#1281

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.02.2014 20:15
von icke46 | 2.593 Beiträge

Mit den Modellen vom Bhf. Friedrichstraße meinst Du vermutlich diese hier:



Gruss

icke



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#1282

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.02.2014 20:18
von Kurt | 933 Beiträge

Zitat von icke46 im Beitrag #1281
Mit den Modellen vom Bhf. Friedrichstraße meinst Du vermutlich diese hier:



Gruss

icke





Ja, genau dieses Modell ist gemeint!


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#1283

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.02.2014 20:36
von Hans | 2.166 Beiträge

Grünau - Das Modell ist gemeint - von Profis gemacht ! Und eben gut gemacht !
Link dazu : http://berlinmodelle.com/wp/traenenpalast-modell/
73 Hans


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#1284

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.02.2014 20:52
von Vogtländer (gelöscht)
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Wobei der Eine auf der Treppe im Model auch "gangauffällig" war.
Recht gut gemacht das Model!


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#1285

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 01:20
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Hans im Beitrag #459
Abend, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte......
Pflichtschuldigst noch dieses Jahr : Bemerkungen zum Nordbahnhof !
Es gibt wahrlich schönere und spektakulärere Bahnhöfe in Berlin - aber wohl nur wenige mit so viel "verschwundener Geschichte" wie der Nordbahnhof. Eröffnet 1841 als "Stettiner Bahnhof" verkehrten von hier die Fernzüge in Richtung Stettin, nach Danzig und Stralsund. Zwischen 1876 und 1903 erfolgte die Errichtung eines pompösen Empfangsgebäudes für den Fernbahnhof, wie es Tradition war, in der guten, alten Zeit. Ab 1897 wurde der Stettiner Bahnhof auch in den örtlichen Nahverkehr eingebunden, wofür ein weiteres, kleineres Empfangsgebäude-der Vorortbahnhof- errichtet wurde. Dieses steht heute noch und legt Zeugnis von der beeindruckenden Vergangenheit des Areals ab.
In den 1930er Jahren wurde der Nord-Süd-Tunnel erbaut, die unterirdische S-Bahn-Strecke, welche vom Nordbahnhof bis zum Anhalter Bahnhof die Berliner Innenstadt unterquert. Zusammen mit dem Tunnel entstand der unterirdische S-Bahnhof, der als einziger Teil der gesamten Anlage noch bis heute in Betrieb ist.
Nach 1952 wurde der Stettiner Bahnhof von der DR in "Nordbahnhof" umgewidmet. Der stark kriegsgeschädigte Kopfbahnhof, welcher aufgrund des Streckenverlaufs über die Westsektoren auch seine Bedeutung verlor, wurde Ende der 1950er Jahre abgerissen. Der S-Bahnhof Nordbahnhof wurde nach dem Bau der Berliner Mauer zu einem Geisterbahnhof, den die S-Bahnen ohne Halt durchfuhren.( Bis hierher ein leicht ergänztes Zitat ) Mehr nicht ? Da war doch noch was? Genau, im Nordbahnhof setzten bis 1984 die S-Bahnzüge der DR auf der Nord-Süd S-Bahn ein, dort war ihr Bw. Und aus diesem Grunde war der Nordbahnhof nicht nur ein zu durchfahrender Geisterbahnhof, sondern eine Güst. Natürlich reiste dort niemand ein oder aus, aber da der größte Teil der DR-Bedarfsgüter, vom Ersatzteil bis zum Putzlappen, über den Nordbahnhof lief, erfolgte dort die Zollmäßige Abfertigung. Und da die S-Bahnen dort einsetzten, also ihren Betrieb aufnahmen, mussten die TFZ-Führer ja auch abgefertigt werden-durch die PKE. Bis 1984 war es so, dass die „Besatzung“ von NOU aus- je nach Tageszeit 1-2 Zöllnern, 1-3 PKEern und zwei GTern bestand, welche sich auf den Bahnsteigen die anfallende Arbeit „teilten“. Im Unterschied zu den anderen durch die GT bewachten Bahnhöfen waren die Posten dort nicht in einem Postenstand am Bstg.-Ende untergebracht, sondern auf den Bahnsteigen. Die Aufgaben beschränkten sich also nicht auf das „nur bewachen“ eines –recht umfangreichen –Bahnhofes, sondern hatten mehr mit der Kontrolle der S-Bahn-Züge beim Ein-und Aussetzen zu tun. Die oft vermutete Schleusung über den Nordbahnhof- „Agentenschleuse und so“ , gehört m.M. nach allerdings in den Bereich Märchen, genauso wie die Agententreppe im Reichsbahnämterhaus. Gewiss-den Zugang gab es, und gibt es noch, aber das war`s. Warum? Die Tür war nicht zu öffnen, und so eingerostet, das es ein Blinder mit dem Krückstock gesehen hätte, wenn das Ding mal bewegt worden wäre.
