#1181

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 24.01.2014 23:15
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge
nach oben springen

#1182

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 08:40
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde....
Endpunkt war der Schlesische Bhf. (Ostbahnhof). Stalin hat es also 'nur' genutzt, als er zur Potsdamer Konferenz fuhr.
So ist das , wenn man Zitate einstellt,auch Eigenzitate, man erzeugt leicht Missverständnisse und damit Fragen.
Der Endpunkt bezieht sich natürlich auf die russische Militärstrecke. Stalin fuhr also-mehrfach(?)- vom Schlesischen Bahnhof über Fri nach Potsdam. Zur Potsdamer Konferenz. Missverständlich-sry. Das Stück Gleis bis Potsdam, mit einer recht merkwürdigen Streckenführung, wohl wegen nicht zu behebender Kriegsschäden, wurde quasi "zusätzlich" umgenagelt.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 25.01.2014 09:19 | nach oben springen

#1183

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 11:48
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag,

(OT und zur Komplettierung)

Eigentlich beschäftigte ich mich nicht so sehr mit Eisenbahnen. Aber vor vielen Jahren ( an diesen Zahlen sehe ich mein Alter ) fand ich ein kleines Heft* über die « Gauge Conversion », die Umstellung der Spurweite der Great Western. ( Damals bin ich dort oft gewesen, deshalb war ich an diesem Thema interessiert.)

Der Abstand der Schienen betrug damals mehr als 2 m (7 ft 1⁄4 ). Eine weitsichtige Idee, leider nicht kompatibel mit dem anderen, grösseren Netz.
http://en.wikipedia.org/wiki/Isambard_Kingdom_Brunel

Also gab es einige Jahre eine Koexistenz zwischen beiden Spurweiten und das endete 1892 zwischen Exeter und Penzance. Seitdem bewahren das NRM in York und das Steam Railway Museum in Swindon die Erinnerung an die zwei Spurweiten im UK

http://www.laluciole.net/gwr/gwr11b-theend.html

Stringer49

* CLINKER C R. New Light On The Gauge Conversion. Avon-Anglia Production (Bristol) 1978


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Hans und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.01.2014 11:48 | nach oben springen

#1184

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 12:50
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Hier wird auch ausdrücklich der Potsdamer Hauptbahnhof als Endpunkt der Reise genannt.

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/de...0,10302888.html

Interessant, dass der Generalissimus einen "leichten Herzinfarkt" hatte, weshalb sich seine Ankunft verspätete.

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/di...90,8976310.html

Hier sind noch genauere Beschreibungen des Streckenverlaufs:

Zitat
Die Strecke Brest - Warschau - Posen - Frankfurt/Oder - Berlin Ostbahnhof wurde hinter der Front auf Breitspur umgenagelt. Bis Posen beide Gleise ab dort nur ein Streckengleis. Am 5. Mai 1945 wurde Köpenik erreicht und am 6. Mai bereits der Ostbahnhof. Ab 28 Juni 1945 fuhr der Moskau-Berlin-Express durchgehend auf Breitspur.
Damit Stalin nach Potsdam zur Konferenz (17.07.1945 - 02.08.1945) anreisen konnte, wurde ein Gleis der Stadtbahn und weiter bis Potsdam umgenagelt. Wegen vieler Brückenschaden gab es erst nach dem 02.08.1945 Arbeiten um die S-Bahngleise wieder in Betrieb nehmen zu können.

Es gab weitere Gleise mit 1524mm Spurweite in Berlin.
- Rummelsburg - Weißensee Zentralviehhof (seit 1.Oktober 1946 Greifswalder Straße)
- Frankfurter Allee - Lichtenberg - Industriebahn Friedrichsfelde - Tegel
- Rummelsburg - Ostgüterbahnhof

Mit Übergabe der Bahnanlagen in Volkes Hand durch den Befehl Nr.8 der SMAD am 25. August 1945 wurden die Breitspurgleise wieder zurück gebaut. Quelle ist das von mir bereits weiter oben genannte Buch vom Eisenbahnspezialisten Bernd Kuhlmann, dessen Fachkenntnisse Du wohl nicht anzweifeln wollen wirst. Die Ostbahn war nach Kriegsende für den Nachschub und die Reparationsleistungen völlig uninteressant, weswegen zwischen Berlin und Küsterin alles was nicht unbedingt notwendig war wild demontiert wurde!
Gruß Spandauer



