#1041

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 11:16
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Hab ich mir doch gedacht. Eine Geschichte aus der Geschichte -und in sofern also Kunst -der Film . und ein Spiegelbild seiner Zeit-Ich mein -der Zeit ,in der der Film entstanden ist. Ohne Propaganda gings damals eben nicht.
Über die damit verbundenen Fakten kann man aber streiten. Da stimmt so einiges nicht.-im Film und bei den darauf basierenden "Storys"-
Allerdings - da kommt bei mir der professionelle Respeckt durch, der Lokführer Deterling war in seinem Job ein Ass, die (tatsächlich verwendete) Art, die Notbremse des Zuges außer Gefecht zu setzen, war ne Leistung -Hut ab . In dem Film wurde gerade diese Leistung nicht gebracht, wohl weil es zu technisch war.
Nur eine Bemerkung noch dazu -Es war bereits vor dem Durchbruch beschlossen, die Gleisverbindung über Albrechtshof zu schließen.Deterling stand daher unter erheblichen Zeitdruck, die Flucht noch rechtzeitig über die Bühne zu bekommen.Immerhin waren von den Passagieren 14 "seine Leute".
das ist ja nicht so einfach zu organisieren.
73 Hans


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#1042

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 11:32
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Das Interview kurz nach der Flucht
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...nical/year/1961
und die Doku mit Ausschnitten des Spielfilms "Durchbruch Lok 234".
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46172492.html
Leider ist die Doku ungenau. In einem wesentlichen Punkt ist sie wissentlich falsch.
(siehe Film gegen Ende, Interview, ab 1:52)
Auch das "Detail", dass der Zug mangels Druckluft kaum mehr gebremst werden konnte, wurde im Film geändert, kommt aber nicht in der Doku vor.)

Theo


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zuletzt bearbeitet 19.01.2014 11:34 | nach oben springen

#1043

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 11:45
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Theo...
Grünau -das ist eins von den "worüber man streiten" ...und so.
Übrigens -da ja doch wohl Interesse besteht- Deterling hat sich beim "Außergefechtsetzen" der Notbremse -der Wagen- einer Schwäche des in diesen Wagen verwendeten Bremssystems, zu Nutze gemacht. Dieser Wagenzug besaß noch die "Knorrbremse" ev. als "Güterzugbremse"(aber eben Falsch) bekannt, welche sich "erschöpfen" lässt. Absichtlich ist das nicht einfach,aber es geht. Weitere Erläuterung ist sehr Technisch.Hängt mit der Funktionsweise des Bremssystems zusammen. Die echte Lok war auch kleiner als im Film , eine 78.Aber das nur nebenbei.
Übrigens - ich hab ja mit Absicht den WB -Polbericht reingestellt, aufgefallen, das da kein Schußwaffengebrauch erwähnt wird? Hat nen Grund -es fiel kein Schuß. Im Film schon, aber das ist da ja wegen des spannenden Endes notwendig.
73 Hans


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#1044

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 11:58
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Das mit der Ausserkraftsetzung der Notbremse kann doch eigentlich nur funktionieren, wenn alle Hilfsluftbehälter an den Waggons entlüftet wurden und die Lok nicht an die Hauptluftleitung angeschlossen wurde. Dann konnte nur mit der Lok gebremst werden. Oder irre ich mich?