Der damalige Dienstzugang ist heute noch zu „bewundern“, wenn man in der Mittelpassage, in der Ausstellung, steht, ist dort eine unscheinbare Blechtür –die anderen sind aus Holz- zu sehen,( leider immer zu)-beige gestrichen- dort ging’s rein. Den „Urzustand“ kann der aufmerksame Beobachter mit Hilfe der Ausstellungsfotos und – den „kleinen farblichen Unterschieden“ der Fliesen- recht gut nachvollziehen. (Q: RBD-Bln-Arch.) mit einem kleinen Fehler-den Notausgang gibts nicht.
Gegen 1981 konnte der durchfahrende Reisende dann einen Maschendrahtzaun links und rechts der Mittelgleise, nicht über die volle Länge der Bstg., bewundern. Es gibt einen MoPo-Artikel drüber, der von Fluchtverhinderung spricht. Na, da irrte der Verfasser, ein Zaun, der auf beiden Seiten offen ist, ist dazu wohl weniger geeignet. Er diente dazu, die Ein-und Aussetzkontrolle durchführen zu können, ohne beworfen zu werder, die Züge fuhren ja recht dicht dran vorbei, und da klapperte schon mal was aus dem Zug, und- weiterer Grund- der Zaun verhinderte das Aussteigen an bestimmten Stellen-während der Kontrolle- falls doch mal einer „vergessen haben sollte“, aus den Zug zu steigen. Das ist tatsächlich passiert, so blöd wie es Klingt. Ich hatte z.B. mal einen „älteren, aber leicht besoffenen Herren“ samt Hut und Regenschirm, der sich – es war auf Oranienburger Straße- bei mir bitterlich beklagte, dass seine S-Bahn auf Anhalter Bhf. nicht halten wollte. Also ist er abgesprungen. Er hatte Glück, die S-Bahn fuhr langsam.
Bis zum 9.Januar 84 ging der beschriebene Ablauf dann so weiter, und der Nordbahnhof war bei der Trapo ein beliebtes „Ausflugsziel“ bei der nächtlichen Schachtkontrolle, kein Wunder, es ist eben angenehmer, wenn man am „Ausflugsziel“ ein paar Leute zum Quatschen, rumsitzen, eventuell Kaffetrinken hat. Letzteres hatte eine Zeitlang Kultstatus.
Am 09.01. 84 übernahm die BVG dann die S-Bahn, und im Nord-Süd-Tunnel drehte sich erst mal kein Rad mehr. PKE und Zoll „räumten“ den Nordbahnhof, und die GT wollte auch weg. Begründung war, dass es ja jetzt kein Grenzgebiet mehr war, die Grenze ist ja erst an der Liesenbrücke. Also –das ist ja eine Trapo-Aufgabe. Nach längeren, intensiven Verhandlungen kam die Trapo dann aber nicht, sondern die GT machten weiter, wurden aber, wie auf allen anderen Bahnhöfen, in einen Postenstand gesperrt. Über die weitere Sicherung des Bahnhofes wurde dann viel geplant, aber zur Ausführung kamen diese tollen Pläne nicht, weil die BVG zum 1.Mai (?) den Verkehr im Tunnel wieder aufnahm, ursprünglich war das erst später vorgesehen. Lediglich die Stellwerkseinrichtung wurde „Festgelegt“, das Stellwerk also auf „Durchleitbetrieb“ gestellt. Von den vorhandenen drei Tunnelausfahrten wurde eine, die vom „Aufstellgleis“ mit einem Gittertor verschlossen. Die beiden anderen Tunnelmünder behielten ihre Trittbretter, eine elektronische Sicherung erfolgte, entgegen anderer Behauptungen, nicht. Das hatte allerdings einen ganz konkreten Grund: Die auf der U-Bahn –Bernauer Straße eingesetzte Lichtschrankentechnik funktionierte im N-S-Bahn-Tunnel nämlich nicht , Ursache waren die höheren Spannungen und Stromstärken der S-Bahn. Rollgitter ließen sich auf der NS-Bahn sowieso nicht einbauen, da der Oberlichtraum zu klein war- also auf deutsch –kein Platz. Da zum gleichen Zeitpunkt das SBw Nordbahnhof aufgelöst wurde, kam es auch dort zu einem „Umbau“ der Grenzsicherungsanlagen, am besten zu sehen-von der S-Bahn aus- war, das der HSiZ dann genau vor dem Stellwerk NOA war.
Sozusagen Schlussbemerkung: Wenn man schon mal in der Nähe des Nordbahnhofes ist, sollte man sich die Ausstellung im Zwischengeschoß ansehen- o.k. nichts aufregendes- aber im Unterschied zu anderen Ausstellungen zum gleichen Thema: Kein Disney-Land!
Und – Abschluss Tipp: Das Gebäude des Stettiner Vorortbahnhofes- des späteren S-Bw- steht noch, wurde liebevoll restauriert und beherbergt jetzt eine Gaststätte, „ Zwei Buddhas“. Nicht nur für Asia-Fans zu empfehlen, es gibt auch europäische Speisen. Wenn man sich in die Nische rechts von den Buddhas setzt, sitzt man faktisch in meinen Dienstraum, na, zumindest an der Stelle, wo er mal war.(Q. :2 Buddahs)
Viel Spaß.
73 Hans