Quelle: http://www.bahninfo-forum.de/read.php?9,330714,page=5


zuletzt bearbeitet 25.01.2014 13:04 | nach oben springen

#1185

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 13:56
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Hotte
Genau diesen Beitrag (bahninfo...) hatte ich gesucht. Allerdings im falschen Forum, daher eben ohne Erfolg. Na -nachträglich klärt sich ja (fast) alles.
Ja, und Bernd Kuhlmanns Sammlung -und sein technisches Wissen- würd ich gern haben. (Leider ein Wunschtraum-aber wir arbeiten dran).
73 Hans
Nachtrag-damit auch das klar ist: Ein Ostbahngleis wurde im Zuge der Kampfhandlungen schrittweise für Panzerzüge und Nachschubtransporte bis Schlesischer Bf. umgespurt. Von der SU via Ost-, Stadt-, Wetzlarer und Potsdamer Bahn erreichte Stalin nach Kriegsende auf einem durchgehenden Breitspurgleis die Potsdamer Konferenz.
Damit hätten wir auch den Berliner Teil der Anreise des Jossip Winnisarowitsch. -Aus der gleichen Quelle. Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 25.01.2014 14:03 | nach oben springen

#1186

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 18:57
von Lutze | 8.033 Beiträge

gab es auch mal Sperrungen von U-Bahnhöfen,
zum Beispiel 1969,als angeblich die Stones
auf dem Springer-Hochhaus auftreten wollten?,
die Ernst Thälmann-Station oder der Spittelmarkt
lagen nicht weit weg davon
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
nach oben springen

#1187

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 19:00
von Grete85 | 840 Beiträge

Hallo zusammen,
hiermal die Breitspurstrecken im Sommer 1945 in Berlin. Ist aus dem Buch "Deutsche Reichsbahn geheim" von Bernd Kuhlmann. Dort sind die Strecken schön zusehen.


Gruß Grete


--------------------------------------------------
Geschichte ist nichts anderes
als die Unfallchronik der Menschheit.

Chales Talleyrand,französicher
Staatsmann (1754-1838)
--------------------------------------------------
Gedient von Frühjahr 1982 bis Frühjahr 1985 beim
VEB Landesverteidigung, Betriebsteil Grenzsicherung Rhön
Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#1188

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 19:18
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde.....
So ist das ,Grete, ich muß wohl meinen Bestand an "Kuhlmännern" aufstocken. Andererseits -man kann nicht alles haben und nicht alles Wissen-nicht mal im Hobbybereich. Manchmal leider..... Aber es giebt ja das Forum, wo man eben auch so die eine oder andere Info her bekommt.
Und Lutze : Das "berühmte Nichtkonzert der Stones" - kenn ich logischerweise auch nur vom Erzählen und eben aus Infos aus dem Net.
Mal zwei Links :http://www.jugendopposition.de/index.php?id=3567 und http://einestages.spiegel.de/static/auth..._der_mauer.html . Über die Qualität kann man sich streiten, vor allen über den ersten Link.
Allgemein dazu : Es ist technisch ungeheuer Schwierig, den U-Bhf ThP oder den S-Bf. Fri zu sperren, nicht anzufahren --weil : Wo sollen die Züge kehren?
Also -mal wieder Techn.Bedenken von Hans. Im Nachhinein schreiben ja gerade die "User" von Jugendopposition ganz gern heldenhaften Kram zusammen, aber -ach,mach Dir einfach selbst ein Bild --
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
nach oben springen

#1189

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 19:30
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Mal wieder zum Thema Geisterbahnhöfe: Es gab ja kurz vor der Wende von der DDR aus Überlegungen, die West-U-Bahn (Nord-Süd) unter der Friedrichstraße, etwas nördlich von "Bf. Stadtmitte" als unterirdischen Einreisebahnhof für Westler groß auszubauen. Da sollte eine Devisenspielbank hin und eine unterirdische Einreise. Eventuell hätte die DDR den Grenzübergang Friedrichstr. komplett dorthin verlagern wollen.

