#81

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2013 20:39
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #80
Nachweislich offiziell über dem Mindestumtausch bei der Einreise-Staatsbank getauscht konnte man evtl. zurücktauschen? Habe ich aber nie gemacht.


Das ist genau der Punkt, den die beiden Jungs zu erwähnen vergessen hatten - offiziell umgetauschtes Geld konntest Du natürlich wieder zurücktauschen.

Gruss

icke



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#82

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2013 20:44
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Ja es gab sogar ein Merkblatt
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/file/id/56425
http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/593852/page/2
Gemacht hat das vermutlich keiner, jedenfalls nicht, wer bei Bekannten getauscht hat...äh Bekannte beschenkt hat..
Theo


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#83

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2013 22:48
von passport | 2.629 Beiträge

Aus : By Michel Benedetti On August 16, 2011 · 4 Comments · In branding

Operative Psychologie

Von Hannover aus fuhr die Bahn bis zum Grenzübergang Helmstedt-Marienborn. Hier versahen sage und schreibe 1000 DDR-Grenzsoldaten, Zöllner, Stasimitarbeiter und Zivilangestellte ihren Dienst. Alle Abfertigungsgebäude wurden größer als nötig gebaut, um die Reisenden einzuschüchtern, die Stasi nannte das „Operative Psychologie“. Einschüchternd wirkte auch der Volkspolizist (Vopo), der die Türen der Coupés aufriss und mit sächsischen Akzent “Ausweise” oder “Pässe” schnarrte, ich weiss nicht mehr welches von beiden, aber mit solche einem Menschen wollte man keine Diskussionen führen


Der Schreiber erzählt nur nach was bei Führungen auf den ehemaligen Autobahn-Grenzübergang Marienborn/Autobahn erzählt wird.
Die Güst Marienborn/Eisenbahn war ein eigenständiger Grenzübergang mit eigener PKE/GZA

Auf dem Grenzbahnhof arbeiteten 1000 Personen ? Na, da hat er wohl falsch abgeschrieben.

Dieser Unsinn wird bei jeder Führung behauptet. Die Dienstgebäude waren nun mal Zweckbebäude, nicht schön aber praktisch. Sie hatten nur eine Aufgabe, den ständig ansteigenden Reiseverkehr zu bewältigen. Auf meinen Fachschulzeugnis der JHS Potsdam steht kein Fach mit der Bezeichnung "Operative Psychologie oder Operative Grenzpsychologie"

Ok, wer hier länger im Forum ist, weiß das kein Volkspolizist Grenzdokumente an einer Güst kontrollierte. Lustig wird es aber mit dem "sächsischen Akzent". Komisch das Reisende, egal aus welcher Himmelsrichtung sie in die DDR einreisten, behaupteten die Kontrolleure sprechen alle sächsisch
Ich habe 15 Jahre in Marienborn gedient, da gab es nicht eine einzigen Sachsen. Man muss nämlich wissen, das jeder Verwaltungsbezirk in der DDR die Mitarbeiter selber stellen musste
.

passport


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#84

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2013 22:53
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Der kam doch nur kurz als Tourist. Wenn Du jedes Wort von dem auf die Goldwaage legst, wirst Du immer kleine Fehler finden. Es sind halt dessen persönliche Eindrücke gewesen. Die PKE waren sowieso von der Stasi. Ob man sie nun für Grenztruppen oder Volkspolizisten hielt.

Erzähle hier mal von der Schweiz und lass es einen Schweizer zerlegen. Der findet auch Fehler, wenn er will.


zuletzt bearbeitet 20.08.2013 22:54 | nach oben springen

#85

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.08.2013 23:39
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #84
Der kam doch nur kurz als Tourist. Wenn Du jedes Wort von dem auf die Goldwaage legst, wirst Du immer kleine Fehler finden. Es sind halt dessen persönliche Eindrücke gewesen. Die PKE waren sowieso von der Stasi. Ob man sie nun für Grenztruppen oder Volkspolizisten hielt.

Erzähle hier mal von der Schweiz und lass es einen Schweizer zerlegen. Der findet auch Fehler, wenn er will.


Das Problem ist für mich ein anderes. Natürlich war das Prozedere bei der Einreise in die DDR oder im Transit ein anderes als zum Beispiel seinerzeit von der Bundesrepublik nach Holland, Dänemark oder Frankreich. Das war so, und das sollte man auch so darstellen.

Nur gibt es nach meinem Eindruck bei vielen, die darüber berichten, die Neigung zur Übertreibung - und das hat dann mit historisch korrekter Darstellung nichts mehr zu tun. Irgendwie warte ich, überspitzt gesprochen, auf einen Bericht darüber, dass man sich zwecks Entlausung an den Grenzübergängen nackt ausziehen musste, um nach dem Grenzübertritt sich irgendwelche Textilien aus dem Haufen zu greifen.