Hallo!
Eine Agentenschleuße gab es im Bahnhof Friedrichstr.,,dort gab es eine Toilette,wo man die verkleidete Wand öffnen konnte und schon war man im Westen,siehe Hr.Stiller


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#1286

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 08:08
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde....
Ah, der Rei hat den NOB gefunden und noch mal hochgekramt.-Danke, ich hätt drauf verweisen sollen.Und das Bild mit dem Stationsschild hat sich irgendwie verabschaltet. Na egal-
So - und nun : Schleuse in der Toilette und Stiller. Irgendwo hab ich`s schon mal geschrieben : Nicht durch die zu öffnende Wand in der Toilette- sondern wie bei Harry Potter- an der Kette ziehen...... SRY- Rei, ich will Dich nicht verscheißern, aber bei der Stelle juckt es mich immer gewaltig. Der Geheimeingang in einer Toilette ist eines der lächerlichsten Märchen über Fri. Allerdings Haltbar und unausrottbar.
Also - die Richtige Variante. Wenn man von der (unteren) Bahnhofshalle in Fri eine der beiden Treppen zu den Toiletten runterging und dort "Kehrt" machte, stand man vor dem Mitropa-Frisör. Der wurde irgendwann dicht gemacht, Ende der 70er. In diesen Räumen wurde dann ein Diensteingang eingebaut. Offizielle Bezeichnung "Diensteingang Zoll" . Höchstwahrscheinlich wurde dieser auch als Schleuse genutzt. Rest : eben Harry Potter.
Stiller ist, wenn die Beschreibung in seinem zweiten Buch stimmt, über den Diensteingang in der Georgenstraße raus. (Beschreibung und Foto weiter oben) Übrigens - die Örtlichkeit beschreibt Stiller recht genau--- ( Etwas umfangreicher #270 #291 - Bild)
Ansonsten -Weitermachen
73 Hans


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zuletzt bearbeitet 17.02.2014 09:17 | nach oben springen

#1287

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 09:41
von icke46 | 2.593 Beiträge

Aber das mit der Toilette find ich durchaus lustig. Ich stelle mir gerade vor, ich mache da eine Sitzung, plötzlich öffnet sich die Wand, steht einer in der Kabine und sagt: Entschuldigung, ich muss hier mal durch - aber lassen Sie sich nicht stören.

