#1581

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.05.2014 20:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hans im Beitrag #1564
Sozusagen : Bildteil :
Es erwarte jetzt aber keiner Originalbilder aus Geisterbahnzeiten , da gibt`s kaum welche.
sozusagen : Karte von anno Schnulle
Französische Straße, einer der vermauerten Eingänge -in Ri. Mic Q- Conrat, Ausschnitt 1989
Fast der originalzustand 1990 - malern auf Nordbahnhof (Ausschnitt )
Der Notsignalschalter (einer) auf Frz. 1990 ,Eröffnung. Q-Ausschnitt U-Bahn-Seiten
Platzverhältnisse - das Bild ist aber von der D-Linie - zwischen den Stangen konnte man dann stehen.(Q. Berl Verkehrss. Ausschnitt.)
Und zum Schluß - eins der ganz wenigen Originalgeisterbahnfotos. Frz ca 1977 .
Q. Slng. HJM
mehr Qualität war da leider nicht drin.
73 Hans

Hallo Hans!
Du siehst auf dem Bild wirklich toll aus .
Gruß Rei


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#1582

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.05.2014 20:45
von Hans | 2.166 Beiträge

Na jaaaaa....
Fällt mehr unter "Rambofotos"-- nur durch damalige Jugendliche Unreife...... Es gibt schlimmere....-na ein wenig schlimmer....
Denk Dir den Rest.
73 Hans


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#1583

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.05.2014 23:00
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von Sperrbrecher im Beitrag #1577

... Auf dieses ganze Theater bei Ankunft und Abfahrt in Ost-Berlin hatte ich keinen Bock, da liefen die Grenzpassagen in die westlichen Nachbarstaaten wesentlich entspannter ab. Für das Speisewagenpersonal gab es da überhaupt keine Einschränkungen, nicht einmal Passkontrollen.



Für mich eine interessante und neue Information.
Da ist einmal mehr zu sehen, wie weit sich das von der DDR immer angestrebte Weltniveau von den DDR Realitäten schon entfernt hatte.

Gruss Wolfgang



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#1584

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 26.05.2014 10:10
von icke46 | 2.593 Beiträge

Keine Ahnung, ob in den Beiträgen diese Fotostrecke auf Spiegel.de zu den Geisterbahnhöfen schon mal verlinkt wurde-
ich machs einfach mal:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/berlin...cke-111031.html

Gruss

icke



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#1585

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 08.06.2014 22:04
von Lutze | 8.039 Beiträge

heute haben wir einen schönen Abstecher in die Berliner Geisterbahnhöfe
unternommen,es ging vom Nordbahnhof über Oranienburger Straße
zum Bahnhof Friedrichstraße,mein Bruder und ich waren sehr
beeindruckt,eine Privatführung,wo bekommt man die schon
Dank unseres Forums,
und den allergrößten Dank möchten wir @Hans sagen,
in allen Dingen sehr kompetent ,
es war ein sehr schöner Tag,jederzeit wieder
Jörg und Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#1586