Wer weiß noch was zu den Plänen? Da, wo heute das "Quartier 206" (Luxuskaufhaus) ist, hätte wohl im Keller der neue U-Bahnsteig zur Einreise gebaut werden sollen. Das soll von den Fundamenten her kurz vor der Wende schon weitgehend fertig gewesen sein. Da wurde dann wohl einiges gleich wieder abgerissen, als die Mauer fiel.

Zitat
Schwieriger dagegen war ein Ersatz für die Linie 8, die weit östlicher durch den Ostsektor fuhr. Hier war ein Streckenneubau, auch mit Hinblick auf die wesentlich geringere Fahrgastauslastung auf dieser Linie nie vorgesehen. Hätte die DDR diese Strecke geschlossen, hätte es auch auf lange Sicht für die BVG bedeutet, dass die Linie 8 von Leinestraße kommend am Moritzplatz geendet hätte. Ein Pendelverkehr zwischen Voltastraße und Gesundbrunnen dagegen ist auszuschließen. Erst ab 1977, als die Linie 8 nach Osloer Straße verlängert wurde, hätte die Möglichkeit bestanden, einen (wenn auch wenig sinnvollen) Pendelverkehr zur Voltastraße zu betreiben.

Wesentlich konkretere Pläne dagegen gab es mit dem Bahnhof Friedrichstraße: Seit 1985 war der umfassende Wiederaufbau der Friedrichstraße "als Boulevard mit Weltniveau" vorgesehen. So sollte südlich des Bahnhofs an der Georgenstraße ein ein großes Varieté-Theater (das Wintergarten-Varieté) entstehen. In diesem Theater war die Einrichtung der Grenzübergangsstellen vorgesehen, die unterirdisch mit dem benachbarten Bahnhofsgebäude verbunden werden sollten. In dieser Folge sollte der Tränenpalast abgerissen werden und das Gelände zu einer Grünanlage umgestaltet werden. Es stand allerdings noch nicht genau fest, wann dieser Bau entstehen sollte. Anzunehmen aber ist, dass der Bau heute existieren würde, wenn es die DDR noch gäbe. Diese Planungen beweisen, dass die DDR an ihrem Grenzregime noch lange Zeit festhalten wollte



Quelle: http://www.berliner-untergrundbahn.de/ou-01.htm#Planungen


Ah, hier in dieser echten Goldgrube findet man auch noch was. Kapitel 27.

http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-..._1972-1992.html

Zitat
1987 begannen die Arbeiten für eine preiswertere Lösung zur Nutzung des Streckenabschnitts der Strecke C für das Ostnetz. Am Bahnhof Stadtmitte wurde ein eingleisiger Verbindungstunnel errichtet. Die Arbeiten boten sich an, da das betroffene Eckgrundstück geräumt wurde und vor der Errichtung eines Neubaus stand. Über diesen Verbindungstunnel hätten die Fahrzeuge für den Betrieb auf der Strecke C ausgetauscht werden können.

Die Kosten für den Tunnel wurden mit 21 Mio M veranschlagt, zuzüglich der Anschlußkosten an die beiden bestehenden Tunnel 5 Mio M. Die Umrüstung der Strecke C mit 17 Mio M (Stromschienwechsel, Aufbau Kehranlage Stadion der Weltjugend, Abstellbahnhof Stadtmitte, Stromversorgung und Renovierung der Bahnhofsanlagen). Die Anpassung der Signaltechnik und sonstigen Geräten sowie die Ausrüstung der Anlagenteile mit 68,5 Mio M beziffert. 50 Mio M für die Beschaffung neuer Fahrzeuge und perspektivisch 30 Mio M für die spätere Bahnsteigverlängerung der Bahnhöfe auf die 8-Wagenzuglänge (100 Meter). Insgesamt ein Projekt für 161,5 Mio M (ohne Bahnsteigverlängerung). (Zahlen aus BStU MfS HA XIX Nr 766).

