#2961

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 04.02.2015 20:24
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Abend,

leider nicht, sniff. Ich habe bereits viel Geld in mein Projekt investiert... ohne Zweit- oder Drittmittel. Das ist nicht das erste Mal, dass ich Dinge sehe, welche unerreichbar sind. Das ist das Schicksal der trainspotter...

Ich hoffe, es gibt eine positive Antwort.
Daniel




Zitat von diefenbaker im Beitrag #2960
Zitat von Hans im Beitrag #2957
Abend, Gemeinde, wie Pastor Holm immer sagte,......
Eine Ebay - Fundsache . Mal anschauen .
http://www.ebay.de/itm/DDR-Grenzverlauf-...=item339b0627b9
Wohl hier von allgemeinen Interesse.
73, Hans



Was ist eigentlich aus dem Angebot geworden?

Hat die Pläne evtl. jemand erworben, der sie auch dem Forum zugänglich machen kann/will?

Gruss Wolfgang


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


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#2962

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 05.02.2015 11:49
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde,......
Nun ja, die Auktion ist -zum zweiten Mal- ohne Ergebnis beendet. Lag wohl am Preis......woran sonst. (Na ja, es gab da so eine Vermutung...., ist aber unwichtig, da sowieso zu teuer.)
Vergleichbare Pläne sind auf Pufferküsser-Börsen für weniger Geld zu erhalten. Dort hat man eben auch den Vorteil, das Ding "in der Hand zu haben"- was ja auch viel ausmacht.
Wenn also konkrete Fragen zum Thema sind, und die Antwort möglich ist, werd ich sie beantworten. Einen Teil eines vergleichbaren Plans hab ich - aber komplett einstellen - ne, geht nicht.
Übrigens - es sollte kein Kaufaufruf sei! Eher - "schaut`s euch mal an" .

73, Hans


I´m just a truckle, but I don´t like to truckle. ( Prokop; Unterschenkel )
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#2963

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.02.2015 18:33
von Kalubke | 2.294 Beiträge

So richtig der Brüller sind diese Pläne nicht. Stadtkarte 1:1000 mit groben Grundrissen der überirdischen Bahnhofsanlagen. Keine unterirdischen Anlagen, Tunnel und Verbindungsgänge und das alles für 250 Euronen, nur weils "original" sein soll. Echt zu fett das Ganze, denn der Informationsgewinn daraus ist gleich Null. Da bekommt man im Bundesarchiv viel besseres Material, denn die haben die Plankammer der ehemaligen Reichbahnzentralverwaltung übernommen. Darin befinden sich z.B. Baupläne des Bhf. Friedrichstraße mit komplettem Innenleben aus den 20er Jahren. Hatte ich selbst in der Hand, als sie noch in der Plankammer am Schöneberger Ufer lagen.

Gruß Kalubke



Harzwanderer und diefenbaker haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 06.02.2015 18:34 | nach oben springen

#2964

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 06.02.2015 18:57
von diefenbaker | 584 Beiträge

Na das ist doch gut zu hören, dass wir hier keinem Informationsverlust nachweinen müssen.

Gruss Wolfgang



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#2965

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 07.02.2015 10:16
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,......
Na ja, Leute, der bei e-Bay angebotene Plan war (ist) ja ein Lageplan der Güst und kein Bauplan vom Bahnhof. Über den Preis -den verlangten- zu spekulieren bringt sowieso nur wenig, die Frage ist ja sowieso, wie viel man bekommt, nicht so sehr, wie viel man gern möchte. Egal.
Übrigens - es ist eine Kopie des Standard - Streckenplans der DR, eben ein wenig mit den für den Benutzer wichtigen Eintragungen (nachträglich) versehen. Und diese auch nicht alle. Diese verwendeten alle mit dem Bahnhof befassten Dienststellen, meine auch - ein paar "Beispiele“, Ausschnitte, sind ja hier vorhanden. Wolfgang hat also mit -"Kein Informationsverlust" recht. Außer: Die jeweiligen Umbauten , die sind eben schwer zu erfassen, da meist eine genaue Zeitangabe fehlt. Um beim Beispiel zu bleiben - Bis wann waren "Postenhütten" auf insgesamt drei Signalgalgen, genauer Standort der P.-Türme, bis wann die beiden Postenkauen, und - genauer Standort der Zweiten? Na ja, ziemlich speziell, etwa-Angaben sind ja vorhanden. Und die genauen Standorte der Postentürme zeigt der Lageplan ja.
Eine Bemerkung noch zum Bauplan von Fri. Als das Modell vom Bahnhof erstellt wurde, fanden die Modellbauer keinen Plan vom Bahnhofsinneren, der den tatsächlichen Zustand zeigte. Und jetzt bitte nicht glauben, dass das Hobbyisten waren. Die Originalpläne vom Bahnhofsumbau -Abschluss 1920 ca., waren da nur bedingt hilfreich, weil -es wurde eben immer weiter Umgebaut, -auch schon vor DDR-Zeit - und es kam eben immer wieder was dazu. Manchmal sogar recht viel, die ganze Nord-Süd-S-Bahn zum Beispiel.
Offensichtlich sind etliche Pläne einfach nicht mehr vorhanden. Dürfte also sehr schwierig sein, da etwas Genaues zu bekommen,- aber immerhin - das Modell gibt es ja - das im TP. (Das öfters erwähnte Modell der Grenztruppen bzw. des MfS - wo man die Bahnhofswände an Bindfäden hochziehen kann- ja da ist das Innenleben des Bahnhofes (Stand ca. 1965) recht genau dargestellt - aber -gibt es das noch? Und wo? ) Es bleibt also nur –weitersuchen und einzelne Informationen zusammentragen, na-das machen wir ja.
73, Hans