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#1045

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 12:30
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,
Jaein.
Bremse ist eines der komplizirtesten Themen bei der Eisenbahntechnik. Ich versuchs mal untechnisch, obwohl ich da Zweifel habe,ob`s rüberkommt und-ob ich das Thema komplett drauf habe.(Eigendlich nicht -mehr?-)
Deterling hatte ja zwei Bremsen zur Verfügung,Lok und Zug-voneinander unabhängig. Außer gefecht gesetzt hat er die Zugbremse. Wie?
Es gibt unterschiedliche Bremssysteme - hier also nur Knorrbremse. Stell Dir mal vor, die ganze Bremsanlage wird durch einen Luftschlauch mit Luft versorgt ---und Gesteuert! Wenn Luft raus geht-bremst der Zug. Luft wird nachgefüllt -Bremsventil löst-Luft wird im Hauptbremsbehälter gespeichert.Wenn bei der Knorrbremse das mehrfach hintereinander geschieht,-es gibt da noch "Steuerventile,Steuerluftbehälter und und.... Kommt es zu der Erscheinung, das die Bremse "Lose ist ,und nicht mehr genug Luft nachkommt. Es ist also nicht genug Luft da, um "nachzusteuern" .Egal was jetzt passiert,ob die Notbremse gezogen wird oder ein Luftschlauch reißt, es passiert nichts! Die "Kunst" besteht darin , diesen Zustand herbeizuführen.Die Bremse wird sozusagen in der Schwebe gehalten.Sonst würde das mit dem Entlüften=Bremse lösen ja nicht gehen!Ansonsten -So wie Du gesagt hast,gehts auch -hat Deterling aber nicht gemacht.In dem Film wird das so toll "heimlich durch den Heizer" (?)gemacht-Quasi als "Überraschung" auch für Deterling .nee-der war ein Fachmann und wußte ganz genau,wie es geht.Übrigens -wiso heimlich? In dem Film sind doch nur Grenzer und Polizisten zu sehen-weiß da einer ,was der Eisenbahner da machen muß? Na ja,Kunst.
Übrigens--- Der Abschnitt Bremse ist im Handbuch Deutsche Lokomotiven so 150 Seiten stark . Verdammt schwer, das in ein paar Zeilen zu bringen.
So , Hoffentlich verständlich -und jetzt gleich werd ich im Pufferküsserforum zerrissen, wie ich solch.... egal.
73 Hans


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#1046

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 12:50
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #1044
Das mit der Ausserkraftsetzung der Notbremse kann doch eigentlich nur funktionieren, wenn alle Hilfsluftbehälter an den Waggons entlüftet wurden und die Lok nicht an die Hauptluftleitung angeschlossen wurde. Dann konnte nur mit der Lok gebremst werden. Oder irre ich mich?

Jein. Man kann bei gewissen Systemen so bremsen, dass die Hilfsluftbehälter nicht genügend gefüllt werden. In der Praxis kommt das gelegentlich bei langen Talabfahrten mit langen Güterzügen, z. B. am Gotthard vor. Der Tf muss "Sägezahn fahren", er muss weit unter die Streckengeschwindigkeit herunterbremsen, damit er genügend lange die Bremsen lösen kann, bis die Hilfsbehälter der Waggons wieder aufgefüllt sind (da sind viele Behälter bei einem langen Güterzug. Fährt er immer gleich schnell und bremst bei Talfahrt demzufolge dauernd, riskiert er dass sich der Luftvorrat erschöpft.
http://www.sust.admin.ch/pdfs/BS//pdf/08090201_SB.pdf
Theo


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#1047

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 12:53
von Hans | 2.166 Beiträge

Ach -mal was freundliches....
Was ich an dem Film so lustig fand -neben der herrlichen Typisierung der vielen Pöööösen in dem Film, war die schön gemachte Darstellung des Umfeldes der Handlung ,na ja,wirklich mühe gegeben bei Kleinikeiten im "Umfeld". Hier z.B. der Bahnhofskiosk:
Q: Filmreklame
Fällts auf? Es sind nicht die Zigaretten.
73 Hans


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#1048

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 12:56
von Hans | 2.166 Beiträge

Echt gut die Erklärung von Theo Es geht also auch ohne Technik!
73 Hans


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#1049

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 12:59
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1047
Ach -mal was freundliches....
Was ich an dem Film so lustig fand -neben der herrlichen Typisierung der vielen Pöööösen in dem Film, war die schön gemachte Darstellung des Umfeldes der Handlung ,na ja,wirklich mühe gegeben bei Kleinikeiten im "Umfeld". Hier z.B. der Bahnhofskiosk:
Q: Filmreklame
Fällts auf? Es sind nicht die Zigaretten.
73 Hans


Ich vermute mal, die Zeitung ist ein Jahr zu früh dran - aber bei der schnelllebigen Zeit damals.....

