#3041

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.03.2015 11:41
von Barbara (gelöscht)
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Was für ein Turm?? Und nochmal richtig blöd (das letzte Mal, versprochen!) gefragt: Jede Art von Ausreise (außer Agenten und Diplomaten) am Bhf Friedrichstraße - egal wer ausreiste - fand grundsätzlich über den TP statt?


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#3042

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.03.2015 14:35
von icke46 | 2.593 Beiträge

Ich denke mal, mit dem Turm meint Hans den Abfertigungsturm der S-Bahn, ziemlich in der Mitte des Bahnsteigs gelegen.

Und die Ausreise über den Bahnhof Friedrichstraße erfolgte meines Wissens nur durch den Tränenpalast, vorausgesetzt natürlich, man war auch über Friedrichstraße eingereist. Bei einer Einreise über andere innerstädtische Grenzübergänge erfolgte auch die Ausreise dort.

Gruss

icke



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#3043

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.03.2015 17:36
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,....
Stimmt so, Icke. Ich meinte den Abfertigungsturm fast in der Mitte des Bahnsteiges C. Diesen :
(Q: Der Bahnhof Fri... vor der umfassenden Reko... - Broschüre; Ausschnitt.)
Nun , Barbara, sehen konntest Du diesen Aufsichtsturm - und sein "Brüderchen auf Bstg.B" nicht, weil diese bei der Rekonstruktion des Bhf. abgerissen wurden.(Es gibt einen "Neuen")
Geschichte dazu : Bis 1951 war es für die Aufsichten auf dem damaligen S-Bahnsteig C schwer, die Züge "ordentlich abzufertigen, erstens weil der Bahnsteig so "vollgestellt" war, zweitens, weil der Bahnsteig in einer Kurve verläuft. Man konnte damals nie den ganzen Zug sehen. Als die Reichsbahn 1949 -1951 den Bahnhof Fri. renovierte -die Kriegsschäden beseitigte, entschloss man sich, eine erhöhte "Abfertigungseinrichtung" zu errichten. Heraus kam das : ( Q: Bundesarchiv)
Ein Turm. (Hier mit der gefragten Treppe!) Diese -oder solche Einrichtung setzte sich durch, war sinnvoll. 1955 kam das "Brüderchen" auf Bstg. B dazu, als der Bstg. B auch zum S-Bahnsteig wurde. Der Aufsichtsturm auf Bstg.C. des Bahnhofes Friedrichstraße war also " die Urmutter" der Aufsichtstürme.
Besonders mag ich folgende Darstellung - hier der Turm auf Bstg. B auf dem Titelblatt des Fahrplanes von 1961.
(Q. Fahrplan S-Bahn Sommer 1961, Reprint,)
Sieht gut aus , oder ?
73, Hans


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#3044

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.03.2015 18:33
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Ja der Aussichtsturm

Die Kontrolle verdarb manchem Schieber das Geschäft
aus: Hartmut Mehls, Ellen Mehl, 13. August, Illustrierte Historische Hefte, Nr. 17
http://www.dreizehnter-august.de/ihh-17/start.htm
...und niemand, der die Schweinerei entsorgt..
Theo


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#3045

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.03.2015 20:32
von icke46 | 2.593 Beiträge

Der auf der von Theo eingestellten Zeichnung dargestellte Turm muss aber ein anderer sein - das Ding ähnelt ja eher dem Turm einer alten Ritterburg, mit dem kleinen Fenster ganz oben.

Weiss jemand was das ist? Ich kann mich zumindest aus meiner Zeit nicht an so einen erinnern, der, wenn man der Zecihnung trauen darf, ja fast am Ende der Bahnhofshalle stand.

Gruss

icke



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#3046

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 12.03.2015 21:34
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Das ist eine (politische) Karikatur; die sind immer sehr einfach gehalten; sie soll die Ausplünderung der DDR durch den Westen infolge des "Schwindelkurses" DM-West/DM-Ost illustrieren. Weitere offizielle Gründe für den Bau der Mauer waren die Unterbindung der Spionagetätigkeit, der Diversanten, des Terrorismus und der Abwerbung von DDR Fachkräften. Mit der Sicherung der Grenze konnten dem üblen Treiben der BRD und der aggressivsten Kreise des US-Monopolkapitalismus wirkungsvoll Einhalt geboten werden. Ein Krieg konnte abgewendet und der Frieden dauerhaft gesichert werden.
(Ob es ohne Mauer Krieg gegeben hätte? Das kann niemand so genau wissen...)
Theo