Für die Fahrgäste bedeutete dieses jedoch ein notwendiges Umsteigen auf dem Bahnhof Stadtmitte, um die Linie zu wechseln. Der Tunnel wurde soweit im Rohbau fertig gestellt, jedoch der Durchbruch an die beiden Strecken erfolgte nicht. Einen Termin für die Nutzung durch die Ostberliner Verkehrsbetriebe gab es nicht, der Verbindungstunnel war als “Vorratsbauwerk für evtl. spätere Nutzungen” zu betrachten.

Möglich wäre die Nutzung erst mit Fertigstellung der neuen Abstellanlage im Bereich Pankow gewesen, die als Ausgleich zur dann wegfallenden Anlage Potsdamer Platz zu sehen war. Mit der politischen Wende im Herbst 1989 entfielen dieser Planung jede Notwendigkeit, der Rohbautunnel wurde in den Jahren danach abgebrochen.



Hier ist ein Bild der geplanten Spielbank, die noch im Rohbau wieder abgebrochen wurde. Da drunter muss sich auch die Verbindungskurve für die geplante Ost-U-Bahn befunden haben. Die Baustelle war wohl insgesamt verstärkt abgeschottet.
http://www.stadtbild-deutschland.org/for...ead&threadID=44


zuletzt bearbeitet 25.01.2014 19:53 | nach oben springen

#1190

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 20:01
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde....
Das ist ein Thema mit verdammt vielen Spekulationen von allen möglichen Leuten. Neben der Geschichte Vorratsbau , die wohl die wahrscheinlichste Erklärung ist , existieren da ja die dollsten Sachen . Fakt -die einzigen richtigen-belegbaren- Der Tunnel wurde eingleisig gebaut, nicht mit den beiden U-Bahn-Linien verbunden, abgeschlossen (vermauert wegen Wasser und so, und dann komplett verbuddelt, weil das haus kam ja drauf und das war, im Rohbau ,natürlich fertig.
Persönliche Meinung: Die Berliner Verkehrsseiten sind wohl am dichtesten an der Realität dran. Die erwähnte Einreise sollte am Bahnhof Fri gebaut werden-quasi als Ersatz für die Einreise im Bahnhof und den Tränenpalast. War wohl im "Vorplanungsstadium" Der Wintergarten sollte dann faktisch über der Ein-und Ausreise sein. Einen neuen Bahnhof Stadtmitte halte ich für unwahrscheinlich, da hat wohl ein "Fachautor" was in den falschen Hals bekommen,passirt eben auch mal. Übrigens- Mit Goldgrube hast Du voll und ganz Recht! Die Betreiber wenden verdammt viel Mühe auf, um ihre Webseite echt gut zu gestalten.Und -sie unterhalten sich-auch persönlich-mit ihren Lesern.-Sehr netter Verein!
73 Hans
Ed. Fählers und so.


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.01.2014 20:14 | nach oben springen

#1191

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 20:08
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Es scheint Richtung Wende eben noch eine veränderte Planung gegeben zu haben, nördlich der Stadtmitte die Haupteinreise zu machen. Da ist wohl wirklich schon (teilweise) dran gebaut worden. Deswegen frage ich ja. Sicher gibt es irgendwo Pläne dafür und heute ist das ja alles im Prinzip zugänglich.



Architekturhistoriker vor!


der glatte hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 25.01.2014 20:19 | nach oben springen

#1192

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 20:13
von Hans | 2.166 Beiträge

Ich werde nächste "Kafferunde" mal dumm fragen, ev.kommt was raus-glaub zwar nicht so dran,aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
nach oben springen

#1193

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 20:25
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Ja danke, Hans. Lass mal hören, ob noch einer was dazu weiss.


nach oben springen

#1194

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 20:56
von Hans | 2.166 Beiträge

Noch einen in aller Schnelle.@Harzwanderer
Hab gerade mit dem Udo vom Museum gequatscht- er ist auch ein Ham.
Du sollst mal auf signalarchiv.de gehen, signal 09/1999 aufrufen, dort C-Linie usw. Das soll die neutralste Zusammenfassung sein. sry-ich kann jetzt nicht, funk ist an und tobt.
73 Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
nach oben springen

#1195

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 21:25
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Danke Hans. Finde aber leider keinen Artikel in der Art in dem Heft.


nach oben springen

#1196

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 23:09
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #1191
Es scheint Richtung Wende eben noch eine veränderte Planung gegeben zu haben, nördlich der Stadtmitte die Haupteinreise zu machen. Da ist wohl wirklich schon (teilweise) dran gebaut worden. Deswegen frage ich ja. Sicher gibt es irgendwo Pläne dafür und heute ist das ja alles im Prinzip zugänglich.