Ich sehe das Bild richtig vor meinem geistigen Auge...

Gruss

icke



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#1288

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 09:57
von Vogtländer (gelöscht)
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Die bildliche Vorstellung ist wirklich gut.


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#1289

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 10:16
von Hans | 2.166 Beiträge

Na, eigendlich meinte ich -Rein in die Kabine, in die Schüssel stellen, Kette ziehen-----abrauschen.

Nur , wer macht dann die Kabinentür wider auf?

Unausrottbar ! Ich glaub ,wir brauchen dringend noch ein paar Beispiele über Urban Legends.
73 Hans


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#1290

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 11:06
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Diese Legends entstehen doch, weil sich niemand eine sichere Schleusung an einer Güst mit so viel Publikumsverkehr und einer schlecht kontrollierbaren Transitzone so recht vorstellen kann. Wahrscheinlich war "der Westen" über die Aktivitäten in der Transitzone fast rund um die Uhr zeitnah informiert. Denn es gab viele Vorwände für westliche Aufklärer, dort zu sein. Umsteigen zwischen den West-S-Bahnen, der U-Bahn, von und zu den Transitzügen (nach dem Westen), Einkaufen im Intershop usw.
Theo


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#1291

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 11:39
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde....
Ja und nein, Theo.
Ich bin ja sicher nicht der Fachmann für "Sicheres,unauffälliges Schleusen", aber -wenn ich das Kruzifix aus dem Berliner Dom klauen müßte - ich würde es während eines Gottesdienstes probieren. So als Handwerker. -Gab sogar mal nen Film über so was, ich glaube "Kleine Gauner-Große Gauner".
Scherz beiseite.
Legenden entstehen m.M. immer dann, wenn nur Teile der Fakten bekannt sind, der Rest wird dann eben dazugedichtet-dazuerzählt. Läßt sich bei vielen Urban Legends nachvollzihen. Natürlich gibts da immer einen Kern,aber wo die Wahrheit endet und die Scifi beginnt - sehr schwer festzustellen.Daher sind diese Legenden auch unausrottbar.
Bücher über Schleusungen , Stiller brachte drei verschiedene Varianten, Bahnhof der Tränen erwähnt auch mehrere, und ,und.
Aktivitäten in der Transitzone . Na ja. Also über den normal zugänglichen Bereich zu laufen, im inneren des Bahnhofes, kein Problem- allerdings auch kein sonderliches Geheimniss. Innerhalb der Güst - schon schwieriger. Den sichtbaren Ablauf kann man ja recht locker feststellen - den nicht sichtbaren-? Übrigens halte ich die Güstzone-den Transitbereich ,für ganz gut "durchgesichert".
Ach ja, wenn Du an "Bahnhof der Tränen" rankommst, da ist so ein toller Erfolg des Staatsschutzes (?) weiß jetzt nicht genau, dargestellt. Nun -die Bewertung liegt dann bei Dir, ich stell dann auch die dazugehörigen Skizzen der dort geschilderten ,geheimen(!) Örtlichkeiten ein.(Die m.M.nach richtigen.)
Sicherlich - da hat wohl jede interessierte Seite mit allen Möglichkeiten,die sie zur Verfügung hatte, gearbeitet. Obs das wert war und ob da effektiv was raus gekommen ist-das währe die Frage. Das Problem war ja wohl die recht hohe Anzahl der Personenbewegung auf dem Bahnhof, da was zu filtern-ich weiß nicht.
Aber mit Urban Legends im Bezug über die "Geister" könnten wir gern weitermachen. Hast Du z.B. was über den U-Bahn Brand im Klostertunnel, der dann eine haarstreubende Fluchtstory wurde?
73 Hans


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#1292

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 12:38
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

Weil der Nordbahnhof erneut betrachtet wurde, sollte ich eine kleine Geschichte erzählen : Meine Gattin und ich, wir haben natürlich auch die Gedenkstätter Bernauer Strasse besichtigt. Wir sind mit der Nord-Süd-S-Bahn gefahren und haben auch die Ausstellung im Nordbahnhof besichtigt. Meine Gattin wurde wütend, als sie all die Sicherungsmassnahmen sah und sagte, sie wolle wieder in den « Westen » zurückkehren... Wir sind dann doch noch weiter gegangen. Es ist nicht leicht für einen von aussen sofort die richtige Balance zu finden. Sie weiss heute viel mehr über das Thema hat eine ausgewogene Meinung, so wie ich (ich hoffe das für uns beide).