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 09.06.2014 12:05
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte…..
Was macht man an einem knalle heißen Pfingstsonntag in Berlin?
Baden? –Ne, man geht in den Untergrund. Na gut, mit dem Wetter hat es nichts zu tun, die „Führung über ein paar Geisterbahnhöfe" war ja lange versprochen. Wir sind also NOU-ORU und FRU langgetobt und haben versucht, Spuren der Vergangenheit zu finden. Wir waren erfolgreich – na ja, in Maßen. Aus vorhergehenden Touren hab ich ja gelernt, dass man sich die damaligen Baulichkeiten nicht so einfach vorstellen kann, war daher wohlgerüstet und mit Hilfe alter Bahnhofspläne konnten wir das ganze einigermaßen gut nachvollziehen. Übrigens- ein paar Fragen von Lutze und Jörg waren so, dass sie bei mir erst mal Grübeln und Nachgucken ausgelöst haben. Gerade das macht mir den meisten Spaß.
Leider, meine Super-Lutze-Überraschung hat nicht geklappt, eigentlich wollte ich noch zwei nicht-öffentliche Teile des NOB zeigen –aber…. Vielleicht klappt’s beim nächsten Mal.
So – Es war mit Sicherheit nicht die letzte Tour!
Und – Wichtig: Danke an Lutze und Jörg – Hat Spaß gemacht mit euch.
Hatte jemand erwähnt –das man uns aus der Ausstellung im Tränenpalast entfernen musste? Ne ?
War natürlich halb so schlimm, wir hatten uns nur am Modell des Bahnhof Fri festgebissen, da gab es eine ganze Reihe von alt-Fragen zu bequatschen. Na- und dann haben die doch tatsächlich geschlossen! Und für alle, die diese „Wanderung“ schon mal mitgemacht haben- es ist Komisch, zum Schluss landen wir immer in derselben „Gastronomie“!
73 Hans


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#1587

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 09.06.2014 12:34
von Vogtländer (gelöscht)
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Ich lach mich weg-@Lutze ,einer unser Anständigsten wurde aus ner Ausstellung entfernt!Und das noch aus Zeitgründen!Wie geil ist das denn!Mensch @Lutze,hoffentlich konntest Deinen Fragenkatalog wenigstens zu 80 % abarbeiten!
Und der Gastropunkt, nich,das der noch nen konspirativer Treffpunkt wird!


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#1588

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 09.06.2014 14:02
von FRITZE (gelöscht)
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@Vogtländer Wenn es mal nicht schon einer ist !


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#1589

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 09.06.2014 14:23
von Vogtländer (gelöscht)
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Es scheint so,wirklich!


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#1590

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 10.06.2014 14:50
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde......
Sozusagen : Schuldenabarbeitung bei @Lutze oder - Die Trennwanderklärungen samt "Häuschen" auf den Postensteigen über Bstg. A und B.
Damit es keinen Ärger gibt, Bildausschnitte :
Zustand 1989 (seit ca.82) Raumhohe Trennwand, Blech, Über Bstg. C kein Laufsteg und Kein Häuschen.

Zwei Häuschen auf der östl. Seite über Bstg A und B ( erst seit ca. 1986/87)

Eins der Häuschen auf der westlichen Seite über Bstg. A und B (es gab zwei ) seit ca. 1970.

Beginn der Demontage ende August 1990

na und da ist sie weg.

So - jetzt alle Klarheiten beseitigt ?
73 Hans


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#1591

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 10.06.2014 15:11
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1590


na und da ist sie weg.

So - jetzt alle Klarheiten beseitigt ?
73 Hans


Übrigens sind die auf diesem Bild zu sehenden Träger wohl zumindest teilweise noch aus der Bauzeit der Bahnhofshalle. Ich hatte das durch Zufall entdeckt, als ich im oberen Stock eines Doppelstockwagens saß und der direkt vor einem dieser Träger hielt, der die Beschriftung trug: Metallfabrik XXX (Name vergessen)1923, Grünberg/Schlesien.

Ich hätte gerne ein Bild gemacht, allerdings wäre es vermutlich durch die verdreckten Scheiben nicht so der Bringer gewesen - ergo: Ich muss mal einen Zwischenstopp in FRI einlegen, zwecks Trägerfotografie.

