#1221

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.01.2014 11:39
von Vogtländer (gelöscht)
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Jetzt haben wir auf Arbeit nen Pausenthema!


zuletzt bearbeitet 28.01.2014 11:41 | nach oben springen

#1222

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.01.2014 13:43
von der glatte | 1.356 Beiträge

Wat muss dat muss!

Ist ja heute so ein Problemchen, denn viele Toiletten gibt es ja nicht, wenn man mit der S- oder U-Bahn unterwegs ist.

Wegen ULU dachte ich, dass es solche Einrichtungen in den Zugängen, wo ja zwei Gänge vom nördlichen Gehweg zum Bahnhof führten und noch heute führen, gegeben hat und man die nach Schließung 1961, weiter als Klo nutzte. Hätte ja sein können.

Aber bleiben wir doch beim ULU. Ich habe einmal gelesen, dass es dort einmal eine Kehranlage gegeben haben soll, welche noch aus der Eröffnungszeit des Bahnhofes stammte. Später soll die Abgerissen worden sein. Wann sollte das gewesen sein?

Gruß Reiner


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#1223

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.01.2014 14:11
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit , Gemeinde...
Mit dem Kehrgleis auf ULU hast Du recht, Reiner.Das gab es tatsächlich und es hatte auch seine Bestimmung, es war notwendig für den Betriebsablauf.
Erst mal ein Ausschnitt aus einem Gleisplan. Quelle des (gesamten) Planes ist Slg.Kuhlmann.
Zeigt den Stand 1976.
da sind Weichen und ein Aufstellgleis zu sehen- gestrichelt - also außer Betrieb. Ein Stellwerk ist auch zu sehen. Warum das auf ULU?
1936 - Olympiade, fuhr die Nord-Süd-S-Bahn durch den Tunnel von NOB, damals natürlich Stettiner, bis ULU. Es war also notwendig, dort die Züge zu kehren, daher die ganze Einrichtung.
Das alles war -samt Stellwerk, bis 1990 vorhanden, nur die Weichen in den beiden Hauptgleisen nicht.
In Betrieb wie Lange? - Schwierig, nach der Wiederinstandsetzung des Tunnels nach der Flutung war es zumindest "Betriebsbereit" -allerdings nicht zum planmäßigen Wenden vorgesehen. Das Stellwerk war da auch nicht besetzt, aber die Bahn liebt ja "Notfalleinrichtungen, und daher mußte der Aufsichter von ULU die Fahrdienstleiter-Prüfung haben. So wurde es mir zumindest von "den Alten" erzählt. Wann das dann nicht mehr stattfand?-Keine Ahnung-soll aber schon vor 61 gewesen sein.
So-und damit währe ja auch die Toilettenabschweifung gerechtfertigt, sonst währen wir ja nie auf diese Fragestellung gekommen.
73 Hans


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#1224

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.01.2014 15:15
von matloh | 1.204 Beiträge

Zitat von der glatte im Beitrag #1206
Ja, ich stellte mir die Frage, wie sieht es da heute auf dem ehemaligen Geisterbahnhof aus, gibt es noch Reste aus der Geisterzeit oder gar alte Spuren? Als erstes wenn man den Bahnhof betritt sieht man den Abgang zur U 8. In DDR Zeiten war dort nichts mit runtersteigen, man konnte darüber spazieren gehen ohne zu bemerken, über was man da gerade schreitet. Am Boden war da nichts auffälliges zu sehen. Der Eingang war gut geschliffen und versteckt. Heute ganz anders.
Wusste man zu DDR-Zeiten, dass man da über einen versteckten Abgang drüber geht? Wenn nein: Wieso nicht? Irgendjemandem (eigentlich ziemlich vielen Personen) musste doch aufgefallen sein, dass der Abgang zugemauert worden war - wurde so etwas nicht mündlich weiter gegeben?

