneinander gewöhnt hatte. Und dann hatte die Trapo auch noch so ne Nase für Alkohol- und auch noch die berühmten Röhrchen. An ein paar Nächten fand die Arbeit dann eben nicht statt- weil nicht genug Leute dafür von der bösen Trapo eingelassen wurden. Jedesmal mit entsprechendem Theater. Dummerweise hat die BVB nach kurzer Zeit mitgezogen – Pech – keine Arbeit – kein Geld an den Vertragspartner. Das half dann.
Nun, ganz am Anfang spielte der Gdansker Bauzug hier ja schon mal eine Rolle.
Bei Bauarbeiten auf der C-Linie gab es den Unterschied, dass das benötigte Material eben nicht angefahren wurde,( Nie!) sondern über den jeweils nächsten Eingang rein transportiert wurde. Die BVB hatte da eine recht sinnvolle Rutschenkonstruktion- wie so eine, der Treppe angepasste U-Schiene. Da wurde das Material , Schienen, Schwellen usw. mit einem Kran-Auto daraufgesetzt und dann Runtergerutscht. Ging erstaunlich schnell. Verteilt wurde das Material dann mit ein bzw. mehreren Loren. Die Kontrolle unterschied sich nicht von der D-Linie.
Dringende Entstörung : Kommt auf die Größe der Störung an. Beispiel : Der Streckenläufer stellt einen Schienenbruch fest. Er baut also eine Notlaschung an und errichtet eine Langsamfahrstelle.
In der Betriebspause erscheint dann ein Verkehrsmeister und 2-3 Gleisbauer von der BVB. Telefonische Vormeldung durch die DZU an das Trapo-Revier – es gab eine Liste der Betretungsberechtigten.
Schwieriger – es geht nicht mit der Notlasche : Verkehr steht. Wenn die DZU schnell genug die nötigen Leute auftreiben konnte, war`s kein großes Problem. Vormeldung wie beschrieben. Wenn nicht- Glückwunsch. Konnte dann dauern. Aber die BVB war in dieser Hinsicht gut aufgestellt, das kam wirklich ausgesprochen selten vor. Kleinere Sachen – sozusagen „Ein-Mann-Nummern“ , eigentlich gar kein Problem.
Vorfälle , die kriminaltechnische Untersuchungen nötig gemacht hätten. – Na das muss dann aber ein Riesenunfall sein. Vom Prinzip her machte so was eine Truppe der Trapo- die Speziko. Auf der U-Bahn nie nötig. Auf der S- Bahn schon – im Zusammenhang mit der Entgleisungsserie 1987-1989 z.B. Der gangbarste Weg – wen’s denn umfangreiche Untersuchungen werden sollte – Vermessung des Wagens z.B., wurde der Zug beschlagnahmt und z.B. auf den Hängeboden oder im SBw abgestellt. Hab ich einmal durchexerzieren dürfen, schwierig. Das Verfahren war da natürlich unterschiedlich, je nach Notwendigkeit.
So –Alle Klarheiten beseitigt ?


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#1725

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 15:32
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde.....
langsam bekomm ich steife Finger........
Richtungshinweise bez.Sektoren - da gabs auf NOU einen ganzen Haufen. Dieser war im Tunnel zur Gartenstraße und ist (war) schön erhalten.
Q: Museum
73 Hans


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#1726

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 16:05
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Vielen Dank @Hans für Deine vielen Infos.

Für alle nicht ganz ortskundigen Gäste der Viersektorenstadt Berlin hier ein Merkblatt des MdI der DDR vom 14.07.1951 mit allen Bahnverbindungen incl Friedhofsbahn, Heidekrautbahn und sogar der Strecke Zehlendorf-Düppel.




Übrigens der Stettiner Tunnel hätte sich m. E. prima für Grenzschleusungen nutzen lassen. Nachts ist doch da die Gartenstraße wie ausgestorben. Gabs während Deiner Dienstzeit evt. Aktivitäten in dieser Richtung?