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#2966

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.02.2015 11:40
von Hans | 2.166 Beiträge

Morgen, Gemeinde,.......
Ein Stück "Geisterbahnhof" verschwindet.
Der Bahnhofsrohbau in/unter der Dresdener Straße wird "verfüllt" . Wir haben hier im Forum also jetzt tatsächlich ein paar Fotos und zwei Beschreibungen von "historischem Ausmaß" - na -im Maßen. Ursache - Die darüber laufende Dresdener Straße ist nicht mehr stabil genug.
Näheres - auch im Maßen, in der Berliner Zeitung - http://www.berliner-zeitung.de/verkehr/u...8,29801054.html .
Na schön - ein "echter Geisterbahnhof" war das Ding nie, nur "mit dran an einer Geisterlinie". Der Dresdener Bunker- im selben Tunnelstück- bleibt wohl erhalten. Ob er noch mal begehbar ist - wir werden sehen.
73, Hans


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#2967

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.02.2015 14:07
von FRITZE (gelöscht)
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Ich werd mich wohl beeilen müssen nach Berlin zu kommen ,sonst gibts nur noch zugemauerte Eingänge !

FRITZE


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#2968

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.02.2015 14:40
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von FRITZE im Beitrag #2967
Ich werd mich wohl beeilen müssen nach Berlin zu kommen ,sonst gibts nur noch zugemauerte Eingänge !

FRITZE


Guten Tag,

nun, es kann auch schlimmer sein. Vor ein wenig mehr als vierzehn Jahren habe ich zusammen mit dem Gatten meiner Schwester das morbide Mauerstück Gerstungen Bahnhof besichtigt (wir mussten damals die Flucht ergreifen, denn ein ehemaliger Militär hatte sein ehemaligen Polizei-Kollegen herbei gerufen...). Vor einigen Jahren war ich wieder dort auf der Panzerstrasse ? nördlich deR Grenzstation. Es gab da eine Brücke über das Bahnsteiggeleis in Richtung Deutschland (West). Doch der Eingang war mit einer Mauer verschlossen.

Die Mauer (in Eisenbahnform) war nun durch eine Mauer geschützt worden...

Jetzt gibt es dort einen Park mit Sonnenkollektoren. @Fritze - es ist immer später als man denkt.

Als ich das erste Mal dort war, haben wir noch Papiere (@Hans wird leuchtende Augen bekommen) und MITROPA-Geschirr gefunden (und mitgenommen). Auch sonst war es sehr interessant gewesen - und surrealistisch. Wie der Bahnhof unter der Dresdener Strasse...

Daniel


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#2969

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.02.2015 14:41
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Stringer49 im Beitrag #2968
[quote=FRITZE|p446673]Ich werd mich wohl beeilen müssen nach Berlin zu kommen ,sonst gibts nur noch zugemauerte Eingänge !

FRITZE


Guten Tag,

nun, es kann auch schlimmer sein. Vor ein wenig mehr als vierzehn Jahren habe ich zusammen mit dem Gatten meiner Schwester das morbide Mauerstück Gerstungen Bahnhof besichtigt (wir mussten damals die Flucht ergreifen, denn ein ehemaliger Militär hatte sein ehemaligen Polizei-Kollegen herbei gerufen...). Vor einigen Jahren war ich wieder dort auf der Panzerstrasse ? nördlich deR Grenzstation. Es gab da eine Brücke über das Bahnsteiggeleis in Richtung Deutschland (West). Doch der Eingang war mit einer Mauer verschlossen.