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1293

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 12:54
von diefenbaker | 584 Beiträge

So geheimnisvoll können diese sog. Schleusungen auf den Bahnhof Friedrichstraße nicht gewesen sein.

Ein Bekannter aus Westberlin hat mir recht glaubwürdig die folgende Begebenheit erzählt, soweit ich mich erinnere, reden wir von den 70er Jahren.
Er war in Westberlin in der Gewerkschaftsjugend aktiv und die wurde recht intensiv von der SEW umworben. Zu diesen Werbungen gehörten auch Einladungen zu Urlaubsreisen in die DDR zu einem eher symbolischen Preis. Konkret hat sich hinter dem Urlaub mehr ein fröhliches Lagerleben mit Rotlichtbestrahlung verborgen. Eins dieser Angebote hat er angenommen. Die Reisegruppe hat sich irgendwo in Westberlin unter Leitung eines Reiseführers zusammengefunden und ist zum Bahnhof Friedrichstraße gefahren. Ich weiß jetzt nicht genau über welche Strecke, da könnte ich gelegentlich nachfragen. Es gab aufgrund der Anmeldungen eine Liste, auf der jeder Teilnehmer verzeichnet war und wohl auch abgehakt wurde. Auf dem Bahnhof angekommen, wurde die Gruppe vom Reiseführer nicht zum Grenzübergang geführt, sondern hat an einem Gang vor einer Tür halt gemacht. Aufgrund eines Zeichens vom Reiseführer wurde die Tür geöffnet, die Gruppe ist da durchmarschiert und hat sich kurz darauf im "normalen" DDR-Gebiet wiedergefunden ohne eine Passkontrolle durchlaufen zu haben, ohne Visum und ohne Zwangsumtausch. Das war wohl die Light-Version einer Grenzabfertigung. Die Rückreise erfolgte auf dem gleichen Weg. Vielleicht gelingt es mir noch. Einzelheiten zu den Örtlichkeiten zu erfragen, es ist allerdings recht lange her, aber durchs Klo gespült wurden sie wohl nicht.

Gruss Wolfgang



Hans und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1294

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 13:35
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde....
Ja, wie sage ichs meinem Kinde, oder -wie stelle ich die Grenze "unter Tage" dar. Gar nicht so einfach. Daher auch durchaus verständlich,diese Reaktion.
Wir sind mit der Nord-Süd-S-Bahn gefahren und haben auch die Ausstellung im Nordbahnhof besichtigt. Meine Gattin wurde wütend, als sie all die Sicherungsmassnahmen sah und sagte, sie wolle wieder in den « Westen » zurückkehren... Wir sind dann doch noch weiter gegangen.
Also mal allgemein. Die Ausstellung im Nordbahnhof vermittelt ein recht realistisches Bild davon, wie es auf den Geisterbahnhöfen aussah. Allerdings sind da eben Maßnahmen, Einrichtungen, Mauern und Pläne und was weiß ich noch von 15 Bahnhöfen auf einen Ort zusammengestellt, so das eben ein Riesenhaufen zusammenkommt. Das erschließt sich dem Betrachter natürlich nur, wenn er die Ausstellung quasi "durcharbeitet".Natürlich-die "langweilige" und (leider) alltägliche Seite kommt da nicht raus. Trotzdem - ich glaube, sowas ist von der Art der Darstellung wesentlich besser als jede andere "Eventform". Die sind wesentlich schlimmer -und verzerren die Geschichte eben gewaltig.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 17.02.2014 13:36 | nach oben springen

#1295

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 13:57
von Hans | 2.166 Beiträge