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 29.07.2014 18:21 | nach oben springen

#1727

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 16:45
von Hans | 2.166 Beiträge

Nur ganz kurz, bastele gerade an was anderem rum .
Nein - weil : der Stettiner Tunnel wurde schon lange vor dem Mauerbau - so ca. 58 geschlossen. Eine Vermauerung am Ausgand Gartenstraße, eine im Verlauf des Tunnels und eine auf Höhe Zugang SBw - Kulturhaus. Der "Rest" samt einbau eines Gasrohres (Gas ?Wasser ?) erfolgte dann später, viel später.
73 Hans


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#1728

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 18:20
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Hi @Hans,

Du sagtest, auf dem U-Bahnhof Jannowitzbrücke hing damals noch so’n alter Stadtplan rum. Jetzt fällt’s mir wieder ein, ich war scheinbar ohne es zu wissen ganz dicht an der Sache dran! Im Zwischengeschoss von Jb gabs nämlich einen Jugendclub. Hat mich auch gewundert, dass das überhaupt möglich war. Ich hatte großes Glück und war da in den 80’ern mal drin als Disco war. Auch mit dem Hintergedanken da vielleicht was zu finden. Aber es war nichts zu sehen im Zwischengeschoss. Man hörte seltsamerweise nicht mal die Züge fahren. Ich glaube ich war damals der einzige, dem das auffiel und der sich darüber Gedanken machte.

Wo hing denn das Teil eigentlich genau? Wahrscheinlich unten auf dem Bahnsteig oder? Da war natürlich kein rankommen.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 29.07.2014 18:23 | nach oben springen

#1729

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 18:36
von Hans | 2.166 Beiträge

Im Eulenkeller- ja das war ne schöne Feierbude. (Einer der Uhus "lebt" noch - hab ihn gerettetät- ist hier im Thread) Womit natürlich bewiesen währe, das der Hans auch ein Jäger und Sammler ist.
Trotzdem - Du warst weit weit weg von der Stelle. Schau mal unter Jannowotzbrücke. Das Zwischengeschoss, in dem der Eulenkeller eingebaut war, lag ja noch unter dem S-Bahnhof der heutige "lange" Zugang. Na, und die S-Bahn rumpelt ja auch. Bahnsteig ist übrigens richtig. Noch ne Bemerkung zum Devotalien-Sammeln : Meine Regierung ist der Meinung : VIIIIEL ZU VIIIIIIIEL ! Also - Vorsicht.
73 Hans


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#1730

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 19:00
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Mensch ja, der BVB-Club "Eulenkeller", jetzt dämmerts wieder, so hieß er. Da muss mich mein alter Schulkumpel Ralph mal mitgenommen der bei der BVB in Friedrichsfelde arbeitete. Er war es auch, der die Story mit der Zugeingleisung zwischen Alex und Weinmeisterstraße erzählte.

Was die Frauen nur haben ? So'ne Eule ist doch ein hübsches Deko-Element in der Wohnung. Kann mich allerdings an die Dinger im Club nicht mehr so richtig erinnern .

Gruß Kalubke



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#1731

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 19:05
von Hans | 2.166 Beiträge

Nun Ja, die wurden immer weniger.-Nicht wegen der Jäger und Sammler. Sind leider etwas zerbrechlich.
Zum Schluss standen die nur noch in der Regalen der Bar und in einer Nische. Aber es waren mal viel mehr- derKeller hatte seinen Namen nicht umsonst bekommen.
73 Hans


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#1732

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 19:12
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Lustig, im Erdgeschoss gabs doch vor kurzem noch Disco. War da vor zwei Jahren mal auf Depeche Mode Party. Ein Riesenladen. War das da? Oder unten drunter?