Gruss

icke



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#1592

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 10.06.2014 17:08
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde.....
Ja, Icke, leg mal einen leeren Film ein, wenn Du die Fabrik-Schilder auf Fri fotografieren willst. Es sind mittlerweile wieder ein ganzer Haufen -sieben auf der S-Bahn, Bstg C, auf Bstg. A und B sind auch noch welche.
(Q. HJM , Flanieren in Bln.)
Die Firmen Gollnow und Beuchelt lieferten bei dem Umbau des Bahnhofes die Trägerbögen, die Stahlbaukonstruktion. Diese sind - bis auf einen, den hat es im WK II erwischt, alle original von damals.Das mit dem einen ersetzten Trägerbogen kann ich aber nicht belegen, aus Erzählung von Bf-Oldtimern bekannt.
Das heißt natürlich nicht , dass die Schilder die ganze Zeit "dranhingen". Auf Bstg.C waren drei die ganze Zeit über dran. Dankenswerter Weise hat man die Schilder aufgehoben und eben wieder angebracht.
Übrigens -Beuchelt und Co findet man recht haufig an Stahlbauwerken.( und in einem umfangreichen Guugsel-Beitrag )
73 Hans


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#1593

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 11.06.2014 09:59
von thomas 48 | 3.574 Beiträge

hans,
woher hast du immer die tollen Fotos?


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#1594

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 11.06.2014 10:33
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde......
Hi, Thomas,
Fotos - vom Hobbybereich -sammle ich seit Unzeiten. Ebenso Texte ,Bücher, was weiß ich noch. Sehr viele Bilder sind von Postkarten und aus Veröffentlichungen der DR bzw. der BVB/BVG. Ein wenig fotografiere ich auch, leider nicht so schön wie einige User hier. Bei mir werdens eben immer "Verbrecherfotos".Na und dann spiele ich ein wenig beim Museum mit, da hat sich ein reger Tauschhandel entwickelt.Und dann gibts ja noch das Internet.
Mitglied im Museumsverein bin ich übrigens nicht, laufe unter "Freunde des Museums".
73, Hans


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Lutze und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1595

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 04.07.2014 16:22
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte…..
Mal eine kleine Abschweifung von den Geistern…. Aber ich bleib auf der Nord-Süd-S-Bahn.
LWU – „Kleines Stellwerk mit Notausgang“
Ein ganz besonderes Stück im Berliner S-Bahn- Museum ist die „Fahrschautafel" des Stellwerks „Lwu" im Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel. Fahrschautafel? Lwu??

Die Fahrschautafel informiert den Stellwerker über den Stand der Signale und den aktuellen Aufenthaltsort der Züge. „Lwu" ist die Bezeichnung des Stellwerks „Landwehrkanal unten". Dieses Stellwerk gab es nur zwei Jahre, vom Juni 1946 bis zum Mai 1948, untergebracht war es im Notausstieg Trebbiner Straße vor dem heutigen Technikmuseum. Wenn man in der Gegend ist, ein wenig kann man in den Schacht rein sehen- verdammt wenig Platz da drin. (So knapp 10 m/2.)Und dann ist ja da auch noch die Stiege vom Notausgang. Warum sollte man da ein Stellwerk einrichten?
Nach der Sprengung der Tunneldecke unter dem Landwehrkanal im Mai 1945 bemühte sich die Reichsbahn, den Betrieb auf der N-S-S-Bahn, dieser wichtigen Verbindung (zwischen Anhalter Bf. und Bf. Großgörschenstraße sowie Bf. Yorkstraße) möglichst schnell wieder aufnehmen zu können. Um während der Bauarbeiten schon einen Teilverkehr durchzuführen, schloss man die außenliegenden Gleise an das Streckennetz an- die Gleisführung, vier Gleise, gab das her. Aber – der N-S-Bahn Tunnel ist eben eng, Platz für ein Stellwerk, ist dort eben nirgends, außer im Notausstiegschacht. So kam es zu dem „kurzlebigen“ Stellwerk Lwu an einer unmöglichen Stelle.
Bild :Lwu-Fahrschautafel, Q: S-Bahn-Museum