Und zu Wolfgangs #1293 :
Reisegruppen - also irgendwelche Gruppen, die von den unterschiedlichsten Dienststellen,Organisationen,Verbänden,Parteien und was weiß ich organisiert "geladen" waren, gab es sackweise auf Fri, da waren öfters welche. Abfertigung wie Beschrieben- nur -Pässe oder Personaldokumente m.M. vorher eingesammelt und "gebündelt" abgegeben. Einreise war dann entweder die "kleine Einreise" in der Georgenstraße oder eben der Diensteingang (DR) neben dem Tränenpalast. Selten auch mal die Einreise im "Zeitkino" -Bahnhofshalle.
Mit den "Schleusungen" im bezug auf Geheimdienst und MfS und so hatte das allerdings wenig zu tun, auch wenns gern so dargestellt wird-in einigen Medien- da könnte man dann ja drüber schreiben-DDR läßt pööööse was weiß ich heimlich rein um............. Hatten wir ja schon.
Probleme im Ablauf- für die Trapo in diesem Fall, waren recht selten, nur wenn sich mal ein Gruppenmitglied verlaufen hatte oder so, was ja auf Fri leicht möglich ist, war eben mal suchen angesagt. Na, meist nicht sehr lange - irgendwo schlugen die Vermissten dann schon auf. Am besten war wohl mal ne irische Gruppe, alle Mann radehackevoll und fünf Mann oder so weg. Hat ne Weile gedauert......
Aber durch die Toilette mußten sie auch nicht gespült werden, obwohl der eine schon davor kniete und laute Geräusche von sich gab.
73 Hans


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#1296

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.02.2014 15:02
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1295
Und zu Wolfgangs #1293 :
Reisegruppen - also irgendwelche Gruppen, die von den unterschiedlichsten Dienststellen,Organisationen,Verbänden,Parteien und was weiß ich organisiert "geladen" waren, gab es sackweise auf Fri, da waren öfters welche. Abfertigung wie Beschrieben- nur -Pässe oder Personaldokumente m.M. vorher eingesammelt und "gebündelt" abgegeben. Einreise war dann entweder die "kleine Einreise" in der Georgenstraße oder eben der Diensteingang (DR) neben dem Tränenpalast. Selten auch mal die Einreise im "Zeitkino" -Bahnhofshalle.
Mit den "Schleusungen" im bezug auf Geheimdienst und MfS und so hatte das allerdings wenig zu tun, auch wenns gern so dargestellt wird-in einigen Medien- da könnte man dann ja drüber schreiben-DDR läßt pööööse was weiß ich heimlich rein um............. Hatten wir ja schon.
Probleme im Ablauf- für die Trapo in diesem Fall, waren recht selten, nur wenn sich mal ein Gruppenmitglied verlaufen hatte oder so, was ja auf Fri leicht möglich ist, war eben mal suchen angesagt. Na, meist nicht sehr lange - irgendwo schlugen die Vermissten dann schon auf. Am besten war wohl mal ne irische Gruppe, alle Mann radehackevoll und fünf Mann oder so weg. Hat ne Weile gedauert......
Aber durch die Toilette mußten sie auch nicht gespült werden, obwohl der eine schon davor kniete und laute Geräusche von sich gab.
73 Hans


Kann durchaus sein, dass der Reiseleiter die behelfsmäßigen PA beim Abgleich der Liste eingesammelt hat.

Gruss Wolfgang



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#1297

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.02.2014 23:36
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

wir hatten ja mal zu beginn das Thema Brandfalle gehabt. Dazu passen folgender (aktueller Fall) :

Um 23:03 Uhr wurde die Berliner Feuerwehr zu einem Brand im Bereich des U-Bahnhof Alexanderplatz alarmiert. Dort sollte ein Zug im Tunnel zwischen den Bahnhöfen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz brennen. Die Einsatzkräfte stellten eine starke Verrauchung im Bereich des U-Bhf Alexanderplatz fest und veranlassten die Räumung .......
Die 150 Passagiere des Zuges wurde durch die Einsatzkräfte über einen Notausgang ins Freie geführt. .....