Die Mauer (in Eisenbahnform) war nun durch eine Mauer geschützt worden...

Jetzt gibt es dort einen Park mit Sonnenkollektoren. @FRITZE - es ist immer später als man denkt.

Als ich das erste Mal dort war, haben wir noch Papiere (@Hans wird leuchtende Augen bekommen) und MITROPA-Geschirr gefunden (und mitgenommen). Auch sonst war es sehr interessant gewesen - und surrealistisch. Wie der Bahnhof unter der Dresdener Strasse...

Daniel


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zuletzt bearbeitet 13.02.2015 14:41 | nach oben springen

#2970

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.02.2015 16:41
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Gemeinde,....
Na, Fritze, beeile dich mal !
Aber so schlimm , wie vermutet, ist das ganze eigendlich nicht. Der Teil, der vefüllt werden muß, ist der Bahnhofsrohbau, der Ort, in dem die BEWAG irgendwann mal eine Art Umspannwerk oder wie das heißt, betrieben hat. Laut dem Verein Unterwelten und , ich glaub mal, Wolle hatte was drüber geschrieben, ist der Bau für Begehungen seit Mitte letzten Jahres sowieso gesperrt, weil zu unsicher. Ein Wunder ist das allerdings nicht, der ganze Bau ist 100 Jahre + alt, und war nie im Betrieb. Also Wartung und so = Minimal. Der "Rest" soll wohl bleiben, wie er ist. Wobei - im Bunkerbereich steht im Moment Wasser, in der Museumsrunde wurde von einem Sohlenriss gesprochen, (unbestätigt) ob das Ding also weiter im Programm von "Unterwelten" sein wird ist auch unklar. Wir werden sehen.
Notfalls - oder dankenswerder Weise - der Waisenbunker ist ja noch begehbar, ein paar Führungen macht die BVB jedes Jahr, und - der ist nach den gleichen Plänen aus dem "Zivilschutzprogramm" von Speer gebaut, sieht also fast genauso aus.
Na und zu Daniel : Da fällt mir natürlich ein/auf : Du gestehst immer mehr Missetaten ! Erst den Hängeboden, und jetzt........ Höchst Verdächtig !
Glücklicherweise alles Verjährt ! Ja, so sind diese Pufferküsser, oder wie sagst Du immer -Trainspotter.
73, Hans


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#2971

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 13.02.2015 18:37
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2970
Abend, Gemeinde,....
[...]
Na und zu Daniel : Da fällt mir natürlich ein/auf : Du gestehst immer mehr Missetaten ! Erst den Hängeboden, und jetzt........ Höchst Verdächtig !
Glücklicherweise alles Verjährt ! Ja, so sind diese Pufferküsser, oder wie sagst Du immer -Trainspotter.
73, Hans


Ach, das war nicht so lustig, ich (verdächtiges ausländisches Individuum das Deutsch mit Akzent spricht) hätte mit einem Individuum (welches nicht Deutsch spricht) keine gute Figur gemacht auf dem Kommissariat... Wir sind deshalb sehr schnell verschwunden. Ich werde die Begebenheit auch schreiben in dem Text.

Nicht nur auf dem «Hängeboden», auch dem U_BHF Klosterstrasse bin ich von einem weiblichen Sergeant (die Frau der BVG in ihrem Glasbehälter) ganz schrecklich ausgeschimpft worden. Sie war dann enttäuscht, weil ich mich nicht sofort selbst «entleibt» habe. Ich empfahl ihr, doch das MfS anzurufen, das sei ja ihre DDR-Bürgerpflicht und ich sei bereit, auf die Ankunft der genossen zu warten... Da hat sie nichts mehr gesagt und ich hatte dann Angst, dass sie eine Ohnmacht hat. Sie war sehr still und ich bin still gegangen, mit meiner grossen Kamera und dem Stativ.

Auf der Ober-Welt wollte ich dann im Wiener Wald essen. Dort habe ich fast vierzig Minuten gewartet, aber niemand kam. Also bin ich an das Buffet gegangen und habe gesagt, ob es auch etwas gebe ohne Kniefall und Lebensmittelmarken. Das haben sie nicht so gern gehört. Ich bin dann mit der S-Bahn nach Zoo gefahren, aber zur Ehre der Berliner muss ich saqen, dass die Berliner «Schnauze» auch dort gut war. Einer sagte «Morjen», weil ich nicht schnell genug Platz gemacht habe (ein Cyclist) und eine Matrone nannte mich «Klops».