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#1733

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 19:15
von Kalubke | 2.293 Beiträge

.. ich glaube Du meinst das Ding im Keller der Stadtbahnviadukte mit Balkon zur Spree. Das ist direkt im S-Bahnhof. Der "Eulenkeller" war im U-Bahn Zwischengeschoss.

Gruß Kalubke



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#1734

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.07.2014 21:54
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Ja, richtig. OK, dann war das doch was anderes.


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#1735

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.07.2014 08:52
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Nachtrag Nr. 2 zum Nordbahnhof in Ergänzung zu # 1710:

Ich habe noch eine alte Ansicht des Bahnhofsportales vom Stettiner Bahnhof (so um 1880) gefunden.



Wer kennt noch Foto-Riechel in der Brückenstraße am Bahnhof Jannowitzbrücke? Der hatte eine wunderbare Sammlung alter Berlin-Postkarten und verkaufte Abzüge. Ich habe damals dort z.T. mein ganzes Taschengeld versenkt.

Gruß Kalubke



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#1736

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.07.2014 12:43
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Hallo @Hans,

ich habe mal die Routen meiner beiden „incognito-Exkursionen“ auf dem U-Bhf. Alexanderplatz in einen Lageplan (Quelle: www.u-bahn-archiv.de) eingezeichnet.

Vielleicht werden jetzt die Beschreibungen noch klarer.

Du kannst bestimmt zur Aufklärung eines der vielen Mythen aus der Mauerzeit beitragen. Im Zwischengeschoss 1 (Übergang in Richtung S-Bahn) gab es einen hölzernen Eckladen (Blumenladen soweit ich mich erinnere) unweit der vermauerten Abgänge zum Bahnsteig D. Die Vermauerungen waren übrigens mit einem raffinierten Anstrich versehen, der die Fliesenfarbe täuschend echt imitierte. Man konnte nur an der oberen Fliesenkante, die im Bereich der Abgänge unterbrochen war, ahnen, dass der Wandabschnitt früher offen war. Die rechte äußere Schaufensterscheibe des Ladens war verspiegelt. Es hielt sich damals hartnäckig das Gerücht, dass die Scheibe einseitig verspiegelt war und dahinter ein Kontrollposten saß, der darüber wachte, dass sich hier niemand an der Wand zu schaffen machte. War bestimmt Quatsch, oder?

Wie ist denn die Trapo damals auf dem Bahnsteig D an die Bahnsteigkante hinter der Vermauerung gelangt. Da muss es doch im Bereich Stellwerk Al noch einen Zugang auf den südlichen Teil des Bahnsteiges D gegeben haben. bzw. die Vermauerung nur im nördlichen Teil des Bahnhofes existiert haben? Oder war er tatsächlich völlig unzugäglich?

Wer hat überhaupt die ganzen baulichen Arbeiten zur Absperrung des Bahnsteiges D geplant und durchgeführt? Trapo, MfS, BVB, GT, Stadtkommandantur Berlin?

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 30.07.2014 18:43 | nach oben springen

#1737

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.07.2014 16:00
von Hans | 2.166 Beiträge

Hallo, Jörg....
Schön viel Mühe mit einer -leider Ungeeigneten Vorlage . Ja-Haben ein Gewehr- Also mal ein Plan...... Stammt von der BVG und wurde auf einer "Bahnhofsführung" ausgestellt.