Gruss

icke



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#1050

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 12:59
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1047
Ach -mal was freundliches....
Was ich an dem Film so lustig fand -neben der herrlichen Typisierung der vielen Pöööösen in dem Film, war die schön gemachte Darstellung des Umfeldes der Handlung ,na ja,wirklich mühe gegeben bei Kleinikeiten im "Umfeld". Hier z.B. der Bahnhofskiosk:
Q: Filmreklame
Fällts auf? Es sind nicht die Zigaretten.
73 Hans


Ich wollte Dir gern folgen, aber ich verstehe es nicht.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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zuletzt bearbeitet 19.01.2014 13:00 | nach oben springen

#1051

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 13:00
von schulzi | 1.760 Beiträge

nicht zu verkennen Du meinst die BZ mit 45 Jahre Sowjetmacht und nicht Casino und Jubilar


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#1052

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 13:03
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von schulzi im Beitrag #1051
nicht zu verkennen Du meinst die BZ mit 45 Jahre Sowjetmacht und nicht Casino und Jubilar


Eine herrlich Falle ! Das ist so etwas , mit dem man einen von draussen erkennen kann. Zum Spion in der DDR tauge ich also nicht.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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zuletzt bearbeitet 19.01.2014 13:03 | nach oben springen

#1053

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 13:06
von Hans | 2.166 Beiträge

Sry -Wie schon gesagt-von Icke- die Zeitung -
Das Ereigniss war ja 1961. und die Große Sozialistische Oktoberrevolution fand ja nun mal 1.im November und 2.1917 statt. War keine Sprachfalle.
Ja, in amerikanischen Filmen gibt es einen Job, der sich Gaffer nennt. Der scheint hier eingespart worden zu sein.
Trotzdem-gerade solche Szenen liebe ich - in allen Filmen übrigens.
73 Hans


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#1054

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 13:18
von eisenringtheo | 9.174 Beiträge