Ist das jetzt überspitzt? Im Moment würde ich sagen ja - aber wie sieht das in 3 Jahren aus???

Gruss

icke



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#86

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 08:39
von Vogtländer (gelöscht)
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Ja,die Darstellungen der Reisenden,weiter verklärt durch die Medien,das ist eine Sache,die nicht immer der Wahrheit entspricht.
Wir können nur Richtigstellen,in welcher Art,das kommt auf den Fall an.Von daher,Icke,bleib entspannt.Was anderes bleibt nicht übrig.
Und überspitzt nenne ich es nicht.Realistich ist wohl das besser passende Wort.


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#87

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 09:52
von Zaunkönig | 624 Beiträge

Einen schönen guten Morgen. Es ist ja etwas O.T. das Thema Kontrolle, aber ich habe mal an Bord der Eisenbahnfähre nach Gedser neben einigen Leuten gestanden, die sich über die Kontrolle auf der GÜST in Warnemünde unterhalten haben. Ein Vielfahrer sagte sinngemäß das die Kontrollen zwar scharf, aber korrekt sind. Ihm wurde jedesmal der Tagesgruß angeboten und die Papiere verlangt, das alles in gutem Deutsch und nicht unfreundlich.
Ach so, dort habe ich als Matrose gearbeitet. Jaja, als Matrose bei der Eisenbahn.
Peter, der Zaunkönig


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
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#88

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 10:03
von Gohrbi | 574 Beiträge

..war der U-Bahnhof "Stadtmitte" auch ein Geisterbahnhof....nee oder? Da sind wir mal
als "langhaarige Bombenleger" 71 drin gewesen....fuhr aber keine Bahn, der Bahnhof absolut leer.
Da offen, mußte er doch wohl in Betrieb gewesen sein?
Wir sind dann weiter zur Schützenstraße zur Mauer. Von da sind wir dann mit nem "Lada",
ohne Türklinken hinten, weitergefahren worden. Waren dann noch 2 Stunden bei netten
Uniformierten und wurden dann zum Zug gebracht.


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#89

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 10:21
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

"Stadtmitte" war bis 1961 Umsteigebahnhof.
http://www.berliner-untergrundbahn.de/mi.htm

Hier unter dem Fussboden war die Treppe zur Linie 6 (die ab 1961) im Transit durchfahren wurde.
Vorher und nach der Wende führte die Treppe in den sogenannten "Mäusetunnel

http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4usetunnel

Theo


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#90

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 11:32
von Wolle76 (gelöscht)
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Auf dem Zwischenpost des Mäusetunnels vor der Treppe zur U2 befand sich bis zur Sanierung 1990 auch noch Werbeplakate.

Zum einen für Toilettseife sowie eine Ausstellungsplakat "nato-Agenten ohne Chance- eine Ausstellung des Ministeriums für Staatssicherheit"


seaman, Harzwanderer und Hans haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#91

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 15:04
von Vogtländer (gelöscht)
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Der Bahnhof Stadtmitte war auf der heutigen U6 "Geisterbahnhof",auf der U2 Normalbahnhof.Der "Mäusetunnel" war von 61 bis mindestens Ende November 89 zugemauert.Danach,wie Wolle schon richtig schrieb,erstmal Sanierung des Tunnels.
Überhaupt,was da so alles noch an Plakaten dran war und rumlag auf den "Geisterbahnhöfen"-manch ein Wehrdienstleistender bzw. Trapo-Angehöriger wird sich im Nachhinein geärgert haben,Zeitgeschichte nicht "umgelagert" zu haben.Ich hätte mich jedenfalls geärgert,so wie ich mich ärgere,das ich damals nicht gleich mit der Fotoknipse losgezogen bin.Jugendliche Blödheit wird halt bestraft!


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#92

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 15:41
von Duck | 1.741 Beiträge

Mich würde mal interessieren ob es schon vor dem Mauerbau U-Bahnhöfe gab die Geisterbahnhöfe waren oder anders formuliert gab es U-Bahnhöfe die nach dem Krieg nicht mehr Betrieb genommen wurden?


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


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#93

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 16:02
von Vogtländer (gelöscht)
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Bin kein Experte,aber es gab da wohl ganze "Geisterstrecken",die vor/während Nazizeit gebaut (also Tunnelmäßig) wurden,aber nie in Betrieb genommen wurden.
Werd aber mal die Google-Tante bemühen.