cheers matloh


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#1225

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.01.2014 15:48
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde...
Die Frage ist a: gut und b: etwas schwirig zu beantworten. Da gibts sicher unterschiediche Auffassungen dazu.
Mal meine Auffassung: Die Geisterbahnhöfe waren bei weiten nicht so toll versteckt, wie mancher es heute glauben machen will. Klar , es gab welche, die waren kaum zusehen - ULU und Ap. Die waren kaum zu sehen. Andere -die ganze c-Linie (U 6) -standen völlig offen -also fast unverändert, in der Landschaft. Die U-Schilder waren -so etwa ab 66-68 -abmontiert- und die Türen natürlich zu. Das steigerte sich dann im Laufe der Zeit-vermauerung und so. Aber zu sehen waren sie eigendlich immer.
Es gibt allerdings viele Leute, die eine genau entgegengesetzte Meinung vertreten. Sollen sie. Der Mainstream gibt ihnen sogar recht. Nur leider -wenn jemand -Beweise- ruft , kommen nur Algemeinplätze.
Und der zweite Teil der Frage - mündlich weitergegeben - klar - mal ganz davon abgesehen das von 61 bis 89 die Leute ja nicht ihre Erinnerung abgegeben haben. Man wußte es- eigendlich selbstverständlich.
73 Hans


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#1226

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.01.2014 16:25
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #1224
Zitat von der glatte im Beitrag #1206
Ja, ich stellte mir die Frage, wie sieht es da heute auf dem ehemaligen Geisterbahnhof aus, gibt es noch Reste aus der Geisterzeit oder gar alte Spuren? Als erstes wenn man den Bahnhof betritt sieht man den Abgang zur U 8. In DDR Zeiten war dort nichts mit runtersteigen, man konnte darüber spazieren gehen ohne zu bemerken, über was man da gerade schreitet. Am Boden war da nichts auffälliges zu sehen. Der Eingang war gut geschliffen und versteckt. Heute ganz anders.
Wusste man zu DDR-Zeiten, dass man da über einen versteckten Abgang drüber geht? Wenn nein: Wieso nicht? Irgendjemandem (eigentlich ziemlich vielen Personen) musste doch aufgefallen sein, dass der Abgang zugemauert worden war - wurde so etwas nicht mündlich weiter gegeben?

cheers matloh


Kehranlage/Möglichkeit ULU:

1936-1939: Teilbetrieb des Tunnels, Weichenkreuz, die Streckengleisstümpfe hinter dem Bahnsteig Richtung Ahu waren Kehrgleise.
ab 1939: einfacher Rechts-Gleiswechsel als Notkehre, Züge von Ahu konnten am Bahnsteig kehren, Züge von Friedrichstraße mußten (mit zweitem Tf) über das Streckengleis umgesetzt werden, Gleiswechsel später ausgebaut.
1992: einfacher Rechts-Gleiswechsel im Bauzustand (nördlicher Teil der No-Sü-B gesperrt), um eingleisig bis Friu zu fahren.



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#1227

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.01.2014 23:47
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Hier die Antwort auf die Frage von diefenbaker im Beitrag #1214 mit einem Stadtplan von 1990 in Westberlin herausgegeben.

Auf dem oberen Stadtplan der Pfeil links deutet auf die Industriebahn Tegel - Rosenthal die früher bis nach Lichtenberg Friedrichsfelde ging. Der Pfeil in der Mitte deutet die Trennungsstelle dieser Bahn an. Der rechte Pfeil zeigt auf den ungefähren Verlauf der Eisenbahnstrecke.
Die blaue Punktlinie ist eine Postleitzahlgrenze.

Der untere Stadtplan ist 1959 in Ostberlin herausgegeben und hat überhaupt keinen Hinweis auf die Industriebahn, aber rechts ist auch im Straßenverlauf eine freie Fläche wo wohl die Strecke lag.
Rechts auf dem Bild die Mauer müsste die vom dortigen Friedhof (Ostberlin) sein. Die Heidekrautbahn selber verlief unter dieser abgebrochenen Brücke, denn sie wurde wohl noch für den Betrieb Bergmann Borsig in dem Grenzdreieck gebraucht. Diese Strecke verlief auf der Ostseite genau neben der Grenzlinie.
Peter, der Zaunkönig


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.01.2014 23:54 | nach oben springen

#1228

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.01.2014 12:22
von diefenbaker | 585 Beiträge

Ich muss gestehen, dass ich im Bereich Rosenthal leicht die Übersicht verloren habe.

Es scheint, als ob in diesem Bereich von drei Streckenführungen die Rede sein sollte.