In jenen Tagen gab es wohl keine spektakulären Schlagzeilen, ausser der vom 8. November 1961, aber es war ja erst der 7. November. Ganz abgesehen, dass man die DDR Zeitungen ohne solide marxistisch-leninistische Grundschulung nicht lesen und verstehen kann: Denn "Fakt" ist nun mal (laut diesem Artikel), dass die BRD und Westberlin alles tun, um die deutsche Wiedervereinigung zu verhindern und nicht davor zurückschrecken ihr Ziele der deutschen Spaltung mit verbrecherischen Methoden zu erreichen versuchen:
http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse/
Berliner Zeitung 8. November 1961
Gemeiner Mordanschlag der Frontstadt-Clique / Gekaufte Verbrecher erstatteten über Polizeimelder Bericht: Westpresse war bestellt.
Berlin (ADN/BZ). Ein verbrecherischer Anschlag auf den Schnellzug Hamburg — Westberlin wurde in den Abendstunden des Dienstag verhindert. Der Zug sollte auf einen in Westberlin auf freier Strecke hal tenden Personenzug auffahren. Nur durch das mutige und beherzte Verhalten des Zugführers Richard Seidel und Reisender des Personenzuges konnten ein schweres Eisenbahnunglück verhindert und viele Menschenleben gerettet werden. Die gründlichen Untersuchungen haben ergeben, daß dieses Verbrechen von Westberlin aus bis ins einzelne geplant und vorbereitet worden war.
Zu seiner Ausführung bediente sich die Frontstadt-Clique zweier gekaufter Subjekte, des Lokführers Deterling, der 1958 illegal die DDR verlassen und sich längere Zeit in Westdeutschland aufgehalten hatte, und des Lokheizers L i c h y. Unter dem Vorwand, sich „bessere Streckenkenntnisse anzueignen, erschlichen sich Deterling und Lichy den Auftrag, die Lok des fahrplanmäßigen Personenzuges Oranienburg —Albrechtshof zu übernehmen. Sie überfuhren mit hoher Geschwindigkeit das auf Halt zeigende Ausfahrtsignal des Bahnhofes Albrechtshof sowie die kurz dahinter liegende Staatsgrenze der DDR, verließen den Zug einige hundert Meter hinter der Grenze und ließen ihn auf freier Strecke stehen. Zu dieser Stunde nahte auf demselben Gleis der Schnellzug Hamburg— Westberlin.
Der Zugführer Seidel, dem es trotz aller Bemühungen nicht gelungen war, den Zug zum Stehen zu bringen, da die Verbrecher die Bremsvorrichtungen zerstört hatten, sorgte mit Hilfe anderer Zuginsassen dafür, daß der Zug nach Albrechtshof zurückgefahren und der drohende Zusammenstoß mit dem Hamburger Schnellzug verhindert wurde. Mit ihm kamen die anderen Reisenden des Vorortzuges nach Albrechtshof zurück.
Daß das Verbrechen von Westberlin aus organisiert worden war, geht auch aus der Tatsache hervor, daß Deterling den Zug in der Nähe eines Polizeimelders zum Halten brachte und über den Melder Bericht erstattete, worauf sofort die schon wartenden Reporter der Frontstadtpresse auf der Bildfläche erschienen.
Die nach Albrechtshof zurückgekehrten Insassen des Zuges machten ihrer Empörung über diese verbrecherische Handlungsweise von Deterling, Lichy und ihren Westberliner Hintermännern Luft. Dieser Vorfall beweise, daß die Frontstadt-Clique selbst vor gemeinen Anschlägen auf das Leben friedlicher Bürger nicht zurückschreckt. Nachdem ständig Provokationen auf der Autobahn der DDR inszeniert wurden, versuche der Brandt-Senat nunmehr, mit neuen Gewaltakten auf der Eisenbahnstrecke Berlin— Hamburg Unruhe zu schaffen.
Die inszenierte Provokation hat erneut unterstrichen, wie notwendig und berechtigt alle Maßnahmen zur Sicherung der Staatsgrenze sind.
Beweise der Solidarität mit den in Westdeutschland eingekerkerten Patrioten sind die vielen Geschenke, die fast täglich bei Frau Dohmeyer und ihren Kindern in Roßlau eintreffen. Weil er für die gesamtdeutsche Verständigung eintrat, befindet sich Ernst Dohmeyer bereits 10 Monate in den Kerkern der Adenauer-Justiz.

Theo


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#1055

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 13:29
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi....
Ja, das ist der östliche Propagandateil dazu. Einen westlichen gab es auch. Eben 1961.
Natürlich hätte es keine Möglichkeit gegeben, den Interzonenzug da in einen Unfall zu verwickeln. Der kam ja sozusagen hinterher.(Na,ja-er kam dann nicht). Bei aller Achtung vor den Lokführerischen Qualitäten von H.Deterling- das Ding hatte aber tatsächlich Risiken, die sich nun mal aus der Art des Eisenbahnverkehrs ergeben. Diese hat er zweifelsfrei in Kauf genommen. und -eben "Nachträglich" :Es ist gut gegangen.
73 Hans
Noch ein Tip-für die Verständlichkeit : Die Zeitung ist ein Jahr zu Früh! (Mich hat jetzt einer gefragt -macht ja nischt.)