Übrigens – ein Lob an unsere Altvorderen –die haben eben auch gedacht. Eine „Extrakonstuktion“ haben die Alten dafür nicht errichtet, das Stellwerk Lwu wurde aus den Reserveteilen von mehreren „Altstellwerken“ nach dem Muster des Stellwerkes Unter den Linden „zusammengestrickt“. Leider, der „Rest“ von der Stellwerkseinrichtung ist nicht mehr erhalten, aber vielleicht schafft es das Stellwerk ULU noch mal in die Ausstellung des Museums , zumindest die Stellwerksbank und ein paar „Kleinteile“ liegen noch „auf Halde“.
Im Museum sieht die Fahrschautafel natürlich viiiiiiel schöner aus als auf dem Bild - also -hingehen-anschauen !
73 Hans


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josy95 und Stringer49 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1596

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 08.07.2014 10:50
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

da wir von Tunnel sprachen, möchte ich an den Brand im Chunnel, im Tunnel unter dem Ärmelkanal, sprechen. In einem meiner russischen Gebirge habe ich noch den Abschlussbericht der Channel Tunnel Safety Authority gefunden. Hier das Deckblatt und zwei Illustrationsseiten - just for fun:


Das ist nicht ohne Delikatesse, denn gestern morgen musste ein Eurostar-Zug evakuiert werden - im Tunnel. Die Fahrleitung hatte ein Defekt und die fast 400 Passagiere mussten in den Mitteltunnel gehen. Dort wurden sie dann weiter transportiert.

Gut, dass es in berlin Notausstiege gibt...
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#1597