Duck hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#94

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 16:21
von Svenni1980 | 672 Beiträge

Ich weiß wohl das am Innsbrucker Platz in Schöneberg Vorleistungen für eine U-Bahnstrecke gemacht wurden, die aber dann der Stadtautobahn zum Opfer fiel.

http://www.berliner-untergrund.de/Otzen1.htm


Weil die Klugen immer nachgeben regieren die Dummen die Welt!!

Affen die hoch hinaus wollen, entblößen Ihren ..... (Hintern)!!
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#95

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 16:34
von Vogtländer (gelöscht)
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Mal hier etwas zum Lesen:

http://www.stadtschnellbahn-berlin.de/ge...sbahn/index.php

oder

http://www.berliner-untergrundbahn.de

Bei letzterem dann links auf Blinde Tunnel gehen.


Svenni1980 und Duck haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#96

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 21.08.2013 19:52
von berlin3321 | 2.516 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #77
Ja klar. Aber wer dort mehr tauschen wollte, konnte das (dort) auch nur 1 zu 1 machen.
Ich hatte bei der Ausreise meistens Ostmark vom Mindestumtausch übrig und hab dafür mir ein Depotkonto bei der DDR-Staatsbank eingerichtet, das ich mir bei der Einreise immer zusätzlich abgehoben habe.Bei Mehrtagesfahrten durfte man dann davon tanken. Jedenfalls in der Provinz.


Rot: Hatte ich auch.
Lila: Ging auch im kleinen Grenzverkehr, auch wenn man nur am Nachmittag bis Abends blieb.

Zitat von icke46 im Beitrag #81
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #80
Nachweislich offiziell über dem Mindestumtausch bei der Einreise-Staatsbank getauscht konnte man evtl. zurücktauschen? Habe ich aber nie gemacht.


Das ist genau der Punkt, den die beiden Jungs zu erwähnen vergessen hatten - offiziell umgetauschtes Geld konntest Du natürlich wieder zurücktauschen.

Gruss

icke



Grün: So stimmt die Aussage nicht. In dem Link von Theo, Chronik der Mauer, heißt es: Das "Eintrittsgeld" (Zwangsumtausch) kann nicht zurück getauscht werden. Zurück getauscht werden kann nur das, was man über den Satz 25 DM hinaus bei einer offiziellen Stelle gewechselt hat und man auch die entsprechende Quittung/ den Nachweis hatte.

Mfg Berlin

Edit; Nachtrag


Dieser Beitrag ist eine Meinungsäußerung, nicht repräsentativ, im Sinne des Art. 5 des Grundgesetzes und durch diesen gedeckt !
Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 21.08.2013 20:02 | nach oben springen

#97

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.08.2013 13:34
von Grenzgänger (gelöscht)
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... sehr empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem U- Bahn Cabrio.
Habe ich selbst schon mitgemacht- verwirrend und höchst interessant dort unter der Erde..

http://www.bvg.de/index.php/de/3833/name/Tour+im+U-Bahn-Cabrio.html

Siggi
(dessen erster Link- Einfüge- Versuch gerade fehlgeschlagen ist... aber ihr kriegt das schon hin...)


zuletzt bearbeitet 22.08.2013 13:35 | nach oben springen

#98

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.08.2013 14:48
von Vogtländer (gelöscht)
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Eine Tour,welche ich auch noch gerne machen möchte.Vielleicht finden sich ja hier mehrere Mitglieder zu einer gemeinsamen Tour?


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#99

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.08.2013 14:49
von WernerHolt (gelöscht)
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nun @Svenni1980
bauvorleistungen gibt es genug .....siehe rathaus spandau (zusammenführung u2 und u7 )
auf der u 8 (dresdner str )
u- bahnhof jungfernheide und viele andere mehr

Unbenutzte Bahnhöfe und Tunnel

In Berlin gibt es bereits zahlreiche bauliche Vorleistungen für geplante U-Bahnlinien. Am Potsdamer Platz befindet sich der Rohbau eines U-Bahnhofs für eine künftige Linie von Charlottenburg nach Weißensee. Jedoch sind die Realisierungschancen sehr gering. Im U-Bahnhof finden im Zuge einer Zwischennutzung häufig Veranstaltungen statt.

Beim Bau der damaligen Linie D (heutige U8) wurde ein geplanter Bahnhof Oranienplatz (Dresdener Straße) errichtet. Lange Zeit wurde er vom Energieversorger Bewag als Schaltstelle genutzt. Die geradlinige Führung der U-Bahn-Strecke unter der Dresdener Straße wurde zu Gunsten eines Anschlusses zum damals bestehenden Kaufhaus Wertheim am Moritzplatz verworfen. Daraus erklärt sich heute noch die 90-Grad-Kurve zwischen den Bahnhöfen Moritzplatz und Kottbusser Tor. Das Tunnelstück unter der Dresdener Straße wurde damals teilweise nur eingleisig ausgeführt. Es ist heute in drei Teilstücke unterteilt, da zu DDR-Zeiten auch dieser Tunnel an der oberirdischen Grenzlinie mit einer Mauer verschlossen wurde. Eine weitere Betonwand trennt den Tunnel vom oben genannten Bahnhof Oranienplatz.