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#3047

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 07:31
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,......
Ihr werdet lachen, Leute, aber die Zeichnung ist fast "fotogenau". Was ihr bei der Karrikatur als Aufsichtsturm anseht, ist der Fahrstuhlschacht am Ende des Bahnsteiges C. Dieser: Q: Ausschnitt (TP)
Der stand tatsächlich an dieser Stelle. Na ja, ein wenig kleiner ist er schon...... Die Reste" des Treppenabgangs sind auch zu sehen.
73, Hans


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#3048

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 08:29
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #3046
Das ist eine (politische) Karikatur; die sind immer sehr einfach gehalten; sie soll die Ausplünderung der DDR durch den Westen infolge des "Schwindelkurses" DM-West/DM-Ost illustrieren. Weitere offizielle Gründe für den Bau der Mauer waren die Unterbindung der Spionagetätigkeit, der Diversanten, des Terrorismus und der Abwerbung von DDR Fachkräften. Mit der Sicherung der Grenze konnten dem üblen Treiben der BRD und der aggressivsten Kreise des US-Monopolkapitalismus wirkungsvoll Einhalt geboten werden. Ein Krieg konnte abgewendet und der Frieden dauerhaft gesichert werden.
(Ob es ohne Mauer Krieg gegeben hätte? Das kann niemand so genau wissen...)
Theo


Das Makabre an der Sache ist, dass genau diese Schiebergeschäfte, wofür der kleine Mann verteufelt und schwer bestraft wurde, staatlicherseits damals zur Beschaffung von geheimen Geld- und Devisenreserven genutzt wurden. Aus der Riege der Wirtschaftskriminellen im Nachkriegsdeutschland wurden von den Vorläufern des MfS (z.B. DVdI/LKD Berlin/K5 (Kommissariat 5, politische Polizei) unter Hans Fruck) Personen dazu gewonnen, mit Schwarzmarkt-, Schieber- und Devisengeschäften über die Zonengrenzen hinweg Geld zu "erwirtschaften" und verschiedenste Güter für die verschiedensten ostdeutschen und sowjetischen Dienststellen zu beschaffen. Bekannteste davon waren Herschel Libermenn alias Michael Wischniewski mit seinem "Handelsring Libermenn", Friedrich Gerlach mit seiner Firme "F.C. Gerlach" oder Simon Goldenberg, der später mit seiner Fa. "G. Simon Industrievertretungen" einer der Hauptfiguren des DDR-Embargohandels wurde. Später entwickelte sich daraus der Bereich Kommerzielle Koordinierung. Dieses "Wirtschaften" jenseits von allen Gesetzen wurde damals mit den einfachen und platten Begründungen legitimiert: "Wenn zwei das Selbe tun, ist es noch lange nicht das Gleiche!" oder "Der Zweck heiligt die Mittel!"

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 13.03.2015 08:46 | nach oben springen

#3049

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 08:52
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Mit diesen Karikaturen hat man an das schlechte Gewissen der Bürger appelliert, denn wirksame Massnahmen zur Grenzsicherung waren der DDR wegen Chruschtschows "Deutschlandplänen" bis 1961 verwehrt. Genutzt haben die Appelle wohl nichts:

Erst nachdem man in Moskau zum Schluss gekommen war, dass man die Amis auch mit dem Angebot eines "deutschen Friedensvertrages" nicht aus Europa wegkriegen konnte, gab man grünes Licht für den Mauerbau.
Theo


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#3050

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 10:15
von Kalubke | 2.293 Beiträge

Günter Ganßauge war doch der, der damals als Hauptmann die Abriegelung des Brandenburger Tores mit Kampfgruppen und Wasserwerfern befohlen hat, nachdem sich auf Westberliner Seite eine größere Ansammlung von protestierenden Leuten gebildet hat. Dort sind die berühmten Fotos der aus Kampfgruppenmitgliedern gebildeten Absperrkette entstanden. Später war er Ost und Leiter Bereich Kaderwerbung/Kaderermittlung der HA KuSch.

Gruß Kalubke



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#3051

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 10:19
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,.....
....womit wir (wieder Mal) bei der Berlin als vier-Sektoren-Stadt-Maläse angekommen sind.
Beachten muss man, aus heutiger Sicht, allerdings, dass die Gesamtpropaganda der damaligen Zeit keineswegs eine einseitige Sache war. Beide Seiten nahmen sich da wohl gar nichts. Allerdings ist es wohl "Mode" ,heute nur ein Seite zu beleuchten. Das halte ich zumindest für irreführend.
Beispiel : politisches Plakat : (Q: polit. Plakate im Kalten Krieg, Berlin 1945-1961 )
Und wenn man jetzt "Googelt" kommt doch tatsächlich - phu- pööööses DDR -Propaganda-Produkt raus. Schlimm, nicht ? Da kaufen doch die Westberliner Herr Schimpf und Frau Schande im Osten die Läden leer. Pfui !
Ja - aber :
( Q: Grenz und Geisterbahnhöfe...,Sälter/Schaller) Ich hätts ja auch abschreiben können, den Text.....
Hm, Sch...e. War nichts.
Wie schon gesagt -beide Seiten - und sie nahmen sich nichts.
Die "Grundfrage" - konnte eine vier-Sektoren-Stadt unter den damaligen Bedingungen - Zwei Währungen, Besatzungsstatut, Kalter Krieg,- na und so weiter- eigentlich reibungslos funktionieren, darf man da wohl nicht vergessen.
Die Antwort- ihhhh -die pööööse Ostzone ist an allen Schuld, ist schlichtweg falsch. Sollte man nicht vergessen. Auch wenn`s gegen den Mainstream ist.
73, Hans


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#3052

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 10:37
von Hans | 2.166 Beiträge

Noch ne Bemerkung zu Hauptmann Gansauge.
Er hat zweifelsohne am 13.08.61 den Abschnitt rund ums Brandenburger Tor kommandiert, aber die Absperrung befohlen...... Sicher nicht. Dafür war ein Hauptmann wohl etwas zu klein. Kann man übrigens bei etlichen Dokus nachlesen. Z.B. hier :
Sondersendung Grote 14.08.1961, Absperrung Brandenburger Tor:

(Um 14.29 Uhr wurde im Berliner Rundfunk live eine neue Mitteilung des Ministerrats der DDR verlesen. Das SED-Politbüro hatte am Vormittag beschlossen, den Grenzübergang am Brandenburger Tor ab 14.00 Uhr „vorübergehend“ zu schließen. Begründet wurde diese Maßnahme mit Provokationen der Westseite:)
„Aufgrund der andauernden Provokationen am Brandenburger Tor, insbesondere wegen der am Montag in den Mittagsstunden durch Vertreter des West-Berliner Senats und der Bonner Regierung durchgeführten Hetzdemonstration sowie der unverantwortlichen Aufforderungen der Sender ‚Freies Berlin‘ und des ‚RIAS‘, gewaltsam die Grenze am Brandenburger Tor zu verletzen und andere gefährliche Provokationen vorzubereiten, sieht sich der Minister des Innern veranlasst, den Übergang am Brandenburger Tor ab 14. August 1961, 14 Uhr vorübergehend zu schließen.“
Wer möchte , kann sich das ganze natürlich bei anderen ,heutigen Anbietern, bestätigen lassen.
Also - viele Nummern weiter oben, bitte.
O.K. das war O.T. , aber der Bhf. ULU ist zumindest darunter.
73, Hans


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#3053

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 10:56
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von Kalubke im Beitrag #3050
Günter Ganßauge war doch der, der damals als Hauptmann die Abriegelung des Brandenburger Tores mit Kampfgruppen und Wasserwerfern befohlen hat, nachdem sich auf Westberliner Seite eine größere Ansammlung von protestierenden Leuten gebildet hat. Dort sind die berühmten Fotos der aus Kampfgruppenmitgliedern gebildeten Absperrkette entstanden. Später war er Ost und Leiter Bereich Kaderwerbung/Kaderermittlung der HA KuSch.

Gruß Kalubke

Genau. Das war die Propagandaveranstaltung am 14. August 1961, da war er Hauptmann bei der Volkspolizei: Das Brandenburger Tor wurde am 13. August 1961 noch nicht geschlossen, das war für den 14. August geplant, mit frühzeitiger Ankündigung am Morgen des 14. August, damit westliches Radio und Fernsehen dabei war und umfassend in den Hauptnachrichten des 14. Augustes berichtet wurde. Das Brandenburger Tor war nämlich auch ein Schwerpunkt der damaligen Propaganda. Es wurde immer behauptet, dass die Bundeswehr mit klingendem Spiel da durch wolle...

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:B...nburger_Tor.jpg
Theo


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#3054

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 11:03
von Barbara (gelöscht)
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krasses Bild...


#3043 Ja Hans, sieht gut aus. Ich mag sowieso Zeichnungen, sie sagen mit ihrer ganz eigenen Ästhetik auch etwas über eine Zeit aus.

Kannst du mal sehen, wie nachhaltig doch unsere Exkursion unter deiner Führung war, dass ich mal gleich über den oben zitierten Turm gestolpert bin :-) Jetzt muss ich noch hinterherfragen: ankommend von einem anderen Bahnhof in O-Berlin auf diesem Bahnsteig Friedrichstraße musste man zwangsläufig am Turm den vergitterten Treppenabgang nehmen um zur Ausreise zu gelangen, es gab keine andere Möglichkeit, richtig?
.


zuletzt bearbeitet 13.03.2015 11:06 | nach oben springen

#3055

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 11:13
von Lutze | 8.029 Beiträge

dann war eine Straßenbahnschiene die Trennungslinie
zwischen Ost-und Westberlin vor dem Brandenburger Tor,
somit muß es ja auch jede Menge Geisterhaltestellen
gegeben haben
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
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#3056

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 11:17
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #3051
Morgen, Gemeinde,.....
....womit wir (wieder Mal) bei der Berlin als vier-Sektoren-Stadt-Maläse angekommen sind.
Beachten muss man, aus heutiger Sicht, allerdings, dass die Gesamtpropaganda der damaligen Zeit keineswegs eine einseitige Sache war. Beide Seiten nahmen sich da wohl gar nichts. Allerdings ist es wohl "Mode" ,heute nur ein Seite zu beleuchten.
[...]
73, Hans




Guten Tag,

es gibt natürlich auch einen strukturellen Fehler in der Konstruktion der marxistisch-leninistischen Ideologie: Das Konzept beruht auf einer Zielvorstellung, welche Stück um Stück als Realität deklariert wird. Das ist, und da kann ich @Hans nur zustimmen, das Resultat des Kampfes mit dem Kapitalismus. Er funktionierte damals wie eine sehr gut geölte Maschine und er bot den Menschen an, was in der D.D.R. nur als Zielvorstellung existierte. Auch gab es repressive Massnahmen in der D.D.R., welche (die Theorie des Klassenkampfes und des proletarischen Staates liess den Herrschenden keine andere Möglichkeit) das Votum des Volkes und die demokratische Idee ad absurdum führten.

Ein gefüllter Magen und eine soziale Sicherheit lassen Raum für andere Aspirationen - z. B. die Freiheit zu denken und zu sagen, was man möchte; die Freiheit zu gehen und zu kommen und die Freiheit sein Leben selbst zu bestimmen.

Naiv sei es zu glauben, im Westen habe man das nicht gesehen. So haben wir noch «Gas gegeben» - der politische Wille dazu war da und die Kriegskasse zeigte sich gut gefüllt.

Es gab auch im Westen ein dumpfes Bedrohungsgefühl - wer die Freiheit gewohnt ist, hat Angst vor der Umarmung à la soviétique. Nicht ohne Grund wurde in der D.D.R. strafrechtlich verfolgt, wenn man Orwell 1984 las und es weitergab... Wer es gelesen hätte, der hätte zur bereits bezeichneten Zielvorstellung Fragen gehabt, subversive Fragen - im Rahmen der Theorie.

Daniel


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#3057

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 11:19
von Hans | 2.166 Beiträge

Hi,Gemeinde und in diesem Falle Barbara......
Nö, im Prinzip konnte man jeden der vier Abgänge nehmen, nur der Weg war eben mal kürzer, mal weiter. Wieso Theo den "hinten an der Spree" für den "Besten" gehalten hat, keine Ahnung. Das war wohl so was wie "Hammelherdeneffekt". Ach ja, nur der Spreebrücken-Abgang war vergittert, ist ja auf dem Foto, der "Rest" nicht. Na, und dann denk mal an die Geschichte mit dem Brückenspringer.- hat ich ja erzählt, der obere Teil des Gitters kam nach dem "Sprung".
73, Hans


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#3058

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 11:23
von diefenbaker | 584 Beiträge

Zitat von Barbara im Beitrag #3054
... Jetzt muss ich noch hinterherfragen: ankommend von einem anderen Bahnhof in O-Berlin auf diesem Bahnsteig Friedrichstraße musste man zwangsläufig am Turm den vergitterten Treppenabgang nehmen um zur Ausreise zu gelangen, es gab keine andere Möglichkeit, richtig?
.


Kann so nicht sein.
Nach meiner Erinnerung war der "normale" Aufgang zum und Abgang vom Bahnsteig C eine breite Treppe weiter östlich, die in die öffentliche Bahnhofshalle auf der Ostseite führte. Zur Ausreise musste man dann allerdings außen um das Gebäuder herumgehen. Der vergitterte westliche Treppenabgang kann höchstens eine Abkürzung gewesen sein, weiß ich aber nicht genau ?

Gruss Wolfgang



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#3059

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 11:28
von Hans | 2.166 Beiträge

Nöööö, eher ne Verlängerung. 73, Hans


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#3060

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.03.2015 11:32
von Barbara (gelöscht)
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Das bedeutet, man nahm den Abgang, der gerade dem eigenen Ausstiegsort am nächsten war, ganz einfach, ne?


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