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
zuletzt bearbeitet 19.01.2014 13:33 | nach oben springen

#1056

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 14:42
von Hans | 2.166 Beiträge

Da wir jetzt ja in Albrechtshof gelandet sind, fehlt ja noch die Antwort auf die eigendliche Ausgangsfrage von Stringer : Kurze Aufenthalts-bzw. Kontrollzeit in Griebnitzsee.
Ich kann da nur vermuten-nicht aus eigener Anschauung- aber ich glaub, da es sich hier bei den Pasagieren des Zuges nicht um Reisende handelte, sondern um Eisenbahner-da ja Dienstpendel ,-wurden da keine Pässe und so was kontrolliert, sondern wohl die "üblichen grünen Karten" verwand.
Verfahren wohl wie auf Nordbahnhof u.ä.geschildert.Und so viele Eisenbahner fuhren da wohl auch nicht hin und her-dürfte also kein Problem gewesen sein.
73, Hans


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zuletzt bearbeitet 19.01.2014 14:56 | nach oben springen

#1057

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 14:58
von PKE | 149 Beiträge

Den sogenannten "Westteil" der GÜST Friedrichstraße kenne ich. Bei meiner Einarbeitung in den Arbeitsbereich Passkontrolle Potsdam konnte ich mich dort überall frei bewegen. Stand dabei auch auf den "Westteil" ohne jegliche Begleitung. War schon ein gewaltiges Vorhaben, aber sehr kompliziert, schwer zu sichern. Es war schon nicht normal, mitten in der Stadt so ein Vorhaben.


Lutze, Hans und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#1058

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 15:18
von furry | 3.576 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #1056

Verfahren wohl wie auf Nordbahnhof u.ä.geschildert.Und so viele Eisenbahner fuhren da wohl auch nicht hin und her-dürfte also kein Problem gewesen sein.
73, Hans


Sehr viel dürften es nicht gewesen sein. Laut Buchfahrplan Triebfahrzeug (Tfz) 172 = "Ferkeltaxe".


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#1059

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 20:44
von CAT | 351 Beiträge

Zum Thema gibt es das Buch " Achtung! Grabenmitte Grenze - Innerdeutsche Grenze und Berliner Mauer" von Florian Heimgärtner (ISBN 978-386944-063-7) Preis 14,95 €. Es werden auch die Bahnstrecken und die Bahnhöfe mit den Besonderheiten auf beiden Seiten beschrieben. Ich fand es sehr interessant.


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#1060

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.01.2014 20:56
von Major Tom | 854 Beiträge

Zitat von PKE im Beitrag #1057
Den sogenannten "Westteil" der GÜST Friedrichstraße kenne ich. Bei meiner Einarbeitung in den Arbeitsbereich Passkontrolle Potsdam konnte ich mich dort überall frei bewegen. Stand dabei auch auf den "Westteil" ohne jegliche Begleitung. War schon ein gewaltiges Vorhaben, aber sehr kompliziert, schwer zu sichern. Es war schon nicht normal, mitten in der Stadt so ein Vorhaben.




Da wuerde mich doch mal interessieren wie die Mitarbeiter der PKE Zutritt auf die jeweiligen Bahnsteige bekamen. Gab es dort spezielle Eingaenge fuer Mitarbeiter, musstet ihr Euch dort besonders ausweisen, gab es besondere Dienstausweise/Auftraege welche einen fuer den Dienst auf dem Westbahnsteig legitimierten, gab es spezielle Kontrollen? Und ganz allein dort bedeutete ja wohl auch dass man schon ein ganz ordentliches Stueck Vertrauen in den jeweiliegen Mitarbeiter hatte. Ich persoenlich habe eher selten Uniformtraeger dort gesehen, die hielten sich da eher ganz dezent im Einreisebereich oder auf diesem Laufgitter auf.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
http://www.costarica-forum.net
http://directorios-costarica.com
http://www.link-team.net
Pit 59, eisenringtheo, PKE und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.01.2014 20:58 | nach oben springen


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