Seit dieser Zeit habe ich weniger Skrupel. Der Klosterstrassen-Incident war vor BHF Gerstungen. Das erklärt die lust zu Missetaten, @Hans.

Daniel


Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.


Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2972

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 11:05
von Hans | 2.166 Beiträge

Mahlzeit, Gemeinde,..... Hallo, (verdächtiges ausländisches Individuum das Deutsch mit Akzent spricht)

Die Missetaten der Pufferküsser. Ein „Sorgenbericht“ eines Transportpolizisten.

Oh ja, Pufferküsser , zumindest ein bestimmter Teil davon, waren bei der Trapo überaus beliebt, und sind es auch heute noch bei der BuPO.
Warum eigentlich ? Da ich beide Seiten aus eigener Erfahrung kenne, beides war und bin, glaub ich mal, dass ich da eine halbwegs richtige Antwort habe.

Da sind zum ersten die „Fotofans“ , also die, welche möglichst jedes Detail des Eisenbahnbetriebes dokumentieren wollen. Eigentlich sehr schön, nur die Bahnvorschriften…. Und damit meine ich nicht das so oft zitierte Fotoverbot. Das spielte ja zu „meiner Zeit“ keine Rolle mehr. Die schönsten Fotos macht man aber nun mal aus der Nähe, und dann möglichst „interessante“ Blickwinkel usw. Ein Horror für jeden Polizisten, denn die schönsten Standorte sind dann fast immer irgendwo im „Betriebsraum“ der Eisenbahn, und wer schon mal „Gehacktes“ aufkratzen musste oder gar einen Betriebsunfall mit Abtrennung von Gliedmaßen im ersten Angriff bearbeiten durfte, reagiert bei solchen Sachen eben allergisch. Verständlich, nehme ich mal an.

Dann – die Technikfreaks – möglichst alle Teile des Bahnbetriebes aus absoluter Nähe beschnüffeln, wenn’s irgend geht aufs Stellwerk ( Heiligtum), in den Führerstand (fast Heiligtum) , auf Signalgalgen, Kunstbauwerken und möglichst noch in einem Bw rumtoben – ist doch hochinteressant und spannend. Verständlich ? Ja, - aber leider- da gibt es nun mal wohlbegründete Vorschriften, die das Ziel haben, Unfälle und Betriebsstörungen zu verhindern. Müsste eigentlich jedem verständlich sein, ist es aber nicht. ( Kein kleiner Handwerksmeister lässt einen „Fan“ so ohne weiteres in seine Bude, oder?)
„Harmloses Beispiel“: Ein Pufferküsser erklimmt einen Signalgalgen der S-Bahn, schaut sich die Signalkästen an – schön - und öffnet einen davon. Um das Innenleben zu fotografieren. Dummerweise – er betätigt ein Relais der Signalsteuerung, der Streckenblock fällt auf „Rot“ – Verkehr steht. Großes Theater folgt, es wurde ein teurerer Spaß.

Auch sehr beliebt – Devotalien-Fans: Vom Schwellennagel (Die „Marker“ auf den Holzschwellen) bis zum Lokschild, alle möglichen Andenken werden „gesammelt“ – (na eher) geklaut. Der Sachschaden ist da gar nicht so groß, der Aufwand, der durch das nicht mehr vorhandene Teil entsteht, ist viel größer. Man stelle sich nur mal einen Signalelektriker vor, der fünfzig verschiedene Kabel –ohne jede Markierung – wieder in die richtige Reihenfolge bringen soll. – Selbst erlebt, bei der Haussuchung fanden wir etwa 300 „Kabelmarker“ fein säuberlich sortiert auf Holzbrettchen an der Wand. Der Missetäter sammelte solche! Und ähnliche „Andenken“. Die „Krone“ waren dann die Flügel eines Formsignals, und da die DR ihre Signale sehr sorgfältig markiert, konnte unsere „K“ diese dann einer ganz konkreten Straftat zuordnen. Diebstahl war dann der „kleinere“ Anklagepunkt.