Für eine früher geplante, aber nach der Wende verworfene U-Bahnlinie U10 wurden an den U-Bahnhöfen Rathaus Steglitz, Schloßstraße, Walther-Schreiber-Platz, Innsbrucker Platz und Kleistpark Bahnhöfe oder Vorbauten fertiggestellt. Der Bahnhof Schloßstraße ist als Umsteigebahnhof mit übereinander liegenden Richtungsbahnsteigen angelegt worden. Auf der einen Seite führt die Linie U9 zum Rathaus Steglitz beziehungsweise zur Osloer Straße im Ortsteil Gesundbrunnen, allerdings verkehrt sie auf den eigentlich für die U10 gedachten Gleisen und nutzt am Endbahnhof Rathaus Steglitz den für die U10 gedachten Bahnsteig und die zugehörige Kehranlage. Die anderen Bahnsteige sind ungenutzt und können mitunter bei Besichtigungen besucht werden.

Am U-Bahnhof Jungfernheide ist ähnlich wie der unter der Schloßstraße ein doppelgeschossiger U-Bahnhof für die verlängerte U5 errichtet worden. Die ungenutzten Bahnsteigseiten sind mit Zäunen abgesperrt. Der bereits mit errichtete Tunnelstutzen in Richtung Flughafen Tegel wird als Feuerwehrübungsanlage genutzt.

Ein weiterer Tunnel, der einst die Linie U4 mit einer Werkstatt in der Otzenstraße (Schöneberg) verband, existiert noch zu einem Teil. Die Aufstellgleisanlage des Bahnhofs Innsbrucker Platz wurde beim Bau des Autobahntunnels Anfang der 1970er Jahre abgerissen. Der anschließende Tunnel, beginnend unter der Eisackstraße, ist noch auf etwa 270 Meter Länge begehbar und endet an der ehemaligen Ausfahrt zur Betriebswerkstatt der Schöneberger Linie in der Otzenstraße. Auf dem Gelände der ehemaligen Werkstatt befindet sich heute eine Schule.

Ein etwa 60 Meter langes Tunnelstück befindet sich unter der Kreuzung Masurenallee/Messedamm am Internationalen Congress Centrum (ICC). Es wurde zusammen mit der dortigen großen Fußgängerunterführung, direkt darunter gebaut und wird für eine über die langfristig bis zum U-Bahnhof Adenauerplatz geplanten U-Bahnlinie 10 verlängerten Verbindung[14] Uhlandstraße – Theodor-Heuss-Platz hinaus vorgehalten und währenddessen als Lager genutzt. Am U-Bahnhof Adenauerplatz selbst existiert bereits ein Bahnhofsrohbau für diese Linie, der beim Bau der U-Bahnlinie 7 und des dortigen Straßentunnels mit errichtet worden war.

Erst 1908 kam der Abzweig von der Deutschen Oper in Richtung Reichskanzlerplatz (heute: Theodor-Heuss-Platz) hinzu. Der Bahnhof war als Kopfbahnhof mit drei Bahnsteiggleisen großzügig konzipiert und strahlte Mondänität im damals modernen wilhelminischen Stil aus. Die alte Bahnhofsanlage fiel der Verlängerung der Linie U7 vom Fehrbelliner Platz zum Opfer. Dazu wurden die alten Bahnsteige komplett abgerissen und durch einen neuen Mittelbahnsteig – etwas weiter nördlich gelegen – ersetzt. Die alte Gleisverbindung blieb jedoch weitgehend erhalten, und so besteht am Bahnhof Richard-Wagner-Platz heute eine der beiden Verbindungen zwischen Klein- und Großprofilnetz der U-Bahn.

Am Bahnhof Rathaus Spandau wurden bei dessen Bau zwei Gleiströge und Bahnsteigkanten für die Einbindung einer verlängerten Linie U2 als Vorleistung errichtet.


http://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn_Berlin


Svenni1980 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 22.08.2013 14:50 | nach oben springen

#100

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 22.08.2013 14:51
von WernerHolt (gelöscht)
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Zitat von Vogtländer im Beitrag #98
Eine Tour,welche ich auch noch gerne machen möchte.Vielleicht finden sich ja hier mehrere Mitglieder zu einer gemeinsamen Tour?


kein thema ,obwohl ich das meiste kenne


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