Architekturhistoriker vor!


Das Modell kommt mir bekannt vor. Im Buch "Bahnhof der Tränen" von Philipp Springer, ist das Modell auf der Seite 126 vorgestellt. Allerdings mit der Bildunterschrift: Modell des geplanten Abfertigungsgebäudes am Bahnhof Friedrichstraße mit dem Neubau des Wintergarten-Varietes im Vordergrund, präsentiert zur Sitzung des Vorbereitungskommitees zur 750-Jahr-Feier Berlins im Staatsratsgebäude, 26. September 1986

Als Quelle bezeichnet der Autor "Bundesarchiv, Bild 183-1986-0925-061"

Im Buch wird es auf der Seite 124 interessant und der Autor geht auf das geplante Gebäude näher ein, welches am Georgenplatz, also unmittelbar am Bahnhof Friedrichstraße gebaut werden sollte. Also nicht in der Nähe von Stadtmitte.

@ Hans

Du musst das Buch ja haben, schaue doch einmal nach, ist ganz interessant.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#1197

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 23:21
von der glatte | 1.356 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #870
Mit der Zeit findet sich das. So wie der Spucknapf:


Hallo in die Runde und auch ein Hallo an Hans,

das mit dem "Spucknapf" hat mir seid Deinem Foto keine Ruhe mehr gelassen. Daher war ich heute mit meiner Fotolady bei eisigen Temperaturen und schönsten Sonnenschein am Georgenplatz unterwegs um nach dem Spucknapf Ausschau zu halten. Und ich kann berichten, es sind sogar zwei!

Fotos vom Ausflug heute kommen gleich, natürlich auch wieder einige Fragen dazu.

Gruß Reiner


ACRITER ET FIDELITER


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#1198

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 23:27
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Danke, Glatter!

http://www.bild.bundesarchiv.de/cross-se...0688722/?search[view]=detail&search[focus]=1

Zitat
ADN-ZB 25.9.86 Berlin: Ausstellung - Aus Anlaß der zweiten Sitzung des Komitees der Deutschen Demokratischen Republik zum 750jährigen Bestehen von Berlin am 26.9.86 informiert eine Ausstellung im Gebäude des Staatsrates über Leistungen im Bauwesen sowie über beste Ergebnisse des Programms der Konsumgüter- und Souvenirproduktion: Modell des Berliner Wintergartens nahe dem S-Bahnhof auf der Westseite der Friedrichstraße.
Datierung: 25. September 1986



Stimmt! Dieses Modell war für die Westseite des Bahnhofs Friedrichstraße. Also nicht das gesuchte Bauwerk. Ich meinte (hoffte auf) das, dessen Turm oben im Rohbau-Abriss gezeigt wird.


zuletzt bearbeitet 25.01.2014 23:28 | nach oben springen

#1199

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 23:43
von der glatte | 1.356 Beiträge

Und los geht es.

Wenn man am S-Bahn-Eingang am Georgenplatz die Treppen heruntergeht, läuft man praktisch auf die beiden "Spucknäpfe zu.


Der Abgang zur Nord-Süd-S-Bahn am Georgenplatz.


Der "Spucknapf" ist vermutlich gar keiner.


Zum einen sehr hoch angebracht, also etwas zu hoch zum Spucken. Vermutlich sind es die Konsolen von ehemaligen Leuchten? Wenn man von oben in die Näpfe blickt, sieht man das da wohl etwas noch aufgeklebt war und der Napf ziemlich klein ist (Meine Frau hat mich da einmal kurz auf dem Arm genommen zum Fotomachen).