1. Die Industriebahn von Tegel kommend über den Güterbahnhof Lübars, die direkt an der Grenze nach Süden abbiegt zum Bahnhof Rosenthal

2. Die Heidekrautbahn von Wilhelmsruh kommend über Rosenthal in Richtung Nordosten, streckenweise parallel zum Industriebahnabzweig nach Rosenthal

3. im Bereich des rechten Pfeils liegt der Güterbahnhof Nordend, war der ursprünglich mit der Industriebahn nach Tegel verbunden und die Kurve nach Rosenthal war eine Sackgasse?

Dann müsste die Blickrichtung auf dem Foto nach Osten gehen, oben die Industriebahn nach Nordend und unter quer die Heidekrautbahn?


Gruss Wolfgang



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#1229

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.01.2014 15:48
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von matloh im Beitrag #1224
Zitat von der glatte im Beitrag #1206
Ja, ich stellte mir die Frage, wie sieht es da heute auf dem ehemaligen Geisterbahnhof aus, gibt es noch Reste aus der Geisterzeit oder gar alte Spuren? Als erstes wenn man den Bahnhof betritt sieht man den Abgang zur U 8. In DDR Zeiten war dort nichts mit runtersteigen, man konnte darüber spazieren gehen ohne zu bemerken, über was man da gerade schreitet. Am Boden war da nichts auffälliges zu sehen. Der Eingang war gut geschliffen und versteckt. Heute ganz anders.
Wusste man zu DDR-Zeiten, dass man da über einen versteckten Abgang drüber geht? Wenn nein: Wieso nicht? Irgendjemandem (eigentlich ziemlich vielen Personen) musste doch aufgefallen sein, dass der Abgang zugemauert worden war - wurde so etwas nicht mündlich weiter gegeben?

cheers matloh


Ich denke einmal, der "Berliner" wusste es schon genau und gab sein Wissen auch weiter. Viele hatten noch ältere Stadtpläne im Besitz und hüteten sie. Man lebte zwar mit den geschlossenen Bahnhöfen, aber veressen hat man sie nicht. Vieles war, wie Hans schon richtig sagte auch noch zu sehen. Nordzugang vom U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße, nördlicher Ausgang Jannowitzbrücke (War zu DDR-Zeit sogar ein Straßenunterquerung für Fußgänger), verschiedene Zugänge auf dem Rosenthaler Platz, einer in der Oranienburger Straße, einige Zugänge auf der Mittelinsel der Friedrichstraße und und und.

Nicht zu vergessen die mit Stahlplatten abgedeckten Notausgänge. Da konnte man sogar die Bahnen unten hören.

Gruß Reiner


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#1230

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.01.2014 15:56
von matloh | 1.204 Beiträge

Danke für Eure Antworten auf meine Frage! cheers matloh


Aus gegebenem Anlass temporär: Nein, die Erde ist keine Scheibe!

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)
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#1231

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.01.2014 16:23
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde....
Die Heidekrautfrage- zugegebener maßen völlig außerhalb meines Bereiches. Hilft dieser Link vielleicht ? http://www.blocksignal.de/krt/f.php?k=r59&r=4
Ein kleiner Ausschnitt daraus :
73 Hans


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#1232

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.01.2014 16:48
von Vogtländer (gelöscht)
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Ein Gleis der HKB von Bergmann Borsig wird heut noch genutzt vom Schienenfshrzeughersteller Stadler mit Sitz auf BB-Gelände zur Überführung von Zügen in ihr Prüffeld nach Velten.


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#1233

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.01.2014 18:57
von diefenbaker | 585 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1231
Abend, Gemeinde....
Die Heidekrautfrage- zugegebener maßen völlig außerhalb meines Bereiches. Hilft dieser Link vielleicht ? http://www.blocksignal.de/krt/f.php?k=r59&r=4

73 Hans


Danke, tolle Kartensammlung.
Damit werden meine Unklarheiten zu Rosenthal beseitigt und noch einige andere.

Gruss Wolfgang



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#1234

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.01.2014 19:45
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend-
Ja, der Steffen Buhr ist schon ne Wolke ! Haben wir den tatsächlich noch nie erwähnt ? Schandhaft !
73 Hans


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#1235

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.01.2014 22:13
von der glatte | 1.356 Beiträge

Hallo in die Runde,
ich habe einmal wieder im Buch "Geisterbahnhöfe" von H. Knobloch geblättert und bin auf der Seite 80-81, beim Interview mit Oberstleutnant G. Brücke, auf einen dort erläuterten Havariefall im U-Bahnhof Oranienburger Tor aufmerksam geworden.