„Künstler“ und ähnliches . Nun mit Graffiti –„Kunst“ und vergleichbaren hatte ich während meiner Trapo-Zeit kaum zu tun, das gab es eben kaum – wahrscheinlich „mangelte es an künstlerischer Freiheit“.
Nur mit einem Fall hatte ich da zu tun, eine abgestellte S-Bahn wurde da „veredelt“ – wohl noch „konventionell“ mittels Pinsel und Farbe. Dummerweise – als die Trapo anrückte, flüchtete einer der Künstler quer über die S-Bahn – Gleise und kam mit einer Stromschiene in Kontakt. Ergebnis - sicher denkbar –glücklicherweise- er hat überlebt- Schwein gehabt, aber eben schwer verletzt. So richtig begeistern kann ich mich für solch „Künstler“ nicht.

Und dann gibt es eben die Pufferküsser, die sich einfach für Eisenbahn an sich begeistern. Ein schönes, meiner Meinung nach interessantes Hobby. Und mit einem wenig gegenseitigem Verständnis klappt das dann sogar miteinander. Da soll es tatsächlich positive Beispiele geben.
So – ein wenig O.T., das Ganze – aber vielleicht weckt es ein wenig Verständnis für die „Andere Seite“ der Eisenbahnwelt.


73, Hans


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Einmannbetrieb hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 15.02.2015 11:06 | nach oben springen

#2973

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 12:28
von FRITZE (gelöscht)
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Ich bin einfach ein Fan der Bewegung auf den Schienen ! Aber durch ein Bahngelände zu kraxeln um irgendwelche "Souvenirs " einzuheimsen ist nicht mein Ding ! Auf ner Brücke stehen, Züge sehen ,das Gewirr der Geleise von oben begutachten und schöne Bahnhofsgebäude anschauen .
Natürlich Dampfloks ,am liebsten in Ausfahrt !
So Unternehmungen auf eigene Faust sind was für die Landschaft oder die Natur , nicht für Bahngelände !
Solch einen Unterweltentrip würde ich auch nur mit einem kompetenten und bestätigtem Führer machen !
Wer sollte mir auch sonst meine Fragen beantworten !

FRITZE

Ps @Hans Hab jetzt auf meinem Diensthandy das Anfahrgeräusch vom Jumbo als Klingelton !


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#2974

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 12:44
von Hans | 2.166 Beiträge

Ja, Fritze -- das ist überaus löblich! ----- Hab jetzt auf meinem Diensthandy das Anfahrgeräusch vom Jumbo als Klingelton! ------
Hab ich auch - von einer 44er samt Achtungssignal - als Gruppenrufton.
Technische Spielereien sind eben manchmal recht schön.

Aber auf eine noch nicht bekanntgegebene "Erscheinung" bei den Touren im Untergrund hast Du mich jetzt gebracht.
Bisher lief die "Besichtigung" von einigen Teilen des Untergrundes ja über das Museum. Leider - es gab da ein paar unschöne Ereignisse - siehe Devotaliensammler- (nicht im Zusammenhang mit unseren Touren!) uns so bekommen wir (ich) keine Schlüssel mehr für die zwei "Nicht-öffentlichen-Teile“, die bisher Bestandteil der Tour waren. (Auch sonst keiner mehr.) Schade, aber nicht zu ändern. Na gut, der eine Teil währe nach der Sanierung (wieder mal- läuft gerade) vom NS-Bahn-Tunnel sowieso weggefallen, weil nicht mehr da.
Also - nur noch Begehung wie von Schulzi geschildert. Aber dem hat es wohl auch so Spaß gemacht.
73, Hans


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schulzi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2975

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 12:48
von icke46 | 2.593 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2974

Ja, Fritze -- das ist überaus löblich! ----- Hab jetzt auf meinem Diensthandy das Anfahrgeräusch vom Jumbo als Klingelton! ------
Hab ich auch - von einer 44er samt Achtungssignal - als Gruppenrufton.
Technische Spielereien sind eben manchmal recht schön.




Diensthandy bei einem Polizisten im Ruhestand ?

Polizisten sind wohl lebenslänglich im Dienst?

Gruss

icke



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#2976

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 12:50
von Hans | 2.166 Beiträge

Nöööööööö
Aber so eine kleine, feine Nebenbeschäftigung kann doch nicht allzusehr schaden..........

73, Hans


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#2977

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 19:56
von Stringer49 | 700 Beiträge

Guten Abend,

(beyond Berlin) Gewiss hätte ich mich selbst festnehmen sollen, denn ich war widerrechtlich in die Ruine des BF Gerstungen eingedrungen; ich bereue es aber nicht, dass ich es nicht getan habe, denn die Photos und Filmsequenzen sind nicht zu wiederholen. Es sollte ja auch so in Probstzella sein, dort, so habe ich gelesen, ist das Gebäude der Grenzkontrolle auch zerstört worden.