Ich hab leider keine höhere Auflösung da. Und der große Plan ist über A2 , passt auf keinen Scanner. D.h. - ich kann mir Deinen Weg schon vorstellen- aber mach Dir trotzdem noch mal die Mühe.
Also : Weg zum Stellwerk Al - Richtig beschrieben- von der Linie E in die "Abstellgruppe"- da wo jetzt oder irgendwann mal ne neue U.Bahn-Linie kommen soll. wie beschrieben. Dort ist AL. Geisbild : veröffentlicht in Berliner Verkehrsseiten.
Jetzt etwas besser darstellbar ? Im Kopf haben und auf ner Zeichnung ist ja immer Zweierlei. Der Weg in die BM ist jetzt sicher auch besser darstellbar.Blumenladen, Vermauerung und so : Richtig - und genau hingesehen - es gibt sogar Fachbücher, in denen davon geschrieben wird, das die Vermauerung im Zwischengeschoß "Mit extra nachgemachten Kacheln" verblendet wurde. Ich dacht ja immer -Fliesen. Es war tatsächlich aufgemalt. Übrigens nicht nur an dieser Stelle, es gab noch mehr davon- aber ohne jeden Bezug zum Thema Grenze. Der Blumenkiosk : Mal eine Urban Legend , die ich noch nicht in der Form kannte. Schön. Wie viele Leute hatten wir eigendlich zum rumsitzen und Überwachen ? Sarkasmus aus. Trotzdem- der Blumenkiosk ist ein guter Wegweiser. Wenn du vor ihm stehst - die Wand links hatte eine Tür. Das war der Diensteingang. Eine andere Zugangsmöglichkeit, von Al aus und so, gab es nicht. Ein Blick auf den Plan- ganz andere Ebene, tiefer und seitlich versetzt. In Deiner Skizze hast Du allerdings einige Abgänge vermauert - ne - von der Oberfläche aus gab es nur den schon erwähnten Zugang im Berolinahaus zum Bstg. D-Linie. Alles andere - im Inneren des Bahnhofes. Irgendwo hab ich mal geschrieben.Alex ist ein riesen-Schweizer Käse mit verdammt vielen Löchern- das stimmt.
Bauliche Arbeiten -Du meinst jetzt die Vermauerung und die Bm-Wände und so ? Die BVB - wer sonst.
Hilft hoffentlich.
73 Hans


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#1738

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.07.2014 17:31
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Beschilderung der Bahnhöfe.
Die Frage habe ich mir schon bei meinen Berlinbesuchen in den achtziger Jahren gestellt: Warum haben Reichsbahn und BVB die Bahnhöfe nicht offiziell aufgehoben, die Beschilderungen entfernt und als reine Dienstbahnhöfe betrachtet. In diesem Video von 1987 sind alle Bahnhöfe (rechts) jeweils mehrfach angeschrieben und im Gegensatz zu den Videos aus der Wendezeit sind die Bahnhöfe auch in gutem Zustand und erscheinen ordentlich gereinigt.

Theo


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#1739

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.07.2014 17:45
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Ich glaube, das war denen wurscht, ob da noch Schilder dran waren oder nicht und ob bahnbürokratisch der Status der Bahnhöfe eventuell zu ändern war. Die wurden ja auch 28 Jahre lang nur durchfahren und außer von ein paar Posten nicht betreten. Da wird sich auf den Bahnsteigen nicht so viel Dreck angesammelt haben. Ziemlich verstaubt waren sie aber schon.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 30.07.2014 18:37 | nach oben springen

#1740

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.07.2014 17:59
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Warum hätte man irgendwelchen Aufwand treiben sollen, der nur noch Geld gekostet hätte? Von meinen Touren ca. 1987 auf den beiden U-Bahn-Linien habe ich allerdings auch nicht in Erinnerung, dass die Sauberkeit so pikobello gewesen wäre, wie es in dem Video den Anschein hat. Da lag schon einiges rum.
Hans hatte jedoch schon mal beschrieben, dass die BVB von Zeit zu Zeit gereinigt haben.
Hinzu kommt, dass auch nicht jeder Bahnhof ein Bahnhof war/ist, sondern nur ein Haltepunkt ohne große Infrastruktur. Hätte man da die Schilder abgemacht, hätte es auch nichts groß geändert. Bewacht hätte man sie so oder so, egal ob per Kamera oder zu Fuß, denn in irgendeiner Form zugänglich waren die Tunnel immer.


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