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 11.07.2014 10:47
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte…..
Mal der Versuch einer Beschreibung einer „Schachtrevision“ = „ Höchstamtliche“ Begehung der geschlossenen Linie D der U-Bahn durch Vertreten des MfS, der GT, der Trapo und des Betreiberbetriebes – der BVB. Sozusagen die Sicherheitskontrolle durch jeweilige „Cheffes“. Jetzt nicht allzu hoch Denken und Vermuten, so hoch war`s nicht, von der Trapo war in der Regel der Stellvertreter des Revierleiters und einer vom Stab aus dem TPA die „Höchsten“.
Diese tolle, hochwichtige Veranstaltung fand ca. 2-mal pro Jahr statt, und befasste sich – womit sonst – mit der Sicherheit auf der U-Bahn-Linie. Da trampeln also etwa 8 Leute der jeweiligen „Organe“ des Nachts durch einen U-Bahn-Tunnel und überprüfen die jeweiligen Einrichtungen, mehr oder weniger. Bei Bedarf – nicht immer- wurde diese „Delegation“ dann auch durch entsprechende „Hilfshugos“ der jeweiligen Truppenteile begleitet, z.B. ein oder zwei BVB-Schlosser o.ä. , ein oder zwei Mann von der Trapo oder so, die für die niederen Arbeiten zuständig waren. Beispielsweise Öffnen und Schließen von Notausstiegen u.ä.
Die ganze Truppe versammelt sich also in der Güst Heinrich Heine Straße und betritt durch den dortigen Notausstieg den Tunnel. Dann „vor“ bis zum Rollgitter – ausprobieren –runter –hoch –runter-weiter geht’s. Also sozusagen zurück in Ri. H.H. Bis zum Bhf. HH hatte die Trapo, also die mitreisenden Hilfshugos, nichts zu tun, danach begann die Arbeit. Also Schächte auf – Auslösung –ok, Schacht wieder zu. Bei Schächten, die zu waren –also nicht zu öffnen, wurde dann nur „ausgelöst“-also die vorhandene Alarmanlage überprüft. Das erste, mehr oder weniger lustige Teil war dann die Kontrolle des Schützes vor dem Waisentunnel, regelmäßig gab’s da Theater, weil ein bestimmter Oberkontrolleuer immer unbedingt das Schütz auf Funktionsfähigkeit überprüfen wollte. Na ja, einmal hat ein erboster BVB – Chef diesem Oberk…. eine Kurbel fürs Schütz in die Hand gedrückt. Das Schütz runter kurbeln wär ja zu zweit gegangen, aber hoch - na ja. Fand also nicht statt. Übrigens – der erwähnte Oberkontrolleuer war nicht vom MfS, es war ein bereits erwähnter „Drehstuhlhusar“ der GT. Man trampelt also weiter in Richtung Alex. Zwischendurch dann eben das Auf und Zu der vorhandenen Schächten. Da ist mir –bei einer anderen Gelegenheit- mal so ein „Ei“ passiert. Einer der Schächte klemmte. Der BVB – Schlosser meinte –Hans –stell dich mal auf die Plattform –das obere Teil der „Ausstiegseinrichtung“ und hopse, wir ziehen unten am Riegel, dann kommt das Ding.
Na ja , gemacht. Urplötzlich öffnete sich der Schacht, die Klappe sprang hoch, das Podest auch, und ich stand in einer Bratwurstbude des Weihnachtsmarktes. Bitte vorstellen- Älteste Klamotte an, ging ja um eine dreckige Arbeit, total schwarz im Gesicht und an den Händen…… Ein toller Effekt. Hab ich das schon mal….?
Also – weitertrampeln. Hinter dem Bhf. Alex dann eine „Besonderheit“, die auch immer zu Einwänden führte – dort dann seitens des „Konsum“ und immer „abgeklatscht“ seitens der BVB. Dort ist nämlich, in Höhe Dirksen-Straße, ein Umspannwerk –im BVB-Gebäude dort, und Strom hat nun die Eigenschaft, über dicke Kabel fließen zu müssen. Und diese Kabel müssen ja nun mal irgendwie in den Tunnel. Es gibt dort also zwei „Kabeleinführungen“. Über die Art der Sicherung selbiger wurden sich die Götter nie so richtig einig. Nun ja, ich hab ja nur den Anfang der Diskussion –im Tunnel-erlebt. Die Auswertung und den dazugehörigen Schriftverkehr nicht. Weiter geht’s dann über Weinmeisterstraße nach Rosenthaler Platz. Auch Schacht auf/Schacht zu. An den jeweiligen Bahnhöfen wurden dann natürlich auch die jeweiligen Zugänge unter die Bahnsteige überprüft, das waren auf den Bhf. der Trapo Türen, bei GT`s Zäune bzw. Mauern .Ganz ehrlich – Wenn z.B. auf Alexanderplatz wirklich alle Zugänge „unter den Bstg. und so bei so einer Veranstaltung aufgemacht, überprüft worden sind , fresse ich nenn Besen.(Die zur Verfügung stehende Zeit hätte dafür einfach nicht gereicht.) Letztes Stück – Rosenthaler Platz bis Bernauer Straße. Das gleiche Spiel – mit einer „Besonderheit“. Zwischen Ro. und Be ist im Tunnel ein Findling übriggeblieben, ein Riesenklotz, von dem ein Stück aus der Tunnelwand herausragt. Unsere Altvorderen haben das Ding sozusagen liegenlassen und mit in die Wand eingearbeitet. Immer, wenn mal ein „Neuer“ mit dabei war, wurde der dann ausgiebig bestaunt, und einmal sogar vermessen. Auf wessen Veranlassung – keine Ahnung – aber das Steinchen liegt definitiv außerhalb des „Oberlichtraums“. Auf dem Bhf. Bernauer Str. ging die Kontrollgesellschaft das noch bis an das Rollgitter – dahinter ist ja dann gleich der „Strich“. Der Ablauf der jeweiligen "Begehung" war natürlich nicht starr-er variierte immer etwas.Und, um Missverständmissen vorzubeugen- mit der technischen Überprüfung der Notausstiege durch die BVB hatte diese Schachtrevision nichts zu tun, das war ne ander Kiste.
Zweck der jeweiligen Übung: Sozusagen gemeinschaftliches Überprüfen des Zustandes der vorhandenen Sicherheitseinrichtungen, Austausch darüber, und – manchmal ist man ja „Betriebsblind“ – Überprüfung der Möglichkeiten zur Verbesserung selbiger. Nährwert: Manchmal kam was Vernünftiges raus.