Angeblich musste dort am Bahnhof einmal ein Zug Evakuiert werden und die Leute brachte man nach oben. Dort wurden sie in eine Buchhandlung geführt, welche gleich am Eingang Oranienburger Tor gewesen sein soll und alle mussten dort auf Busse warten. Die Busse brachten dann die Leute zum Bahnhof Friedrichstraße.

Äh, es muss dann eine ziemlich große Buchhandlung gewesen sein, um dann alle Leute aus einer U-Bahn zwischenzulagern. Immerhin wurden die Leute von dort mit Bussen und nicht mit einem Bus abgeholt.

Kann dazu einer etwas genaues sagen? Meine Fragen dazu, hat es diesen Vorfall überhaupt einmal gegeben? Wann soll das gewesen sein und warum musste der Zug verlassen werden?

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#1236

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.01.2014 22:23
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

War in der Linienstraße, fast am Tacheles, nicht ein großes Buchlager? Da gab es nach der Wende palettenweise Bückware, Verbotenes, nie Erschienenes und andere Merkwürdigkeiten. Gehörte 1990 irgendwie zum "Militärverlag". Das würde doch z.B. passen?

Zitat
MILITÄRVERLAG DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK (VEB) — BERLIN
Sie erhalten diese Bücher in allen Buchhandlungen und über den NVA Buch- und Zeitschriftenvertrieb (VEB) — Berlin, 104 Berlin. Linienstraße 139/140.


https://www.nd-archiv.de/artikel/411761..html

Von dem Vorfall habe ich auch damals gelesen.


zuletzt bearbeitet 30.01.2014 22:58 | nach oben springen

#1237

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 30.01.2014 23:13
von der glatte | 1.356 Beiträge

Könnte schon sein, aber in ein Lager mit Büchern.

Was mich wundert ist die Tatsache, dass es dazu noch kaum Infos gibt. Die Sache muss ja damals durch den westlichen Blätterwald nur so gerauscht sein. Denn Augenzeugen und Betroffene Fahrgäste muss es ja viele gegeben haben.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


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#1238

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 31.01.2014 08:12
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde.....
Aber das wissen wir doch schon - Die Seite über Brände und Havarien bei der U und S-Bahn.Genau dieses Ereigniss hab ich da beschrieben -Oranienburger Tor - . Die Buchhandlung war gleich neben dem Ausgang.--Dort war auch das wissenschaftliche Antiquariat mit drin. Ach so -meine Meinung über Herrn Brücke hab ich da auch kundgetan- Drehstuhlhusar - hatte ich da gesagt. s.#297 und 497 Da das aber recht kurz war, beschreib ichs auch noch mal in Langfassung-so gewünscht.
73 Hans
Noch ne Ergänzung- nachdem ich nachgelesen habe-in Geisterbahnhöfe : Wie sagt der Herr Brücke so schön zum Thema : Aber da bin ich (Also Er) nicht dabei gewesen. Stimmt. Ich war nämlich dabei. Und -wie viele Leute passen in einen "Schlenki-Bus ? Wir hatten davon zwei- da war Platz ohne Ende- Der Vorfall war gegen 13.00-14.00 Uhr , etwa, da sind U-Bahnen -Gott sei Dank-recht leer. Also -geschätzte 50 Leute -meinetwegen auch ein paar mehr. Ach ja , wer das Buch hat -bitte mal den Text von Hr.B. lesen und mit -ne-nicht dem, was ich so gesagt habe-sondern mit bereits vorhandenen Karten usw. vergleichen. Sind ja schon einige hier eingestellt. Viel Spass.
Hans


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zuletzt bearbeitet 31.01.2014 19:27 | nach oben springen