Es ist so: Geschichte kann man nicht aufteilen in das Gute, woran man sich erinnert, und das, was man vergessen möchte. Versucht man es doch, so ist das meist nicht gut für die Zukunft.

Daniel


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Hans hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2978

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 20:29
von Hans | 2.166 Beiträge

Abend, Daniel,...
Du hast ja Recht, vieles im Bezug auf Eisenbahn- und Grenzgeschichte ist einfach verschwunden, abgerissen, weg, ohne das es in irgendeiner Weise dokumentiert wurde.
Und daraus - aus dem Nichtvorhandesein von jeglicher Dokumentation, kochen dann die von mir so geliebten Märchenprinzen ihr trübes Süppchen. Man denke an ein oder zwei „Heldengeschichten“ hier im Thread.

Aber wenn Du mir schon so einen schönen, bunten Ball wie das mit dem "verdächtigen Subjekt" zuwirfst, muss ich einfach reagieren, in diesem Fall mal die andere Seite darstellen. Hab übrigens laut gelacht über diese "Einleitung". Und hoffe auf Verständnis für die „andere Seite“.
Dass ich ein Herz für Pufferküsser habe, wirst Du mir doch sicher glauben!

Mit der Nicht-Aufteilbarkeit von Geschichte hast Du natürlich recht. Leider glauben das viele Leute nicht so richtig. Oder wollen das nicht glauben.
73, Hans


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Stringer49 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#2979

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 21:19
von Stringer49 | 700 Beiträge

Zitat von Hans im Beitrag #2978
Abend, Daniel,...
[...]

Aber wenn Du mir schon so einen schönen, bunten Ball wie das mit dem "verdächtigen Subjekt" zuwirfst, muss ich einfach reagieren, in diesem Fall mal die andere Seite darstellen. Hab übrigens laut gelacht über diese "Einleitung". Und hoffe auf Verständnis für die „andere Seite“.
Dass ich ein Herz für Pufferküsser habe, wirst Du mir doch sicher glauben!

Mit der Nicht-Aufteilbarkeit von Geschichte hast Du natürlich recht. Leider glauben das viele Leute nicht so richtig. Oder wollen das nicht glauben.
73, Hans



Ach, das Schlimme ist ja, dass das «verdächtige Subjekt» in seinem Grunde kein trainspotter ist. Leider weiss ich viele Bahn-Dinge nicht und ich habe vielleicht auch ein falsches Bild von Bahnen, nicht nur in Deutschland. Bahnen sind für mich Orte von Ereignissen, Gefahren und Bedrohungen. Die Subtilitäten des Eisenbahn-Betriebes kenne ich nicht so gut (am Anfang war es so etwa das Niveau von Roald Dahl's Guide to Railway Safety).

Das Verständnis das habe ich ja, denn, wie ich geschrieben habe, ich hätte mich selbst festnehmen und auf einem deutschen Kommissariat abliefern sollen... Aber manchmal liebe ich eben auch Machiavel (The ends justify the means).



Eisenbahn-Geschichte (auch Ubahn und Sbahn) ist auch eine kulturelle Geschichte. In den Geisterbahnhöfen ist sie manifest wie auch im Verhalten der Menschen in und zu der Bahn («Pufferküsser», Eisenbahnanarchisten, Dauer-Kunden, Sonntags-(Bahn-)-Fahrer, Fussballterroristen usw.)

Daniel


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zuletzt bearbeitet 15.02.2015 21:20 | nach oben springen

#2980

RE: Geisterbahnhöfe in der Berliner S- und U-Bahn

in Leben an der Berliner Mauer 15.02.2015 21:53
von Stringer49 | 700 Beiträge

Noch ein wenig Weisheit von 1973... (Fundstück beim Aufräumen im Hause meines Freundes, welcher wirklich «Pufferküsser» ist)


«Die 'autogerechte' Stadt ist eine Illusion geworden; der Eisenbahn-Verkehr mit seiner hohen Konzentration, des wenigen Energieverbrauchs und der guten Eignung für Automation kann sich vollständig selbst rechtfertigen und hat keinen schädlichen Einfluss auf die Umwelt...»

Schade, dass Pläne im Untergrund, welche nie Phantome sein sollten, nun Geisterlinien auf dem Papier sind. Nicht nur in Berlin.

Daniel

Daniel


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