#401

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 28.10.2013 22:27
von passport | 2.629 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #399
Die standen eben nicht zufällig als Transitgäste an der Grenze, sondern nur, weil die DDR sie extra eingeflogen hat.



Die Interflug hatte den geringsten Anteil an dieser Problematik.

"Interflug teilte allen betroffenen Fluggesellschaften mit, daß künftig nur jene Bürger aus Sri Lanka in Schönefeld passieren dürfen, die über gültige Einreisepapiere für die Bundesrepublik oder Durchreisevisa verfügen. Die anderen, so die DDR-Gesellschaft, dürften gar nicht erst das Flugzeug verlassen."

Hauptsächlich betroffen vom Transit-Stopp ist die
Sowjet-Fluggesellschaft Aeroflot, die bislang 70
Prozent der asiatischen One-way-Passagiere gegen
Devisen beförderte (Interflug-Anteil: 17 Prozent).

Alles im richtigen Kontext lesen !

passport


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#402

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 29.10.2013 10:21
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte……
Als ich den „Auslöser“ der jetzigen Diskussion schrieb, wollte ich ja so ein klein wenig auf die praktischen Schwierigkeiten des –in diesem Falle-Polizisten vor Ort eingehen. Eigentlich ist das ja auch gelungen. Das Thema hätte auch lauten können: Auswirkungen des Politischen Status von WB auf den Bahnhof Friedrichstraße. Aber hätte es dann jemanden interessiert? Mit Widerspruch hatte ich durchaus gerechnet- und da wir nun mal einen total unterschiedlichen Lebensweg haben- das „Idealbeispiel“ sind da wohl Hotte und ich,-haben wir auch absolut unterschiedliche Standpunkte, die sich eben aus dieser Situation ergeben. Auseinanderhalten muss man da wohl das Wissen von damals und das Wissen von heute. ( Zeitungswissen mal ausgeklammert-das Trügt zu oft.)Das praktische Erleben von Situationen prägt den Menschen eben, aber man sollte es auch immer „Einordnen“. Beispiel?—Mein „Linkes Ei“ –Jürgen, mit dem ich über lange Zeit ein (sehr gutes) Gespann auf dem Funkwagen war, bezeichnete sich immer als „wohlgenährtes Luftbrückenkind“ -na ja, er war 1,90 und hatte so 110 Kg. War für mich aber einfach unverständlich- Schutzmächte? Dankbarkeit und so? (Ich hätt jetzt auch schreiben können: Zu oft gegen die Mauer gerannt?) Für mich waren es weder Schutzmächte noch –die andere Seite-Freunde, sondern Besatzer – die ja schließlich die Oberhoheit über Berlin besaßen. Komischerweise bezeichnen sich die „Schutzmächte wie die Freunde“ in ihren eigenen Dokumenten nicht als solche, sondern eben als Besatzer. Hat ne Weile gedauert, bis wir beide wussten, wie der jeweils andere das meint, aber wie schon gesagt-wir waren ein gutes Gespann-geworden! Und damit wären wir wieder beim Thema : Die lieben Alliierte übten also die Oberhoheit aus , versäumten aber gern und oft, einheitliche Regeln zu schaffen, interessierten sich aber nur dann für die Belange der „Deutschen überhaupt“ , wenn sie ihre eigenen Interessen irgendwie gefährdet sahen. Aus dieser Lage entstand ja schließlich die Grenze-Nichtgrenze-Demarkationslinie usw. Malade, in der aus der Sicht des jeweiligen Deutschen Staates oder eben Nichtstates immer Jeder Recht hatte. Bei allen Diskusionen über dieses Thema sollte man das nie vergessen, auch wenn es noch so viel Spaß macht, auf den „Alten Feind“ einzudreschen.(Ja-geht mir manchmal auch so.) So: Und außerdem gab es, was Transit angeht, einen ganzen Sack voll internationaler Abkommen, Regeln, Vorschriften und und und – die auch einzuhalten waren. Anschlußvisa fällt mir da ein – ist aber schwer zu machen, wenn der andere halt keine Grenze…..Womit wir wieder am Ausgangspunkt währen.
73 Hans


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#403

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 01.11.2013 20:16
von diefenbaker | 584 Beiträge

Hallo Hans,

dass es der östlichen Seite eine heimliche Freude war, Armutsflüchtlinge nach Westberlin zu schaufeln und dabei mit Verweis auf die auch vom Westen zu verantwortenden Regelungen, die das nicht verhindern konnten, eine Unschuldsmine aufzusetzen, dürft unbestritten sein. Hätte ich vielleicht auch gemacht, um meinen ungeliebten Nachbarn zu ärgern.

Das Thema Besatzer oder Schutzmacht ist allerdings eine andere Geschichte. Spätestens mit der Berlinblockade und der Luftbrücke ist ein Bild verfestigt worden, dass die Auslieferung der Westsektoren an die sowjetischen Besatzer nur durch die westlichen Besatzer verhindert werden kann.
Der Besatzerstatus auch der Westalliierten war immer unstrittig, wurde im täglichen Leben allerdings durch den Schutzgedanken überlagert, weil kaum einer die Amis (& Co) gegen die Russen eingetauscht haben wollte.

Ich fühlte mich von den westlichen Besatzern in Westberlin vor dem "Osten" geschützt (Schutzmacht) und hätte Westberlin ohne zu zögern verlassen, wenn Amis & Co abgezogen wären.

Wolfgang



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#404

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 01.11.2013 21:19
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi ,Wolfgang
So ist das und der (angesprochene) Kollege von mir hat das mit Schutzmacht sicher genauso gemeint wie Du. Worauf ich hinaus will, ist das gegenseitige Verstehen, wie der jeweils andere das meint. Es ist Dir doch sicher auch aufgefallen, das viele Begriffe einfach total anders besetzt waren.
Daher mein--- ein gutes Team geworden.Durch miteinander Reden,Arbeiten,auch miteinander durch Sch....situationen gehen. Nur so funktionierts.
Übrigens- heimliche Freude usw. -Ich bestreite keineswegs, das sich die beiden deutschen Seiten liebend gern Knüppel zwischen die Beine gesteckt haben- übrigens die eine nahm da der anderen wohl nichts, aber Freude---ne , das war in dem Fall wohl eher so, wie Theo es dargestellt hat. (in #382) Edit-eingefügt.
Aber -Du kannst dich ja trösten-es ist Geschichte und Du mußtest nicht in die Lüneburger Heide auswandern. (Witz aus) Ansonsten-es kommen noch ein paar Themen mit "Ungeliebten Nachbarn" auf uns zu. Ich würde da auch Wert auf Deine Meinung legen.
Bis neulich
73 Hans


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zuletzt bearbeitet 01.11.2013 21:45 | nach oben springen

#405

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 01.11.2013 21:21
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #403
Hallo Hans,

dass es der östlichen Seite eine heimliche Freude war, Armutsflüchtlinge nach Westberlin zu schaufeln und dabei mit Verweis auf die auch vom Westen zu verantwortenden Regelungen, die das nicht verhindern konnten, eine Unschuldsmine aufzusetzen, dürft unbestritten sein. Hätte ich vielleicht auch gemacht, um meinen ungeliebten Nachbarn zu ärgern.
(...).

Wolfgang


Hauptziel war nicht, den Westen zu ärgern, sondern die eigene Position durchzusetzen, dass WB eine selbstständige politische Einheit sei und nicht von der Bundesrepublik Deutschland regiert werden dürfe. Man hoffte, dass WB unter der Last der Flüchtlingswelle, Visabestimmungen erlassen würde (mit dem Einverständnis der BRD), etwas, das ein Privileg selbständiger Staaten ist.
Theo


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#406

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 02.11.2013 04:55
von diefenbaker | 584 Beiträge

Theo, Du hast natürlich im Kern recht, ich habe mich zu allgemein ausgedrückt.

Für ein Zugeständnis z.B. in Form einer Visaregelung, das quasi die Selbständigkeit der politischen Einheit Westberlins beweist und damit die Nicht-Zugehörigkeit zur Bundesrepublik, hätte die DDR den Asylstrom sicher schnell unterbrochen. Aber ich kann mir nicht recht vorstellen, dass irgend jemand wirklich geglaubt hat, der wirtschaftliche Druck würde zu dem gewünschten Ergebnis führen.

Wolfgang



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#407

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.11.2013 10:41
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte……
Eigentlich sind wir hier ja in den Tiefen der Berliner U- und S-Bahn, aber der Bahnhof Fri. spielte doch die Hauptrolle. Zu Recht, er gehört eben dazu. Also mal wieder zu den Geistern und der Geschichte und den Geschichten, die sich so „Drum herum ranken“. Da ich Geschichten bevorzuge, an denen ich selbst in irgendeiner Weise beteiligt war, versuch ich mal , einen erfolgreichen 213 auf der U-Bahn zu schildern, um das „Verhältnis“ Trapo-GV darzustellen .
Also -- Ein Fall von Professionellen Respekt.
Wer einen unabhängigen Bericht haben möchte ----Auf den U-Bahn-Seiten --- ist er zu finden. Man suche Flucht mit der U-Bahn und Dieter W.
Dieter W. war Signalmechaniker bei der BVB, ein ruhiger, recht umgänglicher Mensch mit, wie man so sagt, goldenen Händen. Zu allen möglichen Zeiten kam eben Dieter, wenn`s mal an der Signalanlage Klemmte. Auch am 08.03.80 kam Dieter W. mal wieder nach Jannowitzbrücke um, laut Vormeldung-eine Signalstörung zu beseitigen. So gegen 22.30 ging er vom Stellwerk aus in den Tunnel und ---ward nicht mehr gesehen----von der Trapo jedenfalls. Natürlich, wie das bemerkt wurde—später, viel später ,war er erstens schon in West-Berlin und zweitens das Theater groß-Kennt ja (fast)jeder.
Währ aber halb so wild gewesen, wenn er nicht auch noch seinen Cousin, dessen Frau und deren Kind „Mitgenommen“ hätte. In eine U-Bahn einsteigen ist ja nicht so schwer. Wie hat er das gemacht? Dieter W. hatte eine Lücke gefunden, nicht zum durchkriechen oder so,-sondern im „Sicherungssystem“ . Der Bahnhof Jb –seine Strecke jedenfalls, ist nämlich durch den sogenannten Waisentunnel mit der U-Bahn-Linie A – Klosterstraße, verbunden. Unmittelbar vor dem Tunnel zwischen Jb und der H. Heine –Straße befindet sich eine sogenannte Wehrkammer mit einem Flutschott, ein massives Falltor, welches –natürlich-geschlossen war. Hoch drehen (elektrisch)-war nicht. Er brachte also seine Leute vom Bhf. Klosterstraße durch diesen Tunnel bis zu diesem Schott, und über eine Notleiter in den „Zwischenraum“ über diesem Schott, sozusagen in die erste von 3 Etagen. Dort war aber dann Schluss, weiter ging’s nicht. Also musste er Zurück-alleine- und eben auf dem Bahnhof Jannowitz Signale reparieren. Sozusagen von der „Westseite“ aus öffnete Dieter W. also die Schützabdeckung- er brach sie auf, hebelte eine recht massive Tür auf , und holte seine Familie mit einer Leiter in den Raum über dem Schott, sozusagen nach ganz oben. Von dort aus ging’s dann in den Tunnel, mittels Signal eine U-Bahn anhalten ist ja für einen „Signaler“ kein Problem, und…weg waren sie. Ausführlich dazu eben U-Bahn-Seiten, verschiedene Zeitungsberichte u.s.w. Auch in der Ausstellung im Nordbahnhof zu bewundern-samt Bild von Dieter. (http://www.berliner-zeitung.de/archiv) nicht ganz korrekt, die Darstellung, aber lesenswert.
Nun bleibt natürlich die Frage: Hans: gepennt wa? Nein. Also, ich war auf dem Nachbarbahnhof (Alex) und nur soweit involviert, dass ich den ganzen Laden nach Beginn des üblichen Theaters machen durfte. Und gepennt hat Keiner. Dieter W. hat sein Wissen über Betriebsabläufe einfach ganz konkret eingesetzt, eine Schwachstelle entdeckt, und ausgenutzt.(U-Bahn-Seite dazu: http://www.berliner-verkehrsseiten.de) dann Strecken, Metro im Transit-Grenzverletzungen-
Anderes Beispiel: Nicht unterirdisch und quasi nur zur Verdeutlichung: Einsatz: Person unter Spreebrücke-im Brückenwirrwarr- Am Bahnhof Friedrichstraße. Eine männliche Person klettert also in die Brückenstreben unter dem Viadukt, Trapo auf einer Seite, die Stadtförsrerei auf der anderen. Die GT oben. Keiner möchte so richtig hinterher-Zustand der Brücke bedenken. Plötzlich- lautes Rufen des verm. GV : Wo bin ich? Antwort von einer Seite-Ich war`s nicht- Im Westen, du Idiot—Was macht er- er springt ins Wasser. Zollboot fischt ihn raus- die waren auch da,na fischen ist übertrieben, er kletterte fast selbst, die Spree-Güst ist ja gleich nebenan.
Warum das Beispiel: Dieter W. rief bei seinem Abgang bei der Trapo einen sozusagen „Professionellen Respekt“ hervor. Wohlgemerkt-Damals schon ! Der andere nicht.
Soviel zum Thema GV , Respekt, und so weiter. Übrigens: Allen anderen Gerüchten zum Trotz, auf den Geisterbahnhöfen war Dieter W. der einzige „Abgang“ während meiner Zeit. Und die in der Presse genannten Schlussfolgerungen sind auch nicht richtig. Macht aber nichts.
73 Hans
Edit: Versuch, den Link zu reparieren. Noch ein Edit: wg. Verständlichkeit: Der Bahnhof Fri. lag rd. 1500 m auf DDR-Gebiet.


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zuletzt bearbeitet 12.11.2013 17:35 | nach oben springen

#408

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.11.2013 11:40
von Zkom IV | 320 Beiträge

@ eisenringtheo # 400

So ganz stimmt das nicht. Rein politisch gesehen gab es natürlich keine "Staatsgrenze" zwischen der Ostzone und Berlin (West), sondern nur eine Demarkationslinie.
Trotzdem wurde an den Kontrollstellen auf Westberliner Seite auch Paßkontrollen vorgenommen, besonders an den Übergängen, wo Reisende aus Drittländern (z.B. aus Polen oder der damaligen CSSR) das erstemal deutsches Zollgebiet betraten. Das war bei Einreisen via Flughafen Schönefeld/GKSt Wassmannsdorfer Chausse der Fall. Ebenso wie bei PKW Reisen z.B. aus Österreich über die CSSR nach Berlin (West). Da haben wir in Dreilinden eine ganz "normale" Zoll und Ausweiskontrolle durchgeführt.
Einreisen dieser Art über den Bhf. Friedrichstraße waren eigentlich nicht kontrollierbar. Man konnte ja schlecht jeden U-Bahn und S-Bahnzug "durcharbeiten".
Die hier tätige "Mobile Zollkontrolle" konnte da nur sporadisch tätig werden.

Gruß Frank



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#409

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.11.2013 11:41
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen , Gemeinde……
Eigentlich hatte ich ja bei meinem „Respekt-Beitrag“ auf etwas Widerspruch spekuliert, zumindest bei den „Schlusssätzen“. Kam aber (bisher) nicht.
Also nehmen wir mal das Gegenteil: Kein Respekt.
Zum Zwecke der Einlesens : http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ei...0,10244016.html
Da versucht also einer, eine S-Bahn zu Kapern. Schönes Wort. Da fallen einen doch sofort etliche, überaus edle Filmgestalten usw. ein.
Wie sah die Sache denn, von der anderen Seite aus betrachtet aus? Da dringt also einer mit einer Schusswaffe –ok-Luftbüchse-aber wusste das jemand, wusste das die Triebfahrzeugführerin – in den Führerstand der S-Bahn ein und will die Kutscherin zwingen, nach Westberlin zu fahren.
Und als der Bock dann zum stehen kommt, zielt er auf die zwei Grenzposten. Toll.
Weiterer Ablauf wie in der Zeitung-zumindest im Prinzip.
In dem hier auch schon besprochenen Buch „Bahnhof der Tränen“ von P.Springer ist der Fall auch beschrieben, mit ähnlichen Aussagen. Ein „Stückchen“ sozusagen als Zitat:Q: Ph. Springer:Der Bahnhof der Tränen.
Mal ganz von 213 abgesehen, für mich stellt sich diese Tat als Geiselnahme (nicht nur der Triebfahrzeugführerin-der Zug war voll!), Angriff auf das Verkehrswesen bzw. den Eisenbahnverkehr und –ach da fallen mir noch sehr viele §§ ein, die Liste würde sehr lang.
Wie sah der Ablauf aus meiner Sicht aus? –Nein, ich gehörte nicht zu dem Antiterrorkommando, die Trapo hatte lediglich die Aufgabe die Reisenden aus dem Zug zu bringen und natürlich auch vom Bstg. Selbstverständlich war das dann in den Augen einiger (jetziger) Journalisten nur eine Maßnahme zur Verschleierung, komisch- ich dachte immer, das wir versucht haben, die Menschen aus dem Gefahrenbereich zu holen. Also-aus meiner Kenntnis: Der Täter befahl der TFZ-Führerin „Jetzt gibst Du Vollgas und dann fasst Du nichts mehr an, sonst knallt’s“ –Das ganze ca. 200 m vor der Einfahrt. Genau das hat Simona dann gemacht. Sie hob die Hände. Folge davon war, dass die Sifa kam, d.h. der Zug wurde zwangsgebremst. So kam es, das der Zug nur mit zweieinhalb Wagen über das Signal, sozusagen am Bahnsteigende, fuhr, die Bernauer Fahrsperre am Signal hatte mit dem Zwangshalt nichts mehr zu tun.
Von dem tollen Wissen des 213ers schweig ich mal lieber, da kämen nur abwertende Sachen raus.
Übrigens-es gibt noch ein paar –abweichende-Berichte im Net, aber ich Spars mir.
Und jetzt sage mir mal einer, woher da „Respekt“ kommen soll? Hatte ich damals nicht und hab ich heute auch nicht.
73 Hans


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#410

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 16.11.2013 21:02
von eisenringtheo | 9.165 Beiträge

Zu schnell fahren darf der Zug nicht, sonst fährt er glatt in Westberlin durch und man ist schon wieder in der DDR, so klein wie WB auf dieser Karte ist

http://www.berliner-verkehr.de/snetze.htm
Theo


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#411

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 17.11.2013 12:01
von Hans | 2.166 Beiträge

Malzeit, Gemeinde......

Hi, Theo- Das ist ja wohl der 1988 Nahverkehrsplan von S-Bahn und BVB-also der letzte "öffentliche"-es gab noch einen Nachfolger, der aber (m.M.nach) nie ausgehangen war. Über den waren, als er rauskam, eine Menge Bemekungen und Witzchen im Umlauf, Etwa wie: Erst ham se WB weggelassen(im "Vorherigen" war das ganze Umland nicht drauf) und jetzt machen ses Klein. Es gibt ja nichts, was der Berliner nicht madig macht-warum nicht auch Nahverkehrspläne. Nach Meinung von P.Bartolemäs, der "Gebrauchsgrafiker" der das Ding erfunden hat, war die "Zielstellung" allerdings eher "Es muß das drauf, was durch die beiden Verkehrsunternehmen befahren wird, und es muß zu sehen sein. Hat er mal im Museum bei der "Kaffee-Runde" losgelassen.Übrigens-den "letzten" Plan such ich noch.
73 Hans


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#412

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2013 17:26
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Komme als kein Eisenbahner noch mal zur Friedrichstr. Vielleicht ist es von Hilfe
Sucht mal
Teltower Kreisblatt
1882 Juni Fahrkartenpreise
Vossische Zeitung
1923, 30,1, Nordbahn usw.
Ansichtskarten
ans.versand
3191220
2987228
3275748 ca 1914
3191218 vor 05
4854616 06
3633941 08
3633942 08
4661108 nach 05
5003579 ca 10
4974825 60
3445994 63
3427729 1902

Viel Spaß!


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#413

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2013 19:16
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend Gemeinde...... Hi, Thomas
Danke für die Tips. Nehm ich doch immer gern zur Kenntnis. ( Na-nicht nur ich, es gibt noch welche....)
Und : so "Halbprivat " Moritzschule"?????

73 Hans


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zuletzt bearbeitet 19.11.2013 19:17 | nach oben springen

#414

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2013 19:53
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Hans,
tut mir leid, ich bin kein Berliner.
Bin in Eisenach aufgewachsen
Kenne die Schule nicht.
Lindner gibt es in jede Stadt
Thomas


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#415

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2013 19:55
von Hans | 2.166 Beiträge

Danke. Bin doch Heimatvertriebener Thüringer !
73 Hans


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#416

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 19.11.2013 20:03
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Woher?
Was war die Mor.schule?


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#417

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.11.2013 15:37
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

Ich stelle grad fest das Im Reichsbahnfahrplan Sommer 1981 auch dei 3 Westlinien drin stehen.

Berlin/Frohnau-Lichtenrade; Lichterfelde Süd-Berlin/Heiligensee sowie Wannsee-Friedrichstraße


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#418

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.11.2013 15:59
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Wolfram.....
In " Geschichte und Geschichten rund um die Berliner S-Bahn" findest Du über dieses Thema im Abschnitt 2.Berliner S-Bahn-Streik eine ganze Menge Infos- Auch die entsprechenden Kursbuchseiten (152 aufwärts ) sind da wiedergegeben.
Ansonsten- selbstverständlich steht die S-Bahn im DR-Kursbuch-wo sonst ? Aber das ist ja sowieso klar.Auch bis wann usw.
Vielleicht kannste was davon gebrauchen.
73 Hans


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#419

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.11.2013 16:13
von Wolle76 (gelöscht)
avatar

Es macht schon Sinn das sie drin steht, sie gehörte ja der Reichsbahn. Die andere Seite ist aber, man tut alles um die Linien aus dem gedächtnis verschwinden zu lassen, dann zeigt man u.a. dem DDR Bürger S-Bahn Linien die er eh nicht nutzen kann.


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#420

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 20.11.2013 16:26
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi, Wolle..
Das ist die Stelle, wo m.M. nach eben sehr viel "hineininterpretiert" wird. Nimm einfach die C-Linie- alle Eingänge deutlich zu sehen. NS-S-Bahn: sogar auf dem Stadtplan-zwar ohne Bhf.- aber eben drauf. Mit der Ausnahme D-Linie -Ap und eben ULU waren alle Bhf . eben zu sehen.-Klar- U-Bahn stand ,seit etwa 65 nicht mehr dran.
Bei manchen "Tunnelgeschichten" muß es eben "Geheimnissvoll "sein.Verkauft sich besser.
73 Hans


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