Quelle: http://www.berliner-feuerwehr.de/2433.ht...f0493&tx_ttnews[backPid]=2432&tx_ttnews[tt_news]=2460


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#1298

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.02.2014 10:38
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen , Gemeinde......
In dem Thread "Das Letzte Stellwerk" der so ein wenig vor sich hindämmert, hat der Hotte , @Harzwanderer, einen recht interesanten Link zu einem Artikel von Rainer Preuß - für Nichtpufferküsser: Fachautor Eisenbahn- eingestellt, der Fri beschreibt und des lesens wert ist , bzw. über den man diskutiren kann. Ich ziehe den Link einfach mal hier rein.
http://www.eisenbahnwelt.de/zeitschrifte...867&show=seite3
Im Ausgangsthread ging es um Eisenbahn(un)typische Schutzvorrichtungen wie Schutzweichen, Gleissperren usw. an Grenzbahnhöfen, u.a. auf Fri.
Es ist mir ja klar, das im laufe von fast dreißig Jahren Grenzsicherung etliche unterschiedliche Maßnahmen und Einrichtungen seitens der DR zum Einsatz kamen, aber offensichtlich werden die jeweiligen Fachleute sich einfach nicht einig. R.Preuß hält sich da zurück und erwähnt nur die Tatsache der Existenz der Schutzweiche - klar, die 21 a/b - und der Gleissperren. Nicht zu bestreiten- aber wie viele und wo ? Die jeweilige Zeit spielt da wohl auch eine Rolle - unterschiedliche Maßnahmen zu unterschiedlicher Zeit. So- Aufruf : Geistert da noch irgendwelches Wissen rum ? Oder - Fotos von den Einfahrten von Fri - beide- Ost und West - die den Gleiszustand zeigen ?
Na , und dann könnte man ja den "Restartikel" ein wenig diskutieren . Die "Kleinbasa" z.B.- wie er da drauf gekommen ist, ist mir ein Rätsel.
Also - los!
73 Hans


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#1299

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.02.2014 12:16
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Hier sieht man -weiter runterscrollen- ein altes Luftbild vom Bahnhof Griebnitzsee mit Entgleisungsweichen.
http://www.s-bahn-forum.de/viewtopic.php?f=49&t=617

In Friedrichstraße an den Fernbahngleisen gab es WIMRE solche Gleissperren mit Entgleisungsblöcken aus Stahl, oder wie die heißen, die man auf die Gleise schwenken konnte. Evtl. waren es auch so verkürzte Weichen, die einen aus dem Gleis lenken konnten? Man sah die auf jeden Fall am westlichen Bahnsteigende.


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#1300

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 23.02.2014 12:17
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1298
Morgen , Gemeinde......
In dem Thread "Das Letzte Stellwerk" der so ein wenig vor sich hindämmert, hat der Hotte , @Harzwanderer, einen recht interesanten Link zu einem Artikel von Rainer Preuß - für Nichtpufferküsser: Fachautor Eisenbahn- eingestellt, der Fri beschreibt und des lesens wert ist , bzw. über den man diskutiren kann. Ich ziehe den Link einfach mal hier rein.
http://www.eisenbahnwelt.de/zeitschrifte...867&show=seite3
Im Ausgangsthread ging es um Eisenbahn(un)typische Schutzvorrichtungen wie Schutzweichen, Gleissperren usw. an Grenzbahnhöfen, u.a. auf Fri.
Es ist mir ja klar, das im laufe von fast dreißig Jahren Grenzsicherung etliche unterschiedliche Maßnahmen und Einrichtungen seitens der DR zum Einsatz kamen, aber offensichtlich werden die jeweiligen Fachleute sich einfach nicht einig. R.Preuß hält sich da zurück und erwähnt nur die Tatsache der Existenz der Schutzweiche - klar, die 21 a/b - und der Gleissperren. Nicht zu bestreiten- aber wie viele und wo ? Die jeweilige Zeit spielt da wohl auch eine Rolle - unterschiedliche Maßnahmen zu unterschiedlicher Zeit. So- Aufruf : Geistert da noch irgendwelches Wissen rum ? Oder - Fotos von den Einfahrten von Fri - beide- Ost und West - die den Gleiszustand zeigen ?
Na , und dann könnte man ja den "Restartikel" ein wenig diskutieren . Die "Kleinbasa" z.B.- wie er da drauf gekommen ist, ist mir ein Rätsel.
Also - los!
73 Hans





ppsh-41, auch eine eher eisenbahnuntypische Schutzvorrichtung

Gruss Wolfgang



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