Wenn man sich dann noch die Kachel hinter dem Gebilde anschaut sieht man ein verschmiertes Bohrloch, vermutlich ging da das Stromkabel zur Laterne oder Leuchte. Also, vermutlich zwei Konsolen oder Sockel, nur für was? Das müsste noch auf Fotos aus der Zeit der Eröffnung 1936 zu sehen sein. Die Fliesen unmittelbar daneben in Richtung Bahnsteig, sind ja schon in einer anderen Farbgebung gestaltet aber trotzdem noch von 1936.




Zu gleich Gegenüber habe ich eine Frage, sind da noch Reste einer Absperrung (Mauer, Gitter, etc.) zu sehen? Am Kachelübergang alt zu neu?



Fotoquelle: Alle Fotos von mir gemacht

Gruß von Reiner


ACRITER ET FIDELITER


Stringer49 und Hans haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#1200

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 25.01.2014 23:49
von Stringer49 | 700 Beiträge

In den 1980er Jahren habe ich ein Buch gefunden, welches von der S-Bahn im westlichen Berlin berichtet. Die Fotos haben eine morbide Stimmung und das hat mich stimuliert das Buch zu kaufen:

Behrens A, Noth V. Berliner Stadtbahnbilder. Ullstein Verlag (Frankfurt/Main - Berlin Wien), 1981

Einerseits haben mich architektonischen Details interessiert, andererseits die Fotos, denn sie waren in der modernen Metropole Berlin anachronistisch. Die Geschichte zu einzelnen Bildern habe ich erst hier gelernt.

Auf Seite 113 gibt es ein Bild des Bahnsteiges des Anhalter Bahnhofes (Tunnel). Eine sehr schöne grosse Aufnahme zeigt den Lehrter Bahnhof. Dahinter ist die Brücke über den Humboldthafen das alte Gebäude des Krankenhauses Charité.

Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


nach oben springen


Ähnliche Themen Antworten/Neu Letzter Beitrag⁄Zugriffe
Eigene vorübergehende Festnahme in der S-Bahn (bei Potsdam)
Erstellt im Forum Mein Leben als DDR Grenzsoldat von Cambrino
11 26.07.2016 00:40goto
von StabsfeldKoenig • Zugriffe: 1524
"Salut, Roter Oktober!" oder: Wie man preiswert nach Berlin kam
Erstellt im Forum Leben in der DDR von Thüringerin
33 29.12.2014 18:50goto
von Freienhagener • Zugriffe: 1889
Brandanschlage auf Bahnanlagen in Berlin
Erstellt im Forum Themen vom Tage von GZB1
50 05.11.2011 08:34goto
von Stabsfähnrich • Zugriffe: 3156
Frage zum Transitverkehr per Bahn und zum Tagesaufenthalt in Berlin (Ost)
Erstellt im Forum Fragen und Antworten zur Berliner Mauer von mabebi0608
25 23.10.2013 16:59goto
von West_Tourist • Zugriffe: 5690
Die S-Bahn-Fahrkarte in die Freiheit
Erstellt im Forum Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer von Angelo
3 30.08.2010 08:51goto
von Zaunkönig • Zugriffe: 3710
Berliner Geisterbahnhof S-Bahnhof Potsdamer Platz - November 1989
Erstellt im Forum Leben an der Berliner Mauer von Angelo
14 04.02.2014 20:13goto
von rei • Zugriffe: 5320
Eine Fahrt mit der Berliner U-Bahn durch die Geisterbahnhöfe von Ost berlin
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Angelo
29 22.09.2011 15:57goto
von StabsfeldKoenig • Zugriffe: 22408
Eine Fahrt mit der West-Berliner S-Bahn entlang der Mauer 1990 Teil 2
Erstellt im Forum Videos und Filme der ehemaligen Innerdeutschen Grenze von Angelo
3 27.04.2009 08:40goto
von Grete85 • Zugriffe: 3891

Besucher
1 Mitglied und 20 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: loryglory
Besucherzähler
Heute waren 368 Gäste und 24 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14366 Themen und 557712 Beiträge.

Heute waren 24 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen