#3201

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.07.2015 23:11
von diefenbaker | 585 Beiträge

Tur mir leid, wenn ich jetzt die technische Diskussion etwas unterbreche.

Bei den Bildern kam mir wieder in Erinnerung, wie wir uns hier in diesem Thread darüber ausgetauscht haben, dass ein Grenzdurchbruch mit der Ost S-Bahn von Friedrichstraße Bahnsteig C, Gleis 5 und 6 alleine von der Gleisführung her nicht möglich gewesen wäre.

Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, das wir auf die diesbezüglichen Möglichkeiten oder Nicht-Möglichkeiten der Fernbahngleise näher eingegangen wären. Gab es da eine Sicherheitsweiche, die standardmäßig auf einen Prellbock gerichtet war oder ein anderes KO-Kriterium, an dem ein Fluchtversuch gescheitert wäre? Eine Stromabschaltung jedenfalls würde bei Dampf-oder Dieselantrieb nichts bringen.
Was war der wichtigste Grund dafür, dass man mit einem Fernzug nicht direkt von Ostbahnhof bis Zoo weiterfahren konnte, zumindest, wenn man sich bis zur Einfahrt in Friedrichstraße unauffällig und vorschriftsmäßig verhalten hätte.

Gruss Wolfgang



Einmannbetrieb hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3202

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.07.2015 00:44
von StabsfeldKoenig | 2.648 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #3201
Tur mir leid, wenn ich jetzt die technische Diskussion etwas unterbreche.

Bei den Bildern kam mir wieder in Erinnerung, wie wir uns hier in diesem Thread darüber ausgetauscht haben, dass ein Grenzdurchbruch mit der Ost S-Bahn von Friedrichstraße Bahnsteig C, Gleis 5 und 6 alleine von der Gleisführung her nicht möglich gewesen wäre.

Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, das wir auf die diesbezüglichen Möglichkeiten oder Nicht-Möglichkeiten der Fernbahngleise näher eingegangen wären. Gab es da eine Sicherheitsweiche, die standardmäßig auf einen Prellbock gerichtet war oder ein anderes KO-Kriterium, an dem ein Fluchtversuch gescheitert wäre? Eine Stromabschaltung jedenfalls würde bei Dampf-oder Dieselantrieb nichts bringen.
Was war der wichtigste Grund dafür, dass man mit einem Fernzug nicht direkt von Ostbahnhof bis Zoo weiterfahren konnte, zumindest, wenn man sich bis zur Einfahrt in Friedrichstraße unauffällig und vorschriftsmäßig verhalten hätte.

Gruss Wolfgang


Im Ostkopf gab es in beiden Streckengleisen eine Gleissperre, im Westkopf Schutzweichen.



Hans und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#3203

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.07.2015 09:30
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,….
Erst mal „Danke“ an Mike, Einmannbetrieb für das Einstellen der Links. Die sind gut und zeigen eben die „Umbauentwicklung“ auf Fri in einer Zeit, wo alles recht schnell und „drunter und drüber“ ging. Man kam zum Teil gar nicht mit dem Dokumentieren hinterher, so schnell ging das.
Zu Stringer`s Frage – SV – Signale – Wie schon gesagt, der NS-S-Bahn-Tunnel war als letzte Strecke mit diesem System in Betrieb. (Eine Doku darüber –Signallage samt Zeit des Einsatzes ist vorhanden, aber eigentlich nur für absolute Freaks von Interesse.) Ein kleiner Teil davon, einige Signale usw. ist auch im S-Bahn Museum zu bewundern. Vielleicht ist dort irgendwann auch das Stellwerk ULU zu bewundern,- na Teile davon.
Sicherung der Ferngleise gegen Durchfahrt. Es gibt einige Beiträge zum Thema hier. Extern müsste man zum Beispiel mal bei Einmannbetrieb auf die Webseite. (Link u.a. in 3196) Dort sind auch ein paar Gleispläne samt Sicherung eingestellt. Wenn man ein wenig stöbert, findet man auch eine Bildserie über das Stellwerk Fri W, samt Gleisbild.
Bleiben die Hunde am Ost und West Kopf des Bhf. und die Schutzweichen. Schutzweichen ist einfach, es gab nur eine, die Doppelkreuzungsweiche 20/21 am West Kopf. ( Seit etwa 1964) Es war einfach nicht mehr Platz auf dem Viadukt. Einen Prellbock –Gleisabschluss gab es dort nicht. Im eingestellten Plan: Weiche 20/21 zwischen den Hunden.
Bei den Gleissperren ist es komplizierter. Die Frage heißt: Wann waren wo wie viele Gleissperren. Plan dazu, Zeit etwa 1985, zu sehen sind vier Gleissperren am West Kopf. Zwei wirken in Fahrtrichtung Osten, zwei in Fahrtrichtung Westen. Zu diesem Zeitpunkt gab es am Ost Kopf keine Gleissperren. (In den Tiefen des Threads sind auch Bilder davon.) Überhaupt – in der „Fachpresse“ geistern die tollsten Zeichnungen von Anzahl und Lage der Gleissperren rum, von 2 O/ 1 W bis
4 O/4 W und andere , tolle Feststellungen. Na bitte, wer meint. Das Thema ist auch schon „durch genudelt“. Mehrere Beiträge vorhanden. Ein Plan –Ausschnitt- der stimmt (Q. EBay) Leider nicht sehr scharf.


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#3204

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.07.2015 13:13
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Kann man nicht mal das ganze Thema nach Bahnhöfen usw. sortieren?
tho


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#3205

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.07.2015 14:32
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Zitat von thomas 48 im Beitrag #3204
Kann man nicht mal das ganze Thema nach Bahnhöfen usw. sortieren?
tho



.. wer will sich da die Arbeit machen.. wenns überhaupt geht (automatisch)..


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


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#3206

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.07.2015 19:23
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Thomas &Thomas .

So etwa bei Beitrag 2400 hab ich das mit dem Sortieren mal ausprobiert.
Leider ist da ein unerwartetes Problem aufgetaucht. Da fast alle Beiträge hier aus Rede und Gegenrede bestehen, entstellt man durch solch Vorgehen mehrmals den Sinn der Beiträge oder das Ganze erscheint unlogisch.
Teilweise Schade, aber ohne "Um-Redigieren" ganzer Beiträge nicht so einfach machbar.
73, Hans


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#3207

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 07.07.2015 13:23
von thomas 48 | 3.569 Beiträge

Mal als Nichtberliner was überlegt.
Ihr wollt alles über die Bahnhöfe usw. von Berlin erforschen.
Jeder von euch nimmt 2 Strecken mit 5 - 10 Bahnhöfe.
Alles notieren
Beim Bahnhof a gibt es 20 Meldungen
bei d nur 2 Meldungen
Warum wird immer wieder alles über den Bahnhof von Hans getippt, ist doch schon zig mal alles erforscht,
Jetzt kann man die Bahnhöfe d usw. untersuchen
tho


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#3208

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 07.07.2015 14:07
von icke46 | 2.593 Beiträge

Das könnte man so machen, wie Du es vorschlägst - wenn man in diesem Thread über alle Bahnhöfe in Berlin diskutieren würde.
Nur geht es hier ja um die Geisterbahnhöfe, ergänzt um den Bahnhof Friedrichstraße als Grenzbahnhof.

Mit anderen Worten: Es geht, wenn ich richtig rechne, um 7 S-Bahnhöfe, bei den U-Bahnhöfen bin ich nicht so ganz auf der Höhe, es dürfte sich aber um eine ähnliche Zahl handeln. Sagen wir alles in allem 15-20 Bahnhöfe, da macht so eine Sortierung irgendwie keinen rechten Sinn.

Abgesehen davon kommt auch das Argument von Hans dazu, dass sich die Beiträge teilweise überschneiden, so dass man, um den Sinn der einzelnen Beiträge zu erhalten, sie teilweise mehrmals kopieren müsste.

Sinn hätte es gemacht, wie es ziemlich weit vorn vorgeschlagen wurde, einen eigenen Forenbereich "Geisterbahnhöfe" einzurichten, in dem dann jeweils einzelne Themen "Friedrichstraße", "Nordbahnhof" etc. eröffnet wurden. Leider war die Administration seinerzeit auf diesem Ohr blind.

Gruss

icke



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#3209

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.07.2015 09:49
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Bevor hier jetzt alles nachträglich aufgeteilt wird, ich hoffe es bleibt zusammen, mal wieder was zum Bahnhof Friedrichstraße:

Es ist die DDR-Reisegeschichte eines Marines-Soldaten, der auf Urlaub in Schweden versehentlich eine Bahnkarte nach Frankfurt/Oder statt nach Frankfurt/Main kaufte und mit mehr Glück als Verstand noch aus der Nummer rauskam, obwohl er lange nicht verstand, wo das Problem lag:

Ist allerdings auf englisch:
http://usmlm.us/lance-corporal-montague/

Mit Google übersetzt:

Zitat
Von Oberst Lawrence G. Kelley USMC (Ret.), NavRep 1983-1986
Lance Coporal Chevron
An einem bewölkten Morgen im Frühjahr 1984 erhielt ich einen unerwarteten Anruf von der Naval Berater der Stadtkommandant: Könnte ich kommen, um sein Büro, um eine etwas ungewöhnliche Angelegenheit zu besprechen? Der Anruf meine Neugier geweckt, denn auch als Senior Meeres in Berlin, einem Barren bekannt tongue-in-cheek als CINCMarForSpree, hatte ich Kontakt mit ihm selten. Eine Viertelstunde später trat ich in seinem Büro in der Tonverbindung.

In der Ecke zwei Armeeoffiziere Spionageabwehr saß an einem Tisch gegenüber bescheidenen und ziemlich schäbig junge Mann in einer schwarzen Windjacke. Der ungläubige Blicke auf den Sergeanten Gesichter, ihre gelegentlichen Lachsalven und Körpersprache angegeben betäubt ungläubig auf die Geschichte, die sie hörten. Von Zeit zu Zeit sie keuchte auf seine Geschichte. Der junge Mann war ein Marine, Lance Corporal Montague, und ich würde ihn nie vergessen.

Der Hintergrund zu dieser Szene war prosaisch genug. Im Gefolge der sowjetischen militärischen Aufbau in den 1970er Jahren, das Marine Corps hatte taskings zur Stärkung der nördlichen und südlichen Flanken der NATO im Zusammenhang erhielten, und Lance Corporal Montague war ein Mitglied einer Meereswasser Einheit von Camp Lejeune, der für eine Übung eingesetzt hatte in Nord-Norwegen. Wenn die Übung abgeschlossen, forderte er und erhielt Urlaub in Europa für den Zeitraum, während amphibische Versand der MAUs gedämpft zurück nach North Carolina. Lance Corporal Montagues Familie hatte entfernte Verwandte in Frankreich, so flog er La Grande République, sie zu besuchen. Aber pastorale Leben seiner entfernten Cousins ​​wuchs bald langweilig für diese Festlade 19-Jährige, dessen Französisch war bestenfalls rudimentär, und er beschloss, "Adieu!" In das Land seiner Vorfahren und den Kopf auf, wo, dachte er: die eigentliche Handlung war - Schweden!

Kurvig schwedischen Blondinen haben, in der Tat verbessern Lance Corporal Montague Moral sprunghaft, aber alle guten Dinge müssen schließlich am Ende, und er erkannte bald, dass die Zeit gekommen war, für ihn, für CONUS darzulegen. Seine Finanzen ist, sagen wir mal, dünn, geplant unser Held auf eine platz verfügbaren Flug von Rhein-Main AB an die Ostküste stehen. Also runter trabte er zum Stockholm Bahnhof zum Transport nach Frankfurt buchen ... nicht erkennt jedoch, dass Deutschland hatte zwei Frankfurts, oder dass die Sowjetgarnisonsstadt an der Oder lag deutlich näher als die westdeutschen Finanzmetropole am Main! Und so kam es, dass die schwedische Eisenbahn Ticket-Agent verkauft ihm einen kombinierten Schienen- und Fähre Ticket in die nähere der beiden.

Völlig ahnungslos über die Geographie und blind gegenüber der internationalen Zwischenfall, dass er kurz vor dem was war, bestieg Lance Corporal Montague den Zug und ging zur Punkten Süden. Während auf dem Weg zum Fährhafen, schlug er die Bekanntschaft eines schwedischen Geschäftsmann, der ihn durch verschiedene Pforten auf der Strecke shepherded. Gemeinsam haben sie an Bord der Ostseefähre in Trelleborg und sechs Stunden später Haupthafen der DDR, Rostock erreicht.

Das Staunen auf dem Gesicht von der DDR-Grenzbeamten, denen dieser bescheidenen jungen Mann in seinem Zweiten Marine Division Windjacke (voll mit Stars gespickte Pfeilspitze Emblem durch die Inschrift flankiert "Folge mir nach!") Präsentiert sein Ticket, US-Militär-ID-Karte, NATO und Reiseaufträge gewesen sein muss ein Anblick! Doch offenbar dem Schluss, dass kein Geheimdienst überall so dreiste Provokation zu montieren würden verkaufte die verblüfft DDR-ler Lance Corporal Montague einen DDR Transitvisum und schickte ihn auf seine fröhliche Art und Weise. Seine Reichsbahn-Routing für die Reise von der Ostseeküste nach Ost-Berlin, dann nach Osten in Frankfurt / Oder genannt.

Während auf dem Weg nach Berlin - Überquerung Sperrgebiet nach dem Sperrgebiet, natürlich - Lance Corporal Montague unterzog sich mehreren Dokumentenprüfungen. Letztlich ein Leiter erkannte die Situation für das, was es war, schluckte schwer, und befahl ihm, nicht zu seinem Abteil zu verlassen. Bei Erreichen der Hauptstadt der DDR, den Leiter mit seinen Vorgesetzten verliehen, dann führte Montague auf die Friedrichstraße U-Bahn Station, wo er das Visum beschlagnahmt und sagte ihm, an Bord der S-Bahn, steigen Sie an der ersten Haltestelle, und nie, nie Rückkehr ! Verwirrt, aber gestört, grübelte Lance Corporal Montague Diese Anweisung für ein paar Minuten, aber schnell wurde zornig. "Ich zahlte gutes Geld für das Visum, und sie ist nicht kein Recht habe, es zu nehmen," später sagte er zu den CI Vernehmungsbeamten. So lief er wieder auf die Plattform, um seine "gestohlen" Versandschein zurückfordern! Ostdeutsche Eisenbahnpersonal rang ihn zu Boden, zog ihn zurück in die U-Bahn-Wagen, schloß die Tür und bewachte ihn, bis die S-Bahn ging nach West-Berlin. Ein paar Minuten später, entrindet ein verwirrter, aber immer noch wütend junge Gefreite am Berliner Hauptbahnhof und betrachtete seine neue Umgebung. Dort wird die Polizei, kein Zweifel, fragen sich, wie in Gottes Namen dieser Charakter war es gelungen, aus Ost-Berlin entstehen, angeschärfte ihn und schleppten ihn in der Tonverbindung.

Als die Berliner Brigade geschockt CI Personal hatten ihre Nachbesprechung abgeschlossen, die Naval Advisor zurückverwiesen Lance Corporal Montague meiner Haft, aber bevor wir das Büro verließ, fragte ich Montague, ob er die DDR-Personal, die ihn behandelt hatte identifizieren konnte. "Nee, Sir", sagte er, "ich weiß nicht, wer sie waren, aber morgen kann ich Ihnen sagen." Hmmm. Mit einer gewissen Beklommenheit, fragte ich "Und warum ist das so?" "Nun, Sir", sagte er, "am Bahnhof, und niemand sah, nahm ich ihre Bilder, und sobald der Film entwickelt ..."

Während unseres kurzen Spaziergang zurück zum Föhrenweg versuchte ich, klar, Lance Corporal Montague das Ausmaß der möglicherweise katastrophalen Aktionen, die er irgendwie nur ungestraft finessed machen. Admin Absperrkennung Aufträge für ihn und reserviert einen One-Way-Ticket über die Pflicht für Train derselben Nacht - und er verbrachte den Nachmittag mit meiner Frau zu Hause. Ich sie angewiesen hatte, ihn zu füttern, bis er konnte nicht mehr essen, aber nicht beschränkt auf, um ihn aus den Augen auch nur einen Augenblick zu lassen! An diesem Abend hielt ich Lance Corporal Montague auf die RTO in Lichterfelde-West, sicherer Kontrolle ihm jeden Schritt des Weges. Erst als der Zug aus dem Blickfeld verschwunden war, mit der Einnahme dieses tapferen jungen Meeres in Richtung Frankfurt / Main, habe ich einen Seufzer der Erleichterung.

Am nächsten Morgen zusammen einen Brief an Montagues CO, Abenteuer der Gefreite die beschreiben, der Vorfall, dass er fast ausgefallen war, und das unheimliche Glück, dass, während ganz unverdienten, hatte ihn sein Weg begleitet. Hätte der Ostdeutschen

gewählt, so zu tun, könnten sie leicht arrangiert für ihn zu verschwinden, um nie wieder zu sehen, und niemand würde klüger gewesen wäre. (Wer könnte seinen Aufenthaltsort möglicherweise gedacht? Sollte er in Frankreich!) Aber, natürlich, in diesem Fall werden sie auch hätte um ihn kümmern, und vielleicht erschreckende Aussicht vorgesehen Abschreckung genug.

In jedem Fall abgeschlossen meinen Brief mit dem Satz: "Was ist aus dieser Episode klar ist, dass Gott sieht nicht nur für Betrunkene und Kinder, aber für Lance Corporal Montague als gut."


diefenbaker hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.07.2015 09:53 | nach oben springen

#3210

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.07.2015 19:59
von diefenbaker | 585 Beiträge

Die Übersetzung ist ziemlich schräg.
Bereits vor einiger Zeit habe ich den Originaltext gelesen.
Ich gehe mal davon aus, dass der Sachverhalt so stimmt.
Erstaunlich für mich, wer da auf der Ostseite die Kompetenz und die Souveränität hatte, den Fall auf dem kurzen Dienstweg zu regeln.

Gruss Wolfgang



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#3211

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.07.2015 08:34
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Zitat von diefenbaker im Beitrag #3210
Die Übersetzung ist ziemlich schräg.
Bereits vor einiger Zeit habe ich den Originaltext gelesen.
Ich gehe mal davon aus, dass der Sachverhalt so stimmt.
Erstaunlich für mich, wer da auf der Ostseite die Kompetenz und die Souveränität hatte, den Fall auf dem kurzen Dienstweg zu regeln.

Gruss Wolfgang

Vielleicht wurde der junge Mann schon an der Einreise-Güst "Chefsache" des MfS und man wollte die Zeit bis Berlin nutzen, um ihn zu überprüfen.
Theo


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#3212

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.07.2015 08:52
von GrafKrolock | 75 Beiträge

Na eben, kann ja auch ganz "sinnvoll" sein, ihn erstmal durchzulassen. Immerhin wäre es auch möglich gewesen, dass er bewusst einreist, als Überläufer etwa. Vermutlich hat man bis Berlin erkannt, dass er wirklich einem Versehen aufgesessen ist.
Mich verwundert allerdings was anderes, was mich fragen lässt, ob das nicht Seemannsgarn ist: Auch in Schweden war hinreichend bekannt, dass Ziele wie Frankfurt/Oder für gewöhnlich nicht gerade auf dem Reisezettel amerikanischer Touristen, Geschäftsleute oder gar Soldaten stehen. D.h. normalerweise hätte das Schalterpersonal dreimal nachgefragt, ob das so richtig ist und vermutlich auch auf die Einreisebestimmungen aufmerksam gemacht, statt einfach so die Fahrkarte rauszurücken, weil das Ziel "näher" ist. Frankfurt/Main war hingegen damals schon internationale Finanzmetropole, die "normalerweise" angesteuert wurde, wenn irgendwo auf der Welt diese Stadt als Ziel hatte.
Insofern.... Ich weiß ja nicht.


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#3213

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.07.2015 10:39
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,....
Fern ab jeder Spekulation:
Die Geschichte mit dem Marine stimmt, zumindest was den Teil Friedrichstraße angeht. Von der üblichen Verwirrung S-Bahn, U-Bahn ,Eisenbahnpersonal mal abgesehen. Beim prinzipiellen Ablauf würde ich mich Theo anschließen, ich denk mal, dass die Geschichte in etwa so gelaufen ist, wie Theo vermutet. Beweisen kann man das natürlich nicht.
Das von der Schwedischen Staatsbahn Fahrkarten für FFO statt FFM verkauft wurden, ist allerdings öfters vorgekommen. Ich durfte mich da mal um einen Südamerikaner kümmern, der auf die gleiche, tolle Reise geschickt wurde. War nicht ganz so einfach.....
Hans


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#3214

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.08.2015 20:09
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Tag in das heisse, so sagte man mir, Deutschland,

Da die Deutsche Bundesbahn heute nicht mehr so gut ist wie früher einmal, hatte ich plötzlich viel Zeit und las eine eigenartige Publikation ohne Quellenangabe und ich musste an eine frühe Serie von «Mission impossible» denken - dort wurde die D.D.R. sehr unrealistisch dargestellt...


Behling Klaus. Eik Jan: Tod bei der Fahne. Fälle aus MfS, Polizei und NVA: Verschlußakte DDR: Unsere Buchempfehlungen für Sie (Berlin):2012

Unter dem Titel « Mit der Geisterbahn nach West-Berlin » erzählen diese Autoren eine Geschichte, welche die Haare von Hans hochstehen lassen sollte:
« Dass der Mitarbeiter der US-Mission bislang peinlich verschwiegene Verwandtschaft im Osten hat, muss unbedingt geheim bleiben. Deshalb greift die KGB-Einsatztruppe zu einem rüden Mittel, um sich der Leiche der Frau zu entledigen: Die Tote wird eines Nachts einfach in eine der im Transit unter Ost-Berlin verkehrenden West-U-Bahnen gesetzt.
Dazu reicht ein kurzer Stopp irgendwo zwischen Jannowitzbrücke und Rosenthaler Platz in Ost-Berlin. Die Grenzer sind vorsorglich für ein paar Minuten abgezogen und die West-Züge fahren ohnehin im Schritttempo durch die unbeleuchteten und verdreckten Geisterbahnhöfe im Osten.
Im Westen soll man die Tote finden und denken, sie sei während eines Besuches bei ihrem Sohn in West-Berlin verschieden.
So läuft es wohl auch und ohne das Ende des Kalten Krieges wäre Frau Springers letzte Reise ewig geheim geblieben.
Da das KGB die Rückkehr der Toten aus der »Hauptstadt der DDR« per Geisterbahn aber nicht ohne die Mithilfe der Stasi bewerkstelligen konnte, fand sich dort nach dem Ableben der DDR auch jemand, der die Räuberpistole den bundesdeutschen Behörden erzählte. » (pp. 15 - 16)

Ich habe mir nun vorgestellt wie der U-Bahnfahrer (West) stillschweigend seinen Zug anhielt, seine Klientel ebenso stillschweigend (wie die drei Affen) erlebten, wie mehrere Grobiane, ich denke an die Bande von Gestapo-Leuten in der russischen Filmserie «Seventeen Moments of Spring», welche auf einem Flugplatz den General Wolf erwartet und dann von einem sehr schneidigen Schellenberg ausgebootet werden ..., eine tote Frau in den Zug heben, sie auf eine Bank setzen und dann wieder verschwinden.... Und «Bild» schweigt höflich!

Aber die Ferien im Sommer sind immer gut für skurrile Geschichten... nur leiden dann unsere Wälder darunter...

Stringer49

(Hervorhebung von Stringer49)


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#3215

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.08.2015 20:27
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Und wie löst man das Problem fachgerecht? Möchtegern-Spionagekrimiautoren sollen sich keine Zurückhaltung auferlegen...
Theo


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#3216

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.08.2015 20:35
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #3215
Und wie löst man das Problem fachgerecht? Möchtegern-Spionagekrimiautoren sollen sich keine Zurückhaltung auferlegen...
Theo



... oder Dilettanten aller Staaten vereinigt Euch.
Stringer49


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#3217

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.08.2015 21:04
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Egon Olson würde jetzt sagen: Wir brauchen: Einen Rollstuhl, einen schwarzen Hut mit Schleier, eine Sonnenbrille, ein Blindenarmband, eine Krankenschwester (mit starkem Parfüm: Verwesungsgeruch überdecken!), eine Tafel Toblerone, eine Zigarettenschachtel Marlboro, eine Bild-Zeitung vom Vortag, eine Flasche Scotch Whiskey der Marke Ballantines und das wichtigste: eine Tüte Taubenfutter.
Hat man das alles organisiert, geht eine Schleusung mit der S-Bahn problemlos und endet auf der Parkbank in der Nähe der Wohnung des Sohnes, die BIldzeitung über dem Gesicht und das Taubenfutter in der Hand und die eine Kippe "Marlboro" im Mundwinkel
Theo
Keine Angst: Ich werde nicht Schriftsteller
Theo


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#3218

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.08.2015 21:12
von diefenbaker | 585 Beiträge

Als Mitautor wurde ein gewisser Behling, Klaus erwähnt.
Der ist mir nicht in bester Erinnerung mit seinem Werk "Spione in Uniform" zum Thema MVM.

Gruss Wolfgang



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#3219

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 07.08.2015 20:09
von Fritze | 3.474 Beiträge

@eisenringtheo Sauber Theo ! Ich würde es "Die Olsenbande fliegt über das Gleisdreieck " nennen !

MfG Fritze


"Das kann doch überhaupt nur jemand nicht wissen ,der entweder vollkommen ahnungslos ist ,oder ,oder jemand der also bösartig ist !"

"If you get up and walk away, leave the past behind, go ahead and take a ride ,no telling what you find ! "
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#3220

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 07.08.2015 21:29
von eisenringtheo | 9.177 Beiträge

Wir brauchen....


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