So ganz nebenbei ist damit auch die nicht ausgesprochene Frage vor Stringer im "letzten Beitrag "beantwortet.
73 Hans


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#1598

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 11.07.2014 10:56
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Interessanter Bericht!!
Und gleich kommen Fragen auf: Wieviele Schächte (Ausgänger?) gab es auf der Linie D ungefähr? Und wieviel davon konnte man auch öffnen? Wie wurde mit den Stellen, wo die Alarme angezeigt wurden, kommuniziert (Ich nehme an, es waren vor Ort stille Alarme)? Stöpseltelefone?
Theo


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#1599

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 11.07.2014 11:30
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Theo

D-Linie zwischen den Bahnhöfen Bernauer Str. und H.Heine Straße gab es die Schächte 7 D bis 14 D also 8 Stück. Davon waren der 7,11,12,13 und 14er definitiv zu öffnen. 8 und 9 waren nicht zu öffnen. Der 10er - Streitfrage. Auf jeden Fall immer min. ein Schacht zu öffnen zweischen zwei Bhf. Auf den Berliner Verkehrsseiten ist im Teil "Dokumente" die Letzte Betriebsanweisung der BVG über den Verkehr auf er D-Linie (und der C-Linie) veröffentlicht. Dort ist auch eine Aufstellung der Notausstiege vorhanden.
Wenn Interesse besteht - mein Kumpel M.K. hat eine Skizze davon, kann ich mal auftreiben.Da sind auch die genauen Abstände zum jeweiligen nächsten "Ausgang" , egal ob Bhf. oder Schacht, mit drauf.Ein Stück von der D-Linie als Plan ist im Beitrag Alex hier im Thread. (ca Jb bis Wm.)
Auslösung : Natürlich "stiller Alarm" . Auflaufpunkt war der jeweilige zuständige Bahnhof - die jeweils zuständigen Bahnhöfe , je nach geografischer Lage, dort der Trapo-Posten.
Kommunikation - Du meinst jetzt während der Schachtbegehung- Schachtkontrolle ? Wenn nötig, über das im Tunnel vorhandene Stöpseltelefan, ca alle 100 m war eins. und außerdem auch an jedem Schacht. Das lief dann über die DZU -Dispatcherzentrale der U-Bahn BVB - die konnten "durchstellen".
Wer hatte die Hörer- also Trapo, Streckenläufer und so, jede U-Bahn an Bord . Auf der S-Bahn wars anders- die haben im Tunnel richtige Telefone- Kleinbasa.
73 Hans
SCH....otter - irgendwie verzählt - muß noch mal nachschauen ! kommt. H.


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
eisenringtheo und Stringer49 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.07.2014 11:34 | nach oben springen

#1600

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 11.07.2014 11:34
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

Die Liebe von Hans für alte Papiere und Dokumente zur Geschichte des DDR-Verkehrs ist mir sehr sympathisch. Ich besitze (meine Gattin mag das nicht sehr) über viele «russische Gebirge»(montagnes russes - ein schöner französischer Ausdruck)

Habent sua fata libelli, sagten die alten Griechen, wenn sie Lateinisch verstanden, Bücher haben ihre Geschichte. Und Bücher haben manchmal Überraschungen für uns. In einem Buch, welches ich bei den Bouquinisten entlang der Seine in Paris kaufte, habe ich einmal ein Métro-Ticket von 1941 gefunden, in sehr guter Kondition.

In einem Stapel alter Papiere in Berlin (welche ich teuer bezahlt habe), lag diese Karte:


Sie datiert von 1975. Für 2 Marks Ost durch den Ostteil der deutschen Hauptstadt. Die von Hans so schön plastisch beschriebene Geisterstrecke ausgenommen. Das regt die Phantasie an - was wäre gewesen wenn...

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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