#1239

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 02.02.2014 14:53
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde........
Ein Versprechen war doch noch offen @Stringer49 - der Pressebericht über das versehentliche Mitfahren in die Abstellgruppe unter den U-Bahnhof Potsdamer Platz.
Es gab mehrere "Ereignisse" und mehrere Berichte dazu - der m.M. interessanteste aus der Wochenpost ist leider nicht mehr greifbar -jedenfalls hab ich ihn nicht im Net gefunden. Also begnügen wir uns mit der Berliner Zeitung von 2002 - http://www.berliner-zeitung.de/archiv/un...rliner-albtraum .
Für Faule -Hier mal der Anfang -also das, was eigentlich Thema ist:
Ungeliebt und unvollendet. Stationen einer hundertjährigen U-Bahn-Fahrt Berliner Albtraum
Von Detlev Lücke

Eines Abends in den Achtzigern be- stieg der Chefredakteur einer Ost-Berliner Wochenzeitung auf der U-Bahnstation Thälmannplatz, später Otto-Grotewohl-Straße, noch später Mohrenstraße, ganz früher jedoch Kaiserhof, hastig die U-Bahn. Thälmannplatz war seit August 1961 Endstation in Richtung Westen für den Osten. Die Züge machten dort "Kopf" und rollten zurück nach Pankow. Der möglicherweise müde, vielleicht aber auch nur etwas alkoholisierte Fahrgast sprang in den vor der Abfahrt stehenden Zug und bemerkte nicht, dass der Wagen völlig menschenleer war, um anschließend in die falsche Richtung zu fahren. Da wurde der Chefredakteur stutzig und er sah ein verstaubtes Schild "Potsdamer Platz". Dort hatten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVB), wie die BVG seit den sechziger Jahren in der DDR hieß, eine Kehranlage eingerichtet. Natürlich ohne Publikumsverkehr ins Grenzgebiet. Vielleicht mochte der Chefredakteur, belesen wie er war, in diesem Moment an Klaus Schlesingers Erzählung "Berliner Traum" gedacht haben, deren Held Racholl am Alex zur Arbeit einsteigt und zu seinem Erstaunen am Gleisdreieck auf der Westseite landet. Eine Fahrt mitten durch die Mauer. Für den Chefredakteur hätte der "Berliner Traum" schnell zu einem Albtraum werden können. Ehe ihn jedoch wachsame Grenzer erblickten und zu peinlicher Befragung einvernahmen, steckten ihn erschrockene BVBer, die keinen Stress haben wollten, unauffällig in den Gegenzug, der ihn aus der Krisenzone brachte. Wunder des Untergrunds. Wobei Berlin eigentlich gar keine Untergrund-, sondern nur eine Unterpflasterbahn besitzt. Kein Vergleich also mit den Metrokatakomben in Moskau oder Budapest, wo man während einer Rolltreppenfahrt fast die Tageszeitung auslesen kann. Berlins eigentlicher Untergrund ist sandig und sumpfig, man kann nicht in die Tiefe gehen, ohne dass alles zusammenrutscht.
Wer weiterlesen möchte - es geht um U-Bahn und so -allgemein.
Das bemerkenswerte an der ganzen Sache ist aber, das solch Ereigniss zwar passierte , aber eben selten war. Übrigens- für Leute mit "Nachträglichen Fluchtfantasien- die Abstellgruppe befand sich auch nach dem Gebietsaustausch komplett im Osten, unter dem Grenzgebiet Potsdamer Platz.
73 Hans


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#1240

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 02.02.2014 15:19
von eisenringtheo | 9.178 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1239
Mahlzeit, Gemeinde........
(...)
Das bemerkenswerte an der ganzen Sache ist aber, das solch Ereigniss zwar passierte , aber eben selten war. Übrigens- für Leute mit "Nachträglichen Fluchtfantasien- die Abstellgruppe befand sich auch nach dem Gebietsaustausch komplett im Osten, unter dem Grenzgebiet Potsdamer Platz.
73 Hans




Laut dieser Website stand die Abstellgruppe nach dem Gebietsaustausch auf WB Gebiet und die DDR zahlte Pachtzins.
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-...72-1992.html#21
Dieser Teil war nunmehr Ausland, die DDR Grenztruppen oder andere staatliche Sicherheitsorgane durften sich nunmehr dort weder aufhalten noch irgendwelche Sicherungsaufgaben übernehmen.
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Do...hranlage_Pd.pdf
Siehe Ziffer 3.
Dieser Teil des Bahnhofes hatte aber keine Ausgänge in den Westen, so dass eine Flucht gleichwohl nicht möglich war.
Theo


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